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Jüdische Volkszeitung · 1915-12-31 · 54 (31.12.1915) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
21 (1915)
Issue
54 (31.12.1915)
Date
1915-12-31
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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3flM1<t;c vollrzeitung._ veitichtum nn6 Vöeittmn! A-« Lbjätzrige» Z»«il»»m »,r lv. lL.j «on Or. mtd. David St»rh schil» lvidemae?) tzoBri, « $ - Ätanffuit a. SW. Dährsod unsere Brüder in Eft und West und weit hinten in der Türkei tagtäglich immer neue, immer gewalkigere Blutopfer dringen, um vereint mit allen andern Löhnen Deutsch, land-, Oesterreich-Ungarns und deS O-maneareiches. Recht und Wahrheit üder Bergewaitigunq, Gewinnsucht und Ehrabschneidung triumphieret» zu lassen, müssen wir Kämpfer hinter der Frönt eunsagbar bitter empfinden, wenn wir sehen, wie unsere inneren Feinde aw Werke find, um uns die Genugtuung unserer selbstlosen Hingabe an die Lache Deutschlandzu verkümmern. Bei aller Trauer um den Verlust so vieler treuer Bundesbrüder, die von echter Begeisterung Dingerchen, leuchten« den Auges den Tod für Deutschland- Ehre und Größe gesunden hoben, erlaßt mick ein Gefühl »obren Stolzebei dem Gebauten: ^Idr lieben Helden bei K. (£., ich habe mich nicht in Euch gcun!* Ich denke zurück a» die schwere Zudennot in Deutschland, aut der der K. <?. mit logischer Rotwenbigkctt. Kraft der Einfichts, rrilleusstarker. ehrbegeisterler und tampsesmuliger Männer geboren »erden muhte. Wenn ich mir die H»ssoungcn vergege». würtige, die mich seibft zu einem überzeugten und zu jedem Opfer bereite» Mitglicde unseres Bundeheben werben lassen, so möchte ich mich fast freuen, datz ich ben Tag erleben durfte, an dem wir durch die Tat zetgeu konnten, daß es uns heiliger Ernst ist, mit unserem Anspruch auf Gleichberechtigung als deut« fche Staatsbürger jüdischen Glaubens, und daß wir bereit find, die au» den Rechten folgenden Pflichten mit unserem Herzblut z» besiegeln. Darum Dank und Ehre Euch treuen Bundes, drüben,. die Ihr i» kühler Erde schlummert! Wir kennen die Gesinnung, die Euch den Mul gestählt und die Kraft erhöht, wir fühlen die einigende Macht, die Euch mit bedenkenloser Selbstverständlichkeit zu Hunde tten freiwillig in die ersten Reihen deutscher Kämpfer gctrteben hat. um dem Zwange unserer Niudeulschen Gesinnung folgenö als deutsche Juden für Deutschlands Ehre und Größe zu siegen! Io. ohne Ucberh^blichke.t dürfen wir es heule bekennen, daß der K. E.-Gedanke mächtige Wurzeln geschlagen Hot — olle« Zweiflern und Nörglern zum Troß seine Lebensfähigkeit, hart auf die Probe gestellt in laugen schweren Jahren gegen Feinde außerhalb r r d innerl-eld des deutschen Judentum» in herrlichster Form dewicien hat. Berjühn durch die Inlehren Stöckers und Treirschkes. hatte die deutsche okadrunsche Jugend den jüdischen Studenten aus ihrer Gemeinschaft ausgeschlossen. Nicht der Mensch, nicht die Persönlichkeit, nicht der EharoNer. nicht der Dille, nicht die Kraft, nicht die Fähigkeit sollten fürder entscheiden üder die Zugehörigkeit zum Freundfchastsbunde deutscher Studenten, sondern