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Jüdische Volkszeitung · 1916-06-23 · 25 (23.6.1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
22 (1916)
Issue
25 (23.6.1916)
Date
1916-06-23
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Misch« vottrM»«. Erziehmg und Fürsor vr«1a», ix, rr. Mb Sk. r» lllser Dnrgeftesil ftr die leisere Jugend, öj ' » «> vr. M«x v e er » «» », n,l ». vertrk»rebbl»er. II, per Mosch «b Aiet kn Gnio I, DeeMensch Iß Edendilt Gölte«. I» ihm ließt kie Sejnsuchi »ach de» Gulo, Go ist er tawanM mit Gott. De» Lech« »ach ist er de« Graute olftnmmi koch »ach seinem Geiste ist er ei» (tat Sone« (»gl. Sen. I 2.) So lehr, K. Ibtfa: Seliekl ist er der.Meuich, denn er ist oach Gottes ikbeokilt geschaffen. Besondre Lick« wars, da« ihm die« zum Bewußtsein gelommo ist. Ob ) I» leine» Gemisso Hai er seine» ItcUbriri: »ioder seid Ihr de» Ewigen, ore» Gotte (Art. I«,l). Darin liegt die>n»zeichn»ng de« Hk ruschen und sei,« Befilwwung: .Die« ist das Buch der Menschogeschichte: »1« Gott den Menschen schuf, schuf er ih» 1» SdodUde Gotte« (Sifra zu Le» 12 18.) Ziel der Me»schhettsg«sch>chle ist sieg und ‘ Lerwirklichung de« Gute». Mag sei», doh der Mensch aftmthlüh sich au« tierischer Rohheit hat »ithsa» z»r Küitue und Sittlichkeit empor ringen möffo, Der Weg ist »o»!L,er»enschen zu» Goiieöwenscho. danach Hai'ei» jeder zu ftriden i» Sinne de« Dichterworte»: .Bol seist» steht ei» Bild de«, »a« er werden soll. La log er ka« Nicht ist, ist »icht der Friede voll' »ad gemäß der ollen. Weisung: Der Mnssch soll stet« da« Maß an sich legen. »I« od der Heilige ist seine» Inner» wohnte (Taanith 118) und sich gleichsam für! zu g« halten, um nerisch »nd ge- »er» zu «erde». Diese Dopstelnatur de« Mosche» ist knapp »nd klar i» 8. Psalm ausgesprochen: J .Was ist der Mosch. daß!d» seiner gedokeft. Der Erdosoh», daß d» semer Dich aniimmst k D» hast ihn »Oig i«t do göttlichen Wesen nachgeseßt. Mit Ihre und Würde ihn gekrönt. Du Haft ih, öder deiner Hönde Werk zu» Herrscher eingeseßt. Alle« ih» z» «ßo gelegt. S» ist der Mosch SluNhallrr Gotte« auf Irden. Hier aus Irdo s»> er da« Goitnreich herkeifnhrc». In seiner eigoo Brust oder soll er Gotte« Wissen öder alle diso - Trieb« zu, Herrschaft dringe». Dari» liegt der nnendlich« Wert jeder einzeino Moschenleele. schön sagt eine alte Urderlieseruag (Sund. IV. ö): .Ein jeter kann in Hinblick darauf, daß Gott uur einen Moschen geschaffen hat. sagen: mir zu liebe ist die ganze Welt geschossen. Ein einzige« Menscholedeu rette» heißt so »iel »ie eine ganze Welt retto; ein einzige« Menschenleben »erderben, heißt souiet wie ein« ganze Welt »erderben.' Zur luUigo Gemcinschas, mit Gott ist »er Mensch erkoren. .Und »uu. Israel, wa« »eriangt der Iwige. dein Gott »o» Dtt 1 Dach »nr zu ehrlürchtoden Herr», deine, Gott zu geho in alo seiuo Legen, ihn z» lieben »nd ihm z» dioo ntttdeino, ganze» Herzen und »iit ganzer Serie Doi 10., Und «elcho Widerhau habo die Gotleswenr Dot 8.