Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- 45 (8.11.1918)
- Date
- 1918-11-08
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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rechtigkttt »üffen Mc bnlU/t* Inten im täglichen Lebe» »och allzu lehr vamifien, sie wird chne, »«er »ichttfagenden Schlag, «orte» und »»erwiese»e» Behauptungen imma »och vorenthalte«. Reben aabereti Bttchnldigungen »»d Schmähungen, uater denn, die Jade» bl» in die neneste Zeit zu leide, haben, ist tl des»»der« der Vorwurf der Drückebagntt. der „« un. berechtigt gewacht wird. Die jüdische» Soldat«» haben I» ihrem Pflichtgefühl »ich« Hütte» ihre, »-»er«den anderer Konfesfionen znrückgestanden. In groher Zahl find Jade» «ege» ihrer Tapfakttt ,u Osfiziae» bestedert worden. Daß wir in der Heimat »och »»verdiente Znrücksetzung erfahre», beweist das verhalte» der Regierung gelegentlich der Vorlage der Rengestaltuag des Harenhauset. Während ste not tat Reprüsaitationtrecht verweigerte. hat ste de» beide» chttstliche» Koasttfioue» Zugefttnbniffe gemacht. Unsere Negierung »nd »nsere Milbürga sollen wisse», daß wir alt Jude» bereit st»d, für den Frieden Opfer >» diinge». wir hegen dadel di» Hoffnung, daß et ttn Fried« wird, der sich mit »»serer lkhre verelabarc» läßt, (Lebhafter Beifallj. Der nächste Redner sollte Nabd. Dr. Weiße Ittn. Sei seinem Auftreten Inszenierte» aber anwesend« Zionisten eine» Lärm. der fast 10 Minuten anhielt. TleLrohnnge» de« Vorsitzende», die Nnhestdrer ay» dem Saal« i» entsanen, frnchlete» »ichtt. Erft alt Tr. Weiße zurückgetrete, war »nd Pros. jCr. Franz Oppenheimer dat Wort genommen hatte, legtesich, die Srbrung Redner erklärte: Wat wir jetzt erlebe», gleich« e. fvnsaktigen Weltdrama. Mit dem Friede»»schl»ß endet erst der l. Akt. Wät die, «eitere Entwicklung bringt, läßt sich »ich« mit Sicherheit Vorhersage». Da» »ngurische Lagnatenln« hat die Hanplschnld am Kriege. Ader auch Deutschland ist an der Kollektivschuld beteiligt. Der Krieg ist -»gezettelt non Kapitalisten. Uns Jade, hat Deatsch- Ia»d alt Paria« behandelt. jetzt wird Dentschlaad von der ganzen Welt ln gleicher Weise bedacht. Jetzt im Unglück stehen wir »och inniger zu »nserem Vaterland« alt dither. Sorge» «lr dasckr. daß der Seist vo» 1914 auch wieder der Seist von 191» «erde. (Lebhafter Bestall). Weitere Ansprache, hielten die Rabd. Dr. Weiße und Dr. Hi l d e» h ei m er, der vorfitzeudc de« verbandet jüd. Jngend^verttne Dr. Apfel. — Fr. Henrlette May. d. vors. d. »Jüd. Frauenbnnd.' z-Schluß d. vors. Geh. Rat F»ch d (Wett. Bericht folgt.) ptrfoMlkft Merlin, Aommetzle»»! -aeob M»»d<ltz»»», Königl. Bulgarischer Gen<ralko»s»l »nd Ehrenbürger non Sofia, ist, wie gemeldet. im 57. Lebensjahre einem Herzschlage erlegen. Da verstorbene gehörte zn den bekanntesten Persönlichkeiten da Berliner Handeltmelt. B!.. da »or einem vlatttjahrhundat nach Berlin kam, ist da Typus de« jid. Selfmademan« in de« gute» Bedeutung de« Worte«, »ns da Hth« de» Erfolget, zn der ihn esterna FIttß. groß«« Organisation««»!