Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 26 (1920)
- Issue
- 6 (13.2.1920)
- Date
- 1920-02-13
- Page
- Seite 4 (sequence 6)
- Language
- German
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'Jtaubrt herrscht. Die jüdischen Gefangen», »ersuche», sich a» Leben tv erholten, indem sie besonder» in Hausindustrie», »t« bei der Herftrllung von Zigarren und Zigarette». Arbeit verrieten. Do» amerikanische Joint Distribution CfmnilUr hat auf Veranlassung von Mr Jakob H. Schiff bi» Betrag von loOOt.O Dollar» -um Zweite der Repa- ^mjerung der jüdischen Gefangenen in Sibirien bewilligl G» sind bereit» Verhandlungen mit den zuständigen Ate- Hierungen über den Rücktransport der unglücklichen Kriegsechser aig^nüpst. _ R»ttse»itische Kligblätter i* Ha»lir» In Ha». B«rg sind hetzerische Flugblätter de» Antisemitischen Schutz- «ch TrutzbundeS verteilt worden, die den Genehmigung»- vermerk de» Garnifonältesten trogen. DerVorstond ter Dattscheu de»lokrotischen Partei in Homburg hat sich de» Wb »Ueinem Einsprüchen den Reichswehrminister gewendet. Die jüdische» D»rlrh»-k»ffe» t» Pvse» gründen eine Zentrale der polnisch-jüdischen Darlehnekaffen, zu der sich terrttS über bO Larlehnlkaffen anaemeldet haben. Pole» gege, jüdische J»»r»«nste». 9» einer ihrer letzten Nummern fordert die Warschauer Zeitung .Dwa $»>»* die polnischen Zeitungen auf. sich von den jüdische, Journalisten, die an der polnischen Preffe mit« «betten, zu befreie». Al» vorläufige Maßnahme schlägt heB Blatt kor. daß irgendeine öffentliche Institution »enigste»» eine Liste von Jude», .polnischen Journalisten" voeüffentlichen und die Blätter. 'an denen sie Mitarbeiten, bemnnen soll.! Aus der t^eichshaupistadt; «ch + ♦ ♦♦♦♦+♦•»■»♦♦♦♦4 ♦ Die erste L»rstel,,g der A»»stsL»»U»»g der Berlt»er jüdische» Gemeinde. Die Leitung der Kunstsammlung der jüdischen Ge> Milbe z» Berlin (Lolf'sche Stiftung) hat e» verstanden, durch ihre vortrefflich ozonisierte, intereffante erste Ru», stell«»- noch immer die Aufmerksamkeit weiter Kreise zu fcffria. obgleich je»1 schon drei Johre seit Eröffnung der G»»«lung verflossen find. Nicht nur die einzelnen Ge» »indemttglieder besuchen die Sammluag eifrig, sondern «uh ü«me Vereine und Gesellschaften haben in dem Saale tz« Ku»stsammlung einen Treffpunkt gefunden, um sich h»rt durch de» Leiter der Kunstsammlung. Herrn Tr. Ater», und seine Mitarbeiter lehrreiche Ausschlüsse über di» Bedeutung der ausgestellten Gegenstände geben zu tu- I» Monat Januar besichtigten der Sportverein meraden'. der Liberale Jugendverein und die Neli-tme-klaffen der Kbnigstädtischen Oberrralschule. kur; wmcher die Spneozaloge und der Landerbund Neukölln die chhiiliche» Bild«. Stiche. Münz«. Medaillen cknd son- -AW, Altertümer. Zum besonderen Nutzen gereicht die stWstsammlung den Schülern. die leuchtenden Auge» hier ‘" i Geschichte studiere». Mit Rechs haben die Bildung»' für jüdisch« Lehrer, die Knaben- und Mädchender jüdischen Gemeinde, sowie viele Reli-ionSschulen Mb Religton»klaffen der höheren Schulanstalten Berlins «d der Umgegend ihren Unterricht au-sallen lassen, um .» diese« jüdischen Museum unter Leitung der Lehrer '»d Mnseumsbeamten den Zöglingen die jüdische Ber- «genhett anschaulich vorzuführen. Da gibt e» keinen '»Kekkrngs-egenftand. der die Jugend »icht lebhaft