Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 24 (1918)
- Issue
- 17 (26.4.1918)
- Date
- 1918-04-26
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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(> Unabhängiges Organ fürdie Jntereaarn ®** BoQtutihmg* rrfch»i»t wlchenMch an M. Urrttaa in Brate. *^wnl» »UrtelföTttft bti der «oft lJöWL, M der Skttftftriblk «*. < «U na^ de» Vunanb V.— M.. durch tt, A^poft l^^ fvr Br»»l-u dst^ldb-Iung 1« bet frtt« ptfrt.!|tWU*. 3Mt .Jülill*. «oU«t»ltuncfenMuns n. bfi w-lchäftvst-L» In ett»lo»T < Urri» der einzelnen Nr. Id Bf., teil SernsprechMnschlntz »r. 7M6. IbayrnKflUiu Dr.uab tunt (ß«ntdndeN5dude.unjcL fjAua“ MM Mi Me VMBnMi* m tu tat •.(4W»*.n. 1»-1» wb •-« «fe znfvrn», MCkW mit « Vt. «* bweiiiMUt 0WI* »II «d tt. ‘»■■MM Mil H «f. fe». 1 fe. f»r W« ■rnfgiiltlgt •Ubi|>Ut «. fenn Kau» »irechnii. 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Die,enige» Bezieher, welche ihre Zeitung durch die Post erhalten, Hilten «ir bei unpünkllcher Bestellung oder der Ant-, bleiben der Zeitung ihre Beschwerde zunächst unverzüglich an ihr zuständige» Postamt zu richten und erst, wen» die» nicht fest, sich an nn» zu wenden. «<h«Ukta-e. »ai. 1. 1793 ft. »z. Landau. Vers. d. .Noda Bijebnda'. 1900 ft. i. Dessau Freiherr Moritz 'ton Cohn, Hosdank. Jt. Kithelm I. 1901 ft. i. «oburg Geb Komm.-Rat Jak. Frh. v. Mayer 1903 ft. i. Frankfurt Minka «oldschmidt geb. Rothschild 2. 1634 st. i. Jungbunzlan. Jakob Baffevt v. Treuenbura l»«v geb. i. Budapest Dr. Theodor Herz! 1911 st. Radb. Dr. B. Nordheimer-Echwetz 1915 fiel Lenin. R.-A. Alfred Etory-Berlin 3. 1655 st. l. Eordona Abr. Nuuuez Lern»! a. t. kcheiterhon! co hi, Onmpert. 1851 st. i. Prag Mos. I. Landau. , llruch' 1894 st. i. Berlin d. Philanthropin Zerline Meyir 190« st. i. Berlin Her«. Liest, «egr. d. Warenhäuser 1349 w. i. Nordhausen Juden verbrannt 1624 w. i. Cvinidra d. «anonikod Dr. >»t. Home» «erbranut. weil er fich z. Judentum dckanvic 1865 st. i. Pari, Sol. Uiiwann. Grand Nabbin de Fraace . 1747 st. i. Akts d. hrbr. Dicht. Mos. (5hos. Lnzatto 1818 geb. 1. kifia (Posen) Pros. Dr. Laut Isaak »ämps 1838 st. i. Prag d. gelehrt. Radb. bam. Löw Lander 1914 st. i. Berlin Hofbanlier Angela von Kaffirmann, Bater de« Geh.-Rat» Tr. August v. SB. 1829 geb. i. Fürth Prediger Heinrich Zirndorf, Dichter 1908 ft>i. Berlin Thcod. Philipp Maren«. R«. — 1293 st. i. Gefängui« R. Mrir Rothenburg, techoall serufo 20. 1288 i. TroueS Judenverfolgung 1914 st. i. Homburg Jfaoc Halcvy. Doroth Harischonrm 21. 1887 st. i. Meran d. Philanthr. Wild. Kdnigtwartera.Fürth 22. 1894 st. i. Hufiaihn d. Shafiidim-Rabbi Mard. Schlag» Feiwisch Friedmann 23. 141 v. Einzug d. Hatmonäei« Simon i. Jerusalem 1096 Judenverfolgung i. Worm«. 25. 1832 st. i. Etiyj R. Jakob kessa. Ehawoth Daat 26. 1885 st. i. Homburg, Lberrabd. Dr Jsaakfohn 27. 1820 geb. i. Haibeiftad, Ratd. Tr. Ist. Hilde,heimer 1915 ft. i. Hamburg Ade. Lewandowoly. Künstler 28. st. i. Rawa der Piophet Sowuet, 52 I. 29. 1888 st. i. Eummis (NennJersey) Michael Heilprin a. Pich. kow, Kerne, v. 18 Sprachen oh, e Schulbildung. I»I» Kochen, tag $mi« 7. 