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Jüdische Volkszeitung · 1916-09-15 · 37 (15.9.1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
22 (1916)
Issue
37 (15.9.1916)
Date
1916-09-15
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Brok«, kl |fl. 5«Ptt«der W6. Mische voürMnl-. )M4m Di- A«rgo»spraste » ta» jüdistßn, Sst»ke» Die Vertreter der jüdischen Bevölkerung Warschaus habe» i« Konzerthaus Harmonia eine Versammlung adgehalten und eine E»tfchließung angenommen, in der beanlragt wird, iu «Ulen städtischen jüdischen Schulen den Unterlicht nicht in polnischer oder deutscher, sondern «u der jüdischen Iargonsprache abhalten zu lassen. - JU* de, kftilM für jüdische Gßdachlsse. Während de« Monat« Jul« «fanden sich «n den Heimen und Herberge» der Lektion für jübisch«Obdachlose520 Personen. tanutter88 Männer. 119 Krauen. 14S Jtnabts »nd 170 Mädchen. Diese» Obdachlosen wurden während d,r Berichtszeir I5S49 Frühstücks und dieselbe Zahl Mittag, und Abendessen vetabfolgt. Seit' dem Bestehen der Lektion wurden insgesamt 4 068 287 Frühstücks Mittags, und «deudpsrttoneu verabfolgt und 1433311 Aach:, lager gewöhn. Die Einnahmen der Lektion betrugen im Monat Jul« 12 301,IS Rudel, die Ausgaben dagegen nur 8357.6«; R. Keim für Jüdische Mektter. Die Lektion füx sdöachloie Juden wandte >fich au die Abteilung für Krankenhäuser und Wohlsahnseinngstuugeu und^riuchte. rin neue- Her« für jüdische Bettler zu erbff-en. Die Abteilung versprach, diese Angelegenheit beim Magistrat zu unterstütze». Hle-er jümlfche MslL«sch«ke» i» Mt»l»ll«Ü ichreibt die dort. Ztg.: Dank der unermüdlicheri Lotigkeit der deutscher. Verwaltung find die Vorbereitungen sowett gediehen, daß am WO. September die jüdische» Volksschule» eröffnet werden können. E« wärest viel« Schwierigkeiten zu überwinde», um jetzt mitten ,« Kriege dies« Auiturwerk einzuleüe». Geeignete Raume muhte» beschafft, genügend vorgebildete Lehrer herangezogen, der Lehrplan entworfen werden. Und doch wurde oas Ziel erreicht. Auch die jüdische Bevölkerung wird ihre Volksschulen habe» und tamtt nngegliedert werde» io den StoatsorgaiiSmu«, dessen Grundlage die schule ist. damit teilnehmen an de»'Kulturleben. von dem sie uuter russischer Herrschaft ebenso wie die übrig«» Aremdvölter. systematisch ferngehalken worden waren. Denn die Schule», die d:e jüdische Bevölkerung bieder hatte, boten nicht« von de«, was nach deutschen Begriffen eine Volksschule lern soll. Der Lehrstoff war zumeist auf Religio«, uno Hebräiich beschränkt uud genügte auch dann, wenn andere U«urrrrchlSsächer hiozukame». nicht im Entfernteste». um den Schulkindern öre Grundlagen eine» Allgemein» dildung zu gebe» -r denn er wurde von pädagogisch nicht ge» bildeten Lehrern nach einer geisttötenden veralteten Methode - deiaebracht. Und dazu litt durch 4 bi« 8 ständigen Aufeut» . hau in engen, kaum gelüfteten Zimmern (Zimmer-Cheder), da» her Chederlchulen. die Teile der Wohnung de« Lehrer« waren, die Gesundheit der Kinder; ja nicht selten marin in diesen Eheberschulen öre Keime vieler ansteckender Kraokheileu zu suchen. Mit der Eröffnung der jüdischen Volksschulen werden auch die Chederichulen noch nicht verschwinde». Zu der Stadt Bialyftok find allein 55 solcher Schulen cenedmigl worden. Zar Bedingung, wurde ihnen aber gemacht. datz der Unterricht io gelegt wird, daß d«e Kinder nicht am Beiuch der Volksschule behiudert werden, daß ferner nur in Religion und Hebräisch unterrichtet wird. Such in hygienycher Hinsicht mußten die Räume allen Anforderungen entsprechen; Saudeikett, Raum». Licht» uud