Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- 26 (28.6.1918)
- Date
- 1918-06-28
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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/UM. V,i^0'h 51 * y^yj r kf'. Unabhängiges Organ für die Jnhzessrn «c™■ SW Mutttn«* aMrint michentttch »» M. titUaa In Mb MrMWMMWK rtert.l(4Wl4 «, Jaw|<*« BDUHtUiiM* ijtbräk bl« stechU» Ba# «•nUnr, a Mi Mefchüstvstoll» in OtMlaa I schiadämWostr 1k la firi» b«l «tnjibita «r. 1« ff, mH etxMfWali M Pi - ' ' anM&t -- g«tnfm»«n1 Br. 7KB. wm i a—a»*i — Pr.fmb ümatadt in Armin n non (Semeindfe, Sdtnlt tuuL fjaua'1 I lai M k« MHMMi mit Mac Mal «Ha la katStMIMMa 11-1» nnk 1-4 UM 9i|ilgi'i anckaa aiU «M, aa laaanaalit am« mit W »t. anilhM mit M ftkal 1 ft ftx M« «inspattt,» flätaiaUa ak. kaaaa «aa» kirechoft. 6d)rif (Ititung, «erlog unB Geschäft,steil, In »re,lau I, Sch»,ldnitz,eftr«Sk tT, bat Strchtcheatrr). st«kaspe»ch.«n,chlub 7B06 imB 7807. - Zuschriften und Seldsrndungen sind dorthin ,u richten. - Dt, Saschüst^telle «st Sonnabend und «eterto» sganz) und Sonntag soon l Uhr ob) geschlossen. — Wohnung de« Heratttlgrberi: Maritzstr. 18, hyt-, gernsprechiUnschluß 7807. Zodk««, IE» Br. 26 Bttstaa, 6» 28. 3ut 19(8. »« Wn JMfatra: JW» talkaa.* Sednittage. San. 1. 1811 ft. I. Dresden Dr. »ernh. steer, »0 I. Garst. 187» ft. i. stramberg k. Dichter Aal. Koffarkki, ,Cito«' 18,8 st. 6jf. Marcus. Erfinder der stenzin-Aulamatzil« 2 1812 ,«b. i. Xar,', Dr. 6ig. Stern. Dir. d. Franks. Philanthrapin« 1118 ft.«- SilaaJs. stenjaftd, stibliograph, Ozar hasephar. 8. 1478 erschien i. Piawe di« Saread.2. hebe Druckw. («Turim d. R. Jak. d. »cher> 1188 ged. i. Sien Dan. Spitzer. Schrtftft.. Satiriker 1180 ged. t. St. Sermaiu-cn-La»« d. Hist. Th. Reiaach 1811 verbrannten t. «tu,« 22 Kn,, u. 2000 Häuser 4. 1270 fielen Märtgrer i. »ettzenburg 1841 ged. i. Ochrim» Lehrer Her». Solss-Poseu 1142 st. d. »ähr. Landesrab. 8«. Hachum Treditsch 1143 ged. i. «otwtg »eh. «tot straf. Dr. Her». Sohin 1917 fiel Slieaerlruw. Dr. Uran, Hast,. St. k. f. X. I. u JI. 8. 1883 st. t Dessau stred. Dr. Jsak lemiu Euerdach 1877 ged. t. Riga d. Beri. Kammersänger Her». ktadlawker 1871 st. t. Lissa Rabb.-Affeffar Hertchei Kuttner 1194 st. i. staden b. »ien statt, staali («lis. Glück) 1902 st. i. Slackhai» Maler Geäftl Salaman 1. 113« ged. i. Hirsch berg Ottilie «ach, Schrtftft. 1141 geh. L ivnezaq «ras. Dan Heinrich »Iler, Sachenlag fee Sv»« aox not l I.. V — nt.r Xalea^fT* iog Sft Tarqh. varles- Prophet. Abschnt« nw Zonoerot. 27. 17. non nya* vorn. Rachm. Fasttag 1 «. Ruchmitlog Jesaia« a. d. Erdde, ll 39"->* n. 88^87» Jerosaftm«. steginn d. I. Trauerwach. 34>-w. Ermahnung «. stutze n. Mose bittet n. vergeh, s. d. Sünde weg. »«- bet d. | alb. Kalbe«. vchsi» InaiH. 2«. 19. 6. rom 10» Dnrt IV »»'»IO1. Irrem. 1*2» Ua»»n« 19. 1889 st. t. Nürnberg >ig Jnstizrai »als Kraute,duraer 1900 st. i. st erlin »eh.-Rat Dr. Kristeüer, strts, 8. D.J.G.st. 20. 1818 aed. i. Rizhrim Oberradb. 2 Jstdar 1171 st. i. stadua Pred. ielio della Darr« 1904 st. i. Edlüch Dr. Theodor HerzI, Oegr. d. zian. stcweg. 21. 1881 st. i. »aintl Kabbal. Elia touj, «aal Schein. 23. 1173 (18. Juli) st. Da,. Salaaanl. d. l.i stark Mauer 24. 1102 st. i. Rr»->a,k Oberradb. Jac. Joseph 28. 