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Jüdische Volkszeitung · 1918-08-23 · 34 (23.8.1918) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
24 (1918)
Issue
34 (23.8.1918)
Date
1918-08-23
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Lothr. al» 1. deutsch. BolKsvertr. t>. Soz.-DemoKr. De. Ludwig Frank, Reich«, und Londtagsobg., Rechtsonw. t. Mannheim 4. 1909 st. I. Berlin Phil. Stein, Thealerkrtl. 8. 1861 geb. I. Emden Schriftsteller F.^ Sophia (Anna. 1866 ^Brüssel M. Berend, Dichter "* A 1889 st. I. Frankfurt a. M. Raphael Kirchheim 6. 1840 Freilassung der ungl. Opfer d. Blutlüge von Damaskus 7. 1846 gib. i. Berlin Prof. Dr. Rich. Wolfenftein, Geh. Baurat 1882 st. I. Berlin Max «16. Klausner, Echristst. unS Dichter Chil 27. «614 «erfolg, i. Frankfurt a. Ms». Fettmtich) 1872 st. i. Klbechodt RÄd. Dr. B. H «uÄLtz, - «NWtVIWtr Mscht Senm». ■* «miMmft I »- an >»»»» «»»>« » «» Die Fürsorge für «ranke. Schwache, ftinStt, Treffe und Wöchnerinnen ist seit den letzten Jahren ln Vorbild, licher Weif« vorhanden. Wa» wir jedoch vermissen, ist die FürsorgetSfigkeit für unsere Rerven. und Gemüt», kranke, «In Punkt, auf den Ich besonder« hinmeisen möchte. Gerade für diese Art oon «ranken wäre eine rationell geleitete Fürsorge am Platze. Meist werden diese Leidenden einer allgemeinen Heilanstalt überant. wartet,' da» erfüllt den Zweck In keiner Weise. Hier mühte subjektive Behandlung einsetzen. Worum! Diese Frage ist leicht zu beantworten. «ennt doch fast jede Familie, jeder Arzt, jede Pflegerin die Schwierigkeit, solche «ranken nach dem allgemein geübten Schema zu behandeln. Er find keine eigentlich «ranken Derartige Patienten scheinen oft ganz gesund zu sein und sind imgrunde leibender, al» erkennbare «ranke. Sie empfinden es bitter, Üah man oft ihre Störungen und Leiden mit einem Lächeln abtut, sie nicht ernst nimmt. Wo die «rankheit fortgeschritten ist. wo wirklich ein Gemütsleiden sich ausgebildet hat, ist subjektiv« Behandlung, heitere Umgebung, Fernbleiben von jedem Zwang zuweilen allein imstande solche «ranken der Gesundung zuzuführen: sie zu brauchbaren Menschen, anstatt einer Last für ihre Um. gebung heranzuletten. Dann ist besonder» bei jüdischen «ranken dieser Art oftmals der Zwang nichtrituell leben zu müssen, von verderblichem Einfluh für ihr Leiden. Anstatt der Heilung verschlimmert sich Ihr Zustand infolge diese« Umstande«. Güte, Ruhe. Pfleg«, Ablenkung, find dt« HellmiNel. welch« gute Früchte tragen! Es tritt noch hinzu, doch vielen die Mittel fehlen, um in einem einschlägigen Sanatorium Heilung zu suchen besonders wenn längerer Aufenthalt notwendig iss Wenn freiwillige Pflegerinnen, wenn besondere, rituell geleitete Anstalten, privat oder öffentli'ch, zur Aufnahme solcher Leidenden vorhanden wären, geschähe damit ein besonder, segensreicher Gewinn für unsere disher Io wenig droffsteten Rerven- und Semütckran- Ken. Ich spreche aus Erfahrung. Mir find Fälle bekannt, wo derartige Personen bei rationeller, oon jedem Zwang freien Behandlung gesund geworden stich, aichere. In weniger günstiger Lag« unheilbar krank biteben. In dankenswerter «eise hat der «erwaiter de» Frankfurter Siechenhouse« und de» dortigen «rteas- Imarett« diese« Thema In oerschi-denen jüdischen «Stlern angeschlagen. Seine