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Jüdische Volkszeitung · 1916-03-21 · 12 (21.3.1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
22 (1916)
Issue
12 (21.3.1916)
Date
1916-03-21
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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r Aßtische vovrzew»-. - y#fen. 3» kn 1. Sitzung bcr Re9rdfenta»t<n.8eTfam. lung fanb Mefer tagt Mt Einsührnna der fflr eine vom I. Janaar b. Zs abtaufenbe 6 jährige uittpfriabt gemähltt» Rebrife» tanten und eteSnertreter durch dt» Abarorduetru dtr Aussichtshrhörde statt. — I» Anschluß aa Mt Einführung et» falgtc Mt Reukoustttuieruug dt« RfliLseutouten-Kollegium» sür da« lanstude Kuieudersahr. GewLHU wurden: Geh. Kowmerzieu. ral Hel, a. Kfm. Manpffr Weener zu Vorsitzenden, Justiz, rat Dr. gaempftr*. ßjm. Adr. SenBarf zu Schnftführrrn. Dir Versammlung nahmidauu Mt Ergänzungswahi für dtu Gemriudevorstand »ar. Wird«gewähit murdeu BaukMrektor G a lds ch»idl. Justizrar Kalo »tu, Rentier Sal» Geliert, Asm. Piucu« Pits surr, sämtlich für trat 6 jährige A»l«> sttriadt. chtdtchlutaftitr l» dtr A^vrgagt Kkok», dtu 21. Krdruar 1916. A» Sonntag oomhlag falb 1» G«tte»hause dtr hiesigen jüMschtu Gemeinde rrut Gr- »üchlullftitr für dit utrftordtutu Vorsteher dtr Hpuagogen- Gemeinde Raphael Salff, Zakad «olssdtrg »ud LuzarusGoldr statt. Rabbiner Dr. Joseph legte ftinta Darrt» dt» 50. Psalm zugrunde: ,8tr Dauk ppfert, dtr rhrtt »ich, uud u»tr dt» Weg richtet, dt» mil ich da« Heit Gattt« schaut» lasst».' Er sührlt ». a. tttua folgt»dt« 01«: Da« höchst! Dach«!»» Zostrtr jüMschtu Gemeinde ist iu dt» Ittzlt» drei Zahtzehuiru z» verzeichnen gewesen. I» dieser Seit «all it, »tut, größt ttifgabtn ji löst». En dt 1842 »ulkt anfttOt dtr bi-htrigt» schlühttn Beist ätte tin trstt«, wfirblgt« Gottefhau« für bit jüdische Gemeinde in dtr Tuuagogeusttaße trrichitt und gleichzeitig trstnalig tii RaiHner dtrust». Dit« «ar Mt trstt Blüte uuIrrer Gemeinde. Eilt »tut, trhbhrt Gtmtiadtlürigktir regte stch feit dt» Jahre. da Insul« dt« zu tag gemordeueu Ranne« dit Errichtung rint« »tut» wollt«' haust« atplanl uud in Me Stgt geleitet »rarbe. Ditst» Rcuban folgte da« neue Et»ti»dthau« mb »thrtrt Jahre später Mt ««Leichenhalle. Die« »>ar eine Zeit, 1» dtr t« in »»lerer Ltr«all»»g galt, »it Dtishtii uud Einsicht Me ueuge> stellte» Ausaadt» einer gedeihlichen Ldsuog eutgegenzuführeu. Grade ln Meier Zeit »«dt» au die Spitzt dtr Vermattung »achtluauber Me Männer Hemsen, deren Andenken uusere heutige Feier gilt: Raphael Dalff, Jakob Dolfidtrg und Lazarua Golde, Meie drei Dünner, deren httegebendtr. tisolgreuhtr, treuer uud fruchrdttngendtr Tüttgkett unsere Gemeinde ein dauernde« Andeuke» im Herzen bewahrt. Raphael Kols f har sich große Lerdieuftt »»'unsere Ge»eiude erwarbt». Die Tüchtigkeit, Zielbewußtheit, uid Zuoerlüffigktir, Mt ihn i» Do rusdledt» audzeichuelt, Hai gleicherweise auch seiner Gemetndelüritzkeir gegolre». Durch Mt Grüiduug