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Jüdische Volkszeitung · 1916-06-30 · 26 (30.6.1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
22 (1916)
Issue
26 (30.6.1916)
Date
1916-06-30
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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~ Politik tnarib«, tat drnwkratische WIf' bo Hbiftlgn) Boischauer »tadtrat'sür gcciflict, inüiian von ganz Äo«grffr< pale» i> poltitsche« Kinne tat Varl Pt erhebe». I» Jargon der gkgensttttge» Parteiläwpfe »ad Pattttbeschiwpsunge» nennt ma« da« I. ch»»»e da« russophile, da« Ä. da« onstropßile, wa« indes nicht gal« znlttfft. In der I u d e n s r a g e ist da« national- Somitansgespräche» antisanitisch »ci«e Rädeläftdrex sind die deiüchtigten Rational-DewoKalr«, da« Lttd-Organ ist die .Gazeta Poranna. dtaa Große', die in russischer Zeit die Lcpkotthej« angestislet, daan die. polititch« itngcherei (»egen Denlschftnnidlichkttl und Spionage der Juden) detrieden hat »nd jetzt, loser» sie di« Mtgtichketi hat, »ehr oder weniger »erdorgene» Anlisemilidmu« treibt oder (ich »egt«satz zn ihren frühere» Lehanptnngeu) die Juden w-ft-n. . . . .Rnlfifizierung" »erleuwder. Die Gruppen, die da» dewokratiich« Komitee »ertritt, find auch seit der Baykottzrit -»schieden antürmtiiich, und obwohl fi« sich nach Ansbrnch de« Kriege« «»tirnsfisch zeigten, waren sie zur Roffeuzeil noch wie vor jndenseindlich, trotzte« fidamit mitteldor die Iatereffi» ihrer polnijche» Fein dHnntei stützten, die aus Indes!- und Deulfchenbaß ihr Programm auldauteu. Auch' nach sttndeiung der poiU,scheu Znstände i» Vorschau blieb diese Partei judenseindlich, ihr Leib-Organ ist drr .Goniec", der bekanntfich durch falsche >ut>egung der Wahlordnung and Perlenwipng, dieJuder ihre« vahlrccht« zu deraodea oer>ncht hat. Leber di h» ist da» dewoftattsche Komitee mit der sogen .Bürgerlichen Bereingnng" in eine» Slwf ge. trete, welche die Parole'an«gegeden hat, die .jüdisch« Geiaht" zu tilümpschi. Um oder jüditchr Stlwnen zu tlichletche», hol fich doe demokratische Komitee pldtzlich a>» .jadensieundltchausgespielt. .Der ktadtrat, heißt e« i» einem Ausruf, sog zn^im in »nser« nationalen and sozialen Leben den Geist »ou vernünftiger <!) Duldsamkeit er»enen (! ) und die Grundsätze her bürgerlichen »teichderechtignng eiijnhren, soll die schädlich« Berhetzung aus konseifioiieüem Boden mildern, alt diejenigen alt Polen betrachten, welche fich als Polen sühlen, ohne Unterschied der Herkunft <! -. . .' Die an fich schon nebelhaften Persptechungen kinae» die Inden nicht ernst nehmen, kürzlich hat uns der .Goniec" sogar nationale Rechte znerkannt, bei der ersten konkreten Gelegenheit jedoch sogar bürgerlich« Pichte obgesprochen. Schließlich wollte da« D. K. die Jude» « eine, näher nicht bezeichnet«, gbenteuertiche Un- »HHLngtgkeitS.Politik hineiuziehen, die »nter Umständen sehr gefährlich sein käunte. Ulle» da« bestimmte die jüdische Beotlker»ng, ein eigene« jüdis ch e« K omitee zu schaffen. In