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Jüdische Volkszeitung · 1915-12-03 · 50 (3.12.1915) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
21 (1915)
Issue
50 (3.12.1915)
Date
1915-12-03
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Attisch« voikzeUnng. Literatur und Kunst. Vrerlav. den Z. Dezember t9lS. ttterarischer Aanis Aerr»an». der bekannte Bühnenfchnftsteller. wurde a» 14. 11. vittap ou^m^rrifHefr iu Weißen see zu Grade getrogen Zu der Vorangehenden Tranerfeier in der alten Halle batten fich zahlreiche leidtragende eiagesundcr:, die Kränze am Garge niederlepten Racb einem einleitenden Gesänge trovar* Sckttftstiller Jtcil €t’r<ftr ein Lild von dem Leben und Schaffen de» Verstorbenen, worauf Chefredakteur I. Lindau namens de« Verein» Berliner Presse dem Toten »och einen war» empfundenen Nachruf widmete. Im Anschluß daran erfolgte die Beifetzüng. Wie». Der Redakteur de» .Reuen Vrener Tagebl-rftes". Moritz Epstein, ist im Aster von 72 Jahre» gestorben. * In <Zemßerg starb der hehr. Schriftsteller M. Goldbäum im Alter von *0 Jahren. Sein leben verbrachte er zum größten Teile in Jassy iRumänienr.wo er Kurator de« Waisenhauses war. und lange Zeit als Präsident der .AlÜance »fr. Universelle" fungierte. Gemeinsam mit dem Präsidenten der Alliance. Minister Erenri»?, »ar rt ihm gelungen, für die rumänischen Juden manche politische Rechte zu erringen^ die aber praktisch nicht durchgeführt wurden. Aftnet Ja»g»it kommt in den nächsten Tagen noch Kapen. Hagen, um dort Vorträge zu halten. Man darf auf den! Inhast derselben gespannt ieiy. j rruich. l Ara» Ledmig Ztzersgrn»-KrtAeker in Posen gewährt während der KriegSzett einer stimmbegabten mittellosen Dame eine Freistelle in oer Gesangschule. Selbstverständlich handelt e« sich nur um wiche Damen, die Vas Gefangsfach in ir-end» einer Form späterhin als Beruf ergreife» wollen. A«r»flndt Der bekannte jüdisch« Länger der Dprm» städirr Hofsper, »er aus Brod stammende David Kronlynd. erhielt feiten« des Ksafervatorium» der Lrmberger Mufikgxfellschalt die Vernfnng zum Profeffor für Gesang. Gin »»es Wnsen« i» Jlmfcqkft In den nächsten Togen wird in Budapest eia von de» Ungansch-Iüdischen literaturverein cinocweihtes Muien» der Oeffentlichkeit über» geben. Eine ausführliche Beschreibnna der seit einig» Jahren gesammelten KunftgrgenstSllde enthLIt sie neueste Rümmer der von Dr. Josef Patai redigierten Zeitschrift .,8sn1t es Ja«»*, die ihr letztes Heft ganz der neuen Kunststätte gewidmet hat. Der Gründer des Museums, königlicher Rat Dr. Franz Mezey. die Profeffor» Dr. Kohbnck. Dr. Max Leist und Dr. Mandel, würdigen in längere» Abhandlungen diemannigfacheu Sammlungen des Mnseunrs. Eine »erlvolle Abteilung des Museums bildet das ungarisch.jüdischc Kriegsarchiv, an dessen Etistnag die vornehmsten Kreise der Bndapester israelitischen Gesellschaft sich brteillgt haben. ' Ot»e ZRackeuseu-MetzatLe. Benno Elka», einer der be» kanntest» deutschen Medailleure, hat sin der von ihm gepflegten kraftvollen Bvonzegoßtechnik eine Mackensen-Medaille vollendet. Die Vorderseite zeigt das Profilbild beS Feldherrn, dte Rückseite ein symbolttches Bild von der Wirkung der Durchbruchsschlacht bei Gorlice. Der Feldmarschall hat Benno Elkan zu dem Modell der Medaille mehrere Sitzungen gewährt. Warschau. Retzen dev 