Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- 25 (21.6.1918)
- Date
- 1918-06-21
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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9*1 Q<W*U *tt itMiMm flMtct«. Di- -istfmsjt kp,ach-, m die Tolstoi« .redender Leich»»»' ddeiletzt «nrde, der in Leiii» ungezählte Male i» Deutiche» Theater nnici Max Riinha-dt« »utgezeichueier «egte i» Szene ging, mt da« Jiddische. 1912 uth t« i« Paoillon-The-Ier in Loudvn »an e. stid. Truppe, vor e. 20vt>kips. Publikum ausgclührt. Bon tiesem Eragui« nah« fast die ganze engl. Presse Rvliz. .Time»', schon damal« nicht i« Geruch besonderer Zudinsreundlichkeil, ribmte fiotie Uebertragnug ». Geschlossenheit d. Zusammenspiel«! d. jiddische Presse stellt« mit berechtigte» EtolzO seft. daß Tolstoi» Werl dither noch aus keiner Bühne auße^ halb «nßland« ausgesnhrt sei, d. Londoner Vertreter de« .Corrier, della Sen' telegraphiert« über di« Anstührnng wie von e. Iheatral. n. literor. bedeutende» Errigni«. Ein« Merelni,»»» iiidtscher-»»Iler hat sich am IO. 4. in Zürich gebildet zweck« Sammlung jüd. bildender itüastler zur Förderung küaftl. Interessen al« Inden. Zur Förderung jüd. llnnst können Arenude derselben «l» Pasfio-Mitgliedcr deittcten. - ._ wi^ischast. Pros.«Tjr. Sinn Fe»»«n», Peivatdozent für Hygiene. UN» k>dteiln»g»vorsteher am hygienische- Institut der Uni. versitül Berlin a. zum außerordentlichen Proseffor ernannt. Wie». 5, Juni. Am dv. 6. feiert einer »nleicr verdien, testen deschetdenften Gelehrten die Vollendung s. 50. Leben«, j-hre«. G« ist der Bibelsorscher, Geheime Rat Proseffor Dr. Aloi» Mufft, »er fich um die geschichtliche, geographische eth»ograph,sche und knltllreüe Ersorschuug der asiatischen Türkei die größten Berdienste ermorden ha«. Musil hat in Jerusalem, Beirut, London, Cambridge und Berlin studiert und lehrt seit April >909 au der Wiener llaiversität. Gr beschränkte sich seit jeher uicht ans theoretische Studien, souder, besuchte schon mährend seiner Lrhrjahre die Bibel in der Hand, die Schauplätze biblischer Begedenhejlen, um nach dem Angeuscheiu in den Kinn der^tzitlischeg Texte einzudringen. Da jedoch da» Klima, die Lebentdvdiagungen und die Raffe in de» bidlischen Ländern die gleiche» n«< einst geblieben sind, s» untersuchte er die Kitten und Gebräuche der heutigen Le. Mahner, »m so die Sitten nnd Gebrinche der Zeitgenosse» der bidlischen Schriftsteller z, verstehe». Bei feine» Untersuchungen wandte er sich den 5 Büchern Mose» zu, arbeitete vorzugsweise ans der Haldiuiel Sinai, südlich und östlich de« Toten Meeres, wo die Bevölkerung von europäischer Kultur uubernhit geblieben ist. Aus seinen Forschungsreisen erlebte Dr. Musil die romanhaftesten Abenteuer, »der selbst wiederholte Todetgesahr schreckte de» kühnen Forscher nicht von seinen Stress,ügeu im Dienste der wiffcnschaft ad. 8» ist klar, daß dies« Tätigkeit syste. maltsch und andauernd fortgesetzt znr Hebung uasere» Ansehen» im »ueloude und somit auch zur Belednng unserer Gin» und Autsuhr ueseatlich beitragen wftd. Auch a» diese» Erjolgeu