Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- 26 (28.6.1918)
- Date
- 1918-06-28
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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loraiffion ba jit. (taenibe Satin min SKtofifuug da Z« utrnl»ohtf «heisstelle jnfn«»n>8tf4l»ffcn. Cie Cifabrnngtn (er Zentral« i. n. Jahre auf diefe» Gebiete «erden in da fern» inenKen Zeit nutzbringend oeiwerta «aden. hat sich tzannsgestellt, daß da bisheelge veK die itinda in Familien auf de» Lande nulazubeinge«, nicht 3. b. ge»ünf<hten Erfolgen fthrt, und et «ird auf Mittel und Lege geiannen «., nur den jidifchen Jtinban den SnsenthaU auf dein Lande in einem grttzaen Umfange, alt tiet bis jetzt gefcheheu konnte, in Zukunft zu ermdglichen. Einen großen Teil da Kraft widmet die Zentrale da Durchführung von 2 wichtigen Sefchlüffe» da I, Borfiandt» und Berwaltnngtsttzuug am 8. 2. d. J.: llnsdnu nnb Zu. fammenfaffang da jüd. geichloffenen Anstnttsfürfuege und Einführung von Sormundfchaft-, Pflegefchafts- und Seistandtfchaften für hilfsbedürftige jüd,ich« Kinda, bei. uneheliche und verwahrloste in den Gemeinden, Jede! hilfsbedürftige jüdische Kind fall einen jüdischen Bormund, Beistand oda Pfleger ahaiten. Die Kommiffionen zur »usführung diesa Sefchlüffe h, wiederhoU getagt und atze Borardeiten getroffen, um bald mit da proktifcheu Durchführung da notwendigen Maßnahmen zu beginnen, E. f. Mitte Juni »«gesehene Tagung da Vorstände und Leita da jüdischen Mnisenhäufa. Erziehangsanftallen u. Stiftungen mußte aus unvorgelehenen Gründen ieida auf einige Zeit verfchoden nrerden, Leitfütze, von berufenen Fachleuteu entworfen, liegen b. allen Knstalttleitungen vor, und auf asten Seiten hat sich lebhaftes Interesse für den gepinnten Zufammenfchluß und zweckmäßigen stutdau da geichloffenen AnftaUspflege gezeigt. In da Bormnndfchastskommiffion », d, schwierige Problem da Fürsorge für Bormundschaftd-, Pflegefchafts. und Seistandtfchaften für hiiftdedürftige jüd, Kinder, auch für nnehel. eingehend aürtat. Auch d, Borardeiten für praktische Regelung stehen unmittelbar vor dem Abfchluffe, Die jüdifche Oeffeutiichkeit soll üba die Maßnahmen auf beiden Gebieten eingehend uuterrichia m. Ast» btt #fne Uagnng der notional-jüdilchen )ngendorßonilotionar ^tentschlondo trat am >6.: 8, in Baliu zusammen, die von etwa 80 Vertretern aut dem Reiche besucht war. Die Berfammlung -beschloß die Gründung eines ständigen Ansschaffet, da eine organifaiorifche Zusammeufaffunz alla aus natiouala Grundlage urteilende» jüd. Jugendvaeine darstellt. Die Hauptanfgäbe des neugegründeten Gesamtausfchnffet und feinet geschtftsfsthrende» Organs «, die Borbereitnng e, nat,- rüd, Zngeudtags fein, da die Sefchlüffe vom 18. 