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Jüdische Volkszeitung · 1915-12-17 · 53 (17.12.1915) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
21 (1915)
Issue
53 (17.12.1915)
Date
1915-12-17
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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3IMfd|t Dolfsjeirtng. llr. 59 Dnotftinng über ixn Mehlbezag ja Öen Nazzas für Var nächst« pefiachsest Zu Rr. 3<,0^ 7t3tt. - Berlin. den -KJ. September UH'». Nr. 33 UH. £ i r * f t » r i u m der Reichsgetrcidestelle ä. M. •;!»y von V.HI a» r^triede zur H.,n<liu«^ k," ,«vr'ch^ii rdr«res Muijo« , * Hb* I •!;»t vom ** 3am UM5, Das zur $(tfrrliui:<) de« indischer' Osterbroks erforderlich- Mehl wird imganz-n Reiche »>r durch Bermitilung der Freren Bereinigung tnr dre Ivteresten dcs orthodoxen Judentums E B in »Vranfr;iit ii IV. Sck utzenstruße M, «rr die d«rs Brot derftellinden 'tMntte e<liefert. T«» bierzn ei'rrderl^che Mell wird der freien Ber-ivinnnq von. kn ReichsgeirerdestÄleüber wiesen r,»d von dre-r an die verschiedenen Belrr.-be ru,d «einten ,-aL Maßgabe der m Äb’<fc:tM ergebe, st dsigef.lqt-.ii Aedrnaungen verteilt Die nacd der Bekanntmach!'«^ oe« Rerch-kaezler-» vom .'7 Juli U»K* er^rtl'Iiche Iftitibintatiitß *ui Äbgerte nn Mehl wird »en der Rerchsgerreidestclle hiermit für das Mazz s mehl erteilt. Die iit den Kowmunoloerdände, auf ttrm.d der ZZ 47 bi< LI der Verordnung über den Verkehr nuk Brotgetreide und Mehl au« dem Erritejadr 191'» vom 2m. Iuai 191.*» erlaffenen Anordnuiigen sollen auf die Herstellung aut» den B.- trieb der Mazzo» keine Anwendung finden. * Die Freie Vereinigung hui jeder Ortspolrz.ldehöree an;u zeigen, wieviel Mehl;ür Heuletlunq der Mazzos den Bäckerei betrieben des Ortes zugewiese» wurden. »« stie ttii»rrzn'kraibetzvrdeii ssmllick^ - »ußer Pr.nhe, un» «» «ar ffönialich Preitzi'che Ha>«e4A-trer»eL«r in Berlin Z> Nr MIM Bedingungen über die Lieferung von Mehl zur Herstellung von Osterbrot (Mazzos^, b V. der .Freren Bereinigung für die Interessen des orthodoxen IudentuMsin Frankfurt a.-M. 1. Dir N<i<1Sftcn<idest,lle erklärt fickt bereu, da« für cie Herstclluvg vcu Mazzo« im Drnttchen Reiche ezforderrtche M bl zur Verfügung zu stillen, wobei der Areien Vereinigung das Recht zustebt, die notigen Mengen v»m I.'».Oftober an jermüs bei der Geschäftsadte,l»ng der Reichsgetteidestelle abzurufev. 2. Die Kosten der rituell erforderlichen Reinigung und Beaufsichtigung jeder Mühle werden pro -Zack berechnet und von jedem Bezieher im -rerhättnis zu seine« Bezüge unmittelbar der Mühle bezahlt. 3. Die Freie Vereinigung liefert da» Mehl aa die Bäcker. Die Lieferung des Mehle» an die Freie Vereinigung erfolgt durch möglichst wenige Mühlen. Diese zu bestimmen, bleibt der Geschäfleabteilang im. Benehmen mil der Fieren Vereinigung Vorbehalten. 