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Jüdische Volkszeitung · 1915-10-15 · 43 (15.10.1915) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
21 (1915)
Issue
43 (15.10.1915)
Date
1915-10-15
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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3>MMk Dolhjetowg. Unter deutscher Verwaltung. vrerla», -e« lö. Gttod« \9\&. W. HL »Pie 2,»«, Pol«»» »«>»<, praU4tat-* «ine btt jüdist-amenkanifchen Zeitungen in New Kork ist ,Diq Wahrheit', tie in einer Ltstage von über 120 000 Sbzügcrs erscheint, Sie berichtet unter der »den wiedergegebenen Ueder-i schritt in ihrer Ausgabe vow 29. August des Jahreüber d,o Stillung der deutschen Negierung zu den Juden Polen». Der! Vahrhert zufolge hat der Direktor der Re,L»korzlei. Unter.! stoatssekrelär Vahnschasfe, sich gegenüber dem Komitee für den! Ofilu, da» sich »ir der Löjung der Lstjudenfrage beschäftigt, folgendermaßen geäußert: 1 Es ist selbst»erständlich, daß wir alle Teile der polnischen Be- > vdlkerung gleich behandeln. Unsere Bedördev wurden angewiesen, die Juden nach den Giurdsätzen der Gleichberechtigung und Menschlichkeit gleich den andern Nationalitäten zu beschützen. Wer die deutsche Staatsverwaltung kennt, weiß, daß wir Gegner der NusnohwebeKandlung und der unmenschlichen Verfolgung find, denen die Juden in Rußland avsgesctzt find. Dir haben ou» den besetzten Provinzen keine Beschwerde», im Gegenteil erhalten wir Tausende von Tankbriesen für die Loyalität und Unparteilichkeit unserer Verwaltung. P»« befreite Warschau. Die deutschen Behörden — seit dem 4. September blfindet sich auch die Zwilverwaltung für .Pole» link» der Weichsel' in Warschau — tun. wa-fie können, um den durch den Krieg arg mitgenammencn Lande wieder aus. zuhelsen. «» ist aber zu bedenken, daß die innerpolitischen Brr« hältnifie in Polen sich seit Jahren in einer Richtung entwickelt haben, die rettung-Io» einer Krise zutrieb. Mitten in diese Snlwickluvg hinein fiel derKrleg. der/ statt die kritische Lage zu mtldern. fie infolge der russischen Polen« und Judenpolitik viel, mehr noch verschärft hat. Ja dieser Hinsicht ist Warschau typisch für ganz Polen, und die hiefigen Verbtltrnffe illustrieren die Loge in Polen überhaupt, ^tie wohl auf de« Lande ander» ist al» in den Elüdlen. eben infolge der anderen Zusammensetzung der Be. rölkrrung. die oder doch von dev Städten und besonder» von Warschau aus aus» stärkste beeinflußt wird. Warschau hat unter seinen etwa 90O000 Einwohnern vn« qesähr 350000 Juden und schließlich 20000 Protestanten, die rrdefiln noch dew Zeugnis de» früheren Warschauer General, si perivttndevten tuichaus ,'cht sämtlich al» Deutsche anzusprccheu find, von tereu fch vielmehr böchsten» ein Drittel al» Deutsche betrachtet. Die ruisische Regierung hätte ihr Wesen verleugnen muffen, wenn fie nicht ou» dieser Lage der Dinge Kapital ge. schlagen hülle für ihre Uot.rdrückungspolitik. Da» Rezept war ja so eintceb: pserche die Jvde» tüchtig in Pole» zusammen Hintere fie ov der Benotung auf da» Land, jage al» Sauer» rcig noch eine 8n,ah! rvsfisch.sprechender Juden nach Polen hinein. 