de« »ach seine» Name» benannten Triste« Hai er sich in der Gemeinde »ud 1» dtr Trabt Eialp ein dauernde«, dankbare« Andenken gefichttt. Dir seine» Name» oerkuüpft sich auch die Schenkung der Orgel für uufer Sotteshau«. Jakob Bolffber« fühlte sich dtr Sradt Stolp und unserer Se»t!»de lunigst utrbuudeu. Lauge Jahre hindurch war er al« Stadtt>trarbnt>er tätig und widmeie allen bffenllichen Angelegeuhtilen sein lebhafteste« Interesse. Mir hingebende» Eistr, mtt Freudigkeit und Selbst, lost,keil widmete er sich aber auch dem Dienste unserer Gemeinde-Anzeiger. OküllitM, k» 2J. BOrj MM. xl ir Gemeinde. n» 8a ja ii« G aide, der erst i» »origen Jahre an« unserer Mitte schied, ist die Araner in unsere» Herze» »ach nicht aeuuchtu, Ledeudto ist in ui« nach die Erumtriig an feine ersprießliche Ttttgkett in nifeiet Gemeinde. Sa« durch feine Vorgänger tarbeteitet worden war, ist »an ihm zu glücklicher Durchführung gebracht warben. Zn» Tagen für die Gemeinde hatte er seine Berufstätigkeit bereit«i »»er gelegt, a« er die Leitung unserer Gemeinde über, nah». Mtt welcher Liebe, unoergleichliche» Eifer, Sorgfatt und große» Erfalg er feine» Amte »arstond, empfinden wir alle al« eine besondere Gunst de« Schicksal«. Tein Gedüchtni« wird alle Zett in nuferer Mitte forttebeu. Dtt danken hente Gatt, daß er den 8 Taten, der nnsere Feier gilt, straft und gedeihliche» Sirkea gegeben hat, die unserer Gemeinde so Meie Jahre hindurch zugute gekommen find. Sie sollen in» wie Leitsterne die Richtung angebe», in der wir alle in der Vertretung uud Vermattung unserer Ge- ■einbe zum Heil und Gegen der Gemeinde wirken wollen, »estalli Der allgemeinen Gedächtnisfeier schloß sich 1» Sitzung«, zinnner der Synagoge ein Festakt an, in de» der Vorstand der Synagogen gemeinde 8 Glider der 8 teerstordenen Vorsteher, audgeführl von Wilhelm G r a n z a w, übernahm. Die Ansprache de« Goifteher« der Gemeinde, Moritz Aron, hatte folgenden Wortlaut: »Wir alle stehen noch unter de» Eindruck der würdevollen Gedüchtnidfeier uud der SeihepreMgt unsere« Herr» Rabbiner« für nnsere verdienstvollen verstorbenen Vorsteher der Stolper Shnagogen.Se»einde,R a phaelWolfs, JakobWolff» derg und La gar» < Golde. Wenn ich nun al«. derzeitiger erster Vorsteher die vor un« hängenden Bilder tu den Schutz und Hort der Gemeinde übernehme, so habe ich Me ehrenvolle Pflicht, Ihnen zu sagen, wo« un« bewogen hat, da« Andenken dieser drei Herren so zu ehren, daß dieselben uu« uud kommende Geschlechter bei bem Anblick ihrer Bilder ausporuen sollen, ihnen uachzueiferu I» den höheren Bürgerlugenden, in Opfer »illigfttt, Bescheidenheit und lleberzeugnug». treue, und da komme ich zuerst zu Raphael Wolfs, der 1» Jahre 1888 Mitglied unsere« Vorstände« wurde, »ou 1887 bi« 1892 erster Lorsitzmder und von 1891 bi« zu seine» am 4. Dezember 1900 erfolgten Tode Stodtverordneter von Stolp war. Wir sowohl wie die ganze Stadt verdanken ihm und seinen Erben sehr viel. Ich erinnere nur an die