4. Jeder Bezieher hat fich der Freien Vereinigung gegenüber durch Unterschrift zu verpflichte'«. %) das Mehl nur zur Herstellung rvn Mazzvs zu verwenden. b‘ diese nur an Bezieher jüdischer Religion abzugcbrr, uuo die gleiche Bcrpstrchtuug uuterschnftlich auch den von ihm de ziehenden Wieder Verkäufern aufzuerlegen. 2 Jede Bäckerei Kar den Romen ihrer Bezieher nedfi Minge.und Lkefeiuiigftatum in ein besondere» Buch einzu tiagc.l. das auf Er'e,-,rn der Ortspolizerbehördr vori :ft «. Die Fi eie Vereinigung verständigt die Ortspolizelbehv'de jeweils, wieviel Mehl zur Herstellung von Mazzos den Bckereibettieben des Orte» von ihr zugewiesen wurde. 7 Die Freie Bereinigung veranlaßt'die jüdisch«n Gemei.r dru, turch bril'Le Matzregeln den Brrtagf von Mazzos an Lat.jluudtchail in Laden noch Möglichkeit zu verhindern. > pit ««f di, Vetzachwoche mtUImbrn Hrottarte« »erd» durch PerWittknug der jüdisch « cheweinde »an dem rilu.sse, ^a»-daft»uße« nugefardert „d de« A»««uual- »erßaube zur WerlüguuE »eäelt 9. De» Backereien ist ron der Freien Bereinigung d rrch Rundschreibeu z»on dei getroffenen Regelung Mitteitung zu «ucven. wobei von vornherein darauf hmgewiesen wird, .-aß leb rlich der durch die religiösen Borschriflen bedingte Bedarf tut die rituell lebenden Juden gefichcit werden ioQ und daß auv diesem ülrunde gewiffe Eicherungsmaßnahmen gerrsnen werden. _ •r&aöaag »tr „Vtvlsch - ZsratlMsch - «»manischen Union". >,/ Einladung eine» größeren Berliner Krertes iär. Lcvn'ua. ken 13.Dezember 191- ,» .Brüderuerein'zu B.:l n .t»e B.rprechung statt, welche Teilnehmer aus allen K g.ukeu <-..itschland» vereinigte. Dem Einladcr.Komilee g borici i aa: ltemm.'RatH. Bamberg. Veh.-Aleg R : Pior.!'» Heim, ie oben,!>r. J. G in » derg. Nron Hrriä . ^uit.-Rat l>r. Horwitz. Pr»f. I»r. Zames Israel, Hros Ire. K » 1 i s ch er. Komm Rat Alfred Lö weaberg. Aene'alkoi.svlKomm.«Ral I Mandelbaum. Baukrer A I o i s A. F. M a r i u t-, Rabb l>r. Munk, l)r. Alfred Rossrg. Ur. VaUer R a t h e n a u. Gcneraldir. Konsul Z e g a 11. kownier: zicurar Gerson Lima». Pr»f. Dr. L. Stein. Ci.at -Lieh. Arb.-Justizrat Berthvld Trmend»rfer. Rabd. l>r Larichauer. Radd. lr>. Weiße, sswie zahlreiche ankere namdatre Mitglieder de. jüdischen Gemeinden Berlins. Die Veranlaffung zu der Kouferenz hotten die Bcrhand. ungen gegeben, die gelegentlich der Uedergabe der Spende des jüdischen Hilfsksmiree» .Rater Halbmond' u>u der türkischen Regirruug stLUgefunden und zur Gründung «nc: » m a n i s ch«I lr r e l i t i s ch e n Union' in Könstantioopel geführt Huden. Der neue bedeutsame Gedanke, zwischen den Juden und de» Lama neu innige Beziehunge« zu schaffen, die eüierfeite für die Türkei vorteilhaft wäre», audererseit» der Kriegsfürsorge. Breslau, ve» 24 Ptywbtr 1915. Besserung der Lage i aseier oste, jpa;(rtjni Glaubensgenossen Üi.nl'ch sein kö'.likeu. hu: in zahllei.'.ieu j:>V,'chett Äeuteinden Deu'ichland« ein äußer» lebhaftes geweckt. Gegen 3ÖO im Vordergründe de« , fientlichen L« de « st.