«. nesuudo: .Du salft lieben do ikrnigen, Deinen G«t,'. Pi. 28 singt »o» Gott als de» ttruo Hin und den gutem Wirt. Pj. 27 al« »m »nser» Licht und Heil, in Ps. «2 lechzt die Seele nach Gott »i« die Gazelle »ach de» Säffergneü, .in Ps. 83 ist dem Dichter Gotte« Gnade wenooller al« da» ganze Lebo. in Ps. 73 ftagt der Sänger, wenn er nur Sott hat, nicht« »ach Himmel »nd Irde und in Pj. 8s.« ist er selig und glücklich, wenn er sich nur Gott »ah« weiß: .Wie der Bogel sein Hau« ssadei und der Sperling sich ein Pest baut, w» er seine Zunge» birgt — sind nur deine Ittäre Herr Zebaoth, »ei» König und mein Gott'I Und nun gar de« Goties-Irgeduug de« 131. Psalm«. ,D Herr nicht ist stolz mein Herz, nicht keck find »eine Blicke, »iemal« los» ich ttachto nach Dingo, die für mich zu groß und »öchtig find. Lttü «ach ich ist mir meine Seele und ohig. «ö ei» otwihnte« Sud. still und ruhig de, seiner Mutter, ja so ist in mir die Seele. > So P der Mensch auf Gott angelegt und sei» höchste« Gtstck »nt wahrer Reichtum besteht im Umgang mit Gott und in der rechto Herzokstellung zu ihm. Diese ist da« Int. scheidode. Ins die gotterfüüle Gestnaung kommt n an: »Ich (trifte dich mir aus ewiglich, verlobe dich mir durch Recht uu» Gerechiigkeit. ich ocrlobe dich mir durch Hnld und Lied« und die rechte Gesinnung für do Herr»'. (Hoi. 2.20,). Und auch t» diese» Znsammohang sei a» da« Michaworl 8.8 crinnett: .Gott hat dtt kuubaeta» Mosch, wn« gut ift.'wa» er »an dir fordert, Recht tun. Liebe übo. in Demut «»dein mit deinem Gotte'. Der Mosch als Gotleskind hat eino gießen Wunsch: Deino Willen zu tun begehre ich »nd deine Lehre ist in meinem Innern Ps. 40,9. Nicht bloß die reine Hand, da« reine Herz »eriangt Gott. Ps. 24 4 ist er ja der Prüfer für Herz und Niere». Ier. 17,10). Der Beter de« 125. Psalm« fleht in 8er« 4: ,T»e Gute« Ewiger den Guten und denen, die redlich find in ihrem Herzo'. Und wie habe» dir Propheten den äußere» 'Wertbiop gegeißelt: .Kahn mchz s»n z» dringen Opfer der Falschheit, ofi Iesara 1.3 ff. ffilncherwerk — ein Greuel ist e« mtt; NOmond und Sabbat, Kestversammlung — ich mag nicht Schuld ' und Festlichkeit- Iure Feste hasset meine Seele, sie sind mir lästig und müde bi» ich sie zu ttago. Breitet Ihr Iure Hände au«, berge ich »reine Ingo vor Euch, auch wou ihr Gebet häuft höre ich nicht. Iure Hände sind de« Blute« »oä. Waschet Ewch, reinigt Inch, ossernei lure dösen Tato »»r meino Ingo, höret auf Bise« z» tun.' So hatten »or ihm gepredigt Samuel: ,Gehorsam ist besser als Opfer': 13,23 las« 5,22: .Schaffe fort »on mir da« Rauschen deiner Lieder »mb da« Klinge» deiner Hatto, e« flute »ie Wasser da« Recht »nd »ie ei» machtnoller Strom die Liebe', und Hosea 8.8 »Liebe »erlange ich uuo nicht Opfer'. Derselbe Geist spricht i» dem Beter »on Ps. 13. .Iwiger war darf stab" *» deinem Brilt, wer «eile» aus deinem heiss»» Borge« Wer in Unschnid «andett und Lieb« übt und Wahrheü redet in seinem Herzo.' Ist diese« sind Stimme», die