Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- 17 (26.4.1918)
- Date
- 1918-04-26
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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L»5 do 3i(t«»0creton. 1><i 9nl») kn jä». 3*|<»H«tri»« Dentschland« Ult on 9. 5. (Himmellahristag) na Hotel .Rnffffchen Hol' (Fxiednchsdahnhost Berlin S. 8. 7., flkot§nftia9c 11—29 koiia. 9'/, Hbt e. etirdttrte Borftandsfitznng (Btrtirtnwr* faa»lnng) mit folg. Sngrtotkanng at: Lnftinkigmigkßemdnfifa't, Canteifikgr, ftaicititc n. Sagrabktrnne, Jngndtlrim«, d. teligiife Bedürsnts kn jük. Jugend, Jugendpflege, * Bildung non Grupprn Jugendlicher, Berkehr mit den jük. Sol baten, STficffcbr der südlichen Krfcger, llebergang i» dl« Friideneixrhältvifie. Tätigkeit der weiblichen Jugend. Lezirksverbände, Reuousnahmcn. Verschiedene«, Verständigung«, geru einst oft der jüdischen Jngendorguulsaliouen Denischionds, ' Dn stenografische Bericht über die Tagung der jüdischen Jugenkorgonisaiionen Denischionds am 5. 3. k. II ift all Sondernummer der Mittlgn, d, >, d. j. I. D. erschienen. HSntt 3. ».) K««H. P« die»jäl>lge /«azerf de» Werliuer Kerein» zur ffkffeg« tzelräischer Gesäuge brachte dem veedienftvollen künstl. Heiter und Ehve vollen Erfolg. Das Programm eröffnrle Jigdal sür Ehor von Sulzer, dem ein kemandomskischer Ehaaa- * kohpjalm solgie. Besondere« Zalereffe erregte eine Vertonung , de» 29. Psalm« von stilletinenn somie eine Komposittan für die Walsahttssefte .Min hamezar' von Halevy, dem Komponisten der .Jüdin'. Wirkungsvoll war auch eine Bearbeitung -des W'hogen baadetsu sür Violine und Orgel, die Kellermann nach rinn Kompofilion von Wasserzug geschaffen hat. Sehr - ansprechend war die hebräische Hausmusik für Chor (bearbeitet [, von Kellermanu), di« den >beud beschloß. Die kolopartitur I für Sopran war Lotte Stein vom Deutschen Opernhaus andertraut, deren Vortrag durch ihr starke- Können und seine« Empfinden seffelt; die Tenorpartieen sang Kammersänger Alfred Go Iß, besten reife Kunst lebhaften Beifall anslüste. -Wlo> dhslaw Waahalter (Violine) brachte eine von K. bearbeitete chaffidische Melodie »Raws Nigen' und eine sephardisch« Kolnidre-PIelpdie mit ficherer Technik und tiefer Empsindnng: »s Begleiter leistete Wolter Fischer vorzügliches, ebenso der Ebor, die Leitung v. K. «. umfichtig und geistreich. 8r»ße« bei. solssrohes Publikum folgte den Darbietungen mit ledhastcr Teilnahme. Tlerdinaud Gumpert. (Zum IOO. Geburtstag eine« jük. Musikers). Am 22. s. 1318 wurde zu Berlin der beim großen Publikum sehr beliebte Liederkomponist Ferdinand Gnmpert geboren. Schon all Schüler zeichnete er sich durch seine schöne Soptanfttmme aus, doch bestimmten ihn die Eltern für den Buchjändlerderuf. Ums« fleißig« widmete sich G. in seiner sreien Zeit dem Studium der Müfik, der er sich 1839 ganz zumsndie. Auf Anraten Kanradin Kreutzer» entsagte er wieder der Bühne und gab in Berlin Gesonannterricht. Hier schuf er über «00 Lieder, die keinen künstlerischen Wert haben, aber vom Publikum mit großem Verlangen