«»! und oorzigstcha Sinn für großzügige Reklame sühtten, hat a in alle» Ehren und allem Reicht»« die Kreise nicht »ergkssr», an« denen a fich emporgear beitet hat; ei», offen«« Herz. helfende Hand find für Niel, zu Mig erkält«. stmnmle an« «in« kleine» Juienstadt Galiziens. Sei» mnstkalifchetwalen« fühtt« ihn zum Kdittorrnbauf. Um fich »»flknlrsch anlznbilde». kam er »ach Belli», wo a jedoch talt sttne kanfmtnnstchen Fähig, ktttrn entdeckte und fich l» da Clgarettensabrikatton betätigte An« klein,» Anfängen mochte a sei»« Fabrik zur führende» d. deutsch. Zig.-Judustrie. Munde lbau« mar drrch ttn groß. Jnierrffe ». Verständnis für alle jtd. Angelegenheiten autgezeichnet. Sein fichaa Rot, s. offene Han» «ade» in dielen jüdische» Organisationen »ermißt. Di^jüd. Kemetnde »aliert in ihm e. fleißigen Mltarb. in da Armen-Vawaltuna. d. Kommisfio» f. sestgottetd. u, mufik. Ang.. »tele Barine zahlte» ihn zu ihrem Vorstand. Lange vor dem Kriege »ar a eisrign vorkimpsa für die Anbahnung guta »rttlchasll. »nd.poll. tisckcr Bezi,hangen zwischen Bulgarien ». Deutschland. Al« bulg. Seoaalkonsul ha« a dem dentfchen Rttche in d. Krieg». Seit bef. wett». Dienste geleistet. Di« Dranerfeier für d. Bastvrbenen somd am 27. Oktoba in der Gebelhale d. Frledhoset in da Schönhauser-Allee statt. Mi» »ngewdhnlich große« krauagstolg« h. sich eingefnndai. um d. Tote» d. letzte Ehre zu erweisen. Rete» den Spitzen da Handeltwelt sah man Bertietn d. bulg. Sesandlschast. ». dnlg. Sennalkonsulat«, Olfizine der dnlgarstch« Arm«, andae Abordnungen, de» Bor. stand da jüdischen Srmeinde, d. Armen-Kommiffion. Mnstk- Kommisfio», d. jüd. volktuaein. d. Fürfagenatto s. hilflose jüdische Kind«. de» Hilstverttn für jüdisch« Taubstumme. «nd. Woblsahrisvattne u. Fachorganisationen, denen a nahegefianden. Da Schindagasch« Synagogenchor (kvn. gasanenm.) leitete Sie Fein mit einem Lied« ttn. Radb. Dr. Weiße hielt die Gedüchtnitrede. in da a et» Lebrntbstd zeichnete und ihn «I» Juden und Mensche» sttate, da nicht nur durch Bande der Tradition. sonder» durch lebendige« gläubige« Empfinde» d,m Jrdenlum veibnnden w. Sr schtlbette da« ans., schlichte Wes», dessen Haz allem Edle, »nd Gute» geöffnet w. Für s. Arbeiter Angestellten »ar a ttn stet» hilföbattlct Freund, du ihnen '»großMigfter «eise Hilfe gewährte. Sttn rod rttßt eine gen altlgr Lücke in viele Ledentkrelse, die in ihm ihren Heiser sahen. Auch d. valerlaüd »nlor r. Irenen Sohn. da ihm in schwner Zttt nach befte, Kräfte» diente. Rach da Sedüchtnltred« trug Obakanta Baa t. El-mole-rachamim Bor, dann beschloß erneuter ühoroesang die Tranaseia. — Da ehe». Miniftaprisident von Bulgarien Radotlaoow hatte t Kranz gesandt, der die Zuschrift trug: .Dem hochoadienten balgarischen Generalkonsul l» Treue gewibm«.' -- Aüntgobet» Untn Antttlnahme mtttesta »rttft fand am 15. 