Mannheim
Compact Memory

Jüdische Volkszeitung · 1916-12-07 · 48 (7.12.1916) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
22 (1916)
Issue
48 (7.12.1916)
Date
1916-12-07
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
77% known words query
IRI
…/6682508-6377563-6450367--0803-4850574
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

JIMHK TTifflJiU—g 9relo, fex r. «ejcafcr Ml » laftr Zutat». Dargfftdu ftr dir ttifcn Jagend. M] »» » 9t. M «t Bf'tMCKK, «|l. . BritxfttiMinrr. •n^c ,«schichtlich« haben schließli» zur Mrdrrschrist drr «dudtich« llehr, gefühft. Drr T,I»ad ist »«« tz«»hr>«chi» drr heilige» lledrrliefrrungen Iseaels. Ein »alle« IahNansenb Hai ap Me» Riesenwerke ge*rtfüet. Da« Denken m* Fmffch«,. da« Hsffe, «d «rhara, drr Srafzrr uad drr 3»d«i Ma Achihandrtte h-dr» hirr ihr bleibend«« Drnkwnl »rsmid«,. Li« drr Lim»ki »ach dr» Dichirr« «arlen zwei »rrfchirtr« »rttn Sichle« h-rnaiertzießl. „>ls» lenchlel auch drr Talmud Zmtrfach. und ma» tellt ih» ein I» Halacha »ad Hagada Erftr« naaul' ich. eine Grchlschul'. — Lrarrr »drr di« Hagada. Will ich einen Mme, »eanen La die schönen alt«, Gagen. Enaelwätchen und Legenden. Eli»« Märtyrerhiflarirn, F»flll«P»g«. Leishettssprnche. Auch Hyperbel», gar palfierliq. Ile«, «der tzlantrnskrtftig. »laude»«« latzr»». —' »aaach di« ^qchrte» vregeden« grftredi. der Talmud dal e» errrichi. Halle» di- Prvpheira »ur ei«» Net»en «rri» ftr dieftdischr» Ideal« gewannen. s, hat drr Talmud dal Mur S*R z» degeistrrien SntMre der Gatteslehre u»,e> ichajsru. «dar auch der Tempel °°° Holz °»d Stein gefallen, da« Heilftiuz» drr «atteslehn war ,» seine Stelle getreten. Mit dem prrydrtilch«, Jdealitm,» eint fich der talmudtsche Katanl. n< B««hältitkffe M irden» »erden dem Gottes» »chetze »tftrrwatfen. da« Neiufte wie da« größte an dem «aß.!>»» »er «mfte, Thar, geprüft. F«r die «o, jeder Zeit gefleklte» »e»e» Probleme wirb der rechte Standpunkt und die rechte Lürdimm, auf »rnud de« »attesgesetze«. ans «rund der «Mi««» Thor« grfnnde,. Den «eist ihrer Inftiintivre, M ewwer l-dendfterr» Bewnßfted, zu tttiga, da« «all mit immer «ttttra «di an de,» treue, mü immer heiligerem Pflichtest« »» erfüll«», ist da« erhaden« Ziel der an, in ihm »der. lieferte» LMnsflaae» »d Debatten, «ii einer erftaualiche» «rü»dlichkeil «» mit de»«°derni»>rrlem Scharist»» werde» hier ^e mdgliche» itmntnallttten für da« gerade norliegende «ese» t» vetracht g-gd«,. Der Talmud ist s» dinoiwen. M«« «t|b|nt M Pech>hetidm»«. der Prpphetiswn« gleicht i »cht der «erheiß»ng. »er Tnlwnd mehr »er «rsüünug. drr j Msph-tiswn» mehr »er recht«, Theorie, »er Talmud mehr der rechte, Präzis. Bva dem bielseüi^n Inhalt de« Talmud« 1 »och «r eia annähernde« Bild zu entmerfe». mäste» wir u»« «erft«»». «r ft so Meigeftalrlg °»d mannigfach wie da« rede» feltfl. - Der sea»«r-ich« «inflaß de« Talmud, zeig, fich während der ganze, Kalgqeit. Für fie war der Talmud nicht mir die V»elle rrligidser Veiehrnrg ,»d «rleuchning. Daß Israel »ost!