Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- 47 (20.12.1918)
- Date
- 1918-12-20
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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M. Dezember 1*18. AAbiiche Volklzeitmig. 1 haubtsächUch b fr plnnglift pie Ei«»' Seite zu stehe«. Die Hilfe erstreckt sich ho »us BermiMunß von Lrbeittgelegenheit »nd reise» Do» hohe» erzieherische» Verl i fLst»»g der erwachsene» Mädchen in die Hautordnuva. Sie lerne», sich freiwillig der größeren Geawinschnft einzusllgen u»d sich kameradschaftlich zu helfet soweit ste können — Da» Wohnheim, für da» die Berliner jlldische Gemeinde einen gröberen Beitrag leistet, ent» wickelt sich sehr befriedigend Berli». Verschieb,», der Re»rLst»ta»te,watzle». Die fttr den 19. November in Aussicht genommene Ersatzwahl zur Repräsentantenversammlung ist von de» Gemeindebehörde» unter Genehmigung der zuständigen Aufstchtöinstanz mit Rücksicht auf die Zeiwerhältnisse verschoben worden Die Reichsregieruna Hot bekanntlich für alle Wahlen in öffentliche Körperschaften da» all» gemeine gleiche direkte geheime Proportionalvahlrecht vargeschrieben. Für die Ersatzwahlen zur RepräserAanten» Versammlung war noch da« veraltete Listenwahlsystem vorgesehen, da« seit langen Jahren von der Opposition mit Reckt bekärnpft wurde Da sich die erforderlichen Maßnahmen zur Durchführung der vorgeschriebene« Verhältniswahl in der kurzen Zeit, die seit def Neu» ordnung zur Verfügung stand, nicht mehr durchführen ließen, war eine Aushebung de« Wahllennin«: selbstverständlich. Im Verwaltungsgebäude der jüdischen Gemeinde zu Berlin hat eine Besprechung vo» Vertretern der verschiedenen Gruppen und Parteien in unserer Gemeind« statlaefunden. die der Dorstapd der jüdische» Gemeinde zusammenderuseu hatte. An der Konferenz »ahmen folgend« Organisationen teil: .Verein zur Erhccktung de« überlieferte» Judentum«'. .Verein , der Synagogenvereine in Großberlin", .Neuer Mischer! Gemeindeverrin". .Zentralverein für die Interessen der > jüdischen Gemeinde zu Berlin" und die liberale Der- I einig»», teil. Sämtliche Organisationen waren durch! ihre führenden Persönlichkeiten vertreten. Der erste I Vorsitzende der Berttner Gemeind». Geheimer Sanität«' i rat Or. Julius Stern leitete die Verhandlungen. 1 Die Versammlung beschloß die Aufschiebung der für > de» 19. Novemaer vorgesehenen Dohlen bi« ein sofort «»«zuarbeitende- Gemeindekotul Dahl auf Grund de« allgemeinen gleichen direkten gehermen Proportjonal- , Wahlrecht« aller männlicher und »»eidlicher jühischer Bewohner Berlin«, bre über 20 Jahre alt sinh, ermbglicht. Die Gemeindebehörden haben die schlonnige , Durchführung dieser Forderungen zugesagt, so doch die | Vornahme der Dahlen vielleicht schon in ein bi«: zwei > Monaten erfolgen kann Die zionistischen Vertreter in der Konferenz forderten, daß da« noch im Amte befindlich« Rumpfparlament auf seine Mandate vor« zichtet uad sich einer Neuwahl aus Grund der tzemokralrschev NonmkbWMlA über diese stordernng konnte ollerdiug, licht »zielt »erden. — Jedensall« ist diese erste direkt« Sutspiach» von Bertritei» der verschiedenen Parteien in oberer Gemeinde ein Lreigni» von erheblicher Bedeutung für »nser Gemeindeteben. Vielleicht wird diese perlöpliche - glnnübermig den sachlichen Ikomps entgiften und weniger per-önlich gestatten. «ir». Die Stein»« »er jidische, Beo wie» i» > Dentsch-Österreichisch«, Sta«>». «us Bejrogenj de« j Präsidenten de« jüdischen Notiouolrote. in T'Uisch-; r-sterreich. Or Stricker erklärten der Stootisebetär > stlr Innere« Motäjä und gtonloHtittär jür Vertrhr.