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Jüdische Volkszeitung · 1918-03-01 · 9 (1.3.1918) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
24 (1918)
Issue
9 (1.3.1918)
Date
1918-03-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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«ra efagrtra$t warb«, find km (ttfsiWomitec ' amkti. [laut nnb bic Beschlüff« kn Krafcttui taff« ka > Oigtnifaltau k<i «tzöeneöchischm Otthobnxie günfligt kpc fttttra. IW 9- 9- P- Efie IkTftmgung jüdischer Dtgaaifatianra '(taub«, «Ich- Mt Wünsche kcr bmisch, Inden b. nskongreß Mrtrrtn fol, bez. kic Rrchle b. 3ubra b. Ba(tre BiO, Hai i(tc tiktiun anfgnramre. Um t. nöße ttngehenb« Ctarbtiiiug b. riujdutn Fragen zu i((lrift«, füg beton bei« Dezernate für bie iSrkifche Frage hließlich ber Paitftinn.Angelegenhttl«, bie polnisch«, Knilchen »ub rumänischen Angelegmhtti« gefchaff«, Die dichter fiailer für bie tiujtlu« Dezemale gehören bea veriebenen in brr v, I, v, Di vernuigi« Truppen und stnngen an, Uebrr bie Borgttchichie biejer Rmgttrnbnng Wirb uu< geschrieben: Der Gedanke eine« Zusammenschlüsse« kanchte gleichzeitig in 2 verschieben« Kreisen ans. Sine m» Dr. Jame« k i m a n nnb Tr. Paul Rath » n vereinigie Grnpp« beriet bie Frage eine« Zusammenschlusses ber jüdischen Vrganifaiivn« Denlfchianb« nnier Inofchluß ber zionistifch« Parlei zur selb« Zeit, al« auf Berantaffuna »an Dr, Felix THellh aber veipiechnngen zwifchen Seheimrat Eugen f u ch » vom Eevlralvrrein unb ben zionistifch« Führern Dr, rlhnr Ha nlke, Tr. Han« hübe«» H e i a a «i, f Dr, ■Ifteb Kleez Beek« Zusammenschluss«« aller jübifchen Organisalian« DmffchlanbTzur Brrttttnng jüdischer Wünsche auf ber Frieben«N>uferenz ftaltfouben, bie eine gemeinsame Arbeit Mil bra 3«b« aller Piittelmüchle »nbncita fallt«. In einer au> 30. I I. nu Hotel Sblon auf Cinlabung o»n Dr, Jame« Simon nbgehallenm Kanfermz, in ber eine Anzahl führ«b«r Peiföniichfrilen «ergifch für bie Heranziehung ber Zionist« eintrat, u>urb« bie Grundlage» für eine gemeinfanie Arbeit aller bmisqen Jub« gefchaff«. Rabdfin. Hreoben: Auch bie sächsisch« giabbiner halt« sich nu». mehr znfaWW«gefchloff«. Am Pfontag b« 24. Februar 1918 ist in Dreoben eine .Vereinigung bet «abbiner im König, reich Sachsen^ aegrünbet Borb«. Zum vorsth«b« würbe Herr Professor Dr, »inier in vre«b« gewähir, Lchrn fi*m fiat». Ar, : valksfch. «ehr. H. « b e l ft e i n. im n Lrn. z. Hanprl.; Slablrai Reallehrer «ubw. h-vab Dürkheim. L Frlegahikf«: Lontar u. Lehrer Jul, : JuaijOtlfOTUta in ber KPmttj Er «rftreht bl« Weitere Täkigkttl ist auf ' EkOgestn«« ungemies«. Da neuertank Schritte zur Gründung einer jüb. stau» »orkerettet werk«, würbe eine b« füb. Kreisen keiker Linker im liegen. {tofMuDtv. _ WjG« fin- Meb 3. fit» Ubstürz.l. Kttegotzitle: Kfm. APon» » , , n^aarbrück«;M ArzoMeb ». VI Fr. San-Ra'r Dt. vickar ^Saarbrücken; kie Aerzte Drr. v a ck. I a n a«, Direktor Gustav Meyer u. Kiukerarzl Dr. Julius Weyl- Düffttbatt; Kfm. Max Stgir-Elm«horn. »kstür, f.ArlegastUfe: Kais, «, «akett « n ft e r l i tz- Vetti». Hr«g. k. Fachbl.. ,D. Deutsch. Kfm.-; R«I- Jean S ch n l» a t« r>Eharlotl«burg, Kankhmmt. Magnus U l Ue »> kor s, Vorst, b. Depof. ». «. b. Tärmst. Vant-Verlin, Dr. Max O e st r e i ch-Halle; Stabt». Soui« Jona «.