Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 25 (1919)
- Issue
- 46 (5.12.1919)
- Date
- 1919-12-05
- Page
- Seite 5 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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*. JVpaAa 191*. vettOge zur Jüdische« BolkSrettnng. IM t- M. M. Gebt ffir den Palästina-Aufbau-Fond! r Aus dem Reiche i 444444444a«»»««»» * «444444444444W44» 9tu(f«tt «. N. ki» antil»miti|<4f« Manöver. 3» letzten Sitzung M Bürger-Ausschusie« murbt« von HnMonntra auf aBa Plätzen antisemitisch« Flug, schristen »erteilt und Exemplare de« in Berlin erscheinen, den .Deutschen Wochenblatt»«' nusgegeben. Liese Stttung kennzeichnet sich alt «in antisemitische« Hetzblatt übelster Sorte. Der Bürger-Ausschuß ervürte mit aller Sntschiedenheit. daß die Verteilung des Blatte« ohne fein Kissen »an unberufenen Händen geschah. Die Vermutung liegt nahe, daß dabei die unlauter« Absicht mitspielte, dem Bürger-Aucschuß geheime antifemitische Tendenzen unterzuschieben. Von der Leitung des Bürger-Ausschusse« wird mitgeteilt, daß er sich non allen Rassenkämpsen sernhäli und die antifemitische Agitation ans das ent- Ichiedenste nerurtnlt 44444444444444444 44 444444444444444444! Bus dem Breslauer Gemelndeleben t ♦ » Breslau. 6. Dezember.?»r Aonfiiük de» denksche, Judentums In einer non der .Bretlauer Zionistischen Bereinigung' einbernsenen bssentlichen Versammlung sprach über dieses Thema am Dienstag Abend im tlbersüllten großen Btrsen- Saal Herrlkurt Blumenfeld. Er ging van einem Satz« mm Moses Mendelssohn ans, in dem dieser die Juden ermahnte, die beiden Lasten, die aus ihren Schultern ruhen, die vom Staat gegebene und die aus ihrer Abstammung entspringende, willig und gleichmäßig zu tragen. Also schon damals waren sich einzelne dieser Zweiheil bewußt, aus der der bi« heute bestehend« konstikt entspringt. Um ihn zu Überwinden, erfinden die deutschen Juden seit Oenerationen Theo rin, über das Judentum, die aber nichts halfen. Der Konflikt werde in jeder Frage immer wieder akut, am deutlichsten in der Politik. Immer heißt es. »Os mllsien wir Jüdische ansgeben. um im Staate alles tu erreichen. Hierher gehdrt die neuerlich« Erklärung des Zentrolvereins. der zwar' nie eines seiner Mitglieder ftagti wie stehst Dn zum Indent»» k der aber immer di« Mensche» Vau sich abschüttelt, die keine vorschriftsmäßige Besinn»», haben. So jetzt di« jüdisch«, Kommunist»», die, »i» man sich auch zu ihren Theorie» stellen mag, doch nur au« hdchfiem Idealismus «nb innerster, wenn Mich vielleicht irregeleiteter lleberzeugung gehandelt Hoden und an deren reinen Händen nachgewiesenermaßen kein »int klebt. Solch« Dinge find au« dem Gefühl innerer »nficherheit geboren. Bei der Stellung zu den deutschen »alitischen Parteien wird immer nur gefragt: wie steht diese Partei zur deutschen Judenftog«, nicht einmal pim Judentum, allenfalls zu unserer Konstruktion vom Judentums Diese Frage müßte doch aber losgeldst von allem Jüdische, lauten, was dient am besten dem Staats Den jüdische» Nationalismus hält man für ftwa« Minder- Wertraes «entber dem jüdische» Universalismu«. Picht oder den deutschen Nationalismus. z» dem man sich meist 1» selben