Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 22 (1916)
- Issue
- 11 (17.3.1916)
- Date
- 1916-03-17
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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Ultyjl T*»TTl JCÜ—| Bmto. »«, fl »q Wfc «r. 11 prtftfor Qctyrtos anMnq dei» KM| mm Spraki jjfc. IMt A» 14. Januar ist Dr. Pahuba, btt kürzlich ua ttdentliche» Pwfeffor für jüdischipamsch« »«schichte »nd rtteratar er»„nt worden ist, vom Ktttg« »so» so i» Prt> »atudtznz rmpfauge» worden. Dr. Kahuda wollte ihm feile Answattung mache», »m ihm feile» Dank für feileIrlellllg za» Ausdruck z» bringen. All er ia de» Sarlefaal eintrat, traf er eile ganze Reih« von Persönlichkeiten an, die ebenfalls rar And lenz eiagelade» waren »nd ans ihre» Turnus wartete». Der Kammerherr »nd der Generaladjutaut, die Dr. Pahuda i» dal ktuigiiche Kobintt einführt» sollte», flüsterten ihm ja: .der lltntg hat ,t sehr eilig ... und Mcfcjrofec Menge von Besuchern I Bitte, Iteder Doktor, zwei Minuten . . . zwei Minute». . . . höchsten«.' .Solange e« Seiner Mijestül belieben wird«', war Dt. Kahuds« selbstverständliche »ntwon. Nach wenigen Minuten defond sich Dr. Aahuda vor dem König, der ihm einige Schrille eiitgegenkam, ihm sehr lieben«, würdig die Hand drückte und ihn zu seine» Erfolge beglück, wünschte. .Ich had« sehr gerne meine Unterschrift unter da« Dekret gesetzt', sagte er/ .und e« ist sehr cefreullch, daß die spanische Presse Ihre Ernennung mit so viele, Sympathie üui genommen hat'. Mit dem ihm eigenen liebenswürdigen Lücheln lauschte er den Dankrswoelen de« Proseffor«, der Ihn unter anderem da« rauf hlnwie«, daß die Schaffung eine« Lehrstuhls für jüdische Geschichte und Literatur an der erste» Untoerfilüi Spanten« al« ein Beweis für den neuen Geist der toteranz im neue» Spanien auch im Autland große» Eindruck gemacht habe^-und ihm einige sranzdfiiche und englische Zeitungen nenne» konnte, die diesem Ereigni» sympathisch« Artikel widmeten. Der Einig erkundigte sich' eingehead über jüdisch« Literatur, besonder« in der spanijche» Glanzepoche, und nachdem ihm Dr. Bahuda die gewünschte Auskunst gad, sagt« er! .Es ist doch so merkwürdig, daß die Juden durch so viele Jahr tausende hindurch ihren Glauben, ihre Literatur, ihre Sitten und Gedrüuche so treu bewahrt Hoden. Es ist so melkwürdig l Und wo find mehr literarische Dokumente au« der spanischen Epoche ausbewahrt, in sponischenoderaudlündischenBidliolhekcn'k .Da die einzigen Schütz«, die die Jute» aus Spanien mitnehmen kountea, ihre Bücher waren, so ist e» natürltch. daß der grüßte Teil dez jüdifch-lpanllchen Literatur sich außerhalb Spanien« erhallen hat; dennoch bleibe» noch sehr viele Dokumente in spanischen Archiven, Kirchen und Bibliotheken, die auf Bearbeiter und Herausgeber warten.' .Und Sit nehme» sich vor, diese ganze Arbeit zu mache»' s .Die« wäre mir allein nicht gut möglich; ich nehme mir aber vor, Schüler heranzudrlden, die sich mit Eifer uud Liede -diese« Studium widmen sollen, um da« große Werk zu Ende z» führe»'. Der König erkundigte stch dann über die Zahl der Studenten, die stch für diese« Fach e »getrogen habe», und al« er stch etwa« erstaunt zeigte ütrr da» lebhaft« Zntcreffe, da« diese« Etirdinm ia akademischen Kreisen hervorgerusen habe, schilderte ihm Dr. tzfahada die bedeutende Stellung, welche die hervorragenden «rffenschaftlichen »nd literarisch«, Leistungen der Inden in Spanien in der allgemeinen Wrffenschajt, besonder« im Mittelalter, einaehmea. Der König