7 polnischen Theatern, die übrigens von unseren Oifizirr» und Mannschaften gern besucht werden, verdient inodeiovdcre Ermahnung das »Indisch eThea se r". Es spult im jüd'schen Jargon, tzer sich von de» der russischen Juden vtzrteilhast unterscheidet, weil er nicht wie diesep ein Sommetfurium deutscher, russischer, polnischer und sonstiger Dialekte ist, sondern nur ei» Platt auf rein hochdeutscher Grundlage, das von jedem Deutschen »»schwer verstand» werden kann. Ich wobnteem« Aufführung von Sudermanns,Heimat" bei und war überrascht, wie Spiel und Anffaffung der Künstler der Tendenz de« Schauspiels gerecht wurden. Im Ggensatz zu dem der rvsfiscken Juden, die vielfach zur russisch» Kultur divnelgen. dam sich das'Geistesleben ihrer ool>n»chen Glaubensg»ofsen fast ausschließlich auf deutscher Kultur auf. Rur noch einige Worte über die wirtichanliche Lage des Landes, über die Behauptungen im Gange sind, die den wirklichen Tatsachen in keiner Weise entsprechen. Danach soll in Polen vielfach Rot an Nahrungsmitteln herr'chen. Rach reichlicher Erkundigung nicht nur an amtlich» stellen, sondern vor allem bei polnisch» und jüdischen Männern aus dem Volke, müsse» solche Nachrichten in da« Reich der Fabel verwies» werden. Richtig ist, daß in Pot», wie dos in der Kriegslage im allgemeinen und im Eharakter eines KriegSgrdiete^ i,n besonderen begründet ist, ein gewisse Teuerung und eine relative Schwierigkeit in der rationellen Verteilung der vorhandenen RahrungS- «ittelmenge zu verzeichnen ist, der» Einzelheiten später erörtert werd» sollen. Hkaris Die Akademie der schön» Künste bot dem Komponisten Andr.^ Wormser die Hälfe des Preis« von Alphc>n« v. Rothschild im Betrage von 10.000 Frai.ken verliehen. Holj-Synagog«». lieber bstsen inter-sianten Strtraf geht un; n*t> folgender «ur. fützrlicher Bericht zu. (vgt. »r. 48 . Hkste». In der historischen lEeseüschaft hielt Prof Dr. Grotte ein» Bortrag über .Holzsy rrgogen des östlichen Kriegsschauplatzes und die Synagoge in Kurmk' Die jüdische Bevöliterung Polens ist bekanntlich aus Deutschland eiugewandert und hat drei Dinge »itgedracht: Sprache. Tracht und Kunst. Bänglich der letzteren finden Kenner i» den Motiv» Anklänge an den romanischen und frühgotischen Baustil, ein Zeugnis dafür, daß damals diese Baukunst in Deutschland vorgeherrscht hat. Fremde Einflüsse haben diese alte romanische und frübgotischc Kunst nmgnvandelt. Kann bei dies» Holzbarack» von Kunst die Rede sein 1 Koihe hat an der Synagoge zu Kurnik nichts besonder« gefunden. Besonders «»geregt bat jedoch den Redner der Portikus an der Westseite. Die Synagoge ist 17<i7 erbaut und weist auch einen Jnnungsraum auf, auch ein Ucberbleib'el an» alter Zeit vo r tzer 17.'>4 bestandenen Schneiderinnung. Die Redner an Lichtbildern im einzeln» nachwics. -hat der gleiche Baumeister die Synagog» zu Knrnik und Lutonrrerski erbaut. Redner wandte sich auch der Erläuterung der Malerei zu und wählte hierfür Beispiele ans dxm östlichen Polen, indem er dabei gleich den Einfluß d« Orient# zeigte. Prof. Lntoniewicz hat festgesteüt. daß die Armenier von Konstastiaopel her durch Bulgarien. Serbien, Ungarn bis Lemberg gekommen find Dort gab es eine merkwürdige Malerei, d. h. neb» dem beliebten Motiv da Deiottanbe und d« WeinblatteS und des Granatapfels auch die Tierwelt, die