Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 25 (1919)
- Issue
- 43 (14.11.1919)
- Date
- 1919-11-14
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Am e November beriet bi« Preußische Lnbemersonnalun, dal Gesetz aber bi« Erteichbernag M Auütriti» n» ber Lerche und au» bei, säbischm Stzaeoogmgmwmbm. »ab die üftratuug schloß mit einer giröleatr I, «chchm Weise eie» Arubauiug be» Gesetze« vorgeuammm »erbe» soll, ist «Rerbiug» meiee« Wisst»« ber Oefteuttichkeii nirgeub« wrigeteilt mmbm, man «mm beühnlb «er ans -bea Berataagen selbst schließe^ baß «« sich bariim tzeobett. bie belauust Bermbnuag ber 7fM«fu„chIrugl,, beeech Welche ber Austritt au« bea Kinhwnnnib» setze «• leicht»« waebea ifttuech ein laubelmsetz j» sanüimistrm. Da« Gesetz bttatffmb bea WnHritt aal ber Kirche foBort «ul dem Jetzee 1878, «ab Gilt «che, (fc bi, akiutzm euch str setze Rstigiouggemeinschaft. welcher Knignmlintrechft gewährt stab, al^ »achchtr bie Etzaagege»- Mkt OK ber Stzwvgagmgrmeiubr nükestn will, het birje» Gesetz« pmsstnflch ne be» Richter sei»» bea Anütstst ZiaRRmn, amchMm er mchstr ll»ch.üfltg»»»stR Mch DG AM, _ SMiÄD»LchW»2? üMvchm »ab späftßeM bm«^»N 6 MM» a«tz Ct» gw, tzG Aatr^eb statt, kaeaxtzi Mb«» A-traae. Wie He» ihr» AuttriftWeitchchl »chtlt ber BManbber WhnngvgwGemeinbe eia« Abschrift ' Der Parflvnb ber AmGaner Stzuogmeugemstub« teilt allertziaa«, wazu er bie Mbtztechteit hätte. ber «eaeeiabe „ab ber Presse tratz che»« Aesuchm» bie Name» ber Praselytea nicht »it. um bab leicht »eeftiublich» Schmngchähl derer. bie vom Jubenta» «chtußelle» i» Gegriss stab, »ich« ft meletzen- Der Auttmst au« ber Shnagogmgneiub« bewirkt nicht n» schartig»« Aastzbreu ber Lnßnng» sttr bi« Gtzaagogea- ^wriub«, als» »ar atm ber kftarrtzahtavg; bWrUafaat tritt -ist Uitt bem Schinfte be« -as bi» Auttritttertlbruug seigrabe, Raleaberjahre« ein. Ru» laaa e« aber aoriommen. baß semaab gar Mi tut be» stutzeutum, soabera mir aa« ber Sgüagogmamrriub« aatscheibe» will, weil ihm viellstcht irgmb welche Pertztltaisse ta ber Geaechab« nicht «usaaea. Auch diese Plbtzlichteit ist buech ba» »esch mm 28. Jul» 187« Grunbschtzlich getzbr» nach be» allea Jnbeugesch «a 1847 alle iuaertzalb eine« ktzuagagentzezirl« wotzaenbea Zeichen ber Ptzaagiitzengemnab« itz»« vatzaarte« an. D» bestcht aber mich bem Gesetz, oea 1876 bi« Möglichkeit, atzae Aubtritt aa« be» Jubeatu» au« ber ktznagageuaeiaeiab« autzuscheibea, aber nur au« relitzibsea Bebealm. Aach in diesem stalle ist eia bietbeitallcher Antrag tzei Gericht «u stellen, «ab bie Ausaatzm« ber Auitrittbertlllrrn» stabet etzensall« srtltzesten« mich i Lachen und sattesten« inarrtzald 6 Sachen statt, »ena ber Aubtretenb» ia Person aar bem Richter seina» LatzaaM erklllr». baß er au« rrllgibleu Beben!