diese« Komitee oder wie e« heitzt. in .die jüdische Lahloereinigung' find ganz oerschicdrne Richrunaea eingetrete» : Uffimllanle», Orthodoxe, Zionisten, Kotroualtften Parteilose. Die Ulfimilaitcn haben fich Jespallea: die extreme, gering an Zahl, haben fich trotz allen obigen Erwägungen nicht entschlossen, »on den Polen zu gehen, und, da sie fich keinem polnischen Komite »»schließen «ollen, jedem vdhler die Uuiwahl der Pancilifte» üderlaffen, wa« in praxi e»t»eder einer Lahl-önihaltnng glrichkommi oder einer still- Ichweigenden Zustimmung, geheim sür di« jüdische Lifte zu stimmen. Diese Extremen enthalte, fich jeder vahlbcwegung ^vorderhand wenigsten»), ihr Einfloß ist auch Rull gleich. Die andern KsfiwtlaNten, die man jetzt als -.Reu-Asfimilanlen" dkzeichnrl, habe» fich mit dem jüdische» idrmitee vereinigt. Die Plattform de« jüdische» Komite« ist noch nicht ganz klar, denn zunächst kommt e« daraus an, recht viel Juden in die vahlrrgister eiazuiragen. Bo, allem handelt e« fich darum, in den Etadlrai eine Anzahl Inden dnchznbiingen, di« etwa ihrem Prozentsatz entspricht, man »ertritt dabei den Stand- Punkt,- datz dies,» Paten gegenüber nur ein Jade die jütische» Rechte verteidigen kann und daß nur dlirch Juden eine entsprechend« Anzahl Jndc» gewühlt wer dt« kann. Die Ortbokxen »eriangen, daß der Block oie »olle Religion«!,ei heil jchüßt, die Notionalsuden so,Lern, datz er ha« Recht auf ein national, knlurelle« Dasein veileidige ohne Zwavgtajfimilatio» onzuwcnden . Sine Bereinigung non Polen und Inden ist doch an einer Stelle, beider Lideileisitasi.. teilweise zustande gekommen. Edift ein sozialistische, Block geschaffen worden, in de» eine Gruppe (die linke) der Polnischen Sozialistischen Partei (P. P. S.) und di« Jüdische »deiterparlei .Bund' eintrete». Die gemeinsame Platisoiw de« Block» umsatzt nicht »ur bürgerliche Glend de- „chtigurg, sondern auch .nationale' irichligrr sprachlich«! Recht« in der bekannten Anffaffang de« .Bund»'.. Ter Ausruf lautet: .In Bezug aus die notio»alen Minderheiten sicher, wir zu: die SzistiNj von ktadttchulen mit Jiddisch a>« Bor. lragesprach«; da« Recht, in den städtischen Jnftilniioue» Jiddisch ' zu spreche, und fich in dieser Sprache an fie zu wenden, wir auch in derselben Anlwon zu erhalten; schließlich die obliga. torische Beijisfentlichuag von allen Btkanntmochunge» sür die ' Vevtilerung a»ch in der jüdische» Sprache'. Auch « de» anderen sozialistisch-» Parteien, wie ,. B. i» oeioe» Gruppe» der .Sozialdemokratische» Partei Polen» >,»d Liiauet«" werden den Jude» ihre sprachliche» Rechte direkt oder iudirekt gesichert. Die einzige tozialiftische Panel, die äußerlich, die jüdischen knlluiillen Rechte mißachtet and inner, luh sogar iutenseindlich ist, ist die sogen, .rechte Kraklion der Poll,. Soz. Partei", und eben diese Panei geht in den Vahle» mit dem Dtmokialische» Konnte znsamme». Aus den soziaNftischen Beisammlungen dekimpst fie ihren Gegner nur mit antisemitische» Schlagwärtern, gebraucht dergleichen