«erlln- Lilmeribors n. Leo I a sep hs a h n-Berlin Magazlnftr. I« Albert veer,.Berlin »rünstr. I«; Alb. W o lf,-«em.. Borst. Kailer«u>erth a. Rh; Kfm. Hugo Halle, Franz Man«, Moritz W e l l-Saarbrnckm; L. Morgentau! Direkt, b. Eihel Bahfobr. Straßbnrg i. 8.; Kfm. tut. 1 b e I m-Fraoksnrt a. M.; Montagemeifier Herm. B r ü n n e r» Hannover; Oberlng. Otto Inbell, E, b. Kfm« T heobor J.-Tilling« (Saar), vuchbruikereibcf. Julius Meyer- Halkerfiabt; Gem-Obersekr, R a f e n t h a I-Königkbeig I. Pr.; Wttngrvßh. Alb. Loeb, ehrenamtl. Dalm. b. b, kleberwochnngkst. k. 8. >. 6- Trier; 6. Metzger Bureauchef b. Eiscuh i. >. Epstel n-Straßburg i. 8. Vfiwt». Vtj; Curt B e ck-Ihemnitz. ) t M. Michaekoorb i.At.lKommerz.R. L.K u g I er.Nürnberg. Jeiebrich« strz. a. grün a stianbe f. Kerb C Arg : wmf. Max Menaershanfe n-liöthen; flott Zbker Hrb 3.: Fibelkammißbes Leonh. Ritter v. Elmenau-Münch«. Bnkg chlstz. Arz : Kommerzlmrat 8ilh Rit ter v. 8erngroß-Rü«berg. IvlKohr alt w. am 28. 2. ln Köln ber ülteste Mitbürger R. M. Loeb, Frantfntterstraße 20. D. seltene Fest gab, wie nu Vorjahre der 100. Geburtstag, ben zahlreichen Freunden de« unverinbert geifteestlschm Jubilar« Gelegenhert ihn befonbers herzlich zu beglickwünschen. Drr lOljöhrige Herr hat fich bi« heute bie optimistische Leb«sanfsaffung de« besten Manne«- alter« bewahrt nnb unterrichtet fich noch täglich durch eigene Zeitungslektüre über bie Errlgniffe ber Segenwan. Mit de- .fonberer Genugtuung verfolgte er ben Gang be« U-Voolkriege« gegen Englanb. Launig äußerte er, als man ihm weitere gzrte Lebensjahre wünschte, er würbe schon, soweit es an ihm lieg«, burchhail«, nm noch die Wieberkehr friedlicher Zeit« mitzuerleben. Hoffen wir, daß ein solcher van kräftigem Leb«s< will« blktiener Wunsch recht bald in Erfüllung gehe. Ire»b« -rr»a A.L fi. fitmmn Schuhwarenhauo. feierte ihr öOj. Besteh«. Bon ihrem Gründer, Ferd. Hammer, ber selbst b. höchste Ansehen genoß, zu bedeutender Größe gebracht, erst«» fie fich unter Leitung Ihre« neuen Leiter», Fritz Hammer, b. best« Rufe«. Morltz Sommer, Gründer und S«i«rch«f de« gleichnamiegen Schnhwareu-Firma, starb 7k Jahre alt, nach ttum arbeitbreichen Leben, hoch geschätzt. v^stM ia« Leben gernl«e Unternehmen, dem ' ult« Ruf wahr«., Pn älteste Würger Briv. Victor Bloch starb im Alter von 9« Jahr«. Die Beerdigung erfolgte unter ^hlreicher Beteiligung ans dem isr. Friedhof. »Ria kn an« italienischen Ministern find 2 jüb. llnterstaalstsekretire: Reggio für da» Transportwes«, Morpurg» für Handel und Industrie. Geh. Mebizinalrat tzstrof. fit. Kchretßer, Direktor^ bei »eb. Univeesttäl«poliklinik in Königsberg feierte am 28. 2. ben 70. Geburtstag 6. Tätigkeit ist mit ber Universität K. ans« innigste verknüpft. Erst al« Stukeut, kann al« Afflstaut an ber mekiziuischen Klinik, später als anßervrbatlicher Prof, unk Leiter ber meb. PoliNinik hot er im Geiste feines Lehrer« Rauny» gewirkt, aus dem Gesamtgebiet ber inner« Medizin Ikichlige« geleistet. Wir verdanken ihm neue Wege für Erkenutni« ber Magen- und Darwkrankheiten durch die von ihm angegeb«« «peiseröhrenspiegel, Sanken und Mastbarmspiegel. Mit Hilfe dieser lnftrumentell« Methoden hat er die normalen nnb krankhaften Lorgäuge ber Verbauung nach viel« Richtungen hin Brflürt; unb in zahle, (in Arch. f. experim. Pdlhol. unb Therapie sowie im .Archiv f. klinische Medizin)' erschien«« Arbeit« find feine Beobachtungen nledergelegt. Red« f. wissensch. und Lehrtiliglelt hat er al« Praltik-r stet« e. großen Ruf g«offeu. L. stammt an« Schlimm (Pr. Posen). Petz. Sanitätorat ffkrof. Dr. Siraßmuun, Stadlrat und Ehrenbürger von Berlin, beging in voller Frische f. 80. Geburtstag. 