stellte alsdann einige Frage» Über die Sephardim im Orient, besonder« in Saloniki, wo die größte sephardrsche Gemeinde defteht. Und bemerkte, daß e« einen Spanier sehr angenehm berühren muß, i» «refe» Orient Allspanisch sprechen zu höre», wie e« vor Jahrhunderten hierzulande gesprochen wnrde, .Und ist es rickrtig, daß jene« Spanisch seinen archäischen Charakter noch so ganz bewahrt? .Nicht mehr so, wie e« vor erulgen Jahrzehnten der Fall war, dennoch bewahrt e« viel alte« Gut, viele RedrnsaNen und alte Wörter, die heute iu Spanien nicht «ehr gehör! werden. Auch singen wir noch die alte» Romanzen in den wnnderbarcn allen spanischen Melodie», und wir gebrauchen viele Sprichwörter an« vergangenen Jahrhunderten.' .Und. Sic find auch ein Sepharde, also eia Nachkomme der au« Spanien vertriebenen Inden'? .Jawohl, Majestüt, uud e« sei mir bei dieser Gelegenhett gestaltet, nicht ohne Stolz darauf hlnzuweisen, daß einer »einer Vorfahren Don Joseph veuschuscha» in Toledo dem König Nlfonso HI. von Kastilien treue Dienst« geleistet hat, die in der Geschichte verzeichnet stnd und die ihm die Hochachmug »nd Anerkennung seine« König« eingetragen habe»'. .Und nun — unterbrach der König lebhaft — find Sir »ach Spanien grkommen, ,» unler einem onderue »fonso Dienst« zu leisten, wie merkwürdig'. »Eia wunderbarer Znsall oder vielleicht «in Beschluß göttlicher Vorsehung. Und da mir r»n jetzt die hohe Ehre deschieden ist, »ach steben Jahrhunderten taz» bestimmt zu sei», Eurer Majestüt zu dienen, dem Träger dr» glanzvolle» Name»« jene« glorreichen fürstlichen Eroberer und de« Namen« de« Vater« nni Schöpfer« der kaftiltanische» Literatur und Wiffenschaft Alfons» der Weise, so würde ich mich glücklich schützen, wen» e« mir gkliagen sollte, Eurer Majestät und Spanien wertvolle Dienste zu leiste».' ,E« freut mich sehr, daß Sie solch gute Absichten haben, danke Ihne» sehr für die Sympathiea, die Sie Spanien entaegeutringeu, und ftene mich, Sie hier zu haben. — Ja, cf ist wahr, Alfonso X. war ei, sehr gelehrt» und weis» Man» und die Jude» haben e« wohl recht gut unter chm gehabt'. .Jawohl, Majestüt 7 S» ist ein, denkwürdige Tatsache, daß" gerade unter de» Alsonso« Spanien stet« srtthtttsltzbeu» ui »lerant war und von der ganze» Welt beneidet wurde. An» gebe» anch Eure Majestüt ein Beispiel von hoher Toleranz »nd Großmut »nd ich »In überzeugt, daß all« Welt die« fteibertllche Spanten beaeideu wirb, welche« da« Glück hat »»» Eurer Majestüt regien p> werde,'. Ans die Frage de« König», ob anch hier in Spanien Sephardim wohae», wie« Dr. Fahnder ans da« Bestehe» «iwer Neimn Gemein»« tui marvkkiutffche» Sephardim t» Sevill I hi», nannte di« Name» einiger lepharbische» Jude», die in M idrtd leben, und sagte, baß varcrst keine Sephardim au« de» Orient nach Spanien znrSckgekehrt seien, daß aber ttz 25,00) Jude», dt« jetzt i» Spanlsch-Marokko leben, sämtlich au« 4 'panier, stammen, intelligent, fleißig, strebsam und sehr loyal seien und ei» sehr wertvoller Faktor «« Förderung der Ipanishe» Kultnr und de« spanischen Handel« werde» könnte», wenn ihnen nur weitgehendster Schutz »nd voll« Rechte seiten« der stanischen Regierung gewühlt werten würde». , Für mich sind alle meine Untertanen gleich, Ich arbeite für d >« Wohl und Gedeihen aller meiner Untertanen, ohne Unter ebied Dir Juden Marokko« können aus meinen Schntz »nd nein Wohlwollen vollans rechne» nab sicher sei», daß auch jneine Regierung ihnen Gerechtigkeit angedeihc» laste» wird, f .Uns nun — schloß der