Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 21 (1915)
- Issue
- 47 (12.11.1915)
- Date
- 1915-11-12
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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3BMfd}f voIk;M»g. Patriotismus und Kricgsfürsorge. BttJlau, den 12. ttooenibtr >415 Nr. 47 Unter drutsch» verwaltnng VeliziSs, A»ltz»»g I» M»ffifch.H?»re» Das amtliche DerorDnungsdlatl fürbaß Gcoeralgouvetnement Warfcda.' ent* hält m seiner neuesten Nummer vor» 20. CItobei solgente Verfügung: Es ist darüber Klage geführt worden, daß die jüdische Bevölkerung an einigen Orten gezwungen werde, an ihren «oi:o- und Feiertagen die Geschäfte auch für Privatpersonen zu öffnen. Der jüdischen Bevölkerung darf ihre Religionrübuag. wie in der Gemeinschaft vorgeschriebe«, nicht beengt werden, soweit e« bk Kriegßnotwendigkeiten zulasten. Warschau, den 12. Oktober 1 Der Generalgouve>neur v. Deseler. Spevde ei,er Przötschols lür jüdische Motzttäligüßeitr. «,ß,tie. Die Veiwollunc, ter jüNtchrn Gemeinte in ^arsche.u erhielt vom Erzbischof Kskoweki die Mitteilung. daß er für die jüdischen DohllätigSkeitckaunalten den Betrag von 25.000 Krcnen bestimmt habe. Ate Schuksprache i» ^kole» Die .Jüdilche Korrefpoodrnz* in Wien berichtet in Nr. l0 vom 2). Oktober 1915 über eine Unterredung, betreffend dajüdische Schulwesen. zrtschen dem Reichsratsobgeotdreten Tr I. L:e»nhou< und dem Resetcvten der Deutschen Ziviloerwal'ung, RetchktagSobgeorbneten Dr. Haas in Warschau. Dr. H^a» sollte stch dahin geäußert haben, ,d«ß )n J-:rg0'r als Unrenichtcsplachc in'i während eint« Uebetgovgsstadiums Weitung haben solle. h. di, die Sckmlkii.der sich die polnische Sprache derart angeeignct Hütten, daß sie den ganzen Unterricht im Polnischen genießen könnten. Die Entscheidung in dieser Angelegenheit unterliege wohl der te..lschen Reichsregierunct relp. dem Oberkommando. Dr. Haas habe jedoch versprochen, diese» Standpunkt bei der Regierung aufwärmste zu befürworten.' Dr. Haas «uachtigi darauf Hinzuwersen, daß dte Behauptungen in der Veröffentlichung, soweit sie ihn betreffen, unrichtig find. chteichßerechtigu»§. Vom welchem Gcrcchtigkeitogesüdl sich die deutsche Regier ung iu den ueubeietztyt Gebieten Russisch« Polens gegenüber der jüdischen Bcpölkeiung leiten läßt, erhellt aus einer Nachricht poln'.jchcr Blätter. Tie Regiert ng bar die Organisierung einer oberste» Schulbehörde in Warschau ange» ordver, die dem Poltzeipräfioenten untergeordnet, den Namen Echuldeputotivt, führen und die Beaussiü.lignng der Volk"» und mittleren Lehranstalten besorgen soll. Dieselbe Wird aus fün f Mitgliedern bestehen, hievon zwei Kotholtken. ein Protestant und zwei Juden. Diese Derfüguug ist ebenso erfrenlich wie jene, froft der in den meisten Stadtgsmeindcn ein Drittel der Gemeinderäte der jüdischen Bevölkerung entnommen wurde. Lodz. Unter dem Lotsitz de-Herrn Albert Zarocinjkr fand vor einige« Tagen eine Sitzung der Mitglieder der Indischen