Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- 48 (27.12.1918)
- Date
- 1918-12-27
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 70% known words query
- IRI
…/6682508-6377565-6450416--1099-4850829- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
372 ertotm mn* K» i*** S«l«(f«a «wrtoi M Um «M«W.hq». 1 KL t* »tcfaftdtfll in 9i# m| Dap||«ii-Ko«t* “■ ‘S^TT *“ -^-**1 fa*. Br. »TM» •«liftltitsil. Stilog »ab •tf«ift»ft<IIi i» 8t«»U« I, 64mik»i»«r*x«S» 87 SaMiiftni »ab •dbinüiag« fin bortbi« ju richten. — ©u •«fcbäfdWU ist Sn»»ch«b, Siintagi nb Cnd* -* ffat bi, «rtt lim sctri^Mtni »Nfftchh. »eich» M» porsiwttch» PUteasg de» f «rfMDM« Mw >»«►">* - E h* pntffiVUtt »na^-- Br. 48 Bmtm, kt« 27. ©aanbtr 19)8. XXIV. Ws,s» kn Wsch»stcht»1a^ tsschsiGt »wlluwte fMWir m i» «tarn' fragt ra* 4 Jittn. 3 UI8 »»»twIwUmktg. i 2kl Zcfect ilt 88 X « 3# « I». 1 trthH 4*Sxc*tu ufi* rt7,6-ii, cnn rtr &*•* w »ir nn rtr gufgabi bd Ate Atelrag »er jSstischea «Una 1»« Krtt,ira«»»trrrtcht. Da» Ministerium sür Wisi«schaft, Kunst und Bolksbilduug hat am 21. JbMnbn d. Jz. eia« Erlist folgtnbta Inhalt» bnaulg«g«6a: 1. BtliguratUfert ist kein Prüfungsfach mehr. 2. Kein Schüler darf mehr »n» Besuch de» stieligi»,«. untrriicht«» gezwungen werben. j 8. Für Schüler unter I» Jahre entscheidet der «rziehnngsbmechtigt«. »b sie «inen Unterricht besuchchi. für Schüler über 14 Jahre gellen bi» allgemeinen Bestimmung« über kbckigionsmünbigkeit. 4. Unzulässig ist bi« Aufgabe häuslich« für ben in der Schul« erteilten kieliginsnui Dieser Erlast ist hie einschuridendste Mahmgck, da» preustische Kulturministerium bi»her er beseitigt ben Neliginsunterricht al» stanb au» ber Schul«. E» ist also « müstiae Sache, sich über Wert ober llumert gatonsche» Ackiginsuuterrichtd pt streite». Kür al» Julie» »nbert sich durch ben Erlast scheinbar ni dem, der jüdische NeÜgionsunterricht hatte stet» — wir waren in gewisse» Sinne stolz darauf — fretwillrae» Charakter, »mm» bi« Bestimmung, jede» ittab bi» 14 Jahre kieligionOnnterricht I mustte. nicht» linderte. Auch di« Tatsache. dost «» chrij lichen Eltern «ach eine» Erlast vom Jahre 1872 fr stand, ihr Kind an» besonbereui Unlast vom Unterrl biavensieren tu lasse» — eine Verordnung. die k, einem Direktor, geschweige de, Eltmn bckannt während der > Erlast in Bezug aus deu jüdischen ligtonsunterricht bster in Lniöeuduag kam — sägt dem Gesamtbilde ohne weiteres^ ein. Den» stet» " ei» vollwertig« Ersatzunterricht vorhanden sein »»»mehr sortstüt. Drotzbem bemühten wir > verschiedenen Srüude», auch für de» jüdischen »unterricht de» obligatorische» Charakter I» e i_M* Sletchberechtiänng wegen, die gerade i« > besonder» »erm istt wurde! wenngleich ber Berechtignug ber Segwegrtnb« nicht . konnte. Wen» wir men über ben neue» Erlast empfinde». so beühalb, weil durch ihn die »eit de» christliche» Bekennt»isfen, wem» »nch in Norm al» «I erwartet wnrde — Lüschweiarnb gtsvebche» ist. Und dach berührt an» dm Erlast äoherst nnaagenehm Di, «rt. wie er prstn kmnmen, dag kein» gesehgedend« Bersammlnno ist» steht, daß er in sei»» 8»«» aus de« J»g> wirk«, küüu nnd wirb, ber M sä al» ab ihr hier «iue