Lufwörhältnisse, auch die Äbortanlagen wurden revl» diert und eine»Schülerzahl 'eftgeletzt. dw höchsten« irr den Räumen unterrichtet «verden darf. Doch die Bedeutung der Chederschule« für da« Leben der südischen Kinder wttd zurückrrereu. Ei»e neue Welt wird ihnen dre nach deutscher Sn eingerichtete Volksschule erschließen, nach pädagogischen Grundsätzen wrro ihnen da« unbedingt erforder» liche Wiffen beigedracht. ihr Verstand und ihr Gemüt gebildet werden. Um ebenso, wie die deutsche und polnische Jugend jetzt freudig zu ihren Schalen eilt, «verden auch die jüdischen Kinder .ihre' Schule lieb gewinnen. Das Schulgeld «st auf 2.50 Mark wonatlich festgesktzt worben. Allen Ettern, die zur Zahlung diese« Schulgelde« m der Lage stad, ist die Pflicht auferlegt. ihre Kinder vom 6. bis 14. Ltdrnejahr in diese Schulen zu schicken. Bei mehreren Kindem in einer Familie und bei nachweisbarer Bedürftigkeit kann bas Schulgeld ermäßigt werden. MiakylloÜ. ft« Küche kür Strahrntinder, in der etwa 75 Ktuder unentgeltlich gespeist werden können, wurde vom jüdischen Zugendoerein in der Gymnafialftraße eröffnet. Gegen» wärrig d kistigt sie Küche etwa 60 Kinder, Mädchen und Knaben, im Aller von 5 bi- 11 Z Die Kinder kommen um l l Uhr vpr». dorthin, erhalten ern warmes Mittagessen und bleiben bis nachm. 5 Uhr. In dieser Zeit werden sie in S Abteilungen, brs 7, .7—8 u. 8—11 Zahrm. von Mitgliedern de/ Vereins mit Spielen und unterhaltenden Gesprächen beschäftigt. Beim Bertafseü der Küche erhalten die Kinder noch einmal Essen. Es ist die erste tzmnchwng geschaffen, die sich der bettelnden und .zerlumpte,, Straßenkindrr avirmmr. Hoffentlich werden die Kinder auch mit allerhand nützlichen Beschäfttaungeu bedacht; besonders der Reinlichkeit wäre die grüßte Aufmerksamkeit zu widmen, die grade der Straßenjugeud ein unbekannter Begriff ist. — Da« Kinderßet» Fkerez (DeuischeStraße) wurde anfangs von etwa 50 Kindern besucht. Zar v. M. mußte wegen größerer Besucherzahl die Anstalt vergrößert werden. Gegenwärtig werden im Heim über l00 Kinder au« den notleidenden Arbeiterfamilien erzogen und zweimal täglich grsp. ist. Der Kassenbericht v. 29. 3.—31.7. schließt in Einnahme und Ausgabe mit 2883,17 M. ab. Dte Einnahmen setzen sich zusammen aus sreiwilllgeit Spenden, Enrüzeu von llnkerbattungSadeaden, einer Unter» stütznng d»r Stadtverwaltung »nd anderen Beträgen. Bei den Ansgad.n steht die Summe für Lebensmittel an erster Stelle, dann folge»; Beträge für velschiedcne Einrichtungen nnd Air» schaffuttgen. T»ä«m (Go»v. Siedlce). Im Klecken Stoczek brach au« unbekannter Ursache Feuer an«, wobei 49 Hauser eingeäschert wurde«. 512 Personen sind obdachlos geworden. 10 christliche und 70 jüdische Familien befinden sich in größter Rot. Es wurde un Hilfeausschuß ine Leben gerufen, au dessen Spitze der Propst Kurkowski und der Rabbi «erGo ldbcrg stehen. Die Behörde stellte den Abgebrannten Getreide und Bauholz zur Beifügung. Gomafcho». Der Musikv«rein ,H a j o m i r* hielt die Hauptversammlung ab. Zw Rov. v. I. hatte er die Tätig» keit mit 76 Mitgliedern wiederaufgenommen, jetzt zählt er 178. Der Lebenemittelladeu de« B. wird von 160Mitgl. in Anspruch genommen uud erzielte während seine« dreimonatlichen Bestehen« eine» Umsatz von 12.000 M. In die Verwaltung wurden gewählt: Zug. Z. Zielinski. H. Lopan, S. Pizckyi. M. Wrißderg, P. Duhit, I. Dreher, S. Bornftein und D. Weinzet. Ausland. Schwarj« Z»d«> i» 2»-irn Schwarze Juden gibt ei bekanntlich io Abeffyi ren Aber auch i« fernen Indien wohnt ein jüdischer Voiköstamu« mit schwarzer Hautlarve. Zu, fernsten Indien haust ein Volksstamm von einer Erg«nan. dre durchaus dazu angetan »st. daß öic gelehrtesten K^ffefichum seine Herkunit er ollwiö knmmrnu^üßten. Da« find die Juden ron Kotichm. Woher die auffällige Karbe? (nd hnnftl. fast schätarz wie die de« Reger»), woher di« Raffe? (au«, gesprochen euro^äiich jüdisch-. Die heilige Schrift erstitt Suekuusi.