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Jüdische Volkszeitung · 1916-10-04 · 40 (4.10.1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
22 (1916)
Issue
40 (4.10.1916)
Date
1916-10-04
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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I 10. 8. 1723 1840 1912 1914 9. 1290 1855 10. 1848 187] 1884 11. 1883 1904 13. 1856 1875 14. 1899 15: 1765 1842 1875 1914 11. 1888 12. 1821 1867 18. 1837 14. 1881 15. 1818 16. 1878 17. 1829 1367 18. 1809 1826 Gedenktage. «tut«. ft. t Prag Mich. Spiro, Vers, e. hdsch, jtomnent. j. jcruf. Talmud qeb. i. Btrtlou Ad. Krtuha». Dicht« «. t. New-Kork Pros. Morr. Loeb, d. über 500000 Dollar f. füd. Wohlsahriieinricht, HIntalaffea ha! st. t. Berlin Litaarhlftorik. Prof. Dr. Rich. Hl. Men«. mntztm di« Inda England »«laste» st. i. Lembag R. Hirsch Chajes, Di. bau. grd. i. List» Schristst. Regina Neiffer ,. Breslau st. i. Brrlin Jos. Zebu«, Blbliogruph sti. Hamburg Johauoa Goldjchmidl päd Schristst. ged. i. Dlsch.-Kroue Robb. Dr. «rauer, .Orient u. Occiden!.- st. i. Berlin Gufta» Loewenverg. ged. i. «empe» Geh. «rchioeul Pros. Dr. Warfchaner. Direktor de» «dnigl. Gtaatdarchiu« in Danzig, z. Z. d. kaif. Staatsarchiv i. Warschau, st. Szegedtu Oberradb. Leop. Am. (Bens Chaaaufa) ft. i. Hamburg Heine» Schwester Ehurtotte Smdden, SS J. a».! geb. i. Wie» Beued. Dav. Arnstein, d. I. dcutfchjöb. Lustfpieidichter geb. i. Pretzdurg Baurat Wilh. Siiatzuy ft. i. Galizien Mord. StrellSker. Dichter. ft. i. Nürnberg Geh. Hoiu. Justizrat Gustav Jofephthal. Utschrlft. i. Montmoreneh Laz. Isidor, Oberradb. ». Frankreich geb. i. Namitfch Dr. Alb. Solfg. Eiratzmau», »bg. u. Etadto.-Borft. i. Berlin (ft. 1885) ft. d. gelehrte «fm. Israel Lewy iu Ostrowo, 87 I. ft. i. Posen Rabbi Akid« Sger, bei. Talmudift ft. l. Manchester R.-A. Lews« Jak. Mark»», Ehrenbbrger ». Schwerin, Bizepräs. d. d. meckl. Landtag», geb. i. Wilna Gam. Jof. Ftun, Schul,nfp. ,erdl. Ehrend." st. i. Wtrzdurg Rabb. Selig» Bür Lamderger geb. t Jarotschiu Adg. Dr. Ed. Laiker st. I. Prag dgel. Odäiadb. Sal. Ich. Ltd Napapori ged. i. Straßdurg Mich. Levy, hervorrag. stanz. Arzt ged. i. Birnbaum Radb. Dr. Manuel Joel »u»gan, ». msttelenrLelt') 7. ' 9*). 1' \ n. u. |ÄüfltQfj z B«r. sdhnung-lag- Lersöhnuogstg. UM DT* Fasttag morj man (Seelen-Ge» dächtatt). am -msojl - Rtfttag 5 Lorah- Borlef. Prophet^ lldschultts 7NNNN Kuba kt ». Pestalschnitte f. ». Merstgaangot^: »lttago: Der Hohepriester ,. Bersihpuaadtage; rbring. d. beide» Sündenbbcke, einen f. d. Eugen ». einen f. Ifafel; Bekenanng d. künde»! Gebot, de» 10. ^Tstchri all versdh»ung»Iag zu begehen. (.Denn an e» Tage wird ma. Euch sühnen, um Euch i» rein,.! von »I Euren Sünden gegen d. Emlae» sollt Ihr n werden"). — Opfergesetz« f. d. Bersdhunr^ltag p«4aritf*a»: Benot ». Heirat »nter Blutüverhndten, b. Unkeuschheit n. «derer Last«. 6. \ Borm.: lll 16. IV «->». j 57 «ach»-- lKried« d. _ lll »6. > Gnstn. Uastiede hem grevlor; FaftenI ohne Besserung n, werkÜtig« Nächstenliebe ist wertlo». Jou« g«»z »- Micha >»ch » nev« w»v de gerettet »nrch Amkehr 4 | «»• | tn | «a» J «m y>|« tMjfl |«M 3ont Xtpp>r. Bon Aabltner Dr. Gelle», »ssso. Wenn die Weih« de» Berfbhnungtfeft«» den Lärm de» Alltag» «bldft, dann schwindet mit ihm auch der Rahmen unfenr Zeit, und eia Jahrhnaderte alte» Bild tritt wiciwr vor unsere Seele. Bergeffen ist der Dafrinlkamps, uubeachtet