Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- 35 (30.8.1918)
- Date
- 1918-08-30
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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1 Mssenschast und Kunst 3VMW« vsaykvMch. tmka, ka 30. lap* m>. i Kt. U nateatftts. »aboff m Aheetag. DK botttc «dfttOBdt begeht b» 100. tkbarttlag M groß™ Rechtsiesteck, >cr bn nnchhaltiast™ Einfluß ans dir deutsch« Rechtttckssrnschast au»aeiibl hat Zu sein™ iebnienben IrbeU™ gchdrt dos Werk: .Drr Z»ftk im «echt', aus »elches rr «ach htngeroiesen Hut, all »an ihn «inst über seine Stelling in der Jnbenftnm interpelliefte. Sr schrie» bamal« »iirilich: „Ich «htrr nicht S dr» Inttjemiieu; ich »iirbe tot »tr selber mit™, Denn mich ans bar geringsten »ntisrmtttschr» Regnng eftanptr. Liegt etwa» daran, auch meinen Namen b. Zahl drrj. angnrelde», die ihr sffenll. verbammnngsnrteU über eine BeMegnug «sgesprnch™ haben, »eich« wrserer Zeit nnb unsere« Vaterland« zur hichste, llnehre aerecht, so ged« Ich ihn™ gern dt« »nt«, rifattan dazu, nnb ich frene «ich dt« Gelegenheit p erhalt™, öffentlich ffli tim llckeezengnug einznttetn, die ich bisher nicht bloß durch Warte ansgeiproch™, sonder» «ein ganges Leben hindurch durch di« La» bewährt habe.".,Vbä S frage »ich, wozu das 7 Es »Ire schab« um die ante Zeit, «tirb« nur wiederholen, oral viele andere vor mir gesagt habe». Umsoweniger mag ich mich bar» «erstehen, als ich tu de« 3. Band meines,Lweck im Recht" die Ritiguug Hab™ »erb«, die Frage im systematisch™ Zusammenhänge mit der dort zn 1 entmnkelnbeu Ader der Menschlichkeit zu berßhre». Ich mag I mich nicht selber »bshreibe,; »er sich dafür interessiert, »ie ich über die Frame denke, »trb dort Gelegenheit habe», die« z» ersahren. Für die -eg«»»Lnig! veraulaffnng »an die tstbenlnog galgro, baß Ich an lener Sieche dir geschichtliche Sittortcklnng des Gedankens der Menschlichkeit Oersola« »ab den Rachmeis führe, baß dieser Gedanke, zn dem sich bi« Griechen nnb Rdmer in ihrem Siecht« »och nicht erhob™ hatten, bas vielmehr de» Fremd™ als rechtlos üchanbckst, in de» Rechte de» Mten Testamente» (8. Mos. 10, >4; 3 10,1») mit «Ifr Klarhest nnd vesttmmlhrit ausgesprochen »erb™ ist, womit ich bann bas Austritt» von Shristns nnb b™ Grundgedanke, seirnr Lehr- : die Sich«, in Serbinbn», dringe , ich erbliche in ihm den ilbschlnß einer nur aff de» Weg« des Anbentnms vorbereiteten Entwickln »g. De» Volke, bas »ns«rer »ob«™™ Veit d. Gedanken der Menschlichkeit nnd der ut Man Unterschieb M Glanden» »«knüpft™ Lieb« gebeocht hat, lohn» der Üntisemst babnrch, baß er beide ihm gegenüber »er. lengnet — gottlob, baß dieselben in der heneia™ Welt bereit» p feste Surret» geschlagen haben, »» dich«» Unterfangen einen Erfolg m lusslcht zn stet™. «ton. Pros. Dr. «l^. Rappelmayer so. Maximilian-GymnasI, ällest. S. d. Oberlehrer« u. Rrtzl. Jak. R., w. a. Priv.-Doe. s. blass. Phil, an der Universität o. Unterr.