aufgeuommen wurden. schein 1835 erschienene» Lied ,Lch ditt' euch, liebe Vtgelein'' ward« überrUl »on Alt und Jung gesungen, ntt« vaUsrümlich waren auch die meisten seiner Schchdstrugen. Außer mehreren Liederspielen lieferte er geschirkte lleberseßnngen stanz. und Unlieb. Opern texte. Als ständiger Mitarbeiter und Musik, referent großer Fach- und Tageszeitungen wirkte er bis ans Lebensende. .Einige Arbeiten erschienen 1880 als „Musik, Belesene» und Gesammelte« '. Ta« kleine Werk enthält Aussprüche, Epigramme, Gedichte Über die Musik. Der 1898 im »Iler von 7s I. »erst. Künstler ist auf de» fük. Gemeinde, sriedhof (SchönHauser Allee) begraben. Der Vorstand hat an« ■» Anlaß drs 100. Grburtstagrs das Grab mit Lorbeerkränzen schmücken lasten. Auch der bekannte Verlag von Bote u. Bock u. Schlefiu ger-Lienau, sowie ehemalige Freunde hatten prächtig« 'Kränze uiedergelegt. „Pso jildtsch« Hellen im Uakäßiaa" wurde von der zionistischen Ortsgruppe München am 20. n. 21. 4. im Saal de« Polizeigedäudr« im Film vorgesührt. Die Preffe hatte Ge. leget,heit, schon am 12. in geschloffener Probevorsührnng in den Sendlmgertor-Lichtspielen diesen Film zu sehen. In Form einer »eise in C Abschnitten gewinnen wir den Einblick. Die ökeise gebt von Odessa au«,. die Küste des schwarzen Meeres entlang, durch den koiporu» nach Jaffa. In Jaffa beginnt n die Vorsübrung des kvlouistischen Lebens. Wir sehen den zionistische n Stadtleit Tel-Asit, wir kommen in das Lehrerinnenseminar, die Töchterschule und da« hebräische Gymnasium. - Daun geht es weiter durch olle di« jüdischen Kolonien, Petach- Ti-kwa, Ehedera, Haifa, Jeßuda us«. In der einen Kolonie bewundern wir die Oraugeupfianznngen, wir verfolgen die Arbeit vvm Pflücken dis zum Eiupacken und sehen noch die Karawane mit dem Ertrag fortziehen; in anderen Kolonieen überwiegt der Getreidedau, und wir finden die Kolonisten und Arbeiter bei der Feldarbeit mit modernen Maschinen; in andern Kolonien wird Weinbau getrieben, »och Mustersarmen, wie Kinnereth. lernen wir kennen. Bei dem jährlichen landwirtsch astlichen Feste, zu dem die Kolonisten von überall her nach Rechoboth kommen,'treten die „Maecabi", die jüdischen Turn, vereine, wie der Film zeigt, mit stattlichen Leistungen ans. Daß aber nicht nur Ackerbau getrieben wird, beweist das Technikum, da« in der Hafenstadt Haifa im Rohbau vor dem Krieg «nsgefühn wurde, uu» die Kunftgewerbeschule in Jern. saiem, wo wir die Künstler bei der Arbeit sehen; auch in eine „Zeschivah", eine religiöse Lrhrschnle, »erden wir grsühtt. Sehr interessiere» die verichiedeven jüdischen Typen, die au« allen Ländern «n den Kolonien sich zusammenfindeu,- so fällt an der Klagemaurr in Jerusalem die verschiedenartig« Haltung bet» Gehet aus. Ein besonderer Typ sind die stark gebräunten Jemeniten, die ans Jemen in Arabien kommen, wo sie sehr unterdrückt wurden, und die nun in Palästina brauchbare, fleißige Landarbeiter find. Durch Jerusalem, durch Jericho, an« Tote Meer und zum Jordan lührt der Film, an alten religiösen Grabstätten vorbei. So sind