Gcmeinbeverwattung statt, ,n welcher folgende Angelegenheiten erledigt wurden: In Anbetracht des Beschlusses, zur Ausstellung de- Etats zu schreiten, wird die Gemeiodeverwaltuug durch Vermittlung der Hausbesitzer statistische Daten über die jüdische Be» völkerung von Lob; und Umgegend, die der Lodzer Gemeinde angeh-ren. sammeln. Ferner wurde die Bilanz für den Monat September geprüft; diese weist an Einnahmen auf: ein Darlehen von 5000 Rbl. von d<r Finanzkommisfio'i und 918 Rbl. an Spenden. Verausgabt wurden: für den Unterhalt der Kranken im jüdischen Zrrenasy! 986 Rbl. 12 -op., Urtteihatt der Findlinge 298 Rbl., Zivilstandsaktc für die arme jüdische Bevölkerung 150 Rdl.. Gehälter iür daö Rabbinat, da» Friedhofspersonal u. a. 3050 Rbl., velschiedcne Auegaben 1218 Rbl, Umbau des JrrcnasyH 1000 Rbl. Die Bilanz wurde von den Anwefendru genehmigt. Trcwerteren wurde beschloss n. aus dem Fr'edhof eine brivndcre Anlage zu errichten, damit das Kaffer aus dem Leichevhauft abfiießen könne. Ferner 'ollen Satzungen für eine bei der Gemeindeverwaltung zu eröffnende zinslose Pfavdleihkaff' ausgearbeilet werden. Dem Rabbinat und de» Angestellten der Gemeinde wird ein Grhatteoorichuß für den Monat September in der Geiamtböhe von 1355 Rbl. gewährt. Mehrere Gesuche um Erteilung von Unterstützungen wurden wegen Mangels an Mitteln adgelehnt. Xhtl«*. Nu, der Umgebung Dubnos find, wie aus ganz Wolhynien, die meisten Einwohner verschwunden. Die Ottschäften dielen einen trostlosen Anblick. Außer Grenen, einigen Frauen und Kindern, welche in den wenigen, von.den Branden verschont gebliebenen Hütten, aber auch in Kellern und überdeckten Schützengräben hauten und sich »on Kartoffeln nähren, ist niemand gebliede». In dem Städtchen haben die Juden, deren gesamte bewegliche und unbewegliche Habe vou den Russen zerstört tour k?, mir bewundernswerter Zähigkeit wiederum ihre Handwerk,, und Händlerläligteit ausgenommen. Allekdings sieht ein solcher Kramstand in einem wvlhynischen Städtchen mehr als armselig aus: einige Aepfel, zehn Schachtel» Zündhölzer, hundert schlechte ruffrschei Zigaretten in dünnen Glyzerinpapier- Hülsen mit langem Mundstück, manchmal wenige .Bulkis' (weiße Eemmelnl — da, rst da, gesnmte Warenlager. Die meisten Häuter find ein Opfer der Brände geworden. Mnser Einzn, 1» Mit«» (vim KneßCelichtersiGNer Wilhelm Da»ell 1 Ostpreffequonier. Ende Septembe.. Wre ersehnte Btsreier v„ drückender Pein.wurden die in Wilna einziehe»den Truppe» begrüßt. Z» reicher Fülle spendeten die Frohbewegren den Soldaten Blumen. Zn ihren Hoffnungen und Zntereffen gehen Litauer. Inden und Polen jedoch nicht ko»form. Polen schwärmen von einem neuen, vollständig selbständigen polnische, Reiche, deffen Machtiphäee sogar Litauen umschließen s»ll. Die, Vorstellung einer iolche» Möglichkeit erweckt bei den^ Litauern und vor alle« dri den Jaden Verstimmungen und Bejürchtungen. Alle Juden, mit denen ich darüber sprach, erklärter! nnumwurde». sie