«» au«tirt>» walle. In diese» Fall» rutzen bie Recht», welche bea Mitgliebera ber Etznagagm« «aieinb« zustetzen, »am Lage ber Grtltrung ab, «ttzwiib der Auttreteub« selbst «u b«, Leistaagea ebensall« bi« zu» Ablaus be« aus bi« Aubtrittberlltruna satgenbeu Lalenber. iatzre« tzerangezagen wirb. Einzelne Be»st»chtuag«a müsse, Irgar bi« zu» Ablaus be« aas bi« Auttrittleikltruag salgenb», sünstea LMiberjatzre« erstllt »erben. Beau bi« >u«getrete»en sich betzas» baaeraber Einrichtung eine« bchmibeien Gattetbseaste« bereinig», s» lbanen itz,«, bi« Rechte einer Gyaagogengeiaeiiibe verliehe» »erben. E« besteht also bi» Mbglichteit, baß in einem kHnagogenbejirtr »etzrer» Etznagagengeineiabea besteh«. Der AubtrUt au« bem Zubentu» aber einer ktznatzageagmieiube ist «na Gesetzgeber au« guten Grttabea mcht ganz leicht «e»acht warben; ber Gesewieber wallt« 'l, baß mau seine» Giaubea ober seine Augetztrigkeit «iaer Synagageagemeinb« leichtserti^ bieleicht ra« «oramtanfi Verärgerung Hera»«, ausgibt I An der Heutigen Zeit stehe« «roste Masse» ber B» ' »blleruag aus einem anberr, Ktanbpunlte. Man will au« einen, wie ich glaube, salsch verstandenen Gesithl sär Gewistmmsrriheit heruu« be» Aartritt au« ber Kirche »ab den Stznagognigemeinben erleichtern, und in ber Tat genügt durch bi« Berarbnuag ber Bolkebeaustraate» bie einsache Meldung an bea Richter, um seinen Glaub« aber sein« Lugehbrigkeit zur Gemeinde aufzugebm, Di« Bozialbemokrati», nach der« Programm bie Religion Privatangelegenheit ist,' tritt natürlich sür bi« Erleichtrriing de« Aaütrim «in, und aus b«setb« tzlanbpunkt stellt sich im Prmßischen Reichzaugschaß bi» bemolratische Partei. Rachtrtglich erscheimn de, D«»»!ral« Ledmlen gelommen gu sein, denn bei ber Berataag am 4. November emtzsahl >tzr Vertreter, ber Abaevrdaebr Rabe, b« Rückverweisaag be« Eatwurs« aa b« ReichzaeMschuß, und sämtliche bürgerliche Partei« schlaft« sich tziise» Pertangm an. Die Abstimmung Rieb zweiselßaft. sabaß eine Auüzlhluag «solg« maßt«. Bei ber Abstimmung entserat« sich RR Abgeorbaet« vaa bm «»Herst«, Recht», bi« zu b», Dammrat« aal de» Saal«, nb batmrch wurb» dal Hai» beschlußansühig und bi« Abstianaa, verlies resulletla«. Sa.