die 1'/, Stunden srhr schnell voribergegaugen, . aber wir »erden diese« gesunde, kulturell in vieler Beziehung so erfreuliche und segensreiche Leben der jüdffchen Kolonteen in Palästina nicht mrgeffen. Trrt»—llf Werdieuüürz. fit Krieg»bitte: Julius Norden-Berlin Inh. der vereinigt. Ehem. Fabriken; Rechtsanw. Felix Josef Klein-Bonv; Bank. Baruch Elia»; Seminardir. Dr. Felix Lazarus, Fabr. Her». Oppenheim; Malchinsetzereileiter Art. Simon; Bankprok. Bernhard Wetzlar-Laffel; Kfm. Max Rosenbanm- Hambura, kommand. z. K. Dentsch.-Militärbevolmächtigten i. Sofia, Inh. d. Balg. MiIit.-8erd.-Ord. m. Schw., S. d. Kfm. S. R.; S. Förth u. E. Hesse, Prokuristen d. Bankhauses M. M. Marburg u. Lo.-Hambnra; Kfm. Richard Hanauer-Gronau; Leopold Cahn-Kreuznach; Fabrikbes. P. Heinemann.Meiningen; Kfm,zu. Stadtv. Josef Engel-Polkwitz; Bank. Heinr. Echmulwitz- Schönrbeck a.>. Elbe; Gan.-Rat Dr. Wolpe-Thorn, stell». Repr.- Borst.-Thorn; Moritz Steinberg-Wiesbaden Mitinh. d. Fa, St. und Lorsanger. 7». Geßnrsolag Mor. Bradt-Berlin, Joachim«thalerftr 25/6. I. Wealrraago- und Isaarot ernannt: Reg -Baumftr. Levy-Cöln, Vorst, d. Kgl. Eisenb.-Werkstitlenamti Ciln-Rippes. Hak« Adler Hrdea t. Ak : Bankier M, Warbnrg- Hambnrg. i. F. M. M. 8. Hflpgosiea: Stadtältester Jsaac Iaströlv u. s. Fr. Rebecka geb. Reinhard erb, d, gold, Ehejub.-Med. Preodea. D. türk. Konsul Fritz Ehramba h w, d. Titel Generallonsul verliehen. Fitek e. Wärt, Hoflies. Kfm. Ernst Goldmann, Geschäftsführer d. Werkstätten f. Bohnungskunst, G. m. b. H, Nürnberg. Pen Adeküond hot Kaiser Karl dem Verwaltungsrat und Direktor der Union-Baugesellschast in Sie», Regierungsrat Tw. Isidor Bing verliehen Aerr Armeoradöinor Ar, A. Fänzer b. d. Heereigruppe Eichhorn-Kiew (früher Linsingen) hat für seine vor Kurzem erschienenen historischen Echttften über Vreft-Litowsk ehrenvolle Dankschreiben'an« den Kabinttten Er. Majestät de« deutschen Kaiser«, de« Königs von Württemberg de» Kaisers von Oester! reich d. Generalseidmarschälle Prinz Leopold v. Bayern, v. Hindenburg, ». Linfingen u, a. führend, militärischer Persönlichkeiten erhalten. _ Juristischer. Flochkofragen für Kan« und zsernf von Referendar R. Werner. Verlag L. Schwarz 8t Co., Merlin S. 14 Dresdenerstr. 80. Preis M 1,50. Taschenformat. Da« Luch ist belehrend und unterhaltend zugleich. Es beantwottet leichtverständlich und seffelnd die wichtigsten Rechtsfragen au» dem Privatleben, dem Berus «leben und dem Recht der Frau. Von den 28 Kapiteln de« Luche« seien folgende besonder« erwähnt: Das Dienstzeugnis. Hausstiedensbruch. Da« Rücken des Mieters. Verpfändung de« Hausstandes. Der Bürge. Da» Garantieveriprechen. Wie mache ich mein Destament? Mängel der Kaufsache, Führung von Handelsbüchern. Der Handlungsreisende. Der Lehrling. Dienftvetirag nnd Gesellschastsvenrag. Lersäumnisfolgen. Der Erfüllungsort. Die Sehlüffelgewalt der Kran. Die handeltreibende Krau, Die Verlobung. Mitgift und Franengnt. Da« angenommene Kind. 