Atemzng, bekennt. Man »erlangt reinst» Ethik, l» tägliche» Lesen aber richtet man sich nicht mehr »ach dieser Forderung. »I« ander« Menschen Durchschnitt. Wohl ater tut man von denen ab. di» reinst» Ethik kUttgcn. Im deutlichsten zeigt sich di« innere Unsicherheit sei de» jüdischen Schossende», daher auch di« Füll« der Laient« and der Mangel an Genres. Iber gerade di« Schaffenden unserer Lag« «mpsindeu immer deutlicher den Konflikt und beginne» sich nach der einen oder anderen Seile zu entscheiden. Sie erkennen, daß «ine Iffimilation ohne »illige Entjndung nicht genüg». Sie wollen nicht die Mission, di« höchste Idee wie andere verwende», m» für da« Illtagsdasein persönlich« Vorteile zu erringe». Di« fithrenden Mensche» unter dm Vichtjuden stellen auch immer mehr die Forderung: Ihr müßt wählm und Euch entscheiden; im Koxflikt hflzst Ihr nicht länger lebe». Da« deutsche Judentum sukst sich auch jetzt so unsicher wie nie. zuvor. In dieser Unsicherheit tut es Dinge, die alle seine Borsahrrn abgelehnt haben, es geht den Weg der Entjndung. Daß die Borsahren ander« handelte», dem verdankm die heutigen Juden ja nur ihre Existenz. Jenen entsprechend zeigt die zionistische Idee den Weg znr Vervollkommnung des Judentums. Nicht immer die Zionisten. Denn zahlreich« geben sich heute diesen Namen, ohne von der Jdee'deherrscht zu weiden. Da« Aushängeschild tut ober nicht« zur Sache- Man dors nicht außerhalb der Idee stehen. Durch die Erkenntnis wird der Konstikt nicht schon geldst Durch Lebensführung und tägliche Tat muß man sie beweisin und von ihr getragen den Übermächtigen Gewalten des Lebens gegmübertrrtm. Man kann den Konstikt nur so Überwinden, daß man als echter Erbe jüdischer Dergangmheit reinen Herzens und als vom Judentum ganz Erfüllter den Weg jüdischer llebrnsgestaltung geht. Die aus diesen Lortrag folgend« Diskuffion stand, dos muß man wohl sagen, aus keinem sehr hohen Niveau, sa gut es auch einzeln« der tziedoer meinten. Zwei dieser ermahnten zum Zusammenschluß aller Juden im Kamps« gegen den Antisemitisniu». Ein weiterer tziedner. «tuet. Heg mann, führte aus, vor dem Instreten de« Zionismus habe da« Jndentnm keinen Konflikt gekonnt, während der nächste, tzieserendor lotthels, auch heut« noch keine» solchen steht, nach seinen Beobachtungen gebe es kein« Gegensätze zwischen Jndentnm und Deutschtum. — kein Jude vermöge sich von Goeche und Beethoven loszusagen. denn die« ist Fleisch von ihre» Fleftch« und Blut von ihrem Blute. Curt Blumrnseld konnte in seinem Schlußwort dt« llnhaltbarkeit solcher Einwendungen leicht zurtilweisen. Für ihn gibt es nur «im Irt, de» Antisemitismus zu .bekämpfen, sich offen z» seiner Irt zu beke»uen. Do« bedeut« keinen Kultrrrvoczrchi. ist viel«eh, verbunden mit tiesste» NespeV »or de» «in tztftdcher Geschäfts»»»». In» unser» Lfferkm» geht nn« die Mitteilung zu. daß der Inhaber HM Barbftn geschtft«. Leichstr. Ecke Tonend ienstr. Berthold Feder, sür Juden kein» Zmt hat. Der Einsender dieser Mfttellung bittet den Barbier hirrderrch. dos doch an sadww. de» tffenlliche» Berkehr zugänglichen Soden bekannt p» machen, damit er nicht erst »0» jüdischer Kundschaft W» lästigt wird. . Welcher Bitte wir uns