auch in »serr» Gebet, buche laut »erde». S« deto mit Mi »hiegnng M «nheile«. bekoniniffe«: wejached lebabou gib unseiem Herzo die innere linhttt. di« feste geschloffene Gesinnung zu ehrfärchten »»« zu liebo deine» Namen. Gebet ist Herzenibiost Taan. 2« »nd Gon will da« Herz Sanh-lOS». Ille Sefeße »nd linrichtungeu der Religio» »ollen diese Gesinnung der Sötleölicbe im Menlchcngemulk befestigen »nd ihm helfo sein Lebo damit zu durch, dringen. So kann man »on dem da« Leben regeludo Gottcögeseße MN Goethe sago: .Pergeben» werden ungebundene Geistei nach der Bollobung reiner Höhe streben. Wer Große« will, muß sich znsammenraffo. 8» der Beschränkung zeigt sich erst der Meister. Und dasGeseg «nr lann ul Freiheit geben.' 3. LieblingGotte« Die Lied« de« Menschen zu Sott mnß fichnua vor allem dann zeigen, daß er seinen bösen Trieb der ihn erdwärt« ziehen «>I. bezwingt, um in sich da« Snic triumphieren zu lassen. II« Liebling Gotte« hat er dazu di« Kraft. Don nicht durch eine Erbsünde, die IN leinem Blute liegt, ist er dem Btso rettnngllo« »erfüllen : .Mein G»I>.' so betet der Israel», .die Seele.' die du mir gegebo hast, ist rein." So uermag der Mosch sich' zu Gott und zum Guirn zu erheben »nd olle seine Kräfte in den Dienst G,t,e« zu stellen. Dieser Gott hat dem Menschen seine Liebe »icht nur gezeigt in dem wunderbar schönen Bau de« menschlichen Leibe«: Ich danke dir. du hast »ich wunderbar gebaut, erstaunlich dttne Werke mttne Seele erkont e« gar sehr Ps. 13»,17. B«r allem zeigt sich die 8otie»gnade in den wunderbaren Geiste«. gaben durch die der Mensch «u«gezeichnet ist. Bon ihm heiß! e« im täglicho Gebete: ,Du verleihest dem Menschen Er. kontni« und lehrest den Sterblichen Gernunft.' Und sein schreibt die Religiau beim Inblick eine« Weisen, auch wenn er sich »icht znm jüdischen Glauben bekennt, den Segen«- spruch »or: Gepriesen fei, der von inner Weisheit leinen Ge. schöpfen mitgetellt hat. Und im 16. Jahrhundert lehrt der unter dem Namen der hohe Rabbi L'w bekannte Prager Radbiucr Löwe den Lezalel: »Nicht bloß die Religion, auch die Wissenschafleb stammo von Gott, denn fie find Ausfluß jener Wn«hnr. welch« Gott allen Bilter» verliehen ha:.' Wo wi> aber Mensche» begegnen, die durch ihr« Geiste« kraft die Mentchhett wie mit einem gewaltige» Stoße auf eine höhere Stufe der Gesittung bringen, da haben wir de» Eindruck. dast Gorr in ganz besonderer Weise durch solche Menschen fein Werk zu fördern deadfichligt. Lffeobari er ihno seine Schönheit, so bewundern wir fie al« Künstler, erschließt er ihnen b:e Gehttmnisse der Weisheit, verehi.n wir fie als Denker und Helden der Wabthert. zeigen fie UN« den Wtllen Gotte« und sttnc Güte, so folgen wir ihnen al« Propheten. (S-risetzun, (»lg!). v«r Geheimnis der Weisheit. (jurf, jt rs» Wohl gib! ctf für das Silber einen Fundort und eine Stätte für das Gold, das «an läuterte Vifen holt «an aus de« Erdreich. und Gestein schmelzt man zu Kupfer. Ein Enke har man drr Finsternis