10. für den am Sounatend früh derstorbenen Obastadtarzl d. L. Eanilütsrat Dr. Adolf Wollend«, in feinem Htt» auf dem Bauplatz ttn« schllchte Tranaseia statt. Die Irdisch« Hülle war in s. Ardeittzimma im rttche» Schmuck d. letzte» «oben d. Liebe u. vereinig ansgebahtt, um fie h. fich z. letzt« Abschied neben d. Anverwandle» vatreta d. Sauttältasfiziere, Kttegtärzte d. I. Armeekorps. d. Vorstand«« b. Helsertnnen-Abt. d. Latnl. Frauen-Va. Ktnigtbag. Aazte, Bettr. d. Ortt». o. Rot. Kr., d. Vorst. ». Sanjtüttkolonnen Ostpreußen«, dar» stell», vors, a war. d. Kttegau. frei». Sanfttttkoloine m. d. Bors. Stabsarzt De. Pollna», zahle. Mltgl. d. isr. Battnt s. Krankenpflege n. Beadigung, dlela and. Battnignnge» dersammelt. Rabd. Dr. Bogelftci» widmet« »arm« Worte treuen Gedenken», ihn alt »nfrechten. ganzen Man» volla Hilftberetttchast. Uoermtdlichkttt, Trene gegen sich selbst, tiefa innal. SottetfnnM schildernd. Da», wurde da karg hinnntagetrage». wo fich da groß« Zag nach dem jüd. Friedhof« »or dem Königttore demtfit, erüffntt durch e. Tranerwttsea blasende Milftüikapele, »ährend e. Ehren-Kompagnie HInta da Abordnung«, d. Krieg eroerttue and d. freiw. Sanitättkolonne, d. Berein ehemalig« Kamaoden de« Sardttorp» mit ihre» umflorten Fahne» schatten. Ans dem Friedhof« «.. s. Bedeutung alt Arzt, s. vadienste um d. Rot. Kr. noch bef. gedacht «ährend d. Sarg untn de» Klänge, « ». d. Kapelle gespielte» Chorals fich mit Erdschollen bedeckte, gab d. Ehrenkompagnie 1 Feuersalven üba d. Grab ab. Zen 50. Geburt»!«, beging am 5. ll. Mrofefftr Dr. Aerdinan» -arewolli. Direktor da chir. Ab«, de« jüdischen Krankenhauset, sttt Ao». 1917 Rachsolga Israel«. 1959 in Stettin geboren, hat a untn Julius Wchlff and Kail Schrotta gearbttttt. «ar lange Zahre am Krankenhause da jüd. Sem. tätig, deffe, chir. Poliklinik er Vorstand, sttt etwa ■/. Jahrhundert ständ. vatreta Jtraels. Er hat umfangreich« u. vielseitige nttfsenschaftliche lätiglttt entfalt«. Zahlreiche Arbttten au« sttna Feda, die vaschiedrnst«, Gebiete da Chiruigie bttr., erschiene» Im .Zeotralblati für Chirurgie' »nd im .Archiv für klin. Chirurgie'. Die bedeiitendsten dehandtt» Baachchinrgle. and. grißne find de» »Chir. Krankh. de« Kindesalter»' da .Chirurgie de« Banchsell« und da Lunge' und da .Frühdiagnose de« Krebse«' gewidmtt. Rach Romderg. Gräfe. Bardeleb»». Draube, Langenbeck. James Israel bat a sich durch chir. und diagnost. Kinne», durch sttne Pafinlichktt« als Arzt und Mensch ttnen »»«gezeichneten Ras erworben, da Ihn zum vollwntige, Rachfolger sttna vortrefflichen Vorgänger macht. 80. Gebmttot«,: 2«. IO. in «an-Algetheim Sieg »und Nathan In volla gttstiga und ktrpalicher Frische. Fübinge». 70. «eb. 2». 10. «nst. Hirsch. «0 Z. isr. Kirchenpflega. üb. 30 I. Kirchenvorst. Madienlttlrenz für blriegttzikfe: D. Ban in Firma Baa Sohn, vors. d. Detailiftenveriantet aller Branchen. Siegfried Korach. längs. Bürochef da Fa. Emil Moy L Rosenthal, Rledawallstr. 13-1«. Zronawr». I. fit.: Stadt». Leotz. Roseno»-Balin. Mo!, »dk. Grd«, t. Justizrat R.-A. u. Notar Dr. »sch, Pose». Mo!« Zr».-Me». 3. Fr. Jta Steindecker-Bechhosen. «0j. -utzilänm, Firma D. Loewenthal. Elbing. Merlin. Am 4. II. beging Geh. Regiernngsrat Pros. Dr. Maz Per Ibach, früha »bteilnagtdftektoi an da ktniglichen Bitliolhtt in Berlin, sttne» 70. Gedurttlag. Set. zn Danzig, «irfte a 1333 bi« >903 an da Uaivafitltttibliothtt Halle, 1903—1913 in «all». Sttt Beginn det Kttege« ist a Wieda alt freiwilllga Helsa an da Bibliothek tätig. Zktentirche». Am 27. 