'Die Scheidung. Mädchenehre nnd Rechtischutz. Da« Buch ist allen Ständen als Berater wohl zu empfehlen. A« «er proviAZ Schlkste», Wad -alzdrnan. Die Generalversammlung de« Beiein» Jsr. Kurhospital i. L « d.G a l z b rann wurde i. Berlin vom Borfitzenden Eiegbert Seckelsohn mit einem kurzen Geschäftsbericht eröffnet. Der Verein hat ein ersolgreiches Arbeitsjahr hinter sich. Während im Jahre 1916 nur 28 Kranke nach Salzbrunn geschickt werden konnten, konnten im Benchtijahre 1917 im Ganzen 32 Patienten ausgenommen werden, die einen Gesamtanfwand von 8596,50 M, verursachten. Die Kosten sür den Verpflegungstag stellen sich sür jeden Kranken aus 8 M. täglich, sodaß bei der üblichen Knrdauer von vier Wochen auf den Einzelsall 268 M. entfallen. Die Kurersolge waren sehr bestiedigend, die mttsten Patienten haben sich gut erholt und konnten mit sttschen Kräften wieder ihrem Berus nachgehen. Da sich die Verhältniffe des Vereins infolge der rastlosen Werbearbeit einzelner Mitglieder nicht unwesentlich gebeffert haben, durfte es möglich sein, in der Kurpenode 1918 die Zahl der aufzunehmenden Patienten wiederum zu steigern. Da» Fehlen eine« eigenen Veretüsgebäude« wird als sehr störend bezeichntt und deshalb soll die Begründung eines eigenen Heimes angestrebt werden. Die erforderlichen Mtttel sollen durch Werbung ansgebracht werden, auch ift die Veranstaltung eines Konzerte« zur Beschaffung von Mitteln in Aussicht genommen. In den größeren jüdischen Gemeinden Deutschlands sollen Zweigvereine gegründet werben, die zunächst in Posen, Danzig, Stettin und Bre«Iau in« Leben tr»en sollen. Im verfioffenen GeschästSjahr vereinnahmte der Verein außer Spenden im Betrage von 3000 M. noch einen Beittag der Berliner jüdischen Gemeinde, in Hthe von 500 M. und 450 M, welche die jüdische Gemeinde in Breslau als lausenden Beitrag spendet. Nach der Erledignng der üblichen Pehlen wird die Sitzung vom Borfitzeuden mit einem Dank an die anwesenden Mitglieder geschlossen. Per Laadeaverban» Gserfegkestea de» Iemsrakvereia» deailcher Staatoöürger jüdischen Glanöen» hielt am 21. 4. in Gleiwitz in der Humantlas-Loge seine die»j. Delegiertenversammlung ab. Die reiche Tagesordnung wies u. a. als Beratnnasgegenstände ans: .Der jüd. Landwirt' u. .Zusührung jüd. Lehrlinge zum Handwerk'. Im Austrage de« Gesamlvorftandes des Z.-L. nahm Rabbiner Dr. Goldmavn-Leipzig teil. Abends 8 Uhr sand das. eine Mitgliederversammlung der Ortsgruppe statt, in der die Vorstandswahlen erfolgten und Rabbiner Dr. G. sstüher in Oppeln) einen Bortrag über ,25 Jahre Zentralverein (Ein Rückblick und ein Ausblick') hiett. HAyokoWitz» Am 4. 4. starb im Alter von 87 I. d. i, Ruhestand lebend« Kultusb. L. >. Kikiwann, der länger als ein halb Iahrhandert s. Dienste uns. Gemeind« mit ganzem Herzen gewidmet hat, e. Vorbild d. Pflichttreue für die Beamten und Mitgl. d. Gem. ßstrrlosi: Martin Schwarz, Feldunterarzt, »neg in Schl, m. Friedel Nothmann-Beuthen O./S.; Hart» Schvembeck-Nordhaasen z. Z. im H. m. GrM. Phllipp-Beuthea O.^S. Mermätztt: Paul Fleisch m. Lena Eteinitz-Laurahütte. Geöorrn Tochter: Rich. Krebs (Löwmftein) Gleiwitz. Geßoröea: Amalte Urbach (Prager), 74, Eosei; Lina Steinitz (Manaffe), Berlin, Klopstockstr. 