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Jüdische Volkszeitung · 1918-06-14 · 24 (14.6.1918) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
24 (1918)
Issue
24 (14.6.1918)
Date
1918-06-14
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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4 MWfte volkMm-. Auslmd. Bmloa, W» M. 3iW |9)8. Er. PaiafttM. S*4 efte Wemerber In der in Pari« erscheinenden ,L» Reine beige* schreib« ein «. Pelltpean n. a., baß Belgien »ehr Kolonien erhalten soll, und zwar neben de» Kongo anch Palästina. Palästina muß belgisch noerben. Die Türken heran» und die Juden hinein; .Belgien ha« da« Siech« Unb die Pstichl, da» Wert Gottfried» von Bouillon sottzusetzen, besten Slanddild ans bem Ktnigöpiatz in Brnffel prang«.* La» sag« Gnglanb zu diesen Schwärmereien seiner verdündeteft? Pin zionistisitzer PeneratKao«,anwott fär Unkäflina >n« London wird gemeldet: Major Siorman Bentwick vom Kameltranäportlorp« und Lehrer sür Rechlöwiffenschast in Kairo, bekannt al« einer der jüngeren Zionistensührer in England and »egljpten. ist zum Beneralstaallanwal« und Richter de« Epellationdgerichtshose» in den von den Engländern besetzten Teilen »on Palästin» ernannt morden. Der Philosoph Henri Wergfan „n der Pariser Sorbonne bot sich al« Lehrer sür die in Jerusalem zu begründende jtd. Universität an. _ «Veskerrtich-Ungar». $fiftnng fit Me Heranbikdnng non Mnflerkandmirten Der Großgrundbesitzer Benjomin Fnedmaan in Großmarbein hat zur Errichtung einer landwirlschasllichen Arbeiterschule mehr al« eine Million Kronen letziwill,g vermacht. In der Schule sollen jährlich zehn christliche und zehn jüdische Schüler zu Mufterlandwirien au «gebildet werden. Außer diesem Legat hat der Lerstordene zur Forderung der Schale durch zwanzig Jahre hindurch zehn Prozent der Einkünfte seiner ganzen Hinterlastenschaft vermacht. stkogrome in G oft, len. An die Autschreitungen der Polen gegen die Juden in Krakau scheint sich eine Mahre Pogromwelle in Galizien anknüpsen zu »ollen, »u» einer Reihe von galizischen Orten liegen Rach richten über Plünderungen und Judenpogrome vor, so au» Raroi, wiefiezka, Klasn«, Dobcziza. In Wieliczka drangen am 15. Mai Schüler der polnischen Realschule nnb nvlnische Legionäre raubend und plündernd in die Wohnungen ver Juden, wobei die hilflosen Frauen und Männer blusig geschlagen wurden. Dort, ebenso wie in Klasno gingen die »näschreitungen unter ftillschmeigender Duldung der lokalen Behörden vor sich. Unter den Juden Galizien« herrscht große Erregung, da man mit einem »eiteren Anschwellen der Pogrombemegung rechnet. In einem Artikei in der Wochenschrift .Polen* vom 10.Mai, der unter de«,Titel .Brotftage und Judensrage erschien, wird e» so dargeftellt, al» ob e« sich bei dem Pogrom >n Krakau nicht um antljüdijche Exzesse, sondern um Hungerrrawaste gehandell habe. Obwohl »ftenmäßig erwiesen ist, tmß sich her Hunger der polnischen Beutlkernng mit besonderer Lut gegen Me Mtwlogen ber stbischen «strrn« mtb «vIMmftbGHllftale' richtete nutz die daneben befindlichen nicht-jüdischen Bäckereien nnangetaftet blieben. wenn polnische Organe den'Andruck erwecken »ollen, al»ob die Judenversolgungen dem polnischen Volk e. ganz sremde Erschetnung wären, so genügt ein Blick in die Warschauer polnische Presse und in die Berichte der Warschauer Stodtoerordaeten-Bersammlang, um auch dem Uneingeweihten zu zeigen, wie die polnische Bolkäleidenschast gegen die Juden ansgewühlt wird. Sdivri). »ine Mische Sektion fix Mische »olkvtnnbe hat fich in der Schweizerische» Gesellschaft für Lolttkunde