hat Musil einen dedentrnde» Anteil, da «rSaueralsekretär der kulturelle» Gruppe der vrtentgesellschaft Ist. Die so ersprießliche Tätigkeit Musil» wurde auch vom Kaiser anerkannt, der dem Gelehneu «ns Borschlag de« Krieg«minifterium» sür her-drrugvudr Tlieust« tu besonderer Berwrndnng die Würde «ine» Geheime» Rate« verlieh-. gine werlnoTe Wtdeklommlnng An« Leipzig wird un« geschrieben: Der Leipziger Buchhändler Karl 8. Hiersemann hat eia« reich« Sammlung von Bibel» de» 15. und 16. Jahr, hundert« erworben, di« mtt. zum Teil von alter Hand kolorierten Holzschnitten »on Dürer. Holbein. Brosamcr. Pleydcnwurff. Sehäuselin. Woblgemuth u. a. geschmückt find. Darunter defindet sich «in Exemplar der iberaut ieltenen. im Jahre 146« »on Heinrich Egg-steingedrncktcu Bibel, die bisher al« erste deotsche Bidel galt und mit 26 kostbaren Miniaturen eioe» deutschen Meister« de» 15. Jahrhunderts versehe» ist. Außerdem gehören zu dieser Sammlung altfranzifisch« Libelhand» schrtflen de» >3. und 14. Jahrhunder» in zierlicher, fast mikroskopischer Schrift, mit zahlreiche» Minialurbildem ia Gold und Karde» geschmückt. _ „ft n Ausland. Gefterreich-U»-«». Ki»e groß« Ktttt»»g haben i» B»dapest Oemeiadedrftrikts. Präsident Joief Freund und Fr«« Irene ged. Lübm vollhraün. dir in Obrcse bereits viel gute Werke in «Der Stille ^rüdt haben; sie überwiesen dem Präfide»ten des leitenden Ausschusses des .Fra»z Iof«s*Ä»ndesrabbi»erseminars' und des Lireku,»srats der ,Zsr. L»ndes«Lehrerpräparandie' kgl. Rat Dr. Franz Mezey 600.000 Kr. zu« Ankauf des a« die Anstalt arstotzr»dcn Ha»ses Joseftmg 27 zwecks Einrichtung eines Internats für beide Unstalle». , Pte Ktel»»g der tUfietssg z»»' Jio»ii»»i. Zn der .Zeit' befaßt sich der Führer der öftere. Zionisten. Zuge« nuur Roben Stricker mit der Stellung Oefterreichs-Ungarns zu« Zionismus. Ta der Arttkel offenbar auch Anschauungen der Regierung widergrbt, ist es interessant, daraus Näheres za entnehmend Der Artikel befaßt sich zunächst mtt der Bro« schüre des Schweizer Zionisten Dr. Laz. Felix PinkuS: .Vor der Gründung des jüdische» Staate-*. ir welcher Pmkus PoiLftma al« englische Kolonie empfiehlt. Stricker sagt dann: Oesterreich rst die Wieg« der modernen zionistischen Idee. Hier hat H«rzl sein Werk begonnen, den Grundstein der Weltorgani* satio» gelegt und an der Ausgestaltung gearbeitet. Nie ist ihm von Oesterreich- Seite ein Hindernis bereitet worden. Auch im Lause de- Kriegs hot sich nichts ereignet, Oesterreich« Angar» aniizionistjscher Tendenzen zu beschuldigen. Die pro« zionistische Erklärung, die Szeroiu im Namen der österreichisch« ungarischen Regierung abgegeben hat, ist zwa»glo< erfolgt und wsr frei von ewschränkende» oder gar hinterhältige« Versatz.? « Vertreter der österreichischen Zionisten haben wiederholt »tt be« allfenev Organen der Regiern»g über die Art der zioniftrfchen Vr gnnisaiivn verhandelt und find nie auf Feindseligkeiten gestehen. Man war immertzurVerständigung bereu. Die zionistische Partei wird auch nie auf eine Verständigung mit einer Großmacht verzichten. die schon zufolge