8. zu bestätigen und sich üba die gemeinsame Arbeit da Jugend grundlegend anszufprecheu hat. As soll d. Anfang zu efna großen »Ütnnnljüd, Jugendbewegung sein. Da Ktatutenentwurf w. n. d. Sertretertagung angenommen. Der Gefamtauoschuß gliedert sich fagungsgemüß in einen engeren geschästtfihrenden Ausschuß von 9 Personen und einen l . weiteren Vertretern da stmi, Jchzendorgan ffattoueu,. , v«» Ilie Korrefpondenz de« W nndeo da ^ondmirle beklagt ln e. ,k,e wir Haß säen' überschrie denen Artikel dos Eintreten Deutschlands für die rumänisch!» Inden ün Friedeus- »errrage D. bünbirrische Blatt glaubt, daß dem rumänischen Solle durch die f» wohlwollende Behandlung, die es von beut, scha Sette bei dem Friedentfchluß erfahren habe, doch das Gefühl tieffia Dankbarkeit für den alle Miffttat so großmütig verzeihenden Gegner einge prägt fein müßte. Coß diese wünschendwette Stimmung bei den edlen Lollachen nicht zum Durchbruch kommt, daran nagen — wie an ostem Sälen in da Belt — natürlich Wieda die Juden Schuld. Da stinmänen kenna, da in dem edlen Organ als Sachvastindiga für Bulkanftagen zu ISorte kommt, behauptet: .daß Deutschland niemals auf Dankbarkeil u. fteunifchaftliche Ergebenheit in den dreüen Schichten des rumänischen Buckes zu rechnen Huden «ade, wir würden vielmehr gerade in diesen den D evtschrn friha durchaus wohlßstnuten Bockstreifen zum bestgehaßten Volke Waden, «eil wir e Anerkennung u. Sicherstellung da staatsbürgerlichen Gleichbaechtigung da Inden in Rumänien valangt hätten. Mit alrn Fprdernngeu, die wir als Eiega für uns und unsere geschädigten Volksgenossen erhoben hadenjwürden, hätte das Volk Stuuranient sich schließlich adgesunten n, für diesen erlittenen Sehoden Braiianu« u. feina Spießgesellen falsche Politik »a- «nvvorlitch gemacht. Daß wir ada d, Sache d. rumän, Juden g. d. unfrigen gemacht, daß wir diesen hartherzige» Biutsaugan am Mark des rumänischen B auernstaudes, diesen schonungslosen Ansdentern da Baueruardeit die Wege zu noch ausgiedigaa Betätigung gabnet hätten, das »ade die große Maffe der nnia den Shgiockgttffen dieser Ausdeuta schwa »arniedaliegenden rumLnffchen Bananschaft den Deutschen niemals verzeihen.' Alf» die Juden haben endgültig die Schuld, wenn die Rumturu nicht Freunde Deutschlands geworden sind. Bei dem geraden Eharakta, der befonda« diesen balkanefischen Stamm anszeichnet, wäre Rumänien ohne diesen .Mißgriff' da deutschen Regiaung gewiß mit Ningendem Spiel u. echt rumän. Treue ins deutsche Fahrwaffa augeschwenkl! A»r btt verlist« O«»ei»de. Werk». Der neue Friedhof der jüdischen Vemeinde, von beste» Enoerbuvg in Buckow in letzter Nr. bericht« »ar. umfaßt ei» Gelände von etwa 160 Morgen i« Südoste» Berlin-. Dieser Kauf ist d. Ergebnis säst 10 jähriger Bemühungen. Die Ausgabe, e. Friedhof i» größtmöglich« Näh« der Großstadt zu finde», darf als gelöst bezeichnet bas neue Gelände hat den Vorzug leichter Erreichbarkeit von allen Richtungen. D. ursprüngl. Plan eine- Lestfrirdhoss w. augefichts vielfacher Schwierigkeiten fallen gelaffen. Alle im Westen enverbbaren Gelände, für die eine Erlaub»»» zu erhalten gemesen wäre, find so» eit entfernt, -aß e. Lrichentraasport mir Wagen oder Automobil unmöglich. Versendung mit der Dahn die einzige Möglich keit gewesen wäre. Für die Friedhoföbefucher wäre der Gesuch der Gräber ihrer Ar gehörigen nur mir einem nicht »nerheblichen Opfer an Zeit und Geld