Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- 31 (2.8.1918)
- Date
- 1918-08-02
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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3l6q<K Pofojdtm. vr. 5t Xm <«* Lttzktnmrt«« Varia iUlf4n fU<i|Un>l<|rn chßPrach«»» SO. Inni 191» ia AS» ,«Sn« »t ia »n In Vaait*t« f**M«C *rt AaHre»»«rf»»»r»ag Der Direktor Peritz-Ktnigoberg. begrüßt die Cbesxchte Bersammlnng, iu«d ». erschien tuen Gifte. Bert. Borsitnnd« d. Syuag.-Gem Küaig«bttg. d Borst, d. Brrhnnde« »ftpreuß. Lyn.-Gemeinde» ». Reftor Friedltnder- Dnnzig. Begrißungaanspeachen hieile» Elabteal Prof. Dr. iaffar^k»hn>K»nig«berg ». vtadtrnt Etchelboum-Insterborg. Schttstl. Begttißungen gingen ei» »»» Rnbd. Dr. Bogelftein- Kt,ig«tzer,. Rabb. Dr. Zlozistl-Znfterbnrg. d, Bors d. »erb. d. jüd. £t$rtmtti»t i d. tt., d. Rachbar». WestpreUtze»^ D. Bors, hielt die v Oberkantor Birnbaum ftimmungkooll durch e. Präludium eingeleüele Gebächtniärede auf d. i« letzt. Iahe« »erst. Bors. d. B. Pred. Glurmann.Osterode. >uch d. a»f d. Feld« d. Ähre gefall. Lehrer« ». 8ekr. Saadler-Käuigtber, u. ». »eist. Mit,!. Kantor Weinderg-Jaftttbnr, w. ehrend gedacht. Bon ». ». d. Ktnigäderger Kollegen errichteten Saadier-Gctziichtnisstiftg. ». Kennt»,« gegeben. Kost. Lapidad-Seckenburg ». Sock-G»!dap feierte» im kerichttfahre t. 70. Seb. Sn d. Kol. I. F. ». Chanukka u. P,stach Liebe«pakeie geschickt. D. Militär-Seelsorge m. in d. bilher. «eise autgeübt. ff. würdiger Abschied t». d. t» Pension gehende» Kantor Karo- >Ie»ftein oereitrt. TOit herzi. Dankesworten gedachte >ors. s. nnfopsernbr» Tätt-kei, »1» langj. Kassterer d. »ünschte ih» e. heitern 8ehe»tahe»d n. überreichte tz!a«e»< d. >. e. »er», »ngebtnd«. tzstit rührend. «orten ,. beste, Wünsche» f. d. fernere «»hiergehe» >. ». ,. ,. Mitgl. dankte d. Gesnerie. ». stiekt«, «riedlinder- Danzig hielt s. Aefernt ,A»r -tebr»k»,se«,e fiir de» iüdftchea »eNniononnterrichi' ,,« Kiei ist anzunehme»: .Weckung »ad Kräftigung der reiigid«. pttliche« Anlage» de« Kinde«, damit e» einst r. srommen Leben«. toandel führe, rege, Anteil »m Lebe» ». füd. Gemeinschaft nehme ii. e. brnuchdore« Glied d diir^rl. «esellsch-st «erde.' Hinfich». ». «tost«« gilt al« oberst« Finde,»»,: D. j behaudel»de» «toste miste» d. Faff»ag«kraft d. Kinde« entspreche», «e», mir mft d. Schüler Dinge behandeln, die über s. Fafsuug«» krast gehen, bleibt auch d. «eg z. s. Herz«, verschlossen. De« «ld ist «ns d. ganze» Mistelu. Unterstufe «. rein begriff«, mitziger Al>ligion<»nterrjcht atzuleh»e». >a« a»f Kinderherzen «»druck mach,, st,d dor °«em lebend. Dgtsgchen. handelnd« Arrsone». Frstlich m. d. «egnfftmäßige auch aas dies. Stufen «cht g»»Z fehlen dürfen. ff« darf aber hier nur in «er grttzte» Gnrfachheit ». Kuappheit austrrte» ». nur au« d. »»schaul. Untergründe d. ditl. Geschichte heran«w»chsen. Aber auch d. »efchichts. Stoffe dürfe, nicht z. schwer