- »rsen Jutel. bflfe für die Uberuadme jüdischer Beamten. l die sich J» Deutsch-Öfterrrich und der jüdischen llsalio-! oualität belennen. tein Hindcrui« bestehe st« sei ' selbstverständlich, dast mau di, ,«d>s<hen «eamtes, zu! keruem unrichtigen lfielödnifie nötigen wollen. Sie», «ine r.daoantis.mitilche Versewws»»,. die vom deutsch uationoie» Verein jur Lsterreich . einberusen wär. beschäftigte sich mit den Einflüfierl de« Judentum« aus die (bediele des täglichen Leben». Ter Redner de« «beud» sührte äu«. dätz da« Jude»tum »aschädlich gemacht nwrdeu müßte. Nach diesen Bärten erscholl plötzlich der «uh .«r hetzt zu Pogromen, tostet ihn"tncht werter reden!" Eg entstand ein arider Lärm, zahlreiche LersammlungOeilnehmer beiderlei Geschlecht« stürmte» gegen die Rednertribüne. Der Redner wurde heradgeriffen. die Sozialisten riMrmten die Tribüne und eröfinetrn eine neue Bersammmag. nachdem die deutschnationaten Hetzer au« dem Saale getrieben' worden waren. Wie». Polnischer »nleitze»ersetz »nrch ,-^-»^ getaafte» In»«». I« Aufträge der »olmsch« gier»»g weilt gegenwärtig Dt. Bosferderg. früherer Direkt« de, goliHschr, R-hälverimnd-«. m «-»-U» i» den dortige» stinanjkonsen di» vom polmlchrn Staat» neuansgelegt» StaatMmleihe ,»Ijl»««' ,*»"£ de« Titel ..di« Prrvrnnißen aus derGeLsuch» gibt ..Der Abend" einig« intemssante Daten über die Persönlichkeit de« de. »asserderg. Dieser mar m^ÜnP» Jude m st» u» nach der Besetz»»« Lemder^ dich die Nnsten zur rusfrsch-orthadoxe« Kirche »beriutrev,^ Dafür ^iaw er v»m »rasen «adrzMMki dretellchn» rnffsche. Kommissär« fttr da. pftpsche Unter Hi-m-i« »ns du uaerhdrte» Pragwm« in Galizien Mb» der „Atand" der «rmortnng «uadrruk. ^ch dtedentsch-tsterreichisißen »u «»chmgst.j.du Mi«tzküs. .ller^iltst«ter SiaMe. 8 «Pchne, «erde», ei« Renern», z» -nterstütze». du naftouale oder »irtschMtlich. «errrchl, dar» Di« Aeae «nurI»rnal" brmgt eme Lhnlutze Not'z. ^..,*nln Di» «errrelnng »er jüdisch«, Be- »«llcrn», Di, Pertreier de, jüdische» Partei», in Ldisitzen «üv,»»arUi. der Parie, der °-berer diützer unorgan.siertn, ft!!'"'- ber Jndea Imiftiiurert. Dies, unter dem Rami» 2.*b,n ,#t b»a »alnischea eioot auftretende Orgaastotio» wird einerseim di» '» «-tizien »msassen. änderet» m,I de« «dn^reich, Po,., Anschluß such» Ünn.^1 *1? *"* dies, «eprüftntatro» nnra Appell an die »«samt, jüdisch» »Ml»run8 I»«™, nwtm fi, mit Hinwei» cuf tun «“W de« Prästdiu», der Si,uidati«i,. kammstio, die Inden zu einer gemeinsame, vetätrgung NN p,n> Wiederausda» de« vol- Nlschen «Siaa,,« nussvrder» wird, vi, zur Wahl dUt vallstönhigen Präsidium, wird da« Amt'de« Parlttb.‘t*,o D^"iu»g in den Hände» de« ftüheren Abg'mdneUn vr. ,d»I, Gr.