Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 21 (1915)
- Issue
- 52 (17.12.1915)
- Date
- 1915-12-17
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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Mische Volkjtitllvg. Patriotismus und .Kriegsfürsorge vrerla», den sl Vezemder >915. Nr. 52 Jüdische Zndnßrleardeitrr. von Rabhiner Dr. Sieuh « u ». Oßro»o.'). Schrecklich ist das nun seit eine» Jahre «ährende Elend, die wirtschaftliche Nor unter der jüdischen Bevölkerung Polen«. Die können wir nun in Deutschland zu unsere« Teile sofort dagegen etwa« tu»? Nicht von der Wohltätigkeit und von Liederwerken soll hier gesprochcn werden wiewohl rch nur rübmend an dieser Stelle sage» kann, daß die deutsche Judenheit nie versagte, wenn es sich darum handelte. Elend und Not zu liuderu. Sondern davo« sollen diese Zeilen bandeln, wie wir den Unglücklichen sofort helfen können auf eine Weise, -aß sie selbst mit Hand anlegen können um ihr Los etwa« zu bessern. Dein auch Almcsennchmcn auf die Dauer verdirbt den Charakter „Melochoh »elou Zedokoh'. Arbeit und nicht Almosen, ist noch immer ein Wort unter der jüdischen Bevölkerung Russisch-Polen«, da« seine Geltung überall hat. Der polnische Jude «st nicht faul und rachlüsfig, oder gar arbeitsscheu, und er verschmäht die Arbeit nicht. Er will arbeiten, wenn er nur Arbeit findet. Zt.m Albeit««e.'egeuhekt und Srbeitsmöglichkeit zu ver« schaffen, oas ist die Forderung de« Tage-, die Forderung der Stu»de. Die Hilfsvereine der deutsche» Juden und die Aguda« Iisroel haben .die Zeichen der Zeit' erkannt, und sie haben iw Hinue unserer Ausführungen Organisationen geschaffen, um au« de« okkupierten Gebiete auch jüdische Arbeiter nach Deutschland zu befördern. Man weade nicht ein. c« errege Mißstimmung unter der deutschen Arbeiterschaft, wenn Mcht-Reichs-euische etwa a» die Stelle der deutschen Arbeiter treten, nie verdrängen oder gar ihrem Lohne drücken. Dem ist schon dadurch ein Riegel vor. geschoben, baß die eingeführlen Arbeiter nur solange bleiben dürfen, ales wirklich an deutschen Arbeitern der betreffenden Industriezweige maigelt. Andererseits spricht auch die Tatsache dagegen, daß wirklich alle die jüdischen Arbeiter, denen bisher in deutschen Reiche Arbeitsgelegenheit verschafft worden ist. sich mit den übrigen Arbeitern gut vertragen haben und noch nichts^ von Reibungen bekannt geworden ist, sowohl vielleicht Reibung«.* flächen genug vorhanden sein mögen. Run aber die Hauptsache! Et gibt in Polen Arbeiter aller Arr. Ich, der in de» letzten Monaten mit Uvlerstiitzung de« hiesigen Grenzamte« der deutschen Ardeiterzentrale andauernd für diese Arbeitern« »ittlu»g tätig war. wüßten nicht, baß auch nur ein ei»zige« Mai einem Arbeiter suchenden Ardettgebcr in De»tschland hätte geantwartet werde» muffe»: die gesuchte Arbeiterart gibt es unter den Juden in Polen mcüi. Mir liegt z»r Zeit eine Liste der Handwerker und Gehilte» in den Gewerben und Industriezweige» der Stadt Lodz vor. welche folgende allgemein ntrrkjsierende Zahlen entdült. Jm Textil, gewerde könne» tätig sein: 10000 Weber (5000 Meister unb 5000 Gehil'e») 5000 andere Hilfsarbeiter bei Webern, wie Kellenscherer. Lrnbeu»»«,. Stepperinnen. Spulerinnen. Ruppe» rinnen us».. Schneider: 2000 Meister unb 3000 Gehilfe», 1000 llllLschenäherirrnen, 3000 Schuhmacher. 