Porurteil. Haß, Verkleinerungssucht, Reib. Mißgunst, kecke Heranasorderung. überheblicher Dünkel schufen eine Mauer zwischen Iud und Ehrist. Vergessen waren die Stunden trauten SichkenncnlernenS. die die akademiiche Jugend 40 Jahre lang ,n dem ihr eigenen Idealismus jeden charaktervolle» Mono, ohne die Frage nach der Religion, zu sich eingeludc« halle. von den Pflegrstätle» deutscher Tugenden de» Mute«, der Treue und der Anhänglichkeit an Kaiser nnd Reich, die die okadimischen Verbindungen bildeten, würben die deutschen Aka« dew.iker jüdischen Glaubens rücksichtslos. beleidiget d und ahne Unterschieb um ihrer Treue willen gegenüber Eltern und Voreltern aukg:'ch!offen. Zunächst schämten sich t,»ch einzelne Verbände osten da» Endziel brr Archluug aller deutsche» Akademiker südlichen Glauben» anszusprechen. Man nah« noch hie und da einen Rcn»«mierjuden auf. bald konnte auch dieser nur unter der Bedingung Ztmill erhalten, daß cr die Laufe nahm. Und wie tnr im bürgerlichen i'rbtu auch sonst die dedruckende Beobachtung machen müssen, deß haltlose Menschen, deren Ehaiaktei nicht fester rst vis ibr Glaube, unbedenklich und »bne Hev mung Estern und Bsrclt'rn verleugnen, um sich Barlcrlc zu uialfäui, «n deren Eniiisurg da» Lichdekennen zum Judentum hinkerlich »st. t« jehllc es euch in der jüdischen gka« demrsche» Iugerd nicht on rdrlojen Schwächlingen. die durch ihr Convertitentum dre jüd/che Gemeinschaft zu entehren und damit unseren Feinden neue Lasten in die Hand zu drücken »ersuchten. Ich will nicht dte Geschichte des K V. vermögen. um zu zeigen, wie tapfer und wie erfolgreich die Gründer unseres Bundes zuerst den-Kleinmut innerhalb der dcutsch-judische» akademischer. Jugend vernichteten. w,c sie die Verzagenden aus. richteten, wie stc rn harter, zäher Seldsterziehung die Schwanken, den srstv cckteu und dte Unwissenden auMättev. um ihnen den Weg zu zeige», den einzigen zulässigen Weg: Festhalten am Uederkommenrn, Aneivaudcrjchlicßcn der Uebcizeugten. und durch Tun und Lassen leweiscn. de.ß keine Tugend, weder Vaterland-liebe ncch Aoisertreuc. weder Mut noch Ktast. noch Sütlichkeit. roch Aufopseiuregsfühie keil im deutschen Sludenle» christlichen Gleudend wohnt, die nicht zu gleicher Zeit im beul, sche» Juden festwurzclt ut.d zu böcystei Vollendung gebracht werden kann. In gewissem Sirne Haber, wir deshalb auch allen Grund, unseren ontiser.il.scheu Gegnern dankbar zu sein, daß sie uro zur Selbstbesir.nuvg genötigt haben. Rur so konnten nir olle» würdelosen Strebertum in unseren Reihen mit Erselg er.igkglvtref.n. Jlzu rerlüllreritch war er allezeit für wirtschaftlich und geistig lochgekommenc Juden die ledtc» Hemmungen. die sic bei der Erlangung destaat-recht, lichen Vollbürperlt ws und der gc'llschuftlichen Höhetschraubuwg störten, durch die Lause zu umgehen. G,w ß kcr.r.rcn wir uns landet beklagen, daß im allge» metven dte Zvecktaufc r.