in Europa gar nicht vorko« nt. Die Stoffe. (Teppiche ulw.), die die Armenier im Handel mltbrachten, haben mit ihren Mustern befruchten» auf die Ghettomnler eingewirkt. So sind z B. die Tug»dcn d« Gerechten in da Tiermaler« symbolisiert durch den Panther. Hirsch. Adler und Löwen; auch viele Malen'cherze find» sich darunter. Detter nach Westen finden fich jüdische Sakralbauten aus Fachwerk. wie z. B. in Deutsch-Krone. sie an gute deutsche Vorbilder errir.nern. u. dgl. die Synagogen zu Pinne und Rakvitz: letztere bilde ein Beispiel für bauliche Schlamperei. Die zur Zeit der Krcuzzüge auswandernden Juden fanden eine Zuflucht im Argiellonenreiche. und zur Zett Johann Sobieskis lebte die Hälfte aller europäischen Juden in Polen. Zu Anfang b« 18. Jahrhunderts find hier Verfolgungen der Zud» eingetrrten. die der ruhig» und gedeihlichen Entwicklung ein Ziel setzten. Es erfolgte der Rückstrom der Iud» aus Polen nach Deutschlans. und daha rühren, wie Redna nn Lichtbildern zeigte, die einfachen Bretterbuden im West» Deutschlands, die im Innern eine eb»so großnrtige Malerei austoers» wie in Polen. Redner fühtte noch zwei schöne Lteinbaül» vor und schloß seine hochintaeffanten, sehr heifällig ausqenommenen Ausführungen mit dem Ausdruck da Hoffnung, daß die Forschungen in »em östliche« Reulande der deutschen Wissenschaft neue Wege eröffnen werd». Akademischer. Wie Oirlich nach Aranülnrt la». Adickes erzählt in feinen per'ö sticken Errnnerung» zur Vorgeschichte da Universität: Allhoff wirde für die Gründungsgeschichte der Universität Frankfurt ipaccr von hc:vorraqender Bedeutung. Er »twickelte eines Tages den Gedanken, auf gemeinsame Kosten des preußisch» Staat.'» und der Stadt Frankfutt a. V. für Profeffor Ehrlich ein Institut für experimentelle Therapie in Frankfutt o. M. errickreo. Damit wurde die Stadt um eine n»e der wissenschaftlichen Anstalten vermehrt, der» Zusammenfassung und Ergänzung zur Universität das Werk von Adick« gewef»ist. Verteitzong des PatdSerger-^reifts Das Präsidium der Geieklschaft der Aerzte in Wi» hat den Golddager - Preis, da für da» vor drei Jahren ausgeschriebene Thema keine einzige Bewerbung ciag.-laufen war, »sprechend dem Stiftsbrief einer anderen Arbeit zuerkannt, und zwar da des Professor- Dr. Ernst P. Pick über: .Die anaphyiakttsche Senfibilifierung und den anaphylaktisch» Schock (Schockgifte)". Der Goldberger- Preis über das Thema : .Die Entstehung und Behandlung der R flexanuttc" wurde nochmals ausgeschrieben: die konkurriercnden Arbeiten find bis zum 15. Mai 1L18 einzureichen. Chronologie. Jüdische and »atzamednnischeAettfeflsteKnng. Vor kurzem entwarf Herr E. Ludwig im- .Berlin« Tageblatt' eine anziehende Schilderung von der türkischen Fei« d« Barramfefles und er wundert sich über ihr» Brauch, daß die Gläubigen beim Kadi als Zeugen ihre Wahrnehmung über d» Mond. Größe, Gestalt uiv. zu Protokoll geben und mit ihren Ramen und Vatersnamen das Schriststück unterzeichnen. Es wird zweifellos iatcleffieren. zu alahren. >aß (laut Talmud. Traktat Raüschbaschono24) genau nach demselben Vorgänge in Palästina vor der Tcmpelzerstörung das Erschein» dcs Reumonds vor de» Oberhaupt d« Synhe.'rronS durch die Lichtzeug» bestättgt wurde. Diese Prozedur erschien daher notwendig, weil nach dem Reumoad Sie Jahr rsfcste festgesetzt wurden. Auch der Name ,Ba»ram'. vom peifi'chcn .Diraa* gleich Bohrei, weist aus das Hervorbrcchen ces Mondes hin. Stattftii. Verein tnr HtnIiSill nn» Pe«O,rn»tzt« fea Der Verein vaanstuttet in der Frankfunloge eine ReihewU Vornäg» und Diskatfionsadeitden, Vorträge haben zugesnar Dr. A. Feuchrwanger. Frau Henriette Fürth. Rachum Goto mann, San.