Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 22 (1916)
- Issue
- 49 (14.12.1916)
- Date
- 1916-12-14
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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3WK» OoHytow» Br. 49 Gemeinde-Anzeiger. Brestaa, d«, Hve^md« |9I6. |, Naddiner Br. Joseph Lscheldacher | fUlcf lic Hrave te er, von der ©ir im Anschluß oa den Ätitartifel m Sr. 48. unserer Ztg. bereits kurz br richtet haben, schreib: uns nuser Berliner L B.-BcriLtkrftatlcr: An der Allen Ly agoze, drr Wttkung-stälte fand an 5. d. M. e.n seretttchcr Hespeb statt. Tcr Sarg mar am Altar Nttter Lorbeerbäumen und Palmen aufgektküt. die Leuchter waren uv stoN. bas Aüerhertigfte mit dem wc'ßen Jom-K ppur.Porhang Diberft. Alle Platze de- Goneshauies waren van einer ancäLttgen Äeneiade besetzt. in den Gängen standen lautlos die viele». die keinen anderen Platz mehr ge» fände» hatten. Der Boi stand' der jüdischen Gemernde und die Riptüfentautruve'iammltlng nahmen au der Kerer geschloffen teil, etzens» 6k Voißänd^d^r Synagoge», drr den Lmtrbezuk des Berstordeneo diloncn. sowie brr Kafchruth-Vorftand und die OueUda»«Kowwfffiou. keren religchfer Berrat E. mar. Die Lehranstalt f. d. Wlffemch. ö. Indent., ff Lck.rcrbrldunge. anstalr, das 9tabbin«i|uninar, die Gesellschaft z. Fört. d. Dtffenjch. d. Juden!., da« judffch-thcolog. Seminal-Lre-lau. tzahlrelche andere Kd»-tncha ren warenvertrete«. Tre 12 Man* genvffe» E.'e, die Kauioren der G-mande nehmen im Ornat an^ drr Frier teil. Raobem cer Eoor utztcr Leitung des Llrtgen'en Lewandowakt- LonasaK Kectivrir ^ooiiw gelungen hatte, bestieg Radh. Dr. Petuchowski cie Kanzel und gab namens des Vorstandes der Trauer der Gemeinde Ausdruck, Efcheldachere Name hatte eine« guten Klang über den Rahmen viferer Gemernde und auch un;nti Grwm.!ch«fr h'.naus E> ö.rttr.;<ic tzaS Licht des Erster.» in Israel und über Israel. Durch seine Echrffren bestärkte er feine jüdische» Leier in Vn ui e,lweg:en Frsthatten am Glauben der Lä:er, oen Bekennern der Herrstheaoen Religion hat er da» Judentum an» dem Dunkel der BornNrile m da» Lrchl des L'Ncn» gerockt, so zur Ehre des Moilche» Ramens gewirkt. Wen» Männer von dieser Bedeutung vvu douuen gehe», erklsLt tu> Licht für die Gesamt, wett, ganz Koiael bsttauen de» Betlust. Lir wollen um den. GeiMg'gangenen nicht nur ttauero, sondern feierlich gelodeu, daß w« alle Krüste einsetzen wolle«, um m seinem Sinne im Geiste de» wahren Indem»«» zu wirken. Rach der Predigt stimmte D»upk0ir. Dv.rkantor K r i e d m a n n den 16. Pf.. Riedtow t« Uorid an, Ersten wehmütige Klänge die Hörer tuj riichütterie». Dan« trat Radb. Dr. Vax Ejchelbacher- .Düsseldorf. der Sohn, an dic Bahre. I« dieser bittere« Stunde de« Abschiede», erfülle nicht ^nor die Trauer seine Drust, fondein auch Dankbarkeit gegen Gon, der den Semen diesen Barer gab und ihn dis zu diesem Tage erhielt. Die letzte« Worte, vre er mit klarem Bewußtsein sprach, der Sabbat« tidvu>q, waren bezeichnend für diese» ganze Leben, da« ein Krodusch. eine Herttgng des göttlichen NamenS, war. Der