Schimpsworie und stempelt alle aadern Sozialisten zu .Juden» knichleu". Und diese .sozialistische' Partei, sowie da« .dem», kialische" Komite find die «bikämpse, sür Unabhängigkeit Pale»«.. Zur Srkämpfung btt »»abhängigen polnische» Staate« fordert'man oon de» Inden jübrigen« noch näher nicht deftimmle) .Opfer", und in diesem Staate lerheitzt man ihnen alle« Gute. Schade »nr, datz diese Patrioten fich nicht bemühe», scha» jetzt, da dir Polen bereü« genügen» unabhängig find, Iw» menschlich zu handeln, de» Inden de« Lorgeschmack der küimigrnKrethest zu geben. Die .Unabhängigen" haben dach ixahrltch nicht eine .rnsfische", sondern eine .deutsche" Beiwalluug. Dann sollte» fie nicht die Raffe» «achahme», die viel oersprechen »nd nicht» erfülle», sonder» Dent"sche», die , i cht!»erheitze ». a'd e r sos o r» ge ben.! Beobachter. . DerMarfit»»er .Autut" lfiddisch) vom lgJuuI mtnbtt , sich in ernrr Sache« seine« hnmoristi'.aie» Lchadheosenilleton» unter de» Titel .Mieter mit »er Mas»" gegen die Asfimilatioo«. jode», die fich bestreben, ihre jüdiiche» Eigenichaften abzuftreisen: (ll»t einer .Rrde" einr« begeisterten Asfimilante, bet der Grtnduog der neuen Gruppe: ,Ne»-A!fimilatorcn'i. . . . und daran soll ihr denke». Panowie. »atz die grdtztr Gefahr ünd die grüßte Störung sür die Richtnug der Asfimilalio» nicht in her Sprache, nicht in der Kuliui, nicht in den Lilwakea lde» au» Rußland nach Polen »gewanderten russischen ^uden D. Red.) besteht, sondern in einer ganz anderen In der eigenen Ras,! Denn für alle« aaderc ktnnt .ihrRal und Mittel finden — aber mit der Rase, Pauawie, ist da» schlecht! Ihr müßt fie ständig mtlnehmru, »o ihr geht und steht, wo ihr sitzt und wo ihr schlaft! Venn »an sich auch in alle» Arten »ou vaffern wäscht — bleibt fie doch, wie fie war — al« wen» man fie gar nicht g-meint hätte. »jo, Panomie, kümpit mit dieser Gefahr, kämpft mit allen Mittrln »nd mit allen Kia'Ien 6<i ihr beikommi! Tod der Raie! Rieder mit nnserer Ras«! Rieder mit unserer .GefichtS-Pdyfiognomie", die ständig verrät, wa« wir nicht verrate» »ollen, und die unter Leben oerbilterl , . Als» kitmpsr mir eurer Rate, tämpsl mit eurer Pbpfio gnomie — und wenn Ihr fie nicht gänzlich vertilgen könnt macht c« wenigsten» so, daß ihr sie nach Beliebe» zu Hause lallen ISuuI und ans die Straße und unter Leute — ohne sie gehen könnt! Rieder mit eurrr Rase!! Xus 6tu ßtmtinötn. £i4ä «- M-, 21. Juni. Durch Berfügiing des Wiesbadener Aegieniogsprafideliktu wu»de mir Wirkung vom 1. April ab die jüdische Levöltcrung der G.-meinde Ried drr jüdischen Kultutgnueinse Höchst, die Zudcn der Orte Aiirttt, Lore dach und Marnheim der Kullusgemeiud.' Hokbeim angegliedert. Bisher gehörte die jüdische Bevölkerung dieser Orte noch keinem Lyna« gqgenbezkrke an. Artedlsnd OÜpr.. 22. Zuvi. )n der tzynagoge fand gestern unter Sem jum Bahikommrffar beftellreu Bürgermcister Möver tne Reu»ahl ted Vorstandes der Lynagogcngcmeinde für KricSkanb und Domnau statt. Gewählt wurden auf 0 Zähre die Kauflente Joseph Kicher und Z»seph Hirsch. SoifaJe zürssrge. Kck»ß»rg. Das 2 s r. GemeinsckaftShci« hielt seine Generalveriammlung im Lvgeaheim Harluugürahc unter Borfitz von F r a b X t.