wurden lieber unter russischer Herrschaft bleiben. als Angehörige eines selbständiger Polen werten. UederHaupt für die Rassen als Menschen hat man sehr viel Sympathie. Ter eie.enüiche Russe zeichne fich durch Herzensgute au,; der Pole fei härter und vnduldsomer oft der Russe Man betrachtet cie russische Herrsctast sozusagen alt Fegefeuer, «tt einer polnischen Herrschaft fnichirn die Zuden in die Hölle zu geraten. Vas man in Rußland als Oual empfindet, iß dat herrschende System; für dte Nichtruffe» find' damtt Bedrückungen aller Art und morelische.Martern verbunden. Diese lasten auch auf solchen Fa. m Iren, deren soziale Lage über sonstige russische Eigentümlichke len leicht hinweghilst. Mit dem Rudel kann man Vorteile er ausen. sich gegen Strafen schützen, der Militärpflicht entgehen, mancherlei andere Wünsche erfüllen lasse» »ad Nebel ad lenken. Aver man kann fich nicht der verächtlichen Behandlung emziehen, nutz! oder doch nur in ganz beschränktem Maße au» den Niederungen der Rechtlosigkeit zu der Höhe der Gleichderechtignng hwouftletter». Eine Mutter, die eorpört war. »eil ihre Krnder ,rt( anschlügigem Kopf' alt Juden vom Besuch ocS Gymnasiums anüqeichlosse» sind, erkläne mit absoluter Bestimuuhen. sie urd ihre Familien würden Had und Gut im Stiche lassen und mit dem deutsche» Heere maschieren, falls die Russen wieder nach Wilna zurückkäme'n. Trotz ihrer sonst au,einaudergehenben Wünsche nnd det ge. joannien Berhälrn'.ffes untereinander find Juden. Polen und Littauer jetzt in einem Punkte einig: nämlich über das 8erschwinden der russischen Polizei. Die j Raffen Hoden ihre Re» -jerungsbüttel. die Ouä^eifier der Bevölkerung, mitgenommen Ä war das Gerücht verbreitet worben, die Deutschen hätten die russische Polizei nachher »eg-esangea. Darod herrschte Zadel üoeraü..die Gesichter strahlten ordentlich vor Frende. .»ea« man vvn diesen Gei ächten sprach. Dieser Zudel läßt darauf schließt«. daß e, der russische Poltzist.verstanden har. sich grünlich verhaßt zu machen. Man bezeichnetc ihn mir als einen systematischen Erpresser.^ Je nachdem ward er Engel oder^.Teufel. Der lcharfäugigste Polizist wurde für fünf Rudel blind und dir feinhörigste für zehn Rudel taub. Der Preis war verschieden, j i nach der Sache und der Grüße de- Geldbeutels derer, die geräde das Objekt polizeilicher^Aufmerksamkeit waren. Ein Ge. schästsman» veranschlagte die Vestechungsgelder. die er durch, lchniullch i« Jahre opfern muhrs. aus drei, dis vicrhunden Mark. Ein anderer bewertete seinen polizeilichen Tribut auf dpt Mehrfache dieser Summe. ,Wer dos nicht zahlt, wird ge. quä't und ruiniert.' Die Polizä raffle nnd räuberte bei Arme» und Reichen. ,Wo der Polizist noch einen Rudel in der Tasche emes anderen weiß, dem er was am Zeuge flicken könnte, da holt er den Rudel." — Zu den letzten Wochen machten die Pozeften noch große Beute. Sie erschienen bet Geschäftsleuten mit dn Ankündigung: olle männlichen Personen zwischen 18 