10. beging Lehra Jak. Salomo» sei» 5üi. Antttjnhiltnm alt Sesllarga da isr. Gemeinde. Atzarlottenßnrg. Stadtrat Mar Caffiaa, Dezernent da ftüdt. Gaswake. dem btt Kriegtautbruch vom Handelsminifta die Llgnldatlon der engl. Sataustall übertragen wurde, ». zum Kommerzienrat ernannt. Z» Men-Sanda ist da Oberradb. Mose« Halberstamm. 73 z., gestorben. AU sei» Rachsolgn w. sei» Sahn Leibusch Mark»« H. In Sieniawa berufen. I» Ae»»«» starb am 31. >0. Httmann Saft, der eia Bierteljahrhnudert fich da Ehewra Kadi scha mit größter Hingad« g«»idmtt hat. _ vo« SittstKitti»««. Mlbeim Rchwana über di» Mrani» »erDenlschnilllisch«, »nd Anttsem iten. Da Haautgeba de« »volktazieha«' azählt In sttna Ztttschriit ttn Zugendkapitel au» da Eftschichte seine« Lehen», de« a die nachfolgenden Bemerkungen vorautfchickt: ,Es gibt Menschen, die mit Verdächtigungen und Verleumdungen .arbttten'. wen» fie einem »»bequeme» Geann sachlich nicht zu Leide kinuen. Zn Deutschland haben bitt« englische Kriegt-Manla auf« .höchste' entwickelt die.völkischen' Anttsemiten. Und von mir behaupten die Rottheliffe-Hiutmalinge, Ich stt ttu aut dem Amt« entloffena Schullehra, und dat volktaziehawak »ad« vo» Zudenkapital gestützt und getragen. Bttdet ist gelogen: »«da bin ich aut dem Amt entlasse» noch ha« Zamet Simon oda Walter Rothenau für dat volktazieha- oder Uplandwak je ttne lluterstütznng gegeben. Trotzdem haben die Schlttcha, die ibaall in deutlchen Lande» für üch sammeln und die auch von mir ganzeKlsten Gamanenbilder geschnoat habe», ohne ttn« einzige davon zn bezahlen — trotzdem Hoden fie recht; ich bin .bestochen', di» schon »ar 40 Zahlen durch ttnen.Judenjungen" „unlnftützt" wordea. Aut Dankbattttt gegen jeue» edlen Knoden schrttbe ich bitte Za len nie da. obgleich mich da Mel bis zum Halse würgt, »eil ich mich nackt autziehen muß und zuglttch ttne echt chttstliche Tat enthalige, indem ich fie auch »or Verleumder» int Licht rücke. . . Meinen B.E.-Ficnrde» sage ich nun not- >edkU»gea, etenfall» um de» vnllumder, da« Maul zu topfe», haß die drtt große» Gaben für« Bunde«heim von zwei dattfchen volktschullehrer» und einem thüringische, Kaufmaun kamen, also 'nicht von de» Hetzwild da „deutschen" Antisemiten, nicht von Waltha Rathenou." Selten wohl ist den deuffchea Antisemiten die Wahrhat so deutlich gesagt worden, wie von diesem Führa da deutlchen Bolkterziehung». bewegnng. Echwana hat die .Htmmnliuge' so «rttflich gezttchntt, daß fie fich sttbft erkennen müßten, wenn da Haß sie nicht blind machte. Die n>iui*Hi«njcit«a,“ fit die „Germanrüernna" der Anten. Um ttn«» dringenden Bebüttni« abzuhelfen, null die .Staattdürgaztttung' ». politisch« Leben Deutschland» um ttn neue« Pattkichen battchern, da« seltstvasttndlich in da edle» Staattbürgain sttn Lttbotga» zu sehe» hat. Demokraten und Jmpettalisten will Har Lebiut in ebenso lttftvola »ttse vattne». wie Arbtttn und Millionäre. Da« flezept zu diZa Lösung da sozialen »nd da »attonalen Frag« im deutschen vate-lauh« »artt d. .Etaalöbütgerztttnng' am 3. Oftota. .Da» Gebot da Stnid« wäre et. jch, für den nat -demokrat. Gedanke» bttrege zu werben. Aemta und Ehre» hat di« Patttt votttufig »och nicht z» vngeben. »ba jeda