-hende jüdi-che Perioalil leiten beteiligten nch an d.» <oi -erenz oattmter die VeNret,' zahlreicher B. L. Loge». Ueder hundr ik zu»:u«me»de Zuichrifter' und Anetbieto-'g u zur Miraibert tragen außerdem au« den ver'chlebenften d ut'cbeu Städte ein D«e ko»'e,e>'Z wurde?u',d kau.«.-Rat Ger'oii s i ui o u erkffuek uuö 9«leitet. Zn ieiue Lakpr^che mhne K»mn'. Ra: Simon aus. daß di» Er. gnist' kes Weltkriege« die )nde» vor eine neue Sirualtin ck.lle.i. vt»etr -rl•* tit die den ^uden teil jeher sywpatditckf Türkei d->rck2da-> BauvriS rr.it DenN'chl-tris Mtt« »,.n «uil> all Drul'cke 0 «oud.:« -ahe gerückt. Andererseit« wird, infolge d»r Be^tzung i'vil Rui»isch-Bolea un'» Litauen durch d-e .jeuir-« Mächte, die ostj-tdische Finge zu eii.er Frage »er deutschen Futenhr.t und res deuischm Rechet, .jwrschen öi.s'N i.ruci! Zatsoch'N köiu en g wisse rnprießli-be .Zusammenha:.ge §.ichaffe> werden. Die Brrwiiklichung dieses Gedankens hat da« jüdisch'. Hilfskomitee .Roter öalDmino* angedahat. Dukch seme Sam.:«!::, gen za Gunsten der türkischen. Armee, die über l2t»,<ü>(» Mark ergeben haben, erbrachte es einen sehr bemerkenswerten K.'n-,,s der besonderer: Sympathie der deutschen Fut:r.hett für die C*tnarun Der Berlrerer des Komikees. Dr. AlsredRo'ig halte daun in Konstantinopel <>lele-enhcri ststzustellen, duß diese Sympathie» von oen rtiik>'ch<n Rt^re:iü p.furrfcr; ein:>.'s werben r-nd daß die Türkei geneigt sei. sich |Tr die »«che t»r osteuropöische» Fudcn einzu'etzr»'. Im w-'te.e» Bc'lLi.i^ ie' du« Komitee.Roter Halb« mond' das ,>je »t r a l-H \ 11 » 1 0 w , t e t* rtrt L den. welche» eiieu Fon» sch.rncr, sollte, um ciuctserts die durch de« Ki'eg herveigcführte Rot'ag^ der I^p.n in Palästina zu mildern, andererseits für die U.b rfiedUuire, «0» ostcuropär»ch,n Luden nach der Türke» ®itUi : bet« ttjuf!el<cr. *1ä:< besonderem Eisolge tjuJ d,S jetzt da« mit der .Hists.'ou «r siou 1912' ve'rer.iigte .Landeskomitee des -^»t.a h'.ls»kornileeS' in ^^'terreich gewiikl. Das österreichische Lauoeskoü'it:e Hai bereits größere Summen au», gebracht, wovon ».hr eu« Ar. Mli.tNM »ach P-,!ästrua adgrschickk wordei nnd. Laiclge de: i: Kor.stauiüroeel geschaffene» Tatsache:! ftebk : uv e'i.c Rel-organi»ation der jübr'ch.hnrn-tnilärcn Tätigkeit ii>r den Orient devot. l»r. Alfred Rostig. B'-lln. der da« Hauptreferak crstattete, schi.eerke Zunächst die katastrophale Lage. i.> die d,e Ladeuheit des Dkken« durch tue Ereignisse des De-ltkrieges gebrachr worhcn sei. Mau schäh: die durch den Kr:e, entwurzelten jüdrschen Ex-stenzen au» etwa eine' Million. Eine M-ffenau-wandernng von ungeh-uren Dimenfionen steht bevor. Der Weltkrieg eröffnet die Aussi.1t. mtt der .ieir ein Avftußgebi« in der Türke» za finden. Dcr Einfluß d-.r der jüdischen Einwanderung hinderltcheu Entente-Mächte ist erloschen, da» Bündnis mit Devt'chland begausttgl und erleichtert eine Zunahme der jüdischen Bevölkerung in der Türkei. Die Er« klärnngcv, welche Dt. Ros'ig von Mitglieder» des Herrscherhause«, von türk.scheu Ministern und von den Führern de« jungtürkischen