21; Louis Gräupner, 72 J.-Leulhev O./S.; Aron Grobowski, 70 I., Berlin. Sas Stadt und Provinz Posen. Fkosea. Im 4. KriegSjahre steht auch die Ist. Waisen- ^nabeu-Anstali ganz unter d. Drucke d. allgemeinen Erschütte« rung. von welcher fast d. ganze Welt erfaßt ist. Mehr u. mehr macht sich d. Einfluß d. äußeren wirtschaftlichen Lerhältniffe geltend und wirft feinen Schatten auf die Entwickelung aller öffeutl. Einnchtnngen. Doch ist e» d. Lastalt gelungen, wenn aljch unt. Anspannung aller Kräfte, d. wirtschaftlichen Schwierig» feiten zu überwinden u. d. gestellten Aufgaben.gerecht z werden. Dabei darf mit Genugtung festgestellt werden, daß d. Freunde d. Bestrebungen der Anstalt in richtiger Würdigung der herrschenden Verhältniffe sie reicher mit Spenden bedacht und so die Direttion in d. Stand gesetzt haben, trotz d. stark vermehrten Ansgaben mit d. vorhandenen Mitteln auszukommen, ohne die Lebenshaltung anders beschränken zu muffen, als d. im allge» meinen Intereffe gegebenen behördlichen Verordnungen es de« dingen. Die Zahl der Ztglinge ist dieselbe geblieben, für 2 au-geschiedene Knaben wurden 2 andere ausgenommen, 14 K. besuchen die Schnke, b befinden sich in -er Berufsausbildung, von dieser^wurde l z. Militärdienst, e. 2. z. Hilfsdienst ringe» zogen, 16 erhielten im Hause volle Verpflegung. Körperl. Ent« Wickelung, geistige Ausbildung, Berufsausbildung schreiten durchweg bei allen Zöglingen in rechter Leise vorwärts. Der Gesundheitszustand blieb trotz d. i. Krieg veränderten Lebensweise ein günstiger. Ja .den Sommerferien befand sich der größere Teil d. Zöglinge in Erholungsstätten. 3 i. Kurhospiial Kolberg, andere auf d. Lande, nur nn kleiner Teil blieb in der Anstalt. Don den Ehrendamen schied Fr. Rosa Brodnitz d. Wegzug nach Berlin. Sie hat mehr als 10 Zahre in liebevoller Hin« gäbe sich den Interessen der Zöglinge gewidmet. —9m 24. 12. starb Fr. Lea Caloary, länger als 20 Zahre Ehrendame: solange ihr OesundheitSzuftnnd eS gestattete, war fie mit regem Eifer bemüht, alle Erfordernisse nach Kräften zu fördern u. d. Kindern c. wahre mütterl. Fregndin zu sein. Die Direktion hat Fr. Klara Rosenberg u. Fr. Fanny Oelsner neu zu Ehrendamen gewählt. Auch aus d. Reihe d. ehe». Zöglinge war ei» schmerz!. Verlust zu beklagen, der Bankbeamte Leo RaNer, der nach schwerer Nerwuadung audem Militärdienst entlaffen u. zu s. beruft. Tätigkeit zurückgekehrt war, starb nach e. Ope« radton, d. als Folgest Lerwnndung vorgenommeu »erden matzte. Schenkungen erh. die Anst. von Sally Hamburger 1000 Mk.. Fr. Bachbruck.bes. Meyer«Kosten 600. D. Levy-Stettin MH), Alexander Lohn. Will. Aron-Frankfurt a. M.. Leo Marcus-Buk, Rod. GuttmanN'Vromberg, Leop. Schild je 300 M. Bermächtnisse v. Louis Ladt. Verl in 2000 M.. Verta Mavaffe-Dber« sttzko 1000 M-. Gabriel uub Rebekka Dolsisvhnscheu Eheleuten 1050 M. Die Einnahmen setzten sich zusammen aus: Spenden von-15—1000 M. und unter 15 M., aus Sammelbüchsen 6046,78 M., Zinsen verschied. Stistunaen u.s.w. 24517.69 M., Mieten 580, vaitr. v. Mitgliedern u. Gewernden 2660.60 M-, Synag.