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Jüdische Volkszeitung · 1916-09-15 · 37 (15.9.1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
22 (1916)
Issue
37 (15.9.1916)
Date
1916-09-15
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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3WH»t 0»Bndtw» Bmkn, ka sS jtptoakr MH. Sr. K vir ftafte BddfstrtessaakUK- Nach rincm Zetttaum »nn fahr Stauten, in ien untere tapfere» Truppe» neue gMnjenbe Waffen erfolge errungen und vor all»« die große Geueralossensive unserer Gegner zum Scheitern gebracht habe», geht bat Reich von neue« daran, die finanzielle Kriegsrüflvng zu stärken, um der graue» Mauer, die bat Saterland vor de» Einbringen der Feinde schlißt, auch umgekehrt den sicheren Riiikhalt de» Baterlande« zu geben. Wer diese »bficht zu würdigen versteh«, der weiß auch, daß er dem Reiche mit der Beteiligung a» der 5. Kriegsanleihe kein Opfer bring«, sondern fich selbst am meisten nützt. Denn alle Werte und Gäter, aller Wohlstand und alle Arbeit linnen nur erhalten «erden »nd sortbestehe», wenn wir unsere» Heere und unserer Marine die Waffen liefern, um de» Feind abznweheen und ihn endgültig niederznringen, Des Reiches Lasten, so mag dieser oder jener Zaghafte denken, find seit dem Kriegsausbruch gewaltig gestiegen, Wohl richtig, Unzweifelhaft ist die Bürde der Kriegskaften schwer, aber wir dürfen, wenn wir heute die Last de« Reiche» vom Slandpnnfte de« Anleihe, enoerber« an» beurteilen, nicht oergeffen, daß da» deutsche Nationalvermögen ein vielfaches oon dem beträgt, was bisher im Kriege verausgabt worden ist. Und, was noch wichtiger sein bärste: Die Kapitalkrast der Volkswirtschaft hat fich keinesfalls i» demselben Maße vermindert, wie die Anleiheschnld des Reiche« gestiegen ist. Wir wissen ja, daß der weitaus grtßte Teil de« vom Reiche verausgabten Geldes innerhalb der Reichsgrenzen verblieben ist, und daß de« Reiches Gläubiger die eigenen Bewohner des Reiche« find, veftachten wir Staatsand Volkswirtschaft als ein Ganzes, so ergib« fich daran«,-daß abgesehen von den durch den Krieg vernichteten Gätern nur ein Wechsel lnnerhalb des Besitze« eingetreten ist. Zudem bilden die territorialen Pfänder, die wir vom feindttchen Gebiet in Hände» haben, eine Sicherung dafür, daß fich die Worte de« Staatssekretärs Dr, Helfferich erfülle» werden: .Das Bleigewicht der Milliarde» sollen die Anstifter des Krieges t» Zukunft hernmschleppen, nicht »st.» Sri-«« »ir ««Irre» 5ri,d«n «iekr di« Uarrschöpflichtrü aafem Kraft ««» ka aaerfchiitterlichea Claaka a* ka Sieg der SrutralloSchtr! Dun wir das, so ist der Erfolg auch der b. Kriegsanleihe gesichert, und den Regierungen der uns feindlichen Länder wird e» Immer schwerer werden, bei ihren Völker» für das Märchen von der Mbglichkest der Vernichtung Deutschland« Gläubige zn finden. Die Ausstattung der i, Kriegsanleihe lehnt fich eng an die bet den früheren Kriegsanleihen gewählte und insbesondere an die Bedingungen der ». Kriegsanleihe an. Wieder wird in erster Linie dem deutschen Kapital eine b'/.ige Deutsche Hleich»a»keihe angeb oten, nnünndöar bi» 1924, wobei gleich bemerft sei, daß die Wirte .unkündbar bis 1924* keine Verkaufs- oder Verfügungsbeschränkung de« Anletheinhaber« a»kündige», sondern nur besagen, daß das Reich den Nennwert der Anleihe nicht vor de» erwähnten Zeitpnnfte znrückzahlen, bis dbhin auch keine Herabsetzung de« Zinsfußes vornehmen darf. Daß auch später eine Herabsetzung des Zinsfußes nur in der Weise möglich ist, daß da« Reich dem Inhaber wahlweise die Rückzahlung zu» volle» Nennwert anbietet, ist bekannt, Rebe» der L'/,igra Reichtanlethe werden 4'/,'/,ige Hleicheschnb.nweifnngen ansgegeben. Hinsichtlich ihrer Sicher, heit unterscheiden fich die Schatzanweifnugra in keiner Weise von den ö'/,igra Anleihe», wie überhaupt beide ihrem inneren Werte nach alle» sch»» früher ansgegebenen Deutschen Reichsaalethen gleichen und wie diese zur Anlegung von Mündel, beider» verwendet werde» dürfen. Mft dem Wone .Schatzauwei