5Q..fkuUuAje. 1400 Möbeltischler. 1000 Bäcker. 1000 Fleischer, 700 Maler. 150 Schildermaler. 400 Klempner, 200 Schlaffer, 150 Glaser. 450 Mütze»machcr und Kürschner, 400 Frrleurc. 200 Uhr« macher. 100 Graveure unb Juweliere, 250 Drucker »nd Lito» graphen, 250 Buchbinder. 150 Tapezierer. 50 Sattler. 150 Sch»itzer, Bürste» wacher. 350 Tomdo»nerer, 450 Arbeit« ver« schiede,er anderer kleiner Fächer: iw ganzen 32000 Handwerker, davon 10165 Meister und 2)835 Gehilfen. Dabei sind alle diese Zahlen nur Annäherungswerte, die vo» der Wirklichkeit noch übertroffen werden dürften. Alle bieft Lrb,»>er find sofort verfügbar, sie wollen gern und sofort aibtütu. Da« ist nur die jüdische Lrbeiterzahl einer e i n z ig e n Stadt Pole»«. Sehnlich liegen die Verhältnisse in Warschau, Diln«. Pabi an ice, Zdun-kawela, Kalis ch, Sie» ratz, Kanin. Kolo. Czenftochau, und im ganzen Dombre waer Kohlengebiet. Sollen wir da angesichts deffen. nicht alle« tu», soweit es in unserer Kraft steht, um diese Arbeiter unterzubringen? Denn es natürlich auch unmöglich ist, ihnen allen Beschäftigung zu verschaffen, da so viele Menschen gor nicht gebraucht werden, so muffen wir uns doch sagen, daß jeder einzelne, dem Arbeit gegeben wirb, die Unterstützung«, komiteeo seinerHeimatbedeutendentlastel. und durchseiner HändeArbeitund eigenen Berbienst in seinen eigene «Augen erhöhtwird. Allerdings erbeben sich manche Schwierigkeiten. Der jüdische Arbeiter in Polen ar. beitet ohne weitere« — da« sei zu seinem Ruhme gesagt — nicht am Sabbat, der ihm von Kindheit an ein heiliger Tag ist und es gibt Tausende und Abertausende, die trotz des größten Elends den Labbat nicht entweihen »erden. Aber auch in dieser Beziehung habe ich die Erfahrung gemacht, daß die «ersten deutschen Arbeitgeber darauf eingegangen find, den Sabbat frei zu geben, wenn die von der Sobbatardeit befreiten Arbeiter Nachtschichten machen oder dafür am Sonntag ein springen. Große unb angesehene deutsche Wellfirmen haben diesen freie« Sabbat bewilligt, warum sollten agdere nicht folgen Au« allen diesen Luseinanberfetzungen geht hervor, daß es unsere jüdische Pflicht sei» muß. diesen aotleideaden Glauben« genoffen zu Helsen, ihne» Arbeitsgelegenheiten und ArbeitSmög» lichkeiten zu verschaffen. Dir tun damit ein große« Werk der Liede a» allen diese» Unglücklichen, die so ger» arbeite» möchten die geradezu den Drang nach Arbeit haben. Ein jeder vo, u»S hat mehr oder weniger Beziehungen zu Fabrikanten, die jüdische Arbeiter, welche in der Regel nüchtern und solill find, annehmen würden, deutsche Juden fitzen al« Aktionäre und >»fficht«rätt!, de» großen Aktiengesellschaften. u»d sie können don. wenn sie »ollen, ein gewichtige« Wort mit« ipncke», daß