ihrer geographischen Lage und ihrer alten traditionelle» Lezieha»geu berufen ist. der der Neuordnung im Orient «ttzur'dea. M«da»eß. Für das isr. Knabenwaifnchaofind au Stift ttw-en i» laufenden Jahre bisher 172.000 Kronen etugelaafen. Ei, vrgartfttzer Wtfichof ilrt das A»de«t«». Sine Abordnung der Buvapester KuItuSgemeinde überreichte dem reformierte» Bischof Dr. B a l t a z a r feierlich eiaen Betrag »on 25000 Kronen, der eine Stiftung zur Ausbildung reformierter Geistlicher darstellt. Der Bischof dankte für die durch Errichtung der Stiftung zum Ausdruck gebrachte 6t* fi»ounq und legte dabei seine Auffaffung über da- Verhältnis zwischen Religion und Antisemitismus dar Die religiösen Leidenschaften hat auch der Krieg nicht zu besänftigen vermocht. Der Antisemitismus beginnt, i« Trüben »ach den Juden zu fischen. Gehässigkeit und Zotoleranz der Unfähigkeit gegenüber de» geistige» und materiellen Können anderer Raffen bilden die Weltanschauung einer finkenden Gesellschaft. Nach -e« Urtt-r« gang seines Landes, trotz Znquifitionen. trotz des gelben^und rote« Fleckes, har das Judentum 2000 Jahre hindurch auch unter der Füchte! von Hohn und Geringschätzung seinen Glauben bewohn und war das Ferment des Weltgeschehens. Hierzu bedarf es einebeispiellosen Heroismus. Zm edle» Wettkampf der Gesellschaft können wir die Wette nicht «lffen. die die geistige, wirtschaftliche, künstlerische und literarische Kultur des Judentums aogehäuft hat. Die Stiftung soll der Fortpflanzung dieser Ansichten dienen. Die Versammlung, die eine Reihe von führende» Männern der reformierten Welt u. der ungarischen Iudenheit umfaßte, nahm die Antwort des Lischots mir lebhaftem Beifall auf. -er »»§. -sr. £«»»vtrft9- ,»d Zckeröanverei» unter de» Präsidium d. Barons Dr. Adolf Kohner gibt feinen Jahres« bericht für 1817 heraus, der einen guten Ueberblick über die segensreiche Tätigkeit des Bereius gestattet. auS bedürftigen Kindern tüchtige, gutgeschulte. arbnlsame Handwerker und Land* witte zu erziehen; insbesondere erstreckte sich seine Fürsorge auch auf die Kriegswaiien. Die Zchützlwze wurden alS Lehrlinge bei Handmeikern oder in gewerblichen Fachschulen, als Land« »irtschafrs^glmge ia der Gärtnerschule des Berems und in ftaatlichen Ackerbauschulen nnter^ebracht. Manche Schützlinge haben sich trotz der enormen Schwierigkeiten selbständig ge* »acht. 1917 betrug die Zahl der unter dem Schutze des Vereins stehenden Gewerbelehrlinge 192 <176 im Jahre 1916), der Stipendisten in den gewerbliche» Fachschulen 31 (25). dar. drei weidlicbe, der Zöglinge der Gärtnerau-ditdung-anlage ZZ (30), der Ackerbauschüler 17 (14). ES wäre erwünscht gewesen alle Gewerbelehrlinge i« eignen Heimdes Vereins nnterzubnugen, um ihnen ausreichende nnd nahrhafte Verköstigung zuteil »erden zu laffen. Leider mußte «egen Raummangels eine Anzahl Zögttnge bei ihren Meistern in ganze Lnpstegnug ge. geben werde». Die Gärtaerschule unter Leitung deS Lize« Präsident. Heinrich Beer leistete Vorzügliches dank der Erweüerung der Anlage und Steigerung d'.r Produktion, als wie durch die