GolU»g»aude, der dev Toten beseelte, sprach an» seiner' Worten »no Weiten, da» innige Gouvertrauew war snne unerschöpfliche Kraftquelle. Er war eiu aurrechtcr. gefestigter Charakter, der fremde Meinungen und Auffassungen stets achtete und mit ihnen gernttgen hat, aber die Richtung feines L> den» nicht von ihnen herrustuffen ließ. Er war stolz gegen die Großen und von -aller Demut gegen die Kleinen und Geringen, in denen er dae Göttliche und Große stets suchte und fand. So liebte er Re Jude« und unter ihnen besonders die oft verachteten und gennggezchätzlcn des Osten«. Sr freute sich »der ihre Tüchtigkeit »od jede« gute Urteil, da« man über fie füllte, freute rhn von Herzen, ihre Fehler waren ihm nur die Schatten ihres iLickts. Gerne letzte treue Lied« galt dem Werke, da« er nicht mehr vollend u durfte. Rr Geschichte d er R l t e n Synagoge, in der er rn feiner Lude z« den Kleinen allen den kleinen Leuchten unserer Grmemsäaft im 1«. Jahrhundert nachqmg,' hie »or dem großen Lrchtc M.ndelssoh» erblaßten. La» er t» feine» Schriften der Welt gab hör still ob.*r laut gewirkt im Judentum nab über dasselbe hinaus. Bei seine« Llbeile suchte er nicht den Ruhm de« LchrfftfttllelS, sondern er wollte auch auf dieiem Wege zur Ehrung de« GolteSnamens beitragen. Die Verwaltung fern« Amte», feine Lirtsamkeil al« Ravdmer «nö Ledrer, legen *berehte.> Zeugnis davon ab, daß er über fetre wrffeujchaftlichen Ardeuen bas Leben und feine Forderungen nicht vergaß. V.hr ai» fern Tod uns nehmen konnte, gab uns fein Leben an unvergeylichea Gütern!' Der Choc stimmte Lcmandowsk« ,8chawi Nafschi* an. und liier diesen Klängen wurde der Sarg aus dem Gott»-Haus auf den Leichenwagen getragen. — Tann folgt« eine 2. t rau e r f c i er m der alten Gebethalle inWeißen. fee. deren Raum jedoch das übergroße Gefolge nicht faßte. Hier hielt Radb «er Dr. Weiße die l. Ansprache: .Der Geist nnsern R»ligiov Uhu uns. sich Nicht dem Augenblicke hrnzugrden. sondern thn B.rck auf das Bleivende zu richteo. Do« hi.st nns Lerd und Trauer zn überoaueru. In dieser Stunde wolle« wir Gott danken, daß er un« an diesem Leben Teil nehmen ließ, welche« da« Prophetenwort: »Gerade find Gotte« W»ge. die Gerechten wandeln auf ihnen', zur Wahrheit »acht«. Der Weg d<« Verklärteu war gerade. Strenge Pflicht, erfnllung. rastloser Arbeitseifer und eine dohe Auffaff ing semeS Awtes zeichnen ihn aus. Sr war ei« Mann von umfassenden W'sse». ein vorn seltener Kennt.uffe ans allen Gedi.ten. lleder -0 Jahre zählte er, ol« er nach Berlin kam. wo er feine wlffen« fchaftttthen Aiherte» deqaou. die ganz im-Dreuste de» Judentnm« standen. Trotzdem war er niLt eiustüig. denn er hat in d»n erste« -v Jahren feine« Leben» große und umfassende KenvtN'ffe iN der allgemeinen Literatnr und Geschichte gesammelt. Vit der Schild, rnng seine» reichen W sse, < ist aber seine Per« sLi.ltchkeit knneSweg» erschöpfend gezeichnet. e< müssen vor allem seine felienr» Charakrercigenschaften Hervorgehoden »erden, sei» Vur der Wahrhastigkeit, seine FriedenSliede. da» mild« B«. pündniS, da» er aiorreu