sein. ff. uritet For- Jmin, lautet: Der Lehrstoff h. bildest»« Kraft in fich. G«. h«Ul»i« Stoffe st»d »an d. Behandlung j, d. Schule a»«zu» »schließen Durch »,s. Darbietunge» ». i, d. Kind« zuerst Ate,». knistelnage, erregt. An diese fchliehen sich Gefühl, «B. «u» dies. entwickelt sich d. «olle». Dieser seelische Gorgang setzt voran«, daß mir t. Kinde packende St»ffe darbleten, «toste »Iso, die ». Kind »ielsach »»regen, s. ki»dl. Seele gleich, sam in «allung bringen. De«h. matz an« ». Lehrplan b. isteligioniunterricht« d. für ». reiig. Leben dede»I»»g«lose «chent- »ad Lernstoff »usgeschieden «. überall d. i» d. Vorder, grund gestellt «erden. «»« erbauend ». sdrbernd aus d. Ge- »it u. d. «illen d. Kiide« wirkt. E. weitere torchlige Forder»»g ist, »atz d. neue Stoff an ». alte» anzukmipsen ist. d«. mit t. neu auftretcnteu Sldff« in t. durch de» »»»hergehender Unterricht gewonnene» Anschauongen ». Barftellungeu migl. »iele »Perzeption«stützen finden. Da« geschieht sim didl. «eschichläuuleriicht am besten durch Anordnung », Stoffe« nach d. grschichll.ffnlwtzAuag. ,Da« Gewordene erklärt da« «erdende.' D, Fortschretle» »ach d. geschichll. Enlwickcinng ermdglicht anch e. »erliefeub« Behandlung »..Geschichte, e. gründliche« «er. »eile,, e. liefere» «nrdringen in fie. Da« ist je», in d. An- »rduuug d. Stoffe« nach konzentrische» Kreisen in d. Siegel nicht mtglich. Schließt. Hot d. Religion«»»!. noch dem Grnnd. satz d. Konzenstalion lliechnung z. tragen. D. Siellgiontunter. eicht darf de«h. auf s. eia. Gebiete nicht scheiden ». au«einandarreißen. ma< naturgemäß zusammengchirt. Cr darf nicht blbl. Geschichte, Bibelspruch. Gidellesen u. Religionölrhre s. befoad. «ege gehen laffen. D. «eligiongunterrlcht hat nur eine» Grund u. Boden: d. didl. Geschichte. Sn u. au« ihr gewinnt d. Kind »»!. »nleitnng d. Lehrer« jene rciig.-filtl. Wahrheiten, wie fie im Bibelspruch »ad in de» Lehrsätzen de« Indent»»« »tetergeleat find. - D. Relig. matz aber auch mit and. Staffen in Verbindung gesetzt «. El muh d. Versuch» gemacht Brücke, z. schlagen zmische» d. Darbietung relig. Stoffe u. d. Stnsten and. Gedicte. Bottreffl. «iuke f. dies, Verknüpsunst gibt Baltschalk in s. Schrift: .Methodisch, Fragen f. d. jud. llieilgionännterstcht.' Res. bespricht dann b«» Z Z für Ostpreußen eiugesnhrte» Lehrplan ». empfiehlt folgenden: Aus der Unterstufe, die nur ft Jahrgänge umfaffen soll, ist die Patriarchenu. Joseph«-Geschichte eingehend zu behandeln. Die Mittelstufe umfaßt 8 Jahre. I Ja he: Kchtpsnigägeschichte; Kai» und Abel, kintflat. Mose.Geschichre. ft. Jahr: Jona, von den tzihhtern: Debora. Gidean. Abtmelech. Jephta, Samson, Eli. Samuel. tz. I a h r: Soul. David. Salomo. Eimgc Vialmen und leichte Sprüche Im Zusammenhänge mit de» biblischen Geschichlche» tritt auf der Unternnd Mittelstufe der Bibelspruch aus. Bei Sutwahl chgr Sprüche ist darauf za achten, daß fie den Ge ist der