Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 21 (1915)
- Issue
- 8 (19.2.1915)
- Date
- 1915-02-19
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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31MHX PoHtyttwg- Keldseelsorge. 8min, Im M. {Amt Wt W. 8 vnlchtr K> KjH-sffUichs« RoMiaer vr. V«L Bericht VII. fj. 3t. Royo», 4. 3annat 1915. I» brr fielt vcm 21. XII bU 2. I. 15, ihr tot ja b«- ridllcn <4 mir gestalt«, Hab« Ich »eine amtlichen Leg« ein wenig beschränkt, n» eine sehe n»fangreiche Korrespondmz, Ml mir noch oblag, erledigen zu tdnnen. Ich habe daher in diesen zwdlf Tagen nur drei Gottesdienste adgehalten, in La Fdre, Royo« and Lagny. Zn de» letztgenannten Orte »eilte ich zum ersten Mate, und ich hatte in »einer Gemeind« eine Anzahl von Freiwilligen. die erst seit drei Sachen i» Felde standen. An dem Gottesdienste nah» auch der Divisionskommandeur »st seine» Adjutanten teil, der hierzu nach Lagny,herübergekommen war. Tie »annigsaltige Art des Gottesdienste« wie »einer Wege und Tage habe ich in den letzten Bettchte» geschildert, E« seien darum heute die Bedingungen, unter denen der Rabbiner seine Tlitigkeit Im Feld« ansüden kann, ausführlich dargestellt; ich habe hierüber auch die Erfahrungen von drei »einer Kollegen in mündlicher Autsproche ttnholc» linnen. Ein Bild dieser Arbeit läßt sich zunächst a» besten durch btt Schilderung eine« gelegentliche» Tagewerke« geben, da« der Vorbereitung von Gotteddienfteu gilt: Ich oertaffe zu srther Morgenstunde meinen Standort und komme gegen 9'/i Uhr zu de» ktadtquartier der Divistoo, für deren Gebiet «in Gottesdienst festgesetzt werden soll. Mit ein:» Adjutanten bespreche ich alle« Erforderliche. A» leichtesten ist der Tag »«reinbart; es ist nur tarans zu achten, dah er mindestens 5i lag« dahinter liegt, damit der schriftlich« Befehl überall hin gelangen kann und die Beurlaubung» rechtzeitig ermöglicht «erde». Etwas schwieriger ist es schon, aus Grund der augenblickliche» Stellungen den geeignete» Ort zu finden bez». zu entscheiden, ob Parallelgottesdieuste geboten find. Ebenso muh die paffend« Stund«?>eprllst werden, die e« de» Mannschaft» a» beste» gestattet, hre Steilungen zu »eriaffen und zu ihnen wieder zurückzukehren. Es »üffen alle Möglichkeiten eiwogen werden, so ob der in Frage kommende Ort uud die zu ihm sührende» Lege zu den Stunden, die in »usficht genommen find, gegen Beschießung gefichert erscheinen, ob ich dort ersorberli chensals Rachtgnattier nehmen kann und dergleichen »ehr. Da der in diese» bestimkdckn Falle gewühlte Ort, ei» großes Dois, säst ganz in Trümmern liegt, so erscheint es mir geboten, sosort selbst dotthin zu fahre», u» einen geeignete» van» sür de» Gottesdienst zu finden. Die Ungunst der Witterung gestattet es jetzt nur selten »och, ihn i» Freien nhznhalte«. I» der Blühe de« Orte» ist, »ie ich ftststellt«, ei» Aegimentjsteb in eine» Gotshause untergebracht. An diese» «ende ich »ich dort, »nb unter de» Beistand» de« Adjutanten, der »ich begleite«, entdecke ich in der Mairie «ine» unbeschädigte» Heine» Saal, und e«. wird di« Anordnnng getroffen, dah dieser rechtzeitig gesäubert und für die festgesetzte Stunde, abends 8 Ahr, belenchtet wird. Der veg nach de» Dorfe dient eine» anderen Zweck, »och. Einige Kilometer von dort befindet sich auf eine» Feld« bas ' Grob eine« unserer Soldaten. Die »»gehörig» des Heimgegangenen hatte» sich schau var einlger Zeit an mich mck der Bitte gewandt, die Fürsorge sür sein« letzte Ruhestätte zu treffe». Durch das Regiment de» Gefallene» ist