-Min. zug«lassen. Rrnchnn. Pros. Leo Sserndnch rn. s. s. Berd. i. ffer blaff. Phil. g. l»rnn>Dr. der Untorrsimt ernannt. Borna. Pewotbogent für Hanoelo- und Zloilpro» restrech» Rechtoonw. Dr. Srtur Jtuhbaum, hat di« LehrdestMio für ßentsch. dürgerl. Recht erhalten. »Äk. Genannt Dr. «ouholb «eil, Doc. s. s-mtt. Phü. m Gibt, n d. Unt».«bl.. g Direktor der man «eien- MI. Kbt Merkt» Die Wahl bn Geoseffor» für sffntlich«» «echt a» der Hoakckshechschost Dr. - ngoPrrnß zn» Rrktor der Hochschule a im tn Ueltrst™ der Knusmannschast aoa «erst, bestttigt. ertzr« Direktor b. Renlsch. der ist. Rei.- -enatsnrt e . DrUsoa! Ges. Dr. Geesoa Longe, erhielt da» Kriegkverblnstkieng M,kkn»D«tkik Pros. De. »och-uhDtr. b. «amsoasch^ erhielt b. Vravnschm. tr. vir. Istststägoa. »m «. S. ffnb so Fahre versloffen, -seitdem Hanßchcheer G. »iss tag er »nnntrrbroch™ sch seinem Seminnranktcht tn ans. Gemeinde tätig ist. 3a Snbchacht^ der ZetmaMMss« so« «im arbßer, Feier unterbleib«,; kt*) »oll™ die Gemeinde soeoie die phleechn Schüler nnb Schülerin ae» dies™ Feiertag och chmr schlicht™ Fckr begehe» vr. q. c. ttftsßadt I »o» Dr. M. tchjGLtitRßni. In Homburg o. v. Höh«, wo er Genesung von e. tn Au »Übung s. Berufe« zugezog. Krankhett sucht«, ist Dr. med. H. Ludwig Eisenstadt im AVer von 46 I. ver. schieden. Mit ihm ist e. ausgezeichneter Arzt u. edler Menschenfreund, ein hervorragender Wissenschaftler, «. iiberzeugungstreuer Jude, «tn stolzer Sohn s. Volke, zu Grobe getragen worden. 1872 gö>., absolviert« er da, Gymnasium in B r e »l a u, studierte Medizin in v r « «• l a u, Berlin und Freiburg. Nachdem er einige Zeit Assistenzarzt bet Pros. Kuhnert war, zu deffen Lieblingsschülern rr höhlte, lieh er sich in Berlin alo vrakt. Arzt nieder. Reben ausgedehnter BntL Praxi» übte er auch «ine fruchtbare wissenschaftlich« Tätigkeit «wo, bat zahlreich« Arbetten verifssentlicht, die in Fachkretseo Aaerkermung gesunden und seinen Romen bekonut gemacht haben. Bor allen-- durch g^lretch« hei Hier sollen, seine A voraehoben wrrden. Ties wurzelnd' im Judentum, in ein. patriestchnllsch fromme« Hause ausgewachsen, in dem er die Ritüalget setze in chrer tögl. prakt. Ausilbung kennen gelernt hak, ist e. Kein Wunder, Satz der junge Arzt spiltrr sein Augenmerk aus diese» Gebiet gerichtet hat, um die biologische Bedeutung dieser Gesetze wiffenschastllch zu ersorscher. Eine seiner ersten Arbeiten war „bte Sexual. grsetze in dem hebr. Gesetzbuch« <8>en4kser". eine der letzten ^Methoden und Ergebnisse ver jitd. Rrankbeit»- stalisttk". In seinen letzten Tagen in Homburg schrieb er eine Abhandlung über die rituelle Beschneidung und suchte dieselbe mit der vermiiwerten RrimlnalitÄ der Juden in Verbindung zu bringen. Aus Grund seiner Untersuchungen zieht E. den Echlutz, datz dir Erfüllung der rituellen Speise-, sozialen und Sexualgesetze d. jiid. Raffe eine erhöht« Lebenosvhigkeit und Immunttiit gegen verschiedene Krankheit«« verliehen hat. Di« Richtbesolgung dieser Gesetze in ver neuen Zeit mutz auch zu einer körperlichen Schvstchung d. Juden Mrna. Er war deshalb -einer der ersten Bersechter der Bestrebungen zur möglichen Wiedereinführung Ser allen