jüdische Arbeiter au« Polen beschäftigt werden. Sie fördern dadurch ein jüdisches Hils«»erk ber Ge« genwart »»d zugleicheine patriotis che Auf. gab e. Darum frisch ans Werk! Steuert der Rot! Ich ') Ter geebtte Herr venafier bittet un« im Zilereffe »er »,, th« ver. iTttara Eiche u» »ufvihme diese» trtltrt« um er verspricht sich t«. durch für seine >r»«rer. Schrift l. bi» gern bereit. Nähere« über die Eivzelh'iten der Arbeiter« beschaffvng Irtterefsevte» mitzuteile». Denkt a» da« Worl: Mflochoh »elou Zedokoh. Bester Libest al« Almosen? Di Dc Er Unter deutscher Verwaltung «Lo»za. (griff»»»« tmn jüdische« ch,«»aß»»«.> Herr Simo» Goldluft, der leine wrffenfcbaftirche Ausbildung in itschland genoß, erhielt von der deutschen Verwaltung die oudni«. ein achtklasfige« Gymnasium für jüdische Knaben uni Mädchen zu eröffnen. Maricho». <Pie Aarß»,krHg,) Die Jargonsrage in der Fadrikinspektion wurde für die jüdische Bevölkerung günstig oel st. Die jüdischen Arbeiter können in allen ihren Angelegen« hei en den Jargon benutzen, da in jeder Fabrikinspektion ein Do metscker zu ihrer Bersüqung steht. Bei der Festsetzung der Sprechstunden sollen die jüdischen Feiertage berücksichtigt werden. £>it bnttfche Sprache i» Gheder D»e im jübischcn Ja r» goit erscheinende Warschau« Zeitschrift .Moment' berichtet: An einem »er letzte» Tage besuchte der ffir die Lchulangelegen« heilen designierte Geheimrat die .Talmub-Tora' der Gemeinde »er Frunziakaiergaffe »nd fand alle« i» Orduung. Er de« fra le die Kinder, welche Sprache sie zu Haufe sprechen. Die Kil ver antwortete», daß ihre Familie»sproche die jüdische sei. Da auf erklärte der Gcheimrat, daß die deutsche Sprache der jüd schen verwandt ist. und deshalb werde die deutsche Sprache Bostragssprache sei». — <£«»). Die letzte Volkszählung ergab, daß in der Stadt Lot-, nunmehr unter deutscher Verwaltung stedend, wohnhaft finl : 210815 Katholiken. 52234 Evangelische, 155992 Juden 3994 Andersgläubige, zusammen 423635 Einwohner. Marsch«» (Mazzos kür« Meffachfeff) Wie wir au« sicher Quclle erfahren, hat die deutsche Militärbehörde die Vei sorgung der jüdischen Bevölkerung mit Mehl zu Mazzos llusficht gestellt. A»1erff»tz»»g pat«ischer A»de» vor einiger Zeit Hane sich die omenkanische Regierung an da- Warschauer awerik< nijche Koaiulat mit der Aafrage gewendet, welche Summe notwendig wäre, vo die Not der heimatlosen Jude» in Warscha» mit Erfolg zu lindern. Eine halbe Million Dollar wurde als »b ig erachtet. Kurze Zeit darauf erhielt der amerikanische Kcisu! in Warschau von dem ameiikanisch.jüdischen Unter« slü^rngskemitce 100 000 Dollar a!« erste Rate z»gestellt. Co E zür unsere Soldaten. Zu den Liebesgaben für di« Posener Loldaiey^ Felde spendete unlrr anderen Gebr. Brummer lLuisenhai»«^ müble) inegejamt eintausend Mark, 300 M. für die Weihnacht». L»ercagabcnsammlung. 