sangen* wird nur zum Ausdruck gebracht, daß die Laus, zeit von varnhedeiu begrenzt ist, d. h,, daß das Reich fich »er. pflichtet, diese Schatzanweifnngen in einem genau feststehenden, verhältnismäßig kurzen Zeitraum mit ihrem Nennwert einznlösen. Vit tft»frf»K«ti3< RtMpauMlK »ikd z»> Kntft oo« 98'/. <Sch»sHß«ch«i«aa->m-«> 98^0•/.) a«z«zrdr, J Der einznzahlente Betrag ist indes niedriger als 98'/,, »eil der ginsenlans der Anleihe erst am I, April 1917 beginnt, die bis dahin de» Anleihezeichner znstehende» Zinsen aber ihm sofort vergütet «erde». Hierdurch ermäßigt fich der Zeichnnngspreis di« um 2diese« nämlich in de» Falle, wen» der ga«e Gegenwert der Anleihe am 30. September bezahlt wird. Stelen mir in bezug auf den Ansgabepreis einen vergleich mft der 4. Kriegsanleihe an, so, sehen wir, daß der Erwerb der i. Kriegs inleihe, rein äußerlich betrachtet, jetzt um >/,'/» günstiger ist. Da« ist jedmh, wie zugegeben werden muß, nur ein scheinbarer Vorteil, «eil nenn nicht vergesse» bars, daß der ö'/.lge Zinsfuß dem Anleiheerwerber jetzt ans g Jahre (bet der 4. Kriegsanleihe waren es hingegen 8'/, Jahres gesichert ist. Denn, wie schon oben gesagt, da« Reich kann vom Oftober des Jahre« >924 an die Anleihe zum Nennwerte znrückzahlen. Die Aettoverzinsnn» der ö'/,ige» Reichsanleihe beläuft fich bet einem Kurst von 98'/, ans 5,10*/, und, wenn die Rückzahlung im Jahre 1924 erfolgen sollte (infolge de« dann eintretenden Kursgewinne« von 2%), ans S,85'/»- Das Ist angesichts der allererste» Sieherheit, die eine Deutsche Reichsanleihe darstellt, ein außerordentlich günstige« Angebot, Freilich ist es nicht so reichlich bemeffe» wie das, da« dst französische Regierung für ihre ü'/,ige »Sstgesanleihe* dem französische» Kapital der Not gehorchend gemacht hat; nicht 98, sondern nur 88'/, konnte Frankreich für seine re/,ige Reust brutto erlösen, ei» recht deutliche« Anzeichen dafür, »aß es um dst ftanztfischen Finanzen im Vergleich mit den deutsche» recht schlecht bestellt ist. Der Ansgabeprei« der Schatzanmeisnngen beträgt ohne Berücksichtigung der bis ans l'/.l, aufsteigenden Zinsver. gütnng 9i\, und da hier der Zinsfuß fich aafi'1,% beläuft, von 4,74*|,. Hinzu kommt Haber der Sehatzanwetsnnge» findet durch Auslosung inner- Jahre 1923, stall und verbürgt dem Schatzanwetsungsbesitzch einen ficheren Gewinn von 5*/,, »er frühesten« im Jahre 1923, spätestens im Jahre 1982, stütz wstd und im günstigsten Falle da« Zinsenerstägnit ans 5,51'., im ungünstigsten ans io?', steigert. Beide Anleihen, dst ö'/.tze bis 1924 unkündbare Meichsanleihe and dst 4 V/,» igen Rttchsschatzanweisnngen, Bibra ihre besonderen and großen Vorteile, und e» muß mithin dem Ermessen des einzelnen Zeichners überlaffen blesben, wofür er sich entscheidet, von einer Begrenzung der Aglei he best tge wurde nach den gute» Erfolgen der vier ersten ibileihen sowohl für die Reichsanleihen als auch für die Sebatzaijweisnngra wiederum abgesehen. Wer kann sich »nn an den Zeichnungen beteiligen 7 Etwa der Großkapitalift nur? . Weit gefehlt! Such der Kleinste Spa«» kann es. Dran, es gibt Anleihestücke und Echatzonweisunge» bis zu 100 M herunter, und die Zahlungstermine sind so -bequem gelegt, daß jeder, der heute zwar über keine flüssigen Mistel verfügt, sie ater im nächsten viesteljahr zu erwarten hat, schon jetzt nnbesovgt seine Zeichnung anmeldra kann. Das Nähere über die Elnzahlnngstermine ergibt sich mst aller Klarheit an« der im Anzeigenteil dieser Nummer evthaftenen Bekanntmachung, Hervorgehoben sei hier nur, daß jemand, der 100 M. Kriegsanleihe zeichnet, den ganzen Betrag erst am 4, Februar 1917 rinznzahlen braucht. Der erste treiwitltze Finzatzknngotermin ist der 8V, Septem bst. Ihn werden sich alle die zunutze Machen, dst so frühzeitig wie möglich in den hohen Zinigennß treten wollen. Obwohl am 30, Septewber mit dst Einzahlung begonnen werden kann, werden Seichnnngranmekdnngra bis zum ö, Oftobst entgegengenommen. Es wstden nämlich die Fälle nicht selten sein, in denen jemand sich