streihckt geschenkt »ach ber st, sich gesehnt, ber Modus. nach de» die Entscheidung ber KiAber über 14 Jahre *t erfaige» hat. dast e« mäglichmmcks» pvische» Elter» uab Kinder» zn- Unstimmsgkert« kommt »nb ber iveutueü znr Eatscheibnng mrgmnsem Direktor sich »ach de» Bestimmungen^ gegen die Eltmn für ben Schüler «klären must, all' die« must nachdenklich stimme». Dazu die Bemerkung, dast im Unterricht keim hünüliche» Ans» gaben i» gebe» find, al» ob gerade i» kbeligioasunter licht die Jugend von der Fälle ber Abgaben erdrückt Woche» wäre und h. B. in mittleren Klasse» ei» geschichtlich« Stosi ahne hänsttche Durcharbettnng vertieft werden kann. Wie leicht wich da an» dem Bckigionsunterricht «in Disbotiarklnb. wen» ber gefinte Unterricht sich nur aus bi« Stnnb« beschränk« bars. E» liegt nach »Ich«» bi» Sesechr »ah»,'dast ba Unterricht in bat >uge» ber Schüler entwertet wich. Daä sich einig« meimr Bedenk», nicht gegen de» Jnhaft sosehr, al» gegen bi» Form de» Erlasid. 'Lmtzbem verkenne ich keinchwWt seim Vorteil». Der kteliaianänntmrlcht, ber nicht »nr eia. 'wissenschaftlicher, socher» auch «in Gesinnnugäunterricht sei» soü, hat nunmehr bi» Mbglichkeit g» frei« Eatsaltnua; da « chht mehr in ft engem Berhtltni» zur Schult steht, mm wm »eiL ch» lang« « überhaupt ihr »och »ngealiebert biaim^ um schckstlich — wch «ch nicht dm Schlimmste wäre - >?"■■■■■ mp■ »uTjgyy zu weche» Ich «3« letztem» im^Jnteeess« unserer um ihr« Ezisteuz ringende» ßleligiräschnle» sehr wünsche», wo dich ans«, Kich« weft mehr m tüchtige» und äberieuguagätrene» Ich«» «zogen werde» kdnuen, ulk in de» zwei tzieligumüstmebe». mit beue» sich so viele begnügen. >uch «ns bi« Sesahr hi», dast bann mauche Kinder, bi« so wenigste»t ben Unterricht der Schule besuche», ohne Unterricht blieb« — ich kan» mir allerding» nicht deute», bah jüdisch« Elter» sich dazu verstehen — ist b« Vorteil für »vln« KiMwr nicht zn unterschätzen. Alerdiugt müht« unsere NLmmMschulen ganz aumrä n«de».»ach moderne: Metham «nsgebaut und der vorhilbnug »nb de» Fahnugüvermbg« da Kind« angevaht sein. Wir »wart« ab«, dast dast ber Dsgligimutuuterricht auch weiterhin mit setnem saknltatim» Ihmakt« in d« Häher« Schul» seim Sicklung btb»U und unsere kivstgiontschulen trotzdem »eh»«, vielleicht dadurch, kickigioutnnterricht ckk «.. wen» Kläglich tu der Hand derselb« Lehrkraft mreinigt werb«. die bau» unzweisckhaft ardster« Eiuflnh ans die Jugend besitzt und smnit die Beziehnug« zwisch« Religianäunterricht und Aeligianäschul« in geeignet« Weise regulier« kann. Jetzt handelt d sich darum, dast unser« Kind« auch »eiterhi» d« Unterricht an den Schule» besuch« und d ist Psticht ber Eltern mit all» Mittel» dafür Sorg« zu trag«, dast der ktckigionännterricht wie biüher amt i» d« Aug« der Kärb« Lwoertnng finde. Aus unserer Jugend beruht unsere Zukunft, beühalb bars niemaud unser« Gemeinschaft verlor» geh«. W»ä der llutnricht an knlturell« und ethisch» Wert« vermittelt. ist unentbehrlich sür bi« Ertüchtignua »ab Erstarlung unserer Jugend. E» wirb auch PMcht ber Schul» sei», uns hierin zu »nterstütz«. Und nicht zuletzt. wo <4 nunmehr im klepgimelnnterricht gauz aus die