«»bet« da« Drauerstziel tU eine Posse. Mtürtich ist damit ber Antrag nicht ah^ehat, sanber» bi» Abstimmung nur ausgrhobea. Wir werbea seiner Seit Gelegenheit .nehmen, über da« Resultat ber Abstimmung zu bmichten _ §er Antisemit,»»««» «s km Arestauter 1 MG ßllstGiasssch» Der Rmsa« ber »Gl «twi bm utriHur» n be» tsasmnmabrach nM ®>s,it«ahlg vn stchns «aberabpnllw,. »ab de» «Rieischl, Geschch«, bi, vn rtzaea «»wünscht, Richtaug za gab«, ist an bea llmversitütea aus .seachtb««, Bobe» g»sale» Hier, ia bea sarbeatraamrb», Berbiabngea, ia Ra vrnlstütt», R« Raserveospzier. unb be« StaeUvrivilegiertacham« sembea bi« realtiaäbma Wünsche edw lürmeab« Rlsmmaz. Die stud >. klar, b-tz »a. sM tzabei erst nicht Rag» auszuhalte, braucht. Da »u bea llaiversitütea da« G«ge>- g-wtcht einer tmatzakten sazialbematratischea Masse sihlt nb bi« Demokratie e« immer «ch Mt verstntze» hat, bi« Jllgeud »ab damit bi, Ackuaft zu ^miauen, s» sehll gegenüber allen reaktianüreu Bestmiunge» sich sebe« Gegengewicht, M hemmuagülm ergießt ft» ber ganze Unflat aatjsemiftscher Hetz« durch bi« Hüchül». »asraft zum Ausommeaschiuß Rr .välltsche» Stabeatea". ^gn> bi» llebergrisse Os und bea .zersetzeabe, knstuß' de« Aabentam« hänge, °» allen schwärzen Brettern, gln. Rätter mit den tltchen nutz Drninsten Lügen ber nüsemitlsche» Mache werben maftiaßaft »erbrMet. »ab bie allgemeiner, SftcheatmVersammlungen baden mit ihren ntisemitischea Rebe» und vbbektzaftea Awischearuse» ei» Riaeäu erreicht, da« — traurig sür Studenten, evelche bie zuküftstig» Intelligenz be» BollG mrkbrtzerU svllea — rau» nvch zu ntnbutn ist. Ähre» varläuslgea .Hühepunft «reicht« bi« Bneguag in de» veschftch« einer allgemeinen Stubeateaversmnmluag, ber var einige, Wachen gehrßt warb«; in de» .vn ber Stubextenversammluag me Gründung einer aatisemttrschea Sompftnebtze begrüßt würbet Wat tm, bem gegenübe» bi» jübiichen Stube»»« Gespalten ia zwei Lager, bem R. E. a»s ber «ine» nb den Ataniste» aus ber anbean Seift, bi» sich aus da« Schärsste Rkämpsm. ist ihm A-Rmft eallstMig gelähmt. Anstatt bem ntisemitischea Angeist all «ine geschlnfsene Front gegebeuüber z» stehen, reiben sie sich in inneren Rümpseu «ns. bi« ftten StuRntm. ber sich leiner ber beiden llüchtuagen verschrieb«» hat, mit twsstän Schmerz, erfüllen müssen. Dieser Kamps »ater einLnber wir» mit solcher Erbitterung gefügt M hat nter bm hlbischm Studenten »in solche» «ißtranm gegen einander »estt, baß vo» vornherein «in EinigLag»versuch säst augstchlüla» erscheint Da« habe» inbbesanbea »ieRr »n Rene» llftrfuch« gezeigt, bi« ia ber letztm Seit ntermmmm waiben stab. Dieswal scherterft bi« Eiuigng n bm> völlig abweisenden Verhalt»» nuiger Hk gebe btt b«ibn genannteu Richtnnge» will eigem Lege gihm, jede will e« »ns ihre eigen« Leist Woche» «ab hm m» dir ein» Besorgniü, baß bi« nta» ihr dazwischen «he» zuvorkommt. Die trnrigste Folg» bavn, bi» weiftre» barn» ergibt, ist. b«ß «ü nicht gekagl, bi» , gmß» Masst Rr jübischm striistnbimtm zu» »wist «■ stM fl» atm bstRÜlb .