1874 ft. i. stercelli «ras. Efts. Levi, Educatar« isr. 1193 st. St. 3fr. Jehaschua Xulna, gr. Tai». 28. 1891 st. i «ien Leap.Dukr«, hebr. Lit.-Htfi. 1199 st. i. Karlsbad «ras. Da«. Konsmann 190« st. i. Jerusalem St. Saul Jak. «Isaschar 29. 110« ft. i. Trage« Raschi. 1018 Wache» ^«ta»ka». MTO Anhalt de» Jllacheaatschaitte«! «incha« wird für seinen Sijer mit e»ige» «riestert, belahnt. »ber»aiig« Aä-Iaug der Israelit. Den 8 Tuchlern des Zelaschad wird 8. Erbgut ihres, ahn, mäunl. «achka»». verstärk. Vater« ,ucitann). Gesetze über Erbsaise. Jasua wirk gum Rachf. Mosches b«stt»«t. van den tügl., den Sakbath-, Neu».- und Festapftrn. ») Die Au«g«ng»zc»rn sink für saigenke Orte: »ft diese« Eazagemenls Die sternsnag ans den sterliner vertrau rrichl nicht gar stegrtnknn, a>«. Od wir de, Inden dien wirtlichen Dienst »leistet haben an»stcht« de« Hasse« der stenöUrrnna. tittctat »westeihasl. _ »d^st athei, (Uarftchr. vp.), »rtilrl HVIU »rin« nicht sa krei wie die »ntipnchende st«stt»»nn, ke« sterli»r vertraie«, der sich die sttnwlnen trotz de» Druck der sttanatar. »ilchteftet« enizasen Hatzen. Deshaltz wirk auch Irftetei H7IU den Juden «einen vartrü tzrtntzrrn. Gewitz stehen die Ostsnaen weit lieft» -als k» Juden anderer Linker, »eiaadn« in Dentschi lank, ade» die anttsenririsch« stenwana« in «nwitniea netz« eicht kan den stauern ans, sankern nan den Jnietettnetea nntz Handwerkern, »uch bft staatstz1r»riichen «echte her Inden in «essaradten «stssen »sich« »erTan. »ena »sa» wird, »ft wirken aas kft Fin^r aerbrennen, so »acht «an an« t« »»«lande «inen schwenn «arwnrs daran«, i« »tchen«r>trn» nicht nenne stzr kft Inden «kan «n haken. >kk« vr «aha «as)7Tatftchiich.dieift IrfM X2VU1 tziater de» sterltner steriia,, uirilck. »tz« «aste (»,«-)' Gestern »allen kft «ansernatftwa kan rnwsniichen «tznt, keseitt^n. als, in »ft inneren «erhGft niste de» Lande« «tnchetsen. Heute »erftn st, an« da, «a, »a es sich n» «ilftnen nnalSckltcher »enschen an» n» kft Dnrchiihrnea da« Gertiner Vertrau« hankeit? »k». »,,der««r <Zen«rSk«ck>de««laataschntl,s kft Uchtzwnn, der Interessen d- ~ ^-•Mim «, <e-n 3ori$«w »bB Attttft«itii«Bi. s tzeiwea ki,la»atischea Ha1n»ent an, de» Archi» der srntzrrrn rnsstschen Hletzirrnn,). Im Hest 1 der vom russsschen Ka»miffariat sür aus« willige Angelegenheiten publizierten geheimen diplomatischen Dokumente befindet fich eine.Ueder dies »narchisten' über» schriedeue Dentschrisl de« damaligen Minister» de« »eußera «rasen Lamdidars an den Zaren. S« ist hbchst bezeichnend, daß im ganzen Schriftstück aam »uarchismu« mit keinem «arte die Rede ist. s« handelt über die reaalutianürestrwegung in vutziand und «nrapa. die al« jüdische« Machwerk geschildeN wird. Da« Dokument ist uam 3. Jänner (alten StÜ«) 1901 datien, e« wurde also dem Zaren zehn Sachen nach Erlaß de« Oktabermanisestr« überreicht, da« heißt in einem Mameatr, wo der Zar die aus Drängen van Gras Sitte gemachlen Kanzesfianen an die renalutianäre stewegung bitter bereute. Die reaktionäre Partei am Hose intrigierte gegen die .geschenkte' Konstitution und setzte alle« in stewegung, um die augekündigten ßreiheftrn zu vernichten. Sie suchte die Revolution nicht nur in den Augen de» Volke« al« jüdische verschwbrung zu dikkredi. tieren, sondern bearbeitete auch den Zaren in diesem Geiste. »« unterliegt