möglich gewesen. Der -nevr Friedhof licht in der Dorfgemarknog Buckow, in der »ätze von Manendorf, au der Bnckow-Marienfeld« »nd der Mariendorf-Lichternrad« lthanffee. Der Friedhof ist vom Hallescheu Lore aus iu etwa 40 Minuten zu erreichen. Nach dem Kriege dürste die Zahl der Verbindungen nach de« neuen Friedhossgeläade wesentlich oermehtt «. u. a. durch dir geplante Unterpflasterbahn Neukölln-Mariendorf. Die Koufverhandlungcn erforderten etwa 1 Jahr. Der Dorfgemeinde B. ist außer den üblichen Auliegerbeittägen ein Betrag von 175000 M. als einmalige Abfindnngssumme für den durch die Berweudung des Terrain-als Friedhof bedingten Verlust an Grund und Geländesteuer zugefichert worden. Auch der Kreis Teltow hat dnrch die Friedhoföanlage insofern einen Vorteil, als die von der Gemeinde Lichtenrade schon seit mehreren Jahren erstrebte Verkehrsverbtndung mit Marieudorf und Berlin durch den Lau der Straßenbahn beschleunigt wird, deren Anlage nach dem neuen Friedhofe nach de» Kriege selbstverständlich erfolgen w. Die SuffichtsbehSrdea haben d. Friedhofsplan bereits genehmigt. An eine Veuutzung des Geländes für Friedhofszwecke ist während des Knegs uatürl. nicht zu denken, da es gegenkvärtig nicht möglich ist. die erforderlichen Gebäude u. a. n»twendigeu Einrichtungen schaffen. Der Friedhof in Weißens« dürfte auch für danächste Jahrzehnt genügen. Werti». Eine »e»e Slittuug für Ariegobefchödtgte in der Berliner jüdischen Gemeinde h. d. Ehepaar Jona- Prochownik zum Gedächtnis ihres i« Felde gefallenen Sohnes gemacht, e. »Hans Prochownik-Etistung' mit 20000 M. in 5*s, deutscher Reichsanleihe. Die Zinsen des Stiftungs- Vermögens sollen dazu verwendet werden, unbemittelte jüd. Kauften«, die i« Kriege verwundet oder in anderer Leise als H«resaugehürige an ihrer Gesundheit beschädigt und dadurch in ihrer Erwerbsfähißkeit behindert find, zu unterstützen. Zu 1. Reihe soll die Unterstützung dazu dienen, den Kriegsbeschädigten zur Wiedererlangung ihrer Gesundheit, dadurch zu erneuter Snverbssähigkeit zu verhelfen. In 2. Reihe können auch Kriegsbeschädigte zur Begründung einer Existenz »nlerstützt werden. Soweit Kriegsbeschädigte, die nach vorstehenden Bestimmungen füx die Stiftung in Betracht kommen, nicht mehr vorhanden sein sollten, solle« aus der Stiftung unbemittelte jüdisch« Kaufleute bis zum vollendeten 25. Lebensjahre unterstützt werden, die durch Krankheit in ihrer Erwerbsfähigkeit behindert find, damit fie durch Heilung ihres Leidens ihre Erwerbsfthigkeit wieder erlangen. Die Stift« wünschen, daß die einzelne Zuwendung nicht unter 100 M. bettagen soll, und daß Abkömmlinge ihr« Ettern bevorzugt w«den. Die .Stiftung' ist die 5. größer« Zuwendung s. Kriegsbeschädigte an d. jüd. Gemeinde. Werkt». (Zuwendungen f. bedürft, jüd. Lehr« und Präparaudeu). Der ehem. Leit« d. Knabenschule d. Gemein deDireetor a. D^Dr. Mich. H o lz m a n n h. mit 2000 M. e. Stiftung für d. .Lehrerhott' z. Unterstützung ehe«. Zöglinge d. ». ihm fr. geleitete» Lehrerbildung« anstatt errichtet. Die Zinse» sollen dem Vorsitzenden des