jüdischen Religio» masterhast znm Autdrnck bringen, ferner daraus, daß fie ol< Sammelpunkt für Gedankenreiche gelten ktnneu, die da« ganze Gebiet der jüdische» Giauden«. »nd SiIle»lehre berühren und «üblich darans, daß fie durch ihre schtne Sprachlehre tu Form die Müpe de« >,«we»dizlernca« z» zechlfertigen haben. Di« 10 Gebote find ebeasall« an paffender Sleste im engste» »nschinß an die biblisch« Geich. ja behandeln. - Lehrer und Gchule. Sreria», dr» 2. »Ar«* W8. Pensum »er Oberstufe: 1. Jahr: Jerobea» I, »Hab II, Hosea für J«rae>-, Rehabeam, Josaphat. Hi«kia, Jofia. Zidkia für Inda. Elia und Elisa auiführlich: dagegen beichränken wir »n« bei de» Propheten Smo«, Hosea. Iofia, Micha. Jeremia ans da« Rot. wendigfte. 2. 2ah r: Geschichte der Bertaanong. Psalm >37 ». >2«. Esra und Rehemia. Geschichte der Inden unter der Fremdherrschaft, der Makkabäer unter den rbmifchen Land- Pfleger» bl« zur Zerstörung de« 2. Tempel«. 3. Jahr: Prophetcnlektüre und Psalmen. Smo«. Hosea, Jesaia I und ll, Micha. Jeremia. Pialm I, 8. 15, 23, 51, 92, 113-118, 121, 130. Im Anschluß daran Religiouilehre. Diesem mit reichen Beifall aufgenommenen Bonrag folgte eine ausgedehnte fruchtbare Auisprache, an welcher fich He«. Osterode. Etrunin-Tilfit. Schloß-OrteUburg, Peritz und «olkom«ki.Kbnig«ber, u. d. Referent beteiligten. Die ausgestellten Leitsätze lande» in ihren Grundzüge, die Zustimmung der Bersammlnng. Eine Kommission soll eingesetzt ». ihr die «eüarbeitang e. brauchbaren Lehrplan» übertragen werdei. Rach kurzer Pause hielt Kollege Kahn-Memel seine» ebeasall» mit große» Beifall aufgenommenen Lortrag »fikflege »er fchnlentknsseaea Engend'. Seinen Au»sührungen legte er folgenden Gedankengong zu Grunde: .Der heianaewachsenen jtd. Jugend. soll Gelegenheit gegeben ».. ihre Erholung»stunden im Kreise d. Alter«geaoffe» z. »erbringen. Dabei sollen jüd. «ist«», jüd. Leben u. G«. selligkeft untereinander gepflegt u. gefirdert n‘. I. Der Lehrer gründe e. Jugendbibliothek, sosem am Orte e. Bücherei e. Literatur»erein« nicht vorhanden ist. mache d. schnlenftaff. Augen» außer entsprech. Büchern auch jüd. Zeit, schristen zugänglich ». gebe t. jungen Leuten veranlaffuna. über Gelesene« nnd Gehörte« fich an«,usprechea. um auf dies« «eise Unftnrheiten z. beseitige» ». in fich aufgenommene Irrtümer d. Richtigstellung z. entferne». II. Fortbildnngkkurse muffen abgehalte» werden. A. für Knaben: 1. in Hebräffch. ». zw. a) Sidtur, b) Tenach, c> Kizz. Schulchan-Aruch; b. Fortgeschrsttenen auch Mischnah u. Tal. mudl 2. in didl. nnd nachbibl. Geschichte, bi« ans die Jetztzeit fortgeführt; 3. in Thorahu. Haftaravorlesung: «. Einübung B. 1n. 2flimt»igea Syn.