19 Der vo«« der c«d«>». Bon Hermann Daniel, z. ZI. im gelbe. Ter große Führer Israel« Mose« nannte in seinen Gebeten die Lehre Gotte«, die einstmal« unfern Lätern am Sinai von Gott durch feinen Diener Mose» gegeben wurde, einen Ez-Ehajim den Ban» de« Ledcn«, unter dessen schützende» Fittichen wir UN« vvn den Lasten de« Erden-Dasein« erholen NN» kräftigen, sowie Zn verficht vnt Goiiveriranen für die kommenden Gtürme de« Leben» finden Itnnen. 8» hat absolut nicht erst diese» gewaltigen Kriege« bed Ulst, einer Zeit, die Jedem so ernste Pflichte», die »erschleteunrtigsten Snibehrnngen auserlegt, um den wahren Wert jüdischen Kiffen«, dn« als solche« eine .leben«fördernde Mach« in uu» verkörpert', zu erkenne». In dieser Zeit gemeinsam zu enrageodrr eisen,» Pfilchteiz und oftmals so schwerer Prüflingen wird auch die Wert,' jüdischen Kiffen» und der Gloofenttreue dem bewvtzt. der bisher an« irgendwelchen. Motiven seiner religidsen Glaubendgemeinschast fern stand, der e» vielleicht nicht wehr .zertgemätz' fand, sich mit jütische« Kiffen zu dereichern, oder nicht den Mut, sei» Bekenndni« znm Judentum srei und offen vor aller Welt zu bekrnnea. Man hat de» Krieg einen Lehrmeister in verschiedener Hinsich» sertiere, Festtage, Eirast für Gotteülästerung, Kürpervst-^4""*, letzung. DiPriest. Pflichten n. lstechte. Monat uni W> ut'iot Wachtst-OalswAnt 607« l |!«al«der- 1 Lorah- •j!a« J Bft | «ories. P'»»HM. AdfchniU .TlB»n »0 4. | J13r i •" 1 nvn o-som 1 | | IIL ll‘-J4*. onfirr s Priester, Op- *) Die >u»gang»zeiten find sür folgend« Orte >! £ -I I genannt, weil er io vielen Beziehonaen einen so gewaltige» Umschwung nuferer Befinnang herdeigesührt hat. Ü ist mit geringe Anzahl jüdischer Feldgrauer, die ehedem da« Mt» längst verlernt hatten, Mc nunmehr in gefahrvolle» Auge», ducken vvr de» Feinde Gotte« Hilfe für ihr Lebe» «»flehen, die dankeisüflte» Herzen» »ach glücklich üderstandenrr Gefahr Gott lobpreisen. Möchten fl« doch alle dermatetnst noch glücklicher Heimkehr an« tiefe» gigantischen Ringe» de» wahn» Wer» von Gottveelranen und Liefe znm Giande» dm Bütst «n eigen »och». Ken» wir in diese, tagen daheim mit unsere nnverglkichlichei Lrnptz« duckend, non ihre» . Erfolgen vernehmen, dann «olle» wir »eben dem Donk für Gotte« fichtdaren Beistand, mit besonders tiefer Dankdarkeit Im Herzen, in stiller Kehmnt im Geist» bei stne» Helten weiten, die ihre Treue ZNM Baterland« mit ihrem Lebe» dchsttzett haben, »er «„mag den kchmerz »pamersüllter Eltmnheqrn zu schildern, die die Hoffnung ihre» Aller«, die Sonn« ihres arbeittreichrn Leben« in der Fullkrast ihres Lebens dahinflnkdn sehen mnßtev, oder den Gram einer Gattin, deren inniges Familienbaad so jählings durch den H^mgaog ihres Lebensgefährten zerschnitte» wurde, der Kaisen, die »tt kindischer Liede täglich ZN Gott für ihren fernen Klirr NM Gottes gnädige» Beistand aus jeglicher Gefahr beteten Ihnen allen hat diese Zeit eive schwere Prüfung «nserstgt, fie alle weheklage» unter dem norrsorfchlflhe» Ratschlnffe Gotte«. Möge» fie w» alle suchen, den Baum de« Leben», der seine weittragend« Ae