Lehrerhorts überwiese« w«d«a. Die Zuwendung fühtt z. 8»d. an s. »erst. Gattin d. Namen .Dons Holzmann-Slistung'. Gleichzeitig hat H. das Kafc iflki bflF gleichen ^drnwn vor Jahve« von ihm avvich» ttten Stiftung z. Unterstützung jüd. Präparande» um 2000 M. «höht. Wertt». Der V«ein zur Erhaltung d. üb«lief«1en Judentums hat an d. Vorstand d« Gemeinde folg. Gesuch um Einrichtung e. Ritualbades im Westen gerichtet: .Auf Wunsch e. Anzahl uns. t« Westen wohnenden Mitglied« richten wir au d. v. Vorstand bind, das Ersuchen, d. in d. Gebäude Pestalozzistr. vorgesehene Ouellöad gell, ausführen u. in Stand setzen z. «ollen. E. des. Begründung bedarf uns. Gesuch wohl kau«. D- Umstand, daß sämkliche i. W. wohnende Mitglied« an d. eine i. Osten befiadl. Quellbad angewiesen find, war. nachdem d. Entwicklung d. letzten Jahrzehntes e. großen Teil d. jüd. Bevölkerung nach d. Westen gefühtt har, schon an u. für sich e. Ucbelstoud. Durch d. Krieg find nicht nur die B«dindnage» viel schlech t« geworden, fand. eS macht fich auch in d. Wintermonaten d. Mangel an Heizung in d. Hauptv«- bindnog. d. Stadtbahn, für d. Besucher d. Qaellbaöes in außer» rd. unangenehm« u. gesundheitschädlich« Weise geltend. Da kaum z. hoffen ist. daß d. kommende Wint« uns des. Berhütuifse nach dies. Richtung bringt, ist e. sof. Znangriffnähme d. für b. Herrichtung notwend. Arbeiten unbedingt «ford«l. D. hierfür in Bett, kommenden Ausgaben können u. E. keine rrhebk. sein. Wir sehen e. geneigten Gewährung uns. Bitte gern entgegen u. zeichnen hochachtnugsvvll V«ei» für Erhaltung d. überliefetten Judentums'. D. Eingabe liegt gegen», d. Gemeindebehörden z. Prüfung u. Entscheidung vor. _ Rabbiner. Wert » Hlaßßtner Ar. Hsaeck. 1914 als I. jüd. Militärseelsorger zum Herresbicrfte berufen, ist nach nahezu 4jährig« Tätigkeit w. nach Berlin zurückgekehtt, um s. AmlSpflrchten in der Synagoge Fafanenstr. wieder autzuüben u. s. Lehnätigkeit an d« Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums mied« aufzunehmen. — Die Lehrvornäge, welche die Berlin« Gemeinde seit einige» Jahren in d. Gemeindesynagvgen abhallen läßt, find vnnmebr aus die Synagoge Lewetzowstr. i» Nordwesten ausgedehnt, »o Radb. Dr. Denziou Kellermaon Sonnabend nachmittag üd« »Führende Denk« im Zudentum' spttcht; in der Synagoge Rykeftr. behandelt Predig« Dr. D e y l zw. Mincha ». Maanw Sprüche der Bät«. Uoöt. Akrof. p*. Goom»»» Werner, ist in München im Alt« von 64'/, Jahren am 22. 6. früh einer Herzlähmuag nlegen. W. gehütte zu den angesehensten jüdische»' Kanzelrednern d. Gegeuwott. In Rogaseu >Prov. Posen) ged., war schon mit 25 Jahren Radbin« m Danzig, wo « etwa 16 Ja^e mit grvßem Erfolge tätig war. 1X94 kam er als Nachfolg« des »«storbeuen Dr. P«les nach München. Hi« hat er nicht nur als Seelsorg«, auch als Menschenfreund — seit vielen Jahren als Mitglied des Armenrat« — hervorragend gewirkt. Als Echnftstell« ist n vielfach hervvrgetttte», des. auf dem Gebiete ön Religion-Philosophie. 