-Gesängen. B. sür Mädchen: l. in Hebt. u. zv. a> Eiddur, b) Pentateuch: 2. in bibl. ». nachbibl. Geschichte, wie b. d. Knaben; 3. Religionkverschristen. III. E« solle, ZN Ihannkkab, Purim u. Simcha«-Th«r»h Veranstaltungen stattfiode». die der Geselligkeit gewidmet find. Solch« «iffen aber stet« d. Charakter e. „rnehmen jüd. Fest, lichkeit erh. Dabei find Aufführungen kleiner jüd. Theaterstücke z. empfehlen, um d. Teilnehme» neben lehrreichen auch geaatzreiche Abende z. »eeschaffen. IV. Zur Pflege d. Ktrpcr« »eranstalte d. Jugend abwech. seluagüweste in e. Woche Tarnn. Spieiübuugen u. in d. an. der» unternehme fie e. Wandernag. V. In d. Frag« d. Berufswahl u. Berufsbildung steh« d. Lehrer mit Rot ». Tat d. Jugend z. Seile. 2» b. kleineren u. kleinsten Gemeinde» wird fich dieser Plan allerdiugi schwerlich ganz durchführen laffen. da mutz man eben d. Ziel etwa« mehr ob. weniger entspr. geringer ei», setze» u. da« z. erreichen streb en. wo« gerade noch erreichbar ist. Al» letzter sprach Direktor Peritz über ,I>ie reNglise Werforgung »er Aikiakgemeindea'. Die Abführungen gipfelte» in folgenden Leitsätzen: I. Die Filsalgemeinde» bedürsen b. besoud. Pflege ». gbrdernna duich d. jüd. Gemeinschaft. II. Die rcligibie Versorgung d. Fil.-Gem. Hai in allen Fällen zu umsaffen -. a) Reiig.-Unterricht, d) Gotteadienst. c> Schechita, dj Sem.-Seelsorge; a>) Die Eearichtungea für de» Rei.-Unterricht sind so zu treffen, daß fie in religiöser und untcrrichtlicher Hinficht einen Erfolg gewährleisten; b'j Der SabdaihgotteSdicnst hat iu bestimmten Zeitadftänden regetmäßig ftatlzufiuden, ebenso find Festgotteidienste — des. an de» bohe» Festtagen — einzurichten; c') Die Fil.-Gem. ist mft einem regelmäßigen Schechita zu versorgen; b1) Die Gern.. Seelsorge in der Fil.-Gem. hat alle Zweige de« jüd. Gemeinde» leben« zu umfaffen. III. Dem Beamten der Fil -Gem. ist eiue der Arbeit uüd de» Teucrungkverhällniffen angemeffene Jahretvergütuug zu gewähren. Auch tiefer Poilrag sntereffierte die Leisammluug lebhaft und löste reichen Beifall au«. Wegen der vorgerückten Zeft konnte eine Diskuffion üher di« beiden letzten Borträge nicht stattfiade». Au« der darauf folgenden Borstandswahl gingen hervor: Direktor Peritz, Bois., Oberkautor Birnbaum, stell». Bors., Lehrer «olkowoki-Königtberg. Schrtftf., Kantor Krouer-Barten. stein. Kaffierer. Kantor Davidsohn-Raftenburg, Lehrer Süßkind- Tilfit, Kantor Kahn-Memel, Beis. — Mit Dabkes« an Lor< tragende und Teilnehmer schloß der Bors, die Lehrerversammlung nach 7 Uhr abend«. — Der Lehrerversamm lang war die Generalversammlung der Penfion«. und Hiijskaffe für die Beamten der Syu.-Gem. Ostprenßen« voran gcgaagen. Bericht erstattete Dir. Peritz. Die Kasse hatte im Berwaltuugtjahre 1917/18 Einnahme 27 888 M., Ausgabe M280 M-, also einen Jahresüberschnß von 13588 M. Da» Vermögen bell. 157 885 M. Die »affenpenfioncn wurden erhüht in den Ruhegehältern auf 900 R., in Witwengeldern ans *00 M. Der Kaff« gehiten sämtliche Gemeinden und verfichernngspfl ichtige Beamte der Provinz als Mitglieder an. Dir. P. verwie« noch auf die Berficherna,«Pflicht bei der reichsgesetzliche» Invalide», und