reiche Erfahrung aus diesem Gebiet« ist In seiner Arbeit zum Ausdruck gelangt. Monat 81t 24 in. Kate»öer» rag JE* T b" ' lorch- «oritf. K:r -3 I v •_•(ii-js» P» 'Dr r-i ji GO"». Di« «ll » rdr» jib beugte nur G 'rch:. [wirb nach Zion si-ömra, feine all» (Jciiibi _ Irin vod-u Laztzc Nag », emigrr ftli.br heirschrn, jwrrbtn sein »nd SoU m ihier Milt:. Inhalt le» Wochisetschoittr«: ftrüil chr« Dardiiagn »ei [Erslgrdarrnin und Zchi.ic». Ltein« >»tl Jnlchiislk« a. b. Woiien[ bei Thora unb rin aiior fullra ans brat B>rze Sbol erricht i n.i u. boit brr ftiuch auf ftlrtifim b. Sezr» o»tg.sp.ochk» Werben.[ [Legan brn Gehoisanlrn, Finch be« UiigrhoiiaM«». (Ta»<t»ch»l.^ [?r n»nung an brn bitheitzeu Bristanb Goinb. mSSSSm MTCj um ein Parze ich»!» der in Frage Kommend«, Stell« anzuieaen und dadurch den Wünsche» der Fürsorge- Kommission der Iüv. Gemeinde Berlln u. a. Körperschaften zu rnffpr^hen. In da» Gebiet der jlld. IugendwgUstchrt ge hären auch die Bemühungen der Zentral« aufWMäOMB h. 9dM1VI| WDU SülMMMlWk gB diesem vor einiger Zeit oeröflentlichten Entwurf M wohl die Hinzuziehung I« 1 Vertreter» der roang. und kathoi. Reiigionsgemeinschast zu de» Beradgesehen, nicht aber d. jüd. Rach AnflHt de» N Prbvhet. jsthichnittj miosn - Iß 9* | S" «K 1 Hilf |«i* | | i-> e»!e»ss b»i»Mtk»i e»j I» Mt kr Innern find jlld. Fäll« von FÜrforgeerziehiu seiten, dah ein« sewständig» Vertretung der jüd. gionsgemelnschast nicht «forderlich erscheint und dt, vom FÜrsorge«mIehung»g«setz vorgesehene Vertretung de» Geistlichen al» ausrerchend tn Die» entspricht nicht den tatsächlichen veri In Groh-Verltn steich die Zahl der jüd. dauernd; ständig« Mitwirkung «ine» > dringend« Rotwendigkeit. Dafür sprechen auch i der Organisation und der Parität, Di« Ai daher den verband der Deutsche» Jude» beim Ministerium de» Innern wegen Gesetzentwurf«» vorstellig zu werden und i lagen,zur »st ir Verfügung gestellt. »W>«st«» der aKst.» M»tn«i i. Bescheid, ^«mgicht stand i jwben,, In' erster Linie w. da» so un«_. , «apltel der I„M,»W,HIs»hr« in Sitzungen he» Rrbe>7»- ausschusse», der Waisen, und Bormuadschaftskomnütsion nach theoret. und prakt. vestcht«punkt«n behandell. Angesicht» der schweren Gefahren, di« der deutschen Iudenheit durch Geburtenrückgang. Taufen, Austritt au» der Gemeinde und Mischehen erwachsen, hat di« >«rM»»bsch»st»b»mMlssl«n tn einem Ruabsthreide» Hs» jüd. Pemiinbeu aus ihre dringend« Pflicht aufmerksam gemacht, für die jüd. Kinder, vor allem für die Waisen, unehelichen, verlassenen, gefährdeten, verwahrlosten, ernste Fürsorge eintrrten zu taffen: für da« klcheeiiche Gedeihe», »ristige u. Milch« Uezleihaag, v. recht!. Inieressen wayrzunehmen, damtt d. Rochwuch, dem Jade» tu« «ehaltea bleib«. Jede Waise, jede» unehelich« oder fürsorgededürstige Kind mutz oon Geburt an einen füb. Vormund sPfleger oder Beistand) erhaften, der die rechtl. Interessen wahrntmint, für ailarm. und religiöse Mling zu sorgen hat. Zur Einheitlichkeit u. Ueberr praktische Arbeit w. die stid. Gemeinden ausgesorderl. je 1 veetraueaeaersoa zu benennen, mit der alle Fragen beraten werden. Diese Anregung hat lebhafte Befriedigung au«g«löst, sodatz durch Zusammen, arbeiten mit »er Zentralwohffahrtsstellr günstig« Er» folge erzielt werden dürften. ' Zum Ausbau de» vornmndschast»w«sen» fall