in» tereffiert und sie nicht veranlaßt, später auch ohne ihre Lehrer «iederzukommen. um ihre Kenntniffe zu vertiefen. Jtoj besonder» feffeln die Funde der palästinensischen Aus» Mßmgen und die Mü»»e» der hakmoäischen und heroischen Fürsten, wie überhaupt die ganze Sammlung alt« Übtschen Geldes. Die großen Lichtdrucke der Bibel« und Timubhandschristen erschließen ihnen die Welt jüdischer chM-io»s« nnd Literaturdenkmäler und die umfangreiche Aammlung hervorragender Persönlichkeiten de» Judentum» -*n 16. bis zum Anfänge de» lü. Jahehundert» in wert. , ^»>e» großen Stichen macht sie mit den großen Männern Judentum» bekannt Außererdentlich fesselt die Grupp« zm Mmbckssohnbilder. in erster Reihe die weltbekannte warmorie Originaliüste de» großen Manne» au» Taffant» Meisterhand und da» Oelporträt de» Philosophen von Irisch, das erst durch die Kunstsammlung der knnft. 'stst»vschen Forschung und Oeffentlichkeit bekannt geworden ft. Hoffentlich stellt die Verwaltung der Gemeinde in Mtdmst grüße« Geldmitte! zur Verfügung, um diese« hÜchst verdienstvolle Institut weiter auszubauen. Wünschen»« '«rt wäre auch die Mitwirkung von Männern und -rauen, dir brach Geldbeträge und Schenkungen den Au»' ttu der Sammlung fördern. I» Besitze vieler Familien heskden sich jüdische Ku»stgegenstände und Altertümer, die m. Museum der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden kll»»ti». Der Leiter-der Kunstsammlung bietet al» ernster Belehrter und Kunstverständiger noch den bisher abgelegten strvbe» die Gewähr für den Ausbau de, Sammlnng und ih« Verwertung im Dienste der Oeffentlichkeit. Wie »an uni mttteilt. wird die jetzige Ausstellung u» »och kurz« Zett andauern; eine neue Aulstellung ist in Vorbereitung. Man darf ihr erwartungsvoll entgegensetzen. ► ♦ ♦♦»♦♦♦♦♦»»»»♦♦♦»♦»♦ Aus dem Reiche •nf Xnngimg bet .Berns» seltsttnkiger Mischer H»»d»ertrr r»d »««ertetreitendn' ist hier ein —<»»>»Misch»rGihils»»Gr»st'HL«h»ig»'»ezrLi>k«t »erden. ■im um verri» anl e» sich tu* zur lu'gab m»cho>. die Mchhe» stehrün,» -r derrter IM> z, imterstttze» jernn »ird v« friedlich» I»f»m»e«rteün> »ii den Meister» e^estreti. chMnwme n«u>>n»Mg. Dstffekdors. Die Ttznagogengemeind^ Düsseldorf veranstaltet in der Aula der Luilenschule eine Reihe von sechs Darträgen, in denen Rabbiner Dr. Escheldacher üder .Grundlegende Ideen de» Judentum», ihr Ursprung und ihre gegenwärtige Wirksamkeit' spricht. Sein erster Vortrag behandelte die Propheten. In der Zeit etwa von 750 — 460 ». Ehr waren diese Männer die geistigen Hührer de» jüdischen Volke» und die Verkünder seiner Religion. In jener Zeit weltgeschichtlicher Bewegung ver drängten einarrder i« vorderen Asien Aijhrer. Budyloiilrr und Perser. Völker stunden aus und vergingen. In allem dem gewaltigen Wechsel hielten d»e Propheten unverwandt ihren Blick auf Gott gerichtet, für den sie die stärkste Empfänglichkeit besaßen, und in feinem Nomen forderten sie auch von ihre« Volke al» die Grundlage seine» bauernden Bestandes Gerechtigkeit gegenüber allen. Hilfe gegenüber den Schwachea. In Gerechtigkeit und in Aus- Opferung sahen und lehrten sie auch die wahrhafte Religion. Der nächste Vortrag wird die jüdische Tradition in großen Zügen behandeln. Ktl» a. Nh. Der Kölner .Bund der Kriegsbeschädigten' protestiert gegen den Vorwurf