Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 22 (1916)
- Issue
- 11 (17.3.1916)
- Date
- 1916-03-17
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Polen unter deutscher Bettln, tat 17. nun IM 3*HK» Ptttyttw» pa» Matnwntlni fcilfcrt im Rahmen, in weiche» kn Unigl. Bibliolhekar an Vr Universität zu vnlin Dt. Heinrich Sie w e in «nein fnr jüdisch« Beschichlr nk Literatur einen , «ottrag hielt nbn Die dentsch« Sprache der pol »lschen Inden. Da« Hebiüisthe ist die klassische Epiache M Judenlnm«, sie ist auch die Sprache, die alle Juden in irgend einer Form ali «edeltiprache sprechen, und dir alle »«rdindet. »i« iedend. Sprach« hatte sie aber keinen ewigen Bestand. Die Sprache der Juden wurde beeinfinßl »an ihrer Umgebung. Znr SprachbUdnng werkten mit di« innige Religiosttäi der Juden, die jüdische «eschichie nnd der jndl'ch« «alkacharakier, der kanieioali» ist. Die Inden sind ein vaik der Familie, darum haben fie überall die alten Formen der Sprach« beidehalten. Die Väter wirken sprachkonstruierend aus dir Sdhue. da. «» sie in großen Masten au«,-wanden sind. Dann ging der «ebner aus die «eschichie der Juden in Deutschland ein. wo in >nlrt)n»nty an sie «la den handelte«» den den Bestand der Bendlkerung di« Städte getzlldet wurden. Bei den Judenuersoigungeu flüchteten die Inden nach dem Osten und drachlpn dahin deutsche Knlir.r und dl, deulsaie Sprache-de« Mittelalter». So find die poimichen und iiltauischeu Juden »on heute die deutsch«» Juden de« Mrtlelnttxr», die in ihrer Sprache auch non unseren Soldaten heute verstandeu '»erden. Die Juden in Litauen und Polen bemühten fich. die Sprach« so rein zu erhaiten, wie fie fie vor Jahr Hunderten au» Deutschlands mitgedracht hatten. Aus Giund der Sprachuerwandlschasl gehbit ihre Sprache zum Hochdeulstben. >n zahlreichen Beispielen wie« »er Redner nach, daß viele Redewendungen und Wortbtldnngen, die in ihrer vnrzel kaum noch zu erkennen find, germanischen »der romanischen Ursprung« find, iktwa >0 Mil- (Ionen Menschen sprechen die jüdisch.deutsch« Sprach«, davon allein 5 Millionen in Litauen und Polen. 8k die im Deutschen wurzelnde Sprache eine groß« volktgrupp« in Osten kulturell zusammeutchließt, so ist diese Volksgruppe durch diese Sprach« auch mit dem Deutschtum sest verbunden. Die lluesthrungen de« «ebner« sanken degcistene »us. nähme bei den zahlreich eischienenen Zuhörern. Wien Komitee znr Znillläru , über »fltndisch« Kragen. Im 24. r. sprach IM Fesisaale de» Ingenieurnnd »rchiieltrnvereine«, i. Bezul. Eschendachgaff« Nr. 9, Radd. Dr. Max Srunwald übrr den dedeuieudftenofijndijchen Dichter Perez. Die. inte,effanten lussührungen bei Lortragenden sanken bei eilten zahlreich erschienenen Publikum großen Beisal. Im Inschloß onsetnen Vortrag berichtete Dr. S. über die Bestrebungen de«'Komitee« und teilte mit, daß ein Besuch um Zulassung de» .Hiddish' im Briesverkehr auch während oe» Kriege« bereit« au die zuständigen Behirden geleistet wurde. Die eiste der geplanten Klugschriften de« Komitee« wird in den nächsten lagen erscheinen. Wladimir Mede», einer der Führer der großen jüdisch, sozialistischen Partei, ist bekanntlich durch Me einrückenden deutschen Truppen in Warschau au« dem Gefängnisse befreit worden. Medern, der im Jahre >912 »on der rüffischeu Regierung chirch die koripiegelung. daß die ihm zur Last gelegten