Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 21 (1915)
- Issue
- 8 (19.2.1915)
- Date
- 1915-02-19
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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^«Mh« voUrMmg. -«fterrrich-U»-«». fte 4M» dt Kl AnU-#ctm». Der jütnsche Zuglsührer »<« IS. $o«»t» 3nfaolfrif-Siejl»fTtU, Nathan Bajda, erhielt für sein RlKamütige« Verhalte» hei Rettung sehr KKuteuder Mnnttionö-Vorrtte, die»»» »«» Ruffra aßer. •ikntlfd) stark »ediohi war«, nochstehe»dfk »on General Dantt unddeff«StaKgezeich»etetHa»>schreibe»: ,Ä. >. f. l.op Armeekommando L. Ne. irr«, st» »en k. una. Augtsührer Nathan Vajda de« k. Ungar. Honved Jnsanteri«-Rega«t» Nr. >3, Standort de» I. O.8. Jt. am 4. Januar 1915: ,Sie haste» zu »iedeibolte» Male« i» heftige» feindliche» Feuer de» M»»ittont-Ersatz mit großer Tapferkeil und Umsicht durchgesühtt. Ich belobe Sie hierfür im Name» de« Allerhöchst« Dienste-' VSlMstärk. Peorg MranK» ist jetzt Gegenstand der pöbelhaftest« Beschimpfung i» der polnische» Preffe, er, der seine weithördare Stimme fiel» für die Freiheit Pole»« eingesetzt halte, aber »»» die llalate» der Pole» gegen die Jude» .scharf gegeißelt hat. Der «niisemil Ntemojewöki schreibt, baß Brande« »ie Aihigkeite», sondern jüdische lkeckheil beseffen hat. Gr Hab« die Pale» nnr gelobt, um sie später bester »errate» j» kiaae». v ( BaaftriM. Kt« Aillto» Kt r»»ii»tfche» Inte» Die «mtnische Negierung hat bekanntlich vor Kurze» in der Kammer einen Gejetzeawurs über die Kontrolle der i» N»mL»te» lebe»den Krem»«» »nterbreftet. Da i» Rumänien auch die dart geborene» Zubeä al» Fremd« betrachtet »erden und dft l» ReK stehend« Vorlage i» dieser Beziehung keine» llulerfchieb machte, hat sich.da« Ezekntiokomitee de« jüdische» Verband«» au de» MinlsterpräfiKnte» geneeide» »»d um ei,e diedteziglich« Korrektur/»er Vorlage „gesucht Dem >»«schaß, der i, de» letzttn lagen «ie Vorlage i» Berhaadlaag zog. »»rde die Modifitaliou, die dahi» geht, daß die eingedoiene» rumänischen Jgöen nicht al» Fremde, sonder» aU rnmiiuijche Unterta« ju betrachte» sind, tatsächlich »nterbreitet. Die tumänische Kammer Hai in dieser Frag« bi«her »och keine Stellung genommen. Kantteich. Znfükärn »goarleit. Der allgemeine Verband jüdischer Urbeiler >» Part« Krdreitet di, Erklärung, daß die i» den »estliche» E»ftnte-Län»e« »erhreitete Nachricht »o« Konzession« Rußland» an die Jude» »n«ahr seien. Die Erklär»», weist besonder« a»s di« unerhtrte Stluatio» der au« Russisch-Poftn stüchtendea Jude, hi», »eich«» auch jetzt nicht erlaubt wir», außerhalb de« Aasiedlungtrayon zu flüchte», selbst solche, nicht, dere» Erhalter im Feld« steht. Mapmoreü» ftttttlttttm. llnrer M» Setrieben öfterreichischer Staattaugehtriger, »eiche die fronrtsisch« Negter»»g dejchla,»ah»i hat, desinbet sich a»ch da« Ladoratorinm de« berühmten Vafteriologe» u»d Ersinder« de« Serum« gegen Tuberkulose, Pros. Dr. Alexander Marmorek, MttgUed« de« zionistischeu Attiontkomilö'«. pa» grotze ^»» ,»» »u Kqwester. «i» Pariser jüdische« Blatt erzählt: Der Familie Süberma«, in der Rot Greuel» wohne»«, wurde all «sterreichische» Bürgern aüe« seqnestriett. Der Mau» trat ia ei» Fremde»dataiüo» bet der frauMIsche» Armee em. Al» man die «engege»stä»de seglestrterle, ergab sich daß et» Pariser Lo» mit 200.000 Fr. gezogen not. Man gad der Frau einstweile» 4000 Fr. bar »nd bedeutete ihr, dich sie monatlich »00 Fr. beztehe» kSnae, IaoeNKrtokg»»,« t» plgerftn. Rach einer Meldung der .Guerre Soziale' sind 50 000 Jude» in SIgerir» fortda»«rnd Unterdrückungen autaesetzt, wie in de» schlimmste» Lage» de« A»lisemili«mn«. Zahlreiche jüdische Familie», die au» diese« Gr»»de Algerien oerlassen mußte», si»d »ach Fra»kreich gekommen, wo sie aber nicht die Hilfe f»»de», aus die sie Anspruch habe». Sie werde» dort vielmehr weiter wie Ansgestoßene behandelt. chetale» find im fraazdsische» Heere ste»t»a»t Maurft« Uüman» (246. Znf.