Anschauungen entgegen brachte. Da- Jndentum war ihm etwa» Ganze» und Siuige». deshalb arbeitete er auch hengednigsvoll an den Lnfgad« der.Freie, jüdische» Bcrrt»ign»g', bu all« Gegoffötze « »»ferrr Gm«et»s«haftüdrr. brücken will. Dir «lle »iffen. wa» wir an drese» bedeutende» Vann beseffen und verloren haben. Namen» de» Rabbiner« vcrdande» widmete Radb. Dr. Bl u m enthal den Nachruf. Mit unermüdlichem Erker hat E.. der dem Berbandsvorstande tangeJahre anqehörteiürdie derE^re der Religio, und die Würde dc» Stand:» gewirkt. Lnnen Amtsbrüdern war er ein treuer Fieunö und errn.'.er Förderer, fie alle werden nach feinem Heim, z^arg eine L:cke empfind.u. die sich nie mehr 'chlicßen wird. T:e lifcte Frage, an Ö.t ei tm ^erelnqintrreffe fich m:t Aufgebot aller Krä':e beterliqie. war die wichtige Frage de» ReligtonSuntefr L s an C n edjuMt. Für »trne irue Mitarbeit soll ih-.n dreier Za.! rn Em:gk:it nachzera'en werden! Lls letzter Redner brachte Radb. Dr. G r z y m r s ck-B r u ch s a l die G-fühle de» Borstanee» de« von dem B-rstorbenen vor etwa 3V Jahren begründeten Verein» zur Erziehung J»r Walsen m B-a oe :i zum Aaedruck. Vo^ E. begründet und in seinem G.iste g!rn<k. betreut der Verein heute mehr al« 120 Wa>'euklu''er. 3iiu*$r sang Mnfikdrr. Fried mann bas Ll-wole-rnediw. ein Choitted wlgte. dann f :ut> der Sarg tn der Ehrenreihe. m der tue G.meinderabdiner und. um das Judentum »rrdrente Männer drst mel werden, neben Grabe Mattu» Pai -ppsonö d:r ley'e R >h statte. H»r«chlnl. 6. Dez. D.r >n Berlin verst, Rabd. Dr. Joiepy Ercheibacher lat h '5 nahezu '/* Zabr hundert. (1877—gewnkt. Durch cu Gründung des LanfesvereinS zur Erzl hu:.g israettt 'chcr Lar'.'a h-t er sich für dauernde Zeiten eia Denkmal gefetzt. E. war auch Präfidem der tft. Landessyuode. _ Aerti» Eine Sitz»»» der Flevröfentnnten-GersoM»- t»»g fand am letzten Sonntag statt. Sie »nrdc vom Bor>. Dmktor Minden mit folgenden Nachraren eröff.ut: ,Sett unselerletzten Versammlung ist t:e uns eng de'lenndrle Doaau- Vonarchrc in liefe Trauer versetzt worden, der grei'e ehrwürdige Kaiser hat die Augen geschloffen und ist zu seinen Vätern versammelt worden. Unsere Glaubensgenossen in Oesterrerch-Uagaru find während feiner Regierungszeit sicher« lich zu einer höheren Stufe der Kultur emporgestiegea. aber fie haben auch viel Herzeleid erfahren. Ich brauch.- bloß an Trsza Erzlar zu erinnern und an die Zeit, in der über dem Rarhaure der Reichshauptstadr W'.en da» anti'emili'che Banner hing. Aber nie hat ein Zweifel darüber bestanden, daß dem verewigten Kaiser alle seine Untertanen, welcher Religion und welcher Nationaliräl fie auch gewesen find, gleich nahegestanöen haben. Der Vorstand und die Repräsealanteu haben den Kultu»gemerndeu Wien und Budapest aus Anlaß de» ZtauctfaÜte ein Beileidschreiben geschickt. — Sir haben noch einen nnderen Todesfall zu beklage», der uns selbst nahe'de« mfft. Van kann nch kaum denken, baß in diesem Saale eine Sitzung ohne Willibald Loeweuthal staltfindet. der lange Zeit unser Kollege und Freund gewesen ist. L. gehörte zu der gerade