200 M. für das Prinzessin Aug»ste W lhc>M'Säugl»ng«beim. 300 M. für die Hintndliede»e» der Ptsener Krieger, den Rest zu sonstigen Kriegszwecken. — oer spendvlew Justizrat Dr. Aich 200 M., Rechtsanwalt 50 M.. Fra» SiegfriS Lester 100 Affeffor Dr. Leäpold Levy i» Hoheufalza 1000 M . Geh. Kommerzienrat Na. rar- Kaniorowicz»Posen 300 M., Ehemische Fabrik Milch fc .Aktien-Gesellschaft in Posen 2000 M.. Ge»eral«Direktor Pittrkewsti.Pofcn 500 M.. viele andere spendeten di« zu IN. abwäne eine» beträchtlichen summarischen Betrag. Mose». Gemeinderrabbiner Dr. Frei mann gab die egung. baß die in der Garnisonstadt Posen sich gegenwärtig Sn ans hallenden jüdischen Mannschaften in Familienkrei'en Gli udenegenofsen da« Chanukafeft gemeinsam begehen. Fa »ilien ließen es sich nicht nehmen. Soldaten in Hä -- -- " ihrer Die ihrer i lslichkeit als Gchste «illkomme» zu heißen Aerti» Bei der Abteilung Frauen« und Jugendfürsorge derl KriegshilfSkommiffion der jüdischen Gemeinde geht täglich eiir größere Anzahl Bittgesuche um Liebesgabe» seitens dedurstiger jüdischer Soldaten aus dem Felde ein. Die genannte Ko nmifio» bitter deshalb alle, die derartige Sendungen in« Feld schicken wollen, sich betreffs Angabe geeigneter Adressen an d,e Geschäftsstelle der Kommiffion. Rofenstr. 2-4. wenden zu wopen. Sieße». Am Sonntag nach«. 5 Uhr veranstaltete der jütiifche Mäbche»ma,»erö,»» i« Sitzungssaal der Gemeinde für alle hier in Garnison und in den Lazaretten sich be» sin enden jüdischen Soldaten eine Chanukkafeier. Nachdem die Eh nuffultAtcr unter Dortragung des Gebete« angezündet a:en. sangen alle Anwesenden da- Ehanukkalied mvaus rnr. Dl Soldaten setzten sich an die reichgedeckte Tafel, nnö während sie sich da« Effen gut schmecken ließen, trugen die jungen; M< »chen Lieder vor. begleitet von Klavier« und Mandolinen« spi I. worauf ein Ehanukkafestspiel folgte Zu« Abschied be^ kav jeder Soldat ein gutgefüllte« Paket mit Pfefferkuchen, «c, feln, Zigarren usw. und alle waren sehr zufriedeu mit die em Abend und werden sich die Soldaten noch lange an diej ger ütlichen Stunden erinnern. M Mür-Gottttdienst — Kß«»»Ü«»Aeitt — Möge» paviö» Mrgetnnß At«. Bon einer eigenartigen (5hanuka»Feier ist von hiei zu berichten. Sie fand Sonntag Nachmittag um ‘/,5 Uhr zur ächst in der Synagoge statt. Hier wurde im festlich er» leu hteten Golteshause Militärgottestzienft abqehalten. bei wel hem »eben den Feldgrauen auch das Civil vertreten war. Dtirch Kowmandobefehl war^e« sämtlichen jüdische, Soldaten, es dürsteu mehrere 100 don fein, freigegeben worden, soweit es der Dienst erlaubte, sich an der Feier des Tempelweihefeste«, ru bnerlige». Bon dieser Erlaubnis war weitgehender Ae« brauch gemacht worden. — Ein OrgelprLludinm leitete die goi e»dienstliche Feier ein. Dar» folgte Gesang«« und SedetS« vor rag de« Herrn Lehrer Adler und die Predigt de« vcNrr» tunzSweise fungierenden Rabbiner- Dr. Tr eitel au« Laup« h ei m. Dieser führtedeu Gedanke» au«, daß dadiesjührigeEhanoka« Fes' sich »eit über geschichtliche Erinnerung erhebe; e« bedeute viel »ehr Gegenwarlllebeu, mit de« Diederaufkeden ma ka« Härchen Geistes nach Art und Zielen deutscher Kriegssührung. S» an die gottesdienstiche