Mitarbttta wird »II herttiche» Sohn da« Bewllßtstt» in fich ttagen, an da Wiedagebntt d. beutschW Volke« milzu- «abttte». Wir find Demokraten, weil »ach nnsera Meinung da» selbst herttiche Regiment aut Unsthiakeit daran schnld ist, baß hie ganz« Wttt sich »ege» »ns vertSndet htt. Wir find Zmperiauste», d. h. Anhänger d. größere» Dettschland», weil jede« Volk nach unser« Meiaung die fittliche Pflicht ha«. Lta s. Grenzen organisch hinautzuwachsen. Etuvalttouagt- Politik bedeutet »Ittchztttig Germanifieruug. d. h. Eindeutschnna hentschn Staattvürger nichtdeutsch. Blntet. Damit ist auch uns. Stellung tz Zudenfrage geoeben. Wir dütte» die Jaden »ich« znrückstoße». sonder, müffen fie zu gamanlfiere» vn» suchen. Dat geschieht u. a. auf dem weiten Umweg da Trennnna von Staat (Schule) u. Kirche. Wir dütte» die Mitgliedschaft von Juden nicht zurückweilen. Uns« Kampf rlchttt fich nur gegen di« Afljuden. Alt Demokraten nehme» wtr Arbeiter ebenso gern auf wie Studiette »der Mlslionäre. Od ttn Arbttta zu den roten Semerkchsasten oder gelbe» Werkverttnen gehört, ist gleichgültig'. Schade nur, di« deutsche» Zudea »erden nicht allzu große Lost haben, in e. nat.-dem. Po,lei milzutun. D. Erfahrungen mit de» Rati- »ualsozialen ll. d. Legionen, die in Polen den httßsporntgsten jüd. Asfimilanten von de» Ratlonaldemokraien zntttl wurde», wirke» nicht gerade wadend für da« Partei,edilde. mit de« Hen Lebiut Deuffchland zu beglücken gedenkt. Die vo, der .Htaatobürgazeitnng' empfohlene Auf. »ahme voq Juden in die geplante notioaaldemokratlsch« Partei wird v. d. ander«, antlsem. Zeitungen abstllig beurtttlt. Die .Deutschvdlk. Blätter' in Hamburg finden, daß die Staat«, hürgazeitung »eundiogt abwegig sei, »ttl fie die Gründung e. natlonaldemokrattschen Parttt befürwortet, die fich gegen die Ausnahme von Jude» nicht sträube. Die .Staattdürgerztttuog' kämpft gegen biefe Auffassung; d. .deutschvdlk. verlange», jede» Mitglied solle da« attjche Bluldttenntnit adlegen, stoße die Jude» von der Sermanlfiaung zurück, stätte ihn Einigkeit. .Da alte Antlsrmititmu«', da fich »nla- Ichiedslos gegen olle Juten ttchte. ttnige die Juden. Di« Ausnahme ,üd. Mitglieder in deutschvdlk. Organtsattouea adn wirke schwächend aus die jüd. Einigkttt. Wollt ihr da« Judentum wirksam bekämpfen, so bekämpft nur erst den Juden in euch selbst: sorg« dafür, daß da» Chttstentam vom Judenttum befreit w. Fort mit d. allen Testament aus d. Chttstentum. Bekämpf: ». Alljudentnm, ab« nicht da« Judentum au fich. Man muß nie da« Kind mit dem Bad« ausschütten. Cs gibt ttn Mittel gegen die Jndeagttahr. D. httßt: Rationaldemokratie. Mit HUse de« nationalen Demokratltmut Valin t die drohende Judenhenschaft ihre» Schrecke». Uebttgent wittert die .Stbztg.' Kvnlunenznttd btt de» .Deutschvölkische»'. Sie fragt, ob die deutschvölktsche» Blätter Anstoß an da drmokrattsche, Haltung »er Stbztg. nehmen. ,Uusa Blatt ». ». >834—1903 imma ttn Blatt de« selbstbewußte» BürgnlllM«. Abwegig war da» Blatt nur v. 1*03—1913, wo et die Brüh», Stöcker, Mumm. Kn»z« mtt lhrn kons.- tmh. «Mita tzaunteewirtschaftete». 