da» (mtzerlich« Ziel de! Leben», überwunden stad die Unterschied« (de» Besitze» und Berufe». Hl» wäre» wir ein« einzige sgrotze Familie, für die Gon der antschlietzlich« Dafeintzwea ist, >fo strhe» mst im G»tte«hau», umhüllt mit dem gleiche» Gewand, erfüllt vom gleiche. Gebet. Da» nümlich« Bild, da» »er Bersdh»nng»laq im Mittelalter bot, geigt ui auch heute da» Gotte»»«». Die Melodien trage» den alten, ernste» «lang, chr Motiv ist »och immer da» Hin«»streben au» dieser Veit, die Sehnsmht nach Gott. Und doch hatte auch dieser ernsteste Lag de« Jahre» einst «iu andere» Antlitz. Da» war in der getr, dl der Tempel noch «s Zion» Hohen st«d. Damal» war dieser Tag eia Freudenfest. Während der .gesalbt« Priester" die heilig« Handlung «»übte, subeite dralchen bi« Menge, batz der Herr seinem Botte die Miglichkest gegeben habe, durch ausrichtige Nene »ad Butze die Sünde» lodznwerbe», deren Last nnr »er Leichtfertige nicht fpün, utrr deren Schwere aber die ßottgländige SeeA'Mflst^Ustzr später, all »er rdmisch« Soldalnkaifer de» heiligen Tempel ia Schn» und Asche l«te. wandekle nach der Bersihnnngütw sei»«» Charakter »nd empstug seine «äste «chl mehr im Kestiewand suderu iw «ierbststei». 1 Bom S. Tisches di» End« de« Monat» kein Lach«»». » ward der gaum «itzpnr der ,ritze So iegel, welchem sich di« Gtimmnng de» sübische» »Ikei wtederspiegelte. Und wie ficht In diesem Jahr da» Spiegelbild aal, da» n» der Bersbhanugitag geigt t Aenherlich »nb innerlich »«niste» iegi die Zndenhest im Gebet u» sieht inbrünstig, batz Nnhe 'der sie komme. Der ewige Jnd« ist »och immer «s der «derschdt, wird weiter gchcht nnd gesagt. Z» de» Leide» r russischen »ad polnische» Gtanbenibrüder ist setzt da» ll». lück der rnmüNische»! gekommen. Al» ob da» Jndenelenb icht schon hinreichend in der Welt vorhanden wäre! Ich ilube, wenn w« imstande wäre, Leid zu weste» »nd nach seiner Zuachbrigkeit zu de» verschiedene» Bülker» z» b» stimmen, wir Juden würde, nicht nur an der Spitze aller Btlker schreiten, wir würde, bi» in ate Ewigkch die erste» bleiben, auch wenn neue« Lei» hinzuktme. Da» Unglück hat unser« Nerven betäubt in de» viele» Jahchuuderien, hat Ihnen die Fähigkeit geranbi, ans tutzere» Reiz z» reagiere». Rur »m Bersdhungütag, wo wir einen ganzen Da, uni allein geht«», wo vir nur Ichde» sind »nter Jude», regt llch in unser« Seele bi« Frage: .Sich e» immer so bleibend Wich ch niemal» ander» »erden. Wird »Icht dich einmal bi« Zeit kommen, in welch« auch wir Jude» nu» dies« West uni dies«! Leben» freuen dürfen, und gleich alle» Anbersgltubigen, freie Mensche» ivirklsch freie Menschen lei» käunen k" Uns«e Seele zerrt «ld leitzt au de» Fessel», I» die «t» Masche» geschmiert habe« «egen — uns«,» Judentnm». Wir frtge» nn» »azwetseU: Was ist e», batz wau dem Jndentn» da» Daseinürecht ans dies« Erde abspreche» willk Hat e» ILtue» Wert in sicht War also nmsonst bd Marth-inm, da» seinetwegen »usere Bä!