- Bor 3000 Jahren rüstete König Salomo Zu wiederholten Male» umständliche Küftcusahrten zu Handelszvtcken nach dem jagenhasten Lande Ofir aus (unserem heutige» Ostarnka). Die bauerten jede gut ihre 3 Jahre. Manche von den Teilnehmern -fiedelten sich, dann lve»zerwandernd. in diesen fernen Landen an. gründeten Stämme, die sich durch die Jahrtausende zu erholten wußten. Zu ihnen gehöre» diese „schwarzen Juden', denn de» stimmte Brdeltexte sprechen von ihnen so greifbar deutlich, daß ihre Identität jetzt al« einwaudsfrei seftgestellt erachtet werden kann. Auf eem letzten der ,osteuropäischen EmpfaagSabende''. die die in Berliu geschaffenen Verbände für ein nähere« Bc» kanntwerden mit den un« im Osten und Südcstcu neu Bcrdü» deteu jeden Mittwoch im Hotel „Prinz AlbreLt" zu Berlm adhalte». zeigte in hochintcreffanter Weist die Zusammenhänge Dr. Hetmanu von Gtadeu auf, der Gast tti Lotschin auf ferner Indienreise gcweien ist. Paniarchenhafk-ehrwürdig kamen ihm die schwarten jüdischen Honorattoren entgegen, auffallend freundlich in jenen «zücken, wo man — der Er^länder hat Schuld! ionft dem Europaerdenkbar mißtrauischgegeaüdelsteht. Die Leute haben ihre eigene Synagoge mitten i« Jnderreich; sie kleiden sich europäisch, üben ihren Kultus nach alte« Ritus aii«. kurz: fie find dieselben gedtteben, obwohl die» Jahrtausende darüber verstrichen fi,o. Bezeichnend ist. daß ihnen, wie de» waffentüchtrgsteu Elemeot^u de« ZndervolkrS. der Haß gegen den brrttschen Vampyr bi« ,n« Herzblut geht. Der Brite hat auch diese« schöne Kolschm. schon weil ei einen schönen Hafen hat. frühzeitig als d<r ,von Gott gewollte Herr der Schöpfung" nugehamfteN. Di.' schwarzen Juden aber hegen mit den ihnen glaudeuSfremden LarrdeSgenoffeu den lumgsten Wunsch, daß dieser Krieg baldigst zu Ende gehen möge, damit die Bezwinger Indienendlich die Waffen zu spüren bekämen, dte zu führen fie die friedlich« Eingeborenen hrrrenmäßig (für ihre Zwecke) gelehrt habe». Wiffen fie doch, daß au« «tgländermunde das frivole Won kam: .Der tote Hüröu ist da beste . . Besonders intereffaat ist da« Verhältnis zwischen der 'chwarzcn jüdischen Kolonie und einer auch seit langen Zeiten dort heimischen weißen jüdischeil Gemeinde. Die schwarzen Juden leb« völlig von den weißen getrennt, halte« für sich ihre Gottesdienste. Hdrat zwischen schwarzen und weiß n Juden ist aurgeschloffen. Aeußerlich ist der Unterschied zwischen beiden i^ememve.« um io anffallender. al« unter den weißen Juden sehr viele blonde Typen find. Kotschia ist nach langem Schlafe, in den es feit der portugiesischen Blütezeit gefallen war, durch die wachinrde Beachtung, die sein Hafen fand, erwacht, nicht zu» wenigsten durch die Betätigung der Hamburg —Amertka» Livle und anderer deutsche« SchiffahrtSgesellschasten. die in diestli w>.!