keinem Zweifel, daß »ras Lamdsdors mit der in Rede stehenden Denkschrift nicht nur di« auswärftge Politik antisemitisch zu bestimmen suchte, ländern daß er dabei den kaum verhüllten Hiniergedanftn hatte, dem Ubeialen Kur« Sitte» einen Todesstoß zu versetzen. Die ganze revolutianärt stewegung in Rußland und Sesteniapa wird in der Denkschrift als Verschwärung de« .allwestlich argauifierten anlichristlichen und antimonarchistischen Judentum»', de« internationalen jüdischen Kapital« gesch>id-r>i die wsfische Revolution werde van der Alliance Jsraeiste, die über .koioffale Geldmittel' versage und van den Rothschii M uatei stützt werde, geleitet. In de« Liid« der großen jüdischen verschwdrnng, die vor den schreckhasten Augen de« Zaren enttallt wird, sehftn ftibft nicht die. unvermeidlichen Freimaurerlagen, die fich ganz in jüdischen Händen befänden, und deren in .den 18. Grad' emporgerüchte jüdische und nichtjüdische M ugiteder durch diesen Akt seihst Mitglieder der Alliance werden. Kurz, de» Zaren werde all ernster, aus Tatsachen grftützter sterrcht eine alft aetisentilis che Mär auigetischt, um die innere und answlrtftr rnsfische Pali» tik in rensttanärr stöhnen zarückzulcnlen. Die reaktionäre Clique um den Thia» hat dft Mentalität de« Zaren richtig eiugeschätzt. denn der alletuherrschende Schwachkips aermerste ans dem Dakumeat eigenhändig t .Man mnß ahn« Verzug in die Verhandlungen treten; ich teile ganz di« hier geävherten Meinungen'. Tamil hat der Zar nicht nur dft von Lanab«- dars empsahlenen Verhandlungen mit der deutschen Regierung und dem Papst »egen «ine« gemeinsamen Kampfe« gegen dft .saziairevalutionäre Partei', da« heißt mst den Anden, saatstaniert. sondern zugleich auch den kaulerrevaluttanären antisemitischen Kur«, den dft innere Politik Rußland« wieder einschlug. Lambsdais« Denkschrift an den Zaren und dft Ansaahm», die fie dci djesem gesunden hat, enthüllen tatsächlich dft Triedsedern der inneren Politik Rußland« in der letzten Periode vor dem Erlege. Sft weisen ad«, gleichzeitig auch ein Licht ans manche Varkammnisle der internatianaien Politik, dft man bisher mehr al» zufällige Erscheinungen anzusehen geneigt war. Da« Schriftstück ist in jüdischer nna allgemein politischer Hinsicht ein hächst interessante, Dakument. Motf liftim : Adar i *«r LrleB«At»«tta- >• Hialiim i» Ya»ptmt»schBtz de» 8«schr1a<i. Adg. Scheidemavn lstaz.) de»äugelt dft Uallarhest der steftimmungrn über die Sindtrgernng der sttanlenlafen; fie genügen nicht infolge der steschränknag aus einen strnchteil der Judcu. Grundsätzlich müssen wft-staatlich« Glaichderechligung verlangen. Warum hat man nicht mehr «rreichtk Minifierialdirestar Dr. Kriege gibt «in« länger« Darstellung über dft giftarische Entwicklung und dft Rechtslage. Da e« fich um eiucn starken Eingriss in dft innarnmünsschen Verhältnisse handelt, sa sorderft man Vorschläge Rumänftttt. Diese find im Artikel UV Ui ntedergeftgt und treffen den üderwtrgendeu Teil der in Getracht kommenden Landeseinwohner. Die Handhatuug der stcftimmungen wird eine iagale sein. Ter sterlincr Lertraa gelangt dadurch zur Ansstlhrnng. Abu. Gras P r a I ch m a igenir.): Die Frage ist, ad Judenzin Rumänien Grundbesitz zu erwerben erlaubt sein soll. Da« Lß> fich »ur bei gründlichä Keaaini« der