politischen Vergehen verjährt seien, au» dem Ausland« nach Rußland zuiückgelockl ward«, war an der Grenze verhaftet und d>» zu Krieg»au»dr>ich auf der Warschauer Festung in Uuiersuchungdhast gehalten worden; bei der Räumung der Warschauer Gefängnisse im lugnst >91» wurde er mir den gemeinsten Verbrechern aus der doenchtigften .Etappe' nach Osten trandporlieit, 1915 schwerkrank, zwecks Aburteilung in ein Warschauer Besängni« znrückgeschaffl. Mede» hat unter dem Titel .Lriese^eine« luferstandenen' seine gesamten Eelebniffe in rufflscher Gefangenschaft ausgezeichnet und wird fie im März- Heft der Süddenstchen Monaldhstte, da« dem Schicksale der während de« «bieg« in feindlichen Ländern Befangenen gewidmet Ist. oerdsteutlichen. Medem genießt im .Bund' der stärksten politischen' Partei unter den Juden der alten und neuen Welt da« unbedingte vertrauen de« Proletariat«, da» tu ihm seinen grißten Führer verehrt. Er gilt ali einer der glänzendsten politischen Redner Rußland«. -ädisch« Zuduslriearbeiler. Der Direkt«, der Magd«, burger Moiorensabrck. der vor kurzem in Warschau ve,weilte. u>«n»«ie fich an die dortig« Verwaltung der jüdischen Fach- Ibeudturse für Metallarbeiter mit dem Ersuche», ihm zwanzig Elektiomoateure und so viele Schlosser, als die Kurse adgeden können, nach Magdeburg zu senden. . Warschau. Rach der letzten Statistik befinden fich jetzt, in Warschau ungefähr 400000 Juden. — Die in W. weilenden! Sochaczew« Flüchtlinge erhielten bisher 1400 R. wöchentlich Unterstützung Die Bemeindeksmmiiüon hat nun dem Socha.i czewerKomitee erklärt, weitere Unterstützungen nicht mehr erteilen zu können; die Fiüchllinge sollen nach Sochaczew jetzt znrückkehrcn. — Der erste Tearrüport Weizen zu Oftcrmehl. ist bereit« au« Posen eingetroffen Die Raddiner Ibraham Perlmutter, Berel' Knpjetz und Herr Brodfinskh find au» Posen zurückgekehrt.. Der Vorsteher ßeib Daoidsohn ist nach Berlin abgesahien. Di« Imerikasektion beschloß aus einer Sitzung dem Hilf«' auischuß der jüdischen Bemeinde 25000 R. für Heimlose in Warschau zu überweise», zu>ammen mit früheren Summen 75000 R; seiner für Kameutz-LnowSk. da» vom Kriege hart gelitten hat und Heimlose au« Lreft-LitowSk beherbergt. 500 R.j dem jüdischen Hilsiauischuß in Wilkowischki 300 R. Bei de« Hilsdoerein hat fich ein jüd. Etudenteuklub gebildet. Der Auischuß für die Krieg«uotleitendeu ersuchte telegraphisch den HitfSverein der deutschen Juden am weitere Unter- Nützung, da die Beider fast «ilchdpst find. Der Bemeiudeauischuß .bewilligte ö5(X> R. zum Leben». mittel-Einkaus für die Kinder, die vom Bürgerkomite« keine Unterstützungen erhalten. — In da« Präfidium de« Berfichelungd-Anischuffel wurde Prosrfsor S. Dickstein von dir Stadt» Verwaltung berufen. — Wegen.Geldmangel haben 3 Arbeiter, kicheu <Karmelitzka.9. Leschno 2, und Dzjeln» 33) ihre Tätigkeit eingestellt. ^ödz Oberrabdruer Treistmann hat die Rabbiner und Vorsteher der Umgegend zweck» Beratung über,Zustellung vom Lstermehl nach Lodz berufen. Di» Neuwahlen der Verwaltung der Bescllschast »Mal^ drsch Arumi«' find erfolgt. — Die Verwaltung der Kinderküch« (Bzftzfina 4) beschloß außer für Kinder auch für Erwachsene eine Ostcrknche einznrichten. — Die hebräischen Kurse beim .Haichijo' haben sich «ährend der 10 Monate gut entwickelt, Gegenwärtig kernen dbg 500 Schüler und Schülerinnen in 17 Bruppeu »erteilt. Wichenltich finden Vorträge über Zionh». mui und jüd. Beschicht« statt. Di« Jugend beschästigt sich mit Errichtung einer Oftcrlüche. — Der Verein E«ra gründete eine sanitäre Miliz. Der Verein Beuo» Zion ,Zi»n« Töchter', hat Abend-Kurse in Deutsch. Polnisch und Rechnen-eingerichtet. — Die billige Küche (Bieg«ina 4) vernbsolgt jetzt 2280 M»Iage täglich, j Pr»dfi»ü Die Lage der Juden ist schwer Biele er suchten den Hilsiverein in Warschau, eine billige Lebe»»- miitel-Verkauf»stelle zu errichten, die der KreiSches nach Mtg- «r. U lichkeit za unterstützen versprach. Da« Hilfskomitee trat hierzn mit dem Bemeiade-IuSschuß in Verbindung. Einige Kaufieute, die davon Nachteil fürchteten. haben inde« da» Unternehmen hentertriebcn. Kaklsch Der bekannte Irzt Magnu« Brokmann ist gestorben. Aowitsch. Bei der Bahnstation find 30 Inden angeftellt, die 8 Stunden arbeiten und 3,50 M. den Tag verdienen. Die Beamten tragen deutsche UaiforntzMützen. — 4 Elementarschulen find hier eröffnet worden. Wkaw». Der Hilsiverein der jüd. Gemeinde unter Vorfitz de» Herrn- Klemitz errichtete einige Verkaufistellen von denen 350 Familien die Lebenimittel billig und 50 Familien kostenlos erhalten Di« Mittel werden durch Beiträge der Reichen ausgebrachl. Eine billige Küche verabfolgt Mittag au Arme za 3 Kop.. an Schüler unentgeltlich. Zur Eröffnung hielten Rabbiner kegalowitz und Bürgermeister Lempe Ansprachen. >80 R. wurden daraus gesammelt. Jpetriüan. In den hiesigen Schulen befinden fich 2447 Kinder, darunter 737 Jiraeljten. — Ans einer Versammlung, welcher auch der Rabdiaer beiwohnte, wurde beschloffen, eure jüd. SantzLit-Mrlij zu gründen. Zum Leiter wurde Herr H. ÜB Silderstein bestimmt 45 jung« Männer haben fich bereit« cintragen lassen. Jludam Gewählt wurde ein Schulrat au« 8 Mitgliedern, zu denen Herr Joses Adler gehört' — Ein Arbeite, heim wurde mit 600 Mitgliedern eröffn«. Kornowic«. Der Handel mit -Deutschland entwickelt fich immer mehr. Alle G.schälte find »ffen und lösen viel Gelb. M»lK»i»hinn, in Wilna. Am 9. März find« im V«. waltungibez»! Wilna «ne Voll»- und Viehzählung statt. Sie ist augeordn« worden, um die wirtschaftlich« Lage der Bevölkerung festzufiellen und die Herbeiführung ein« gleichmäßigen Versorgung mit Lebensmitteln zu fichein. Die .Zähl«' werden in ihrem Zähldezirk von Hau» zu Hau» und von Wohnung zu Wohnung gehen und die orttanwesenden P«soncn in ihrer Hauihaliungeliste cintragen. Hierbei ist für die Feststellung der Nationalität die Muttersprache entscheidend; in Zweifei»- fällen ist die Person zu fragen, welche Sprache ihre Mutt« gesprochen hat. Dicst und nicht etwa eine spätere angenommene Sprache ist maßgebend. Uni« .Glaudeuibelenntoi»' find uni« evangeliich alle Pcisonen aufzusühren. die d« lutherischen. reforminlen oder uniettcn Kirche angehören. Alt orthodox werden die Angehörigen de« gnechisch-katholischen Bekenntnisses gefühlt; unter die Rubrik .Andere' sollen Mohammedaner und alle solche, die fich nicht d« den «uzein »usgesührten Bekenntaiffen irnterbriirgen lasten. Bei verschiedenen Glauben«- bekenutniffen von Mann und Frau ist — in Spalte 4 — ein ,M' zu setzen (Mischehe). D« deutsche Oberbürgermeister von Wilna gibt in der .Wilna« 3*8-" amtlich bekannt, wann und wo fich — zu v«. schied,uen Zeiten und an verschiedenen iKrstn-,— die jüdisch«,, die litauischen und