-ch r icht ule vet geächtet und gewenrt wird, was sie ist — en. ve ckter Beiivg! — Wohl mehre» sich die Stiv wcn .m eit dl'chcn Lager. »:e mit uns den über» zeuoungettruen Anden über den übcrzeugungelosew Täufling steUen. Ader wtr türfen rtd: r,rgeffen. daß eine breite Schicht i» dieser Frage anders denk: und geneigt ist. über dagesell- «r Aut Wunst »er »e». d. ». L 91 m* »enf^ben hrer vteta- »»b adgedru« i» tn fMlw Ztd Z»d«1. Unsere Zugend. _Brtsla«, d«, 3|. Ptymbtt |»>5_ schaslli-e oder «insckioftlichr Ziel, da« sich der Tansjud« fteeki. den Schleichmeg zu vergesse», aus dem er e« erreich«. Such ist zu bedenke», daß die sogeuauule mildere Kor» diese« öelbft. drrrnge«, da« Taufe, der Kinder, nicht weniger makelsrci er» fdjeint. wen», wie e» ganz gewöhnlich der Kall ist. die Ellern «eil entseral sind in diesem Schritt, de» christliche, Glande» über die jüdilch-mesfianisch« Idee stellen zu wollen. Meist wißen ja die Ueberlüufer recht wenig »om Judentum. Da» »ird zu Unrecht von einigen Seile» zur Eaischnldignng «ngeführl Bestände die Taus« nur in dem Religioarwechfel, so drehe et, eine Undekannte durch eine andere Unbekannie ersetzen. Die treibende Krasl ist jedoch ln 89 von 100 Killen nichl reli» gitsei. sondern gesellschaftlicher Ralur. Ohne da» Bestehen de« Anlijemilremu« wäre der Schritt ein« Lächerlichkeil, durch sein Bestehen wirb er zum Kcrral. Unkranlni« und mangelnde« Vorbild modernfeinwollende Erziehung Mil dürsüg ästhetisch. elbisch Inender Lerdrämnng bereilenden Loden für de» Abfall vor Da« jüdische Element Polen» ist dazu bestimm!, zum Mittler zwilchen Slane» und Denischen zu werden. Wir Deullchcn genießen nicht lo viel Uederstnh on Lied« in dieser Welt, wie dieser Krieg m» erschreckender Deullichkeit gezeigi Hot als daß wir NN« ne,stallen könnten, sre,willig dargebrachte kympaihien wie die der amerikanischen an« Polen und Deutschland stammende» Inden hochmülig »on uu» zu weilen Ei ist j« allerdingt bequemer, die polnischen Inden außer Lande« zu führen. al« die rhnckr schlummernden guten Kräfte durch menschlich«.Behandlung, durch Berlpiel und Erziehung in die richtigen Lahnen zu lenken, »llerding« glaub« ich daß dre deutschen Zionisten durch die Ratschläge M Gehelmral» Fritz ans da» Gefährliche und Utopisch« ihrer Ziele recht unsanft hingewiesen worden find. Die Ostjndenftage kann heute nur noch durch Deuischland gelbst werden, und ich will der Hoffnung Raum geben, daß u»sere Regierung dc» Weg finden wird, diese zwar äußerlich durch die Rot der Jahrhunderte und durch lange Entbehrungen gebeugten MäNhrer ihre« Klauben«, diese innerlich aber warmherzigen »ad ent- «icklungssLHIgea Mensche», die dazu noch die deutsche Sprache oerftehcn. fich zu Krennden zu mrachen Menschlichkeit und Lernunsl verbiete» jeden andern Porfchlag. Die zionistisch« Läsnng de« Indenprodlem« ist durch diesen Krieg entbehrlich geworden. Wie sollte auch ein jütische« Stiotigedild« — von der Well durch Sprach« und Sitte ad> gcschlossea — zur Bereicherung und Lerrdlllng der Menschheit beilragen? In gewiffem Sinne oersündigt fich »er Zionitmn« genau so o» der optimistischrn Grnndanffaffnng der jüdische» Religion wie da« Sausjudenlnm. Da« Letztere teilt mit dem Zionisten den Peffimitmu« und den Zmeisel. fich allen Anscindungen znm Trotz znm Wähle de« Lanzen an der Stelle und >» der Korm dnrchznsetze». die nn« Geschichte und Drndi-!