jiid. Fr«Hetze, und da, ln vielen Kreisen letzt erwachte Interesse für diese» Problem ist haimtstichlich aus seine Arbeiten zurtlchzusühren. Datz Ser Biologe E. im Zionismu» mit seiner Tendenz der Rückkehr Ver IuVen z. Landwirtschaft und zum Raturleben da» bedeutendste RMel zur Gesundung Ver jild. Raffe gesehen hat, ist selbstverstiindlich. Für ihn war ist« wirtschaftliche Umgruppierung der IuVen im Lande Ver Väter und vi« Flucht au» den GrotzftäSten ebenso »richtig, wie da« national-kulturelle Problem. Er war auch rin eifriger Freund ver jüdischen Turnsport- und Gortenstavtbewe- Sng, und selbst ein Turner und Wanderer. Datz im zten Jahre auch weiter« Kreis« in vrn Bann einer jild. Gartenstadt gezogen wurden und vieselb« im Entstehen begriffen ist, «rsiUll« ihn mit grotzer Frruve; er sah ln dieser Entwicklung Ven Ersatz seiner Idee. Der Tod hat Ihn Inmitten rastloser TÄigkeit erreicht. Er plante die Herausgabe eine, großen Sannnelwerk, über iüd. Sozial-Hygiene. rin« Reihe von Borträgen im |08. Frauenbund über sozlal-hqckrrtffch« Fragen w. angetzündigt, Merkblätter über die jüdischen Speise- und Sexaalgesetze sollten verbrettet, ein Verein für jiid. Sonial-Hygrene gegrünvet werden. Run steht 8a» unermüdliche treue und liebevolle Herz füll, Sa» Im Judentum und In der Menschenliebe gelebt hat. Seine autzerordentlich« Herzensgüte, die stille Einfachheit uno der degetsterte Idealismus seine» Wesen», sein nese» soziale» Sstnpfinden, sein wiffenschastNcher. Ejser, die Wärme seiner Freundschaft werden unoergetzllch dielden. Such al» Forscher wird sein Rome weiterkeben. Wettere Untersuchungen werden an seine «orarketttn anknüpsen, unik wenn einmal «tn tm süd. Geiste gell! leitete» Gemeinwesen entstehen wird, wirff man sein» biologischen Gedanken weiter enievtckrln. Ein« Herausgabe seiner gesammelten Arbeiten wäre im Inlereffr der Wiflenschast und sozialen «rbell sehr zu wünschen. Ehre seinem Andenken! De. BogmuU Zeplee, der berühmt« Komponist, unser Landsmann, ist in «runmchübel wo er zur Erholung wellte, am 17. 8. srich tm Alter von SO Jahren einem Hei,schlag erlegen. Geb. Breslauer, hatte er ursprünglich Medizin studiert, nach dem Dr.Äxatvrn widmet« er sich der Musik, ,o der e, ihn sett seiner Jugend htzzog. «l» Komponist errang er durch rin« Rewe von komisch«, Opern und Operetten Erfolge. Berühmt ober wurde er, al» Frhr. von Wolzoge» ilflOl sttn Ueberbrettl erössnete, für va» Z. al» Schöpfer feinkom. unS graziöser Gesangrnuaynern sozusagen erst entdeckt w. Er lebt« ln Schöneberg. dort leitete «r seit Ihrer Begründung di« v. Ullstein u. So. henuMgegebene .Musik tüt All«E. , 1 Di« Xnaofria nereink am g«. ». aacha. e. Grüße« ake» «. «aDeoa rheatertrotstn. D. mAL k MmM. f a. L-WUbm«, k. AbfchMß biibtt, p ÖqstkmN»B°ch.'