>vnl»renen Winkel als Kulturträger kamen. Nllhla«d Die der Anden in HLnkkand. Rußkoje Slowo und Ron oje Wrewja bestätigen, taß i<i Finonzmiuister Bark tiBlir dem Einfluß englischer und amerikanischer FinanzgrÜßen den Snstsß zu einer Rcvinon der die russischen Juden betreffenden Gesktze und Verordnungen gegeben habe. DaS Ministeriu« des Innern soll bereit« einer Erweiterung des Ansiedlungsrechteder 5-uden zugestimmr. sich aber gegen die Aufhebung der Aust»a-,nelkschränkung<n der jüdischen Schüler iu den Unter richtsanstatten ercklärt haben. Stürmer habe da? Wiederer» scheinen der vor einigen Jahren unterdrüikten Aeitschristen in jüdischer Sprache gestattet. Dagegen wstd aus P.tersdurg gemeldet. daß der ^Gazetla PolSka' z««folge die russischen Re» grcrnngSkreise eine Reform der Gesetzgebung über die Rechte der Jude« als nicht aktuell bezeichnen. Die jüdische Frage habe dlSher daS Gebiet der rein akademitchen Diskussion nicht verlassen und fei noch nicht geklän. Die Krage der Erlauvnis ffir die Inden. Grundbesitz in Rrlßland zu erwerben, 'cheide von vornherein au«. _ L«gla»d. Die A»gß der rnsslfche« Ande» in E»tzt«»d vor dem Abfchub nach Rußland scheint gewaltigen Umfang erreicht zu haben. Sie drängen sich znm Eintritt in die englische Armee, um die russische zu vermeiden. Der S taa t s s ek r e tä r de« Innern Samuel teilte im englischen Unterhause mrt, daß sich ein Ausschuß von russischen Juden bei rhm angemeldet und sich bereit erklärt habe, in London uud andere» Städten unter seinen Landsleuten für den freiwilligen Eintritt in die Armee zu werben. Alle, die freiwillig Menst nähmen und baS englisch« Bürgerrecht er« werben müßte«, würden nach drei Monaten kostenlos iu den britischen Untertanenverband anfgenoormen werden. Ferner «r. SZ Kül die Zeit vom 1. »agnst ISIS bi« l. Juli 1916 wurden vom Hilfskomile an die hiesige arme jüdische Bevölkerung sowie an WohltätigkeitSaustalte« 20595,80 Mark vetteilt. Die Einnahmen setzen sich wie folgt zusammen: von der Bürgermiliz 800 Mk.. vomHilssverei» der deutsch!»Jude» in Berlin 23 624 Mk.. von der Warschauer Armenscktio» 900Mk., vom Kreischef in Hieradz 1059 Mk., vom Bürge»»reister Dr. RvSner 235 Mk.. von der Osterdrotstcuer 4624 Mk. und anunmittelbaren Spenden 10 Mk., insgesamt 21 *250 Mk. Agierz. Zn der deutschen Volksküche wurden i« Juli 56 000 Mittagessen verabfolgt, in der polnischen 62 000, tu der jüdischen 17000, in -dermartawitischen 28000. »n-gesa«t 163000. Der jüdische Handwerkerklub verabfolgte an leine Mitglieder etwa 3000 Mittagessen. Da» Lodzer Tetze«. Die Verwaltung der Lütleo-efellchast der M-»»f^tt»re» von ZA. Ailßcrlle » hat cen flühere» Beschluß, ihre Fadrikschule zu schließen, wieder aufgchobtN und wird diele weiter führen. Die Schule bisher von etwa 200 Arbeiterkindern besucht. Lei der erste» jüd'sche» K'adeiüüche wird am Dienstag eine uneugettliche Schule für Knaben und Mädchen eröffnet. Die Kinder werden uneittgeltlich Beköstigung. Bekleidung. Schreibmaterialien'und Bücher erhalten. Der jstd:sche HAüfche»ercketl»»ß»»-rei» hat seine Tätigkeit bereit« aurgeuommen und in der Konstonttner»Ltr. 6 ein Lokal gemietet. — Der jüd sche Kilktver-i» .chzr«" verteilte in den letzten 6 M«naten 354 Pfd. Leise an 506 Personen. 556 Pfd. Soda an 508 Perionen. 27616 Pfd. Stroh an 1277 Personen, 2564 Quarr M:lch. 771 Flaschen Kefir. 2890 Semmeln un» Milch für 120 Säuglinge. — Her Merei» ,#fr» Meßir»' richtet im Hau,e Lagiewniker-Sttaße 16 eine billige Vrotverkrufsstelle ein. Täglich werden etwa 350 Brote zum Verkauf gelange-.. — Der Merei» ,^i»a»Kach-ti«^ ver» teilt im Ambulatorium täglich Eiechocineker salz für arme Kranke. — Zum Besten des Vereins fand am 15. 8. im Helenendof ei» Gartenfest statt. — Derj Kra»Üe«Pstege»ere'» ,W Ünr-Etzokt«' erteilte im Juli durch seine Aerzre in 226 Füllen Hilfe, ambulatorisch wurden 182 Kranke behandelt; verabfolgt wurden: 413 Arzneien. 308 Quarr Milch. 