wttßrusfischen. sowie die polnischen Zähl« zur Empfauguahme ein« eingehende» Belehrung üb« ihr« Tätigkeit «»finde» sollen. Z,r»id»» Der B«ein .Lina« hazedek' <s. Kranken- Nachtwach«) «hielt vom Bloni« KreiSches eine Unterstützung von 200 R. — Infolge ch« Bemühungen de» Herrn Gomoliatk, a,beitet die jüd. Sparu. Lnhkaffe wieder. D« Kommandant schenkt« d« jüd. armen Be»ülk«ung ein größere« Quantum Holz. Rabbiner R. R. Albek hat fich hi« wieder niedergelaffen. Die viird« (Echtoh) »o» Elsa llaessig. Sine« Tage» sagte d« zweite Sand«« zum «ftcu: »Bruder', sagte «. .Ich habe mich zu Dil Gesellt, damit Du nicht einsam bliebest und Du hast Dich gesreuk. weil ich mit Dir wauhpin wollte. So war e» mir recht und billiß. wenn Du mir hüllest, «ein Bündel zu trage».' .Ist wir recht,' sagte der Erste, nahm dem Benoffen da« Bündel ab, hing» zu dem seinen und wand«Ie ftiblich weiter. Da» 0«- bloß den dritten. .Wie', dachte«, "soll ich mein Bündel tragen muffen, wählend jen« so tncht davon fich ttennen durste's ,B>ud«'. sagte-« darum, als fie sich anschick,en, einen Beig.zu «klimme», .mein Bünd-.l ist nicht schw««. at» jene«. Trägst Du. schon die lKiden. so w»d« Dir nicht« an»- machen, auch da» meine zu nehmen. Denn fieh, ich bin alt geworden und mein Ränzel. m«u ich. wirb mir lästig werden, wenn ich den B«g ersteige'. .Schon gut", sagte d« Erste ohne zu bedenken, daß auch « alt geworden, nahm dem Dritten da» vnnbel ab und schritt voran. Rüstig ging« nun wett« auf der Straße, de« keden«. Je mehr fie fich »« Ewig, feit, dem Ziele, näherten, desto mehr »rückte die Last d« drei Bündel den Ersten nieder. Al« die drei Wand«er noch ihre Bündel trugen, da trugen fie jeber da« Seine in d« Hand. Denn fie waren leicht, »der drei zusammen waren schwer, waren eine Bürde nnd die konnte der Eine allein nicht in «er Hnnd tragen. Er mußte si« ans den Rücken nehmen. — E« «reichten fie denn ihr Ziel.' Alt fie di« Ewigkeil vor fich sahen, nahmen die beiden dem Ersten ihre Bündel ad Denn fie wollten nicht mir leeten Händen in die Ewigkeit eingehen- Ib« die Last, die »« Erste »ns dem Wege de» Leben« getragen, hatte seinen Rücken gebeugt. Und während die beiden andern auftecht« durch« Tor schritten, ging d« Erste gebückt. D« Erste ad«, da» — war «n Jude.' — Mit leis«, traurig« Stimme hatte d« Alte geendet. Kn« saß zurückgelehn». die «loschen« Liga«« in der Hand haltend. Er schwieg und sann den- Watten de« Inden nach. Reb Schars richttte sein dunkle« Auge aus den jungen Ehttften nnd b«racht«e ihn lange., all ob « seine Bedanken lesen wollte. Dann schentte « fich eine Taffe T« ein, zündete die «loschen« Pfeife an, und nahm lebhaft, mit leidenschaftlichem Fena ba« Gespräch »leb« ans: .Sie w«den mich nicht recht verstanden haben. Ich will Ihnen »ein Märchen erklären. Sehen Sie. — So war« gemeint. — Als, so: Die Inden mußten in »egtzplen Jahrhnndette lang Frondienste tun. schwer, unmenschlich schw« arbeiten. Meinen Sie nicht, daß da« ihre Rücken gebeugt hotte 1 Sb« fie wurden befreit. Sie dursten ein Land ihr Eigen nennen, durften ein freie«, selbständige« -Volk »«den. Da lernten sie wohl, wieder aufrecht zu gehen und den Kops stolz zu tragen. Au» dem Stolz wurde Uet«- mut, nnd ihm folgte die Strafe. Sie v«ioien ihr Land und wurden z«ftrent. über die ganze Erde. Die Vtlk«, zu depen fie kamen, wollten von ihnen i.icht« wissen