Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 26 (1920)
- Issue
- 7 (20.2.1920)
- Date
- 1920-02-20
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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I ft». FeMtt» IM*. BeSügf pk MW« BOttSgeWmß Aus der Wahlbewegung. Pi, Attische» |ntrtii 8n U. Fchq Ech!,,Uge,. Die Liberalen haben eia erstaunlich schmaches Gebüchti sie -haben offenbar ganz daran vergessen, daß eiaer r Fahrer zu Beginn des Wahlkampfes den Vorschlag hie. und da« s«i »hm hoch aogerechvel. den Kampf rehm zu führen und demzufolge zu einer Polemik der Kien die poliüiche nichtjüdische Presse nicht zu benutzen; schließe allerdings nicht au«, daß sie diese Blätter, na e« sich nicht umgehen lasse, zur Aufklärung ihrer öhker in ongemeffencr Form benützen würden* Als an» "! betrachten sie es mahl, daß sie in der Breslauer tuug — od für ihre deutsch.nationalen Mitglieder leicht auch io der Schlesischen Zeitung, entzieht sich Rer Kenntnis — da« nachstehende Inserat verösftnllichen: ut Aufklärung! Dir gehören oicht zu den Vereinigten »schon Parteien. Au diese» gehören: Die Zionisten. Sozialisten. die Orthodozen. Wir Liberalen stellen eigene Liste .Dohkauer' auf. Der Dühlimsschuß Maralen Verein« der Gyoagogengemeiode ' Ob eine zeige in dieser Kor» in dieser Presse al« angemestea betrachten ist. darüber kann man eigentlich kaum ver» ebener Meinung sein. Dir »nsererseit« habe« kein Interesse daran, de» nicht schen Teile der Breslauer Bevölkerung mitzrtteilen. zu den Bereinigten Jüdischen Parteien außerdem die gib« Konservativen, die Sozialpolltiker. die ischen Handwerker, die Beamten, die kleinen isleute und Handelsleute, kurz alle diejenigen leien und Gruppen gehören, die bisher durch die nle Majorität von der Gemeindeverwaltung nach glichkrit fern gehalten und in ihren natürlichen und iverständlichoa Nechten. so gut es ging, unterdrückt fco sind. Unfern Gemeiudemit^iedern aber wollen an dieser Stelle Mitteilen, was die Bereinigten Parteien mmengesuhrl hat und was sie »ollen, damit sie ,m siürz wissen, welchen Stirmnzetlel sie abzugeben haben, positives und selbstbewußte« Judentum und Demo» sierung der Gemeindeeinrichtungen, die Dertretung der bischen Grundsätze sozialer, politischer und religiöser «btigkeit find der Kitt, welcher die Bereinigte» Jüdischen leien unbeschadet aller jeder einzelnen von ihnen eigen» lichen besonderen Anschauungen verbindet- Das spricht in dem Programm aus, welches von jedem Kandidaten Bereinigten Jüdischen Parteien nmlerjchrirbe» worden und ihm für feine Tätigkeit in der Repräsentanz zur tschnur dient und welches folgendermaßen lautet: WeiteftgeHeide Demokratisternng des Gemeinde- »ahlrechtö. — Wahlrecht für die Krane». — yn» ingeschrt»kteß Wahlrecht für hie Gemeiudebeamten. - Erweitern»« »er soziale, Fürsorge. — Pßege atzt jüdischer Geißel» nnb VUdnngsbeßrebnngen. Ansreichende Einrichtnngen für die Vedstrsnisse ler religiöse» Nicht»»ge». — Würdige n»d selbst» «ewntzre Vertretnng der jüdische« I»terefie» »ach »»e» ,»d »ach »atze». — AÜöreicheude Kürsorge ör die Ostjade«. — U»terstütz»»g der allgemei». Üdtsche» Vestrehnnge» -nlästinn «ntznbnnen. — berücksichtig,,« des