-ft t n t ob. Noch oem Geschäftebcrichr wnrbrn die Zusammenkünfte in den beiden Kncgewintern statt 4 nur 2 mal monatlich vetanfialttt, weil ein großer. Mangel an Rednern und Künstlern fich fühlbar machte. )m Wiuterhaldjahr 15/16 fanden - 14 3ufsmBur.fönfte statt, von denen 8 Bonragsabende waren, an drei Abenden wurden Lichtbilder vorgeführt. Ehanukah und Purim wu.dev wie alljährlich icstlich begangen. Am Schluß der Scison veranstaltete die Leitung einen mit besonderem Beirall aufgeuon'menen Krndernachmittag und einen Mugliederobend. Auch an der Rationslspende .Krauendank" beteiligte sich das Gcmeinfchasisbeim. Au« dem Kaffcnbericht der Echatzmnfterin r a u Dr. L che rb el ging hervor, daß das Vermögen des Gemeinschastsbeims fich um 300 M. vermindert hat. Bei den Borfta::drwal,le.l wurden anstelle der ausscheidenden Frau Beßwer:ny f rau Sophie Brill und für den verft. A. Moser Ai edakreur Dr. Wolfs neu gcwahlr. Zu Ruviioren wurden Frau A. Oppenheimer und Dr. L i m o n ernannt. Aenstndl a. d. H.. 18. Zr-ni. Der isr. Kreisaspl. verern der Pfol; hrett heute Ruchwirtog im Hotel ßu,. lracht seine 8. ordentliche MittgUederveriammlnng ad. die von dem ersten Lorfitzenden Tr. S. SiciS-Her-etberg geleitet »ur^c. Wie aus dem Geschäftsbericht hernorgehl. baden im isr. Alters» heim zu Renstadr bisher 28 Peyoneu Aufnahme gefunden. Davon find jetzt noch 15 vorhontrn.lS find durch Tod au-, geschieden, oder freiwillig oder unfreiwillig ausgetreten. Der vorfitzeode sprich» 'besondere Ar.nkennung aus der Schwester- Oberin, welch.: mit Recht der gute Geist des Hauses genannt werde. Der Kafjenderrcht zeigt ein erfreuliches Bild. Die Müglieoerveüröge find um 427 M. auf 67) M. zurückgeganaen. die Spende» dagegen erhöhten sich um 2-20 Mgegen da» Vorjahr auf 10,OM M Tic Veipfrnndurgsdcilräge erhöhten fich noch durch Uebertroguvg zweier Häuser irr Friesenheiw und Speyer vm 7000 V. Bon Ausgaben kostete der Haushalt des Heimohne Saaaftung 12-77 M. Das Vermögen stieg um 27236 M. avf 241068 M- «v KssnODice. Das jüdische Lrbensmittelkomitee gim bekannt, daß von nun ab Luuer zum Preise »ou 1,65 Rubel für daS Pfund ohne Bcfchräokung zu haben ist. ^sdz. Anläßlich des I. Jahrestages des HinschridenS seines ällcsten Sohnes iprndete Dr. Karl Poznanfki für verfchiedenr jüdische wohltätige Anftaltcu den Betrag von 3ü00 Rubel. A« 6tt Zs»ftirv««>altu»g. A» die fistle »ex MeOt»,»m«tte ei»tzei:»§e»: Rcchteanw. Dr. B u <h h o l z o. Labiichin d. d. Amt«- n. i. Lg. Meseritz Wiedexernonnl. j. Handele,ichier: «tm. JuimtHirschseid i.'kharlotieaburLundKadrikdir. John Gutltmann >, Bl». Grunewald b. d. Lq. UI >. Brrltv, Ksm. Adots Ja kodi t. Kietbaden; zu strllv. Hand.-Richlkrn: Ksm. Rieh. Fürstenheim i. Charjotlenburg.d. d. H. »I i. Briliu, Privatm. sr. Ksm. Herm. Rudensohn i. Caffel. Z» Gcr.