«»fti««r -rische „d Regsamkeit blieb, während ganz Europa ■ »er flüstere, R-chl de« Mittelalter« da« Bild geistige» »er. '"1 »at. ft.dem Talmud z, danke». Der wiffenschaftliche rm» Farfchrrfia». drr ft, fei»«, stolionte» herrscht, teilte de, .Kernenden' mtt and cegte zu immer neuen Unter. H»V» »». «o kam e», »aß die Juden trotz ihrer äußere, Inder drück»»» kein geistige« Mittelalter kannte», vielmehr »arrn je« »erade Zetten, i» denen sich drr jädische Schärft»» »nd ftdische «elehrsamkeil am glänzendsten bewährte. Nicht nur a»s de, ihnen eigene» «ebieiei. der jüdischen Religiontwiffe». fchaft. »er «des. »nd Talmudexegeft, der Rettgi°n«phi!«jo,hie haben sie eine Fülle bedentender Literaturmcrke geschaffen federn «ch in de, profanen «iffetMzweige, haben fie sich —«hä»»lich« «erdienste -rw »rden. Mit »echt sieht Schleiden i, sckner lesenämertt» Schrift über .die Bedeutnng des Jadentm»« für die Erhaltung und «iederbelebnt, der «iffenfftistte» tm Mittelalter' l, ihnen die Träger der geistigen Entmmstinug nod der wiffenschafttiche» Bestrebungen jener Zeit. Mir «rdanke» den Juden', schreibt Ribeyra de Santo«. Mbhtatteii« die Elemente »er Philchophie. der Bolantt. der «ftift». der »ftronomie „d-llaswagraphie. sowie die Kennte »i« der.heili,en Sprache »nd fast alle Studien oer biblischen^ stitmttur.' — I« finsterer e* drauße» wurde, je lichter wurde e« in Israel. Dadei oergegenwärnge ma» fich den äußeren Drwsl. unter dm» die Inden schmachttten. Lir wolle» nur gar kein Zweifel, daß die Fromme» aller Büiker Anteil an der zukünftigen Seligkeit habe». Sill Sott doch da« Herz, und richtet er ja nach des Herzen« «efinanag. Darum sage» anch die Leisen, daß ein Heide, der sich mit der «otteälehre beschäftigt, höhet steht «l< ein Hoherptirster. (Siehe Joel, «utachtea über den lalmud.s Die gesamten Gesetzeäsammlnagen der Rabbiner im Mittelalter, die einen so liefen Einblick in da« innere Leben der Juden gewähren, enthalten auf jeder Leite Perlen einer edlen, »ersbhnlicht». wahrhaft menschenftenidlichen «efinanag. Die Jaden im Mittelalter haben eine schwere Susgab« glänzend geläst. Sie haben in banger Zeit ihrea «laude» durch lausend Opfer bewährt. Das «ölte«, wort allein war ihr Trost und ihr Hurt, ihr Bollwerk and ihr Schatz. Israel» Zähigkeit im «landen. Israel« Helden» mat im Dulden find unerreicht geblieben. .Die Laffnfiuten »ermügeit nicht die Liebe zu erldsche».' <Hohe«li«d ikap. 8, B. 7.) S» sein Lieb und so sein Leben! (z»rts,,ua, tat,!) «rligiSse zSrsorg« Anr rituelle» stettoersar«»»« -tetti» Da« Ledenämittelamt de« Magiftiüt» macht bekanntl Soweit in der Bufterkundschast eine« Butterknndengeschäfte» rituell lebende Inden «o, Hände» find, find doese, sofer» fie die lunahme von Margarine »der jkunftspeifefett au» religiöse» «künden verweigern, «ft Bullet zu beliefern. Ist fich da« Buttertuade»ge.jchäft nicht darüber klar, ob für. die Leigerung. Margarine