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Jüdische Volkszeitung · 1915-02-26 · 9 (26.2.1915) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
21 (1915)
Issue
9 (26.2.1915)
Date
1915-02-26
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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Polbytt»«» M. 9 Jüdische Frauenzeitung. Bmha, de, 26. $*na )9(5. ZSdtsch« Srtwutaat. &ai4t tot 1» »<> ,3tMf4n« Ar»»«, »»»ff *4. 3«BMI ms »ffl!» Die Lorfitzende, Frl. Benha Pappe» heim, KroUsart a./W, «öffnet die Sitzung ungefähr »it folge,»«» Worten i »Ich hnbe au» ei»e» tiefen i»»eren Bedirfnis heraus »er Kchrislleilnng gegenüber den Wunsch geäußert, Ei« zusammen bitten. Sine ruhige oid friedliche Zeit hat u»t »or einem hezehnt n«rei»t, heut« erlebe» »ir eine >it Probe nus unfere Zusa«me»gehtrigkeit, denn mit einer einzigen Ausnahme begründeten Fernbleiben« haben sich alle Vorstandsmitglied« eingesunden. Eomit ist unser heutige« Zusammensein der Beweis, daß ledhasle« sachliche« und/ wie ich auch »berzeugt bi», warme« peisöuliche« Jnlereffe un« bindet, »or allem aber, daß wir alle den Will,» haben, in dieser Zeit, die jedem Lchwere« bringt — unfern Leg als jüdische Krauen nicht zu verkitten. >[« deutsche Frauen wollen wir an unserer Stelle unsere Schuldigkeil tun, so wie die jüdischen Wäuuer freudig Gut und Blut für« Balerland opfern, — als dem Land« der Vundesgenoffenschast zuglhärlg suhle ich «ich eia« mit Ihne» — aber auch unsere jüdischen Gemeinschaftsaasgaben diesen «ir nicht vergejjen. Lst wolle» un« uersprechen, un« «reu zu bleiben! Z» dem Prolotoll der leßie» Sitzung wurde bemerkt, daß da« Korrewondenzblait »ich! wehr erscheint, ff mußte durch die Zelttönsti eiuachen. Auch die Herauigabe de« .Jüdischen Franettbnch' ist aufgehoben. AI« Vorsitzende der Jugendkommisstoa berichtet Eidouie Weiner-Hnmdurg, daß don schon eile jüdisch« Zugendpflege bestaub und nun noch ein Wädcheuklub dazu gekomme» sei, ebenso wie inzwischen in Mannheim rin solcher nach unsere» Mustern enistaud. Auch in Leipzig ist nach Krau Leich« Bericht endlich ein Mädchenklub zustande gekomme» und zwar getreu»! »um Jugenboerein. Man hätte di« sozial schlechtest Bestellten gesammelt. Der Klub tagt einmal in der Woche und halte «ai ersten Abend gleich 60 Teilnehmer. Zn lebhafler. Debatte ergibt sich der Wunsch nach Zusammenbeiusang der Delegierten der Jugendoereine und Mädchenklub de» J.FB unter de« Vorsitz der Zugeudkommisfion. Auch die Noirdeadtgkeit einer gemeiasimen Tagung aller Orisgruppe»- oenreteri»nen tritt zu Tage. Frl.-Pappenhei« »eint, baß der J.K.B. gerode in dieser Zett sriue Wirksamkeit betonen solle. Es wird beschlossen, daß die Ortsgrnppenfitzung zeitlich u»d brtlich »ii der Sitznag der Zugendkommisfion zusammenfallen solle nnd zwar in Berlin unter de» Borfitz der Ortsorupp« Berlin. DerLorstand». beschlnß soll sobald wie möglich herausgeh«», da die Zuiimme»- kunst in de» erste» Apriltage» ftatlfinde» soll. Hierbei wird gleich festgesetzt, daß im kommenden Jahr oo» der latzuugsg«. wäß nötigen