a. d. dee «atseahäusbe, «rzichaa^aastaven und sam 1. Sept.) neben den Aufgabck » >»st»it»fiirs»rg» auch die offen« dehandet werden. Beabsichtigt ist «in« »er «assenhänsee, «rzlcknnWenDi tzestältung der bestehenden Kommissionen in _ Ä für Er zk hUNgi a es»», ln der alle Pestrekbäwen, rberung der Iugendwohlsahrt, etnmünden sollen, hierher gehört der Antrag de» Iäb. Fr»»„b»nd„, ein s. M- Knaben z. errichten, di« vor v. G^ahr der rlosung stehen. D. Sorsvagen w. durch BrrhanVngen zwischen dem D.-Isr.-Gemetnchbunb und dem mendund und Erhebungen über ähnl. Einrichtungen lärt, bevor Ser Pion der OeffeatllchkeU unterttet wirst. wim Hn^ns mIiibbvv n» *9 vhimmw b* MnfäÄWM»» Mb« nnk MMn In mWIertn und I leinen Orten «wflndig zu machen. PfleWPe»«» Me i hntpMcketg» Kind« in ffiü. Familien zu ermitteln: in 1 eiven gÜS» e. nnabeackieticheo «edvichii». Dt« gente). i I. «. a» den verband der -andwerbrrveretn«, Jüd. raurnbund, Verb. 8. Arbeitsnachweis der GroWoge, * > ,Jsr. «epniiidebartk, Verb, der Jugendvewln«, Frei« 1 i«cknigung de». <guda»-Ii»roel, Hauptstelle für B«. m finn AeLanaMeAnnll Wt dt« UkPewchMt wer ihr zukilnffloe» echickflir'i Kriegern schwer lastet und daß di« v^reftmg dringend nötig M. Au» der Erwägung heran», datz e» sich hier um em» Frag« handest, die nur im Rahmen der »üß»>n«tn«n FÜrKezo für KrteMtrilnehmer zu läsen ist, uns baß festen, de» Kultusministerium» dieser wtchttgen Angeiegeckjeit schon lange «in lebhafte» Interesse entgegengeb rocht wird, stnb wir an den Minister für «ist. liche und Unterrichteangelegenhelten mit der Bitte herangetrelen, un» sobald al« mögstch mllzuteilen, Ht fiyyftfffl» MlÜMlili* mm, chee» Stnbianle zu «rmIeNohen. Auf unser« Eingabe ist un, nun am 16. IM folgender ^destheid zu- ^E^^8uf die Eingabe vom 4. Juni d. I». erwidere Ich. daß an den preußischen Universitäten die Einrichtung oon Ferienkursen und besonderen, neben dem aewShnlichen Lehrplan de» Semeftir» herlausenden Wiederholung»- und Ergänzung»kurs«n für Krieoaeilnehmer vorbereitet wird, und dich diesen auch im übrigen jede möglich« Erleichterung gewwrt werden wirb. Ueber den Rahmen der bisherigen Verleihung oon Stipendien, Freitischen [ »sw., hinaus wird allerding» ein« Wirtlchaftliche Unterstützung im allgemeinen nicht in Frag« kommen können, vielmehr wird diese der Privotfürsorg« überlassen werden können". Nu» den Scnt!nö:n. Imwin 6. Augufi. Der im Frühjahr verft. Geh. Rai Präs. Dr. Lohen, »er ht« in einem H<«s« der Domftrotz« geboren ist und in Loswtg die Elementar, schule b«ucht hat, hat der «ad« ein nach dem T»d» f. Gattin ouspi-ahlend«» Legat oon 10060 M. «„gesetzt, dessen Zinsen äl» Stipendien an studierend« Kinder von Arbeitern oder Lehrern gezahU werden sollen. »ckM». » Kkm. Weiche Vermächtnisse Hot der in Berlin verst. KfmTMezi» Latte f. Vaterstadt Lulmsee s« >0000 M. für weiter» Auebildung oon - Nnd zur Errichtung oon 2 vPMeo-lm Kreta» tronkenhaufr. Q 000 M für gie «,ngWgsngem»in»«. Xtt tff IstPMXStWEgüRD. Mm k, J|kMM 'ftBCBMMtM in BoeRN. Die Sportabtewmn hat in letzter Zeit m PibIaQaiP|»n «l|Olp»M^ tzMMst ae«m««n. Veim Stafettenlauf Vritz-ReUKSlln wurde che» M»nnfch»ft T.- tn der Gruppe „Jugendkompaant?'' «rang st» »an 1. iMgtz. Beim Stafettenlauf si2t»n.

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