1900 »rtthse Hc Staats- Rirgazlz. noch 35 000 M. Nebaschaß. Während b. 10 Jahre 190»—13 nfordat« dag d. Bl. Zaschüffe. Jetzt renttett et fich mied«. Ist da» adwegi,?' .Sehe» Sie, dat ist ein Bttchäst, da« dttng« »och wo» ein!' so lauttte e. Bettln« Gaffenhaun ans da Blütczttt d. Antisemit«»»«. DI« Antisemitcn vastehe» ihr Geschäft noch immer! . » Genaak non Gebfattel da alldeutsch« Preitktmpsa, ba vor kurzem ttnen .»ittlichen ehrlichen Burgfrieden' vottchlug, weil die Pforten de» alldeutschen Luftschloffe» zu wackeln begannen. ist zu sttne» alten Sewohnheiteu zurückgekehrt und leistet fich in e. Attikel der .Deutsche» Zeitung' e. Juden- Hetze Sbrlsta Att. Unta dem Titel .Dat Famameut da Dekompofition" läßt a sttne Wut über die Reuordaung iw Rttche an den Juden aut', die btt dem unblutige» Umsturz da in diesen Tagen In Berlin bewerkstelligt wurde, sich alt ttttbende Kräfte erwitten. damit eine Schuld aus sich lud«», die die äußasten Maßnahmen von deutsch« Seite dttugend uotwendig mache». Et ist die sürchlaliche Schult, die btt auf deutschem Boden lebende Judentum in dieser entscheid«»«» Zttt auf fich geladen hat. daß kt di« trttbende» Kräfte dftsa ,«setzenden Bewegung gestellt ho« — fteilich gibt et viel« Juden, di« dabei unbtteilig« find, ja vielleicht Ist et tie Mehrhttt. ab« auch diese find »ich« entlastet, denn et ist bi« heule nicht ttue einzige Sttmme. nicht ttne Maßnahme bttannt geworden, daß and. gefinnte Jude», dir fich aus den Boden det Reich«, des deutschen Volke« »nd sein« Etuttchtnngen gestellt haben. Ihren zerftdrenben Stammesgenoffen offen Me Absage erteil« hätten. So wenig wie da» Zndentum alt solche« da», entlastet wird, daß vielleicht oba wahttchttalich nnr »ahtltnitmäßig Wenige »je Träg« und Vabrelta bitte« zettetzende» Giftet ge», find. I» wenig kann et dadurch entschuldigt «.. daß die Payer und Erzbaga, die Scheideman» »nd Hantmann, die Sols und Erdber und auch lttda ttn deuflch« Fürsteosproh wie Pttnz Map von Baden äaßalich etwa« wv ihm zu tun haben. Et genügt, daß bat Gift, von dem fie angesteckt find, dat fie jetzt zu wtttera Wirkung bnngen wollen, jüd. Hakunft ist. um die Schuld det Juden! umt uugemindett I u taffen. G. schließt sttne Auösührungeu mit folgend« Drohung: «>e imma ada die Dinge fich jetzt wttt« entwickeln «ade», da» stt festgehaften. da» dem Judentum da Jvdatdienft nicht vagessen Waden darf, de, et in solch« Zttt an nuferem Volke degangen hat." Die Alldeutsch» wittern Morgenlnlt — nun muß bat Judentum hahaiten. Da» deutsche Volk Hai ttn deffae« «edtchtnit alt «. und seil Kreit ihm zntrauen. — Et wird auch S. und die »lutichult der Alldeutschen nicht »ageffen. tetztr Vachrlchtt«. Pin Aüblfcha Aolbatenrat w. in Lublin von 1400 jid. Svldaleu »a österr. Garnison gebildet. Die polnische» Offiziere forderten zunächst unter Androhung d« Proviantverwttgerun, von den Juden de» Eid s. die poln. Legionen, trotz de» austrScklichen Bttehl«. laß Aur Frttwsutge zu» pol». Hea :-a»«men werben sollt«,. Anderasttt« valomten die nkrai,. Ssfiziere Unterstellung der Jude» unta fie. Die versammln« bildete ttuen Soldaleura,. Für de» Fall dt» Kampftb «*4 bm rulhen. Militär würden fich die Inden neutral »ahMttm.1