Stiftung unserer Orgel, Me uu« au unfein Feiertage» unfern Gotte«, dleust verschönt, und an die Raphael 8plff'6tiftnng. Ihm lag stet« daran, Me Achtung und da« Ansehen der Gemeinde zu wahren, und vor allen Dingen Glaubendunterschiede zu unterlaffen, wie da« von chm geprägte Stistungtstatut in der Raphael Woiff-Stiftuug beweist. Jakob Wolsfberg gehörte seit de» Jahre 1878 dem Vorstände ga und wurde nach Herrn Wolfl unser Vorsteher, vom I. Januar 1881 bi» 81. Dezember 1897 war er Stadt, verordnet er von Stolp. Er war tu seiner Schlichthett einer der vollstümllchsten Männer in der StaM wie in der Gemeinde, der sich Me Hochachtung uud Liede von Hoch uud Riedrig zu erwerben wußte; pfiichttreu und gewissenhaft hat er sein Amt andgeführt, und hat seinen Rachkommen einen guten Ruf hinterlassen. Die erfolgreichste Arbett im Vorstande hat der un« allen viel )1 früh verstorbene Herr Golde geleistet, der Schöpfer nufere« Gotteshanse«, Veamtenhause« und der Leichenhalle, und al« solcher hat er fich bei UV« wie in der gangen Stadt ein Denkmal au« Stein gesetzt; ein Denkmal iü> Herzen hat er sich bei allen gesetzt, die ihn kannten, «edlen und »erehrten. Er war von 1881 tU 1887 Borstaatsmitglied, nnd bann von 1899 ab mtt kleiner Unterbrechung hi« zu» Jahre 1918 Vorsitzender der Gemeinde. von allen 8 Herren kann ich mtt Recht sagen .Wer den Besten seiner Zett genug getan, der hat gelebt für alle Zeiten.» Da» find die Gründe, wekhalb sowohl der jetzige vor. stand, sowie Me jetzigen Repräsentanten den ettrstimmgen Entschloß gefaßt haben, Me drei Herren durch Anfertigung ihrer BUder zu ehren, zum ewige» Andenken an ihre Seibsrlafigkett 1» Dienste der Gemeinde. Bevor ich schließe, will ich den Angehörigen der drei Herren unseren Dank für ihr Erscheinen an diese» Tage sagen. Auch dem Künstler, Herrn Wilhelm Srauzow, spreche M) unseren Dank für die wohlgelunaene Anfertigung der drei Bilder.au«, und besonder« dafür, daß er au« Verehrung für Herrn Raphael Solff un« dessen Bild unentgeltlich überlassen hat. Runmehr nehme ich die Wider in den Schutz der Gemeinde, wtt werde» dieselben hüten und bewahren nach dem Wahlspruch .Ehre dem Ehre gebührt.' Die neuen Bildnisse hängen an der Sftruwand de« Sitzung«zimmeri und tragen in ihrer wohlgelungenen Audführnug und Einrahmung zum Schmucke de« Raume« wesenttieh bei. Kran«fort o. M. Die feierliche Einwelhuug der neue» Offenbacher Shnagoge an der Soetheftraße wird vorau«ftchttich am 16. April stattsinden. Mit Rücksicht auf den Ernst der Zeit wird die Feier in aller Sttlle abgehalten werden. vamllneg. Ha« UlePetfeutanteu.Kollegin» der £rutf4- -sraeMifche» Gemeinde genehmigte die «dtechnung für da« Jahr 1914 und bewilligte eine Kriegdteueruugizulage für die Beamtinnen der Gemeinde. Ferner wurde Kenntni« genommen von den der Gemeinde während de« Jahre« 1915 zugesalleueu vermächtniffw: Außer einigen Legaten für Graqsslege und Graddesuche, an« dem .Beuedift-Bunzel-Zestameut' der Betrag von 