gemacht, und bi« zur äußersten Grenze durchforscht »an das Gestein des Dunkel» und de- Todesschatten-. Einen Schach! brich! man fern von den (oben) Weilenden; vergeffen schweben fte. fern vomSlerbUchen schwanken ste. Die Erde — Brot gehl au- »hr hervor, und unten Wühlte wie Feuer. De- Saphirs Stätte ist ihr Gestein, und Stufen Goldes finden fich darin. Ein Piad — archt kennt ihn der Habicht, nickt hot ihn do« Auge des Geiererspäht : nicht wandelt ihn dastolze Wild, nicht streicht darauf der Leu. Da legt der Mensch seine Hand an den Kiesel, wühlt Verge um von-der Wurzel. In Felsen bricht er Gänge, und allerer Köstlicheerblickt sein 8uge. Die Qucllorle der Ströme durchsucht er. und Verborgenezieht er ans Licht. Ader die Weisheit, wo findet man die'? Und wo ist die Stätte der Einsicht V Nicht kennt der Mensch den Weg zu ihr. »nd nicht ist fie zu finden im Lande der Lebenden. Die Tiefe spricht: Nicht ist sie in mir, und das Meer: Nicht bei mir. Feingold kann man kür fie nickt geben und Silber nicht alihren Kaufpreis wiegen. N'cht ist fie seil für Ophirgold. für kostbaren Dvpx und «Saphir. Nicht kommen Gold und Glas chr gleich, nicht tauscht man fie um gülden Gerät. Korallen nnd^iristall kann mv da nicht nennen, und der Weisheit Befftz geht über Perlen. Ihr kommt nickt gleich der Topas von Äthiopien. mit reinem Golde wirb fi^ nickt ausgewogen. Die Weisheit, von wannen kommt fie 1 Und wo ist die Stätte -er Eivfickt? Verhüllt ist fie vor den Augen alle- Leben» den, auch vor den Vögeln des Himmels ist fie verborge». Der Abgrund und der Tod sprechen : Mir unfern Ohren haben wir ein Gerückt von ihr gehön. Gott weiß den Weg zu ihr; er kennt ihre Stätte Schaut er doch hin zu den Aden der Erde, fieht umber unter dem ganzen Himmel. Aler dem Winde das Gewicht befliumtte und dem Wasser da- Maß zuteilte. als er de« 9i gen do- Gesetz vorschried unb dem Donncrstrahl seinen Weg. da sah erste und musterte sie, deftellte und ergründete fie. Dann sprach er zu dem Menschen: Sieh, den Herrn furchten ist Weisheit, und da- Böie meiden ist Einficht. 3rraslitifch«r Xiistsrhott, Dresel. . Eine der vielen Dohlfahnseiarichtnngen unserer Gemeinde, ja wohl eine der segensreichsten, ist der .KiaderhonV schon lange vor KriegSdcgrnu ins Leben gerufen, gestützt und gesördeN durch edle Frauen und Männer^ geleitet von dem Won: .Unsere Sinder find unseres Vaterlandes Zukunft! .bered jchönstk Pflicht werktätige Nächstenliebe ist. Daß der Kinderhort geradez» eine unbedingte Notwendigkeit ist. doppelt in schwerer Sriegszeit, hat diese selbst uns gelehrt, und der vorliegende 11. Zahrerdencht zeigt »ur zu dentlich die große, geforderte, aber trotz aller fich durch anhaltende Preissteigerung der Leben-mittelbietenden Schwierigkeiten ge« leistete Ardeit der bewährten Vorsteherinnen, dt^ teils schon in jahrckauger. rastloser Hingabe diese« Liebe«werk dienen, wie auch ihrer trenen Helserrnnen. Der Jahresbericht spricht Zahlen, zeigt aber anch die