1890 war er als Stabiv. zum undesolbeleu Stadtrat gewählt u. ist seit Jahren vors. d. stöbt. Deputation für Irr«. pflege u. Mitglied mehrercr Deputationen. Bürgermeister Reiche üderbrachte eine Adreffe de« Magistrats m. d. herzl. Glüchwünschen. Ferner erschienen Gtadtrar Selberg (Krankenhaus) Geh..Gut Prof. Dr. Ohlmüller (stöbt. Krankenanstalten und Merzte), Stabtrat Kalilch (Jrrendep.), Geh.-Rat Prof. Dr. Weder (Untersuchnngsamt) Geh.-Rat Selberg, Bruder des Stadtrals, lAcrzlekammer), Geh.-Rat Etffel und Stabtrat Moffe, Etadtv.-Borft. Michelet. Piu jüb. Minister in ber Wstruiue. Das neue Staatswesen im Osten, bas al« erste« sich von dem rujfifchen Koloß löste und feine Unabhängigkeit durchsetzte, ynt das Ministerium für die nationalen Angelegenheiten, das für ben jung« Staat von besonderer Bedeutung ist, wie in vor,'Rr. gemeldet, einem Juden übertrag«. Der neue Minister Di. Mole« Silberf a r d ist erst 39 Jahre alt, entstammt einem orthodoxen jüb. Hanf« und besitzt ein lebhaftes Jntereffe für alle jud. Angelegenheiten. In Denlfchlanb wurde S, durch eine Reichstags- Verhandlung bekannt, in ber Fürst Bülow über die .Schnorrer und Verschwörer Mandelstamm u d Silbersarb' witzelte. Rach feiner im Anschluß an die brkannt« Königiberger Lorgäuge erfolgt« Ausweisung, studierte S. in der Schweiz, wo er ber anerkannte Führer ber füb. Student« au« Rußland wurde. Hler trat er al« Begründer einer n«en jüd.-fozialift, Partei, Sejmiften, aus, die bald zu größter politischen Bedeutung gelangte. In Wien, wo er die letzten Jahre vor dem Kriege verbrachte, gehörte S. zu de» Anregern de« jüb. Emigrationskongrcfie« und defchöstigte fich eingeheab mit ber Orgunifativn ber Kultnsgemeinben, der er auch f. Doctorarbeit widmete, die er dann zu einem umsafi«d« Werke über die Kehilla als antonome jüb, Institution enveilerl«, das für seine jetzige jüdische er^i^ä^^gü^Politik grunbleg«b wurde. Wan rühmt ihm umsaffmd« jüb. P« um. Minister gilt aU hiarecheaker. ■ ^e^MWWkrraer »oa ungewöhnl. Liebenswürdigkeit bie ihm na Kampfe ber Pattei« auch die Sympathie« der Gegner be» Bahrle. Um f. Kandidatur nicht zu gefährd«, verzichttte kn .Bund', die älteste jüd. Arbeitnorgaaifaiio» in Rußland, auf ein« Gegenka»didaten, Bemettenswert ist auch, baß sogar die chnstlich« Sozialist« seme Wintsterkandibamr energisch untnftützien. _ Anordnung. ung Weinn Anordnung vom 3. 7. 18 —’ III. Rr, 87399 — bestimme; 9b kt» Gesetze« über den Lelagernvgsznstanb vom «, Juni UM (Bes, »nnb tz l des Gesetze« bett. Abänderung diese« Gesetze« »vm II, Dezember I. 818): . § 1 ' Isonen, die fich gcrvrrbsmäßlg mit ber Behandlung non Krankheit«, Leib« ober an Menschen belass«, ahne bie «tsprechenbe ftaailiche Anerkennung (Avprawu, ist verbaten, ihr« Gewrrbebettteb ander« alt bnrch Bekanntgabe am Wahn- I oder Fernsprechbuch aazakünbig«. ffiker, Bandagisten nnb Hühneraugenoperateure, sowie