-Affcffor:Res. De. Steinseld und Dr. O p p l e r i. Bez. d. Kg. psrsoialie«. Hterki» T«m Geh. Sanität«,»t« Dr. l!»u>« Dlaretzli ist drr rote Udlerorden «. Kl. verliehen worden. Merk». >» Mittwoch, dem d. Juli, begehr her Kaufmann Ephraim Keibnsch, Prenzlaarr Straße 2ö, mit seiner Eheftau Henriette, geh. Klopstack, da« Fest der stlberne» Hachzeft. *tU$e |Nnribf|. FabrÜbsAtzsr iltbcvi tm M |ra licheu DelegirNen der Freiwilligen Knuckenpslegr i» ernannt worden. Aotzenlalta. In der letzthin abq-haltene» Stadtverordnete»« fitzuag wurden die Stadträte Schwerfen znnd S al »wo » in ihr Amt als unbesoldete Magifirat-mitgUedereingeführl. — Hfatssch Die einstimmige Wahl des bisherigen Stadtverorünete» H. Seelig zum Magistratsmiigliede ist oon der königlichen Regierung bestätigt worden. 50 Aeck»1e»j»bil««» Am 22. 6. waren es 50 Zahre, daß der Rendant der Dortmvnder Uerichtskaffe, Rechnnngsrat Salomon Erdens oh n. die Schyle verließ, um mit bester Befähigung und guten Aussichten in den preußischen Zostizdimst zu treten. E. war nacheinander an den Gerichten in Paderborn. Büren. Petershage». Rahden. Bielefeld und Hamm tätig, um schließlich vom Oberlandesgericht in Hsmm nach Dortmund zur Führung der Gerichtskaffe eatianSt zu werden. Uederall hat c$ E. mit seine» auf eine» durchweg heiteren Ton gestimmte« schlichte« Wesen, durch seinen ausgeprägten Lina für Recht und Gerechtigkeit, fein tiefes Verständnis für soziale Fragen, seine Freude an und seine Kenntniffe oon den schönen Künsten verstanden fich Freund« in Hülle und Fülle zu schaffen. Uederall war er wegen seiner trefflichen Eharaktereigenschasten wohl gelitten und hochgeschätzt. In gleicher Weise hat er alS ein tadellsser Beamter bei seinen Vorgesetzten Anerkennung und Hochachtung gefunden. Mndapcß. Unter impoianrer Teilnahme fand Sonntag vormittags II Uhr von der Leichenhalle des Kerepeser isr. Friedhofes aus das Leichenbegängnis des Universität-profeffors HofratS Dr. Wilhelm G o l d z i e h e r statt. Eine zahlreich«, vornehme Trauergcmeiode hatte sich eingefunden. Man sah oie Univerfitätsprofefforen ZioU Bebthy. Dr. Ign. Goldziher, Dr. Baron Emanuel Hcrczel. Dr. Ad. v. Szily. Dr. Art. v. Dr. Bencze. zahlreiche Aerzte u. v. a. Der Anschauung des Verblichenen entsprechend, wurde keine Trauerrede gehalten Die Beisetzung erfolgte in der Familiengruft. Witna. Dr. Josef Epstein, der bekannte Gründer des hebrärfchen Gymnasiums. BerwaltungSmitglied verschiedener Vereine und Anstalten, ist am 25. 6. morgens nach längerem schweren Leiden gcstorbcn. E. erfreute sich einer großen Beliebtheit als Arzt. Seine steie Aett widmete er ständig sozialer Arbeit, in der er Bedeutendes leistete. Vorstandsmitglied fast aller hiesigen Gesellschaften, verstand er es, durch seine Tätigkeit sich allgemeine Beliebtheit zn verdienen. Die Wilnaer Zeitungen beklagen tief b:n Verlust dieses Menschenfreundes und warmherzigen Juden. E. war ein tüchtiger Hebraist und trat eifrig für bie Verbreitung debr.Kiffens ein,'besonders beider Jugend der er durch Begründung hebr. Kurse nicht zuletzt des hedr. Gymnasiums gedient hui. 2lm 27. 