de» Antisemitlswu». Wie wir in unserer letzten Nummer berichteten, hatte der Vorsitzende eine» Krieg»beschüdigten-Bunde» »ersucht. ein jüdische» Vorstandsmitglied aus Antisemitismus aut dem Bundes-Dorstand zu entfernen. Hierzu nimmt die Bundesleitung mit folgenden Ausführungen Stellung: .Der Kölner Bund Kriegsbeschädigter. Kriegsteilnehmer und Hinterbliebener ist neuttal und nimmt als solcher bet der Ausnahme seiner Mitglieder keine Rücksicht aus politische oder religiöse Zugehörigkeit. — Er hat von dem Vorgehen des Vorsitzenden der betreffenden Ortsgruppe keinerlei Kenntnis gehabt, würde sonst Veranlassung genommen haben, den Vorsitzenden erneut aus den Standpunkt absoluter Neutralität hinzuweisen, ehe er solche Schritte, wie geschehe», unternommen. Wir bedauern da» Vorkommnis und werden Sorge tragen, daß sich Gleich' artige» nicht wieder ereignen wird.' Nach dieser lttzalen ErkÜnrng bleibt übrig, die Ergebnisse der Praxis abzuwarten. Mainz. Rabbiner Pias. Dr. Salseld. der über 40 Jahre in Mainz wirkt und der a!» Gelehrter einen bedeutenden Ruf sich erworben hat. beging mit seiner Gemahlin sein L0 jährige» Ehejubiläum. Die Feier gestaltete sich zu einer eindrucksvollen Kundgebung der Achtung. Liebe und Wertschätzung für da» Jubelpaar und wurde mit einem durch Rabbiner Dr. Levy-Mainz vorgenommenen feierlichen Gottesdienst in der Synagoge ein« geleitet. Zu de« Festakt in der Wohnung hatten die israelitischen Gemeinden de, Stadt Mainz, die sämtlichen Gemeinden de» Rabbinate» de» Bezirke» Mainz, zahlreiche Korporationen, die Lehrerschaft u. cu m. ihre Vertreter entsandt. Glückwünsche aus Nah und Fern, wertvolle Jubiläumsandenken in großer Zahl legten Zeuqni» von der Beliebtheit de» Jubelpaare» ab. Rabbiner De. Leoy. Kommerzienrat M. Mayer. Rechtsanwalt Dr. Kramer gedachten der Betttienste de» Jubilar» um die Geschichte der Stadt Mainz, seine» Wirken» al» Rabbiner und seiner umfassenden gemeinnützigen Tätigkeit. Tie israelitische Gemeinde der Stadt Mainz und die Gemeinden de» Rabbinat» de» Bezirke» Mainz stellten zum Andenken dem Jubilar eine Kapitalstlstung unter dem Namen Siegmund und Zippera SalsÄd-Stfftung. deren Zinsen zur Hebung de» Religionsunterrichte» und zur Hebung des Lehrerstände» verwendet werden soll. Erfnrt. Ein antisemitischer Richter. Eigenartl-e Begriffe von der llnpartettichkett eine» deutschen Rrchterl entwickett Landrichter Giersberg. hier, der als Untersuchungsrichter in einer Sttassach« einem jüdischen Angeklagten die Fmilaffung au» der Untersuchungshaft verwergerte mit der einzigen Begründung, daß derselbe Jude sei. Der Derteidtger de» angeklagten Juden. Rechtsanwalt Dr. Graf in Leipzig, war nach vorhergehender Anfrage bei dem UntersuchungSgericht nach Erfurt gekommen, um die Kaution für den Angeklagten zu hinterlegen. LandrichterGierSberg lehnte dieFreilaffungde» Angeschuldrgten ab .Alle Juden, die sich strafbare Handlungen zuschulden kommen lassen', meinte der unparteiische Richter, ^erhalten vom Roten Vollzugsrat in Berlin falsche Pässe nach dem Ausland. Die Reichsregierung billigt diese» Vorgehen und ist bestrebt, ihre Glaubens- und Raffegenossen zu unterstützen ' Auf einen Einwurf de» Anwalt», der auf die Sinnlosigkeit dieser Behauptung aufmerksam machte, erwiederte Landrichter Giersberg. daß ein Beamter