Feier schloß sich eine Feier r« Hause, be-ehung-weise » Hotel Mohren, »ar schon 1« Gottes« hau»e der stramme Aufmarsch jüdiicher Soldaten, ihre miki' tärische Haltung besonder« eindrucksvoll, lo wirkte es bei der Adcndfeier direkt erhebend, die bärtigen Männer an de» mit Ebanuka»Kerzen üderfäten Tisch berontrettn. Licht entzünde« zu 'khen. zu hören, wie sie ihre Vrocho sagten, die allen trauten Ehenukaveisen ertönen ließen. Den Mittelpunkt der Idevd« feie: bildete in Anwendung der zur Zeit beliebten Nagel»«-, auch hier eine Magen-Paotd-Mwgel,,g. T)ee Uaterolfizier Mark«, der die ganze Feier in die Wege geleitet und veraastaltel halt.', legte, feierlichst ein au« Holzwerk gefertigte« Möge,- Havid auf dem in farbigen Buchstaben der Nome Chanuka prangte, aus den Tisch. Nachdem Herr Dr. Treitel ans Sin» und Bedeutung diese« Wahrzeichens hingewiesen hatte, begann die Nagelung, wobei hohe Geldspenden fielen. Die ansehnliche Summe wurde noch erhöht durch einen bedeutenden Betrag, derau« dem in Süd-Deutschland gebräuchlichen Bersteiger, des Benschen« floß. Dir erzielte Emuahmc dient echt kameradschaftlichen Deike«, der Unterstützung der Kameraden i« Felde und ihrer Angehörige». Auch durch viele witz» und humorvolle Vorträge in patriolisch«jüdtschem Geiste wurde der gesellige Teil deg Abcnd« gewürzt und Gesäuge und Klavierspiel erhöhten dir fröhllch ernste Stimmung: bei de» nahe bevorstehenden Auswarsch vieler Kameradea. die teil« zum 2. Male schon in« Feld kamen, ließen sich Ernst und bange« Ahnen nicht ganz unterdrücken. Herr Marks und feine Freunde, der ifr. Stammtisch i« Hüte! Mohren, waren unermüdlich in Darbietungen. Dieser nach allen Seiten hin tatkräftige Hen hat auch einen täglichen S o ldate».Gotte«d tc»ft «it Minjan eingeführt. — Alle Teilnehmer hatte» den Eindruck, ein un« vergeßlich schöne« großes FamUienfest «itgefeiert zu haben, geeint durch Stammc«zugehörigkeit. Vlut«verwaadtschait, durch da« Be« wußtsein, echter Jude und echter Deutscher zu sein. KiHtaflUfyKgt. 4»r». prt £rlt|«ttakflikrt *f* 9fr. Artf|»lis*<(ftMi- »ettia», 6a bereit!tu vorigen Zxtzre gegründet mrbe.Mnuifialtete am kamsiagnachmillag >» 6er Rbein'.anbloge eine tlhnnnkn« frier. Nachdem da! bei dem Fest übliche Lied van de» Kindern de! Harle! gefnngen war, besprach ReNar Coblenz bü De* denlnng bei Keftr! Dem non einem kleinen Rädchen notgetragenen Prolog folgten drei reizend au!geführte Bolküänie und fpäia ein Menuett. Sine komische Gefchichie vom uaichhafieu Schustajungen und ein edensall! mil viela SorgsaU einflnbtrrie« unb VON den Lindau a,!gefübr>ei Ställchen aregle unta den LIeinm grdhie Heilakeii. Sin Lnndenchor trug mehrstimmig einige patrioiiiche Liedei Vormund da! vom Siekior nusgedrachie Larseehvch dandets die Jtin, ba n. a. auchArau Saüraf driroohnle. Da Feier schloß sich eine vescheeung von den mehr al! 300 Lindern de! Hdrie! nnd einigen na> wundeim Soidalrn a». — Sie wie glren, Hai da Krteol. kindahort e! sich znr »nsgade gemacht, die Lrnda lägiich. selbst Evoning!, in