mir eine Skizze von der ungelthre» Lage de« Grabes angefrrttgt warben, und e« gilt nun über Felder und Rain« hinweg den Platz zu finden. Bloch einigem Suche, ist er feftgestellt; der Rom« de« Verttvigt» ist an de» Grabe angebracht. Mit Hilfe eine« Begleiter» stelle ich ein« mitgebrachte Denkmalstafel auf und spreche dann unsere ulten Grbele. Ein Bäunxffe», das die Kameraden ans de» Hügel gepfianzt haben, wird i» Frühjahr grüne». Bo» dort führt der Weg mich nach de» Standort einer anderen Division, um auch da, in der geschilderten Leise, den Gottesdienst sür unsere Mannschaften »orznberttteu. Hier lüht fich, au« militürlfche» Gründen, die endgültige Bestimmung de« Tages noch nicht treffen: ste bleibt, nachdem Ort und Tagesstunde festgesetzt find, der weiteren telephonische» Vereinbarung Vorbehalten, die kann auch schon a» Tag« darauf erfolgen kann. Gegen Abend treffe ich in meine» Quartiere ei», nachdem ich uoteiwcg« in einige» Feldlazaretten »och »ach verwundeten und Erkrankten vachsrage gehalten habe. Das Bild eines solchen Tagewerkes zeigt, welches di« üuheren Erforderniffe der Tätigsttt für de» Rabbiner i» Felde find. Da« meiste hängt wohl von raschen und selbständigen Entschlüffen ab. aber dach auch sehr viel von der Gnnft und „ Ungunst der Stunde. Wenn in dem Gebiit« des Gottesdienste« mit der Möglichkeit einrs Angriffe» gerechnet werden muh, so wird die Anzahl derer, die zum Golleodienfte beurlaubt werden, nur gering sein können. Umgckehtt wird sie größer sei», wenn gerade ein Truppenteil, der eine erheblichere Zahl jüdischer 'Mannschaften ha«, in Reserve liegt. Auch der toherlrch« Umstand de« Wetters gib« da» Seine. Immer wirkt »eben de» Borherzudeftimmeoden auch Unberechenbare« mit. Diese jede«, maligen, nicht immer vorher,»sehenden Berhältniffe stelle» auch de» Gottesdienste seine bttonder» Bedingungen und auch hier ist darum der rasche Entschluh meist erforderlich. Für die evangelische» »nd katholischen Feldgeistliche» find diese koraussetznngen der Arbeit erheblich leichter gestaltet. Sie find, in der Rcgrl mehrere neben einander, nur einer bestimmte» Diviffo» ober einem bestimmte» Lazarettplatz« oder Etappenorte zng-wies». Jeder »0» ihnen hat daher sein zu üherblickeude« Arbeitsgebiet, in de» jeder Pnnkt verhältnismäßig rasch erreicht und sür jede Arbett di« günstigste Stunde gefnnkeiN werde» kann. Dazu ist die »öglichkett der Arbeitetcilung und eventurllrr »erttetnng gelben. Jeder gehört in einen bestimmte, Kreis hinein, »i! de» er »er. wachsen kann. Der jüdisch« Feldgeistliche hat die Mühe, »nd Schwierigkeiten der Leite, da fich sein Arbeitsfeld über rin« ganze Aimer erst,eckt; er gehött vielen Gebieten und Kreise» an. vielleicht ist diese« Biele bei der wett ausgedehnten ersten Armee besontcr« groß. Immerhin Hab«, die Rabbiner i» Westen, wo bii Käwpse de» Eharakter des Stellungskrieges gewonneü habe», e» mahl leichter als ihre Kollege» i» Oste» mit seinem Bewegnngsttieg. De» Mühe» »ob Schwierigkeit» stehen dach aber auch Vorteil« gegenüber. Di« Seite de« Arbeitsfeldes sühtt bald hierhin und halb dorthin »nd erwettett den Gesichtskreis. Die Berstrennng »nd vereinzelnng der Mannschaste» erlaubt es, jede» einzelne» u» so näher zu trete» und ihm da« Bewußtsein zu gewähre», daß er nicht nur am Gatteidien sie »eilnimmt, sondern baß der Rabbiner zu ihm gekommen ist, um mit ihm zu spreche». Es ist noch die Möglichkeit gegeben, mit den Angehörige» der Saldate» ln Verbindung z» ttete». Ei» persönliche« Band knüpft fich zwischen de» Rabbiner