15'/. Psd. Zucker, 30 Lot 20 Bä^er. 70 Pr. Bädersalz. — Der Ara»Üe»Psteg-- verein „Mischmea-Aacholim' verabfolgte im Monat Juli an Kranke 150 Q iart Mi'.ch, 165 Lot Butler. 20 Pf. Manna» grütze und 15 Pf. Grütze. — Per Acrei» „^.'.»a« Aazedeü^. Im Juni und Juli behandelte daS Lmdu!aronnm 736 Kranke; die Bereinsärzte st^leteu in l 15 Fällen unentgeltliche Krankenbesuche ad, verabfolgt wurden 739 Arzneien. 211 Krankenwachen wurden gehalren. Die Lebenemittelgenoffenschaft des Vereins zählt bereit« 600 Mitglieder. — P < ist. Irre»tzeil- «»statt in der Fröhlichen Straße (Wesola) ist erweitert und gründlich aufgefrischt worden. — Die Behörde!: haben die Gründung ,Bereinigung der Leichenträger* (Rosse Hnmilo), (Gründer Herr Abraham Leib Letteise») genehmigt und deren Satzungen bestätigt. — ^kl-tzticher Fad. Der Besitzer de« Kinos „Aikabia' (Petnkauer-Ttr. 22). Daoid Bernstein. 51 Jahre alt. ist in der Kinokanzlei plötzlich gestorben. B. war vor einigen Jahren Ehorsängcr un Thalia- Theater. zuletzt Chorsänger in der Synagoge in der Prome» nadenstr. würden eigene Gerichtshöfe gebildet werden, bei denen die Russen unter denselben Bedingungen wie die Engländer um Befreiung vom Militürdienst ersuchen könnten. Der freiwillige Eintritt in die Armee werde bis zum 30. September möglich sein. — Verschiedene Abgeordnete, die für die Abschiebung der russischen Untertanen nach Rußland find, verlangten, daß in dieser An^ gelcgenheit nicht« unternommen »erde, bi« das Parlament im Qktober wieder Zusammentritt und Gelegenheit geboten wird, über den Gegenstand zu verhandeln. Bulgarien- Soft«. Bald nach Eintritt Bulgariens in den Weltkrieg iahen sich die meisten jüdischen Vereine genötigt, ihre Tätigkeit einzustellen. Aber nach uud nach gelang es ihnen, wieder dieselbe aufzuuchmen, um fie in noch größerem Maßftade auszuführen. So mußte auch die Vereinigung zur »Pflege der jüdischen Sprache uud Eultur". eine für die bulgarische Zudenheit außerordentlich bedeutungsvolle Znstittnion. infolge des Krieges ihre gesamte mühevolle Arbeit unterbrechen, während sie heute schon wieder zu neuem Leben emporqedlüht ist- Diese Organisation zählt in Bulgarien allein 14 ComiteS. deren j^bc allwüLeuttich Versammlungen abhällin welchen jüdische Tagesfragim uud jüd. Literatur erbrten werden. Bon Zeit zu Zeit fanden öffttitliche Uutcrhaltungsabende statt. Crtt:1 Erlös den jüdischen Soldaten an der Front, sowie jüd. Soldatenfämilien, welche durch den Krieg ihre« Ernährer« beraubt wvrden find, zugute kamen. — - Türkei. S st. Fkasch«, Kommandant dr« . . Armeekorps hat sich ourch sein große« Znteresse und sein güttgcs Wohl» wollen der jüdlsch-türkischen Einwohnerschaft gegenüber bei derselben unvergängliche Liebe und Verehrung erworben. Auf seinen Inspektionsreisen in Palästina legte S. E. stets großen Wert darauf, in allen Städten, welche er besuchte, die jüdischen Jnstitutkonen zu besichtigen und sich von den jüd. Gemeinde, venretern genauen Bericht über die Lage der dortigen Jude» erstatten zu lassen. S« wurde anläßlich des letzten Ansenthaltes Djömal Pascha in Jaffa, an der dorugen jüd. Musikschule „Sulamuh^ ihm zu Ehren ein großes Conzett veranstaltet, welche« der General mit seinem gefa»tten Stabe beiwohnte. Da« Conzert fand großen Be.fall. Bor der Abreise taufte und beglückwünschte Djömal Pascha den Direktor der Mastkschule. Herrn Hopenko, sowie Frl. Amsel zu de« genußreichen Verlaus deS Abend« uud sprach auch seine vollste Zufriedenheit für di« gesamte Leitung de« Unternehme« ans.

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