Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 26 (1920)
- Issue
- 6 (13.2.1920)
- Date
- 1920-02-13
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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«h MufW m >—M» *«Su»nf>i» im fiop NN» täte Seit, km* felgt; 4nji|flia: Umc. Bmiftkwt: fnu. . nit W»fi|irrrT fftt MnsPochen: Name. Abzeichen: schwarzrvte» fital. »rttoQ: S0 Pf. p» 91ml m: Einrgkett — Verttttigung der Lear»» genossen — JfBta: Deutschnationaleuud deutsch« vottsdartei. Sport: reite» — schwimme« — rüder» — Ausflüge. f%t Hauptsache: V Zereiuiguog zur vekämpsuug der Iudenherrfchast. Gründer. drei Itameti. Mitglieder: die zwei ersten dieser drn Romen. Vors. Hat eiae Mark pro Monat zu zahle«. Ich habe vorläufig so ausgestellt. Bitte aufbewabrrn Ich habe ermittelt. dah die Träger der Name, elf» Nh zÜlftShrige Gymnasiasten si«d. Also der hoffnungstMe Oersasser diese» .Programm»* steht noch auf dem £fa|»fuft «tt seiner Muttersprache und schon aus dem Mttgsfuh mit den Gegner» seiner vereinsgenossen und Mt der .Iudenhrrrschast*; er weih auch schon die .Partei* zu wühle», der er offenbar sei«e Kampsorienttchwua verdankt. Cm di» Jugenderzieher. die dieser Partei angehören. »icht doch bei einigem Nachdenken sich aus die Ausgaben IttftJitn, die ihue« (ohfe irregeleiteten Kinder» gegenüber omieae». wen« sie derartigen Auswüchsen, die ja bekannt» Ach ui« Seltenheit wehr stnd. begegnen k Ob nicht gewisse Achrrr hier die Früchte de» Unfug» erkennen, zu de» sie Dhendliche Akademiker verleiten, die Bersawmlungen politisch AlSersdenkrnder durch To den. Johle». Pfeifen und ähnliche tHderne Argumente stören und zu sprengen versuchen? Melleicht gibt e» Optimisten, welche diese Frage bejahen! Ar,rt,A»te» A»»li^er»«g»»ert«»Ge». London, v. Februar. Ein englischer ffunkspruch meldet: Die Liste der Kriegsschuldigen soll noch um einige Kamen ergänzt werden, zu denen auch General Gvhringer stchdet. den die Entente beschuldigt, er habe de, Rabbiner As» Anneville und dessen Tochter in der Synagoge lebendig verbrennen lassen. 7. (Sollte sich diese Aaschukdiguag bewahrheiten, so erscheint ' jj*i eiae gerichtliche Untersuchung de» Falle» für völlig v HMichtsiitigt Di, Schristttg) «»f Geldschriae». vre» ea. 5. Februar. E» ist bekanntlich verboten, aus Geldscheine Reklamen za kleben ich« zu drucken. Aus solche Weise sür private Intmessen beha»deltr Scheine könne« al» uvgüttig zurück» Hwoiesen werden Dem gleich zu achten ist e». wenn letzt di« antisemitische Prooaganda sich nicht scheut. ihre cer beenden Sprüche auf da» Papiergeld zu kleben In Brvmeu find Scheine im Umlauf, aus die ter folgende Reim geklebt ist: .Wie au der Eiche Pilz und Schwamm. oft la» dato m SMMMp*» feMUl* üt W| fcit »ichB.n- UMSchoi« m m** »Kd, »ech wum 1m m äjm Nri «HÜ. —o« NO, e» fühom». »«b scks polAstha 9t*ai W> «chiÄdns Hrr Agttattnn aas hm uvUiifcatai SaMrfk { Krikm IM*! Dah bm Antisen^n mit solch», As» bah«, i» Vreme» vara-gehe« »nht». stchlt ihrem Geschmack übte» Zeugnis au». ». DrlErLck »trd Nicht metzr «»fgeL»Lt. Weimar. 