Delegiertenversammlung lu Anbetracht de« Kriege« Abftaid genommen »nd solch« durch die oben erwähnte» Kommisfionsfitznnne» ersetzt werde. Frau Jsabella Heim-Nüruberg erstattet B«richt über die ikommisfion Bahnhosihilfe, der später durch die Preffc gehen wir», ebenso Fra« Helene Mener über da« Kartell der jüdischen >rb«its»achweise und die Ausknnstsstelle für Beruf«ber,»ll»g. in denen »ornehmlich aus di« Notwendigkeit oo» gründlicher Borbild»»» aus bestimmte Beruf« uud aus Lehrjahre ebenso wie ans Bernssmtglichkeilen hingewiesen wird. — Frl. Pappenheim «wähnt die Eröffnnagtsei« des zweiten Hanse« in Reu-Jsenbnrg, bei der Fra» Dr. Franst so »esoader» eindrurksooll geiprochen habe. Das Hau« I sei als Lazarett anaebote» worden, die Zöglinge find in dem andern ziemlich eng beisammen. Die Anstalt habe große finanzielle Kargen. Der «orftaid de» J.F.B bewillig, 500 M. sü, N.J. — In weiterer Erledigung der reichen Tagesordnung wird beschloffen, eine Nein« Kammisfio» zu bilden, die schleuuigst ein Flugblatt entwerfe» soll, bas wettere jüdische Kreise über Ernährongssragcn »om Stgndpunst heutiger oaterländischer N« iwe»di>- keitc» ausklärt »ab belehrt Der Vorstand ist auch einig darüber, daß in allen Kreisen für Einfachheit in der Lebenshaltung und dem Ernst der Zeit ««sprechen» auch für Einfachheit in der äußere» Erscheiunng der Krane» »nd Mädchen eingetreten weiden soll. Frl. Pappenheim empfiehlt die Bründung einer »Kasse I9lö', die »ui Jahresbeiträgen möglichst oieler Frauen und Mädchen f>ebilbet, bet Eheschließungen kleine Kapitalsbeiträg« auszahlen oll. Die Möglichkeit der Eheschließungen zu erleichtern, werbe eine wichtig« soziale Aufgabe der Zukunft sei». Die Idee wird »om Vorstand des J.F.B sympathisch ausgenommen, ihre Autsührung aber bi« zur nächsten Vorstandsfitzuug zurückgeftellt, um bi« dahin Aeußerurge» »nd Rat aus maßgebende» Kreise», vielleicht auch aus dem Publikum selbst entgegenzunehmen. KamBerg. per isr»eNtisch-h»m»,itäre Kronen »erei» hielt unter dem Vorfitz »on Frl. Eidoni« Werner im Bemeinschaftsheim ihre Hauptversammlung ab, in deren Mittelpunkt der von Frau Dr. Fink erstattete Jahresbericht stand. Danach wurde in Harburg ein neuer Berein gleichen Namens gegründet. Da» Erholungsheim mii HaushaltungSschule in Segeberg ist gleich nach der Mobilmachung a!S Lazarett für Leichtverwundete und Erbolungsbedürftige dem General- Kommando zur Lersügung gestellt worden. Die gesamte Bereinsarbeit galt von nun an dem Dienste des Vaterlandes. Nachdem die Dorfitzendc in den .Elser-Ausschuß' der Hamburger Kriegshilfe gewählt wurde, führte fie geübte Kräfte den Bezirksansschllffen zu und richtete einen über den ganzen Tag fich erstreikenden Bureaudieust ein, der ein Heer von freiwilligen Mitarbeiterinnen beschäfttgt. Mit besonderem Eifer ist die Jugend, grupp« des Vereins am Werk«. Es entstanden u. a. zwei Kriegtspeiseanftalten oder .Volksküche» der Deutsch-Israelitischen Gemeinde' im Logenheim, Hartungstraße, und in der Karolinenstraße, in denen di« zum I I. Februar <8587 Portionen, oft auch