>»» zugewicsen Hoden Jude sein, heißt Kämpser sein. In diesem Sinne steht der K 8. er zeitleten« ans Mensur. Wtt kimpsen zur Ehre unsrer selbst, zur Ehre unserer Elter», znr Ehre Deuischland« und zum Siege der Menschlichkeft. Dann werden wir auch dereinst dazu beitragen im Sinne Cohen«, sät den religidse» Fonschritt zu wirken für die Welleridsung. für die Läuterung und Erhöhung de« Menschengeschlecht«« non seine» geschichtlichen Sünden, »nd znm Friede» der Menschhril in Sollcssurchl. Treue und Gerechtigkeit! 14. vorftaAdrsltzll»- fctDtrfcmtater jüdisch«» Zigriidwtti« vtAischltMdr'j. Aerki,. drn ii. Lttober ISIS, vorauf«,« I« lltzr, in de, «tänurn de« denlich Ilrorlltllchen Graelndedmide«. Anwesend I Reck»i»nwaII Dr. Apfel, Vorsitzender. Recht«, anwoll Leo Posch und Gieghen I»hn (Jüdischer Jngendbvnd, verlin); Rechteonwoll Dr. I. Kahn (Jngendrerein Gabriel Rießrr. Köln)! «echt«anwoll Dr. >. Llchienderg (Jüdffcher Jugendnrin,, Hauuoner)! Reserendar Dr. Edmund Weil Aüdie scher Ingrndverein. Sttaßhnrg)! K»mmer,ienrat M. Stein (Großloge u. O. B. B. sür Deuischland)! Juftizral Dl. Lrodnitz und Frau Justizrat Helene Mener (Centralverein deutscher 8>anl»dürger jüd. Slanden«) ( Proseff«r Dr. M. Scharfer (Donsch-isroelil. Gemeintebnud); Fräulein Sldonle Werner sZüdijcher Frauenbund): Lehrer «. Steinhardt sLrrhand der jüd. Lcbicrnereine im Deutschen Reicht ft Dr. Kurt »epaader (Wcsidinlscher Bezirk«»erd«nd jüdischer Jngendpererne- \ Rabbiner Dr. Pani Lazaru« (Rhrinlsch-mestsälischer Be,i,k»«erdand jüdischer Ingrndneiein«) \ Siegfried Brün», Lora Berliner. Dr. Spsrl gedenkt der zablrcrchcnim Krieg gefallenen »erdienten Mitglieder, deren Blut hoffentlich nicht umsonst geffoffe» sei. Er richtet eine» Gruß an die Angehtrigen der vrrftorhenea, somit on die Freunde in den Lazaretten und ans den Schlacht, teldern. Er sühn dann an«: Da« jüdische Problem deschästtgt uns in dieser Zeit wie nie zuvor. Ob nach dem Kriege die «nttsemtttsch« Bewegung abfl«nen wird ober nicht, läßt fich noch nicht entscheidend deuNeileu Wir müffe» nach Friedenlschlnß bei nichl allzu kraffea Fälle,' znnätft eine gewiß« Znrückhaltung üben, um sestznsteleu, »re fich die ander»glä»bigen Mitbürger gegenüber einem Wiederer. wache» dc« Anttjemilr«»»» verPrlten »erden. S« läßt fich leider nicht verkennen, haß selbst in dieser Zeit erhebliche jndenskindliche Ettömnnge» »orhaadt» find, »nd daß zahlreichekrafic Fälle v»a Zurücksetzung die Seele de« Jude, mit tiefer Bitter» ni« erfüllen müffen; aber ebenso ficher ist »uch, daß dte vielen Tansende »on jüdischen Soldoien, die sich lm Felde Muster» güllig gemährt haben elne große Anzahl disher Andersdenkeaber zu ernem über»»« günstigen, jedrnsall« »her zu einem gerechter«, Urteil über unsere ftaalädürgerliche» Sigenschaste» erzogen hate». Rach dem Kriege wird »«hrschtinlsch hei dev. ersten annsemittschen Versuchen ei» heftiger Mein-ing«ftrc>I zwischen den christliche» Bürgern ftaNfinde», deffen Au«g<rag zunächst ,bz»artrn ist. Sehr »esentlich wird für dte Stellungnahme de» deutschen Volke« da« pilittjche «rgednl« de» Kriege« sei,, ürtdesorrderr, »h d»« Reich einen Znmach« »on jüdischen Untertanen erhält. Sollte, fich aber unsere derechligten Hoffnnngen, die sich übrigen« ~ •; «»« tn » *«»«».