fie über oll jene stützend breitet, die fich »vier seine Obhut begeben, der die Gedengten ln ihrem Gram ansrichtet, die Kranke» von ihrem Herziei« befreit. Balsam für alle wunde» Herzen spendend, wild er so den llranervden eine wahre Etntze in schnnrer Piüsi.ugzstuude bilde», um sie, die ihn suche», der Künder einer lichten, wolkenlosen Zelt zn «erden, einer Zeit, die fie reichlich entschädige» möge sür alle«, was fl« in der stniwbewegten Gegenwart gelitten hadea. vo« äntimfös»». Aranllstnt n. M. »nlistmttische Agitatio» von - »er Kanzel. In der letzten Eladtveroednetenfltznng brachte ein fortschrittlicher Stadt »erordaeter dmeFall Kllbelznr Gtzeache. Pfarrer Kübel hat in einer kylveste,predigt Mt Aensternng eine« dsterreichisch«» Gindisch^g «iedergegebo». die defaaoe, »st »etnbrrge würden bOtzoig«, dam» die jüdistht» Wacherrr Gelt mrdstne».- Der EtndMirmtwest Gellst stfi, »atz Warrer »Abel »st Aanzel ZN »ntistmi»scher Aattmton »ttzdranchl habe. Derfrld« «arwwrs fei de» Kmrflpminm >» »ach«», da« i» einem Schreiben bst »enflernnge, Kübels str gerechtfertigt ge Hallen. Eämtltch« Vertreter der übrigen Parteien, die z» Korst kamen, mitzdelltgte» das Berhalte, Kübel«. Etadtrat M e ck »I ch, ein Mimlle» des Koafistoriums, smhst da« Echieidr» des Koafiflorinm» »» rrchtseriige». Odartürgermeifier Voigt betont«, »afl der Magistrat Gch noch mit dm Augelkgrnheil befchästiaen werde. Es sei »aznnehmm, dafl er t»m Koofifioitnm seine Bedenken öder bst vehondinng dm Angelegenheit ansdrücke. Zdalf Wartet», »er Mersakgte Ja »er Märzimmster seiner MoxÄhefte ,D I « ventsch« R »«" »erteeiret fich Adolf Barrel«, der dekannle Heinrtstrr, über bst Bersnignnae» und Znrsckfrtznnaen, bst er In seine» Linden »ach einer w aatrujicDng ersahrr» hat. .lleberall, »» er sich dewmt, wurden Ihm jüdisch« Nedendnhler »der ist Schützlinge non Inden »orgeragen. L» war es 1907 in Drrsbe», »» rr sich in» bst Nachfoigerfchaft de« LtteratnqnostßorH Ad. Gier» bemühst. Nicht er deka» den Posten, sondern der dstcrrrichflche getauft« Jude Oskar Kalsel. Auch die durch Lad erledig« Berliner Lehrkanzel »rich Schmidts wurde ihm »Ich« znteil, »eil er fich aatisewitisch betätigt hat«. Bartels macht mlt Recht »araaf aastnerksam, daß hstr mit zweierlei Matz gemeffm wird. Daran, daß der Berliner Listratnrprafeffor Lndwig Geiger Herausgeber der .Allgemeinen Zeitung des Jndeninm»' ist, nimmt uiemaud »nstafl. Nicht einmal den Borsstherpoften dm schleswig-halfteinische» Landesdtdliorhek bekam Bartel». Der «orfitzeade de« WeCHüftn; leihende» Promnzlalansfchnffe« Gras Remallow-Damp gab flei,«» Jadenschützling. Diese« Pech »ei feine, Bewerbnoge, oeranlatzt Bartel« ,» dem »nsrnf, «ean er i» »str arbsttsnnfähig werden fällst. »Ilekt Ih» ja im Natsalle da« Ar» eghau«'. Sogardle.»taatsdäraerzeitun«' süh» sich-«»» diel» Jam wert saea «dgefiatze». «st flutet »arstl« SeaV» »ach etner Peaststnflellnng wenig mäunllch. ^Kir lebe» dach nicht >w sastaldemokrattfchm Zakanstsftmi«. Ken» »ntzerde» Brat- «art« etwa« kauswänutscher dächte, mstzte es lh« «ine Leichttgstlt sei», bei stgeadeinem «erlag a» Berater