-Rat Dr. Hanauer. Prof. Hülse«, Prof. Rippold- Oberutfil. Pridalvozent Dr. Franz Opp»heimer-Verlin. Prof. Schaumberger und Rabdraer Dr. Winter-Homburg. „Mit dem Pfeil, de« Bogen “ ■jJlit lern Pf it »rm Logen Durch Aedir.^ u»d Thal ^2122 Kommt der schütz ge^o^en rtf? r;nff yc* Früh am Mvrgeaftraht. rv 3« c o b Leraft etn. Aur den IngeNdvereinen. Dcr W„» W«rki» »>M»I juujk Lei lk im >l:er von 13 —18 Dohren als Mitglieder auf. Nähere« durch Natter Tar.sk Derliu So.!L. Michoelkirchstr. -0. -er Aldflch« A,g»d»erei» z, GHewnitz veranstaltete am Mittwoch abend eia» Unterhaitungsadenb für verwundete Krieaer. der emen äußerst gelungenen und für alle Teilnehmer befriedig», den Vttlauf nahm. Rach einer Begrüßungsanfprache des Borfitzenden, Hettn Gultmann. und eine« Begrüßungsgedicht, ge- »prochen von Herrn Gbntz. wurde der unt«halt»de Teil durch ein Schudensches Streichquartttt. in ߻ܻdtter Weife von den Hcnen Sachs, Rotha». Hirsch und Reiner »orgettag»..eingeleitel, Diese« schöne» Kunstgenuß folgten zw« Liednoorttäge von Fr!. E. Weiskopf, die verständnisvoll von Frl. I. Kupferderg bc gleitet wurden. Letzkne Dame spielte mit viel Gefühl dann noch als Solo den Walzer Rr. I von Ehopm. Vorher boten die Henen Heidenhei» und Weiner noch eia gelnngmes humoriftijches Duett (8i»cr u. Berliner). Für die Klavittbeglfttung sorgte Frl. Steinhardt i« Piano. 2« zweiten Teil trugen zunächst die Herren Rudmaun und Reiner (Violine und Klavier) etji Violinkonzert von Seitz vor. Mil ihren Liednu zur Laute dot'Frl. Lotte Wenbeimn wttklich gute«, und mit dem Solo ,Karle ela Rekrut" hatte Herr Karl Heid»hei« die Lacher auf feiner Seite. Die Darbietungen, die zum Teil künstlettfch recht hoch standen, fand» bei d» Anwesend», iosbesondtte auch den verwundeten Gäst». lebhaftesten Beifall und sorgten bald lnr eine fröhliche Stimmung. Als Herr Guttmann am Schluß all» Mitwlrkenr» d» Tank des Berreins aussprach, da hatte jeder Alwel'cnde das Bewnßtseiu eines nützlich und angenehm verbracht» Ad»ds. Insbesondere sei» die Bemühung» der Vorstandtdamen für die gelob»» Lerwuuderev. für welch letztcre zu Beginn der Beranfinllung ein reiches Mahl bereit stand, hernorgehnb». Esse». Pa ftldifche A»ge»d»erei» hat feine Winkertättgkctt wieder tzegonnm. Rabbiner Dr. Samuel hielt ein» »it graßem Beifall auigeuowwen» Bottrag »der: llnsrre geistige Rüstung. De» Vortrag »oran ging die diesjährige Hrupt»rrfa««lung. Das vetstoffene Jahr stand naturgemäß unter dem Einfluß des großen Krieges. Die meisten der männlichen Mitglieder stehen unter d» Fahnen, nach »em Bericht des Vorsitzenden etwa 00. Größere Vorträge fand» nur »»ige statt. Ei» größerer musikalnch-deklamatonfchcr Vortragsabend fand zu Gunsten deS Kriegsliedesdi»fteS statt. Die Lerbindlfng mit den im Felde ftebend» Milgliedern suchte der Bnein nach best» Kräften durch Erttt'»dung von Liebeogad» aufrecht zu erhalten. Rn Hci«. abend» wurde für die Krieger gestrickt. Bei der Vorstandswähl wurde der bisherige Kriegsvorstand