uuentgelllich, verabreicht wurden. Eine Eiamachküche, die im August entstand, beschäftigte eine Reihe von Frauen. Mit drei Nähmaschinen wurde vom Arbeitsnachweis die Nähftube an der Drehbahn eröffnet, wo heute 28Nähmaschinen von 70 Frauen benutzt werden, um Heeresausirige, Lieferungen sür Geschäfte auszuführen, seiner Auibefferungen und Sinderkleider zu machen. E« wurde ein Umsatz von 12 580 Mk in der Nähstube erzielt mit Löhnen von 6 363 Mark. Viele Frauen machen dort eine gründliche Lehrzeit durch, die ihnen auch später eine wirtschaftliche Erwerbsmiglichkeit fichert. Die Jugendfürsorge erstreikte fich auf Erweiterung de» Säuglingsheims, sodann aus Unterbringung von löSKmdtrn als Tischgäste, auf die Schaffung eurer .Kinderstube.' In einem Kindergarten wird Horlkinbrrn eine Untcrkunst in den Nachmittagtstunden gewählt. Der vorbeugenden Jugendpflege dient nach wie vor das „Heim sür jüdische Mädchen», wo vorzugsweise elternlose, hier angeftellte Mädchen eine schützende Etätte finden, und wo jetzt auch ein Mittagessen sür <0 Psg. sür alleinstehend« Frauen zu haben ist, und ferner der neue Mädchenklub, Hochalleei, dem wertvolle Lehrkurse, vvn geprüften Lehrerinnen geleitet, ange-schloffen find. sti»e trsscheft für »I« Staök chafiek. In der Stadtvcrordnetenfitzung wurde «itgeieill, daß die vor einigen Tagen verporbeue Frau Sophie Henschel, die Witwe des bekaunien Großindustriellen, der Stadt Kaffei leftamentansch 250000 M zur freien Verfügung hinterlaffen hat. §««11«-«. Gericht »ff Aekdgeifikiche» fUllia» vr fisnesi. Beruht VIII. Z. Zt. Noyon, >7. Januar 1915. Ich erlaube mir «itzuteUe», daß Ich die Grabstätte des »crewigten Beamte» nnserer Gemeinde, Herr» Adolf Sohrauer, ausgesucht habe; fie ist i« würdigste» Zustande: ich taffe «inen kleinen Denkstein an ihr ausstellen. Ich bitte, den beilregrnben Brief sreuudlichft an Frau' Sohrauer, deren Adreffe ich nicht kenne, wettergehen zu lasten. Nachsoigend bericht« ich über mein« Tätigkeit i» der Zeit vom 3. bis 16. d. M. I» diese Zeit fielen die heftige» Kämpfe, dre zur Eroberung der Höhe» nördlich von Soiffrnff führten. Di« Sorge i für Verwundere gab daher diesen Tagen die desondere Ausgabe. Gottesdienste habe ich in dieser Zeit abgehaliin ja Audigni rourt, Larlepont, Bezapoain und Tergnier. Die drei «slcie», die i» der Nähe der Front staltsanden, warru Abeudgottesdienfte, wie die Vorsorge es gebot. I» Audignieonit versammelte« «ir uns uw o1/, Uhr. Es ist ein flaue» Dorf, das kau« 180 Einwohner zählte, ohne Kirche und ohne sonstigen größercn Rau«; aber durch seine Lage birtri es eiirn günstigen Treffpunkt sür die i» Bettacht kommenden Mannschatien. Es war nicht leicht, einen geeigneten, geschützten Raum zu finden; denn die Andacht im Freien statthaben zu laste», :rschlen bei dem trüben Werter nicht ralfam. Ader schließlich kunnte ein pastende« Zimmer, das mit Mainschasten belegt war, sür einige Stunde« sreigemacht und hergenchiet weiden, kln dem Gottesdienste »ahmen dann auch mehrere von den dori liegenden Lrulen, die nicht zu memer Gemeind« gehören, «eil: auch sonst irilt ein solcher Wunsch oft an mich brran, und ich erfülle ihn selbstverständlich gern. Es war Freitog-Abend, und alt wir nach der Andacht in dem behaglichen Zimmer, i i dessen Mitte ein Tisch mit weißer Decke und zwei Kerze» stend, eine Weile zusammenbliebe», konnte es wie eine häuslich« Feier die Sadbai.Adffd« anmuten, zumal als Spende», dre au« lei Heimat gekommen waren, ein kleines Mahl dann auch dereneten. Es war ein frohe« Zusammensein, das sür jede» zu srüh endete, als die Zeit des Ausbruches kam. Am Ausgang de» Torse« trennten wir uns; die einzelnen Gruppe» »erlchwanden aus den Waldwegen, die zu Anhöhe» hi»a»stühri«n, und ich trat dann auch selbst meine» Rückweg an. Der abendliche Gottesdienst in Earlepont begann um 8 Uhr. Durch riese Finsternis suchten wir, von de» Platze, auf dem «ir UN« versammelt hatten, zertrümmerte Mauer» fftlang, de» Weg nach dem'Hause, in dem ein kleiner Saal sür uns »orbereittt war. Wärme und Licht umfinge» uns dort. Die Wände wäre» kahl, oder auch kahle Wände und eine Decke über ihnen gaben hier, uo man ihrer oft eniralen muß, schon etwas säst Trauliches, Eine kleine Kouzrl war ausgestellt worden, »nd neben ihr bildete den Schmuck de» Raumes eia« große umrahmte Leinwand, die an der Stell« de» zerschoffeneu Aeifter» als Schutz gegen Wind »nd Rege» besesiigt worden war, »nd our der die Sätze dtt .Menschenrechte', der äraita l'ixnnm«, iu lesen waren, die die groß« ftoauzifisch« Revolution als ihr dlaubeusbekeunlni» verkünd,! hatte. So hatte auch der »ichter il« Siar-m seinen Charakttt, und er konnte Gedanke» u»d Erinuerungen wecken. Ader die Gegenwart trat schnell iu ihre Rechtt, doun zumal, aU nach dem Gotttesdienst« eile Sinnde der Unttrhailung un« noch z»sammenhielt. In vezaponi», wo der Gottesdienst aus 7 Uhr augesetz, war, war sür ihn die Kirche de» Dorse« bestimmt worden. Aber inzwischen hatte es fich als »otwentig herausgestellt, fie für Lazarettzwecke eilig einz« richten, und so war da« Geschäft», »immer eine« Regiment», der größte sonstige Raum in dem kleine» Dorfe für un» »orbereitet worden, Tannenzweig« und Epheuronkcn waren an den Wänden und an der hängenden Lamp« befestigt. In dem Zimmer nebenan saßen Ma»nschaften zusumme», die in dem Hause eiaquartiert waren; di« Tür blieb auf, uud so nahst, noch eine ,weste Nein« Gemeinde an diesem Gottesdienste teil. Für einige unter uns war er, wie ich in der Stuude des gesellige» Beisammenseins dann hörte, von besonderem Ernst; einige Freiwillige war«» unter n»s, die erst »or wenige» Tage» hieher zu ihrem Regiment gekommen waren und di« »un l, der Nacht zum ersten Male in ihre Schützenstelluug einrücke» sollte». Wenn in diese» Berichten bisweil«» vbn dem Erust gesprochen wurde, der fich auch dem Jüngsten hier sehr bald »us, prägt, so soll darunter nicht etwa ei» schweres oder gar gedrückte» Empfinden »erstanden sein. Im Gegenteil ist eine gehobene, zuversichtliche, fast fteudig« Stimmung die bezeühnend«: fie kan» immer wieder «ahrgenommen««den, und fie erhäll durch den Srust, der alle erfüllt, ihren