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Jüdische Volkszeitung · 1916-09-27 · 39 (27.9.1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
22 (1916)
Issue
39 (27.9.1916)
Date
1916-09-27
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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MGcht VMyMMF. nrcitii. tat N fcptwltr Mi ar. 19 Nie Kriegsanleihe ist hie Waffe der Oaheimgebliebenen! H llafn Jaötataa. Dargestellt ftr die reifere Jagend. 14] » » > De. Max Beerrnan», Kgl. ». Bejirterabbtner. Hatte eia« Familie ia Folge der Verarmung die Rutznießung ihrer Liegenschaste» verknust, »ad der fo ge»»aaea« Erlös reichte »icht aa«, am wirtschosilich zu gesunde», so blieb de» verarmten als letzter Rettungsanker der Gatritt als Lbeb Zwri t, ei» jüdtschtt Haas. Da« Dieastverhtlwis, das nie länger als -eben Jahr« mährte, trägt »Is Motto die Bestimmung: ,Dn darfst Hartherr »icht! über ihn schalte»' »ad endete mit reicher ve< seinem heidnische» Henn ratlaafe, a»d im Ha»se eine« jüdische» Herr» eine neue Heimat gesande» hatte, genießt di« z» seiner Frei. Iass»»g — die ädrige»« »oa den Raddine» anempfohlea wttd — de» »ollen Schatz milder Gesetze, die set»e Stellung weithtnaa« hetzt über geaitzhnliches Kilo»enIo«, Der Illlmer, dem der Sill»« maadpinm Fanggni war, hatte kein Gesetz, das des Herr» Willkür beschränkte. Im Zorn konnte der rtmische Ritter seine» Sklaven de» Mnräuea zum Fratze »orwersen. Die Satznag war herzlos »ad eisern, wie der rtmische Speer a»d erdarmte sich des Uugläiklichen »icht. Der seiusinnige and kunstliebeide Grieche steht in dem Sklaven Soäloc den Gebundenen, eine letzendige Arbeitsmaschine, für die selbst Plato »ad Aristoteles kein Wott der Mild« übrig habe». Daß der Germane den Selaveakanf mit de» Sone, obschloß: .Er ist mein Sklave, ich kan» ihn steden and braten', läßt auch ans keine sonderlich menschlich« vehandlang schließe». Der Hebrüer nennt ihn «beul Arbstter, ia dem Ausdruck liegt kein Schimpf, den» jeder Jade ist ei» «hoch »äomod ra Arbeiter der Erde, sogar ehrenvoll kan» dir vezetchnnng sein, Knecht des Ewige». Selche Stellung bet de» Jade» der heidnische Knecht einnahm, kan» jedes Kind schon an« der biblischen Erzählung ersehen. Welche Vertrauensstellung genießt EUeser, der Knecht Abrahams; wie treu mrd ltetzeersilllt ist das verhLÜnis zwischen dem Knecht and der Familie des Herrn! Dem Sitlltchkeiisbewnßlsetn des Israeliten galt es als ein» der schwerste» Sünden, hatt und schlecht gegen oea Knecht zu sei». Der anglürkliche Hiob rast in seinem bittere» Schmerz und in dem vewutztset», anschnldig z» leite», lerne» Freunden za: .Hatz' ich je gebeugt bas Recht meine» K»ech>e«! I Da« Recht des kanaaaütsche» Knechts — um die biblische Ausdrucks- Weise aazuweadea — verlangt seine Freilassung, wenn der Herr bei einer Züchtigung eine» Zahn oder ei» Auge ansgcschlage» and sorgt für seine Gesnndhett, ia dem die Sabdatinhe anch dem Knechte za gewähren ist. v D» er durch »»»ahm« de« jüdische» Sittengesetzes