Komtter« erhalten harte, berechtigen zu der Ernartiivg. daß Sei einer ve^rstchtigr». zweckentsprechenden Lehandlu'-g Sei einschlägigen Fragen die jüdische Eniwand.rung noch der Türkei zur B,stre-:gu»g beider Seiten geregelt werden könne. Die Tuichiuhrung dc« Welkes ist nach dem. in Kon. stantinopcl eifolgten Meinungsaustausch, nur im Rahmen der historischen Freundschaft möglich, welche Juden und Ösmanen verbindet und gegenseitiges Bcrtrauen schafft. Die neue politische Konstellation „öffnet für diese Freundschaft viel- 'ai'.rge BetSngr.ugsmösri.chk.lt.n :n wutschastlicher und kultureller Hiuficht. Sls Schwrstergesellichatt der analogen Bereinigung in Koiistorrmopel ist am Dezeckbew Berlin dre .Deuts ch- Israclitifch D.-maniiche Union' gogiundct worden. De ,Urion' ist lerne Koleniiaiion.'aescllschast: sie ver'algt den >deei!«' .Zweck fer t-rlfninnigerer B zrehui gen zwi'cheu Juden und Dsma. eu Wohl »der wird fie den praktischen Bcstrebungev durch Schutz. Bermu'Hurig und finanzielle Förved.lun.r oienluh ’em körn eu Als ueurrtige. de.' Zeitv.ri'erlr- 1 ,'nc» ent'precheuve Fnstiluiion kann sie keiner der destchepden D r.',ai:s.nion eiuqeitigk werden. Dagegen ist ein Kooperation»- v.-bäluti« zwischen vrt .Union' und diesen Organisationen he chst erwünscht, ja unerläßlich. S» vor allem mit dem .Hilfsv-.rein'. besten Schulwerk für die Erziehungsbedüifnrste der t ibstcher Ernwandercr in der Türei sorgen dürste. Ferner nnt d-.. Kolonttation« Gesellschaften, wie die I.E.A.. die A. I. $ C n-d auch een rein wlrlscha'tlicben Instituten der Zionistischen Dlgantsa:iou. Die tatkräftige Förderung erwanet die .Union' d:n B- B -Logen. Die Zusammensetzung de» Borstan>e« - ..chl'gr zu der Erwartung daß die .Union' nach mit den esnrrto-i, großen jüdische» Lrgamsoli«ncn DtMschlar.d» in enger :itrlnq b'.eihen wzrü. Das Zentral-Hilf«komitee hat fich der Uiuoaiigcichloffen Die Diskussion eröffnet« Pro'. l)r. Ludwig Stei n Berlireine Darlegung ferner Auffassung der neuen Lage. Rach > :,:ge» Einschränkungen hinsichtlich des Tätigkeilsgebicte« oer '.liaicn' empfahl er «ff« wärmste deren Förderung. Herr I. Basch Müll nen begründete dre Rotwendrglcir der Berständiguvg aller jüdischen Drganisatrone» zur Erreichung des ge^ prallten Zwecke«. Im Mutelpankle der Debatte stand die mrt lebvastestcm Beifall aufgenommeue Ansprache de« Landlaqsabgeordt.e:eu. R.-A. l>r. Lohn-Destau, der die wärmste Unterstützung der zeitgemäßen neuen Idee befürwortete. Unter den zablrcichei: »olgeuden Redner» erweckten Rabb. l>r. K 0 p fst e t n-Beut'.:en u»d Feldradbiner!>r. Sonderling- Hamburg durch ihre Schilderung der Bcrdältaifte der jüdischen Btvölkeiung in te» d letzten Eedsttco de« DstenswerrmcTerlnadu'.e. Ehcstedakleur I. Landau-Berlin widerlegte manche Bemerkungen rozr Brok l>r. L Ster» uyd beleuchtete in beredter DScisc die .trotze Tragweue der Bestrebungen der .U,io».' Sehr leh:- rcrch waren die Ausführungen von Irrst.