«Spenden 45M , Schenkungen», letztwilligeuVerfügungen 7650 M-. insges. 41501,9- M. Dieser Einnahme steht e. Aus« gäbe v. 41 167.74 M. gegenüber, sod. als Ucberfch. 834,21 M. verbleiben. Die Gedenktafel d. verstorbenen Personen, f. welche in der Aost.«Eynagoge Zahr zeitfeiern adgehalten'werden, weist über 1000 Karnes tuf. Der Direktion gehören an: Prost Dr. Vloch, Dorf., Zsr. Friedländer. stellv. Dorf.« Ist Sobliner, Sally Hambnrger.Geh. Iustizrat Z. Hvlzmann, Ios.Kanlorowicz. Da». Pellesohn. Bankdtr. Galo Ewoszewski. Herrn. Lollheim. Jank« direktvr Dr. W. Lolff. Ehrendamen find d. Frauea: Geh. R. Jenny Herz, Zeanette Hertz, Fanny Oelsner, Clara Rosenberg. Kommerzienrai Zda Lolff. Die Anstalt besteht 74 Jahre. Hessen. Am 13. 4. verschied auf seiner Erholungsreise in Lerlm Cavüätsrat Dr. Lenn» Gottberg, er hat bis zuletzt trotz eigenen Leidens seinen Beruf in vorbildlicher unermüdlicher Pflichterfüllung ausgeüdt. Hfafe». Am 18. 4. starb d. Geh. Sanitätgrat Dr. Her«. Hirschberg, Stabsarzt u. KreisphyfikuS a. D., R. d. E. K. v. 1870 und a. hoh. Ord.» im 83. LebevSj. Pie >a,det»äa«»er st ».Vgßz. Wrawßerg hielt am 15.4. ihre Lollfitzung ab. Geh. Kommerzienrat Aronjvhn widmete d. verstorbenen vizepräfidenten einen Nachruf. Au Stelle d. z. Vizepräfidenten ernannten Stadtrat Bengsch wurde der bisherige Cchriftf. Kaufmann Moses zum Schatzmeistcr. für diesen Stadtrat Friedländer z. Schriftführer gewählt. Kaufm. Albert Arvu sohn-Bromberg a. öff.' Bücherrevisvr vereidigt. Die Zinsen der Lrffer'Värwald'Stistung sollen während d. Krieges z. Unterstützung kricgkbeschädigter Kausleute verwendet werden. polen. Knfliilnngsrecht l Anden. D. Lündwiitschajisministertum w. in einer der allerersten tzjtzüngen des Staalsratc« c. Gesetz einbringen, das den Juden das Recht gewährt, aus Bauerngrundstücken ansäfiig zu werden. Am polnischen KNltaomiaiflerin« finden Besprechungen über Bildung einer Abteilung für jüdische Gemeinbeangelegenheilen statt. Die Abteilung soll zwischen den jüdischen ®e> meinden Und dem Ministerium vermitteln. — flsetr. der Mahlen In den jtdlschea Pemetadea hol der Minister sür Religion-, und LildungSongelegenhesten, Ponikowskt, sich an die Okkupationsdehsrde gewendet mit dem Ersuchen, die Wahlen in Wa,schon und Lodz zu ka> schieben. Die .jüdische Kommission' de« Ministerium« ßad« da« Statut nom I. II. >916 durchgearbeitet und sei sür eine Reihe größerer und kleinner «endrrnngen eingetttten. Z. Z. liege da» Maiertal den Ministern vor und die neue» Wahlen sollten unter Berücksichtigung dieser etmaigen Abänbernngen »urchgeführt werden, Pie -toslorotsmstzkea in Warschau ergaben in der 6. Kurie die Wahi d. Berirtter der jüdischen Volkspattei Renach Prilncki, als Ersatzmann S. Hirfzhorn. Lchrerflrei» ia Mnrschta. In den jüdischen Mittelschulen streiken die Lehrtzr. Sie snrdern Gehattserhöhnng. Zugleich tttten in den Ehederschnlen die Lehrer in den »eit. ltchen Lehrfächern in den Ausstan».