ge. bilbet. €ie har jum Zwecke die Erforschung der Ein«, Bräuche. Uederlteferungeo. Lolttwärche» und Lieder vorzüglich der Ostjudenheit. Die Gesellschaft soll bereit* ein ziewllch uwfangreiches Material gesammelt habe», dain absehbarer Zeit -ur Berdffevtlichung gelangen wird. Ufraiw. Am jüdischen Motionnlrat in »er Märaina. Die ,Kte»«kaj» Mitlj* vom 17. Mai meldet: Die B«r» sammlung de» jüdischen provisorischen Raftonalrate« in Kiew hat folgende Beschlüffe gefaßt: 1. Da» Piäsidium de» provisorischen jüdischen Rationai» rate« wird bevollmächtigt, einen Ausruf an die jüdische Be» vtckeiung zu unleischieiben und zu verdstentlichen, in welchem auf die Gefahr hingewiesen wird, in der sich jetzt die jüdische Autonomie in der Ukrain» befindet. Der provisorische jüdische Rationalrat wird auf folgende Weise reorganifierl: A besteht au» 80 Mügliedern, utzd zwar 2» Zionisten, 6 Angehörige» der .Agnda« Zltwfi*, 5 von der Lolkspanei, Iv vom .Bund*, 9 von den vereinigten jüdischen >oziaiiftischen Arbefterparteien und 8 von den ,Poale Zion*. Der Rationalrat protestiert gegen die Verhaftung seiner Mftglieder Borenftein, Zolotarie» und Ehesez Der zweite Paukt de« Statute« der provisorischen Rational- Versammlung wird dahin abgeändert, daß alle ihre 125 Mitglieder ftr Zukunft durch die Gemeinderäte gewählt werde«.. aaerita. Hie Anden tan amerikanischen Heere Loui» Marshai, der Präsident der stdstchen Bereinigung in Amerika, hat an de« amerikanischen Krieg«minister Bäcker eine energische Verwahrung gegen die schlechte bstehantiung der Juden in der Armee der Bereinigten Staaten gerichtet. Marshai wendet sich gegen die »ußereichtlastung der verfaffungdmäßigen Gleichberechtigwng der Inden nnb führt an», daß die Mischen Goldaten von der durch da» schneie Wachlnim der amerikanischen Armee bedingt« raschen bstesdrdernng z> Offizieren didher vällia auggeschiosttn wnrben. Bm kurz,» Hai auch Präsident Wilson eingreifen mästen, nm einen gegen die jäMschen Erkrankten gerichteten Erlaß de» amerikanischen Krie^ministerium» ausznheden. pOtkA. Zk» nene» »Müffchen Staatoratomitgkied hat der Regentschaftirat in brr L>ste der Birilisten d. Präses der Warschauer jüdischen Gemeinde, Bergson, bestätigt. Statistische» Material iäer die Anden. Die Gesellschaft der Freunde sozialer Ardeft unter den Inden in Polen hat begonnen, stafiftische Materialien über die polnischen Juden zu sammeln. Sie will diese» Material küustigen ergeben der jüdischen Verwaltung (Obersten Rat) all Grundlage für ihre Arbeiten zur Verfügung stellen. Bor der eben begonnenen Reorganiiaftou der jüdischen Gemeinden fthlte derartige« Material, da e« keine Zentralstelle für die Juden »ad, sondern jede, auch die kleinste Gemeinde, unabhängig und selbständig bestand. Die statistische Komariffion der Gesellschaft Hai sich zunächst mit dem Gemeindervelea beschäftigt und folgende interestante Zahlen seftgcstellt: Rach dem amilichen Material gibt c< in Polen 474 Gtädte, darunter 858 üleinftädtchen. Jüdische Kultu« gemeindeverwaltunoen find nur für 423 Orte »ng-gedeu, fehlen sür 51 Städtchen. Talsächiich aber besitzt jede« polnische Städtchen ein jüdische« Gemeindeorgan, nur sind in Me en 51 schäfte» die Inden äußerst gering, mit 8 dl« 15 Seelen ve: treten. Rach der alten Gouvernemenlüeinteilnng verteilen sich die jüdischen Gemeinden in folgender Art: Gouvernement Warschau 55 Gemeinden, Gouv. Lomza 58, Gouv. Suwalft -0, Gvuv. Siedlee 41, Plock 21, Kalstch 42, Lublin 62, Kielce ,e, Radom 54, Pretrikau 44, in»gesamt 421 Gemeinden. Obgleich da« Gouvernement Warschau doppelt so groß ist wie da« Gouvernement Lublin, zeigt dieseäniehr jüdische Gemeinden, da e« eine größere Zahl kleiner Glädtchrn und jüdischer Rieder- Alstuuaen aufweift. Die Gesellschaft für soziale Arbeit schickt jetzt an alle diese Gemeinden au«sührl!che Fragebogen, die statistische» Material über VI> materielle, wirtschaftliche und kulturelle Lage der Gemeinde ei bringen sollen. , Ha» Wohnrecht der Anden. 