« und Brtd« Jahrtusende auf sich ^nomment Lohnt ei sich also nicht mehr, für es at leben t Wie sag«, nnd stürm«, diese Frag«, bnrch ans«« «regte S«Ie, wie snche» sie d«h eine »ntmort, die ihre» heilende, Balsam streicht üder nrf« wunde» Herz, mm A-lwort, die un» mit uferem Mfchtck »nisdhnti D« heiligste Lag de« Jahve» dM ■»< diese aadsihaende »ntwart nnd dar»» hettz» « Bersdhnnegltag! denn « me> anlatzt »n», dcht ur »äs« J^entnm ans sstin« Wat hl» ,° prüfe», so«der, da» mw Lebe, Sa» lehrt W Inte» tnm» Ewigkeit! Sa» lehrt M Sebent Migjlngllchkti» I In dm Seid«, da. Indenheit «ege» »re» Inden«»»« ostendart sich d« «nmpf da GogtMlichm Werte Hll« die emigen Güt«. Sich znm Indentnm bchwnmst) hettz« an emlae, ra> wudeldare ethisch« Werte ,landen, chm «m bleiben, b«V de, «lande» Me Lat »ach». Di, BeVstimdlhke»« mir» ^rtcht« bnrch die »Mgkett, die Macht »arch die Gmvhilp^da» üebe» barch da» Indent»», bnrch In diese» »edantm Indent»»» «trngm da» Bersthnend« de» Gerichte» genannt » Rechldbemutztsei» «ieder , ' «da» »abält e» sich mft dem «Serie .. nstw t» diesem I Tage», da »nsa« t dies«» Bekenntnis uch per k^Michtei! nur die'Seele Basth« da» dnrch st« dn« Gose u», eriange», die WGM - stÄI» fSi dem m |*HWtLws: tL %6k |Lm die aöut M 5m Ktlmmnngidll» 1*77) •n peidigee »oltgangche» «dend mir» «» wie»«! »der Md» Fried« nie»«, ud «I recht die Mit! da Erddall zittert in sei«, Fnge». <1 , . Lnst, on» dremand« Fackdi» schlendert da «in» in die I liche, Stätte» d« Menschtzrit. An» dm ch es usere tzeimdttch« Erd« H»I dm Wiltinmilst » in sei__ .. gtttze» Schn» genommen, tznt nn» daoahi »ne »W <Wtch» u» SchemkenttaM» chm« Fetchngd M» »dllmiies« OmtzHhimmil Ipnut sich siba nnsen Finre». D e Aden» mEmiW, Rnhe wintl nn», die Hirte» Ich«, tzckm dr ch— Mt hachgeilfemie» Wege» mit »em dnftendri H»! »E, »5 WDm Statt. ~ »nd Ri W,tt!». unseres l grütze» mole» in de» Nünme». die de» »ckMnschgt sind, dem WelMnschtpsti, M« d» e» hettz : ,G Macht in» Mc Herrschd»." Z» ch» Pilgi m die «ns th» hoffe» nod oatrene, sie m settm sign» ' Schicksal, »«« ihm «matte» st, Hist» i a» Si «duad hudoko .Dein » Har, ist »m T “ '' weü tffue» sich des Gotteihonse» Mette», »astmke» t» tti nigm Sebtt sicht die Mem I» HbnmckH «eich M Uta Da «chintzgef a»«. dm» Har, da Mett, kri J »eih«, «rtdnt «» da Schlntzdkmch diglttt» die ' »nü, gckelmt ste in lha WoMmgai m» de» tzetzck mittnnenüpolöt ädnnnch U »ein», ir» ,4 hade nicht» z» fürchten". And wie dn »nrch dt« Schar: looobonod tuuh. S psti»d sich d« Schall »eita fee». Gott mtge dich znm Säsm, «in gntn» hellint sigilldesit «Ad!. Dtt »alechm. ttö hfltd, HM Mp da nn» mied« detraen di, „zichche, da«Hack dm »M ist »och «in MW andea« S«M» wie i l d« ' Frieden». So menche» tenm Hnnpt se fit, : schmerzdemmi, da» 3m»rti de» Herz»»« « risse», oemihmi, sie, die BeflegeniMttM», Raddi Ammoa, die Bestimwu, mck da» So« sede« Mattchen- -Heoidttan» m pnr Ham mck M' nnd'UnpmetzlWdf anaünamnd, »msi» > ie um» gestcht mit dedemm e. tat d »w «Un gl ch de» i PfTf^rt, Ud Dd», in Mt HaMkl »Gi di4 mmb fem i ■ Fant mid Schwerz nn» dcht» «ns Gckm «ante» fest, Wtz gtttza u» fttika mir» »nsa» Hassnnng. le müchst mit »ckrien, ul «mUM lad mh« d hüLi» i m kn Achch ul de» Weeden des WeiM»», gt tm B mtm, M tm l ubkinngigstchichm User«» 8dM nn» sm wtt mg «ch: «ebaarim neck»«du» mm plnckm ««!<■ ^hetzet che * an Hdnpta, erheb« (Wch, ewig« Psotta »atz ck' kkdata »a Eh-a^ llnt dem ckjdg dm M mn M z die HnGlgug da Mach«. Alle«, ud l Um hnt. Id» s da Har». Und mtt alle, bi, mlr m at Sitz», Sind ml «dda da bamtzm non Le wügchechm» i »ssta. di« wir nw s« dek denna«edSm, de »chm »«am» »nd mchklege», wie Sana tmtz sllckb nmb l .. * dM ■ (tarn, nnr Itaa, tza rada stchdck Hl {lil liffn Bf mIm5 mim |ktni sli' km Kelch de» Heil» «da mck nnch gkb HchckW ' Herm», Ftt»da nasaem llende, damit deck «ch rmaa mk hp qr »^0^ r* i map

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