Ktnig — will ich Sie nicht lüngef aushaltcn, e« find noch so viele intereffanle Frage», die ich an Sie Hütte stellen mögen, allein ich hob« noch ein« lange! Reih« von Besuchern zu empfangen. Jebensall« könne» Sie stet« mit meinem gnlen Willen rechne» und ich »erd« »ich ftene». Sie in Ihrem Werke zu fördern.' stl« Proseffor tzsahuda wiederin de» Wmiesaal eintrat, konnte der Seneraladjulant de« König« e« nicht unterlassen, ihn zu seiner Lderau« sreundstchen Aufnahme durch de» König >« beglückwünsche, und sagte » »Müffen Sie doch Sein« Majestät interessier! haben! Wissen Sie, lieber Doktor, wie lange Sie bei S. M. geblieben stnd 7 Srebenzehll Minuten! Und sehen!SIe stch mal diese Reihe va» Exzellenzen an, die noch aus Audienz »arten , . . Siebenzeh» Minuten! So lange, fiedentehn Minuten' , . . Der Gelehrte kdünte ihm nur erwidern, daß e« der Wunsch Seiner Majestät gewesen sei, ihm s» huldvollft seine wertvolle Zeit zu widme» und daß er sich dem nur z» säge» gehabt Hüne! I. B. Madrid. Wir möchten bei dieser Gelegenheit einiges über die >dftamdiung Pros. Kahnda« sogen, weil st, gerade jetzt, infalge seincrf Berufung »ach Spanien besondere« Jntereffc bietet» Sein> Vater Beajamin sjahnda stammte väterlicherseits au« eine« sehr allen angesehenen Familie an« Bagdad, die schva lest dem neunten Jahrhundert eine hervorragende Stellung l» Mesopotamien iuue hatte und au« der b>» zu End« de« achtzehnsen Jahrhuudeit« mehrere Vorsteher der jüdischen Gemeinden in Bagdad hervoigegonge» waren, die den Titel .Aast' (Fürst) führlsen und. vo» den Sultanen mit gewissen juttdisch-exekutive« Vollmachten innerhalb der jüdischen Seme»de ausgeftaltet warya. Mütterlicherseits sühne Bejami» Pahnda seine Abftamlnung'aus die FamiUe de, Ben Schuschau au« Toledo zurüsk und zählte uutcr seinen Vorjahre» den bekannten .Rast Joseph Gen Schuschau, der am Hose Also»!« Hst sl ISS—1214) von Kastilien ein hohe« Amt bekleidet». Nachder Vertreib»»- der Juden im Jahr« 1492 wandelte ela Teil der Familie Be» Schuschau nach Nordamerika au«, ei» anderer- Teil nach »er Türlei, von wo an« stch mehrere hervorragend« Mitglieder diese r Familie teil« nach Bagdad, teil« »ach Baffra am perfische a Gols begaben. Einer der letzte» Borfahreu Dt. fjahuda«, au« ber Familie Ben Schuschau, war Faradsch Khaytm, tgr um die wende de« achtzehnte» Jahrdnndert« einer der bekanntesten Männer Mesopotamien« war, nicht nnr wegei seiner grasen Gelehrsamkeit, sonder, auch weil er vermöge seine« gras en Reichtum« i» verschiedenen Stätten, in Bagdad, iu Ana (den alten Nehardoa) und ia seiver Wohnstadt Baffra große Lehr lustalte» ttztzschidolh) unterhalte» hat. In fernem Hause hast er giue der größten Handschttftzusammlungt», die aus weh er« tausend Bünde geschützt wird«. Darunter wäre» einig« Hundert hebräischer und »radtscher Handschriften au«Spanien, welkt« von de» Vorfahren de« Faratsch Khayim »ach Baffra mitgebracht worden waren. Leiber ist dtz gauze Bibliothek »»- fang« der 30er Jahre de« 19. Jahrhnudett« bei einem großen Aufstand« iu Baffia, wobei eine groß« Branskatastroph« oa«- gebysche» war, vollständig vernichtet worden. schl^s^h palsifttia. r. zstilfoschtff hat die amerikauische Regierung d«. tu, mit Heilmitteln nach Palästina zu senden. A«rlr«a. FI»e bnmanttärr Mtzsemllrmbgeönng. ' Eine imposante Masten Versammlung der jüdischen Bedlllerung von New N»rsi hat in der rieflge» Caruegtz Hall ftatjgefunden. Sie war zu» Zwecke »er Etnleitnng einer HUfsakrton zuguusir» der durch den europäische» Krieg