de» Landgerichts bei Noske (?) gewesen sei. der die Tatsache nicht in Abrede gestellt, ober Abhitse zugesagt habe. Ter Anwalt hat die Angelegenheit der Okssentlichkeit übergeben; wir find gespannt, wie lange die'er eigenartige Richter noch im Amt verbleiben wird. München. Gegen die antisemitische Hetzpropaganda hat das StaatSmmlsterium de» Inner:, vor einigen Wochen eine Anwei'ung an dre Palrze!b?hürdeu erlassen, der antisemiti-chen Hetzpropaganda, insbesondere der Verbreitung von Flugblätteru diese» Inhalts ihre Aufmerksamkeit zu schenken. In einem Teil der h-resse wurde diese Anordnung als Aufforderung zu Sp-tzeldiensten dezeichnet. Pvlizettiche Tätigkeit zur Autklärung sti,-> barer Handlungen ist aber kein Svitzeldienst. Maßgebend waren bei dem Erlaß nur sicherhertspolizeit:ch« Erwägungen im Hinblick auf verschiedene Vorfälle München. Die ,Deutsch«Vvlkischenau» deren Reihen sich in erster Linie die Arco- Gemeinde rrkrulien. treiben eine geradezu verbrecherische H?tze. die sich außer gegen die Juden ovr allem gegen die jetzige Regierung nchtet. Ern Herr Kurt Kerlen au» Nörnderg gab am 80. v.Mt». im U. |, Wagnersaale wieder einmal eine Gastrolle. Aü hieße de» im Gollerstile gehaltenen Ausführungen diese» viel Ehre antun. wollte man darauf eingeheu. Wie adar ' grgen die Regierung gehetzt wurde, mag au» eine« Bei« spiel ersehen werden: Nach Kerlen könne sich .die jetzige Schieberregrerung'. wie er sie zu neanea beliebte, nur «f Unanständigkeit mit> Unehrlichkeit halten. Das seien alles Lumpen. Schufte und Schieber, die zur heutigen Reaier«ng hielten. In der Aussprache forderte man offen zu Gewalt« taten gegen die Juden auf — Die Regierung möge stch vvrsehen' Dar ist der Bod«,. auf dem die Stimm»»g für Pogrome und für den politischen Mord gezüchtet wird^ ♦♦♦♦❖♦❖♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦ < Aus dem Auslande ♦ ♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦ ♦ ♦♦❖♦♦♦❖♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦♦?«» jüdische» jede» in Inpnn. Aon eine« jap»oiicheu Iiken Vor mehreren Monaten hat sich zur Regelung dej großen jüdischen EmigratlonSstromes. der seit Beginn bei Bvlschrwistrnrrgrmes ununterbrochen au» Rußland feu Japan nach Amerika flutet, in Tokio das .America») Emigration Jewish Relief Commitee' gebildet, da» sichau» amerikanischen und einheimischen japanischen Jude»i zusammensetzt. Zweimal wöchentlich passieren rimg« hundert jüdische Emigranten a»s Wladiwostok kom«e»v,S die Hauptstadt Japan», wo sie von dem genannten Komttem koscher verpflegt und mit dem Nötigsten versehen werden^ Bl» zu ihrer Weiterreise nimmt sich da» Komitee dies« Emigranten m jeder Hinsicht an Unter den Durchreisenden befinden sich nicht nur Rnzehbrige de» ruffis^e» Staate», sondern auch lüdische Kausteute au» 8inmJ«, deren Existenz durch die Bolschewiki-Henschast vollkomwei zerstört wurde und dre jetzt miltello» nach Amerika zurück' kehren. Die japanischen Juden gewähren ihren bedrünffte» jüdischen Brüdern reichliche materielle Hilfe und steßav ihnen, fall) sie eine neue Erlstenz in Japan grün dev wollen, mit Rat und Tat zur Seitt. Allerdings find die guten Zeiten für die russisch jüdische Gefchüst-rvelt i> Japan, seitdem der $anbt( in Rußland lahmgelegt ist vorbei. Tie während de» Kriege» eingewanderlen