1917 «hielt « den Titel eines Kgl. Prvfeffors. Die Achtung und Verehrung, die « allgemein genoß, kam an seine» 60. Gedurtstag« 1913 deutlich znm AuSdrvck. Nicht bloß aus d« isr. Knltusaemeiude. an» dem literarische» »nd wiffenschastliche» Kreise ganz Münchens wurde «' herzlich beglückwünscht. Kultusminister Dr. v. Knilling hat damals in einem bes. Schreiben seine V«dienfte warm hervorgehoben. Zu seinen Ehren stellte damaleine Reihe namhaster Mitglied« der Gemeinde ansehnliche Mittel zur Verfügung, mit denen eine wohltätige Stiftung geschaffen wurde, lie Dr. D«nrrs Namen trägt. W. geb. 1853. de» suchte d. jüd.-theol. Seminar 1872—79. w. 1878 Rabbiner i. Danzig. 1894 i. München, S. Schr. find: Johann Hyrkan, e. Veitr. z. Geschichte Judäas. Werntgnode 1877. — 8br. Malmunt s. Leb. u. Wirken, Danzig 79 — Z. Autograph Abr. Maim. Mrschr. 44.537 f.. Predrgten u. Receallonea in Rahm«S Litbl. — Ja den letzten Jahren hat n eine bes. eifrige Tätigkeit für den .Sentralv«ein'entfaltet. I» München fand unter großer Beteiligung die veerdig ung des Ob«rabbin«s Prof. Dr. Wern« statt. Die Spitzen d« Regi«uug. Minist« von Knilling mit mehr«ea Ministenalrätea. d« Polizeipräsident, Bertteter dr« Genrralkommandos und der Universität u. a. nahmen an der Trauerfei« teil. Der König von Bayem ließ am Sarge einen Kranz niederlege» und drückte der Witwe durch ein in herzlichen Worten gehaltenes Telegramm sein Beileid aas. Lokales. ISschi-dofeln für <&m« Fla» Dr. <£«». Sm Mittw. 19. 8. abend fand eine Abschiedssei« für Herrn Rabd. Dr. Levi vom ,Jüd..lib. Zugendv.' in den Räumen d«Spinozaloge statt. Das Borstaodsmitglieq Herr Berger «öffatte im Namen oes Vereins die Feier mit einer hnzl. Ansprache. Hierauf brachte Frl. Schmidt da» Lied .Gott ist mein Hirt' von .Dvorzat' sehr stimmungsvoll zu Gehör, worauf Herr Berger die Lbschiedsw. an H. Dr. Levi richttte, in denen er besonders d« Wirksamkeit mn«h. der Jugendbewegung, sowie d« für für die Gemeinde und auch für unsere Feldgrauen gedachte. Nach diesen sehr schawungvoll gesprochenen Lotten folgte die Ueberreichung eine- Dankgruße», gewidmet von Herrn Justizrat Berger, Königshütie. welch« von Frl.' Schlefing« vorgetragea wurde. Namen» d« Repr.-Bers. sprach rn trefflichen Lorten SauitLtsrat Dr. Reich, worauf die Arie .Dann wrrdeu die Gerechten leuchten', die He« Kantor Dartenberger mit besonderem Ausdruck sang, folgte. Nun sprach der Gefeierte selbst in den ihm eigenen, von Herzen kommenden und za Herzen gehenden Lorten de» Dank für all die Ehrungen, dre ihm enoiejrn w., aus und bemerkte, daß« es für s. Pflicht halte, seine Kraft in den Dienst dn guten Sache zu stellen. Such gab der Redner feinem Bedauern Ausdruck, daß er während d« mehr als dreijährigen Tätigkeit als Feldrabbioer fich dem Jugendverein nicht so oft widmen konnte. D« rauschende Beifall am Schluffe d« Ansprache, durch welche Herr Dr. Levi wieder feinen Rus als vorzüglich« Redner bewies. dokumealiette sehr deutlich die Dankgefühle all« begeiftetten Anwesendeu. 8tbg. Am—ds -o»»e»fekds feiert am 4. 7. ihr Üöjähr. Schrift- -steüerjubstäum u»d ihren 50. Geburtstag. Als Tochter des Rttttrguts- und Mühleubefitzers Adolf Sonueufeld in Eosel O.