jüdische, Havdwerks bei allen an der Gemeinde z» verg^enden Arbeite». Ei» Teil dieser Forderungen findet sich vielleicht anch in dem liberalen Programm, voranögesetzt. was ab« zwriselhost ist, daß die liberale Partei ihre Kandidaten überhaupt auf ein Programm verpstichtet hat; ab« d« Uuterschich Mischen der Auffassung des Liberalen Verein» und der Vereinigten Jüdischen Parteien ist eben der. haß es den Vereinigten Parteien bitter« Ernst »it der Dnrchfühnrng diele« Programms ist. während der Liberalismus in seinen Taten bisher oftmals bas Gegenteil bewiese» hat. Es steht mir leid« nicht der genügende Van« zur Verfügung, um an dies« Stelle den Beweis hierfür zu «bringen; um dies «schöpfend zu belegen, wäre es nötig, nicht einen kleinen Aussatz, sondern ein dickes Buch zu schreilni». L« sich ab« ein Bild üb« die Desensarl d« Breslau« Gemeinde!!der»len verschaffen will, d« besuch, uns«» öffentlichen Wählerversammlungen, die demnächst stattstnden werden In voller Redefreiheit — auch dadurch unterscheidet sich dos Vorgehen d« Vereinigten Partereu von den Gepflogen, beiten, welche Führ« des Liberalismus in nicht selten«» Fällen kund gegeben habe» — werden wir Kode und Antwort stehe». D« es dann »och mit seinem Gewissen vereinen kann, de» reaktionären Gemeindelideral'sm»» am 7. Mürz seine Stimme zu geben, dem ist nicht zn helfen, w« ab« gegen Absolutismus und Unterdrückung, für gleiche Rechte oller Gemeindemitglied« eintritt. d« muß dazu «ithelsen. daß d« 7. März für de. Liberal«» Dahlv«ei» eip Tag des G«ichtes weide, d« »ird den Stimmzettel in die Wahlurne werfen, d« mit den Nomen beginnt: Samnel W. Mrs« — Dr. Joses Schlesivg«. 8»» der „lUinrmle»" W«tzlK«r»l,. Jedem Kenn« Breslau« inn«jübischer Derhältniffe war es Nor. daß der von den sogenannten Liberal«» m Breslau gewollle und uvnötig herau^efchworene Wohl» kampf in «st« Reihe gegen die Zionisten geführt werden würde. Nicht wissen konnte man. welch« Mittel sich die Herren daber bfbima würde», die sich vor alle» als liberal, will jagen: frei und fortschrittlich denkend de» zeichnen Da» ab« geschah 7 Zunächst wende ei» llkindschreiben verschick^ in de» gesagt wird: .Die $bn*c» «»chm em »ech, **f ii Wtli- «einberörPettchoii geUrn». .welches wie «l< tzenikche Joden oicht gewiüt gu» «>z»erke»oe,E. Der Les« muß herauslesen: Die Zionisten find also keine deutschen Juden. Sodann erschien i» den Tages» Heilungen ein Inserat vom lib«alen Wahlausschuß. Über» schrieben: .Deatfche jüdisch »liberale Gemeindervähl«l" Schließlich kom ei» liberaler Ausruf, in dem es neben anderen Wendungen, üb« b«ev Charakter nur ei« Urteil gelt«! kann, heißt: .Der -Iber«!, Nern» Ml «iw ftfr uL mrr »«» reltgtss« liberale» Atoeern. du kie, z»m I>de,k»» «ch za» »«»tsche» Iilttltilr Mn." Diese sogenannten Liberalen find, wie man sieht, mit gutem Erfolg des d« .Schlesischen Zeitung' und andere» Antisemiten in die Schule gegangen- Diese sagen: Ihr Juden seid kein, Deutschen. Jene sagen: Die Zioniste» Die #U*H{ »er 1. »Llttix ie «sie Breslau« Palästina-Ausbauwoche hat — wenn noch nicht de facto, da imm« noch Spenden ein» — so doch im Sinne d« Allgemeinheit und »och »wierigen. endlich