7. Sedraar. D« AeschLfttführend« Au»schuh dm DrntschnatioNalen Dolktpartri hat mit 6:1 Stinttne beschlossen, de» btsherigen Abgeordnete« Staottminister v. Delbrück bet den kommentaiReichstags wählen nicht »ieder oufzuAelle». Diesem Befchluh darf man wohl symptomatische Bedeutung beimessen. Er zeigt, dah in d« dentschnattonalen Volk». Partei eine Entwicklung vor sich geht, die bei den nächst» Wahlen dahin führe« bürste, daß die gemühiaten Elemötte »ehr und mehr ausgeschaltet und durch vertrettr de» Radikali»«»» ersetzt werde«. D« Fall Delbrück fbfct nicht vereinzett da. Schau t« nächst« Feit »«den Mr voraussichtlich von ähnlichen Beschlüssen in andere« Wahl» kreisen erfahren, bei denen ma« gleichfalls frühere Urei, konservativ, durch Vertreter der schmseru Lonart ersede» will. Die alte konservative Partei sichert sich ihren starken Einfluh i» der neuen Fraktion der Deutschnationalen und ebenso jene Richtung de» Rassenantisemtti»»n». de« sich die Deutschnationale volkspartei anscheinend völlig nnttr» werfen will. _ »»K W»tz»»«G»«6t. Berlin. <l. Januar Du Wohnungsnot wird von der deutschnationalen Presse oft zu besonder« gehüffigen Ausfälle« gegen de« Zuzug von Oftjude» ausgenutzt. Run ist zmeifello». daß die Wohnu«g»not durch die Einwanderung au» dem Oste« verschärft worden ist. E» ist ad« irrig, zu glauben, bah e» sich bei dieser Einwanderung nur um Juden handelt. Gerade diese kommen »eist mittellos und ihr« Habe beraubt nach Deutschland und hausen in mehr alt dürftigen Quarti«en zusammengepfercht. Dagegen leben in Berlin zurzeit eine nicht unbeträchtlich« Anzahl baltischer Barone, ehemalige russische G«nerül«. Adlige »sw^ die große Teil, ihre» Vermögen» »itoedracht habe» und jetzt aus Schleichwegen 10» und 12-Zunmer'WohnckNgen mieten, ohae sich im geringsten an die Wohnnngsde» Kimmungen zu kehren. Ein Vorgehen gegen die verschärftender Wohnung», «ot durch Zuwanderung au» de« Osten »Kd demgemäß sich gletchstrübig gegen alle Schichten der Pnnmndor« richö« müsse«. _ Wgtzer krr Wirnk »»tzt. Silhelmlhaven, 2. Stkrumt. Die au» Wilhelmshaven berichtet wird, ist der dortige birherige deutschnatioaale Generalsekretär Durgemeister. der sich in einer an die Parteileitung der Deutschnationalen Volkspartei gerichtete» Denkschrift in schürister Form gegen die alldeutsch'antisemitifchen Treibereien in der Partei und die Preisgabe des im November ISIS fest- -«legten Programms gewandt hatte, seine» Amte» ent» Hoden worden, ohne daß man ihm die brantragte Gelegen« heit gab. innen Ltavdpunkt vor einer zuständige« Partei» fct* Ische« tarn frin tüift t#,t. ul; M>h Mntel: 64066 : MH M hi ‘ Mfc- . . 4. — .Mi...,- .. m.— aiu. MWw»»W V BmMMI Im M» CB« m s»« rn tnffem. km, tkt •««Ulim mmt Pml«,i lmmitm mmchlm»»,, t*m»»m._ ft stak Mhm M ntfnko, ma knl(kk" "mMfeoT lÜ-Lk^m aSSttCmain«feMBfM^M kM IMtfMpf*. ' BitUm, R. VÜgMa. 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Es vergingen einige Wochen, bis die Vorsteher, dre inzwischen wieder in ihre Heimatsgrmeinden zmrückgekehrl waren, die Nägel besorgt hatten; nun machten sse sich wieder auf nach Gzieschowa und fanden zu ihrem Staunen den hölzervm Zaun um den Friedhof herum bereit» fertig. Sic erkundigten fich bei dem Zimmermann. wie das denn zugegangen fei und erfuhren, dah der Gut», chmr auf eigene Kosten den Zaun habe Herstellen lassen. Die Juden baten nun. dem Gutsherrn ihren Dank ab> statten zu dürfen, und diesmal wurden sie freundlich auf« rmmen. Wie staunten fie aber, als sie die Ursache den Gesinnungswechsel des Gutsherrn erfuhren. Er mgählte ihnen, dah ihm nach rhrem ersten Besuch« im Tranme eme weihe Gestalt erschienen sei, die ihm geboten habe, den Friedhosszaun Herstellen zu lassen, sonst werde thn ein grohes Unglück treffen. Seine Frau, der er davon Mitteilung machte, lachte chn au», und er kümmerte ßch nicht weiter darum. Wenige Tage daraus brannte ihm die Scheuer ab. in der seine Ernte untergedrachl war. und alle» wurde vernichtet. Nach eisigen Tagen erschien kh» im Traume wiederum d'^ weihe Gestatt und sagte m ihm: .Du hast meinen Worte» nicht gehorcht, das Unglück ist bei Dir