Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 26 (1920)
- Issue
- 7 (20.2.1920)
- Date
- 1920-02-20
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 78% known words query
- IRI
…/6682508-6377572-6450440--1221-4850931- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
®*r ^Mische 8o89icrftn»9" e-schet», «SchoüNch aa je»«« -reüag nab tan* FmmM durch dir 9*#. Wie a»ch d«ch die Ge^chOftl-elr z,» Pre-e »cu •krt«(|Qc(kfe «k. 3A) de,»q«l »erde». tai RL-oUwg ta brr 9t *»>. «WJÄ* *UUtfT *) P,. Nr. 7 r i Jfir bit ntt nuBen fMc^um Sufsltze. »eiche bit perfsVlich« tBeuurafl Ni Oerfaffcr» vwm An»bnt* bringen. Ibcmlmmt bic Schetfileirung nur btt prttzgrseHliche Dtronrcwrtung. J Zum Karlsruher Hochschulksnflikr. Der Konflikt «II der Karlsruher Technischen Hochschule ist beigelegt. Die Studentenschaft bot eine Erklärung ob« Gegeben. welch« den akademischen Behörden ge« ügte. und diese haben daraufhin ihr« Maßregeln aufgehoben Die Verlegung de» Kcvstiktes ist zu begrvßen wenn st» auch Deserulich insofern milherbeigeftlhrt wviden >N. Latz d»e Berufung des Dftektcrs Dr. Max Mayer Berlin da« durch gegenstandslos geworden ist. daß er die Dozentur m Aarlbruhe abgelehnt hat. Daß die» geschah, ist in» dessen auf die Haltung der Studentenschaft zurückzusuhren. Und wenn diese Haltung unter der akadt»ischen Jugend Gchule macht so kann man der Entwicklung r-ur nnt der allergrößten Btsorgnis entgegenieden. Der i,ast dedars daher rwch erner Erörtnuna. Schon der etwa Ä<>Iilnrn hat es ein» antisemitische Bewegung-in Deutschland Gegeben, die inzwischen zusammengebrochen war. Es hieße die litugeo vor offenkundigen Tatsachen verschl'rßeii. wollte »an testrnten. daß in Deutschland gegenwärtig eine »indesten» ebenso starke antisemitische Bewegung aufgekomllrrn ist. die zwar hauptsächlich noch im Geheime» arbeitet und noch nicht offen all politische Partei ausge» treten ist. aber fcfuanJftaitat sehr stark ist. Dir ha>tea die Bewegung für einen Teil de» beklagenswerten mera» tischen Niedergang», unter dem wir zu toben haben. E» ist kun Zeichen politischer Keile, wenn ei» Volk in seinem Elend zu keiner anderen, als zu der i» jeder Beziehung beschränkten Auffaffung gelangen würde, daß em verschwindend gennger Bruchteil seiner Dolksgenosten an allem Unglück schuld fri. wie e» all» antisemitisch sühlenden und denkenden Kreise zu glavben scheinen. Daß in dieser Denkweise em Armutszeugnis für die überwältige nde Mltzrheit liegt, sn nur nebenbei gesagt. Wir glauben nicht, daß sich das deutsch« Volk für längere Zeit mit dieser äußerst primitiven Erklärung von den Ursachen Imufc Unglück» zufrieden geben wird Inzwischen aber ist eö notwendig, auf die Befahren dieser Bewegung hirzukreisen und zu »ersuchen, zahlreichen Mitbürgern eine etwas hadere Auffaffung rom Wesen der Politik und vom Wese» des Deutschtums beizudiulgor. Für heute seien nur einige kritische Bemerkungen zu der Erklärung gegeben, welche die Studentenschaft der Technischen Hochschule in Karlsruhe anläßlich des obengenannten Konflikte» abgegeben hat. Daß der inzw'iLe» geglückte Versuch. die Berufung eines Belehrten an einer