75 000 Nk., der, laut letztwilliger Verfügung de« Erblasser«, dem Gemelndevorstand für Wohliätigkeitlzwecke zur freien Verfügung gestellt wurde. Der (erst. Oberknutor Sißnnd hat ln letzt- »illiger Verfügung die in seinem Rachlaß befindlichen seltenen Exemplare von Mischnah. and Talmub-Audgaben der Gemeinde-Bidliothel überwiesen. Offen. (Jüdischer Jugeudverein.) Die Mid. chengruppe de« Verein« hatte zu einer mustkalisch-rezltatorssehen Veranstaltung im Kammermufiksaal de« städtiseheu Saalbnue« eingetaben. Der Reinertrag sollte dem Schmied von Offen zugeführt werden. So war e» denn erfreullch, daß sich eine stattliche Zuhörerschaft eingefynben hatte. Um die Darbietungen hatte sich eine Reihe von Damen und Herren verdient gemacht, deren ernste und heitere Gaben eine sreundliche und bau.bare Aufnahme fanden. Der finanzielle Erfolg war zufriedenstellend. Sojiak Sflrforse. Hkosen Im Repräsenlanten-Sitzungöfaale fand die ordettt. «che Generalversammlung de« I«raelitischen Armen- Hllf«-Lerein« statt. E« erfolgte zuerst der Weicht de« Borftaude» über da« abgelanfeue verwattnimffjahr. Die Betträge der'Benin«» ttgliedersiub von 5721,50 M. auf 5449 M. zurückgegangen, eine Erscheinung, die ihre Ursache im Kriege hat und bei allen anderen 8ohltttigkeit«vereinen noch in stärkerem Maße zu bemerken ist. Dagegen haben sich erfreulicherweise die übermittelten Spenden um etwa 2500 M. gegenüber dem Vorjahre vermehrt. Die laufenden monat. lichrn Unterstützungen betrugen 7628 90 M. gegen 7810,20 M. im voijahn. Die außerordentlichen Unterstützungen 5286,75 M. gegen 5408,62 M. An Unterstützungen für Kriegerfamilien verautgadte der Verein 4698,10 M-— Besondere Zuwenbangen sind iu diesem Jahre überwiesen worden von Frau Dorothea (Moritz) Brandt 1000 M. und al» Legat de« »ersioibeuen Herrn Jutta« Alport 5000 M."— Der Vorstand der Stznagogen-Gemerude hat in diesem Jahn feine Beihilfe für den Verein aus 2500 M. erhöht. — Wenn e« dem Verein auch dank dem bewährten. Wohlrätigkettösiun der jüdi. scheu Gemeindemitglieder möglich war, in dem ersten schweren kchsirgejahre ewige Rot zu lindern, so bleibt doch zu berücksichtigen, daß sich infolge der 'außerordentlichen Teuerung die Verhältnisse der SchutzdeOhlenen mit jede» Tage perschlechter», daß sin, Me Erwer demöglichkeiten einer großen Anzahl von Persoupr de« Mittelstände« verringern und e täglich neue Aus. gaben, neue Sorgen an den Verein herantteten. — Der Verein Wendel fich deehald an die Gemein dem ttgiieder mit der drin, geuben Bitte, durch erneute Zuwendungen den Verein in den Stand zu setzen, den gestellten Ausgaben gerecht zu werden. Die Einnahmen bei dem Verein vom 1. Januar 1915 hi« zum 81. Dezember 1915 waren: Kasseube^ub au« dem Jahre 1914 — 927,92 M.. Reserve-Foub« 8500 M., Stiftungen ttr Höhe von 100 M. di« 5000 ». 26700 « .. Beiträge der verein«mitglieder 545» M.-, Beihttfe der fjgnqgqgni Bimriubi 2500 SR., Inhalt der Stmmelbüchse 856.8« «., Spenden zu 10 M. uud darüber 10506 «:, Spenden unter 10 M. 841,50 M., und sonstige Einnahmen, infamen 28246,27 SR.