Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- 46 (16.11.1918)
- Date
- 1918-11-16
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 79% known words query
- IRI
…/6682508-6377565-6450414--1092-4850824- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
PttfMtBm Dri @<nnolWifftw der Hamburg-Ameiika-Liule Zlllrrt Pttlw in Hamburg ist am 9. II. e. Schlagaasoll erlegen. 8-, am 15. 8. 1857 in Hamburg aU Soda eine« Hetnen 8*8 nnobnungragenten geboren, »«chic in H.. fg«let in Ong- (•nt bie fonf». Lehrzeit buch anb tni aU >„«niande>Nni«- ogent in ben Dienst her #ort-ginie Ab oegonigerte Mt1 >us- Mnettung der Zwischen beckspaffagiers ans Bailzlea V»ln, Urgor* ar.f Schiffen feinet Gesellschaft beiort, ba| bit Gcfcl. schuft ihn an bjc Ep-ße ihres grfanetm Auswauberrngsgesthüstes ) stelle, obwohl er erst 25 Jahre alt »ar. 8. unermüdliche» 1 Btbeit war es gig verdanken, bah bas Auswaudernugsgeschtst i«»rr »ehr znuaguuften der Hamburg-Amerika-Linie in Me Mnbe ber Ua>r-8inte tarn. Dir Hambura-Amerika-Linie wußte schließlich, n« ber ia mer stärker »eebenben Sonfiuteni sich zn erwehren, keinen Kefferrn »Int, als die Eatt-Liaie auszukauseu nab st> »II ihr Bo»«. Er trat am 2. S. 188« in bie Dienste ber Linie, bereu »inmen er »ar asten bentfchen nnb ben »eisten englifchen kchiffnhrlsllnien grast machen falte. Schritt slr Schritt errang er sich in be» nenn größere» Unlemeb»cn bie Föhrnschast. Die alten Hamburger Kavsie-tte, bie bisher bie Geschäfte geleitet hatten, ließen sich b,n ihm zu immer größeren Unternehmungen mitreißen, feit 1900 war feine überragende Fähigkeit baburch anerkannt, baß er Vorsitzender im Direktorin» würbe. Ein fa heftiger Konkurrent er ber alten Schiffahrt würbe, nar er trotzdem flr Berftlnbignngen immer zu haben. So war er mst Gründer ber Rorth Atlantie Union, eines kchiffahrtstrustes, ber bie Preise regelt. Sa wie bie Hapag heute beherrschend basteht, ist si» fein eigenstes Serk Valin», unter biffen Leitung bas Pefelfchastskapital non IS ans 150 Millionen heronwnchs. 188« hatte bie Linie 2« Kerdampfer, 1918 180. I9lt betrag bie Gesamt-Tonnage ungefähr l'/> Plilianen Donnen. 8. ist kinderlos gestorben. Eine Adoptivtochter ist mit eine» friheren Mariueosstiier, fehl in Diensten ber Hapag, »erheiratet. Jiagenhain, 2. Ran. Blehhäabier Simon Rosen borg »rt'be bo» Lanbratsamt zn» Vorsteher ber Gemeinde bestell nnb verpflichtet. Mstmche». Zm nene» tfr. Ftteöhos wurde ber an Herr. lähmuna »erst. K«u«erzie»rat Ludwig Heimann, früher Schnhfabrikbesttzer in Schweinfnrt, bestattet. Biele Leibtragenhe au« ber «rgerschast nnb Geschäftswelt hatten sich in ber Hole eia gefunden, am Rabb.-Bern,. Dr. Baerwalb bie «ebächtn» rebe hielt. estreobeu Ktzeenlrenz für frei» M^ßrt.pstege Leo Fantl, musikalischer Leiter b Synagoge. Dr ngWitr $hu Pedenü frier ist» vr Kolas - »erber, ben »erst. Orientalisten, vereinigte am 3. II. tu brr Synagoge des Rabbiuersem. Kuratorin», Dozentenkollegium nab Hörer. Auch bie ehemaligen Hörer waren, foeoeit sie sich in Uerlin aufhalien, erschienen. Der greife Rektor Dr. Hoffwann eröffnete bie Feier durch Rezitlerang »on Pf. ls (Michrom lebowib) unb bestieg bann bie Kanzel, um feinem Schüler und jüngsten Kollegen namens be« Kollegium« herzl. Nebenkworte nachrnrnfeu. Ramen« ber Frennbe sprach Rechlsan«. Dr. Arnold Barth. Er »alte bas Leben Sperber« mit ben Sotten: Er «ar Jude, nicht« ali