die Freihett erlangt, s» ist der ganze Knechtszustand wohl immer als etwa« provisorisches gedacht, als ein« Frist, i» der er sich allmählich an dt« israeltttsch« Ethik grwdhnt und sich in den Stand setzt, »Is steter Plana in Selbstlacht z» letzen. Plan denk au di« staattgen Folge» der Emaozipatio, der Regersklape» für diese, and ma» wir» die Seisheit des pentaleuchtsche» Gesetze« begreife», welches diese» Rest »oa Hörigkeit mit gutem Grand« duldete, aber den «Setz dis zur Erlangung der Freiheit«urkunde durch gerechte Gesetze schützte. vielleicht dt« erhabenste Sette der soziale» Thorosatznnge» Ist der köstliche Zig, daß di« Unbemittelten und Rotleidenden et» Recht an »nsere Liebe and Hilfe haben. Es ist Rechttpflichl, daß bei der Ernte eine Getreideeckt dem Besitzlose» verbleibt, es ist Rechtspflicht, die Rachlese and die vergessen« Garde tem Arme» zu überlaste», wie es Rechtspfllcht ist, dem Grundbesitz enLehre» de» Priester dir Getreidehebe (gewthnlich I »o» 50) and dem ebenfalls ohne eignen Kar and Halm lebenden Leviten den Gerreide» zehnt in geben. Damit aber in de» vesttzlose» keine arbetts- Icheue vettlerschaft gezüchttt werde, ist di« bäuerliche Armenpstige der Thora so attgesttltet, daß der Arme sich seine'UMerstiching erardetten matz; er selbst matz die Ecke abmthe», die der Besitzer stehe» läßt, er selbst mutz di« Rachlese Hilten and die vergestene» Garbe, «stammeln, »atz er der Bodenarbeit nicht ganz eulwthnl werde. Den» Krben ist de» Menschen gottgesetzle Aufgabe: .Seih« ~ ac sollst b» «beite»' and die Ardett ist etwas göttlich Gers: Gott seltst ha« an jedem Lag ei» Schtpfnaasweri in'« »»«rufe», so habe anch sür Mensche» jeder Lag seine Ardett. Jeder Mensch, der ia ehrlichem Wirke» seine Pflicht tu», ist ein Genoste Gottes deim Wette» bau, sagt der Lalmnb, und wer — wenn wir zum Schluß das Wott so ergänze» — MI» der Enge tgene» Streben« sich p erhebe» vermag n»d auch der «rüderpichte» gedenk, gehttt zu de» Stütze» der sittliche» Wttlordnnng. Gottsetz», svist) bitte» u»sme geshtte» Leser, sich btt Be- > nndEmktuse» ans die.Attisch» Woiüozett»»,' rchsr. Kimttsche« Kn»s»ar t» Pein«. Eia Friedenswerk im Krieg« liegt hinter NN«. Unter schwielige» Verhältnisse» haben wir eine» SommerkUrsus für und Handfertigkeit atgehalten, der io» IT Lehrer» und Lehrerinnen besuch» war. Eine» Teil dieser Lehr« hat >« da« Geaeralkommaad» de« lO. Armeekorps zur Ausbildern, >itt«», da ste »ur garnisondienststhig oder klegsdeschldiat Wir ktanen z» unserer Freude fesiftelle», »atz die llnehmer an dem Kursus »icht ,«t m« nützlichen Kennttitsten id Fettigkeiten, sondern auch geköstigt »ad gestärkt anfangs itember »och Kbschluß de« Knrsns, unser Seminar mit tftem Dank »erlaffe, haben. Der.gute Srsvlg ermanlett auch eine» Winterkurstt «inzurichte», der nach de» Feieretwa am l. Rovemder seine» Anfang nehme» soll, ein« genügende Zahl von Teilnehmer» Vorhände» Ist. ir rechne» dabei besonders ans jüdisch« Lehrer! di« »»r rnisondtenstsähig oder kriegsbeschädigt find, da Ihne» jch» rlegenhttt geboten ist, eine» Handsetti^rits-Knrsns durchmache», ohne eine« Uttand» NN« ihrem Amte zu benötige», lr Wiste» bestimmt, daß di« »»ständige» Truppe,kette de» hrern keine Schwierigkeiten mache», wen» ste beantrage», dem ttvgettchttte» Ers.