besonderen Wen. Es ist ei» Eindruck, bin Immer wieder seine Friiche behält, wenn nach beendetem Gottesdienst unsere Leute ernst und froh in ihre Stellungen zurickkehre», den Gefahre» und den Mühe, entgegen in die dnnkle Nacht hinein. E» find viele darunter, di« in allen ihren sriheren Jahren nur das Behagen des Lebens kennen gelernt hatte», aber ich Hab« keine» gefunden, dem nicht jede Müh« uud Anstrengung etwas Selbstverständliches war. Die Zest geselligen Zusammenseins mit ihrem ungezwungenen Gespräch gibt die Gelegeuhstt zu hören uud zu beobachte»; stets tritt dies« gute Stimmung ungesucht entgegen; iu ihr steht eiuer neben dem anderen. Jeder Gottesdienst Ningt in all dem Ernst doch ftoh »us. — PoppeN-ZAfttja» i» Hrtzützffgrabe». Im .Den' erzählt ein rusfisch.jüdischer Schriftsteller von seinem Besuch« in einem — koschere» Hospital, von deffen 97 Patienien 90 religiöse Jude» sind, welche fich koscher verköstigen. Ein verwundeter Soldat, ei» hervorragender Talmudgelehrter, saß über einem wichtige» Folianten. Er ttzählte, daß er einmal 2V jüdische Soldaten mit Tallis und Tefillin bekleidet zu einem Morgenedel im Schützengraben versammelte. Der Rottenführer war ehr zufrieden und sagte, solches Gebet müffe erhört werden. 8adbi»tk. A«r»i»«lsttaddluer JtMu- Bo» jeher, seitdem im Jahre 1882 das htefige Erzbistum einen neue, Erzbischof erhielt, haben fich die Beziehungen zwischen Rabbiner Dr. Frank und den Kilurr Erzbffchtsnr zum Vorteile des Judentums günstig gestaltet. Kardinal Krementz, Erzbischof Simar, ferner Kardinal Fischer bade, stet« Wohlwollen und Rücksicht alle» Wünschen de« Rabbiners entgegenbracht. Man dars ohne Widerspruch behaupten, daß ff diesem schönen Verhältnis zu verdanke» ist, wen, in den Jahren de» hochwogenden Antisemittsmu» in der Kölner Ditzes«, die drei Millionen Katholiken zählt, KardinÄ Fischer ernstlich bemüht war, den Antisemititmus, besonders in der Ettistlichkeit nicht auskomme» zu laffen, was ihm auch völlig gelungen Ist- >»«drücklich bemerkte er dem Dr. Frank, .Wo Sie irgendwo etwa« von Antisemitismus bei «einen Geistliche» beobachten, teilen Sie es mir mit, den» das dulde ich nicht.' Der neue Erzbischos ist nicht minder »on derselbe» fte»,dliche» Gefinn»»g erfüllt. Am »ergaaaenen Sonnabend. 18. d- N., hat Seine Eminenz Kardinal Dr. von Hartma», Erzbischof ffn Köln, dem Rabbiner Dr. Frank einen längere. Besuch atgestattet; ei» erfreuliches Zeichen lnterkonfeffioneller Aufmerksamkeit. Gm», 15. Ja». Sei, 25jährigff Amtsjubtläum begeh» Bezirksrabbiner Dr. Weingarten. Ins Late». Hr Hugo Hahn von Walldorf, Rabbinatikandidat, ist zum Rabbinaisvikar in Offenberg ernannt worden nachdem der bisherige Vikar Albert Wols zum Heeresdienst eingezogen worden ist. Pi« Maööinermettze de» tzsudapestec Seminar» fand diesmal in besonder« feierlicher Weife statt. Seitens bei Ministerium« waren die Hh. Miniftcnalral Fr. Csorba, Sek- Üoisrat Dr. Schmiedler und Referent Proda anwesend. Geweiht wurden die ZögUuae Dr. Ernö Morgen st c r n und Dr. Mai Klein. Rektor Blau hielt eine