eingetroffen Denn Du noch immer tzügerst. Deine Pflichten gegen die Jude» zu erfüllen, s» Wird Dich ein noch wett schwereres Unheil treffen*. Wied« »Wählte er sei-- Frau von dem Traume, und wiederum kffchöe * us und wuhte seine Bedenken zu defflja <? nach wenigen Tagen verging ihr da» wdS llichen drei Kinder erkranften au der Dsü» en ihr i» Laufe eine» Tage» entriss eu. 0» * i, z« Tage, da e^chien die weihe Gestalt dH S t dm dritten Male und sprach zu ihm: »Dn h» -Horten nicht -Wlautt. und dethalb habe kch Dp h! fei-rt, und Deive Kktder genommen. > D. - tt - rch läng« zögerst, den -av» hngvstkLen, dann hole ich Dich selbst*. Jetzt emühlle der Gutsherr seiner Frau nichts mehr von seinem Traume, sondern er l»eh schleunigst den Zaun wieder Herrichten. Au» de» Holz aber, da» man nicht mehr zum Friedhofszauue brauchte, wurde eine Mauer um die Synagoge in Ezieschowa gemacht, und noch heute soll das Gotteshaus mit eiae« Bretterzaun umgeben sein. Soethe. der Semit. In «ine» Buche .Das Sanatoriu« der fteien Liebe* besaht fich eia Hans Hermann mit dem Problem, ob Goethe Germane oder Semft gewesen ist, und in Üer» zeugender Weise kommt er zu dem Resultat, dah Goethe ein Semit war. Nach der Attschrift .I» deutschen Reich* wirb da» mit folgenden Dorten nachgewiesen: »Sieht man nun Goethe an: diese vorquellenden, dunkelbraunen Augen, dies« an der Spitze aekrümmtr Nase, diesen langen Ober» leib mtt dm kurze« Beriten, welchen selbst ein leicht weh» mütiger Zag nicht fehlt, dann -total wir ganz da» UrtiCb eine» Rachttmunen Abraha»» vor un». Goethe war Mischling durch da» Blut seiner Mutter, und nicht nur rn seinem Aeuhern prägte fich seine Abstammung von den alttestamentansche* Helden ab. sondern auch in seine« ganzen Desm. Seine glühende Sinnlichkett und ewige vertirbthett. seine uasttttiche Lebensweise und fragwürdige Ehe. der er erst ganz heimlich die Weihe geben lleh. aU Napoleon, der gewiß kein Abstttunztrr und Tugendbald war. fich ein« etwa» irouische diesbezügliche Frage gestattet hatte, sein Servilismu» gegen Fürsten, der seinem steift nackigen Bat« so zuwider war. sein völliger Maugel u Vaterlandsliebe, seine Feigheit de» christlich« Bekenntnisse seiner Zeit gegenüber und noch ganz ander« Züge reden eine zu deutliche Sprache, al» bah ein Mensch Ban au» befangenem A»1rU sich der lleberzeugnug versMieheu Vnnte, dah Goethe Mett «ehr Semit al» Dmtjchei' war.* — Eine «rrkwOrdig« Folgerung: Aber bei Goethe ist ja Blüte» des OilnHiMM Ei« Zeituugshüudler ruft tt» nMfMl tu»: .Dieft» hervorragend« und avlljWtLW»»'» jeder wahre deutsche Man» und jede aam» de« jelesen haben! Nkder «tt den Indml!^ , . Ich sage zu ihm: »Ettanbe »al. bo» ist obm ' Ec knegt einen dmckelrntt» Dchf «ck schHhWP r wütend an: .Deeh ick elleene. dah bei OmS« aber wee» Du »al wat Vesser«»!* Panlcha, zitmgt«. Amm» »»k WtssgUßchWfL Htirnrtch -timt: Di» -mqtrss«. Btilmg Mm Msl K Wfe,. «»nchtu 1919. Al« «nt stiutt trßtu Kmkn ktimai ktt »itluttspttchtnbt DUmchntt Dttlmg jmtum» .Hmtzttist'. r-Mk I-litfe sich ktt Hlttusgck». I Ltemürb au bit stlttxt <rsk»«gmbt an; kW kmkmt olltn Oiklibphiltit aitker »ugtuglich gnamdü sß. btsmnbtttn Snt bot ktt SttUj auf kW lkmAtchh ukatfüaiute tbdfbdtuug kt« hanklichn BMI« auf ktitnatUgnu, ktfku gtiiUu«M>Wt tumü* wohl btt klmtitpull^n Zmn oU mmch Mt kulorittitu Bilbtt uub 18 AittslMkt (Ma Um zur btfttu Btltmmg- Mn Bßchnslimmbim, I au-k an ktt bftbtüsch ktsti-Mnmbn Bllchtt kaktn. st, Mts» L«»bchN> akr Prmstßmt Mm Brnssttummm mmk M« fektfelch» Dtr ktühmtit Bmkwrimlagt V»f. 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