und feinen Nein«» Gemeinden. Und wen» sie auch, verhältnismäßig klein find, so find ste doch i» Sächsln». Di« Zahl derer, die fich zu dem Feldgottesdienste »ersammel», nimmt stetig zu. Zunächst hat die Zahl der jüdische» Mannschaften dnrch die Rachschübe von Kriegsfreiwilligen zugeuammen; bei einer Diviffo» z. B. hat ste fich fast verdreifacht. Eadanu ist die Erfahrung größer geworden, und es gelingt, di« Vorbereitungen günstiger zu Neffen. lleber einige Pläne, die Arbeit »och bester zu organisiere», will ich demnächst berichten. vaterlndslisbs »ist Sottvsrtrair»! ffkreöigt, gehakten am Pellnrtotag« ft- Majestät de, Jtaifn* am 27. Aanna, 1916 in der Synagoge zn Aulonienhütte von » Haas« Nettgtanslchrer aas ArevtGerl Vater l» de» Höhen! der Du in Huld und Gnade Deine» Großtaten ei» Gedächtnis gestiftet hast, 0, segne die Feier des heutigeu Tage«, auf daß wir belehrt durch Dein heilige« Sott, durch Deine» lichten Gttft, gestützt anf Deinen väterlichen Beistand, die hohe Bedeutung bei heutigen Tages für unser Vaterland ia ganze» Umfang« zu erfasse, und zn würdigen vermöchten! Amen! Andächtige Gemeinde! Aus jedem Fleckchen Erd« de« Reiche« stehen heute, am Geburtstage unsere« Kaiser«, arm und rttch, hoch »nd niedrig, jung »nd alt versammttt, um die Gefühle der Vaterlandsliebe, die Treu« und Anhänglichkeit zu Kaiser nnd Reich, nicht »nr zu augenblickliche» Ausdruck, sonder, zn dauernder Betätigung zu bringen. Doch nicht wie in frühere» Jahre» können wir heute de» hohe» Geburtstag nuferes geliebte» Kaisers ln Freud« uud Jubel feiern, den» Rührung und Sehmut ergreift uns Alle bei dem Gedanke», daß unser verehiter Landesvater in diese» Jahre, fern von der Heimat, mitten unter blutigen Krieges- und Siegesnachrichtev, de» Gebuttltag begehen muß! Es .ruft deshalb dir Meligion: Betet inbrünstig, für das Sohl de« Landesherr». Der «id.iobsihn-tl, »elcher a» «abbat lzur verlest», kommt, führt aus sogleich in de» Gegenstand »nserer Betrachtung ein: dott heißt es: 0y orw pVoy «tun! .Rach de» Au«. znge aus Egypten, kam plötzlich Amaiek und fing mit Israel einen Etrett »■!' Moses der Führer de« Volkes, sprach nun zu Josua: Döhle Männer ans, die hinauszieheu solle», mit Amaiek zn kämpfen; morgen stehe ich aus der Spitz« des Hügel« und den göttlichen Stab (habe ich) in meiner Handj — In dieser Erzählung der Tora endecken wir Züge, die sich bei jede» volkssthrer wiederholen, wir walle» »ns jedoch nur der kurze» Betrachtung de« Vorfalles mit Amaltt zuwendeu, u» daraus zu begreife», wie unser Kaiser I» der harte» Schule des Lebens erhorcht und erlernt hat, was einem Herrscher zu seinem nnd seiner Untertanen H«Ile geziem!! Amaltt, so bettchttt die Schrift, ei» streckbarer und gransamer Lolksstamm, hatte das valk aus sttne» Zuge zum Sinai plötzlich überfallen! Dieser Feind hatte fich nicht ttwa den Führern de« Volke« zu» offene» Kampfe gegenübergestellt; ntt»! wie ttn wahrer Feigling, au« de» Hinterhalte heimtückisch hervortrttend, fing er einen Sttttt an, und weil die Ausgezogenen noch »üb« und matt waren von den Beschwerde» des Zuges, da machte dieser Feiud, ohne Erbarme», Grttse und Kinder nieder! Sir fragen, m. Andächtigen, was wollte Amaltt! wir kannten ihn garnichtl Sir forschen »ach Gründen und Ursachen! »lein, ». Andächtigen, der Haß kennt keine Gründe, die Bosheck hat keine Ursache», die Feindseiigkeck eine« böse, Herzen« forscht nicht und fragt nicht »nd denkt nicht, st« folgt blind de» Zuge ttner duuklen Macht und ist beglückt, die Rachsucht, wen» auch »nr eine» »»genblick, Geltung