-Va». Inf. Reg. ksstderwiese» zu werden, lr kriegsdeschldigte Lehrer wird der Ausenlhatt vo» besonderem , rn sei», da sie ihre geschwächt« Gesuudhett hier wieder «st 'Höhe bringe» könne». Der Letter des Seminar« ist gerne lrttt. Anträge von Lehrer» ans« tatkröstigfte zu unterstütze». ~ ist aber wünschenswert, daß solche Anträge möglichst bald teilt werden, ist die Seminar-Leitung «ittetlnng da»»» ihält, da ein Kursus »nr tan» stattsi»»«» soll, wen» eine lügend« Anzahl jüdischer Lehrer sich dasür meldet. Direktor Aleraader. Geis» Gestorben ä. 7. 9. l« u. längerem sch»««» Leite» Lehrer nud Vorbeker Moritz Goi» schmtdt, 5» I-, nach 34 jähriger Amtszttt. _ kicktzbiMsk fiat WatzüiMchttkeeett i» Matt»»- fand am IT. d. M. unter Vorsitz des Poliznprüstdente» ». Giasenapp statt, z» der die Warschauer Rabbiner, l» Vertreter der Religtoaslchrrr und btt Rabbiner des Warschauer Kreise«, im Ganze» etwa 00 Vers»»«», sich insommenfande». Der Polizeipräsident erdssnete die Sttznng mstttiner Kerze» Ansprache über de» Zweck Verölung und btt Bedeutung de« Raddinerkemttees, das chtt werde» soll. De. Lohn resettett» über btt bisherig« der Entschetdnng btt reiigitse» Streitigkeiten und »tt ma» e Angelegenbett in Auknnstoeftaltrnk»»». De. H»at deeichttt r »tt Zersttrmg i» den Gemeinde» »ud weist btt Weg«, a»f >en btt Lag« der Gemttude gedestett werbe» ka»s Danach eben Di. Parlebach »nd Prof. Herold ideb^Ittische , iehangtsrage», besonders über btt Rvewendittest einer Resorm dis Ehebett in kattnreller veztehnng. AI« Redner betonte» d>! Ausgabedtt zEufttge» Raddiner-stomitett »»d chai akteristertr» di ste» Lättgkett in allgemein«» Linie». Das Rabbiner-Komitee d, steht ans 5 Rabbinern UN» 9 Stellvertreter». Sein Sitz ist Warschau. Seine Ansgab« ist, zunächst «ine» Arbeitspii» ans» beite», der geeigatt ist, seiner Hanpitttigkeit zngrnndegettgt «erde». Diese erstreck! sich ans dtt Ordnung aller relltttse» iheite»; tterhempt soll tat Komitee aus eine Einheitt» der Httgkett aller Rabbiner hinwirk«», dtt »ach Regel» erfolge, soll. I» da« Komitee wurde» vom Warschauer Rabdi»»t:>. Perlmutter, Kohena, Pozaanskl. au« dem Warschauer Kreis Reaseld nnd dm bbiner »an Radzymi» »ad als Stellvertreter dtt Rabbiner Sz m lllowizn a nud Jesiornn. Dtt I. Kitz»», de» PoöbinerZomitee» snn» am 90.9. Vorsitz u» Pros. Herold »ad in Anweenhett »»» Dr und Rad». Dr. «ohn früh 9 Uhr im Polipiprüstbinm Da« Prtfidinm setzt sich znsamme» mtt de» Rabbiner» Perlmutter, Präs., De. Poznans», vizepeäs-, Renfel» Rowh Sek., Sal. «chaua, vhjesek. I» »er Sitz»», warte ander» Frage» auch dtt RaddinerangeiegeuheÜ »er länb- Rabdinerdeztrk dehaickett. wo Meinung« verschttdenheitr» Ma» beschloß, dtt