ß in «oaknu d"-- ,^'be» mir »ich« «>, eive» Betrrt Hat«, UN« nicht alt ern »ot, mchastenk In goldenen Hvlzduchftaden steht dieser .Spruch al» Zeichen brüderlicher Persdbnlichkelt »der neuen Pra^r Ehnagoge. Oberhalb dm »Mlern, rinnen «anddagm« ^uug « in hebräischer Schrift, olberhalb de» linken ^'^ /-'b' -nan ,hn >n tschechisch», Sprach, blinken, und üder dem Bvgn, zur Rechten ... ja. wa, ist da«, nebell« m,r »vrm «ngestchtk Ueber dem rnhtrn »ogrn hat me Symmetrie nn Loch bekommen. Da« da stand da« verschwand. Die Prager Revolution hat e« be^ feitrgt. Nur bte Ritzen un Mauerwerk zeugen davon, bf gewesen. Der nicht tschechisch oder hebräisch, sondern nur .di, arm» Sdrak. die deulsche Sprok' »erstehl. ist »ich, würdig zu ersahrea daß wir alle nur eine, Laler haben, daß im» alle «n «oll erschuf Der «lande an du Mach! lu» Buchst--ben« rm tschechischen Prag verwehet e« ihm. Amstmlda». «ft,, ».ilrttnWi, M, jiltWIliw ft, «dn hat unlrt den b»-«»disch-. Juden eigesetzt. Die Nachrichten »ber die snrchtbaren Judenversolgungen in Pal«, haben »nftr drn AG» valland« groß« lkrregnag veruilache «i— --»HG AborMiung bnab sich «p in Polen «u (min. ^Wische RflÄhwf und zionistische und ander» ktdetzerschaftea hatea stch edea» fall« mit der Bitte um Iaiervention an di» «nieate g-wandi. Die »nftdort de« Minister« de« «uftoärtigea ist noch nicht bekannt gew»rden. «iae »rai, «-I.»»Ie jüdisch- «tdliattzel befindet sich in Zürich. Do« ist die I^enanaie Heideahei»- > sche Bibliothek in der Züricher Stodttibliothek. , Rach dem Tode de» dekonnten Samaiitanersorscher« Priaaidazenten Or. Heidenheim wurde aus Anregung . de» Herrn Proseffor und Pfarrer «onrad siurrrr an» ‘ dem Nachlaß die gesamte Bibliothek destelden. soweit ste stch aus Semistca erstreckie. pon der J«raeli»ischea . skuitu«gemeinde Zürich, an« deren Mitte da« dafür notwrndi«« Seid aus»edracht wurde, augeloust uad der Züncher Stadbibliotdek »l« «eschen! üderg«bn. Dort befindet sie fi» nun seit Jahre» desander» ausgestellt, mit besonderem »orläust, noch »ngedrucklem «atolog. für jedermann zur Benutzung frei. Man findet in ihr eine reichhaltig» Sammlung oo« Misch»-- Talmud, und »ibeleremplaren in leilweise lehr seltenen. und wertvollen «uigaden. alle Midraschim, wohl aste Schaala«» Uschuwau» sGntachlns. sowie Wissenschaft, liche Bücher aa» dem Gebiele der stdischen Bisteaschaft. die ganze miNelallerlich« sowie di» Literatur de» lqteu Jahrhundert«, sreilich für di« neuest» Zeit nicht «ehr vorgesührt. Ber sich mit jüdischer Biflenschoft beschüftstak, will, findet hier wiche» Mateoial sanr Handschritten find oarhanden. «in» desniidere StzqiaMüt dieser »msangreichea Bitliothek sind Getettücher au« den verschied«»«» Zeiten und nach de» verschiedene, Riten, wähl »och grdßtenteil« von de» berühmte» Hrra»«aeber de, Gebetbücher. Bals Heidenheim stammend, dessen Familie der Züricher Prinatdazent »»geh««« Amertl». tkengretz ameetkauifcher Inden- Da« Berinaltungltannt«» für de, «mmnß »er omeritanifthn Juden hat delchlnste». am lb. Dezemder de, ttnpA »ach Philadeltzht» eftPidernse». der im»«»» der »m«mkanischen Jndenschost di» -orderun, einer jüdische, Heimstätte in Palästiu» nu» der Sicherst«»»», der jüdischen Gleichterechtigmig in alle» Ländern für di» Friedentkonserenz -usfiellen s»ü. >1« »riA^ichßr» )As,<ch«» tu I*»«. »ir stehen vor her Heimkehr dnir ste-dheerer »or den »Ntzihenre» Anstzaste» de» DimistAksterung. Tausnde iverde» heimidha» mft de» ftme», «unsche. »I« »ahrhaßt» Jndm. M lestm n»d de» Gmmd- ^setz R« jüdischen Bafte* »ar -Ift». de« Sahst»«, di» Tren» >» wahmn. «ende st« stede» «e ^»«lti««, Schmie riast ite». di» mir «u« de» Weg» rünm», Müsen, weste» im, nicht m ungestenrr Beiuatwuetnug