den Lachn>iiiaa!s>unden, mit Spiel nnd nützpcha Lrdeil zu deschtstigen nnd sie, da die Mfttfcr grdstttn. teil« ihrem Snvad uachgeha, müffen, von da Stenge seenzuhnllen nnd gleichzeilin erzieherisch zu mirkr». Dir Leitain dr! Lrieg!kinderhvrte! ist Kran Pe»!knneg Da ifr. MtdcheN--rei1tfch»«reiU In Hk rag orranstaltrie wie alsährlich. am 2. Dezember aniähhch' de! glegiernnggsudriäum« des Laisa! eine patriotische Aetee. Hach eina »n> spräche de! vaeinspräse« kais. Rate! Pawid Droäa wurden an! »der »am Verein seinazeii kreierten Iudiiä»m!ftistu»g ü Stipendien an »firftige Zöglinge tateilt. Drei Zsgünge trugen palriviische Sedichie Mr. morauft non allen ZdgÜngen Jie vaitthhmne gesungen wurde. Sleschzeitig gelanglen die Zinsen da »vm Damenkomilee eaichleten li har io Ile Ingel- Stiftung an via arme Züglinne zur Berteilnng, wobei da Seschästüeita Herr Odalehra Sigmund Spnnga die großen Verdienste der ersten Prllsidenien de! Damrnkomiier! würdigte. wahr» Nichftnlllrd« fro«i »icht »ach 8di|i«a >md RotioH. Ans eina Reise in Oesterreich Wurde ich mil eina tot* nehmen Beamtenfrau in llngnrisch^eadisch Mannt, bereu Wunsch, ich mdze meinen Berus al! Sprachlehrerin hart aasllden, ich um so lirba erkälte. Ol! ich seit jeha kleinere SlSdie als ständigen Ansenthalt den «roßsttdteti narzvg. Einige Wochen sptta lehrte ich in obigem Slädtchen bereit! eine hübsche Anzahl von Landegierigen an! slldischen und cherfi. liebem Familien Obwohl fremd n»la Fremden, empfand ich nicht den haben veiNang diese! geflügelten Barte!, denn die Oeft erreicher sind im Allgemeinen »vn großer Liebenswürdigkeit. — C( mar am varadend de! Nosch-Haschanah-Aeftrs. Da iaß ich mit ftilla Wehmul nnd gedachte metna Lindheit nnd ersten Jagend im frommen Sltanhnnse, meine! wetteren Leben! n>! Erzieherin in jüdischen Familien, w, säst überall framma Brauch an jüdischen Festtagen herrschte, und nun allein, ohne »ogrhdrige in da Rühe, ohne Kestessrendr! Da klopft es an meine Lüt, und darin Irin dre ansottg! erwähnte Dame Mit ihra Tochter, gefolgt von einem Dienstmädchen mit einem großen Hondtvrde. .Liede! Fräulein, sagte die Dame, ich weiß, daß «I bei Ihren «lanüensgenoffen Sitte ist, heute Abend festlich zu begehen unb sich znm Jahreswechsel ststlck zu wünschen. Ich weiß aba nach, daß Sie kein verwandte! Wesen hia hadai, «a! Ihnen damit Freude da error kdnnte, und du gestatte ich Mir denn, Jhrren einen Nein» «d»dschman«, von eina jüdischen Lochkdchin daeiitt, zu dring», mit meinen besten Wünsch e n für Ihr Wvhiageh».' Roch ein paar Abschtedsivveir, and ich mar mteba allein, San »iuahm ich dem Lorbe ein» sogenannt» Shnde^arches, I Sin! Hsnig, Kletschkrtppelsnppe, vrachuhn mit Gemüse, Obst, l Fläschchen Wein and ooschied»r Rtscherri». E! find mehr all 30 Jahre seilha vagang», aba ich wöbe den Eind»ck nie «agess», btn die zarte llnsmertsamkeii da str»g katholischen Fenn m t r gegenüber in meiner Seele erregte. Ja, so: Wahre Rtchftenliebe fragt nicht nach Reitgivn and Rattan. Sprachlehrett» Kttedertte Seriiner.