Jude, in biefet Beschränkung ein ganzer mb großer Mensch. Die Berehrung, bie S. flr seine Lehrer hegte, beweist ein eiuz. Zag, ben P. au« S. Leben «ilteiite: Rach Ableben seines Liebimgslehrer« Varih entschloß er sich, obmohl er vor feine» Eramen ftanb, 1 Jahr seines Leben« zu opfern, um bie hinterlaffeuen Sette dess. zu bearbeiten und herauszugeben. Für bie Schäler sprach ein Hörer der Oberabtellnng, Melchior- Kopenhagen. El-w»le>racho«i«, vom Rektor eigens hierfür versaßt, schloß bie schlichte Frier. Der 73. Peünrtotag Mavid Massmann», de« Rtttor« des Beriiun Rabbinerfeminar«, wurde von den zahlreichen Verehrern des greifen Gelehrten festlich begangen. Geborener Ungar, wirkt H. seit mehr als sä Jahren im Lehttöeper de« Rabbinerseniinar«, feit 189», dem Tode Israel Hildesheimer, als Rektor. 1871—78 war er Dalmadiehrer an lär Realschule ber Jfr. Religionsgefellschaft zu Frankfurt a. SK. unter Sam. so» Raphael Hirsch. Am Rabbiner-Seminar wirkt H. als Dozent für Talmud und Pentateuch-Exegese. Za seinen bekanutestel Schriften gehören eint antibibeikiitische Arbeit .Die neueste fSellhausensche) Hypothese über den pentaleuchischeu Priestereobex», .Abhandlungen über die pentatenchtschen Besetze', .Der Schuichan Arnch' u. a. Fast 2 Jahrzehnte, 1878-98, gab H. mit Dr. >. Berliner da« .Magazin für die Sissenfchaft M Judentum«' heraus; 1884—1895 edierte er bie literarische Beilage bet .Jüdischen Presse'. — Die Reihe der Feiern nahm mit einem Fefiaft beim Morgengotteidienst in der Semiuarsyuaaoge ihren Anfang. In der festlich geschmückten Perhalle hatten sich sämtliche Dozenten, Hörer nnb Kuratorium vor Beginn de« Gottesdienste« eingefnnben. Der Rektor wurde auf seinen blawenaeschmücken Platz geleitet, dann zur Thora ansgernsen. Dr. Wohlgemutst trug einen für diesen Tag besonder« »erfaßte» Mischederach vor, der in poetischer Form f. Verdienste um bie Wissenschaft würdigte. Rach Schluß de« Bottesbienfte« lehrte der Jubilar wie täglich 8 St '-d-n in der Obernbtlilung. Vormittag« sprach eine $«bfcfan wehoio ehemaligen und jetzigen Schüler vor, die eine Hebh7.- überreichte, welche »on dem ältesten Hörer, Mauer er- “neu gewonnenen lesen wurde Hieraus äberbrachten namens des . Avr. Hildesheimer und Struck Glückwünsche, wobei Dr. H. Adresse verlas. — In geistvoller Aytwortrebe dankte De. / mann für die zahlreichen Beweise der Liebe und Treue, wie« alle Ehrungen weit zurück mb erklätte, baß er nicht Iw wahr hätte, daß j.maod feinen Geburtstag feiern w. Er nehme die heutigen Ehrungen nur als Gelöbnis f. Schüler auf, in den vom Lehrhaus geforderten Segen zu wandern. — Ramen« bei Talmubsveretus Schaß-Ehewra erschienen Herm. Posen, Feliz «olbschmibl und Ab. Prager, für die «haß Iisroel Gemeinde Rophtali Stern. Der Jubilar antwortete jeder Deputation. Sähreub de« ganzen Tage« lüste eine Kbrpettchaft die andere ab. Die Senge der Gratulanten zeugt für die große Verehrung, deren sich Dr. H. in allen Kreisen des Berliner Judentums elften«. Werkin Rabb Dr. Galliner erh. b. Rote Krz.