Perionen, bie Turn- und hl etteil«, meid« von dies«, verbot nicht bttröff«. r -■ |Mrb»ln, Gegenstände Mittel ober Bettahr«, die zur Berhülung der Empsöngni« ttrigung drr Schwangettchaft ober von M«struot,onistirnngen nfw, bestimmt find, ^«zuftell«, «ozukiabig«, in ber Tngetpresse, in Zeitnnb Drnikschrisl« aller »tt n, sowie im.Umherziehen solch« Geg«ftönb« nsm, »nzndiet« ober Bestellungen dastmeln, . r r r. dinier § I nnb 2 bezeichnet« Handlung« find euch in jeder irgendwie oerschleiett« js«.;« lei ist die Ankündigung, Bttchrttdnng und Snprnsnng von Arznei« unb tzrillahr», Apparalen ober sonstig« Gegmftönken, die zur Berhülung, Liubernug tzvon Krankheit«, Leib« »ber Kirpettchäbm btt Menschen bestimm! find, in ber «chpreffe nnb in Zttt- und Dineklchttsl«, sofern da» betteffende Mittel nicht in lirknng ber Oberzensnrstele ausgestellten Liste ber alltzemttn verbotenen Httlaltra ist, § 5. r gebet „» Anzttpen Hab« bie Berantwvnung dafür zn übernehmen, baß da« ffttet nicht aus ber Berboiliste ber Oberzensurstelle steht. § «- nsw, ber in } 4 bezeichnet« Irl, der« öffentlich« Ankündigung oor dem sügung noch nicht erfvtak ist, ist die Ersa»bn>« hierzu btt ber Ob«rz«snrstelle zwar durch bi« Zensarpelle, in ber« Bereich der Anstraggeber wahni. ß 1- Die List« ber Oberz«snrstelle find maßgebend und verbindlich für alle Zensnrstellm. § «. Ans die medizinisch« und pharmazeutische Fachpresse finden ditte Bestimmungen kttne >nw«dnng. Den unter § I genannlm Personen ist ferner »erbaten: n, ttne Behantlun g, die nicht ans Grund eigener Wahrnehmungen an dem zn Behandelden erfolgt (Fernbehandlung). b. die Behandlung mittel« mystischer Bersahren, c. die Behandlung »an gemeingefährlich« Krankhttlen (Aussatz, Cholera, Flecklyphn», Gelbsteber, Pest und Pocken), iawle »an sanstigen übertragbare, Krankheiten, ck, die Behandlung aller Krankhttlen oder Lttden der Geschlechi«org»ne, von Syphilis, Schanker und Tripper, auch wenn fie an »ndere» Kbiperftelle» als an den Geschlechrsvrgan« auslretw, sowie jede Behandlung »on Franenkrankheilen, insbesondere «uch die innere Mnffage der weiblichen UnlerlttbSargane, e, die Behandlung van Keebtkeankhell«, f. bi« Behandlung mittel« Hypnale, « die Behandlung unter Anwendung van Beläubungsmitteln, mit Andnahme folchtr, die nicht öder dm Ort der Anwmdung Hinaulwirken, >1, die Behandlung unter Anwmdung non Einlptttzungen unter die Hau! »der in die Bluldah», loweii e» fich nicht nm (eine unter g geftattele Anwendung von BetiubuugSmittelu handelt, § >0, Zuwiderhandlung« wird« mir Gefängnis bi« zu einem Jahre desteasl. Sind miibernbe Umstände Vorhand«, so kann ans Hast aber »ns Gelbstrnse bi« zu IkOO Mark erkannt werben, § ,1. Diese Annrbnnng tritt mir dem Tage ber Berlnnbung in KrasI, Breslau, den 1b, Febrnar 1918. Per stell» Aommnnb ermbe Pmerak, Frhr, », Eglassftein Gntzrral der Znfa»tene. Diese Anordnung gilt auch für den Vereich der Festung Breslau, vom 8. 7S Hede ich hiermit aus. Breslau, den 18. Februar 1918. Pn Graf von Pfeil Ge»e,aleutno»r. Diese Anordnung gilt auch für den Bereich der Festung Vlay. vom 9. 7. 16 Hede ich hiermit auf. Gl-tz. den 19. Februar 1918 Per Aa»»a»da»t. »an Fiedler G«er»l«aj»r Meine Anordnuap Meine Anordnung

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