6. fans in der Cdor-Schul e>ne Gedächtnisfeier statt, du der Dr. Schadat. A. Lewin. u. Aüvokai Rosenbaum ore Rcvcn dielte«. Am 28. fand eine Trauerfeicr iu der Houptsynagogc statt. Die Schüler des jüd. Gymuasiums wollen m einer Kolonie Palästinas OcCrfume zum Gedächtnis des Berst. pflanzen. Zamilikn-Nachilchten. Verlost: Dr. Georg Goldschmidt i. F. m. Hanni Landsbergcr-Ltrcdlen: Ffi Abraham-Mühlhausen i. Th. m. Rose Lichlevl'tein-Puppen; Heroi. ^ohen-E-nden m. Jenny Rosenthal-Halle; Traugvtk Lyhcndcim-Berlm m. tzlly Horwitz-Prcnzlau: Max Rotbmunn m. Henni Marcse. 'Aermohtt: Walter Caspnri m. Helene Engelmann- Schmargendorf; Hellmuth Txalkenfcld m. Il'c Ehrenfried z. Zt. Fravkturt a. O.; Dr, Huns Phil'.pp'ohn m. Eva Schwarznecker.Tempelhvf; Siegir. dc Leoie m. Jeanette Simon z. Z. Bad Hrrzburg. In Berlin: Herm. BalncmoneS m. Charlotte Kutzowski. chedore»:' Ein Sohn: Moritz Rosenbaum (Loewenlhnl)-Schöncderg; Georg Bomoitt l)srae!)-Wilmer»dorf; Julius Lcmchen (B>kioi> > Ezanukau; Rechlsanw. Tr. Fackenheim (Schlesingcr)'Holle Zn Berlin: Walter Warschauer (Simon). Eine Tochter: Moritz Falk (Posener); Hohenstein Ernstthal; Sally Friedmann (Samson)-Hamburg; Wrlly Gold- Schmidt (Bitstein). Bremen. Gestors«»: Fanny Hirsch-Dresden; Minna Loewe»tKabian> Stettin. 77 I.: Roialic Freund (Litten), 56 A.-Neu-Stettin; Therese Lccwendcrg -Leffcr>Bromberg; Herben Langer. 18*/, A' Königshütte; Aiderr Steinseld. 63 I.-Rmteln; Adolf Sonnenfeld-bharlottenburg. 48 I.; Wild. Neuländer, 43 Z.-Gleiwitz; August Richter. 63 I.'Orynbameu deerd. i. Samotichin; Zanatz Aichheim, 52 I.-Schöoeberg^ Isidor Reumann. §0 I.; Sieg. Salomonsk«. 51 I..EHarlottendurg; Hermann Jacob. 47 Z.- Schöneberg; Io^ef Löwenstria. 60 F.-Eijenach; Max Daoaenheim-Steglitz; Hermann Siwson»SteNrn; Rosa Bukofzer (Iacoby^. 3o I.«Schönau, Richard Arndt. 47 Z.-Konitz; Rosalie Schwarz (Morzkowska).Bsd Ems; Moritz Rubin. 66 I.« Eyötkuhuen. 66 I. qest. i. Landskrona. Ja Berlin: Siwoa Foksaner. 43Z.; Leopold Pechaer, 49 I; S. Salomonekk: Sam. Prager; MaxHerdst, 59 I; Map Mayer. 65 I.; Joief Stein. 67 Z.; Rathan Her«, «oha: Emil Drryfuß; Ludwig Schmiegellski; Theodor Redlich 8s I.: Rosalie .Herzkeld (Dntle zweig 71 Z.; Zolef Sachs. 47 I; Hermann Simson, 59 I -, Moritz Iacodowitz 46 I.-. Isidor Froehlmg a. Liffabon; Emrlie GotdfchmiVl(Breßter). 69 Z.; Ernst Simon» lohn. 24 I.; Hai'-ra Ballin (Marcasc), 38 I.; Irene Marck; Fanny Ost (Lchäpiro). 56 Z.; Therese Eukier (Marcuse); Srmon Friedmann. Ae«ei»defte>e». für jdeweiUde-Meawle: Oittzere »aqadcn lei» l-te »elchilt»»-»- auf N.t».N-»ar!e «it; Morbelrr : i, KrUwschiu. — Beßrer : i. Halberstad«, — 1. Kantor: i. Posen, Die BeiPge , Muser« Meid«»', weich« wir au« «Uiltrischea Rücksichten den letzten Ruwwer» nicht betgebe» konnte», hoffen »ft dewnächst wieder in veränderterFae« hera»«^de» ,»itz»«». ,,ÄM>

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