8r. Au« der rnfiischen Zeit besteht noch in Polen da« Gesetz, welche« den Juden da« Loh. nen auf bäuerlichem Srnnd und Loden »erbietet. Bi« hente ist diese« Gesetz in Polen noch nicht »dgeschasst. Bor einiger Zelt w. 3 Juden im Dorfe Kosieglowa vom Gemeinberichter verurteilt ihre Wohusttlten za »erlaffen weil diese ans bäuerlichem Boden errichtet wären. E« handelte sich n« drei Familien, die schon seit langen/Jahren im Dorse »nsäffig sind, nnb sür die diese« Urteil die Bernichtnng ihrer Existenz bedeutet hätte. Der bekannte Rech »anwall Roah Prilutzkh nahm sich de« Falle» an und reichte zunächst ein Gesuch an den polnischen Jnftizminifter ein, in weichem er darans hinwte«, daß da« Urteil ungesetzlich sei, da die Juden nicht ans tzäneritche« Grnnd wohnien. sandern da» Land eine» Großgrundbesitzer gehöre. Anßerdem wäre «»» Gesetz untre <tzen gegenwärtige» Gmtzäiirüfftn. nicht mehr »nwendäar, A sordexte den Jnstizmtnisdefi aus, zunächst die Anoweisung der Juden an» dem Dvrse zn verhindern. Der Jnflizminister entsprach dieser Anffordernng in eine» Telegramm, da« die Ausweisung der Inden an« dem Dorfe verbot. Bar kurzem ist nun die Berufung, die gegen da« Urteil de« Gemeinderichter« eingedracht wurde, i» warschauer polnischen Kreilgericht zur Verhandlung gelangt. Da« Gericht hat da« Urteil de« Genreinderichters aufgehoben. ZnogeÄnna einer jüdischen Aachschnke in Marschan (Szkola Rzemieftnicza. Slancki 24.) In einer Sttaße, die zum Teil fortwährend non feilschenden Händlern mit Laren aller Ar« erfüllt ist, zum andern Teil wüst verfallende Häuser, Ruinen ehemaliger Wohnstätten und zu drei viertel leerstehende, entschllch verschmutzte und bei dem Kanalisatt»n«wangel die Luft nicht eben mit Wohlgeröchen erfüllende Mietlkaseruea aufweift, — in dieser Slawkistraße im jüdischen viertel, die der Wvhnungdfürsnege der Stadt besten« empfohlen sei, steht ein schlichter, fester, roter Backsteinbau, der seit mehr al« 28 Jahren in seinen Mauern Knaben von 1«—17 Jahren zu tüchtigen Arbeitern aus verschiedenen Gebieten auddlldet, e. Stiftung de« bekannten, anch sonst für Warschau wohlverdienten Samuel Person, der an» soziale» Pfiichtdemußtsein eine Stätte schuf, au der die Aermften der Armen unentgeltlich Grund legen für ein ante« und gesicherte« Leben«au«kommen durch Fleiß und gute Arbeit. In 4 nebeneinander bestehende, gemeinsam geleitete und verwaltete Schulen zerfällt diese Fachschule: in eine dreistufige Tischler-, eine nieestnstge Schlaffer-, eine vierstufige Ziseleurnnb eine zweistufige Schueiderschule. Eine fi üher, wie die an den Wänden hängenden Probestücke zeigen, vortreffliche Erfolge »rzftlende Holz. bUdhauerschule mußte wegen de« aut Gründen de» Kriege» eingetretenen Geldmangel« eingestellt «erden. Jeder einzelnen Klaffe der verschiedenen Schulen steht ein Meister vor, der dem die Knaben einzeln nnb im eigenen Gang der Entwicklung an Hand der selbstgesertigten Arbeiten Uulerweijung erfahren. Die gesamte Anftaft leitet Ingenieur Moritz Warszawski, techn. Leiter ist Ing. Sind. Rosenstadt, künstlerischer Leiter Kunstmaler »dam Herszast. Ein Schularzt überwacht da» leidliche wahldefinden der Zdglinge der mtt Bädern und Laschgelegenheften, eigener