Ausbildung zuverlässiger Gärtner. Mit den Boden« erzeugniffe» M 55 Joch grotzen Anbaugebiete» wurden die hauptstädtischen Krankenhäuser und Institute für Bolksernäh ruag beliefert. Vlumen und Lvxuspflanzen aus neuaagelegtea Treib« Häusern dienten zur Deckung des lokalen Bedarfs und zum Erfaß der ausländischen Ware. Die Pr^uktionseinaahme der GLttaerschnle beträgt 1917 «ehr als das Appelle des ». JahreS. Für die geistige Erziehung wurde ausreichend Sorge getragen. In beide» Instituten arbeiteten EeldftbildungSvereine, die Fach« und.schöne Literatur pflegen, Festlichkeiten, Theaterauf« führnngen veranstalten »sw. Regimentsarzt Dr. Ernst Deutsch hielt einen Lonrag über Gesundheitspflege, das Dammkomiree trug durch Veranstaltung von Ehanukah« und Eederfeiern zur relißiöfen Erziehung der Knaben bei. Trotz der großen Einnähme von 289.434 k. 78 h wurde da- Jahr, infolge der Gehattserhöhuvg des LehrpersonalS, Steigerung der Preise für Lebensmittel und Dekleidungsgegenstände usw.. mit e. Defizit von 1664 k 19 h geschloffen. Das Reinoermözen stieg, dank der vielen großen Stiftungen, von 892.980 k 31 h (1916) auf 942.414 k h (1917). Zur Feier deS 75 j. Bestandes wurde am 6. 5. 1917 ein Konzert veranstaltet, deffe» materieller u. moralischer Erfolg alle Erwartungen überttaf. Sobald der Friede geschloffen ist, soll eine großzügige, auf das ganz« La»d sich erstreckende Pri^)gg«nda eingeleitet werden zur Schaffung einer Kulturzentrale für die nunmehr nach Taufenden zählenden gewesenen Zöglinge., zu deren Fottbildung, religiöser Festigung. Darbietung edler Zerstreuungen. Große, mit allen Erforderniffen der Hygiene ausgestattete Gewerbe« und Gättner« lehplingsheime sollen errichtet. Mädchen für den GäNnerberuf herangebrldtt werden. Zam Schluffe wendet sich der B ericht an die Opserfreudigkeir der jüdische« Gesellschaft. ikAgland. Hu»<» »»» Ze»e»ier. Der Londoacr Korrespondent »es jüdilchen Korrelponöenzdureau« im Haag berichtet: Rahn» Sokolo« sandte an Proseffor Weiimau». den Leiter »er Poläftina» kommiffion rin Telegramm, in »elchen er feiner Genugtuung üdcr die Befreiung einer Anzadl »on Anueniern durch arabische Trappen und der Hoffnung Ausdrvck gibt, dnß da« Äouutr alle« tun werde, um die Rat der Armenier ja milder». jXe .Muuchesier Huardi»»' »«er , Jfz* Zkalalliu» ' Da« Jüdische Korreopondeuibureau tm Haag deftchtet: Die 'Manchester Guardian' von 6. Juni bespricht einen Leitartikel die Ziele de« Pr»Paläfti»akomiie« in Berlin. 'Zweisello«, «ciut die 'Manchester Guardian', betrachle! dir neue Beremi» guug du« Projekt eine« Jndenstaate« in Paiäsitnn lediglich ». Staudpunkie der deuftchen Jutereffeu. Sir beadffchtigen »ach dem Kriege da» Jüdilche wiederauszubaueu. Widrend der englische Plan nur du« Jnlcrrffe der Inden im Auge hat, dient da» Pr»paläfiinakomile« nur deulschea Zielen. Der Arlikel von Golßeiu, einem Mitglied« de« Borftaude« de» Propaläsiruakamilei« >m .Berliner Tageblatt' dehauplet, daß e« i» Znlereffe »er Juden UN» der Deulsche» liegt, daß der ruglische Plast mißlingt. Auch in Paltftina muß du« Prinzip .Deutschland über alle«' herricheu. Deutschland ßat nur daun Zutereffe sür Zioni«mu». wenn da« Judentum seiner Pariei uad der deutsche» Herrschsucht huldigt. (Gut gebrüllt Liw«!) l palSMia- Jude» uu» in Ualätiu» Da« Jüdisch« Kirrrspoudruzbureau» im Haag empsäugt da« folgende Telegramm seine« Londoner Korrespoudeuteu: Di« .Time«' oom 7. Juni bringt solgrnde» Telegramm d. ».' 