t» Notlage geratenen Jude» einderuse», »nd der Ausruf nannte ggbe, den russtschen »nd russtich-painische» Jude», heuen Hilfe an« illa komme» sollte, ossiziel auch di« Jude» tu Gallzi,», eußisch-Pole», Serbien, Türkei, spezlell in Palüstin», der e de« Judentum«. I, Wahrheit gestaltete sichba« Maste»- ing, I» teste» Verlause einer ber Redner packsnd«, erernde Schilderungen von ber unerhörte» Bedrückung »nd indlnna der russischen Juden, »»» der barbarische» Griui«, die sie von den Gehör»«» zu erduld«, Hab», entwars, luer Kundgebung gege» Rußland »nd gegen Rutzlaud allei». eioer schlechten Behandlung oder et«r «rückenden Notlage der! Juden « Österreichisch- »der in Preuwch-Pvleu, i» kerbte« «der in der Türket war mit keinem Warte dtz Rede. Dtz Caruegie-Halle war bi« |>[ äußerste, Fassungskraft gefüllt, »ber «000 Persoven, di«'gleichfalls getmnme» waren, »m an der großartri«» Kuudaebmia »er Nüchsieultzbe teils», nehmen, konnten keinen Einlaß mehr erlange». And was stch drmne» tu dem gr»ße» Saale, der fsnsi der Psiege der Kunst gewidmet zft. absptzlt», erinnert« an dtz bibKschen Erzähl»»ge« von der »»«rfchöpsliche» Hiisöbenitsch^t »eö jitbische» Volle« für! seine leidende» SMmmesgeuvffen. Dtz Bersammlnng war von, dem »American Zeonstz Re- Committzr' einbrrnfe» worbe», be» Htlssaasschnste der Jubrn, der e« sich zur Ansgave gcmach« hat, im >e» Jude» 1». . Seit Dollar« t niiür- Eröffnnng de» so. Scharr» ' Lebe«, fte» stch Laufe de« Jahre« 1*l«s ütffMI>»»r, Dollar«, also ouc» Mark, sür dtz durch de» Krieg »«leide»» untir de, amerikauische» Gla»d«»«ge»offe» zn" sai dem Kriegsbegtaw hat dieser Kusschnß drreil« 1500 auf diese» Wege' aufgebracht, aber diese Samme lich nicht »u«. Aoch ehe eine halbe Stunde »ach der versammlnug verftrtche» «a>, konnte, vier je 100 000 Lollar« angeküudigt »erdcu. Ja ftrtmte» dtz Anwesende» zum Podinm, um dort aaben «ieberzntzgen. Auf dem Tische de« Redner« Scheck« in Höhe von öO bi« SO 000 Dollar«, ordere ^schriftliche Zahluugstzerfpiechnnge», Barg«» »nd Wertsachen. Männer eilte» herber »nd leerte» duchftüdiich ihr« Taschen aus den Trsch. Einer dejaß nur I Dollar und 5 Cent«; er gab deck Dollar her uud dehtzlt die L Cenis, um »och Hause sayüe» zu könne». Ein anderer, ber 7 Dollar« Wochenloh» hat, vellpsilchretc sich, die Hüjle davon wührend der ganze« Dauer der Hilsskampanue herzugeben. Dutzende von Fronen zogen ihre Ohrri»g», ihre Fingerrruge, alle« Geschmeide, da« st« trugen, tld »nd üdergaben -e« dem. Kusschuffe, Männer fttsleten Drehen dem Bargelde ihr« Taschenuhren und was sie sonst HP Wertsachen bet sich Hallen. Al« die »eesammlung geschloffen wurde, lagen IV, Millionen Dollars, füns Millionen Mark, It« Scheck«, Bärget» und Schmucksachen zur Verfügung de« Ausschnffe«. Eine üder de» lokale» Rahme» hiuanlgehe»»« vebentme, erhielt dtz Versammln», i» Carnegie Hall durch eine Red«, i» der Bischos Greer von der proteftanliich-eprdkoptrlische» Kirche in New jsork von der .Schuld de« Shrtftrnium« an die Jude»' sprach. Diese Schuld «äffe endlich gettlot «erden, und z, diesem Zwecke fordertz der Bischof alle Chnfteü aus, sich an de» Hilsswerke sür dtz uolletdeudcn Jude» »ach Kräfte» z» delerligen. »Auch die ZivUisntion und dtz Hnmanfttt', schloß der angesehen« Geistliche, »stehe» in der Schild ber Jude», dend de«halb appelliere ich I, die Humanität de« »merikanischen Bolle« ohne Unterschied des Glauben«, »letz Schuld mit volle» Händen de» iüdische» Volk i» der bittere» Stimd« seiner Rv« zurückzuiahlen'. Auch