-S. geboren, kam fie in früh«^Jugend mit ihre» Eltern nach Kuschnitzka (Krs. Cosel), wo ländliche Abgeschiedenheit ihr Jnneuleben »erlieft uud ihr« Phantasie jenen pottische» Glanz »«liehen hat. d« ihren Arbeiten einen ist. Außer ihren vielgelefeneu Jugendbüchern hat fie mit ihre« D«k „Hervorragende Frauen" «ne Arbeit geleistet, die ebeuso von reichem Wissen wie großem Fleiße zeugt. Ihre liebenswürdige Pasönlichknt steht in volle« Einklauge mit ihrem Schaffen, fie ist deshalb eine sehr gute Jnterpretiu »hr« Werke. — Ihre Jubelschrift, mit d« fie 1993 zu«st vor die Oeffeutlichkeit trat, ist .Juditha', von dn Kritik mit Beifall begrüßt. Sie schrieb f«n«: .Deutsche Frauenaestalten' (für die Jugend), .Märchen für kleine und große Leute'. .Lustige Kameraden', .TuS denkwürdiger Zeit'. .Vom täglichen Brot' und das jüngst erschienene Feldböchlei» .Die Psingstbraut' (Remett, Dresden). An» der Wroviuz. pn Ftanßmord vo» GnttentaD. Sm 4. 2. nachmittags um 2 Uhr wurde der 75 j. Kfm. Adolf Löwinftamm in Guttentag in sttn« Lahnung «droffelt aufgefuuden. Bei Durchsuchung dnselbeu stellte eS fich h«aus, daß von sein« Barschaft l5000Mk. fehlten. Als des Raubmords verdschlig wurde der 32 j. Arbeiter. Jahann Glebofch festgenommev. der in d« Grude in Köuigshütte beschäftigt und von dort geflohen war. Er ist schon 10 mal vorbcftraft, meist wegen DiedstahlS. ist außerdem nach wegen e. 2. Raubmordes an d« Häusl«in Pauline Murck u. ihre« 16 j. Sohne, die « am 28. 2. auf d« Chauffee von Guttentag »ach Reuse «berfallrn hat, beschuldigt. Wegen dies« beiden Mordtaten, »«suchten Raüdmordes. volleudeten Raubes Haie « fich vor dem auß«ord. KttegSgericht in Oppeln zu verantworten, das am 25. 6. unt. Bors. d. Geh. Juftizrats Uebnall zu einer mehttägigeu D«handlung gegen ihn uud noch 6 andere Mitglieder e. großen L«brecherdande zusammentrat, welche Svfang d. I. in Guttentag mehrere Raub- und Mardtate» verübten. Mt ihm zusammen ist die 17 jähr. Mathilde Schalast angeNagi, den Raubmord an Löwinftamm gemeinschaftlich mit ihm verübt zu haben. Bezüglich d« 5 andern Angeklagten wird die Verhandlung das Nähere ergebe«. Görlitz. Sm I Juli begeht He« Kantor und Lehr« Großmau» fein 25 jähriges SmtsjubllLru». e. d. wenigen Nachlebenden Schüler Weiuttaubs. Neben ausgezeichnet« kaut»- raler und' musikalisch« Befähigung ist « ein bedeutend« Kenn« des rabbioischen Schnftlums. « war eine Rtthe von Jahren Mitarbeit« de- Eilbttmannschrn ..Hamaggid" (Lyck). Er steht i« 74. Lebensjahre und ist 48 Jahre i« Amte. Er airkte in Bromberg. Trachenderg. Schwttdnitz, seit 1893 in Görlitz. Ua,'«e herzlichen Glückwünsche begleite» diesen Beamteavtteran. Wltüowo. Während des Ovttesdienstes in d« Syaagoge find wiederhott die Fensterscheiben durch Steinwürfe eingeschlagen worden, ohne daß die Tätn habhaft 'gemacht »erden konnten. D« Syngogenvorstanb hat auf die Ermittelnng kr ruchlosen Buben «ne Lelobnung ausgesetzt. Sehr von Nutze« wäre es, wenn in den Schulen die Lehr« ine Kind« v«- warne» würden, solche» Unfug zu begehen.