Im Nedeaam« eine, gut dennhlsta Possta »u erhalsta. Echlsttzlich fln» sa um» die dackschtzsiklsch- 'Partei uu» »er deutschaatloual« HaudeisgehUstWtfldand da. «e haden-flch seiarrM dr« Abgmrdnestn Lstder»,,» «ngenomwen und werde, «ach Barst« »ich, oergeffew «l>P> als» * W"™ «*t<* M »rmea- |mM? «tat wir uferu etwa Anwärstr auf RuhegehaitTk" Vst .IliiliHitfriiltwi1 »der fei Kert fec fent- Ich-» gndü ^ll, »st Fntwlckbmg fes Denrschen fer Jnfen. »st ktflme, **i w ...... Mt Answnnfenmg der Jude» ««<' - ft» rin «ugldck halst». Ci salchM Jufeuesttz türttik M »»selige SoMCnmsetz — n»ch «st, Schfetz« BlüwgüK — mixia. Dwt Satzlaltsstngrsrtz machst dst «GstlfeMMstu ut Aürtfeer» ul «niwdhnie da» Bürgen«» dem polittfche» Kawpst. So würfe dst Auüwenderuog »er Jnfe» »»« dem »gliche» Kampfe wm »atianast Seldstdehauplu», entwühne». Setzen Ach die Jnfe» im dürgeriiche» L-don durch, so werfe» es Mc vntsche» dach ubl uch fermdge». »ntzerde» ktue, »st »u de, Inden us kuswilnntschem Sediest noch »nnchor- - lei lernen.» jüdischeFststchermetfln u neruiwanen. bst smtgesetzt dst mm Sfedstat für Rind», Kal»- »d Schtpserffteisch feflaeschst» Preise üferschritst» Hafen. Der rechtswidrige «ehrrrls« wir» mit nmd «soll und 2500 Ak. angrgeden. Da« «udaericht hat »st Anweltagst» nemrstilt. 9t hat dahingestellt sei» laffen, o» e« richtig ist, »atz durch »st ntnelle Schlachtnngsweist «in »0 prozentiger Fstischferlnft «insttst, »eil »st Pretserhshnng »et beflimmstn Ftelschstdcken ein« nfeh viel nrdtzere gewesen ist, sodntz -dst Rngdiutn flcher noch hdher, »innnhwen tzehM Hufen. Vst »ngektngstn fetten sich damit oerteidlgl. du »st tzddtischen Höchstpreis«, smfett ihn «etrstfe in Bestacht «fest», z» niedrig seien, fe durch dst Schlachtung nach jüdischem Rim« fefrafen »nfwendnngen entstünde». St» hätten flch fesfel» i» Atnmrnehmea mit der Odriastl» d>r istmliüschea Semeinfe säe fewchiigt gehalten» hshest Pieif« »n forfern. Dst ritneü« Sefendtnng feg Fietscheü fiel« Mn« des»»»«« Leistung de« Berit»frr» dar, für Me nnch «st, desufera« Evtgeit »genrncht sti. Da» Lnndgersth« fe« diese «inwänfe nicht gelte» lass«. Vst Ingeklngten stie, ft einer solch« Seldfthllse »ich« derechtigt gfeefen. selbst wen» zugegeben merfen ktnne, daß der Stndlrat bei Fchsehnng »er Hschfitzreff« uf dst jüdisch« Berhältrnff» »ei der Fstlschznfentstmg keine Rllckflcht gen««»« febe. Sie hätten flch d»»n efe» deschmerdeführrnd an fen Stadtrat »«fe, und us rin« »eadernng der Hdchflpreis, zn ihren »nnfien hinwirten müssen. Da» Ludgertch« sstlli «der auch uffeMfe fest, fech »st rstmll« Befendtnng feü FtMschaü Inmrfe» ferSerkänsestÄlu« gestgen habe. DstAugektagt« seien sich der UnrechlmätzstNst ihr« Hudlnngsweist fevnntzt »stdesen. Semnwärtig mrimsten ü« feg Fletsch ft fe» geschÄchen Höchstpreise, rrt Mt jüdisch« «oneinfe fetgütt ihnen die durch dst Hell« Schnndinng des Fstffcheü entstehet« des»» deren Spesen. Diese, Keg feist» dst An geklagt« auch sch« frühst ctnsehlagen kdanen. E« wurde ui Straf» «a ällchll denn. 2400 9K nfuut. Dst Rmiflafen fer Angetlagstn »«fen »am vbmtufeüchststht in Dresden »1« nudegrbifet