sestgestellten Gesamtabrechnung ihren uß gefunden l ist in dies« Zeitung üb« die «sie» Veranstaltungen Irlich berichtet worden. Es bleibt muhzuholen. etwas tt» einzelnen Festlichkeiten kurz zu sagen. Der ganzen gas dir Kunstausstellung ihren großen Rahmen, ie sie in der ersten Woche war. war fie von künstle» Bedeutung, zu der ihr die H«ren d« Jury, de» s Herr Professor Dr. Landsberger und Zahnarzt kouer sowie die Darleher we-tvoll« Kunstwerke, ems Lewin, Carl Sachs verhelfen haben, denen groß« Dank gebührt. In der zweiten Woche wurde üsstellung mehr zu ein« D«koossausstelluag. Ei, den Erfolg, laß für eine «rfthnlich« Summe »erke jüdisch« Meister in jüdische Häuf« kamen, ne her Kunstausstellung angegliederte Palästinaschau tftxhl Interesse Leider war nur wenig verkäufliches ml vom Vezalel da. sodaß trotz groß« Nachfrage Ic etwa 1000 Mk. Bezaleigegenstünde und Palüstino* verkauft w«den konnten. ich die Büchnausstellung wurde stark besucht- Cs Ir 5600 Mk. jüdische Büch« gekauft worden! War alles nur ein Versuch, so kan» man trotz groß« el. die die Leitung selbst am meisten emviunden hat. agev. daß n gelungen ist und den Wunsch nach ' Wiederholung hat rege wer den lassen Welch ollen Hintergrund bot die Ausstelluag all«» nur e Heide« in ihren ftfaitt» veranstalteten Nach» «ittagsvorträge von Fräulein Dr. Küte Nosenthal u»b Fra» Dr. Bertha Badt-Strauß. Hoffentlich wird h« Inhalt dieser seinen. Neue« sagenden und deshalb sehr anregenden Vorlesungen d« Oeffentlichkett noch bekannt gemacht werden. Hi« soll nur auf ihre Bedeutung und Schönheit deshalb hingewiesen ««den. weil sie die Ausstellung förderten und die Ausstellung d« gegeben, Ort für sie war Di, großen Eond«v«anßaltungen waren durchweg sehr gut besucht. Der Rezitationsabend brachte trotz des gut«! Programms ein, groß, Enttäuschung. Ernst Deutsch war nach mehrfach,» Zu- und Absagen Reinhardts doch nicht beurlaubt worden, und sein Ersatzmann. Herr Friedrich Moest. war nicht imstande, sich in die ostjüdisch, Poesie «it d« Glut ein« orientalischen Seel, ein. zufühlen. Man blieb recht kühl. Dafür war d« Licht» bildervortreg von Dr. Elias Auerbach-Haifa ei» «stloser Genuß. Er war. man kann « sagen, klaffisch, »eil er di, befle LöfuiP für die schwierige Kombination von Vortrag nud ernzekn« Vild««kläruua bot. Hierzu verhals ihm die tiefe Kenntnis d« jüdischen Mrgangmcheit. d« geschichtlich«! Stätten Palästinas, d« hebräisch«! Sprach, und des neuen jüdisch«! Lebens, in Mfe« Mitte er fünf Jahre lang gewirkt hat. hi» d« Krieg ihn hin- Herzog. D« Lichubilb«abend über jüdische K»nst. d» Herr Dr. Schwarz aus Berlin hielt, stand bei weitem nicht auf de» Niveau des An«bachschen, weil er «st oh», Bild« üb« etwas sprach, was im zwmtrn Teil, als n Bild« zeigte, entweder neu oder wiederholt war. Trotz, dem war d« Abevd hochnttrrrffant. infolge d« Fülle um Sujets, die ma» z» sehen bekam, und wegen der ßuw» Zusammenstellung d« Bild«, di« eine« doch deutlich zn machen mußt,. Wall d« Nedner sag» wollte. Auch bas sollte hi« «och näh« «örtert »«tau «Achtzig D« «mmG für fckch ' hi« wie da Mnügt jaÜrVch vckocs», wiMtf aBotfd 1 ba alt» Riwc. z» bmstfchr »srls»«bs etwas bleibt schon immsr hänge» . ein« MbmksPWgst Für de» vornrtzmölo« f in Mefca» wie t» imm Mi. Nur eintW tzwnigs KistHeEnngen zur Goch, M» ü» Nicht««ttiertrnr Zur Zm bog AristzM hot filbst^htz Monn wie Ludwig Geitz« nnerkrnn» »Äe»: di» 5 : MÜS nftln gaaW I» ih« Ppcht ih« »u al» «»«I«, Iäd«. ... 