'und au« de» Aeffel werden Blosea-aussteigen, zwar um lullivürtrv Rase nicht zum Wohlgefallen, aber der Tasche deiner Veowtev zum Nutzen und zu« «erger der Polen. Zwei wichtige Zwecke mit si«-r ——*4* denn, und so evtfionv der abgrundtiefe Haß zwischen Polen und Juden in Warschau, den die sehr kleinen in der Milte steherden (chichlen von Polen und Juden ganz vergeblich zu v.iltcrv suäten. und der für die polnrsche Entwicklung insbesondere der letzten Jahre geradezu das autschlaggeberde Moment bedeutet. Man begreift danach, daß hier hinter dieser Trage ganz andere, wichtigere und tiefere Probleme lauern, als etwa bei ur» hinter de» Lntisemitr-mu». Aus drc Evisrrhui'gsgkschichle und die Gründe dieser ganz eigen« artigen Berhäliniffe soll demnächst cingegangen werden. Hier wollte ich nur anbeulen, baß die polnische Frage, die ja jetzt über all mrl dir kutürt wird, nicht gelöst werden kann ohne die mit ihr eng zusammenhängende jütische Frage. Beide verlangen viel, sehr trfri Soft u»d Verständnis, und die herkömmliche Schablone paßt auf keine von beide». Dan hot während de» Kriege» viel gesprochen und ge« schrieben über die angebliche Ruffensreundlichkeit mancher pol« nrschea und die Deut'chsreundlichkeit jüdlsckerKreise. Beide» ist in der Verallgemeinerung, in der »eist davon die Rede war. grvndfalsch. Selbstverständlich fluten m einer Gesellschaft wie der Warschau», als der Seele Polens, olle möglichen Sri«, mungen durcheinander, zumal in einer Zeit, die alle» in» Ehao» zurückwirst. uw e» neu zu gestalten. Wo» ist z. B. natürlicher, al» daß in hundert Jahren einer Herrschaft, die alle», alle», Mord und Raub. Betrug und Hinterlist, eher verzeiht ai» die Beschäftigung mit den politische» Angelegenheiten de» Linde», ein Geschlecht heranwächst, do» in der Abkehr von alle« So« ziolev and in dem ausschließlichen Streben nach eigenem watciiellen Vorteil das einzige Lebensziel erblickt? Ja. mehr alt dc». es ist auch natürlich, daß die Sucht nach rückficht»loser Lereicherung idalifiert wurde als da» Bestreben, wenigsten» diejenige Macht zv erlangen, die zu erlangen einzig möglich sei. dre materieller Wohlhabenheit. Und schließlich find Polen» Industrie und Hantel in der Lot nicht schlecht dabei gefahren, und Polen, de» heute in der russischen Preffe so gern al» et» kaum gesuhlter Ausläufer de» russische» Riesevreichrs hivgestrllt wird, wurde eine der reichsten und stoatSökouomisch wichtigste» Provinzen Rrßlands. Warschaus Einwohnerzahl vermehrte sich in den letzten fünfzehn Jahren um die Hülste, u»d da» Wachstum ferner Industrie ist eher noch größer gewesen. Wen wundert», daß aus solchem Boden eine moterialrstrsche Lebensaoschauung groß wurde, dre de» Seiende als vernünftig anerkannte und sich gegen ihre Gegenspiele, den jung-polnische» Myfiizt»»u» und die neu«jüdiichen Bewegungen, als die Trägerin »ohrerRral. Politik bvrchzusctzcn begann. Der wachsende Reichtum, nrsprünolrch vielleicht al» Mittel zu höhrrn Zwecke» gedacht, wnrde Selbst, zweck, und die — naturgemäß russische — Möglichkeit seiner Erwerbung. ursprünglich notwendige» Ueßel, wnrde in der Unschön, ung der Warschauer und der Bewohner Polen» überhaupt üble Notwendigkeit und schließlich Daseivtbedioguog. E» hieße ale Entwicklvrgsliriea de» praktischen Leben» einfach levgnen. wollte »an dreien Gang der Dinge picht ai< natürlich zugestehen. So wurde das rasch ousoedlühle Warschau die sonderbare Mischung von Provinz« und Weltstadt, die e» ist. Prachtnolle, bau»u»rah»te Straßen und Rlleen. durch die da» heiße Leben der Großstadt pulsiert, süns-, lech»«, sieden., zehnstöckige Gebäude »it modernen Magazinen und über»oderoen Büro» und dazwischen hier »vd da und dort alte Lude» wie au» eine» Dorfe, einstöckige Häuschen au» Großvater» Zeiten. NeuePrunkdauten. wie