— Rach Abzug der lausenden >n8gabe verblieb ein Bestand von 662,22 M. — Rach vorttagnug de« Bericht« der Revision», kommisfiott wurde die Entlastung für den Kassierer erteilt. Der bisherige Vorstand wurde wiedergewthtt, neu hinzu tritt Herr Kaufmann Also»« Schoeulauk. Die Revision», mttglieder verMeiden dieselben wie im vorigen Jahn. Rach Beschlußfassung über gestellte Anträge hatte Mo Sitzung ed> Eobe-otz Die verfügbaren Zinsen der Dr. HmurichJda Frtukel geh. Iasseschen »stftnug sollen gn gleichen Zeile» an l bedürftigen Studierenden und an 1 bedürftige Braut vergeben werden. (Vorst, d. Syn.-Wm.). Hfosen. Die Etadtverordneten-Versammlung beriet über Annahme einer Schenkung de« Rentner» Loui» Feilcheuselb in Seilin. F. hat hier gelebt, daher bie Stiftung für die Stadt Posen. Der Referent, Stadwerordntter Reichelt, »acht die Mitteilung, daß da« Kapital 80000 M. beträgt. E« soll für Unterstützungen an 10 uneheliche Kinder ohne Unterschied der Konfession und Rationalität ver. wandt »erden und zwar so lange, bi» da« Bermächtni« erschöpft ist. Der Referent bittet, unter >»«druck de» Danke« die Schenkung anzunehmen.. E« geschieht. — Osteom». Stadttal Mählendirettor Iac. Krauikopf hat anläßlich seine« 60. Geburtstage« de« Bürgermeister der StaM 2000 M. üderwiesen, deren Zinsen alljährlich zu Wohlsahrwzweckeu verwendet »erden sollen. — Mannheim, 27. Febr. Großkaufmann Oikar Hirsch hat auläßltch seine« 70. Geburtöiage« der Raphael-Hirsch-Ttipendien- Enstung 15000 Kronen sechdprozentig'er ungaftscher Krieg«, anleihe zugeststlet. Der Stadttat hat diese Zuwendung an. genomen. stiue reiste stedurtologofpeude Der Tentarches de« Hanse« Rathan Sterufeld, Herr D. v a 11 e u t i u, beging am 21. Februar seinen 70. Geburtotag. Am Morgen begrüßten Freunde und eine Deputation de« Personal« den venhtteu Chef in seiner Wohnung mit herzlichsten Wünschen für sein Wohlergehen und da« fernere Gedeihen leine» Unternehmen«. Au» Anlaß »iefe« Tage«' spendete Herr Ballentin, wie von un« derrit« mitgeteilt mnrde, die stattliehe Summe don 100 000 Mark. Die Hälfte •Mefe« Setrage« äbennie« et Herrn Oberbürgermeister Körte zu Zwecken, die noch nicht sestgelegt sind. Die »beige, 50000 Mark sollen der Errichtung eine« Ferienheim» in Cranz dienen, in dem seine Angestellten zur S«mmer»zeit neue Kräfte zur Arbeit inrneln nnd sich her schönen Rntnr ftenen lallen. Diese hoch, herzige Spende wird dem gütige« «eher nicht nur ein bleibende« Andenken hei den Rächstdeteikigted, sondern auch Me Anerkennung aller sozial Denkenden sichren. Her HneOtifft» Jcataa««nMaMt»aak kür JMfatea und »ngrenzetzde Wzirke hielt iw Bochum seine Iaheetder. sammlnag ad, die von den -Vertretern der auaeschlvssenen Stz»ag»«en -Wmrrudrn zahlreich besuch» war. Der verband er» litt im letzten Jahre durch den Tod uvu Lerser Cohn (Dort, muud) uud 2»na» Mrtzer (Derford) einen Herden