Hochschute dadurch unmöglich zu machen, daß mau einen Streik der Studenten für diesen Fall ankündigt. erner. Einriss in da» Derusnngsrecht des Lehrkörpers bestellt, bedarf keiner näheren Darlegung, wenn die Stusrntenschoft auch erklärt, daß ein solcher Eingriff nicht in ihrer ttbfidt gelegen hat. Ihr Deweggrurch ist nach jener Erklärung, daß st» an der Technischen Hochschule in Karlsruhe dafür wirken will, die deutsche Geistesbildung nicht in Abhängigkeit von jüdischer Herrschaft zu bringen. Es wrrr> behauptet, daß schon ein beträchtlicher Teil des fiaat« lichen und wirtschaftlichen Lebens unter jüdische Herrschaft geraten se, und damit eine populäre Meinung vertreten, die um deswlU n noch nicht wahr ist. weil fu populär ist. Einen S^eweiS für diese Behauptung sind rhre Verbreiter bisher schuldig geblieben, llnd wenn der Beweis -rbiachr werden künule.!v wäre immerhin noch weiter zu d-weisen. daß diese angebliche Herrschaft zum Schaden des deu'.fchen Dolleuu*£tu6i werde. So lange dieser Beweis nicht angetreten wird, kann man die Auffaffung vertreten, daß das Judentum im wirtschaftlichen »,e rm staatlichen Leben eine sehr anregende Rolle gespielt hat »nd spielt, weil sowohl früher wie jetzt in eine einflußreiche Stellung tut wirklich tüchtige Kräfte des Judentums gelangen. Der hiergegen ankämpsen will, der kann es nur, indem «5 eine noch größere Tüchtigkeiten die Stelle flldischer vchtigkeit setzt. Die Studentenschaft in Karlsruhe kann Utch^bestreiten. daß hervorragende jüdische Gelehrte sich bedeut».^ Verdienste um die Wissenschaft erworben habeii. |p ju offrnsichuick. al» daß es geleugnet werken könnte. ° ° . »tzchsMAese Kb—< bee VchbWkkmw M Ofe krtm^pnCoi» ■> tOO L M* Bei Si-h«sOvMß )«hrsta»G XXV» 5er,spe.-Anschl«st 372 . Postschsck»-Xo»»v Brest«! Nr. 173Ä3 Echristleitung. Derlag und Geschäftsstelle in Brsssau l. öchweidnitzerstraße 37 ftulckrrften und Geldsendungen find dorthin Ai richten. — Die Geschäftsstelle ist Sonnabends, tfeiertagö und vonntias ge Breslau. den 20. Zedniar J 920. Es wird auch nicht bestritten, daß die Wissenschaft an stch international 'st. daß also an Hochschulen ohne Rücksicht aus Konseffion und Raffe das Berufunzerecht der I:ki.t's^n ouegeübt werden müßte. Die Studentenschaft akr ri-.bt. daß diese Ausgabe der Diffenschaft zurückzu- Irrt, u U'e hinter das. was sie nationale Ausgabe der nennt, und sik spricht hieru.it aus. daß sie in Deutschland geborene und wissenschaftlich in Deutschland arbeitende r^rlevite. wtlche israelitischer Abstammung stnke^ nicht zur deutschen Ration rechnet, im Gegensatz zur srüheren und zu: neuen Verfassung. Und fu, die Stu- Unsere geehrtenLeser ' werden gebeten, uns freunbltd)|t dadurch ' tu unterstützen, datz Oe unser Statt nicht nur überall empfehlen, sondern es auch in Reftaurants, Hotels, Konditoreien, Cafin sowie Bal)n!)ofsbud)l)anMungtn verlangen und da. wo es nicht gehalten wird, sei« sofortige DesteNung veranlassen. dentenschast. geht au der Tatsache vorüber, daß deutsche Dolk»,iensffen israelitischer Abstammung für Deulscvlond arbeiten, für da» Deutschtum eintrrten. für Deutschland gekämrst! haben und ftftafc'* »ft anderen Worten, daß deuts.