oder kkuaftspeifclett ealgegenzunehmen. lediglich religiise «rände maßgebend find, so hat e» den betr. rituell lebenden kkundea an das Ledensmiltelamt. Zimmer I I, zu verweisen. Da« Leben«mitte!amt wird alsdann den Fall untersuche» und dem BanerkandengeschLft weitere Anweisung erteilen. Im Aufträge gez. Meyer. (Zu dieser amtlichen Be. kaaitmachnng einer Behdrde. welche doch einer religisen Fürsorge entspringt, bemerkt die konlervattve .Deutsche Tagesztg.' höhnisch .Mehr kann man nicht verlangen'^. . Momente au« der uuanterbrache»en keiden«gejchichte JRäei« h-rvorheben. oder auch diese ich»» werde, genügen. »» Mmrtyrinm »er Juden al« die großanigste Tragidie der «elt^schichle darzustellrn. »achmittrlalterlicherRechtsanschauuug hatte «i, rämischil «aiser »der «ni, aus «rund senier «rän,», da« »erdriefte «echt, .die Juden allenthalben ihre« Bette« pllderauden. fie nach tzerjentlust zu töte». M-I der eiuzigeu «beschränk»»,, el» Paar von ihnen übrig zu lasten — «rat Gedächtnis ' 5» Jode,!»» ist stet« ans die Beninigmi, von «eist- «ak «emtdobildnng gedrungen wmde». Der sittliche Adel and die Me «ftiliiu», de« mittelalterliche, Judentum« bildet eine» glä»zoch«»l «egnesatz ge^a die haßersüllle llnduldsamkett der «ölker. Hier jwiregt ma, die Kode, z» dem schändlichen «eddetdeshp«' Locher« m» versagt choen zu diesem Zweck allen «der«, Erwerb. DieIide« stecke» ja ttef genug i« Schlamme der 8erdorde»heil »nd der ewigen Berdammni«, am «ach »och diese Todsünde «ns fich »ehmeu z» kdnnen. (Siaaldiexicoa von Rotte« »nd »««er. 5. S. 35.) Znr selbe» Zeil lehile, die jüdische» Raddine, im «eiste de« Taluuds t E« ft mligRse Pflicht, die Arme» unter de» Heiden gemeiasa» »st de, ftdische» Arme» gn ernähren, heidnische «ranke mtt de» jüdisehe, «estordeueu z» begraben, um den Leg de« Frieden«, den Lea de« «oltelwoiles zu «»dein (»ach «ii- «in tla reeip. Halacha). Im Nechlsguiachten dos Maimoaide« a» >. Ehiddai Halewi i» »lezaaderen heißt es l ,E« ist »o» (xn citkkatik-vrrriAr» O.A. gffen Botttag im Siädl. Saalbau von Rabdiaer Dr.Rax Eschelbacher svüffeldvrf). Die Bed euta» g des Willens in der jüdischen ««schichte. Einleftea» oersachle der Redner llachznweisen. daß wir aatrr den Erfahrungen de» gemalligen Weitkrirge» einen andeie» Blick für die Geschichte bekommen hätten. Die Zukunft wird die «eichichte anders schreibe», al« die Bergangenheil. Auch die jüdische «t> schichte bettachtea mit mit anderen ilugeu. Sie gilt -al« eine Leideueg-e schichte, zwar heroisch, aber lies aiederdrückend. Deupoch ist das Judentum mit ikt af t den Weg gtgangea. deu das Schicksal votgezeichuel hat. Die Tal. siche, daß es heatt aoch Mtllwnen von Juden gidl. nehmen mir als selbstverständlich hin. während doch viele Nationen vom Erdboden verschwunden sind. Das «eseß vom Werde» »nd Vergehe» herrscht auch in der Vilkerwelt. Das zeigt fich auch in der Neuzeit/ Die »merttanische Raffe ist neu entstanden, die Türken haden fich in I00 