Verlust. Die Zltigleit de« ueestosseueu Berem«jahre« stund stark uuiei dem Ginstutz de« Kriege», da Mo Saadernog au» dea «ftücheo Ländern wie die Rnekwanderuna dort hin mtt Begiun de» Kettae« uufgehhet hatte. *»I 8« Weiß,«» natzmea die Kasse tt, »R« I»»ch tun «7 im Istßoa 1812 uv» 46« im Jahre 1918. Die »o»Gt»en hierfür Haien ^n 81» SEnrk Vtm Hä bar dem Kriege. Der verband Hai sür die Zeit nach dem Kriege eine Rücklage gemacht, doch wird deschiosseu, den Beitrag für da« erste Vierteljahr 1916 zu erheben. Die dithertgen Vorstandsmitglieder wurden wiedergewähtt, al« Renbaut wurde LouldBlumentha l-vochnmund ul»urue» Mitglied de» Vorstände« Dr. Leese r (Dort m u ud) gewählt. Die fteie Andsprache gab zu einem regen Meinnngdanttausch über Armenangelegenheiten und die Ostjndeuftage Gelegenhett. «gstrrrejch-Uii-imi. Iranergotteodieuff Die Gkurr Chewra KnMschah »erouftallete gm 2. 3. um 5 Uhr nachmittag« im Haupttemvei der Ofner Knlindgemesnde eiaen TranergottelMenst sür Me Derstorbenea de« Jahre«. OberrabMner Dr. Arnold Kis« gedachte in warmen Worten des verstorbenen Ragtzbrcskrreker Oberrabbiner«, seinr« Vater- Dr. Moritz Klein, ferner de« Rebaveur« de« .Egheuläsöa' Max Tzadolc«i, de« uuuergeß. ticheu Führ«« de« ungurifcheu Judentum« Dr. Iosrf Simon, he« Professor« Moriz Kärmöu. Dr. Iuiiu« Welletz, der auf dem Tchlachlfelde gefallenen Ofner Gemein demrlgiieder und der sonstigen Toten de« Jahre«. Der erhebenden Feier wohnte unter Fühmna de« Gemeiudepräfideuten Dr. Isidor Szuholedi uud de« Präsidenten der Chovro Kadsseha Dr. Moriz Erutzei ein zahlreiche« Ssinbliknm bei. pirüffahk in einer -pnagoge. In Reiche» berg, vdhmen wurde am 4. 2. abends im Tempel ein Diebstahl andgesührt. Der dilher noch unbekannte Täter ließ sich offenbar nach dem >bendgotte«Menfte, der um ’/,7 Uhr beendet war, ttr dem Gotteshanse eiuschlleßru, Hai bann Mr Berbiubuugttür zwischen dem großen und dem kleinen vetsaule gewaltsam geöffnet uud Me dott befindliche Sammlbüchse ausgedrocheu uud Ihre» Inhalte« oou etwa 20 Kronen beraubt. Daun hat er Me beiden dort stehenden Schränke nukgespreugt uud die in ihnen »erwahetru Schlüssel au sich geuommeu. Auch die beiden Opserstöeke um Siugnnge in den große» vessual hat er.aufgedrochen uud entleert. Doch dürfte sich in diesen Helden Opferftückeu nur ein geringfügiger Geldbettag befunden haben. Ser Dieb stattete auch dem lm 1. Stockwerke gelegenen Sitzaagkfaale einen Befach ad, össnett dott »ft dea entwendete» Schlüsseln die Schränke, in welchen sich die Priestergewäabek fowtt silberne Gerätt befinden, eignete sich jedoch hiervon nicht» an. Der Dieb, der mtt den önlichea BerhälttetsseN genau vertraut gemefeu Irin muß, d«uügtt sich mtt dem dea Opfeesibckeu entuommenem Soigdbe, öffnete schließlich mtt den gestohlene» Schlüsseln eine Settenlür de« Gotteshause« »ad eittkeeutt sich. Die Rach, ^oescha^en aach dem frechen «kudrinAUag sind dish« ohem Ee-

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