unter unseren Glaubensgenoffen recht zahlreichen Klaffe der Saufleute, die fich nicht im Erwerbsleben verlieren, sondern fich de» Sin« für das Ideale erhalten und daraus wie aneinem Jungbrunnen immer neue Lvregullgen schöpfen. So ist er denn auch stütz in die Offfentlichkeit getreten, nicht nur in jüdische« Gemeindefachen. sondern auch m allgemeinen Angelegenheiten. Sr selbst war ein durchaus moderner und liberal gerichteter Mann; aber in seinem Herze» vibrierte noch immer eine Saite, die ihn an das wohl in seinem Elteruhause gesehene trabitiovelle Judentum eng keffelte. Beide» war in ihm durchaus harmoutich verbunden. — Außerdem ist auch in unserer Gemeinde noch ein Trauerfüll zu verzeichnen: der deS ehr« würdigen RabbirerS Joseph Eschelbacher. In der alten Synagoge in der Heidereulergaffe, wo seit den Todesfälle» Michael Lach»' und Roiensteiu's keine Leiche mehr ge« standen hat. wurde die Leichenfeier für ihn abgehalten, und die bannherrigea Worte, die ihm der Sohn nach gerufen hat. haben wohl auf alle, die fie gehört Hoden, einen tiefen Eindruck gemacht. Jc>», Efcheld. wird im Gedächtni» ullt-r. die ihn kannten, ehrenvoll fortleben.' — Hierauf wird in die Tagesordnung eingettteo. Don einem Gemeindemitgliede ist angeregt worden, gegen den neu erwachenden Anti'emitismus aus der Gemcind« große Protestversammluagen eiazuberufen. Das Schreiben wird vom Vorsitzenden zur Einsichtnahme au»- gelegt. — Cint-ie Zuwendungen werden mit Dank angenommen. Zu Grabpflegezweckea haben Herr und Fr. Joseph K r n h a 3000 V. testiert. Fr. Dr. Jenny Lev instein 300 M. für jüdische Arme. Fabrik. Garbaty R o s e n t h a l 6000 V. für W lwen und Waisen jüd. Soldaten gefp.ndet Eine Zuwendung wird in die geheime Sitzunq verwiesen. — Nachdem einige Wahlen erledigt worben find, werden die Einwerhungskosten der Synagoge Konduser-Ustr mit 28öv M. blwilligt. dabn der Vorstand ersucht, bei derartigen Anlüffen in der Knegszeit möglichst sparsam zu sein. — Die S u b« veytionen für ReligionSoereine erfordern 3ö000 M. : die Reliaiousvereine Osten 1500, Vesten 1S500. Schöncberg 18000. Groß-Lrchterfelde-Lankwitz L00. Beth Zion lS00 V. Prof. Dr. K a l i f ch e r beantragt, dem Setetn Talm»d.Thora«Lneffeth.JiSroel. in deffe« RelrgionSfchule da» Hebräische besonder» gepflegt wird, die Subvention um 1000 Vzu erhöhen, da der Verein, dessen Schule gerade von Lindern der >,gehörigen unbemittelter Gemeindemitglieder besucht »erde, mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hat. Nach kurzer Debatte lRepräs. Prof. Dr. Türk uud L e wi n s ki). wird der Antrag obgelehnt und die Subvention mit 3500 V. in der vorjährigen Höh« festgesetzt. Die Ortsgruppe Gr.-Berlin de» Jüdischen Frauenbünde» erhäU gegen die dauernde Heberlaffung zweier Bette, im Berliner .Heim' de» Vereins 500 V. Zur Vorbereitung einer Ersatzwahl für den verst. Vprst - Stellv. Loeweuthal. wird ein vchtgliedriger «usschuü einges^t. besten Vorsitz Dr. Vrnden übernimmt. — Das I n k a s s » d e r G rab p fieg e ge büh reu. die hie stattliche Höhe vo» etwa 170000 V. jährl. erreicht haben, wird gegen ent« sprechende SichaheetSlnftUig der Paketfahrl A.