Kanalisation hygienisch auf der Hdhe stehenden Anftaft. Sie ist nicht Internat, gewährt. aber den Schälern freie Mtttagddekiftigung. Die Klaffenzimmer sind luftig, »ft gnlen Einrichtungen »ersehen; eine v. Vater de« bekannten warschauer Kunsthistoriker» Lauterdach gestiftete Bibliothek mb ein i. Büchereizimmer untergebrachter Flügel sorgen für kllustlerische und bildende llnterhaltnug. Die Knaben, die dort ansgenommen werden, sollen eine Elementarschule besuch« haben; wo nicht d. Fall, erhalten sie elementare Vorbildung aus der Vorschule der Anftaft. Gang der Anädildnng ist: in den ersten 2 Jahren erhalten sie neben Allgemeinbftdnng in verschiedenen Fächern (Geich: chte, Geographie usw.), Unterricht in den praktischen Grundlagen der Faehardeft, der zn ersten Arbeit«protzen fährt; da« 3. Jahr ist Mi allem der technisch.theoretischen Speztaldtldan» in Mathematik, Physik ns», gewidmet, währe»» dag 1. die peak fische Anütziidung iu dem jeweiligen Fach in verdindang mft de» dazngehtrigen Zeichnen zu eine» Abschluß dringt, der darin gipse 1t, »aß der Zögling nach Bestehen der Prüfung «U Hilst Meister in eine Fabrik, die ihm die Anstalt vermittelt, eintrift Die Gesamttendenz dieser Au«d»bung ist gute, geschickte untzs sachmätzig gebildete Fadrckarbeftlkrtfte zu erzielen. ' >1» 1. Prinzip gilt für alle« (mit Audnahme der Schneiderei); daß keine Arbeit gefertigt werden darf, die nicht vorher zfichaerisch (also abstrakt linear) bemeistert worden wäre. Die Erfolge der Anstalt zeigen sich in der Tatsache, daß hier a»«gebildete Kräfte von Fabriken gern genommen »erden: frühere Zöglinge arbeiten z. B. in Perftu, Dartmnnd u. a. Orten. Die Au«- ft,H,ng, die einen Durchschnitt durch die augeublieklfthen Leistungen zeigt, ist für jeden, der sich mit Fachschulen deschäffigt, sehr interessant. Aftlingäardeiten in Holz, Ton, Metall, Modell- und Projeklionlzeichnungen «. gezeigt, Ldsuugen schwieriger zu bewältigender Ausgaben. Wandschränke, Tische, Stühle, Bücherschränke, Heinere und größere Maschinen, Schraubfttcke, Schlöfier. Auch die Zisetierardeften weisen sehr schöne Schmuckstücke, Leuchter, Büchsen, ja auch einige kleindildbauerffche Pläne ans. Die Bilbni«zeichnungen und Radierungen zeigen viel Talent, desonder« zwei Schüier (Urdeitel und Schrift), scheinen für die Znlunst viel zu vertprechen. Anch die Arbeiten der Abteilung sür Herrenjchnetderei zeichnen sich dnrch Exaktheft au«. Alle« in allem bandelt e« sich um eine Schule, die auf,»rund ihier Le stuagen soviel wie möglich unterstützt »erben tollte. E« ist >t>r anzuerkennert, daß fie von der Stadt Subvention erhält. Alleidiaa« macht sich die Knappheit von Rohstoffen auch sür die Aiistalthinbernb bemerkbar. Wneschan. Da« .Jüdische Wort* vom 3. 8, beichiet über eine Beratung tm jüdischen Kaufmanndvercin, die sich mit dem Glane der Gründung eine« jüdischen Kaufmannloerdande« süx ganz Polen befaßte. Bindende Beschlüffe ». noch nicht gefaßt. — Der .Hnjut* berichtete baß die amerikanische Sektion de« zionistischen Büro« 248888 «. au« »werftfür Angehörige v. Aadtzmaderern erhalten an» sür jüdffche und christliche Famftien üdermmett habe. — Die jüdische »emeindiverwailung hat eia neue« «aisenhau« für »8 Kindet in Prag, eröffnet. Aotzz. Dre jüdische Gemeindeverwalinag hat. wie die .D. Lodzer Zeitung* milteil», soeben «en «emen Rechenschaft». bericht »ährend de« «rteae» heran «gegeben. Der Bericht dringt eine «ndführliche Urdersicht über die Arbeit ver Verwaltung und der «emeiadeaudschüffe, sowie fine Stalistck der jüdischen Bevölkerung. B« der Gemeinde waren 1» »-»schisse