-e Wesensart und jüdische Adstammung nicht vereinbar seien. Für diese Behanvlung. die immer wirdec und von so vieten ausgestellt wäd. ist ein Beweis allerdings nicht erbracht und wohl auch nicht zu erbringen, und mit dieser Auffaffung ist msolgedeffe» ernstlich Nickt zu streiten, denn sie ist lediglich der Ausdruck eines das sich der Kontrolle durch drr Erkenntnis entzieht und entziehen will. Ander» Völker denken sehr viel anders über die sogenonnte Iudenfrige weil ihr Nationaldewußtseln stark genug ist. um (ine etwa ihm fremde Wesensart sich anzu» gleichen und weil der Menschlichleit^halt ihres Nationalbewußffeins stärker ist als das naio^ühlen. welche» dem nationales, B.wußtsnn nur in der Abwehr gegen andere Art GcnUgl z.i leisten scheint. Wir glauben, daß zur deutschen Weunsart auch zu allen Zeiten die nnbesangeoe Anerkenmmg te» Wertes anderer Wesensart g-hvrk hat. so daß daher Anlisemitirmus de« d/utschen Weftn nicht nur nicht entspricht, sondern zuwider ist. Und wenn du Studentenschaft der Technischen Hochschule rn Karlsruhe die nationale Aufgabe Deutschlands in den Vordergrund rücken möchte, was wir unsererseils durchaus billigen, so n.ö, e fr sich doch auch einmal gründlich überlegen, nt axUr Holle dav deutsche Dolk gegenüber anderen Nationen kommt, tir in einem engherzigen Antisemitismus, insbesondere an den Stätten der Geistesbildung, den Beweis für mangelnde Kulturinse erblicken und um deswillen das deutsche Dolk in du Reihe der zveitklaffiaen Völker strLen. _ N. B. L CsttRtnö und Gkmeindeardrit. D>« Berliner Beweindebehirden Huden telchiosten. jugendliche Bemeindemiigiieder all Heiser für die jgjialen Einrichiungen der Seneinbe tzeronjugietzen. Der Busgobentiild der wdhifdhridlonimilsimiea ist im ftiindigen W-cksen degristen. s«d«h iich die Ruiwendigleil heraudx,stillt Hel. die Nummissiondmitgiiedec zu entlasten, ohne d-durch die Zahl der stummtstiondmiigiieder ellgusehr onwechsen zu losten Du Gemeindevermaiimig hoi sich an die tveiiiner jüdischen Jugesdorgonisntionen mit der Bitte um Benennung »NN Mitarbeitern gewandt. Eine erste Arrsummiung der zulünstigm Heller und Heilerinnen sond im Buwotlungtgebande der jddischen Demoindo statt, in der Herr -iechteanwrit Baum, der aus dem Bedikte der WohijahrtSdflege sehr Maanic Bsrsttzende der Wohl' sohrtdeinrichtungen der jüdischen Gemeinde, eia inteeessdato« «eserat »der die Lüsgaden der Heiserschajt erstattete. Dal Institut der veisee ioll der Bertiesang der WohtsahitSpstegr dienra. »nd di« »stogriische BehaadinAg des Ejaorl. salles durch Miiwirsuog mnes grdsterrn Kreises non Hiisstrsslen rrlrichirrn. Diese Einrichtung war destzer imr in kchissülle d«handelt »erde». M seid» an tserendar in der GogichGtzmnG s»a< «» «n Weitere« «chtet stte dch Hots»» «»,! di« yitrsargekommisftan ich doa letzt» 1 der Fürsor ^eiumiff ion sotznngsgemdh Die Heisee und t itstrinuen idonen dort mistionsmiigltedern zu t»re» E»iiastantz zuzemieski ste idnnr» oder n.ud d'ieil vom Borßtzenden MÜ e Auigaden b V I w.