und Jahre« sollen zum Ardeitsdienst — Armierungsarbeiten — kingezoge» «erden. Fühlte der^ßolizeimann einen Rudelschei» »m entsprechender Güte — noch oben hin gab es keine Grenze -- m seiner Hand, dann machte er ohne Weiterungen Re H ür von ovßen wieder zu. Der Rnbelfpender tz«te seiner „Dienstpflicht" genügt. Die Befreiung von solcher Plage läßt v ra die Menschen froher und glücklicher anfarmen. Ein schltmmet Gerücht versetzte die Einwohner Wünas in schrecken. Wie ei» >lp legte eg fich auf vieler Mensche» Br, ft. a s auf einmal die Kunde wie ein Flugfener dnrch die Stadt^raste, d e Russe, kommen zurück, schon find sie diS auf acht Kilometer a i Wilna herangctommeu! llederall sah «an desorgte Gesichter, b ltig gestikulierende Menschen standen i» Keinen und größeren L rupp» auf den Straßen. Zch kam mit zwei Wagen t» dte k labt hinein: sah «ich umringt. Kragen stürmte» auf «ich e n : ..Kommen die Russe»?" — ,.Wo fiad die Ruffe«? ' — , Zst es wahr. Herr, daß die Russen komme»?' — .Komme» i l< weit von hier V — Ich iah Sorge und Angst ans n anche« Auge leuchten. Zch gab Ausschluß so gut ich konnte. 9 ach Osten feint dte Rüsten mindestens achtzig Kilometer ents Ntt nnd sie zögen fich »eiler zurück. Einige gaben sich der i irubc über ote Botschaft hin. andere blieben noch halb u stgläubig. Die Größe ihrer Angst war der Zweifel Ged uns» hüfer. Südifche Arbeiter i, der Großi»d»ltrie Hlnsstsch- 1'oke»o. Lant VolkSiähluug von 1897 waren an jnStlchen Ard itern im russischen Aafiedlungsrayon. der die »östlichen Gouvrrnements. hauptsächlich VaS ehemalige Königterch Polen, umf >ßt. beschäftigt: in der Textilindustrie, 33.200^ Juden, in oer ndnstrie der Nahrungsmittel 44,797 Juden, in der Metallinuftrie 40,082 Juden, im Bergbau l008 Juden, in der Zndustrie d r Steine und Erden 5187 Juden, in der chemischen Industrie 6514 Zuden. in derHotzindustrie 41 359 Juden und i der Leder- und Papierindustrie 20.446 Zuden. I« ganzen i. trägt der Anteil der Juden unter der derufstängen Bevölke« ring in.der gesamten Zuvustne de, Ansiedelung,rayons 34.4 d rozent. er steigen sich in einzelnen Znduftnen (Kleidungs. 5ahrunge-, Tabak-, polygraphi'che Industrie) aus 60—80 */,. $Brt Bott Krtaj. H?ose, Zn letzter Zeit gingen u. a. e,n: Von Frau Kommerzienrat Rotholz 150' Firma Hartwig Kantorowicz 300. Lvnorichter Dr. Lcvy 25. Kommerzienrat Herz 1000 »Dr. Elkeles ijüO M. — Zur Nagelung de« Eiserne» Wehrmano« hatten fijch einige Schüler von auswärts eingesunden 8« Bahnhof grüßte Herr tztadlrol Kronthal die Schulkinder nnd gab nen geschichtlichen Uebcrblicf über Die R'fidenzftudt. indem er z tgieich aus die bedeutendsten Sehenswürdigkeiten aufmerksam u achte. Untere Soldaten. Hkote» Am vergangenen Sonnabend fand im Tempel > t Brvdkrgemeii:de die Bereidigui.g der neu eingezogenm Laak* s urwleute statt. Eit' großer Teil ker Gemeinde wohnte de« % fle bei. Geweinderadbiner Prof Dr Bloch hielt die Ansi>rachr und betonte i» inner Rede die Bedeutsamkeit des Solditencibes und ermrhute die Maanfchaften. zur Treue und zu« G ehorsam gegen de.