selerlichc Ansprache, auf welch« Dr. Klei» bewegt antwortttc. Die jungen Rabbiner find tüchtige Hebräer. Die Vertreter der Regierung äußerten fich beifällig über den patriotischen Geist des Institutes. vaittgott«»lriiftt in Btrlin. Mrrti». Aus Anlaß bti ntutn Sieges an den masurischen Seen fanden Sonata^ auf Wunsch des Kaiserio Berlin wie überall im Reiche Dankgottesdienste statt, die außerordent» Uch stark besucht vareo. Im Dom wohnte der Kaiser «it seiner Familie und seinem Schwiegersohn Herzog Ernst August voo Lraunschweig der Feier bei. Rach Schluß dieses Gottesdienstes w«rde dem Kaiser, als er auf der Freitreppe des Domes erschien, von der augesammelten Menge eine begeisterte Huidigullg dargebracht. Don jüdischer Seite war Sonptag für die gefallenen israelitischen Soldaten eine Seelenfeier auf dem Friedhöfe in Weißenseeund dann Gottesdienst in der alten Synagoge in der Heidereutergafle veranstaltet worden. Der Feier in der Synagoge wohnte u. a. im Aufträge des Oberkommaadierenden in den Marken der P r i n z A i d e r t von Schleswig-Holstein mit seine« Adjutanten und fürden Gr. Generalstab Oberst von Lenski bei. Auch der Magistrat hatte Brrlreter gesandt. Gesänge erbffncteu die Feier. Radb. Dr. Eschelbacher gedachte in seiner Predigt der für Kaiser und Reich gefallenen Glaudeatgenoffen mit der Hoffnung, daß fie ihr junges Leben nicht umsonst hivgegeben haben. Die Feler schloß mit einem Gebet für Kaiser und Reich und den glücklichen AuSgang des Krieges ttterarisch«. -rie»»pr»tzi»mme. Der große Erfolg bes ersten Bändchens Der ..striegeprogremme" Profeffor ZKarceK Softer , hal den beliebten Meister veranloßi, einen zweiten Baud im gleichen Umsang, gleicher Ausstattung und wiederum zum gleichen Preis von Mk. I.— herauizugeben, dtt eine Fülle wert- und wirkungsvoller Dichtungen «rnsttt uvd zeligemäß hertein An tttthält, die namentiich sür de» Lortrpg sich außergewöhnlich eignen. Auszug aut dem Jnhaltsvazeichnis rRodaRoda: Der Mann mit dem eisttnen Ftngtt. >nthes,Otto: Kriegsielezramme. B e t h g e. Haut: August 1914. Beye > lein : Einer brav« als der and««. Hauplwana, Earl - Krieasgesavg. K er r. >lft: Als die Rnffen in Ostpreußen waren. Kienzl, Herm.: Im Schützenarabni, Sir» bl; Die Heiztt. Nordhausen: Mein Land Hai Recht. F l e > I ch I e n : Denisch« Weltkrieg. W i I b g a a s, Anion : Das große Händesallen. R o s n c r. Karl: Loa dtt Linde. R ö l I e r. Marx: Leiitt Michels Gruß. P e i i f i, Akexundn: Schlochtlied. Miller. Fritz : Nft als Schützengräb'n. It Sora, 8 : Landsturm II uiw. llsw. Auch diesa Band wird wled« seldpoftverfandsähig geliesert und dürste draußen in den Schützengräben den gleichen Jubel «wecken, wie die Ankunft seine« Borgtug«». Bel diel« Gelegenheit sei auch nochmai» an den ersten Band «inner», d« in prächtig« Answahi u. a, Werke folgend« Autoren bringt: Ernst Liffaner (Hahgcsang an Englands, Roda Roda, »anihof«, Prffber, K.EüUng«, Ostini, Sndermann, Karl Hauplmann, Ptter Scher, BUdendruch, Schlicht, H. H. Ewer« usw

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