31. Mai au« Kairo: In Jerusalem fand zur Feier de« .Empire Daq' eine interessante Frstzermouie statt. Die Bertreter der jüdische» Gemeind« wurde» offiziell oin General Sllenby empfange,. Eie überreichten ihm eine Thorarolle in einem silbernen Schrein, einem Meisterwerk uu« der Wcrkstäile de« Bezalel Sniprache» hielten Weizmann. die Raddiner der iephardischen und «ichkenofischcn Gemeinde. Allenby u. verschiedene Bertreter anderer jüdischer Gemeinden. Lokales. A«»ttie»«Hl»<hrtchto». Nertost: Ludwig Bloch. Gortenste. 18 i. F7 m. Liesbet Block. Hohenzollernstr. 80; Leo Landau Berlin W. 8. u\. Lotte FuchS-BreSlau. Hohenzollernstr. 73. Nermthtt: Rich. Callsms» m.Hrelr Rachwalsky. Schwerin* str. 43^ Walter Goldstein w. Lotte PerlS. - chesore» Ei n S o h »: Zakob Wolfsohn (Jacob), Eichendorfstr. .61; Dr. Otto Kaim (Schwertzer). Ltn. d. L. Klein* burgftr. 13. Aeerdigt »»f Ariedßsf Lsheklr: 16. 6. Borm. N' , Uhr Herr Isidor Lchsnfeld. Hohenzollernstr. 37/9; 6'/, Knaöe Hellmut Stein. 14 Jahre alt. Hohenzollernstr. 119/21; nachm. 6 Frau Charlotte Luftig ged Rawre;. 80 Jahce alt. Reascheftr. 28; 21. 6. Borm. IN/, veno. Frau Doris Abrawczyk geb. Deutsch. 76 I.. Kaiser 8ilh. Str. 109. Beerdigt auf Friedhof Goset: 14. 6. 18. 3'/, Minna Singer, ledig. Karuth-Str. 18; 16. 6. 3'/, Emanuel Grünspan Kim.; 4 Wanda Goldichmibt geb. Hacker, Cassiererssrau. Mähr. Ostrau (Obernigk-; 17. 6. Vft Bruno Lange. Rentier, Lahnhof« Str. 32; 21. 6. n. 3'/, Bertha Jareckt. ged. Le»i, 67 I., Gold. Radeg. 8. Z»s der Bro»i«z. Merkolll: Hans Abelloho.Bernburg m. Käte Pinner« Görlitz; Salo Grünpetcr«Antonieohütte m. Trude Grünptter* Kattowitz: Mattin Lipschütz'Ratay m. Toni Weiß-Posen; Dr. )nr. Willi Wettheim m. Lilly Plachte-Gloga». Berwahlt: Alfred Oschinskh, Dipl.-Ing. m. Edith Franz* mann'Hannvver. \ Gehöre»: Ein Sohn: Salomon Bloch (Schleier) Tornowitz; Prof. Max Birlschowsky (Schlesinger),' Berlin Geflorlle»: Fr. Rosa Scharfer (Badt).Posen; Adraha« Steinhagen. 80 I.. Wwe. Aug. St. (Lewin).Schönlanke; Fr. Friederike Reumann ged. Waldmann, 80 I.-LandsdergO./S.; Kfm. Louis Löwe. 73 J.«Reustadt«O./S.; Gr. Flora Eohn geb. Sslmerfitz, 56 J.-Lublinitz. «^ieg»itz. (Gründung'eiaerWalserholungsstätte.) Fu einem bochbedeutsamen sozialen Werke ist am 12. 