tätig. Da« Lodzer R-binat bestand au« I» Personen. Die Einnahmen »er Gemeinde tzetrmgen >» Rrehnungdjahr 2151848 Mk., davon enrsallen auf die Gemesntzestener 111188 Mk. Die Kntgnben find durch die Eiunhmen säst gebe». Unter den «ulgaden befinden sich n. «., sür Bestailungüunkosten »»»11 «k., Irrenasyl «4817 «k., verwahrloste »tuder t»»21Mk., Mehäftrr: 58788 Mk., Unterstütz»-«»! »182» ««., Zajchüffe Bidet nnb E *K«n»; «ekertär »« A. Scheoarzmann. «er Magistrat beschloß, dem sü», »rtzetierheün für Analphabeten. knrse 1888M. n. b. sü». BildnnadMrfin 7»8M. einmallaal« Zuwendnagzn bewilligen.—In d. wöchaerianenkftnik der Sektion zur Fürsorge sür arme Mütter beim jüd. wohltäfigkfitüverein, StenNewiczstr. 1». fanden i. Mai 84 «ranke Aufnahme. 4» norm, 2 anormale Geburten n. 1 Operationen wurden »oraeuommen; gebmen »8 Knaben and 17 Mädchen, lotgeboren 1 Mädchen. — «et Jüdische Hilstverrtu in Ehoju, dtfit unter Bbrfi» von Herrn B. Engel die Generalversammlung ad. Der Berfiu hat sich «»«schließlich mft »erabsoianagen oder Geidunftrstütznagen an die Armen der Vorstadt befaßt, in «gesamt 45089. Der Berfin erhielt Zuwendungen ». 1035 W. Beschlossen wurde statt Geld Mittag z-verabfolgen. Gewählt».: R-taer (Vorsitzen».,, «. Engel (Smllverteter), «. Engel, Zimnawoda, «kurecki, Frentzen rfich, Landüdörg, «ellrt, Rabiner Fischo, Rosenberg. Kitschen- Der Jüdffche Sport- und Turnverein Makkabi* mranstaftrte am vergangenen Sonntag-im nahen Walde ein Vergnügen, zu dem ^blreiche Mitglieder de« Lodzer Sport- und Tnrnverfin« .Makkabi* mft eigenem Orchester, sowie südischr Pfadfinder au« Grzeftu^ Zgierz und »lowno erschienen waren. Da« Waldsest nahm einen »deran» gelnngenen verlaus. Protz er tzdrand im Aadenotertek von Fomaozow. Die Ludftner Blätter berichten über finen großeu'viaud in der Kreidstadt Tomaezo« im Lndiiner Lande. Da« Feuer brach nacht« in einer S»ieitn»brennerfi nächst Iber «ynagoae au« und verbreitete sich rasch über ba« ganze viertel. <H griff ans die innere Stadt über und mraichtete an 280 Wahahtuser, mfift Holzbauten. Mehrere tausend fast andschlietzlich jüdische Einwohner sind »bdachio«. Fomaschow (Gonv. Lndiin). (»roßfener.) Am 2«. «ai um 1 fthr nacht« brach in dem hiesigen etwa 8888 «iumohuer zählenden Städtchen ein Brand an«, der nach kurzer Zett »iei viertel de« Orte« einäscherte. Da« Feuer war in de» eng. bebauten hölzernen jüdffchen viertel entstanden. « währte fast fine halbe Stande, bi« die ersten Mannschaften der hier na. längst begründeten freiailligen Feuerwehr am Brandplatz erschienen. Da sie jedoch über teiaerlfi Geräte verfügten, verbreitete da« Fener sich mit »llbegschnelle. Zehn Häuser standen bereit« ft, lichten Flammen, al« die drei Lösch spritzen herangeschafft wurden. Der Laffermangel verhinderte jedoch eine ernste Ldjchakfion. Die ansgehende Sonne traf ein Viertel der Stabt in Flammen an. Dm Synagoge and sämtliche «anslädea wurden ringe, äschert, Me ganze Stadt schien ein Raub der Flammen «erden zu sallen. Die ans de» Murkchiatze nttergekgie gerettete Hube bei »bgebeannten wnebe gleichfalls »eraichtrt. »adiich, n» 18 Ahr früh, lieh Me Sewaft .de« enffeffciiea Elewent« nach. Den »aagea Tag ,»» Me foigeate Rächt wartea Me »ach glimwenden Ruinen «ft vaster begaffe», «ce sich heraaösbckde, war »aKeaer i» eiae» Hanse entstauben^-in de eine geheime Brannlmfinsabeft nntergeheachi mar. tftm« Häuser find eftmet schert, »n« dem »ichenhansen ragen Me ( schmälzten Kamme za» Himmel. Mehrere taasend Einmdh i »artniqenb Inden, sin» ebbachio« gemarben.

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