-G. übertrage«. — Ersatzwahlen für verschied«« Berwowm-Sstelle» heschüetze, die Togeserdnnng LB. $r«ierft*»er »erkmttjüdlsche, Gemet,- de o»s A»lotz des Fades des Kaisers Ara,z AlS Ausdruck seiner buudksbrüderlichen Gefühle hat der Borstand unterer Gemeinde an Ne Vorstände der Kultusgemeinde» tu den Hauptstädten Wien und Budapest ein Beileidsschreiben ge« rickttet. dessen Wortlaut wir nachstehend folgen lsffen: »Sehr geehrte H.-rr-n? Ja schwerem Waffenriazea steh;.r mit unverdrüchlicher Bundesneue ganz Deutschland u,nd Oesterreich- Ungarn« Bolker zu'ammen. Freud and Leid miteinander teilend. Ans diescm G-.fühl der Zu'ammengehörigkett entspringt unsre aufrichtige und herzliche Terlnah«e an dem schwere« Verlust, den. mtt allen anderen Bewohnern der Monarchie die österreichi chungaruche Ju"enbnt durch den Heimgang Weiland Seiner Majestät des Kai'erS (König«) Franz Jvieph l. erlttte» hat Wir baden volles BerstLnoms für die ti--'e Trauer feiner getreuen Lanvesklnder. di.- in rhm den fürsorglichen Vater beweinen. welcher über sie alle ohne Unterschied mit gleicher Liede die müden Strahlen keiner Gerechugkett uud inrstUchea Gnade leuchten ließ. Unau-Isschliche Du-kesichuld zollt ihm die Indenhelt auch dafür, daß ihren Wünichen nach bürgerlicher Gleichstellung unter dem Szcp.er «einer ruhmreichen Regierung Eisüllung ward. Möge es der Monarchie nie äa Herrschern fehlen. d,e gleich F:an; Jo'eph I. zum Heile ihrer Völker in der Wahrung der Grundtütze der Serechugkeii und Meatchen- Ueb. den Lkttstein iyr>.S L d.-ns eroiicken. In »usgezeichaeter Hochachtung Vor-tano Ser jüduchtl G^m.-mde.' F. 8.i den 9 rlraer Kepriisentanten-Maßle». deren Ergebnis wir bereit» ln der Lornummer unteren, Lesern Mitteilen fornren, gestaltete sich daS Verhältnis der Stimmen wie folgt: 1. Oscar T,etz 1752 St., 2. Emst Pincu» 173». 3. Emst Cohn 172'), 4. GewerderntEmtt Plotke 1718, 5. Siegfr. Lachs 1716. 6. Prof. Dr. Lig. Blaichkc t712. 7. Prof. Dr. Mor. Turk 171*J, 8. Sam. Seile 1711, 1). Dc. I Leoy 1711. 10. Bert. K«rstern 1708, 11. Eigen Caspary 1703, 12. Hugo Blankendurg 169'?, 13. Benas L^vy 1697, 14. Rcg.-Baumeiüer Max Grünfeld 1679, 15. Dr. L. ßreimhal 1676, 16. Geh. Juftizrat Halle 1658, 17. Mor. D»rn 1653. 18. Eli Lazarus 1648. 19. D. Dolpe 1638. Im ganzen beteiligten fich 1808 Gemeindemitglieder an der Mahl. LB. A»s der Ä^eformßeMei»d« Die jüprsche Reform» gemeinde hat die satzungSgemäßen Neuwahlen im November Vieles Jahres vorgenommen. Die Beteiligung ach den Wahlen war eine lehr g-nage, von den 3!2 wahlderechugiea männlichen Mitglieöern. die daS MitgliederoerzeichacS aufwefft, hat nur et» kleiner Teil fein Wahlrecht ausgeüvt. Außer den männlichen Mitgliedern gehören der Reformgeweinde noch I«2 Frauen au; auch ein Ehrenmitglied, der bekannte Verleger Rudolf Moste, ist in dem Verzeichnis aufgeführt. Die Wahlen! halten folgende» Ergebnis. Als ordentliche Reprüfemantea wurden gewählt die Herren: Max Behr. Eugen Blumenfeldt, Dr» Heinrich Byk, Zufnzrat Dr. Emil Misch, Albert Srerabmg.i Dc. .Marün Wallach und Professor Dr. Richard Wolffeuftern. — AlS Stellvertreter gingen auS der Dahl hervor die Kandidaten: Eduard Neumann. Stadtverordneter Emil May. Dlrckstor Hermann Lipfchitz. Handelsrichter Philipp Lchlefiuger.Rechtäanwatt Walter Simva, Sauilätsrat Dr Julius Rüter, Otto Schlesinger. An» KomÜneß ». » L . 