Ihre Intelligenz war ihnen sch»n recht, ab« fie fürchteten fie. weil fie Ihre lleb«legenheil fühlten. So sperrten fie die Juden in« Ghetto ein. Und die Inden hatten ihre Bürde schon »itgebracht. »u« ihrem Land« ve,stoßen trugen fie da» Unglück ihre» Vvilke» im kummervollen Herze». Da» war noch nicht genug d« Last. Von ihre» Freuden freilich hielten die Lilk« die Juden f«n. Aber wenn fie ein Unglück traf, dann erinnetten fie fich d« Juden im Sheltv. Dann pochten fie an seine »pre. Dann baten fie. belst un« unser Bündel tragen. Und zu ihrem «genen Bündel legien die Juden bieder Volk« und ttugen dreifache Bürde. DttHKtzaaoiofizleil. zu der fie »«drvimi waren, die Heimatlofiakeiftp die ihnen die andern auszwangen, indem fie ihnen nur Pflichten gaben und kein« Rechte, nnd die verachiung. die ihnen »otzdem gijollt wurde. Und wenn da« Unglück vvtkb« war. da» di» Inden mit de» Andern ttetilich und redlich erlrimen, und wetzn fie baten: seht, öffnet unsere Tore, laßt un« Brtd« sein isn Glück, wie wir» im Unglück waren, dann schlugen die Andern lachend die Tore za und meinten: ,Jud bleibt Jud. wir »ollen mit Euch nicht«! zu schaffen haben. Unb so ist» gchlieden bi» heut«', sagte « bitter. .Bebt un» Hettnalrechte. dann werden wir wieder aunrecht gehen. Nehmt-u .« düse Bünde ab, die un» am tiefsten ni!d«- drückt'. — Da beugte fich Knrl vor und legte seine Hanb ans die welke Hanb de» Juden, sie mit warmen Drucke umfassend: .Ich habe Sie »«Itanden. Reb Schars. Ab«, sehen Sie. »»«', und « wie« in die Ecke, wo sein Tornift« lag, .dort liegt eine Bürde, die wir für Sie jetzt tragen. Und »st vergeiten jetzt' und tauschen di« Rolle. Den rusfilchen 5 üben belfen »st die Bürde tragen und hoffentlich befreien wti fie ganz davon'. .Für ,n» tragen Sie jene Bürde nun wohl nicht", meinte b« Ave mit feinem Lächeln. .Ab« ich hoffe, daß den Inden üb«all. nicht nur den rusfijchen, dm groß: Lift von den Schnllern genommen wi-d, die sie zu Boden bri ckte'. Un» mtt einem Seufz«: .Bott |tM, Bott gcU*. — Dä»m«ung senkte fich lei« hernieder, schlich in die Stube, warf einen Nebelschlei« über bie Gegenstände dattn und über die drei Menschen, der dunklere und dunkln« Schatten bildete, di« man nicht» sah al» da» helle Glimmen d« Zigarre und der Pfeife. Und nicht« hörte man ipr Zimm«, nicht einmal den Fligelschlag. mit dem die Bedanken d« drei Menschen, und ihr Sehnen und Hoffen, so verschieben und doch so tbnlich. in I«ne. helle Gefilde enteilten. Kezug der Jüdische« N»lü»-Zeita»g in de» besetzten Gebiete« K»tzla«ds. Die io Ruffisch«PoIeo destehenbea Reichüpostaostalten, J. ». in gleintuw -Lencl»«» -»«aeze» Den»,in Ki«pe, Kstrnbz »rzezin,. -L»m>h Ktierniemice itr T«ma,z»m Mazomieck Kknpca tzenllochan Mkama Koliolvm Pziechano» »«»Un Krnnomie« charmolin Mo»« Min»ü Jomnozo» Pastpni» Praje» Zkallianice Anret Warschon -otnizüi rinil Wstln» K«l« ffkrain,», Wloelnwet /ionin Hlama Jbnn»to Mola jitfu »«»in n. anbeve. ferner bie neu errichteten POftanstalten i» Postgediete de< Oberbefehlshaber» Ost und zwar in $r**«*, Mit«», K4«»le», piftu nehmen Bestellungen auf die Jüdische Volktzettung zu« Bezugspreise von < Marl 26 Pf. okrtdj&tyrlid) entgegen. Die Nachlieferung bereits erschienener Nummern delaufenden Monats ist besonders zu beantragen and »trd gegen eine geringe Bestellgebühr aosgefithrt. *r JUiftta vsl«»jrtt,,,.