Persdalichkeit bd Lehrers «kommt, dürfen Mistftäube, bi« im Unterricht z» Tag» trete», »ubckprech« bleibe». Hi« ist zu hast«, bah,' wo d »ättzl, bi» iabe' durch ihr, eigem» Wünsche aur einigermah« nett dem ktckigi vertraut ist, weist, bah >mch menche« zu besser» ist. mit dem kluämeudigleru« van Pstünun »ad Bibckstell-n ist d «beusmmnig getan, wi, mit seicht» Dilkuiston», sür bi« nur zn oft die übrig« Bmkeantniss» seht«. Es müssen, vmc aklrm in b« Häher», Klasse», die Wcktmrschannnglftagen »ab Segrnwartüaesgdt» b« Jndenheit in beet BeebergrnNb trrwn, d baesnicht mÄf Mt jüdisthe «-schichte mit «osd Menbeissoh» aushär» nb die mmste -ckt vällig »nt« b« lisch salen. mrglefthdb, «oliginsaeschichte nnd Apckegckik mckang« ihm» gebühren« Platz i« Unterricht, «b mnst b« gchamw Stasi ans dibmnmbst» «mm» west das »t«»hnk ndchlymg« bd UükmckchÜd «Mckl nehme». Es gllt knchme 8-cknnftI Jaig« wich dast bi. Emigniss. der»egeNmart Mcht stmckvänn» vorübeogegoug« sind. Acht handelt» sich barnm^üft» z» sammetn nb «»szndauen. Helft n». i)* ' , . best unser» Jugend ,» b« Idealen nnsem, Gemebchchsft erzog« wirb, bamü sie sich in ,1m» WEM nb «anbei der Zeit« bmoährtk Albert« Songs. Die |«fcM I» kn Sntyk*. fftra Mßch» Mmr m Mm tzM -me «ftmlichüle«, «zMm. Ws flMMl WC ImmmcWs Cafhdte Wr i Okknzatim, ist ckm «MG jmn MWnWWWmni äm näcktnstg« iitm genmnwn worbe», dm Darhb» » MEch« LLnWe gsuii Dr. «igedeli Dr. «achmilimvi Ministmtn« für Hanbck Empfang ber jüdisch« tz Präsibeick« Slüeton, ' zemder abends mentiert» auch beib« Nation«, Ehr« bd «nunt« vankett nmrb« ber mrfchidem» Lemnstratin für nalttüw» Litauen Elwe Mnthh» bi, Litamr bi» nl Minorität antrkannt __ ___selb« nhmm Juden in 'b« Vänlsch« l,__ __ dmei«« neue, Ansschwnug^ das Mnichrrtnm etnmtirw» Im stühoer ber^diabah sowohl ber ckgentliche" naljub« kbechGemeolt kbesmbenm Wilna ist als stchlh ber hck-räische Untrrricht. vertrebmbm «stchter bd »nkwädlg« an hm Dg«» " ' " ' ' einer poUftsch« ltomnckssto». bi, «hwst«, ans rat lftnllch« nb «im« mishioMW« Isckeckwb» hiiL ans ber Dnrchrets, noch Lonbn nb Packs i» Brat» eingckross«. _ fit pratsiPttitssch»« UrachitkratzüN )■ ssütfihlrast rast bi* Ittststtfr«»«. •tfllcnt« b« bntM« fttbri« Pt bi* bt^MKi mphm MRVpmi| wr crii ib vmppmi Dec iCWtcke L-W» Wr ift »äckig «gm »» ft. »w g«8« WUlinn bm cklgw mein« Palitik häb« bi« jübisch« Masim ansgmütick». Iw »Ir» Schichchn der SrostmmeiaM besteht ck» ven» tieftd Jatmesie sür dl, ft«ch« ßeag«, bos »nch bi« Umwälzng bm bitherigeo Prang wachs» ' »mb. nb durch bi. chckm «rbmi bm MHMü I tck« fruchtbar gemocht «ab. I» zahl ck« »dH,., sammlnag« «tb« bi« silbisch« Frag« bistntimt. «rsmulichmweis» bars sestgestrüt werb«. bah bi« klnssmche ber jübchchm PmGi« sich kachlichm gchkdtck hd nb bah.ma» b« Smmr ndgstms taw4tim mr- M|Utt W fß o^jwrks» mm wm M» wt WiWWC jftMWc MttW beorm« i» bos »MW, Ld« bm RmchshenPtstett mboacht. Er mrmstLt ksstdNch, iMnsstooüoknchch «ns dem» Misch, »«Gtseig« erbetert »mb«. . Der zweite «bmb d Mo SKtafea bm pditisch« Partei« sw Deeischleeb ,ck,«heit, sich ra Jnbensm» z» äechm». Dm U«b «b ba* d> «mGä kbchmd bd fte-lihinbi» bd tirtn« mtzitWr Srasbomota 4a VtwICMM