.2» ber'llchelle«. D. «edächtaism», hstll De. G-nü (De««» FM b. Bett. Thmter tzmch Friß FrickmoamFnbnich. De. Ebgnr Sßel »tbmtte b. Tckn a-mea» b. «affttt. «eckmaaMbanmftr. Grünst» t. «nstr. mhll. Frna». MG. »MW»*«. Ver brtnnnt- L-t-rarhÜMetlee Pr Man »m-iia « 3» Jahre aü in verii» gefirnü™. Rachbe» ft «etliche «rati« »nsgeüüt hatte, manbiaer Ich b«r «oeih, Forsch™, p, bie ft batft zahlreich, nnb «erioole Schrift« üfteichert«: G. Hruwtwerk bie nenr tznsgade bi« Hftsch'lch™ »vft jrmg« Goethe^, bi« er 00» S »ns 6 »tnbe ftmeit-N-, iSiabi™ »bft bie >Faust' varaLpamena, Unterinch»»«™ Über S»^es m>b Herbert «»teil anber Franff. «eichet™ »amig™, Deist« Ache auch Würzborg, »nßer Werke» Goethe«, b-ssto «tm». «che. er ck ber ZndiiLnmsanspbe rebtzieete, |ot er rnssmühl», Werke »on »0» Brentano nnb >™im Heran«, S. Farschaa,™ hat na» kein. Geringerer alt Erich Schotibt heeooeragmb ge- »üchigt »»» ber Goeche-Gesellsch. echiell er bie sür LeiDnge» gestiltete »alb. M-bnitie. «. Oers-»»« noch «. Wett über bir ,«eni-»al.Sprache' bie rr bft »»-- »chemo». AnseathaU ans ber nieberiänb.-mb. Insel ><nto»»i kenftm^i«™»«. -süSkilMiüg. »ns Grund be« $ 9 b k» »efcheo »bft b™ velogernrn». znftanb ao« 4. 6. 3t lSes.-SOMW>l. S. 431) und 4 I be« «ftcke« beft. «üänbenmg bUfft «ftche» Mft 11. 11. 13) Kftchtzft -Blt. «ti-LI») bchüooft «ch- 5 l. Drmffchrtftea j-ber »ft bürst», so»«U ihre »»«snhr über- Hanoi zngftall™ Ist, nach be» Inslanb« nnb bn bejepn Geoiete» oou Fir»™ t» Pollwep »« oersiwbt »erb™, N»»» ste zur Inftiestrn», bet befttmot™ P-st»»tern non mir zn. gelaffe» fin». r»- Zngelaffe» »erb™ kbnmn: ■\>-- I. Saüter ttt bie ooa ihm» mbMftla, Verleger ff< Mt ooa ihnen »erlegt™ vroftschrift™; «nchhünbier für bie «rackscheift™, bi« sie ihre» Lager «»lach»™ ober i» Gachhmbelftoege beziehe»; in bas Haabftsergister ftaptrmem Firaua litt bi« DraftsachoH lhro «ckchäsiküfttt» bettest™ (Kainloge, Gftchtstsbftichtt, «brabschretbo tregl.) >l« anbern Paso»™ bürst» Drnftschrtst™ »ach be» Inslanb« »ab bn best»»™ Gebt««™ alcht ock bft Post Oftstak™ ober «ine» Pftlnbnngskerechtigt™ za» versa»b überoeix». Di« Sftsenbnngsberechtigt™ bürst» Drnftschftst™. bi« rzL'TU'Ä.ÄW LSVLL. u stiaetMÜs bürj™ I» Deachach™ oefteabea, bie ihm, ooa ß PriOat™ gm vestrbftaa, tlftgck™ oftcheo. ' » 4. Easaah»™ oo» vorstcheaber Inorbnnng bebüesta »eiaer ^stÄg? finb an bas stelko. «nftaltoniauinbo Abt. ll g 8 **2» bn Gefach™ ist Mt stbesaurl ,0 beantzeab« las» liefftAngsoeftoollolt zn beaea»™ Die Zalaffaag ersftgt aaste vnrbchait jeberzeitig™ Wiberns«. § »- Ucker bst ZnlaffnNg »erb™ Uekaabn «IgestiiU, in beae» bst InstlftenngsgoftanstnU «ingftragn iß. Die llastststeuag bars nnr brt biesee Arstanstalt (Nosnabmi s. s 6) »nirr Gor» »etsnng ber Aftäffangsnetaabe fiattfino™. Die Vofioastaltta stab «rockchtig», etm» »aftoeis bars ber ,n oerlaag™, stch ber Naflifteftr ooa be» zur verstabaag Be» lt««t Vst za» «atluMaafnb zagftaffea™ Firm™ »ab Oftofilchttt, chee Senbang«» tnßmüch. b. h. »», b™, Uaftchiop ft-.-. k-—-ft -ft— ^»- mw Mt vnpuift MBM IMn anainQKI NM bvwm imstiaft ymft lagcho her Ualllftftaagtgisioostolt JfcV ‘ ftRft-» O-- ... U 9m 9m WlfNqMMi MMM Mflfll UM» ack bftoBbao* üstMHbnGirklteaag omsoabt »eck™ Mstst» ff. llnockaoag osm »6- 4. lk ß y stab gastfertig He» llftst. Eüt. 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