aus'»»« lade». I» Erkenn tni« dieser Sachlage ist mit de» Sitze in stnüksurt »Mm» Arsteftstamt der Saststatsrnad« errichte« ward». Beteiligt »» der «ründaag sftch der iüraelitisch» Stesteaaeimiftlnngünnd Berstchernng«verri» lSchnmre kchahta»), der Berta»d hm Kaddatsrnud». die Jugend» orgaaisatio» der Agud^ Jiürvel »nd die Jüdisch» j stranenvrrrinigung. •* «nß al« nndediagst, ^rnpsticht jede« »setz«»- - ft»»«» Rrdeitgeber« beftachtei weite», seine srützem« Augestellten, di» de» Krieg gherlett hat«», wenn »irr irgend mtglich snsnri wi«»r nnznstellen. seltst wen» die« einig» Odser erfordert Da» ..ArdeiMawl" rrachtrl e« al» unumgtualich» Ratwendigleit, an,,ficht, der z» erwartenden Schwieriglefte» vor allem die Beschgftiguug einer größeren Zahl erwerbloser Gefinnung^piast», ia der Landmirischest in die Betz» tz» lerte» Alle diejenigen, die an de« dringlichn. keim, Aufschub duldenden Berte in der «ine» oder »«der»» Beisr mit Rat oder Tat. Mit ihr« Ersahruug «der ihrem Seide «ilordeiten «ollen, werdrn gebet«», sch schriftlich an da. „Art.itßamt der Sastdatsreaadr" UI Händen de» Herr» Maz Tonnrndaim. Frank, furt a M.. Borten heimer Landstraße st. z» »enden. }u kn ywiiq »«st«. Pese». Dir ArsteI1I>t>eiisch»ft »er Itz»r»trr»e» verrtn« i» Pose» »r»r» de» »m Zentral»errt, gr- »stnschtrn «nkaft »er ftntstischr, «erfammi,,^ Die thorafteue» Oraaatsati»»»» ia Posen erlass«» all Antwort aas da» Ersuchen der Paseoer Ortlgrnpü« de» Zenftolverrin» deutscher Sbaaftbürtzer jüdischen Alande»», de» zionistische» knndaedunge» srrnzudlesste», eftw» Protest gegen dies« Forderung. Sie legen gegen dies« BohtMtirrung entschiede« Benvahnin, rin. Der Ansr»s, der di« Stellungnohmr der Pas«»«, thmatrnn Organisatione» begründet, lautet: »Der Zentralnerri» dentscher Staatthür ger jüdisch», Glauben», vrtügrutztze Pose», empfiehlt in erneni Rundschreiben vnm lü. d-Mra.. sich m* dst,»Nicht» Bnsammftmge» «nd stundoetnnge» der natiowolr, jüdische» Bewegung i» Pas«« i» I». t«ress» der- Geschlass,nhrit de« Judntnw« sümzuhalte». Gegen diese Bochkotterkltrnutz, die sich »p Semii^chaft «chtrt^ muß Bar» ItMÄgÄ gehüsfige BahIaftnMn», ag* «*WW* Amen "bic Behaupt»»! de« hknodßheribenl .daß wir üneGIaudeatgnneiusch-ft^aich« aber ein,I»d,s»eaB»lk ff«d und sein wollen . ervären wir. daß mi 3w«J. d" alte Soll de, Bibel, da« ältest» Poll der »-ft' geschichft waren, sind »nd <le>»«>> wrrhftddaüS« Jahrtausenden geirotzl hat und durch Gotte» Gnade nachgdifticher Berhmßu», uicht unftraehea wnd; en Poll, daß durch >»>»„ Eaftaaaldrs^ d» Thm» charakterisiert uad «'adelt «.«di n« «-«. daß ßck ftit Urdegftm -l» aft>fte»»olk^ühU und b^-"ith^. mn Volk, bei de« sowohl d» «e^rchnuna -» «»A- GlaudentgkMiinschast. »>« «üch -l» Lorlo empfunden wird: «« Volk, beffe» fuitßto*** «ä »»dielet, daß all, seine Pelktangehtri^^gute ^taatädtrger « allen Ländera ihnüAsttenthaldMsüe». Di«, ist der Stand»."» der »-"»" 2°^ heit, Die «rbeit^emeiaschaft der thor-trruen »errtnt der Stadt Pole"'. Hartes Holz alt Kohlensraatz hMW fteinenft. » -» >»». »- w «■ *taA- IltM mdnrdK mnt Mdi l|«wW „Peah“ JM. «eo-benü»-» A. ttn-»»aftmnl «3. HoMnuKlO - Tmiphon 3681. Mi«. Framktvrt*. M. Xrt«jtz»t«stnißm»r Ge wm iH%Maaa Ortatei aal ckie Wahr«« dm Stbhathi Wert kfen Onamafltrurr ch^t«ttlA»0s»Mt»«» a»ust>d«ichd«mP 4k Mot lladüM» volle» Mdi achWuti