verhältnrss« beurteilen. Materiell ist dft Lage .Kr Juden .stlaftig, fie d«. gegnen aber ,iner großen »aneigung im Land«. Dft Gewährnng weitcrgehender Rechthälft dem Haß und der Jndenversvlgnng neu« Rahrnug gegeben. Man muß diese Frage sehr dehntsam Adg. v. «räse iKans.): E» hanbest fich am einen schweren Eingriss in dft bmerrnmäntschen Verhältnisse, nnk da« Entgegenkommen dcr rumäntschev Regftrnng war ficherlich kein ftciwtllige«. Sara» müssen wir uns die Fft^er tmr»mnn-K MSVmMRiPHi ff* ffMWf» ff* Der «anlsgstirffch, Inäkaa, dar rar >/, ^' endgiUw begrinbeftn Zentral»«hlsuh, Gsdrst, der dentschsn > macht räslfige Fvrtscheitft. Anher de» Denlsch-A^-^ Gem riadebn ad, derDeahsage sfiz v., 1. jl bischen tz »ft dft feste Unterlage dildea. haden fich nach vftft grvfit Ga> meinden a»«schlassen! DanG» Dvttmnn», Düffeldark, Cassel, Elb«, seid. Halft, «attvwitz. Ahe» Zastimmang «rklärft»: steriia. «reslan. «ieiwitz. Hamburg. Kdaiadderg «agdeba», Posen, sadatz deren baldiger «nschln» erioigea därsft. An staden hat D» ein stand J«r. »aklsabetaverrtniaaa^n bildet, der sstr diesen BaaMItnat rnstslhr dft »iäch-n Zftft atrial,!, »ft dft Zentralwshliahrtsfiest« sstr da« Reich, and der Zenttaft deigeftetea ist Rach ,roher «nstrenaiuqen ». «, aber dedärira, di« »ft Zeutralwahlsahrtsstelle sa aMaetzant l. ».. daß fie kft verlrernng der ^samten jüdischen Sohlsahrrivfieg, in Deutschland darstegl. Die ätttiche Z-ittralifienra, der Sahlsahri««inrichtnn»n in den einzeiuen großer Gemeinden macht gftrchsall« gaft Fortschritte. E« ep> stieren solch« Zentralen in steriia, Daa,im Darmstadt, Elberfeld-varmen. Hannooer. KdaPMarg. Lübeck. Mainz, Ritrnberg. MftMaden. «arm». Dft Zentralwahlfahrt«. stell« ist bemüht in den Gemeinden, dft steh ihr a» schließen, auf Znsammenfchlnß »er «rtticher «ohtsahrioetnnchtnnaen hinznassrllea. Hierfür hm eine Eommisfion Richttlaien an«, geardaiftt, kft bei der Echaffnn, bmichen Zeuwalen all gvri^eft Grundlagen dienen. Gesa»der« Sorgfalt o-rweatxt dft Zentraft auf di, Grüntnvg eine« UiPivo, »tt bcssin Hilft fie über alle SohlfahrMeinrichtnugen in Devischiand dft ihr übertragenen Avigaden der Ansknnsismieilnng nnk ker stcralnng erfüllen will. Da« Maftrml »ft« durch Fragekaaen oon Gemeinden, Vereine» Gslftnugam Anstattan ein^forder», geht zesriedenftelaed ein »d soll e. all», stedüisniss« entsprochen», in einem Handdnch »er gesamten jüdischen Sohlsahrmpsteg, in Deotschland Verkeilung fiaden. von dm immer twetter» Lerdreftnng nnserer stestrebnngen im Reich« «engt e«, »aß »ft mehr und »ehe am Ansknnsr angagongen werden. Att des. Gefriedl^in, ist scstzestellen, daß wft u, eine, wi«B,rn Av»- geftgenheft all stenitnogsstefi» diene» konnten: E« htmletm, fich bei ». Illdiichen »ttndenaaftaft sür Dnlschland nm Ga»»-. lau, von «eidmtitatn für jäk. KriftOblinka. dft ans «enn» der von aa« rrngehoiftn Gntachsen eingestellt ward«, nachdem. es fich heranigesielli halft daß dft Zahl kerselden gering Ist. an» «nümnd bßrniftche Mittel MrhmSen find, um awch R» jüdischen Krft^hmnd« entsprechend in Zntwchi zu nnuistühen »ns efteem melieren praftljch» Gedft» hat fich dft Zerftroft mV Erfolg beiättgt, M der Ueierbeingan, jüdischm «kod« s linder ans dem Lande. G« Hab» fich hftrfür zu» I. Mal dm DenthHAsonedsttsch« Gemftndednnd an» dft Erftggßiifl-