russisch« Juden, die den Handel Japan« mit ihre« HeimatlauR lebhaft gefördert und ausgedout haben, find alle zu große» Wohlstand gelangt Biele aber wandern jetzt, da sie kei», Handelsmöglichkeiten mehr mit Rußland haben, »ach Amerika aus. um sich dort dem zapamsch-amerikaoische» Handel zu widmra. So bringt der jüdische Geschästügeist die Handelsbeziehungen zwischen Rußland, Japa, und Amerika zu neuer Erstarkung. Al» die ersten Pioniere jüdischer Niederlassu»g t> Japan können neben dem bekannten Port Arthmer Phil«»- tropen Ginöburg die Herren Kirschbaum au» Ritz« und Mr. Russell genannt werden, die den Grundstchw zu einer jüdischen Gemeinschaft legten Heute besitzt die Gemeinde b reit« einen Schochet und rm Hause des Emigration» Komitee» an der Mainstreet besteht ein Betsaal. der als Synagoge eingerichtet ist. Der Bau einer Synagoge ist geplant. In Ermanglung anderer Schulen mußten die jüdische» Kinder bisher in die Missionsschulen geschickt werde«; hierin wuroe nun Wandel geschaffen, indem man jüdische Schulen errichlele. die gut besucht sind. Don den Jude», die während des Kriege» nach Japan kamen, find dt« meisten Zionisten. Während der Ehanukkadtage vvrigev Jahres wurde «in jüdischer ^all veranstaltet und die häufig stattfindrnden Dahltätigkeits-Konzerte und jüdische» literarischen Kurse zeugen vom jüo. Kulturleben in Tokio. Die ersten Spuren jüdischer Ansiedlung in Japan lassen sich aus fünf Jahrzehnt« verfolgen, wovon et» Ü7 Jahre aller Grabstein einer jüdischen Frau in ToAa »eugt. Unser Gewährsmann beabsichtigt, bei feiner Rückkehr nach Japan den Grabstein photographiere» zu lass« und Material über die ersten Anfänge de» jüdischen Lebe»» in den japanischen Stödten zu sammeln. <i,e )df«hr. Au» Budapest wird berichtet: Ministerpräfidenl Hu»»« hielt in einer Monsterversammlung eine Rede |ugu»ftm der von ihm nngeleiteten Notstandaaktio» für die imü> leidende Bevölkerung Budapests. Er teilte mit, daß sei» Notschrei bithrr eine Sammlung Dan etwa 14 SRifiio»*» ergeben habe, während er zumi»dest &0 Mrllione, Hase» müsse, um dem großen Elend wenigsten» teilweise abhclfe» können. Ei hasse wohl, ai'd dem Ausland«, an welchA er sich mit seine» Appell gleichfalls gewendet habe, a» sehnliche Zuwendungen zu erhalten» doch sei es vor alle» netwendig, daß da» Inland sein» Opfer bringe. B« diesen Worten de» Ministerpräsidenten ertönte au» d» ersten Sitzreihen der Zwischenruf: .Nehmt es den Judas weg!' Der Ministerpräsident. Da» Problem ist »icht fl einfach. Der hungert den frage ich nicht, ob er Jude m oder Christ. Und wer heute praßt und dabei bt»!t»p leidenden gegenüber geizig ist. dem verzeihe ich nicht. »I er Jude ist oder Chnst. Das kann keine KonjejponsfNGi fern. Hier kann man nicht als Partei Vorgehen, hier »uch man handeln al» Ehristenmensch. Jeder, der «tthelßn will, sei willkommen. Wieder der Zwischenruf: .Rah» e» den Juden weg!' Run wird Ministerpröftbenl Hüsz« unwillig, hält einen Moment tu seiner Rede in« «> sagt dann, jede» Wort scharf betonet: .Ich weiß nicht wieviel Sie. mein Herr, zu dem Liebe»««! bergetraßN haben. Di« aber dir Sre avoftrvphieren. Huben da ihrige getan'. Der Zwischenruser verfiu«mte. I 1 1! i 1 i i i r i < i f i i s h n d C % d % «' fi < € C bi M ih E n> in wi lic -e di> Ei hü »t da Bl da Le! we tu & 1 Bl de V U