• «vmlwj. __m. m nniere« Erachten« auf die »»«gezeichnete jpaluraq «er nähere, Mlttär. »nd Zinitbehdrden tzrnaden, nicht enüllen da»» werde, wir räckfichlslo« kämpfen müßen, »nd zmar oh»e jede Lerlcirelerei. Die zuküisttge Entwickelung de« innere, jüdische» Leben« o»rau«zus»gen. sei deivndrr« schwierig, dg mir oor allen Dinge» »och »ich! beurteilen könne», mir weicher Gefi»nn,g nniere Kämpser zurückkrhren werden. Er. Redner, sehe ganz destimmle Euiwickeiu»g«mbglichkeiten. deren nutzbringende Erdnerung aber zur Zeit »ersrühr sei! e« sei geradezu erftaonlrch. »elche Hgnd. lunge» in vielen jungen Inden dranße» »or fich geg»uge» leien. Mil liesem Bedauern «nffe seftgeftelll werde», daß »eil« jüdisch« Kreise genau »ach der allen Schadlnne. »l« od nicht» in. zmilchen gelchrhen sei. Neinliche innere jüdiche Politik dririede». Ans jeden Fall werde der Iugend»«ida»d nicht mtt den in de» letzten Kahren innerhald der Indenheil herqebrachleu Begriffen »n die Ardeit gehe», ohne jede jeftgejetzle Meinung, ohne Vor. urteil gegen irgend eine Richtung. Cf sei unerfindlich, wie man die Behouplnng h»de anfstellen können, der Jngendoerdund habe märend de«Kriege« .oersagl'. Im Gegenteil, gerade während de» Kriege« bade er seinen lchdnfte, und glänzendsten Ersolg errangen, indem e« znm große» Teil seiner niirrmndlichrn Erziehung»ardril zu »erdonken Irr. daß die jungen Inden mft solcher Begeisterung zu den Waffen eilte» in den einzelnen 8erdano«oereinen habe geradezu ei, tvetteiser in drr Stellung »on Freimilligen gederrschl. Au« den zahlreichen Kundgebungen »er Mitglieder an» dem Fel«« spreche da« ernste Gelbdni«. im Sinne der Verdaadiardeit auch draußen z, wirten und in jeder Lage tnrch mnftergrltige« und »»erschrockene« Lerhalte» ZeuMD für die Batrrlaudglied« und da» Pstichlgesühl der jgdische» Bürger adzuiegen. Di. Apfel trägt dann die Gründe »or, die die lilherige Zurückhaltung de« verbände« während de« Kriege« rechlsrrligi, er empfiehlt aber, trotz mancherlei Bedenken, die sosortia« Wlederaufnohme drr verdaadtartzert, »orläuftg jedoch nur l,^ dedingler Form. Gr dentet weiter an. daß fich jetzt »och nicht" überblicke» laffe, ob drr verband nach dem Kriege in der «Uen Form «tetta arbeite» könne; selbst derjenige, der im Jugend, »erhand »ne eine rein neutral« Erziehnngdorganijatlon erblicken wolle, müffe damit rech«», daß all« Pttzägogtk »ach de» Friedentschluß einen andere» Inhalt erhalte. Ueder die Tätigkeit der ei»gel»en Jageadoereine mähre»» de« Kriege« liegt der vrrs»mmln»g ein schrislllcher zusammenfastender vencht »ar. An« diesem gehl hervor, daß die Mehrzahl der Vereine, trotzdem säst di« gesamte männliche Milgliederschojl im Fett« steht, geftitzt »ns di« weiblichen und (unendliche» Mitglieder die Ardeil hat jortsühren kdnae» »ad desandrr« Krientonsgndea mit «rs»lg t» Angriff graamme» Hai. In der Ertrteraug warben die Gründe, die sür di« diaherige »dfichiliche Zurückhaltung de« vrrdande« währen» «er Kriegdzell angeführt stad, eingrhead besprochen. Dies« Grüa»« und die ingdesvndere non