die goldenkuppelige Alexander Rewski-Kathedralr und große europäiiche Hotel» h.nter de« einzigartigen Warschauer Stadlpark, d.m Sätfiickcn Garten, der einer Lonne August» de» Starken hier mitten t« Herze» der Stadt feine Entstehung verdankt, und dann dickt dcbci die engen, schmutzigen Straßen der Haupt» söchl ch von Juden d-wohnten Kausmanvsviertel. Ein Nebeneinander von Grschichre und Moderne, ern Auseinanderprallev von Reichtum und Elend, wre »an es so dicht beisammen nirgend wo ander» sieht. Warsckeu n.wmt eine« für seine Einwohnerzahl recht kleinen Rcum cn Bedcrfläche ein. Datsogr schon, daß die Menschen hur unglaublich t.cht beieinander wodvrn. Und tatsächlich sogt einem in Warschau die Abreffe eine» Dekaonten. die man mit Straße und Hausnummer genau genug verzeichnet zu haben meint, nur. wo man ihn vngesähr zu suchen hat. Denn die meisten Hänler. die mau vou der Straße her sieht, find nur die Fafioden für einen schier unendliche» Komplex von Gebäuden und Höfen, sür die nvsere üblichen Bezeichnungen Hinter-, Selter-, Ouerx'döute bei veile» nicht ousreicken. Eie würden auch den Begrrff nicht decke», denn hier gibt r» oft: im zweiten Hof hinter., rechter Ausgang. Mittclansgang, linker Anfgavg geräumige und elegante Wohnungen, die von respektabel» Leute» bewohnt werden. Daß auf diese Weise 40. -0 und 6V Mieter die gleiche Adreffc trrlr», ist hier gor keine Seltenheit »ad nicht etwa nur in armen Vierteln die Regel. Au» dieser Bauart erklärt pch auch die verhältnismäßig geringe Zahl von Straße», besonder» »er Querverbindungen, dre dre «eist senkrecht aus die Weichsel zusührendcn Straßenzüge aufweisen. Jetzt, nachdem Warschau ron der ziemlich genau hundertjährige» Ruffenherrschast befreit ist, wird seine äußerliche und seine lultutcDe Entwicklung wohl aus olle Fälle, wie sich auch seine politische Zukunft» gestalten wag, i» engeren Anschluß an den Westen vollziehen. Dq» wird für beide Teile ein Gewinn sein. Der Westen wird um eine schöne Perle im Kranze seiner Groß, srädte reicher, und Warscha» — na, die Warschauer nehmen'» mlr hoffentlich nicht gor zu übel—hat gewiffe westliche Einflüsse auch sehr nötig. _ Geheimer Zrchinrat Professor Dr. Zbott Wwrschaner ist zum^Direktor de» Archiv» in Na r s ch a u ernannt worden? 8. ist am 13. 10. 56 iu Kempen (Pr. Posen) al» Sobn de» Eantors Beruh. W. (gest. 1. Nauen) geboren, desychte^in Breslau da» Elisabeth-Gvmnafiu» und die Universität (1877—80), promovierte 1881 mit de« .Quellen z. Gesch. d. Florentiner Konzils'. Selt 1882 vor er am Staat»«rchiv in Posen tätig, wo er ISN zu» Geheimen Archtvrat ernannt wurde. Seit Oktober 1912 wirkte er al» kommissarischer Diroktor de» Staatsarchiv» iu Danzig. Bon Beginn seiner Tätigkeit an hat sich Warschauer mit der polnische» Geschichte. vornehmlich mit der Proviuzialgeschrchte de» Ppsener Lande» und der Stadt P. beschäftigt, wobei ihm seine Kenutni» der polnischen Sprache wrsentlich förderlich war. Von seinen vielen Schriften seien hier folgende besonder» genannt: Zachert» Enronikd. St. Veseritz (82). Mittelalt. Innungen der St. Posen (8p.) Ehron. d. Pos. Ratsschreiber 88. Slodtbvchv. P. 92. die st^dt. Archive i. d. Pr. P., .Heinrich Hein« und die Posener Zsitvng'. .Ueberblick über die Geschichte der Stadt Posen', .Mollke in Posen', Geschichte der Städte Rowitsch, MogUno. Phckosch". .Der polnische Reichstag von 1603 in der historischen Üeiberlicferung vrd in der Darstellung de» Gchillersche» DemettSs'. .Die