2a» ft» Idm «» i tt* ntn. Wk« ft* Üa Xwm mm Batttlaab« hsitltn. Nicht di» schltchieft»» »»<>». Ziamfti» dabn, diese Nie»« »it ld**» Btat» »»d “ Sctai Witsfll. Cl ik »»ialich |nui(. k*t ba>« reden Ir»s. ader Mancher leerte Gedicht»rl \ 1« tu k»r| |« sei». Haben etwa je Nichtjade» ttftoyM: die hat«, sich i» den rr Jahn» »alÄiche» -iornIMM M schlecht» Lausch« erMiese,» »er MUftlt dar«, tat mm licht «iura Au^ndli« gcMnt huch. M taWM m sage», pt schreiben, an «Ich Eich» M kledeer. ■*, MG nt der leisifte AUah d«|» daaensear 2»da>, sM«n»ch» literal», Juden, tiich «I «ardehalle». dal eil«» tdeft M» salcher «ehau»«»n, z» deschnp,! , . Wo ist a»ch in die BMr «hui Bedoeichl slr Mft riiu Berreumbuvg T Oder (oBu H etwa «i» Dndirihi» Oder nch nr ch» Fehler sei«, daß die Zioaistr» n» AUntz «» srat MM asten nr aller Welt delanl had«. »M hixch Md klas»»»adrde,l ist. daß die Jute» nderr» Gl»ch|, «ni ElaMM»! finb all die deutsche» fthrifte»! d« Ift G ei«« ttuttnu am deutschen Teste, Mn M» «im Heim ßltte erstrebt hat slr di« Jude,, di« ft, nderlM, ,W Hoden, oder auch nur im ge^ü^ende« Maße »icht M! vermeinend Oder daß M„ n» a dem Wiche«, der alle» v»ik,h»i»M Miiardrichs, sch »Irdia de, tu« zu gesiai,» sucht! Hat chich tbtll «chi I sagar der .Fntralmrei,' oebrlliat nd «aterftltzl! »eil »ir Finifte» H «u MMftlßm MtttU» da-«,! G» »«an« »an urrl dach ei» aadnl -MiGMlW Mittel! «i» GerU, ,Glr»', »i« »nch, mim» *m>WM zu glaube» scheine», «enl^i daz» »icht- Oder ft»t If wi«nn des deutsche» Pr» PalUttn Nrnichl «tchi chch »ondsreie 8«»|e» |»»»l slr di» »MaliiU der ziniftshchch Bestrebuntz,»! (U» «er «I»tß, tar»»l M »M» Geheimr»! Clthua, Landrat », DeMitz. Schillmt! darb, Erzter^r, Dr- GmtaMlktz. Wms. Er», r Scheide»,««. Präs. Mq Wed«, Güls Wchchrtz-s s°I gqm. dch -imisch» zeuge», daß chchml ch> oes»|> »der leschrude» HÜ, es »Ire chschl. dch dmchhm J»t»n stMMerte» ftch »enche, »» di, dmftchi f»«! Zu^aete», daß »»» darüber »»ichichm dmch» lUL «ktt di, «»Mt ift «nicht Mt «fett jMUffe «tt »ndererseitl mehre» ftch dch »ichi|ittftischi» GchWW^ß» da Meilen, etwa, «rehr ,lsh,sl»»| t» dettsch |r Fragen «Ire de» Mutsch«, $iM»M» dimlilh» dach di» politiM, Ortmschmm Mr Mtftai Mtt' in «imm ar»ß» Lckl »ich! s, sehr M Ml 1 schan», MftMttt ift. »U »ichlußr leih» oft MMmH sei» »uß hmch dch Fra»e: >ch ftrht dch Puchl DM UnlilnnttilmU! , Oder ift el Ml febwtfl D» Ildisch» «Mb. Mf dch titerach Berlmmbu», mchlchchtGt! Dl Mr W»» n»»ands,«ch» .Alm»-eine, -ridnl, du DchmWGDft - schließ« der LrtchrttM der Um aschch»mm N»»»» ch« vetrachtn, Iber de» jldijche» NatianliMmI s, Ur .Mi mag >h» slr eim »trchisch» tztxman htt». »tt manchen setiur Farderuamn schmer, Gchmckm «tmUM setze», mag seine Ziech o»ch, de, hmttm» GußWuM! slr kau» rrUisierbm aaseh«. Ei, Gildtmft HU « sich zweisell»! ermmM,^ e, hat Ml Mjch. «MIM «««. 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