Jahren erhoben, die Polen baden die Zaverfichi aus ein eigenes Reich erhallen, am so wunde'.durer ist die Dauer des IadeulumS, überraichead sei« Bestand. Diese Taisache sührl der Redner zurück ans den Drangun» den Willen zu bleibe» uad fichz» behaupten. .Ich will nicht sterbe», sondern leben', diese« propbettsche Won kdnme über jedem Kapitel der jüdischen Geschichte stehen, dem eia Land al»Schauplatz sehll. Wehrlos und hilslo» mußte das Judentum seinen Weg gehen, oder es hatte fich eine geistige Grundlage geschaffen in seinem Schilsilnm, ins. delovdere dem Talmud, der von den Juden a 11 e r Länder — rin merkwürdiger, wondetbarer Vorgang — angenommen wurde So sehen wir in der Erhaltung de« Judentums eine» Willen, wirksam selbst in der Zeil derGeschichte der Lei d en. Bon uuierer Sielluug t» der Sellgeschichle dachte Man bisher gering. Ucheral sahen wir zwar »ur scheinbar Zwang und Ohnmacht. Die jüdische Geschichte zeigt UN» gerade die Macht der Lhmnachl; jene Kraft, die wir Widerstand nenne». Dieselbe graft oerdürgl auch uns Deuftchen den eudgüllige» Sieg im gtwaliigen Ringt», lla »erschiedene, Beispielen zeigte der Redner, wie die gras! de» Wtdetftande« stei« lebendig war. Im« Schein der-Ohnmacht Hai der Jude seinrn Weg durch die Geichichle gefunden. Die Beijlttibungen aus den oerschiedc. neu Ländern find heirliche Belege für die Kraft des Iudenlü«M. .Bettest, deine Heft»«', war schon der Ruf an den Erzpaier. Drr Jude hol ein Dasein ciftrebl, damit er srinen Gesetzen enttprechend lebe» konnte So dürfen wir oo« Sttstitpunki de« Judentums nicht Ion Berlreibungen. sondern »on Waaderunge» sprechen Ihnen verdankt Sn» Judentum seinen Bestand. Bei de» größten gataftropheu. Zerfiöruug d's Tempels uad der nationalen Seldständigkeii, waren fie »it Rettung de« Judentum«. Der Redner wie» auf das Jahr >4« bin mtt den beiden Ere-gnisseu der Beilreibung der Juden aus Spanien und der Enttxckiiog An-enkas. worin «>r den Finger Gölte« >a der Geschichte erblicken könnte». Der Drang zum Lebe» führte die Bettriebenen selbst über de» Ozean. Gebuld und gnnft des Warten« haden »nsere Väter gelernt. Sie habe» fich innerlich bercügehalten aus bessere Zeilrn. Der Liolz der Biller war und ist die golanisatton. Da» Judentum hal fich üter die ganze Erde ausgebreilel. Im letzten Teile sührie der Rernör aus. daß es auch Zeiten der Eulmuiignug gegeben hätte. Auch das Judenlum bat Schrnchuugeu n litten in aller «yd neaer Zel. _ Soziale ZSrsorge. L. B. Aerti». Ei» gierteputsche TAche. Am Loaatag, ö.co 3. Lcjcmbrr beging der Verein JSraelmsches Heimarhau» uuS Volksküche öle 25. Wiederkehr seist« Arrmduogsurge» mir einer Aeier im Brüder»erei«<hau». zu i der fich ein zahlreich« Publikum auallea Schickten der Gemeinde tiagcsundea haUe. Ei» Harmsaiam-Lorspiel eröffnet« die Btranstattua-./ daun sang der Cher der Xeue» G,aa-! . goge unter Leituua feines Dtrigeute, Leljerma»» de» *4. Psalm ton Xyetachalcr. H er« a » » Atratz « », öer verdieuftvolle Vegrünöer der VelMöche. hielt Me Gichrche. Er schUöerte öeu Verde,aug der Lostalr. die fich aus Reffes Cs* fdogen bis zu ihrer heutige» Größe eotackteUe ssö Aöher 8 Millionen Speisungen au»gab. von öeaes I'l, AtLios ss* entgeltlich verteilt Wurden. Die InrtgtugeH zsr 6Mn| der Volksküche gab» die Erfolge, die eise öerartise ARstsIt in Kra ka » erzielte, wo fie von Her»asu > » rah s » m Jahre 1891, während der große« Zudeuoerfoigusges ls Rußland, für die jüdischen Flüchtlinge eingerichtet »sröe. Asf Wunsch der jüdischen Armeu-Lommtsfio« degrÜuöete Uhesha» auch ia Berlin eine Volksküche, die anfäuglUh in ei»er Nietswohnung anteraebracht war. Die großen Erfolge der NastaU, die schon im ersten Vierteljahr ihrer Tätigkeit über eise hälfe Million Portionen au-gab, ermutigte« des Vorftssß zu» Crwerb eiseeigenen Heimes, bol 1895 fezogÄi »erfes tosste. Die günstigen XaumverhLltaiffe veraslaßtes zu» Imin fer Asstalt, der al-bald eine Koch- und HauShaltungs-Schsle «d eine Ntttelftandöküche aagegliedert wurde. Die oferesWäs» wurden zu einem HeimathanS für Nüdches oenoeudet, t» de» jüdische Mädchen, die in der Großstadt keine Lsgchöriges feh», für einen sehr mäßige« Preis Aufnahme fände,. Nu jüdisches Alter-Heim wurde de« Heimathause angeolledert, später folgte ein Ledigenheim für Mänuer. Ein Snudergarten uud ei» Kinderhort, die bi< zu 100 Aöglmae» zählte», wurde» muh etwa zwei Zahre« auS technische» Gründen an eiue hlerffe geschaffene Lpezialorganisation abgegeben. Aus der jüdisches Volksküche ginge» alle die Znstttutioae« hervor, die fette ii der LolksernLhrunq B rlins eiue so au-sr^laggefeshe Nolle spielen: die ÄlodervolUküchen uud die vieleu Kr^sspeiseanftalten, die jetzt in 105 Küchen täglich 75 000 Messches 'Versen; allein die Kiudervolkökücheu baden bisher #0 Millionen Portionen veNeilt. Ia ihrer unesvo^tlh Arbeit steht die Z-raelitische Volksküche mit Recht die ErfüLuug einer varerländischeu Aufgabe. (Lebhafter Beifall). Apotheker 6 «t t n e r überreichte namens des Bereiusvor» ft a n d e s eine Adreffe; »>e Glückwünsche uud deu Dank de» 1 Israelitischen BockSkinderganenbrachte Herr Ster» zu« Au^d^uck; TiaStoeeordncter Walde ck-M a o a s s e hob de» unermüdlrcheu ArveirSeifer Abrahams rühmlichst heroor. ftrtolein Lotte Stein, ein M:tglicd des deutschen Opernhauses, sang dr- .Halleluja^ von Humwel. worauf Oberkantor Daoidsoh» die Schubert'sche Hymne .lobfinget dem Herr», uusere« Gotte' sang. Einem Liete t>fv KmterchorS de- Abraham^schea Bolkski.ivergartent folgte ein Or5el-Rachspiel oonKapellmeifterKell ermann. Die Feier verlief stimmuugSvoll, die «ufikalischeu Darbictungen verdienen eiue besondere Hervorhebung. Uoses. Am 31. Iauuar u. I werden auö de« Amseu der Eduard und Amalle Ephraiw-Ltistuug folgeud« Unterstützungen gewährt: a) an zwei Handwerker je 100 M. d) an vier Wüwen zu MietSbeiträgen je 50 M. — Die Usterstützungen erfolgen ohne Unterschied der Konfesfion a» achtbare und bedürftige, hier orisaugehörige Perfoue», welche noch keine öffentlichen Ärmenunterstützungeu e-apsangen haben. — Bewerbungen find alsbald an de» Magistrat biersk-Ibst einzureicheo.