der Letter de« Uatzrrichtöwesen« im Staat« Re« Bork, Ftnlay, der Prtstdeut der Coraecks-Universittt, Dr. S ch u r m « » u. nud »er Kongreß-Adgeord^tz Meverto«»»i sprachen za der Versammlnung; dtz ttefsie Wirk»», erzielte. -Dr. M a g n e « mtt den eingangs erwähnte» Berichte», au« Rußland öd«! die snrchtdare Lage »er dortig«, Jade». Langsam, in großen Menschenmeie», zogen die lltOO Männer und Fronen, dtz feierliche» Töne d« patriotiiche» Hymnus .America' -»stimmend, au« be» Rietznra»» stch Fritz. dr, Pa» »»«rilstusijsch« Girtwanbeveegefeh. Rmh einer längere, Dedaue übe» das Btldnugsepame». da« zusolge der Baraetl- Dilllnghamsche» Gesetzesvoriage von den Einwanderer» gefordert «erde» sollst, nahm das .Jwmigratio» Commstte«' eine Gesetzchformel an, für dtz da« jüdisch« Kongreßmitglied Gregel seit Woche, energisch eiuaetrese» war. Dieser Zusatzformei »». folge stabet der Ansschlnß von der Einwanderung »ei »ch« bestand««» Examen keine Anwendnag ans solch, Persove», dtz dtz Einwanderungsbeamtz» ober den .Seerrstuh »f Labonr' da«n ,o überchnge, vermöge», baß sie tnfolae reUgttser Perfolgunzen, dtz ms Auönahmeäesetze» »der ans Maßnahm«, gegen ihre Reltaion npd Herknnft veruhe», ansgewaudert sind. Im Prinzip ist damft eine besondere Hätte gegen jöbffche Einwanderer vermieten;'i» der Praxch freilich wird bei dieser Bestimmung vielch aus de» Wille, der «nwaubttunMommiff«, ankomme». j>tz .|<** i» Achwtzrasieite» ,ptz .Jewtsh Coloni. satt», Affociatiou' besindtt sich durch den Krieg tu ein« krtttschen Lage. Die Gelder der Gesellschaft sind in Papieren an- ,etzgl. Die Je« versuchte in »Merck« ciiu» Hilfsfonds anlzatin^n, erhielt abtr nurnoa Jakvd M. Schiff 100 000 Dollar. Germvak Flntzlli »l» Jscheuverfchger. In Kiölawotök, wo er zvr Kur weilst, »«raaftaltetz R. ei« Judeuverföiamtg. De» jüdische» Kurgäste» wurde» nacht« die Fenster etageschtage» uud sümtltche Garderobegege»stünde verbrannt. Generul Rntzkl betzlligle sich perstnlich an de, Plünderung». Dtz Stadtverwalt»», wie» am nächste» Tage aus Wnnsch de« Gvneral« dtz jüdische, «äste an«, weil sie Störn^e» in »er öffortlich«, Didnung heraorgernfe» Hütte», (t) i JHOtK. ^iooru» Infolge St-tthaUerrtzrlatz sind dtz Wohltätigkeit «komm lstioneu verpflicht« die Zinse» ber Mtigtstö« ttftnnge» sür arme Mädchen zngunste» der durch »es Kriog eidende» Jo^nd zu benüßeu. Anch in Livorno ha» sich z» tiefe» Zweck ein« bessuder« Kvmmistt», gebilbtt; „«er de» Mttglteber» derselbe, besindtt sich dtt Borsieher dtt isr. Gemeinde Ad». Earl» Bembaron. E« ward« bi« jetzt n. «. deschichsnß ins jüdische Watsenhan« Dtsegnl 10 jüdisch« debtrfttg« Kstsdtt matt« »nd 7 halbgrati«, aafzunehmen. E« macht sich aber «« Bedürsnt« »ach grtßertt Fiirsov fühlbar. -iben^. Al» vor puti Jahre» dtz Neuwahl«» tm Ber- »alstrigörat dtt ift. Gemein»« Florenz fttttsande», e»tspa„ sich zu» aste» Matz ei» Patteik»ps, in welchem »st jildffch- Nation atz Partei de» Sieg errapa. AI« nun strfolge Tobeösülle» »nb Demissionen eintga Mitgltzba «in« «»« partielle Wahl »otweudi, würbe, aschtzae, di« Wckhstt bei btt erst» »nd btt ein« zwtttz» Eiulabnng znr Wahl nicht. Jusotgedefse» demifftzntzrtz da ganz« Rat «ch setztz für «an ». Mim» ttn« vollständig« Neuwahl an. Währe» nun bi« jetzt dtz Miuorität kein pedrWgttcht» gegebe» hat, hat sich dtz Mnjaetztt „f dtz Satz dtt Opposition gestellt na» tttltMfl Me Wahl du« antinatiorraleu Nate«. Anßerbe» erklttt dtz Majorität, dtz Wahl«» »hu Zngrunbttegna, etnch bestimmst, P^tnm« » wolle».