ni»»er versiegende Quelle opferftendiger Kinderfreunde, die willigen Herzens immer und ttnmer wieder helfen, alle Sorgen niederzutämpfen, da- Werk fördern nud zu stützen. Seit Sriegsbeginn ist mit dem Hort eine Sriegsküche oer* buudea, die »icht minder fich der Mithilfe kiuderliäer Damen erste» t. die gern und oft in der eigne« Speisekamwer zu den» Nutzen Umschau halten. Schon vormittagist der Ho« ge« öffnet, den Vorschulpstichtigeu eine Zufluchtsstätte bietend, wo fie treue Hände vor den Gefahren der Gtraße behüten. Bei stohem Spiet und geeigneter Veschäftigung werden st« z» tüchtigen, »brauchbaren Menschen herangebUdet. geistig und körperlich gefördert, viele der Väter stehen i« Felde oder ereicht ihr Verdienst allein nicht aus. und so ist es den Müttern ermöglicht. ebenfalls ihre« Erwerb nachznaehen. das Keine Hauswesen instand zu halten, denn fie wiffen ihre Kleinen wohl geborgen, in treuer Hat. Schlägt die Mittagsstunde, stellen fich neue, recht hangrige Gäste ein. denn für die meisten, vor allem für die bedürftigsten b<r Honkinber wird auch Mlttagstifch gedeckt. Da steht »an fteilich nlchls von Krieges.Fett-, Butter-, Fleisch- oder sonstiger Not. und fast kommt einen das alte Kindermärchen vom .Tischlein deck Dich' oder der Glaube an die lieben Hemzel»än»chen in den sinn, ficht man die reichlich gefüllten Teller, die gar rasch geleen werden. Aber weise Sparsamkeit und reiche Erfahrung bewährter Hausfrauen helfen Haushalten, und unter ihrer treuen Leitung wird es der in fürsorglicher Liede den Kindern den Tisch bereitenden Damen »od ihrem Stad möglich, mit den oft gerade allzu reichen Mitteln ausznkommen. ohne daß etwa Güte und Schmackhaftigkeit oder Bekömmlichkeit leiden — bei weitem nicht, und das fieht man anch den Kindern an. die so krisch und ftoh fich einfinden, mit fichtliche» Appetit ihre Mahlzeit einnehmen, nno gar manchebleiche Gefichtchen hat fich gerötet und gerundet. Aber immer neue Gäste stellen fich eia. und die Großen werden nun zur Anfertigung ihrer Schulaufgaben angelettel, ihnen deren peinlichste Erledigung zur strengen Pflicht gemacht. Tann wintt da- Defprr. zu dem fich Me Kinder wohl Brot mitdriogen. aber Kakao dazu erhalten. Nachdem gibt es auch für fie fröhliches Spiel; Handfertigkeiten werden Knaben und Mädchen gelehrt usw. Die Sommcrnachmittaoe versammeln fie fich draußen in der Borstadt in eine« eigens für fie ermieteten Garten. Der KinderhoN besitzt ein eigenes Heim,, daentsprechend der wachsenden Kinderzahl unbedingt vergrößert werden mutzte. Es liegt mitten in der Stadt, ihnen allen leicht erreichbar, debesteht aus 5 großen, luftigen Räume» und bietet der üb« hunderköpfige» Schar reichlich Raum. Ein eigne- Ferienheim, draußen in Oberrochwitz, auf luftiger Bergeshöne. mttte» i» grünen Dald, durch deffeu Fenster würziger Nadelduft dringt, die»et den meisten, vor alle« den erholungs- oder kräftiguogsdedürftigeu Kinder» »ährend der Sommerferien geeigneten Aufenthalt. Gar manches »on ihnen Hai dort dauernde Gesundheit und Kraft gefunden. Ader auch den Zurückbleidendea wird Ferienluft. so r» vorigen Jahr durch eine edle Kiüderfrrundin zwei Ru-fiüge in dje nahe Haide, bei köstlicher Bewinung durch Semmeln, Kirschen. Kakao. Kinderluft and Kiuderscherz — fie erstarke» und kräftigen Kindesseele und Kindesgemüt! Das zeigen auch die erfreulichen Fortschritte, dagute Betragen und der Fleiß der Linder, die dadurch ihren treuen Führern und Gönnern Freude bereiten, fich dankbar zeige«. Ihre gelegentlichen kleinen Aufführungen, so zum Chanukafest, an de» willige Hände auch ihner. den Gabentisch deckte», beweise» ihr Können und Wolle«, aber auch, daß bävährte Kräfte ihre Erziehung leiten. Gar ungern trennen fich die Kinder, wenn der Abend winkt und viele, den Hortjahrcu längst Entwachsene denken dankdarfi der dort verlebten Kioderjahre, kehren gern einmal dahin zurück bietet fich ihnen Gelegenheit zur Einkehr. Freilich, ein solcher Hort, der sich ja unentgeltlich — oder gegen fast unnennenswerten Entgelt — seinen Güster öffnet bedarf vieler Mittel, und die zn beschaffen ist oft wich« leicht: dazeigt der Kaffenbericht. Doch derselbe spricht auch »o, großen Spenden, von Stiftungen, besonderzu« Angedenken lieber Angehöriger, namentlich ftüh verstorbener Kinder — etv tröstlicher Gedanke für manche Mutter, in derem Hei« der Sonnenstrahl lächelnden Kindösglücks uur allzu rasch erloschen ist. Daß die Horte alles Kindern, die dort Aufnahme finden, zum Segen werden, erkenne» bewährte Fachmänner wohl an. Deutlich zeigen die Kinder ihre beffere geistige und körperliche Entwicklung, ihren größeren Lerneifer, »Äentliche Fortschritte. So ist auch das dem Hort der Dresdner Gemeinde, der — ein besonderer Vorzug — Kindern ohne Unterschied des Glnubens fich öffnet, wie seinen kleinen Bewohnern danernd Gottes Schutz und Beistand, die Erhaltung sein« tteueu Freunde und Gönner, ader auch die Neugewinnung solcher, aufrichtigen Herzens zu w mscheu! In der Kriegsküche arbeitete Frl.Annie Winter, im Hort Frl. Mathilde Klemperer. in den Ferien wird ste unterstützt von Frl. Käthe Mattersdorff. Borsteherionru find: Kran Gracr Winter, Frl. ELelUe Töplitz, frei». Helferinnen Fra» Prister.Frau Buckwitz, Frau Rink. Frau Pelz, Frau Vallrn. Krau Kriedländer. Fra» De Stein. Frls. Roth. Hinzelmann. Bäcker. Gotthelf. Else Zimmer»«» Die Oberleitung der Küche liegt in de» dewähtten Hände» bei treuen Kinderfteundin Frau Prister. Die Rechnungsprüfung übernahmen Frau Rosa Eger und Frau Edith David. Der Berwaltungsausschuß besteht aus: Frau Rabb. Prof. Dr. Vinter, Frau Therese Prister, Fra» Dr. Stein. Fr« Generalkonsul Schlesinger. Frau G. S. Allen. Fra» Dr. Zimmer»«», Fra» Alice Hammer, Frl. Grete Vallerstein Di« Leitung hat der Schwestern-B. der Fraternitasloge. 119* Wir bitten unsere geehrte» Leser, fich bet Bewerbungen »nd Einkäufen ans die,AGdEcheMßsll>z-11n»G^ zu berufen. S

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