verschafft zu haben! Sa« tat aber Mose, der kluge Führer des Volke«, in solche» Augenblicke! Da« Erste, was er de» zur Führung de« Kamps» »ft »maitt ausersehenen Josua bestehst, ist: and» ts? ins suchen wir Männer aus, die mit Kraft ausgerüstet sind, u» den Kamps mit Amaltt aufnehme» zu könne»! Es ist hier aber nicht gemeint die roh« uud körperliche Kraft, darin der Mensch am Tiere seinen Meister findtt! «in! ». Andächtigen! Männer sollten zu» Kampfe mck Amuiek ersehe» und erlese» »«»de», in deren Inner» ei« Ueberzeugung lebt, sür die ste stch allezeit begeistett »nb gehoben fühle»: seK ■*'« hni.'U'« biedere rechtschaffene Männer, die nur dasjenige mck de» Mnnb« antspreche», was ste i» Herze» denke», fühle» »nd empfinden I Männer, di« die Schwache» und Gebeugten ansrtchten uni di« UnwUenden zu belehre» verstehe»; Männer, die Eigennutz »nd Falschheit Haffe», Männer, die unermSde«, ohne Anlehe, der Person, offen »nd freimütig, dasienlg« vettrtte» was zu vertrete», Zeck »nd Verhältnisse gebieten. Und Josna tat, wie Mose befohlen, er wthste Männer au«, die mck edle» Gesinnung» ausgerüstet war»; Ar,» »nd Ehnr war» ihr« Ra»», »nd so lange Mose feiue Hände hach hie», stegte das Volk, »nd seine Lände blieb» statt bi« zum Sonnenuntergang bi« znm »tscheidenden Sieg« seine« Volke«! U. »nb! Richt nur )■ jener Zeit wurde da» vast überfall», sonoern «in jede« Volk wirb bei seine» Ausstieg zur Kulturhöh« von feindlichen Htnberer» ausgehalte». Unlautere Machtgelüste, Reib uud Ehrsucht von in»» und außm rütteln gar oft an den Grundveftm des geistig» und polittschen Sohlergehens, suchen da« Volk zu geeigneter Zeck zu überfall», und i» solchen Fällen bedarf e» eines mannhafte», verständig» uud onseuernden Führers im Kampfe, um de» Sie, nicht in die Händ« der Feind« fäll» z» taffen! Einzig und allein der Reid ist die Triebfeder des Auftretens unserer Feind« gegm Deutschland, und ihr Haß ist die Ausgebutt diese« Reides! Sie einst Amalek, haben ste uns überfall», ein Krieg ist entbrannt, wie ihn die Geschichte »och nicht gesehen, der so manches Sohlergehen und tausende »0» blüh»»» Leb» vernichtet hat. Gewiß, ». Sud.! werden heule, am Geburtslage unsere« geliebt» Kaisers, viele Tränen von d» Sangen rollen, so all die Schrecknisse in uni austauchen, die der Krieg, da» Völkerttng» mck fich bringt! Ach! wieviele hochbetaote Väter »nd Mütter, «erd» h»te, an» Auhängiichkeck z» ihrem geliebten Kaffer, vereinsamt das Gotte»hau« auffuchen und ausruf»: v Gott! unsere Stütz« in alt» Tag»! ist dahin! Ja! m. And., da« Herz glaubt brech» zn müffm, so wir an dem schön» Familienseste, am Gebuttitage unseres geliebt» Kaisers, daran d»km müff», daß fich Brüder uud Mensche» fgenieitig hiomordm, daß so viele blühende, hoffnungssrohe öhne, der Stolz nnd die Zierde der Eite», so plötzlich und nnschnldig hingerafft werden; so mancher jugendlich» Gattin, sozusagen vv» Traualtar hinweg, der treueste Fr»nd des Lebens, d» Kinde» der Ernährer, den kchwestern die Brüder »nd der Braut die ganze Hoffnung des Lebens g»o»me» wnrd»! Aber, m. And.! weff» Herz schlägt nicht hoch »nd höher, w»n e» heißt: Da« Vaterland hat genfra! und kann es wohl et» edlere« und gotlgestlligcrtt Opfer ged», al» dasjmige das wir niederleg» aus dem Altäre des Vaterlandes! Ja! der groß« Trost i» dieser schwere» Zeit desteht datt», daß ttne Tatkraft zur Befiegung der Lage, die ganz« Bed»lung und Lichtigkeit der Ausgabe, die an da« Vaterland heraugettetm, in eine» Augenblick«, in ttnem solche» Maße, mit ttner solchen Raschheit