-rden-, dewLhrtr rstiizlieder I erster Limr t>r, der iDodi zu Mitgliedern derttoinmis rückstchtigl wei>e . Eine ähnliche Entzüngsdestiir^ nun auch >ür dte stemenlommission da« Vorstand de'.stlostkn. Bvilsastg müsten adee . , Heiler und Hetjerinnen |ür die sistrsargesommistiM I pstichlei wridrii. irren re auch vvrbetzuiie» dleistt, ' Teri von ipäirrhin der Armrnlommission weisen. Dagr^ru irnrht schon setz! dir Stbgttf Heiser und . :i. rinrrn in einem Uni fange |U_T der weil ntri drn Rohnen ter ssLrjorzekoiomi" geht. I ii rortft st teiieseid bietet insdrsoi tuijft Sil . . f:i 3n|e»bftfcfK|t|tcle der jüdischen •■■lirte. die die d stell eilst r Behar.dlnna aster der übernimmt, sve die weder dre Naisenkoamisst»«^ stürjorgetommistiott nach die kommridormu *** ständig stnd. die stch insdrsondeee i» Ern» der stürlorqriommiffion such solcher Jugendlicher i die vor dem Einfintz einer schlechten r werden missen, gegen deren Verso» oder 1 zi'hung noch nicht« »»«liegt LpestieE ist» Juristen »ter dm Helsern tvnomt et« " Sammelnarmundschast iw Gisste. >1 t ttrchissülle de handelt »erdm. M de«» l stteserejcho» in der r Me diel deschststigi tat «» |«nMt M Ul Ml Leute aut dem Gebiet der stslnischen Iststz gegm die ein GlrnsversahrM wegen undesnstw» sderschreitung eingeleitet Wdch, und die dsw d«r l Jentrole s«r Jngeiidssttssrste der s' ' «esm »erdm Fast durchweg handelt zst Lenie. die »egen der in Palm vargenoMmeMn ' rungm die Heimat veeiassm. vtetsach n» solch«, I Famtiieg angehseen; sie kommen oder «ltlellol an. da ihnen die van zn Hans Mittel mit GewO» aber als Befidchüstsst-M ows I -der denischer Seite »dgmommm »erd«. Hd» j str in der Regel eine Getdstmie. die i» Faste t unslhigtett in Gesängiüsstras« nmgeWaadcht i da«, was svätrr an« itzwm Wird, ist 'schwer ersohren Di» -iirsarge sstr dies« fangen SwM! mchi aus Geidnoterststtzungm deichräntrri. Menschen, die in Dmtschsand dleidm Hl an« eigener Kraft eine Egtstenz «tMafftn. Es | her. die fangen Oente in anständig« GessBchcht MI und ihnen einm geeigneten Ensching zw deeschnf kann besonder« dadmrch geschehen, dstz st« organilationm zugesährt werdm. wvdri es uh« < politische noch ans die reitgistse >rt der l kommt. Unter Lettung der hold tu« BlUgliebet« verschiedener'! eine Beine Kommissinn gebildet i Mitglied der Färsorgekommissisn Here Raddinee Dmj Levh «deenommm hat. . Rach diesm Anssiihrgagm de« Borsttzendea, ht» I der Bersammiung mit. stiste» Jnteeeste wurdm, dankte der Bo.sttzende dm Jag" aller Richtungen sstr ihre Mttarhett an dar 1 tutian. «r hofft, dnst »ie Einrichtung »eg i, Helserinnm sich in der Vrmi« zn» Elsten hse > rntwickrln «erde. Dü« Jnstiint lost pmstchß nestMstß l und elastisch gestellt Weichen, alle« Wette» Wu Ipüierm Gange der Dinge vortehaüen, he» Lohlsahrtepsteg, lshi sich nicht in Schrank« i graphen ettimgm. > In der Distnffion. an her stch «eschiede« Heistn I Helserinnm heiriiiglm. gnten hin Herren De. BnnNI Dr. Lamm Enßknnft Üdm hie sstr hie Heller Uhu rinnen in »ulsicht genmnnee« DltigkAl. Die »EstOI im Sesentiichm ettw z - zunächst gemeinschnsllich gliedern und unter derm! netUufrat stdend «ranlatzW säntttsthe AnWesewhch i die Heiserlistm emznteagerl.