«mistüstm aktive» SteCungnäbw« wzeälb« bm «ätstGiflschm stfln» benfta zusamwenzntchweißm nach chvm Ohnigüchstm bald mehr nch der eine», bdb »ehe n» bm M Richtung gezvgm, habm sie ketm» stchm bt/k, Wchstll »tchß »a» ste »»chm svllm, M bst Del» Atz büch st» ww Nichst tan. «trfigvstrt bltnvh, «nstmftll»« sstchm st» »» ganz» Fmg, »emM«, nb st M« ch« gmch« -aßt bem Kampf« ber Mpche» Stnbe ast, vm lvrm. ^vellst t Mt mtfit fria, b«| Mb, I wmigsten» in biastr «tnm flmg« M nr m bststll __ 3m£ sich tat taflischm Grllnbn »tütgml Hst Dhchch» m»_ _,n_ Ja. ....—IM. n U-— tjwiimm am ifn Gxm niMtiB ppa Lr s, wür» «» »lältch. Mt DRsch» MaM «fl» p *y. Ji ü? ww bvi pini s> mnfi nioinm mm ganz andere Stochkmft hütst »st MIchm. Kwm bm RRn Richtnma brnchst etwm »n de», M V Mi «W>> nb N»«W hält abznlasst»; stb« stll M chmn PeiNtzigst» arbeite», M nr tn bm fliagm. dem» genstchamG Jnterefte dach allen nstr bm FinMNtgit» »vmnt nch e» z» einer HiMnbiggmg kvwwen. 0b Amlst«, ib mach» stin» NMschsth W . K- S «e teinm ünterschstb tn hm MjzG—n BL ■* J* -- - trnnfrsttr'.sr. aeschlvssen« strvnt Dbn Rn» D bst > »«Ml tflift abtgm DnstgnG, enthalt», «MMN nr SelbstverflüNtüchm. Lst habm chm wenig» in hm Hastnung, babmch bst i aH in BAwUMf, 14 l ichehm »nch. Wer Gileginhelt hatst, Rn« künDch st» Lessingsml Geholtem, Mschm Mgtninm flfllllstllstm versammln, bftzawaham, bm msth bm Gchst, hm' stch dsrt tat bfcftr cnpn CänN bPmImIl OGDH4N Iftftn» mm «v bm mummi mm wiikcr «nftif4ai jr ||mSwl EUDDE RE EME «rnG» n stm» Abmb «nch R» GvtmG,,. M» stvtt M nve» strft gm Pta», mst schäam. »ft genwg gthbgst« Lvrtm Rmm. S» Rstb bM stich stwm RmsnnstM in nebekhnftrr Ferm M mtt mm» erlebt«, «ab® «rsmnlich. M »st nstrm Rmm M sü, M scheibe hstkstn. VW baräber zu beeichien Dst Rest) Han,»ber, ch . o> nm wiaiiBr PnfBBUiH M> Mf fiitlitah wm bk mmmkharn m MlfalC ar-nw ^nwwnmwn» MWN^WWW^M stUiftn behanbett Lst «tnbmtmAüst HM chm tzchmtz» Siellnng gegm,bst Znmmbnm, eaRMischm «;»,», deschiossm, da »erbm stllm, I trachftu seien. Hierbei warb« autbräckÜch brnwrtt W S«MU» M nM «tn m «af mUaMttt Sab« ra «nch nsist bmtsthm Fnbm t«steht 'Hst bmst HochschnRehrr, habm, »it wmigmUünahnmch bstst ber pchittschm BstRign, hn chhhemRchm Anäch . scharf vernrftiit fl» iß m h«ftm. baß G hr Hnamm Mt ander» stin Mb. Liest AGMage iMmr.Mt M wiftm, »M staben, bst an» bm Resth renbm an bmflchm ftchnischm HachschM, i sind, sbr DmtchhlM MR, uchmnstAst,^. Hab» n MjchnMmßst». ns s.chch, mtuists »a— chewllMm nb bbaemawatii^mGGM. beautzm fst bi« «it bä» Gelb, »U„ Steaeemhchn.i havenm UnimGRstn nch stamch bM. ftch M miftngm bstst» AU»» zn u,I,reichst.