« obersten Kriegsherrn. Bor und nach der {eierlichkeit trag der Synagogenchor die diesdezügltchen Gesi lnge vor. Ueiegrseelsorze. Du l)*i «m Bej4Iuffr bc< Anchs- I«g» Folge gcgctzt» und wrtüftl. daß deu—lüdllchen Feldgkift. Ilchen soe»u die glichen Ausivand«ei»schO»>g«n>iei> wie de» »ichiau»eftellieu cdufilichen Feidgciftlichen seile»« »er ffilit&r. detzdede gezahlt werden Die veiiügung erhill rückwirkende Jtraft gern I. nuguft Ifl.S ab Der Zuhall »er verfügugg eulsprichl dem Tenor der Relolulign de« licichglag«. die dcreii« die auffallende Faffuag balle, ^edcasallr ist die Lerfügimg al« ei» Okorllchiill aal dem Bode» der r>Nei<hbekeck>I>guag zu begrüßen. hoffeniliL erhalle» wir dleietbe bald gdllig. wie ste uuscre wacker» Feldrabdlaer Ili «Üheggller »ab egijagiingi»" reicher Ikricg«sk«Ilorge sich läugst erru»gcn dadea. AsraeNtische» ZNergtzei» in Wellfake». Der 8orftai»_ heoi in rinom Schrildt» hergor, »atz der «.rrilidgorstaa» delchloffen habe, dem Aadeukca der >m gcgenwärligeg Krieg« grfaUcaea ÄlaadcnggeuoneN. für bereu Oeatchiuid c>ge JahrzeiiftisluNg «rrichlcl werde, iu der K u ft a l l k I h » a g o g e zu Dorlmund eine delondere Ehreulajel zu »idmcu. Die Autjührilug diele« Peschluffc» Hai die Ernchlugg eigcr größeren ^ahl »diz.Zahrzeiiftistuggeg zur ltloraues.tzu»,, eiuigc dieser vlisiuuge» nud bereit« errichlei. Es wird »au an alle 8emeindegolslöude. Lehrer und Borftcher or» iiraeliftjcheg Wohlllliigkeilseiurichluggea die Litte gerichlel, ia geeigaelea Kölln, die Hiulerbliedeue» der Krieger, welche für das jlaicrland Ihr Lebe, dahingegeben hsbea. saf die Jahrzeileruiichrung hiazg- »eiseu und ihllr» die Stiftung eine» dauernden Odedöchluiffes, mit der ja gleichzeitig die Erslllluug eine« «ohlläiigeu Zweckes erreicht wird, ireuublrch au« Herz zu legeel. «etangenent>rtor-e. chitstu Mielzgast» iu L.llarowo ib. Koftlchiu) Hai einige jüdische rujfischc Grsaagcne aus ldre» Güle. Da klü Mnjan. Leute gorhauden war. geraüftalikttn sie einen OZottesdlenft unter sich. Die Lrifili dal um Erlaudar». dem «edetakle beiwohne» in dürsen. Die Zeremonie de« Leien» «ach« aus die Grtsiu chllicheu Eindruck. Ws»tße». O.-S. («in «kl der «ächftenliebe.j KI« die hiesigen jüdischen Lkildürger ihr Lersöhugugssest feiene». wurden n russisch« Kriegsgesangeu« unter »ililtrischer Lewnchung in die Synagoge gesührl. Kach de« Otottesdienft hat Komnlerzienrat Lrüaseld aus seine Rechnung die Itiiegtgesaugeneu im Spezial-Ausschank .Monopol-Püs' mil ritueller Kost dewirten laffen. fUiaaßai ktr Mi chesangenenlsger fflrnntfnrt a./jn. t. lllooemder Dre Freie giereinigung sür die Zntereffen »es orlhodaze, Zusentuw» wird aus zahlreichen Gesangenenlagern sorigesetzl ans« dringlichfte um Urdsw weil«»,»», Rftnalie». des anders g»« Xtfilm, lalesim. Aedeibüchern nnd Ehnwoschi» »ebelrR. Es wird t» religiösen Zntereff« gedeten. «I« enttitziUchsn