-Rat Dt. H 0 rwitz- Berlin, der eine Reihe von in der Diskusfion aufgetauckt n Frage, zusammeofaflend beleuchtete und mit der nachdrücklichen Anfforde'rung schloß, daß die deutschen Juden aller Rr'.tungeu unter dem Banuerder .Union' lichvereinigen mögen. Diese» A»sföhrungen schloß in längerer Nusiprache l4eh. Just.-Rat Timendorfer-Berlin fich an. Er brachte nachstehende Resolution ein: ,Die am!2. Dezember 191i« .Brüderverein' zu Berlin Versammelten begrüße» auf da» Lebhafteste de» durch die .Deutf.1-Israelitrsch>Lsmanische Union' vertrelenenGedanken der Pstege rrcuadschastlicher Beziehungen zwischen de» Juden Deurschlano« und-er Türkei. Demgemäß gedenken fie die ge« meins.rm-n I lerrssen i r wirtschaftlicher und kultureller Hi»ficht zu wahren nn«;u fördern, u« auf dieser Grundlage in den Stand qesttz: tri», auch da« Los ihrer vsteurvpäischen Gla.rde»sg-».'zzen bestern zu kön»en. Sie erklären fich bereit, diesen Eednnstn zu unterstützen und für ihn za werden, und fordern alle Glauvensgenoffen in Deurschland zu« einmütigen;5.:fan.rr.. nf.tr tt'fe im Rahmen der Deutsch»I»raelltisch Otmanir.che.l Union an'.' Die R--'olu:ion wurde »on verVersammlung ein stimmig a n a eno mm e .1. Rach.Vi.r »och Dir. Ster n-Berlin gesprochen u»d Rabb. l»r. H iId e - herm er-Berlin den Dank für die Iaitiatore» der Konferenz »nd der neuen Drganifation beantragt hatte, schloß die Versammlung am spaten Nachmittag. Unmitrelbar .darauf folgte eine Befprechu»g der auswärtigen Teilnehmer a» der Konferenz, um fich hinfichllich derGrundzügeder Werdeu»d Lrga»ifation»» Tätigkeit zu Gunsten »er neuen Bewegung und der .Union' zu verstäudigcn Die Nn'prachen der zahlreichen Redner, unter denen Herr Albert Rothschild-FrankfuN aM. Konsul 1)r. Schopf Danzig. Gtoßherzogl. Landesrabb. l>r. Man»- heimer Oldenburg, Rabb. l)r. B 0 gel ftei n-Kdnig»berg. Dir. E i f e n st ä d k'Fnrstenwalve. Rckbb. l)r. Kae lte r- Danzrg. H.'r.nanu Rofenlhtrk-Würz bur g, Rabb. l)r. L e r g e r- Görlitz. Rabb. Ur. R 0 s e n t h a 1-Köln. Prediger L. Weiler- Paderborn. R-A. l)t\ Ifi K« h n-Köln, Direktor Rosent h a l-Polen Lan)tag«adgeoldneter lir Eoha-Deffau. Kommerzienrat Labewi g-Ehemnitz angeführt werden tolle», ergaben die übereiusturimende Anschauung, daß in ganz Deutschland baldigst L r t s g r u v p en d e r .Uni»»' in» Leben gerufen werden müssen. Die Werbetätigkeit soll nicht nur durch Drilck'achcü. sondern auch durch Versammlungen. Borträge und Waiberre-dttlr ob"k Verzug cröffnel und in intenfioer Weise gefühlt weiden. Die Anstrengungen find darauf zu richten, die finanzielle Fundierung der Union in einem, ihren große» Zielen entsprechenden Äaßstabe noch vor Beendigung de» Weltkrieges zu sichern. Nach seinem Ausgang soll zu der Gründung eines kommerziellen Instituts geschritten werden, das den jüdischen Einwanderern Erwerbsmöglichkeiten in Landwirtschaft, Industrie. Gewerbe und Handwerk schaffen soll. E« folgte eine gemeinsame Mahlzeit der Konferenz-Teilnehmer. woran sich ein