de» westliche, verban»«mtgliedein vorgeimachle» Aegr^rä,»« wer»« de, verda»d«mngi>e««r» i» graaner Darstrlln^ »itgetetlt werden. E« w»rd« mtt all« gegen n»e Elim»« deschloste». die vertan»«ard«il in einem de» Krieg«»erhältaisten enstprrchendcn Umsange wieder ansznnehme,. Do« verdaa»«büro wird für die »tchften Monate nach Heidelberg »erlegt, «efchäfttführeri, im Ehrraamle ist Fräulein Berliner. Alle Zuschrift«, für den Berdand find zu richten an Fräulein E»ra Berliner, Heidri. der,. Handschuhüheimer Landstraße ÜI. K»a»ä»r,. (PU Ge«rak»er<«m»k»», deaWerrin» „3tM> sitze» Mildchratzetm'). E« ist e» gute« Zelche» für die wohloerstanden« Fürsoig,ardeil in der Keieg«zeit, wenn der Kaffe», derichl eine« Wohlfahrtlneeein» jetzt nicht gerade gltazead »»«fällt! Da« war auch der Fall in drr genaaute» General, »erfammlnng. aber dafür do« sie die Gewißheit, daß alle« ge. ta» wird, um im Ermerbalede» stehe»b-n junge» Mädchen, dir »om Kriege detroffe» wurde», da« Leben zu erleichrr». Für wenig Geld wir» ihnen ei, behaglich schützende« Hei» geboten na» ein gute«, kräslige« Esten. Auch werden fie »o» »er Leiterin liedevoll deraien. — Damil die jungen Mädchen, die »ft kaum den Kinderjahre» raimachjen, in Stellung kommen, sich fortbilden könne», mied ihnen »er Weg dazu gebahnt. Kerner «erden denmächft Fiükodende allwdchentiich stattfinde,, damu sie regelrecht leraen, ihr Zeug in Ordnung z» hallen. — Hoff-nllich gewinnt der Beretn »och meh> Mitglieder, »» mit reicheren Mmel» seine Ausgaben i» »»«gedehnterem Maße er» süll«, zu könne». _ Hütten Cdt. Wirk verl»»,! On Arzt teilt der Zeüschrrst de« Hlls». verein» israelitischer Sewerbetreidender da« folgend« wahre Er. ei>ni» mit! .Um 4 Uhr morgen« klingelt e« an meiner Rachtglocke. Sa« sage ich:.«» kilngett?!' Beim jüngst«, Gericht würde ei» hall» so laute» Klingeln genüge», um dle DSken der letzten l00 000 Jahr« zum Lebe» zu erwecken. Ich stürzte tm Hemd an« Fenster und jehe mrten einen Menschen, der da schreit: .Gemalt, Dvktarlehe». mache» Sie »ns die Turf' Ich werfe mir den Ueberzieher um. stiege die Treppe heraater und öffne da« Tor. ,Wa« ist lo«, Red Chajimk- ,Ot. Daktarleben.' sagt er, »Ihr habt mir sch», so viel Zäumet getan, tut mir noch eine. Met» Weib i» mer krank geworden! wostl ich Euch beten. Ihr sollt mir gebe» dem Adreß «n» » gute» Arzt.' Pa weise fUML <H war einmal rin weiser Radbi. Bau rhm halte auch der Czar aller Rrußen.Knadr erhallen, »nd s» geschah «», baß eine« Taget her Thoragelehn« vor de» Herrscher starrt. .Sag' Rabdi, wert' ich in tiefem Wrltkrieg siegen»' sarfchle die rasfifche Majestät. .Väterchen', jo sprach der Rabbi, .braar ich Dir Intwart gebe» kan», mntz ich erst wiffor. wie in Deine» Lande die Jude, dehandelt werbe,', .veiler Manu', iurtmarlele der Czar, .mein Land ist ja groß, datz ich nicht Ale« üterfchaue» kann, und daher mag «» schon «arkwawe», daß dem «stze» »der iraderea Deiner Giarrbe»«geuoffen Unrechl gefcheße, ist »der »ach geschieht'. Drauf der Rabbi- .Rn, dann wir» »er lieb« Gatt gebe», »aß Dein La»d bald I» ilei» fei, wir», daß D» »« ltderfchaae» llmnst".

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