26. Noo. Die hiesige lsraelilisch« Gemeinde serene am Freitag und SamStag da» fünfzigjährige Bestehen ihrer Synagoge durch Kestgottesdienste »nd eine Etinnerungsfeier im Kaiferhof. Rabbiner Dr. Winter, der zurzeit Aeldrabbiaer in Polen ist, war zur Feier erschiene» und hielt die Festprebtgt. Die Winterhalbjahrsvorträge des Gemernderahbiuers Dr. F r e i m a v n. für die seit ihrer Einführung vor zwei Jahren ein immer regeres Interesse bekundet worden ist. haben für da» laufend- Winterhalbjahr bereits begonnen und sollen an jedem zweiten Montag stattfinde». Der Zutritt ist unentgeltlich und allen Gemeindemitglieder» gestattet. — Den» schon die K^nfesfioasstatistik Zentrum» und ctt«arisch«5. Zu» Thema ,pie i» S(id)ä!ag»ftbattr üder die berüchilgie deilliich genug mal so hat da» Lerhallea der der rechttftehendeu Presse keinen Zweisei über die wahren Ziele dieser Sialiftik gelassen. Die dentsche Zndenheil hat denn auch die Borwürsc, die da» Andenken Tauiender non Gefallenen desudel«. ol« eine schwere ftrinknog emplnndeg. «nd die södijchrn Organisationen sehen fich naa gezwungen alle- Misügdnre Moieriol zusnmmenzntingen. um die srhre der Toien zn wahren u> d die Lebenden zn schngen. Da sei ei gestaltet, die Ansmerlsamkeii der südischen und nichljadischea Oessent. iicht-ii ans eia Lach zu lenken, dag lange i»i der jetzigen Hetze erschienen, vielleicht deswegen ungemein zeilgetnlltz ist. weil e« überzeugendere Sufschinffe über b,e Hai «nag der Indra im Deltkrirg enthüll als die ans gehässiger ISefiandng «nd aus Grund falscher Methoden hergestelltea Etestiftiken. Wenn einmal hie Geschichte de« Weltkrieg« geschneden wird, wird man ans die Dokumente au« der ersten «krieg«. zeit zurnckgreiseii. und da werde, die .Friegntzrinfe dentfcher nn» «tlerreichischer Inden', heranigegeden hon Dr. tznge» tzsnnnrnt«»» sfikeuer Lerlag ISIS. Seneraliwitrieb I jüdischen Verlag, Berlin M. 2,dvj. dabei nicht die letzte Rolle spielen. Wer diese 6« Briese au« Fiankreich, England, Belgien, Oft. Prenßea. «nsstsch-Polea, Galizien und verdien liest, drr wtrd nicht degreisen, daß breite Schichte» de« deutschen Volke« jene Berlenmdnngen glauben konnte». Man lese de» Abschied«, dries de« kleinen Biehhündier«. Vater« »an stZden ikillder». drr mit achtzehn SIanbe»«genoffea am dritte» MobUmachnngitagr als Freiwilliger hiaanizog, »der die Geschichte de« .entschlestenen Zngsührer«', der. nachdem der Leutnant und der Sater^izier gefallen waren, da« fkommando üdcrnnh» »ad die vtelläng solaage behanpteie, bi« die kkompatznie motz« za grotzer Verlast« ,«rückgeführt werde» mutzte.' Mau. lese dies« »ad zahlreich« andere Bericht« und frag« sich, »d »an noch M>tt hade, die Zn»« Drückeberger jo "