wiedergewählt. In der gegevwättigcn Zeit ttwartei der Verein eine recht rege Vtteiligung der weibl'ch» Mitglieder an allen Veranstaltung». Besandere Ausgestaltung soll» die Freitagabende nfahr». Der nächste findet am 20. Oktober statt. AsrneNtische Erziehnngranflatt Atzte» Ein» zweiten Bericht aus dem Letzen der Anstalt während der Kri^Szeit hat Direktor Silberberg jetzt als Vorfitz»der des Vereins ehe»aliger Ahlemer ausgestellt. Gab schon der im März erschienene Jahresbericht et» Bild von d» tiefeinfchnei»»den Eiastüffen des großen Krieges auf die ganzen Berbältniffe der^ Erzlehvngsanftatt vor den Tora« Hannovers, so erzählt dieser neue Bericht fortsetzrnd, wie der Krieg auch weiterhio in das Getriebe eingegriff» hat. Roch aus unser» Reihen, so heiß: es i« rinleit»den Teil, sind wieder viele Freunde und Jttvtrabtn hinausgezoge» zur Betteidiguvg ihres Vnterlandes. viele, u» nie wiederzukehren, alle aber in dem Bewußtsein, ihre Pflicht bis zum äußerst» zu tun als Deutsche, als Iud», als Ahlemer. getteo ihre Erziehung. Von den Lehrern und Beamt» stehen 18. von den thewaligen Zöglingen 123 unter den Waffen.. Dem gefall»» Lehrer Lomnitzer und de» mit dem Eisern» Kreuz erster Klasse geschmückteu chemsltgen Zögling Meyer, der vor einig» Wochen fiel, find zwei ehrende Rachrufe gewidmet. Auch dem um die Anstalt fich verdient gemachten Gönn» Louis Rosenbaum, deff» Bild der Bencht dringt, widmtte Direktor silderderg Worte berzlichsten Ged»kmo. Aus d» Mttteünngen aus der Anstalt sei» «wähnt die Dahl des Herrn Manfred Berliner zum ersten Vorsitz»!»»: tzie Einrichtnng einer Iug»dko«pagnic; der Betrieb in dem Refervelazarett. das gleich nach Knegtztzeginn i» Mätzcheuhanse dir Anstalt untergebracht wnrde, und ei» zweiter Briuch der Frau Generalfeldmarschall von Hindenbnrg im Lazarett un» in der Erziehungsanstalt. Wie sich die verwundeten Kriegcr aus dem Sprelplatze der Anstalt bei ihren täglichen Spiel- und Tu»üdungen deickäftig». ist in einem dem Bencht deigegetzenen Gruppenbilde ftfigehalten. Der eig»tltche Ansta.tederried' rst uuch im zweiten Kriegsjahre im bisherigen Umfange songcfüürt. obgltich die weitere Einberufung von hl!fcn und Meistern mancherlei Störungen heroarrref. Der deutfchen Schüler; Lied- Ach. wie schwer mich die Bücher drücken. Ach, wie träge nur schreibt noch die Hand! Ich soll noch weiter die Schulbank drücken. Da alle kampln fürs Vaterland? Rein, ich will zu den Feinden dringen, Lo der Tod feine Sichel wetzt. Denn wer kannte das Leben bezwingen. Der dem Tod sich nicht kühn widersetzt? Hört -cs ihr Römer, hört es ihr Griechen: Deutschland» Jugend zieht ins Gefecht. Wahrlich, wir brauchen vor Euch nicht zu kriechen. Wir das neue Trtauengeschtecht. 'Jetzt herßt's Nicht lernen in eitle» Streben. Jetzt heißt s, mach» die Beltgeschicht'! Merkt cs. ihr Völker, merkt es mit Beben: Deutschland ringt fich empor zum Licht! Aur, Kameraden, nun gebt mir den Deg». Werht mich ein in den tapfer» Bund! Bin ich auch klein, ich di» kühn und verwegen Und voll hcil'ger Begeisterung. Mit Germavias siegreiche« Heere Nill ich kämpfen in tr»em Verein. — O welches Glück, welch' erhabene Ehre Deutscher Krieger und Held zu fein! — Gedichtet von dem Ober-Sekundaner Herbert Hirschderg. Kronpnnz»str. 78.

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