6. nachmittag im Stadtforst, dank der Opferwiütgkeil eines hochherzigen Stifters, der Grundstein gelegt worden. Der OrtSanschuß zurfBekämpfung der Tuberkulose trug sich schon lange mit dem Gedanken eine Erholung«, und Heilstätte für leichte (geschloffene) Tuberkulose zu gründen, doch reichten hierzu die Mittel nicht. Fabrikbesitzer Richard Lieb recht haue nun, wie wir s. Z. berichtet haben, durch eine Stiftung von erst 100000. dann noch 20000 Mk. dem Ortsauschuß die Mittel an die Hand gegeben, den Gedanken zu verwirklichen. Die städtischen Behörden bewilligten im Stadt« ferst den Platz dazu; er liegt im süolichen Forst, dicht am Walde-- rande, und läßt einen Durchblick nach dem Ritten« und dem vor« gelogenen Bober-Katzbach-Gebirge offen. Wald und Hügel werden die Stätte vor widrigen Winden schützen. Zu der heu« tigea Gruudsteinleguag waren außer loem Stifter und besten Fa« milie auch die Vertreter der städtischen, der Regierunzs« und Militärbehörden erschienen. Stadtrat Dr. Rerchert, der Lsrfitzende des Ortsausschusses, hielt die Festrede und ocrlaS die Grundstein-Urkuade. worauf die Gäste unter Segenssprüchen die llblichen Hammerschläge vollzogen. £alft«ifc G G Am Donnerstag den 4. Juli d. I. kann Herr Rabbiner Dr. Friedmann auf eine 40jährige Amts« täligkeit zurückdlicken. Durch 4 Jahrzehnte war ec der treu bewährte Führer seiner Gemeinde, der er mtt allen leinen Kräften uiunterbroche» gedient hat. Nicht riur bei den Bewohnern d. Ortes u. Kreises, weit über deffen Grenzen hinaus erfreut sich der e. berühmten Rabbinerfamilie entstammende Jubilar, e. Neffe d. Rabbiner und Talmudgelehrtea Selig u. Simvn Lewy Groß* neffe d. bek. Posener Oberradb. Akida Eger, allgem. Beliebtheit u. Dettschätzung. Auch schriftstellerisch hat er sich betätigt; außei oe.schiedenen Arbeite« in Zeitschnsten find des. e. deutsche Pehach-Haggadah. die Haftorolh (deutsch), .Beiträge zur Dchea* schüft des Judentums', die immer bedeutsam und bemerken-« wett bleiben werden, .Ansprachen und Reden für die Festtage" erschienen. Zur Feier des TageS haben s. Schwager OberlandeSradb. Dr. Oppenheim (Olmütz). u. f. Schwiegersohn Rabb. Dr. Mandel (Wien). >hr Eescheinm zugesagt. Seine zahlreichen Schüler. Freunde und Gönner werden csich nicht nehmen laffe», bei dieser Gelegenheit ihre Dankbarkeit »nd Anerkennung zu erweisen. Hppet». B« der Vorstcherwahl wu.de anstelle deS krankheitshalber au» dem Vorstände auSgei'chiedenen JustizratS Iungmaan der bisherige stell». Vorsteher Justizrat S a l i n g e r zum Vorsteher, Fabrikbesitzer Georg Wiener zum Vorsteher« Stellvertreter gewählt. Hksf«- Der Kaiser hat die v»m Senat der Kaiser-Wilh.« Gesellsch. z. Förd. d. Diffenschafreu 'beschlossene Zalaffung de- Geoeralbir. Dr. ^ur. Edmund Pietrkowski als Vertreter der Ehem. Fabr. Milch genehmigt. Bose». Für die Ludendorff-Sprode : Im Kreise Pieschen Ksm. Siegfried Sochazewski 1500, Rittergutsbef. Me»delsohn« Suiow. Sammelhändler Heymann Zadek je 1000. in Posen Joseph Rosenberg 8000. Hartwig Mamroth u. Co.. Kfm. G. Haaie, Stadtrat Dr. Orgler. Lankdir. SmoSzewski. Gebr. Heppaer u. Co. G.m.b.H.. ColvaryMafchier. Fr. Marth« Asch. Fr. Veh. Rat Herz je 500. Betthold Neumann 300. Rothe Apotheke, Inhaber Czarnikau—Sltmann, Moritz S. Auerbach je 200. Hugo Gabriel. Kf.n. A. Kaul je 100 M. Die Fa. Hartwig Kantorowicz S. G. spendete 25 a. H. der Brutto« einnahme Sonntag, d. 9. 6.. Kf». Max Bieder die 550 M.. die ihm von der Staatsanwaltschaft zuerkanute Prämie für Au», findig machuag der Täterin eines Mordes in Pose».