in alle Herz» gedrungen war, wie fich kttn andere« vetspiei in der Geschichte bieten dürfte. Und mit »elcher Glut und unbegrenzten Hingebung eilt die deutsche In gen d > n de» Fahnen, nm nur ja die Grenzen des Vaterlandes zu schützen und anfznrichteu! Ja! m. And., es mffcht fich in alle Trauer, der wir »»« in der mrst» Zeck nicht entschlageu können »nd besonders am Gednttstage des Kaisers et» Gefühl der Freude über die bisherigen Siege unfertt Heere«, nnd wttse» Herz, in dem der Funke der Vaterlandsliebe uoch nicht erloschen, sollte nicht am heuckgeu Tag«, rnnige Gebtt« zu Gott richten, daß er di» Jahr» de« Königs »och recht lange, glücklich« nutz Ja, mck Stotz »nb Ehrfurcht, blicke» wir hinaus z, »»ser» geliebt» Kaiser, zu ihm, dem würdigst» Vertreter des Vaterland««, der in gielbewußthttt sttntt Streben«, in Eifer und Pflichterfüllung, in Recht »nd Gerechtigkeit uns voranl»chttt; er ist in der bebrtngte» Zttt entschlossen, die Hände hochzu. halt» bis zum Sonnenuntergang, »nd wir rufe» in dieser Stund« au« der Tiefe de« Herzen« die Satte des Toraabschnitte«: Unser Sieg und 8a»g ist Gott, er allein wird richte» nnd uns Hllft bttngen! M. And.! E» ist bttannt, baß die Leiden d» Menschen statt und fest machen, »nd so sollen die schwere» Leiden tz e » Kri «g e » u» « ft L r ke n undaufrichteu im Gottvertrauen! Sck wollen an diesem Tage den Borsatz soff», da« Herz mit Mut und Autdaner auszurüften, alles, was da« Vaterland fordett und gebietet, zu besolgen nnd alle Schickung» nach de« Ratschlnffe Gottes in Geduld und ftommer Ergebung zu ttag». in der Hoffnung, dah mit dem Sinnige de« Frühling« unser geliebter Kaiser mit sttnem tapferen Heere, ruhmgekröot, httmkehre, dann wollen wir i» alter Treue und Hingebung da« Versäumte am heutigen Tage in Freude and Jubel »achhol» und an« voller Kehle arSrufeu: rp'ii tzttnn hd '-b .Jubelt dem Ewigen alle Sande, kommtt vor ihn wit Fr»d»gefa»g! baß Recht unsre Macht und Ftted« »nd Zufttedeubttt nufer Schutz stt »nt bleibe, jetzt und immerdar! Am» I ( »Ai ds« $tI6po|britft riwt $d6rabbiiun. .Diesmal kan» ich Ihnen sogar etwa« mitttti», was Sck hoffentlich ft»» wird. AI« Feldrabbiner ber k. u. k. Gulkanstrtttkrüste (ich bi» jetzt der einzige Fcldrahdincr im Sstd») hatte ich di« hohe Ehr«, am 28. ». M. »edeu dem kathalffche» Feldsupettor (VII. Rangsklaffe) und ander» hohen Offizier» zur Tafel Sr. kaffer!. Hohttt des Erzherzog« Eug», des Obettommandiereuden der Balkanstrtttkräji«, geladen zu sttn. Se. kaiserl. Hoheck war sehr znvottommcud, unterhielt stch mit mck während der Tafel über verschckd»« synagogaie Bräuche (Schosar, Ehannkkahlichter usw.) und bewies durch sttn« Frag» ttne auffallmde verfierthttt in dies» Ding». Der Adjutant, dem ich mein Erstaun» darüber ausdrückie, sagte mir, daß 8«. kaffett. Hohttt auch im Talmud Bescheid wiffe. Diäußere Erschttnung des Erzherzog« ist wahrhaft majestättsch. Hochaewachs», von kerz»gerad«r Haltung, überragt derselbe «ck König Saul sei»« Umgebung um Kopflänge. Mck Gottes Hilft wirb Oesterreich« tapfere Südarme« unter diesem ettanchtm Obettommandierend» dck he>ßümstritt»e Siegespalme erringen.- K«. MUtzoet chatdersomM, Itetvend«. N»dap«st. Laut Miniflnsaiverordnung müff» die MiUiärbehörd» dafür Gorge ckog», daß oll« verstarb»» Soldaten gewiß ihrer religiös» Zugchöttgkeck bestatttt werden soll». Sollte in der Räh« kein Geistlicher sein, der dck Bestattung »ach vorfchttft vollzieh» könnte, bau» müffe man vom Militürkommaud» dck rascheste Delegierung eine« solchen telegraphisch sorde». _