Erziehung der Juden iu der Povivz Posen durch daß Elementarschulwesen' «. v. o. Er war in P. Redakteur d.!ist. Monotsbl.. und Schrifts. d. hist. Ges. Veseatlich ausgedehnt wurde seine Tätigkeit durch die Gründung der königl. Akhdemie in Posen, zu deren Profeffor für Geschichte er gleich von Andeginn (Okt. 1903) ernannt »nrde. , GteichsseRnng der Anden t, Umland. Man schreidt uns vovseiten de« HandeUvertragsverein»: Bekanntlich onterliegt die Stellung der Jude» in Rnßtand «och vielen öffentlichrechllichen wie privairechtUche« Beschränkutlneu Die Beseijiguvg dieser Ausnahmegesetze Uegt nun auch im Interesse der teulschen GesckLlttwelt, da deren mit Rußland arbeitende Beetteler ja zu« sehr große» TeU Mischer Kvuhesfion sind. Swon i» bentsch.rnifische» Handelsvertrag van 1904 waren dnpaemäß einige Zugeständnisse verlangt und auch dnrchgesetzl worein. Aber einmal waren diese Avgeptvditffe noch durchaus »nznrelcheud, und dann ist ja der Handelsvertrag jetzt durch den Krieg hrnsälig geworden. Die Knndgednage» des Zaien an seine .lieben Juden' dürfte» wohl schwerlich allzu weitgehende praktische Ergrbntsie haben, wenn Rußland erst einmal den äußeren und inneren Friedenörnstand »iedererkangt hat. Es wird deshalb dringend erwünscht sein, in denFriede»». vertrag mit Rußland Klansel, anfzunehme». die die Beireinng der Juden von den bisherige« Veschräatnnge« in Skußland ein kür alle Mol ficherflellen. Diese« Wunsch haben der Handel-veriragöverel,. der Haasa«Bnab sab der Verein deutscher Fadrikante n jnnd Exporteure kür den Handel mit Rußland in ^einer gemeinsamen Eingabe soeben demReichö- Kanzler unterbreitet und zwar find es namentlich folgende {8 Punkte, bei denen Gleichstellung der Joden verlangt «erden muß: 1. Geltungödan« und Kosten de» Paffes. 2. Erjteilung der Gewerde-Legitimationskarten, 3. Einwanderung, Rtederlaffuag und Erwerb von Jmmvbiliarrrchten. vie o»e»r«Mch« Zgdost-ß« nt btt Krieg : Dr 6. SR. SReUack, kn kirch |ri>e Sitigteit oU knilstdftnmdlichn kchriftsteln in Oulant mk btfotknl i> Monika In oritra Jtnlfn brfnnnt ist. hat in riwo srtzr kn «afmkttntra stustatz ,D>« ostenrnpsisch« Jakmlrage >nk kn Kri»g In kn .8 to-8 »litt 6(ool»icltung' Mo IS. S-Ii 1915 Hm D-rstklaag M «chtch-I« kn dstltchn, 5tnkn n»k ihrn grgnodrtiani Ctrlang »ak Zakaast gcgekni. «n «Hst kann Mt ale» ans |mc Dalsache. kk bin taon nach nicht genügend geoüediat ist, hin, daß nüolich kt» Anken Ostenrnpas. die dar 500 Zahle» nnfretottgeeoets« nach deo Osten aeznaen fink, trotz des «an den CUum» auf st« ansgetkten Drucke« tn ktesn langen Zeit ihr kentsches Epenchtno unk ihren deutschen ktnltnebesttz hewahtt haken. Denn die jüdisch« Sprach«, die von säst 7 Mütoaen Anken gesprochen wirk, ist Hn deutscher SkDWwltft, der sich kis heute Mu uusereo Hachkentsch nach nicht s» sehr rnrsnnt hat, daß wir ihn nicht kerstehen künnten. Sa kv-ot es, datz der östliche Anke, der an der Sreng« der aeroantschen und slawtscheu Veit ledt, dis heute her Berottller der gern,-mischen Jttiltnr geklteten ist. stüerkings ein Seroitlirr. der Mn kHner der betten PartHen — weder non den Slawen nach nun den Deutschen — nach Gebühr geachtetnnk geschätzt oirk. ' Ganz hesankers, oie bekannt, versatgen Ihn dt« Russen, ds« so Auterefie ihrer Paltttk der Skusststgternng dt«' Anden i» jeder SSHse »nterdrickleu und ihnen bis hente nach kein Siecht ans KrHgigigkeit und kchulunterrtchl znaeftanhen hüben. Der derüchstatr SlMtsoaun Pahtenkanasgest hat den Zweck