Ritulia zu dem »de» »enannle» Zwicke de» Lör» der Freien Lereinignng zu öberfeadea. Die bisher »ng.sammelten Lorrtte sind »«llksmmen erschöpft. An Mt Z»»qchr «efienütchtett! Durch hie ktteaeiifthea Ereignisie im Osten, die Lesieinng Waiizien« und da» sieghafte Ggrdringe» der gerdöndelen Truppen in Pole», Liihane» und Wollfoaien sin« Niüianen gsn Ostjute», die dtesc Gebiete in großen Maffen bewohnen. Europa »öher» gettttea. Daö Znicreffe der bicileftcn OeffeniUchkett Hai stch inlolgedeffen dem oftjgdiichen Problem zugcwendet. So erfrenlich diele Taisach« an sich auch Irin mng, mu| es doch jedem Kenner der Lerhöltniffe anffalen. daß eben manch Richtige» uad Aulreffeade« auch sehr »iel Unricheige« und Entstelltes gebote» wird. Oft gurten lognr in dester Absicht votstrllnnae» üder nstjüdisthe« Sesen und Leden gerdreitet, die zu den wirklichen, wirifihasllrche». .kulinreltn. religiösen, fozialen und politische» Zuftöndea in lrnssk« Siderspruch« stehen: vesenlliche« wird ßderiehen. Unrgesenllichel heroorgehoden — »o» de» Füllen nicht zn reden, in denen insolge falscher ftnforwslftln oder gar an« tiswilliger Adsichl die adenieuerlichsten Dinge erMU werden. Daß hierdurch die Oftfudeu, die ja gerade jetzt jawi ihrer Umgehung dor arotzrn Echickfalewindungen stehe«, in ihrem ledenswichligften Znlereffe dedrnht »erden nnd mittelbar die gesamte Zadrnschaft gefährdet wird. liegt ans der Han». Rdhilse ist dringend nötig. 8rr. di« Unterzeichneten, sind darnm znlamwengeattea. um ste zu lchaffeu. LZ«» und Schrift wollen wir dingtzen. um üder die Lebendloiiachen des Oftjude». tumö Marheii zn »erdreilen. eine richtig« Werinng der nstjddische» Probleme aazntahnen nnd Zrrlümern, wo nnd ln mtffn Jntenffe immer sie auftaachen mögen, eaigegenurtrrten Das Lür». da« wir zu dieiem Zweck« eröffnen, «rd eine ebenso gründliche nnd ftzstemattsche, rare oielsölilge Urdrft zu dewöftigen habe». Es wird ste nnr dann leisten können, men» ihm die »etteste, jütische» Kreise ihre moralische und » a t er i« 11 e Unterstützung gewähren. Sir bitten demge. mätz um Ralschiäg«. Unregungen. LüNettunge», wir bitten um Kdrberuag durch einmalig« »der periodischeLeilragelcrftungea. Dir Lebeninng »er Such« läßt »,« hoffen, daß wir keine Fehlbitte tun. fmüa zur stnsglär»», üöer »stjüdisch« Ztrageul Dr. SUHelm Berkelhammer. Dr. Rachan Lirndaum. Dr. Z.S. Bloch. Dr. Vtaf Brot. Dr. 8. 6. Feldman», Radb. Dr. Mag Grunwald, Red. lllleii Heaifch. kurs. Rar Kail Hirsch, Dr. Hermann Kadisch, Dr. Nnfel» Kleingran», Red. L. Locker, S. Neiselö. Dr. Karl Polak. Red. St. R. Racker, Reicht, «Madgeokdneier Heinrich R-igiö, Dr. Zgnaz. Schipper, Rabb. Gedalje Schmelke«. Eiegftied Schmitz. Adolf olan», Dr. 8. Sief», Dr. F. Sternderg, Vtz.-Jng. Robert Ltticker, Ldbl. Statt), «eichornrsre». Rndolf Taussig. n d r < s I«: Komilee zur lluftlärung über oftjüdifchs Frage,, Sie» ll, Secgaste. ii/li. Z , tzist , lle: Ba»t< hau» I. Heckt, Sie» XV., Siariahtljerftraße 188.