zwar gern an dst Zeichnung beteiligen möchte, zunächst adst abwarte», will, ob gewiffe, in den ersten Tagen des neue» Vierteljahrs! fällige'Beträge auch eingehra. Allen denen, die sich in solch« Lage befinden, soll dadurch iat> gegengekommen werden, daß dst Zeichanngsftist erst am 5, Oktober adlänft. JB» gezeichnet wstden Kenn, wstd den meisten unsrer Leser bekannt sein: Jmmsthin sei erwähnt, daß bei dem Kontor der Reichshanptbank sä» Werqmpiere in Berlin und bei allen Zweiganstalten dst Reichsbank mit Kaffraeinrichinng Zeichnungen entgegengraommen ««den, anßerpem können Zeichnungen erfolgen durch Vermittlung t« Königlichen Ssthavdlung (Preußischen Staatsbank), dst Preußischen ^enttal-Graoffenschafts-Kasse tu Berlin, d« Königlichen Hanptbauk in Rürubag und ihr« Zweiganstattra sowst sämtlichst deutschen Banken, Bankier«, öffentlichen Sparkassen. Lebensverfichernags-Gesellschasten und durch dst Poftanstalstn, Vst Astchnnnge» auf Schnkdtzncheintrngnngen find um für dst ö'/,tzen Reichsanleihen, nicht ab« für dst flleichsschatzauweisnngen zulässig, und zwar an« dem Grande, »eil dst Schnldbncheintragung möglichst für solche Anstihedesitz« vorgesehen ist, die ans Jahre hstiaus an ihre« Besitze sesthaltra wollen. Das ist bei den Reichsschatzauweisnuaeu nicht ohne.weitstes möglich, weil ja, wst wir oben gesehen haben, dst Tilgung innerhalb eines vnhältniimäßig kurzen Zeitraumes erfolgt. Obwohl die Eintragung in das Retchsschnldbnch für den Anleiheinhabst ganz besonders große Vorteile mit sich bringt, indem st sich nicht nm dle Susbewahrung seine« vermögen«, dst Zinsschetnabttrannng nsw, zu kümmern braucht, ist, wst gleichfall« schon gesagt, dst Zeichnnngsprei« hstr um 20 Pfg, nstdrign, weil denen, die die Kriegsanleihe als dauernde Kapitalanlage betrachten, ein besondste« Entgegenkommen bewiesen wstden soll. Wie bei frühsten Zeichnungen, so auch jetzt, Höft man zuweilen von einigen Zaghaften die Frage answerfen, ob e« auch möglich sein werde, da« in den Kriegsanleihen angelegte Geld, falls diese» nach dem Fttedensschlnß für andere Zwecke von dem Eigentümer gebraucht werden sollte, schnell mied« flüssig zu machen. Auf solche Fragen ist zunächst zu erwidern, daß ebenso wie die Darlehnikasten die Beteiligung an d« Zeichnung aus die Kriegsanleihe allen denen nleichtnn, die fich das Geld zunächst durch die vstpsändnng ältstst Kriegsanleihen ödst ander« Wertpapiere beschaffen wollen, auch ans Jahre hinaus nach dst Krstgsberadiguug den Snleiheinhabern von den DarlehnSkaffen die Möglichkeit zur Lombardstrnng ihre« Besitze« ,u günstigen Bedingungen gewährt wstd. Darüber hinan« ab« können wir Mitteilen, daß von den maßgebenden Stellen Bedacht darauf genommen wstden wstd, den Bstkauf von Kriegsanleihe nach dem Sttege nntst angemeffenen Bedingungen zu ermöglichen, t. Niemand darf zögern bei dst Erfüllung lein» vaterländischen «Pflicht, jedstmann kann überzengt sein: Es gibt keine befiste Kapitalanlage als die Kriegsanleihe, für deren Eichstheit die Straerkrast aller Bewohn» des Reiches und, das Bstmögen all» Bundesstaaten haften! Je stärk» dst finanzielle Rüstung, um so näh« ist dst endgültige Sieg auf den Schlachtfeldern gerückt. Hoch und niedrig, reich und arm müffra fich besten bewußt sein, daß dst Kräfte «ll» dem Baterlande gehören. Ans zur Zeichnung. WMWMÄWVMIWWSMUNSMllWMWWMMMWIIIWIWWW Von neuem mst das Vaterland zum Kampf in der Heimat! Auch dieser Kampf muH gewonnen werden. Oie letzte Hoffnung der Feinde: uns finanziell niederzuringen — werde zuschanden! Deshalb muß jeder Deutsche Kriegsanleihe zeichnen, soviel er kann - auch der kleinste Betrag hilft den Krieg verkürzen: Kein Deutscher darf bei dem Aufmarsch der Milliarden fehlen! Auskunft erteilt bstettwilsiafl die »öck-fte Dank, Sparkasse, Postonslalt, r»ben»vers>chern,^»ueie>>tchafl, ttreditgenosiraschafl- > mi so «gibt fich zunächst eine Rente indes d» Vorteil, der dem In durch dst Tilgung winft. Diese halb 10 Jahren, beginnend im!

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