anschließ«». Bnei BtzchOrbn«.. Im L». November 19k» »nrb» in vreslgn «eben der bemit« bestehend«, Lessingüom »ine zweite Log», die .Heinrich Graetz-Log»,'emGwt. Sie trägt ihren Name» zu Ehre» des bedeutenden I»- schichtssorschrrs. besten Wirken an Breslau geknüpft ist. Di« Installation vollzog der Präsident de« Genßlem. Geh. JusttzratTimendorser. — Im l«. Dqetnbee 1919 findet in Frankfurt 0. M. die Neugründung e Loge neben der bereit« dort bestehende» Franffur Sie wird den Name» »Hermann Eohen-L«»«^ und damit di« Erinrnrnng an den hervorragenden f der auch Bruder der ffranffurt-Ivg» gewesen Ist. beleben. anderer. Di- »Ghmip» Uftthetzm und Entschuldigungen habe» sich nt» erwiesin. hat«, NN» I» den Innen dm lon erscheinen linsen. Unser lech, Imst nur tn der »n> innewohnenden Kraft zn produktiver Arbeit. Nnr «ft unseren Leistungen könne» und werde» wir den Intiseneftismu» bekMpsen »nd überwinden ol Jüdische Wrantseldaten l Bor einigen Woche» hat sich ein .Breslauer Bund jüdischer ffronffoldaten' gebildet. Er dezweftt klärend aus die antisemitisch verhetzten Masten zu wirken, den schamlosen Verleumder» mannhaft die Stirn zu biete» und de» gewissenlosen Lüge von der jüdischen Drückebergerei den Boden zn entzieh«». Er will bei vbllig «ligtüser »nd politischer Neutmlität dos Indenke» der gefallenen jüdische» Krieger, die Ihm der zvrürkgekehrten nnd di« stch» de« Jndentnm» mft alle» Mittel» verftidiam. — Meldnngen von Mitgliedern, di» einwmftmsrei ihm Frontbienstzftt Nachweise» müsse», find zn richte» an de» Ichiipfühmr Otto El«,,.,. Breslan b Bin, St. Lei. «», ITH. Aus Schlesien und Posen Kottewitz, «ei de» letzte» «ladtralüwnßls» letzte» I« sind »an der bisherige» >4 jüdische» nnr zwei Bürger jüdisch«, Elasten» gewählt l beide der demokratische» Fraktion nngehüm» Da» s ergetni» Ist da» Resultat semitischer Lthlernen. «attbor. Di» t» »nserm .Li, anftftwftffche Hetz» de Oberschlrste»' lübersihrftbene» Arft« ft, dar »ittz» Nummer erwähate Hntzonzeig, ft» .Oberschl. In».' Et, wie die Schriftleftnng diqer Zeitnng miftew, tm »w OUtgra**« der Lenffchnaiienalen Volksperiei worden. Hnt atl va, solch ein« voenchm,» »eisi tdevtschk — natianalk). IGkdtar» lHoseas. Iw Eenntag, de» 9S. Neviwbm warb« hier Fron Saft Schwarz g» Bergmann nnfta großer Beteiligung dm Einwohner j» »rat» »Itrage». Mit de» Dohenscheide» dies« «nie» Menschsnsrenndi» tzog di» Gemeinde aftl vmkare». Ihr lenchbwdw BvrbM tn der ffamili«, ihr menschenftennmft hob» dw hS» Mt st» 1919 | UUsahn» . «09 Mndtlai DoaJ HI nn nt wmpm ii ar kwfto» s >» — « M nSm rmp r*n o»nM»M Ti-* Sobald Ihre Sehorgan« verugov 8 lentnlTmiB deotseler Stutsbür^er JOdlsek. 6ubm Ortatrwpf IralaE 7. pcscaibcr Itlt« nra.ll'/a Uhr t Sul der Heaualop, Muanaiplatz Oeffentliche Versammlung. Ktdoer: 1. Sndikv Dr. Holllader, Boüd: KM« Not der ZeÜ 1 Jutixret Drodaltz, Bcrtin, ftellr. Vorartiwrlrr do Havptrorataiid«: ÜMcrt WietfcrufWurhdt Prdt ünwpeaeda. freie Inaapraebe. Robert Beil Bankhaus Breslau I Albf*cMsstraB« Nr AufUmnf aller BaokfMeliUt* Cktrakahiehter ca fpoß h.mnkhdt ML 20,-, la^nolskMchai SpMdoae idMLlS^O CkankalkUe ■■ifp— flii iMMlIllmlm Jakob B. 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