L i ch t b i 1 d e r»B 0 r 11 a | des Kaiserlich DSmanischen Ingenieurs Santo Bey de S e m 0 auschloß. Die Tagung, welche nach dem Worte von Prof. vr. Ludwin Stein ciäen neuen Stimmung-Rhythmus erzeugte und zahlreiche neue Anregungen brachte, wird da» tiefgehende Inrereffe für dre jüdisch-ysmanischen Beziehungen »nd die Uedcrsiedeluiig östlicher Juden nach der Türkei zweifellos t» alle Zentren jüdischen Lebens hinauetragen. von den vehörüe». Menagegelder kür rituell lesende jüdische -oldate» Boyf.sches Krr-.gentt'uii-..rum vom d. Mtö. (Rr. 106 774): -,E« ist nichts dage-en zu erinnern, daß einzelne Mannschaften israeliliichen Beke«' tiiirseuns Antrag unter Berufung auf dieRellgionegesetze -- soweit e« die dienstlichen Be'.hältnifie noch dem E.Mtfien des Truppenkommaudeur» gestatten — von der Teilnahme an den aemernsamen Speiseeinrichtungen entbunden werden. Der ÄntragsteVer hat jedoch glaubwürdig nachzuwei'eli oaß er auch vor seinem Dienstantritt nach den relrgrosen Lpeisepesetzen gelebt hat. Wenn es die önlichen Verhäilnrstc eilauben und Unzuträglichkeitea darau» nicht entftcben. kann solchen Mannschaften auch gestattet werde»,^fich rituell zubercitere Lp.isen in die Kaserne zusenden zu lasten. Die Höbe der i^elkadfindur-g zur Selbstbeköstigung richtet sich nach Ziffer .'i de« K. M. Evom '21. 10. 1915 Rr. 99 063 — B Bl. S. l«ii_ . I. H.: Frh. 0. Speidel.' Aus dem besetzten Polen. jüdische )»o»krie»rseiter i» De,tschlo»d Durch da« Koiserttck deutsche Arbeitsamt in Warschau Hot eine Fadrrk in Deutschland, deren Besitzer ein Inbe ist, «.(st) Arbeiter angeworben. ausschließlich Juden. Biele jüdische Arbeiter haben Marschau verlassen, um fich in Dc'.it'ch!und Arbeit zu verschaffen. In Warschau besteht ei»e große Handcl«krrfis. Hketrika». (Ki» jüdischer Gürgermer'Ser.» Der hiesige Kaufmann Solomon Friedderg wurde vom Kommandanten unserer Stadt. Genera, Schneider, zum Bürgermeister von Petrikau ernannt. chine vot'.isch« Aorder«»g einer Hkr»ze»1»or» kür die Anden a» de» Marschaner Kochsch»ke». Kaum find die neuen polnischen Hochschulen in Warschau eröffnet, so erheben fich schon im Lager der polnische« Antisemiten Stimmen, die eine Beschränkung der Zahl der jüdischen Studente» a» den polnischen Hochschulen fordern. Die letzt unter dem Titel .Gazeta Poranaa' erscheinende Zeitung, die früher als .Dwa Grosze' das Organ der antrsemilischen Ruffophrlen war. schreibt, mit Bezug auf die jüdischen Studenten, dre a» den polnische«' Hochschulen ausgenommen werden wollen: .In jede« Falle ist es eine Au'gadc ocu ungeheurer Wichtigkeit, nicht bloß die Univerfitäl vor einem derartigen Ferment zu bewahr-n, sonder» auch darauf zu achten, daß die bkechle der Ehnsten an diese« Hochschulen nicht geschmälert werden. Mit andere« Worte«: daß fie dorr in einer Anzahl oeNreien seien, die ihnen m«i Rechts wegen und enlsprecherid den BevdlkerungsvertzLltniffe» zukommt.' I

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