-Med. 8. Kl. kehrtr ,»» rtailtork». Woseu. Der Kultusdeamte Kantor i. R. Joseph Moses beging mit seiner Gattin Johanna geb. Ehrenwerth bie gslb. Hochzeit. Bei bet großen Beliebtheit be« Jubelpaares wurden demselben vielfache Aufmerksamkeiten erwiesen. Von nah und fern liefen Glückwünsche ein. Der Jubelbräutigam und die Jubelbraut, umgeben von Kindern und einer Schaar Enkel, erfreuen sich einer kirperlichen und geistigen Frische. In der Synagoge Anschei-Eheffeb die hell ettenchtet war, halte sich e. beträchtliche Anzahl von •eaeinbemHgliebetn eingefnnben. Au da« Ehepaar, bä« den Ehrenplatz gegenüber bem Ara au Hakanbesch elnnahm, richtete Gemeinderaobiner Dr. Freimann eine herzliche Ansprache. Unter Zugrundelegung eines Psalms hob er da» gottgefällige »alten des Gefeierten im Amte hervor, wie er bedacht «ar, in seinen Kindern den Kirn für da« wahre Judentum zu wecken und zu beleben. Stammen doch beide, Mann und Frau, au« angesehenem acht jübffcheu Hanse. Oberkantor Siikömirski trug abwechselnd einige Psalmen, bezug», auf die Fettt, stimmungsvoll vor, mit dem Jeworechech» des Rabb. schloß die würdige Feier. Möge das Ehrpaar, bas Freud und Leib gemeinsam durchlebt, eines heiteren Greisenaltrrs sich erfteueu und im Aufblick zu Gott Trost sinken in dem Unglückda« sie betroffen durch den Verlust Ihres Sohnes, der im Kttege fein junge» Leben für da» Vaterland geopfert. Müderfüttorge für llttegotzeteiligle Mblsche Lehrer nnb Aantoren Heeresentlaffeue, ktteaiheschädigre Lehrer und Kantoren und deren Söhne, soweit sie Kttegstnlnehmer sind, erhalten zu Vädetturen auch i« Sinter wesentliche Vergstnsti- »ngen, in besonderen Fällen auch bolle Freistellen, durch den sowrutschuß de« Lehrerverbaubes: Direktor Peritz-KöMgsich »—. Vorsitzender, liegt bet. Ortua« «n 8»neiHs«,»tei ta it »0. II. 1« U «Mona |gb««M.H*)t It.se-,. 0. - t»»*» p. u p/. ll. ~ ~ * ' — Künstlichen Zahnen^ so statt unb »arz.'la sprengt; ' Gebete, Tora. find, erkläre ,2lluterschrift. Ich nr.——r-«ich — «k. zu entrichten. TÜe öi°i» gleich,, durch Zahlkarte — übe» i» klüllffiMkf An »Labnaenatn c E»>"«0b. fttch 7 Uyi - «ü». * V, gh, - »beab s.o« gz, " Gocheatag» frtg i/>7 " »de»»« 414 - "«2,1, lldotsG hl, *0obrt ad w 1 bm >»rrua.r-» r-3*’ -m» mil n3T3 ,7B3rrt » f - -mjo ■ '» ’Kins 7tnu mnr - Sprachit. 9—i2 | L*»«'«torlg*1. | 'r,62 / Ohr , . Dt Saner Sonntag 10- 0«rten,tr. 28 /. Tclepi, non 5998 »■ «isschlag m"LT, Dteuststekr öiefe# j?r ll.7 ütel Dar Stlav lfa*& i»^»I.<7d!J*- „ ft« MnmU. »OttnS» „ cOOM^.;i^jTjnal)en u. Mädel, B—~^F*1***** »7 *,*b «»»»» «ekrü föS?: Si-ÄnSTvt- 1-nbUMb. ' n’iW**e arbaltaa " >«- 4. mn. stur Gerann «•«i sofort. soweitt tea »tuen i ’ »»«»»-«beU. »Mafed D*1****»»« 9h «ur werantwottuoa «erdeall *"f>>r<<be aus «eA-rgung * 'bre| r «. »on Pfeu eeneralleutngg, "M HÄfte an' IMfKbe wtt»«^ °'^ »1 ftB«- Verwandte •"»«««»! "u benfma'zn •f'SSjjf*' l«.*?""*'*'«webte«. •«««•« ,Dßr Vorstaoi KQnstlertrlo ^'«engezttchn«: 5üü?ü?^^^oI»«r(,roM. >»« ben Zinsen des —... •mZ Sks*" Ffi. Lange fr » Jenksrnslr. u um,' «Mrtw PSääS.- 1 L Hör. er. fl ^Eaawa»,-" üb Neuss erstk] ÄSlLibe te^ä 1-«. Talat ssr ^atokoe 808!*L_§xnaoogefl-ßeMieinie M^Cöorier5 ÄjTbrfsSÄ' mm. vy*- vm,__ -SrJsa?*™, •5u«r; Mb«, ah werden. P. Gesuche "ozureichen. Imin, Vorzug " bi, rum M Desemtr |Gt« 13. November 1918 Vorstand atr S/Hjogen.figBfi|BrfB 1 |'»<»3"rwS3im '■ «peil Fere/fl DarcS oT7!lL£Jri.& V-abbrnoLL,-« 1 «<rt(liehkeiW,|I„ „Wl*'beo wir «,£■ BjckkmSSi- ****** 0» Oo«?"- uaute Kinder aoonitep, Schweidnitairrtr. 58 "" r*"diaraa~«-a H 28 -mZwtngerpl. - TrLobetbu ' J w 4m - Zar vto SckrStan bakaanlaa [Frioiaii UchtzzM,. 7 ‘“ WO i ÄSXä»1?* FrAa »fleJin*r,/,C"fc __ M illea Pützen PT W «I. Orm llltll «2*!S-unJS? JU.' -kut i **"***^***1 rt i. B