dieser barkartschen Politik affen zugegeben. Pr sagte Otrtllch: »Ansalge Unserer Andenpalttlk wird Hn Drittel der rbsstlchen Inden »nswandern oüssar, ein Drittel otrd physisch ztz Grunde gehen und ein Drittel wirk sich taufen i vir setz», hente, daß Mcfc_ SIHch HnignufolK, — da das Glaoentno allen »t«r Istntzlarid lebenden Gttkern die Krethett dringen OaÜte — Mk- «achte nicht, dt« nnteedrücklen Rationen, and ao aüeroentgften dir Anden, ott den Sknffen zn Hneo Hnhettttchen Ganzen zu vertchoelzen. van »atzte überall, »as ralsttch« Gertprrchnngen Ist dedeutea hatten, znoal nachdeo dt« deutichen vaffen die Pläne der Panslawisten za Schanden gemacht hatten. Leute nun find die Ingen der unterdrückden Auden ans di« Zentraloüchte gerichtet. An deren Händen liegt ihr rukänsllges Schicksal. Die Zentraiotcht« sastten daher dahiststreden, datz das ne» zn schaffenh« politische Gedilde sich nicht nach Petersburg vrlentiert, sondern i» GegenteU zn» Deich gegen den Panflaoisons otrd. Dazu kedsrsen ad« di« Zentraloüchte als Gegeaaeoicht ' gegen kt« enffawhllen Gtrdonngen in Palen und Lichanen einer zooritssigen Gliche. Und kiese Stütz« linnen sie In den Anbenoassen jener eraderön Prnninzen sinken, — die nicht rnsslsizierl unk nur zn eine» ge» ringen Prazentsatz palanisiert, — ihr« Zugehseiakeit zur deutschen ltnkinrweli nt« verleugnet haben, llo die Üftlichest Anden zn gewinnen. ist es nötig, datz sie vernanrn zn de» neuen Rrgioent bekvooen nnd degrHsen, datz ihnen in kultureller, reÜaitser und «irlschaftltcher vqtehnng aste EnlwtcklnUgsotglichkHten eröffnet «erben. Dazu idedars es aber «ine» awsgiedigen Schuhe« der jübischeu SelbsttnktgkHt gegenüber de» Ksstostaltanlzwang der Palen. Der in den letzten Aahren »an ihnen burchäesühae wirtschaftlich« Pahkatt ist eia Peweis sür hiy dort berrichevden tstse» Gegensätze. Die Gefahr, datz die Palen in ihnlicher SSHse die Inden zu palanisteren nersnchen, wie varbeo die Stuffen ff« russlstziereu walten, ist unleugbar vor» hastden. SRtt einer Eoanppattan und Gletchderechttgnng der Anden nur In indtvidneller Geziehnng würde nicht genug geschehen. 11» hi« Anden tat den PalantsternngkBrrsnchen zn schützen, oüffen ihnen In palitischer Geziehnng die Rächte einer natlanalenMinderhelt aeoähriwerden. Rnr wenn die« ersnlgi, künnen sie ihren Insgaden, sich selbst nnd Deutschlnnd gegenüber gerecht werden. Algevemer vevscher rtzSGchGvW iUagf gegen M> ftrmHahtn Die GelnnntoachnKg des Herrn Psllzeipräsikenten, die sreodsprachlichrn Anskrick« ans Geschüstsschtlbrrn nnd ln varende^ichnnngeA zn keseitigrn, ist »It Kr enden zn drgrützen. Dl« vn» Paiüelprästkbrnr heronsgegedene keikents-^-ngsliste ist ein gnter Ansang zur »ussühmna der dezHchneten Gelanntoachvng. Deo gleichen Ziele dient ein kv» Zoeige Breslau des Ug. Deutschen Sprachvereins vvrrttige» nnk dH Marnschke A Gehrenkt Sng 8 hernnsgegebrnes Berdenlsänrngsheft. St enlhtU eloa 1100 io Hankel nnk Gewerk« nvch gebetnchltche srrwksprachliche »nsdrücke nebst geeigneten «erkrntschnngen. Karo nnk Grütze de« Hefte« ist hankiich nnk fttr den täglichen «etzeanch durchaus verwenkkar. Der Preis ist wsglichst ntiketg gefielt, je ro Ps., dH «ehrdestefinng sogar noch bedeutend kiligei. Da« »Üchleta ist sür nasere »eschsstswell in ihr«, Kampf gegen die Krrwkwsrte» Hne treffliche Süaffe; auch die Sn*. Mannschaft der lansoännischen Schüler falte ott dieser vast« ausgerüstet werden.

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