— Iärttz Fabrikbesitzer Ligmund Schwarzenberaer stellte oem Magistrat den Betrag von 100000 M. zur Errichftlng einer Ttiftuntz zur Wohnungssürsorge für kinderreiche Fumüieu uaSzur Uitterftützuag vonKriegSterkuehmerfamilienzurBerfüguog. Urirgrseelsorgr ^ose». Am Sounabend vor Beginn der Audacht fand in der Synagoge A die voroereidigung von jüdische» Mannschaften des Feld-Artillerie-Regimeut- Nr. 20 statt, wozu fich »tele Mitglieder der Gemeinde efegefundeu hatten. Herr Gemeind«, rabb. Dr. Frei mann hielt die Ansprache, i» derer die Hetlighaltung des Eides erläutene. ermahnte die Soldaten wer Treue und zum Gehorsam gegen deu ob^ste» Kriegsherr», die jüdischen Gebote zu beobachten uud schloß mit einem iubrüustigen Kaisergedet und Ertälnng des Segens. — Mititirr-chotteodtesst faud in Amms» am Eossadrud, 2. 12. nachm. 3'/. Uhr in der Neuen Synagoge. Tweerfir. (Ecke Pollzeistr.) unter Leitung des Armeeraodiners Dr. Rosenak statt und ict Anschluß daran Beisammenseia mit Vorträge» iu den Räumen der Ludendorff-Küche. L. B. Wien Die erste offizielle vaterländische Feier ia einem jüdischen GotteShause ia Oesterreich mnrde vor nunmehr 50 Jahren im Tempel der Innenstadt io Wien abgehalten. ES war die Toteufeier für dle i« österreichischpreußischen Kriege gefallenen Soldaten jüdischer Religion. Der Veranstaltung wohote eine große Anzahl hoher Offiziere, der Statthalter von Ober-Oesterreich, der Wiener Vtttgermeister unv viele andere hohe Würdenträger bei. Als einziges Schmuck zierten die Synagoge zwei schwarz-gelbe »nd eine rotweiße Fahue über der BundeSlade. Nach einem Ehorvortrage, der von Profeffor Sulzer. dem berühmte» Komponches fo vieler ergleifeuder Synagogeumelodiea. eigesS für diese Feier komponiert wur, hielt der berühmte Prediger Rabbiser Dr. Iellinek die Feffnde. die in eiu Gelobait der Trese für de» Monarchen und die Monarchie anöklang. Hssdapest. (Die Beerdigung der Soldaten ijr. Kons.) Einer Verfügung des KorpSkommaudoS Folge leistend, hat das k. u. k. isr. Feldseelsorgeamt am 24.11. ftäh im Tesipel io der Romdachgaffe für die isr. Soldaten der Vsdapester Garnisos einen Gottesdienst veranstaltet, der mit drr NdeSleistnag asf de» neuen König verbunden war. De» GottesdiEust^wahut» zahlreiche Stabsoffiziere und die isr. Mannschaft der Garftttos unter Führung ihrer Offiziere bei. Felhrabb. De. EjßM Adler hiett eine schwungvolle Ansprache an SieGaöoatrs, in der er den großen Verlust schilferte, den Badmösfet uud Armee durch da- Hinscheiden des Kösias erlittennutz zum Schluffe ein »armes Gebet für fee fetmUft ffeMenrng des Königs Karl verrichtete. Hierauf tzifet UfesatM Dafes ». Freudiger eia wirkungsvolles Gebet. / , ' __ '$ { -s \ \

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.