Hinterbliebeneuversicherung und bei der Allg. Krankenkaffe, da neben der für Ostpreußen durch die Penfion» -Hftstkaffe «eitrelene Angefteltenverstcherung anch sür die jüd. Lehrer u»d Kultnsbeamten besteht. Zur Invalidenverficherung find alle Lehrer und Kultusbeamten verpflichtet, die nach Abrechnung de« Gehaltsteil«, der für die Fnnktioa als Kantor anzunehmen ist. (der Borbeter ist zur Invaliden, verficherung nicht ieis.pfl>chftgl, ein Iahreldienftelnlommtn von nicht über 2000 M. beziehen. Der gesetzl. Krankenverficheruag unterliegen alle jüd. Lehrer, Kantoren und Kultusbeamte, deren Iahresdieasteiokommen den Betrag von 2500 M nicht übersteigt. Die Reichsinvalidenvers. und die Krankenvers. find notwendige Ergänzungen zur Angeftelltenvers.. auf deren Ersüllunz jeder jüd. Beamle in I. Interest« achten muß. — Der Borstand der Kaffe besteht nach erfolgter Ergänzung bezw. Wiederwahl au«: Geh. Justizrat Blumenfeld-Jnfterburg, Bors., vir. Peritz. stell». Bois., Kfm. Beruh. Ladendorff-Kbnig»berg, Schntzmftr.. Etadtrat Otto Cichelbaum-Insterdurg, Berd.-Bertr.. Ncchttanw. Dr. Ehrlich-Tilfit. 1. Kantor Lemke-Tilfit. K'm. Loui« Meyer- Bartenstein. Kantor Wollheim-Köntgsberg. Der Echriflsührcr W o 1 k o w i k i-Künigiberg. Sirzlnr«. Der Isr.-Lehrerverei» in Bayern, der am 22. 7. tagte, hatte e. reich« TaMsordnuug: Rach Erledigung geschästl. An,, w. Berichte erstattet: »der d. wirtschaftl. u. rechft. Lage d. isr. Reltgto»«Iehrer u. Kultutdeamte» t. B. v. Translatenr-Miltenberg. d. BolkSfchulges. ». S. Dingfclder- »nch«,. Bayer. Bersorgungsverband u. d. Reich«»erstchernng ». Seminarlehrer Stoll-Würzburg. d. Revifiontsrag« ». H Oppenheimer.Laudenbach. Dann fand ftcic Besprechung über Lchnlu. Stanbes-Angelegenheilen statt. rtiAdrrflrtorge. Aüdisthe Grotzüadttinder in »er Schweil. De, Ge- «ühungcn de« durch sei» phftanchroplsche« Wirken bekannten Rabb. Dr. Meter HUde«h«Imer ist e< gelangen. 120 Kinder au« verschiedene» deutschen Großstädten einen Sommeraufenthalt in der Schweiz zu ermöglichen. Bon den Kindern find etwa 90 au« Berlin. Li« »tllel zur Unterbringung »er Kinder find zum grüßten Teil von einer bekannten Persinlichkeit der Adatz.Iiiroel-Gemeinde zur Verfügung gestellt worden. Gor einige» Tagen ist die jugendlich« Gesellschaft unter Obhut von 5 Lehrerinnen nach der Schweiz abgereist, wo die Kinder in 2 «cttennte» Kolonieen ia Wenge» nnd Psannensticl unttrgebracht werden. kehrer ur6 KantortR. fitzerdieallüreuz. Fempekbaeg: Pred. Lion Wolff. soft « Jahre Seelsorger im Gefaogenlager Hammerstei» <s. 1200 jüd. Ges.). »ik. »er», /rz. 8. «. «r. u. Hchweet: München: Lehrer Moritz Rosenfeld. Htot» -rz. Me».: cholln«: Lehrer Kadisch. Feoppa». Oderkantor Map Singermann erh. a. Gr. allcrh. Ermächtigung für hervorragend« patriottsche Betätigung vom Fiaanzminister die Anerkennungsdekr. Sabbixr. Mainz. <Die>mi«einfihrung d. neuen Bemttnderabtiner«). Mit einer schlichten aber erhebenden Feier wurde am Freitag, 19. 