RadbbeewKvmttee sollt« im ver» eintt Monat« sei»« Entscheid»», in diese» Augettgeuheite» btu». UchUtglltA. -chWerseaz. Der Knikttbeamtt Abraham Jakodowitz b im Hohe, Greise, «Ittr. Sett ttmtttrdroche» 50 Jahr», er «» hiesiger Gerne«»», »ernflich tätig »»» war «addemitht. sei» Amt pttenUch p «sehe». Seim Gewstse» Mtfcak, mit (kfn Frömn^kett habe» chm ei» »erndtt Gedenke» t»,crh»ld »er Gttwt»», «sichert. Er noch für sei, SeeienheS, indem er bei Ltttzeile, Errz mtt Spende» dedachie, Herr »eMeinteradbiner Dr. M. Reiche» hielt »tt Leichemrde nnd pbachtt der hohe» »stttntttLRa»»»» »er verstmbene stchtzstett »mlmriÄmrlr ^ttikä»M btt Göertzontoe» Tempel am 95 jährige Feier »tt«. iör. ^Rckt^ioasgenmttb«, «, diesem kempei »imRahme» M( . ttrV 17. 9. p Cbn» öhri* $$£ , r ftttt, »st der chm zutell worbe». Rach dem Gottttdttnst« »KP Jnlttt Gisch«, die Verdienst« »tt Jubila» gische» Schi», n»b de, Gtttttdittst, wowach Gemei»»« Ldwig Adler i» «voemnart mitglieder »tt Anerknmm, n»d «erstchätzme, »nd der G«p>st»d« verdoknetschte. Soda» eim i btt Hsmad kr j »er, der 1 iuü“C i dtt litt» LUL rSK >Generalsttr. Dr.! jtgßgmosHglggmg. AstchtzemM» a»s btt AstsMatzRchh. Dach», «tt Aktiengesellschaft Hartwig 1 sich an »er ststchmm, tm 5. «rtt^anleihe mH WO« »ud dtt ^«chäaal b» Gesellschaft mit 15^0 500000 100000 wr. \ Werts». Fr«, Dinklar Mitte» metttbe I00Q0 Mart «l« Grundstock s" »etti». Am 1«. 9. Kerb Ul . Fra»Ger>r»»G«r»ckttd.zerö»itt»ttH»»IH« der Aller verbirg»»,« stnstnlt »er jüdisch» Schtnhanser, Alle«. Otwohi dtt Lohlngstchtt , . Jahn ihr» A»cktt waltet«, htt ste sich mach ich» PstichWtttz ihre» lauten» Eharatwr »»» deirch die stttr Httgad« sstr tt» «vhl der Hoöptveiite, »tt ttlsettche vertrmm» In Werts,d«gi»g Fr«» R»»»tzv»»h. . Lützewpiatz », (Mt *«ttl» dtt nrst. {M. deeiatt» §». wo, «ach») den 70. GettrtsttP. Sie ' tt«»st. der DB* p» DWH» JwD* »tt» sorpnehöttstttt da Ist», «o I» dtt Vorst» Fr. Santtttmnt De. vikwr, stell», rar Santlttsret Dr. Kinglingsheim«, zur Seik trat. Wott». Dtt d«Itt»tt Getreidett »edel Le »in in Pos« destchtsestüOj tt tt »eretz Inhaberin, Fr«, Fa»»» ir 7». Lebttstthr t» tttstipr «tt tk Jubüari, har -»lätlich , sväd der Armetterwakttg l ihr 7». «ebttttchr t» ^sttnr bellen»«». - Dtt Jiblltti, he« i lap« dem Spendttsttd der D Wtte». Mtt gut tt Famtüe» habe», bemetst »n Fa», »atz »tt l Kleh», 90 John alt, t» dem Reskwaatt s ohne jede Nitnboichttg tätig ist. Wttttststt. «st der »m »Iniglichm unter «ttsttz »tt PrttieqittschnttatlMH. Ku mmerew Ägeha ltt» AbitmiettnGrüsttg e' Spie» an» Hehns»lz» tt» Je»j»R »o st»! n. htträ»; Mt MMAct 4. *«14«« ... » KI KMfn^npa M | daß aste Wchchwtttztt «sttt oesttzck» stest,», »nd tttt Wünsch«, btt dtt Rachstch««,' tt» I »der »tt Anstell»», »ach st«» »na »tt tt »ao pstüotzi »tt Wahttiitt, »st Feldtzssttzezstgm tt dtt |k IW* Dtt «MM ka bttttw» »esthchlcha |W| kt ( stell« überhaupt istcht bttttMt, me» tttt M »tt prichtttte Gstchwerbe» sühn» war p i

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