7. Abend der zum Rachsolgcr unsere« in den Ruhestand getretenen Rub diner« Prof. Dr. Ealseld gewählte Rabbiner Dr. Bali Levi ia sei» Amt eingesührt. Der Gem.-Präs. Kammerenrat Bernhard Albert Muyer begrüßte den neuen Seelsorger amen« de« Vorstände« und der altehrwürdlge» Gem. Mainz, indem er auf deren 1000jähttge Geschichte und die berühmten Gelehrten hinwic«, die in der Gemeinde gewtrft Huben. Er sprach die Hoffnung »ut, daß e« de» neuen Rabbiner gelingen möge, fich die Lied« und Verehrung der Gemeiydemrtaliedcr in demselben Maße zu erringen, wie fie seinem Vorgänger. Prof. Dr. Ealseld, in so reichem Maße zuteil wurde» und wünschte, dutz fich alle Hoffnungen erfüllen möge», die die Gemeinde auf ihn setze. Dr. Levi antworttte, er sei fich bewußt, welch schwere« Amt er ia einer Gemeinde übernehme, in der vor ih« Geistliche gewirtt. deren Ruhm und Ansehen in der ganzen Welt leuchteten. Wenn Gott ihm die Kraft verleihe, wolle er fie anwenden zum Wöhle dieser Gemeind« und ihrer Mitglieder. Da« gelobe er an dieser Stelle und in dieser Stunde in die Hand der Boista»d«milglieder vor versammelter Gemeinde. Hieruus hielt der neu« Rabbiner seine Anttttts-Piedigt, die. »ach Form und Inhalt, wie in rhttor. Bez. gleich »ollendet, die Gemeinde-Mitglieder überant befriedigte. Der nene Rabbiner bcfitzZ eine sehr sympathische«, volltönende« Organ, ist von großer, repräsentubler Erscheinung und befitzt alle Eigenschaften, di« «in« ideal« Führung seine« Amte« vorantsetze». Da» Goiteshau« war außerordenllich zahlreich besucht, tn«de> sondere waren die Gemeindebehörden zu dem wichtigen AN« »ollzählig erschienen. Merdleaflüreaz: Merkia: Dr. E. Finkei: Akt«»«: Dr. Spiegel; £ifa: Dr. Rosenthal, d. Oberbürgermeister überreicht« e« ihm persiiEtch. Kindt- ,. Aezirtorut«. Kr. Adolf Kötzer In Wiesbaden, der dem ehrenvollen Ruse alt Rachfolger de» »erst. Rubbiner« Dr. Frank in Eüln a. 3H folgt, mit dott sein Amt am j. Oktober d. J. an. Hemberg. Die angesehensten Kreise der hiefigen Kultu«. aemiindversaamelten fich am 5. Juli in der Zeremonien- Halle de« jüdischen Fttedhofe«, um die irdische Hülle de« im Jahre 1915 in Wien verstorbenen langjährige» Gemeinderabhtner« Dr. Jechetkiel Earv nach erfolgter llebersührung zur ewigen Ruhe zu geleiten. Die Repräsentanz der Gemeinde war mit den Regierungskommifftren korporattv erschienen, ebenso di« Ztglinge de« jüdischen vaisenhouse« mit ihre» Leiter». Nachdem Oberkantor Saitz mit dem Tempelchor die Gesinge M Trauerritual« ergreifend zum Borttage gebracht, würdigten die Rabbiner Brande und Or. Gnttmaun in warmen Rachriise» die verdienstvolle seelsorgensch« und soziale Wirksamkttt de« verewigten Aml«geuoffen, woraus Rcgierunoakommifiär Dr. Parna« aamen» der Gemeind« und Dr. Waffe, »amen« M Tempel« vom Toten Adschled nahmen. Unter Gehrten erfolgte dann die Beisetzung im FamUicngrad«.