-R.), Oberst Jute« L-vy-Pari«, Sergeant Georg Laiahos, die Soltate» Gunoti«, Miajoh» Zerdib und Maunce Ehebat. <A-l0A». Eft» »e»e jst». -eit»»g, betürit .Dailh Wald', ist »unmehr in £nbt* erschienen. Sie erscheint täglich »nd kostet '/, Penny. E» ist ein »»parteiische« Blatt oon mwaeiprochenem britischem Eharakter: obgleich kein zioniststche« Blatt, ist rt national i» der Politik und den Interesse» der gesamten Inden- Heft gewidmet. Ei» intereffante« Objekt der auswärtige» Reuig» kette» ist eine Proklamation de« Kaiser« »oa Oesterreich an dft Juden ia Galizien, in welcher sie aufgesordert werde», nicht an dft russischen Proklamationen zu glaube», da er stet« der Later und Freund der galizische, Inden gewesen sei. »nssts«. Freiheit ^oade». Die .Ration' »eristrntltcht 2 Manifeste: da» eine »o» der jüdischen sozialistische» Partei Rußland« mit Polen», K« ander« Mn einer Anzahl russischer Publizisten, dft i» Kamen der algemeinen sozialistischen Pattei», deiKr Länder spreche«. Beide Dokumente sind, wie dft .Nation' sagt, aßerordentlich pessimistisch gehalten. Di« Sozialisten klage» darüber, daß mr- »«rändeti die Strafgesetze gegen ihr« Organtsaiione» und Zeitungen angewandt würden, dech da« Versprechen einer Untanomte für Poft» wieder eingeschränkt worden und daß grausam« Maßregel» gegen die Juden ergristen ward«» seien; sie konstatieren aud^ daß Sozialisten »ad andere Arbeitermftglteder der Linke» sich «eigene», für dft Kriegskretite zn stimme». Audererseit« gebe» sie der Auffaffung »»«druck, daß anch et» dentscher Steg wohjd keinerlei Fortschtttft brftg>e» «erd«; »ft Wahrscheinlichkeit spreche nur für eine Variation i» Rückschritt. Da« jüdische Manifest bewegt sich in berselben Lieft, drückt sich »ber entschiedener an«, «'erklär«, daß dft jüdische Bentlkernng Polen« »nd Littaurn« bnrch de» Krieg rninien Vom Kriegsschauplatz. Bmk«. >«■ st. Stbam msei; daß dft Jewen, selbst wen» ste »«rwnnbaft Soldaten leie», in dft Orte zurückgetrftbe» würde», wo sie aüei» Ausenthalt»- erlautni« besäße»; daß an andere» Plätze» schwer« Pogrome stattgesnnben hätten, die mehrere Tage daneNen, I» in Lodz, dem polnischen Manchester. Dft Hanptklage jedoch ist dft, daß «tu allgemeiner erzwungener Auszug der jüdische» Bevölkerung siattsinde nnd zwar »ntar den eie»besten Verhtlttttff«. Augenblicklich defände» sich in Warschau >00 000 jüdische Flichtlinge und da«' trotz der Tatsache, daß eine Viertelmillion südisch« Soldaten an der Front stehe. Di« .Ration' erklätt ihrersetts: Sir denke», daß derartige Feststellungen oerüffenüicht werde» müsse» und e« würde UN» fteuen, wen» man daraus ein« Rußland «erietdioende AuUoort ei halft» küunte. Sir glaube» immer noch, daß Rußland bet rngerem Anschluß an dft vestmächte auch eine Lerdeffcrung gegenüber seiner jetzige» Rassengesetzgebung und RaffenuMerornckung etnsühre» wirb. (Sft glauben da« nicht. D. Red.) Rifthn». Hft^Medrtcklnng Kl Inden in flaUut. Hfeteeatzneg, IS. Februar. Dft Zeitung .Rjetsch' enthält einen heftigen Artikel über da« schwere Los ««Jude» in Rnßland. Seit Ansbrnch de« Kriege« sei nicht» getan worden, »m da» SockTder Joden z» erleichtern, mtt Ausnahme eine« Zftkularl, daß Verschicknnge» von Inden einstweilen nicht stattstade» sasiftn. Im übrigen sei nicht» getudett. Sin« jüdisch« Mutter könne ihren venouadete» Sohn nicht sehe», der iraendwo^totkrank,im Lazarett liege. De» jütischen Berwundtte» würde» Anträge ans. Ansenthalt In Peter «barg znr Kur ab- »en. Die geplante Aufhebung der Pässe solle sür dft nichtig«»«». Dft Jute» würden also »ach wie oor rechttos^dehanbeil. Znoschlntz jüdischer KtnKnke» »an rnsstschen Mntoarsttäte» Sorte nnd Tate» der russische» Regierung. Dft in Warschau erscheinende jüdisch« Zeitung .Saint' fahrt bitter darüber Klage, daß dft Studienmtglichkeil an de» russischen llaioerfitäte» de» züdische» Studierenden erschwert wir» znr gleiche» Zett, da dft Inte» an der ganzen Schlachtftont ihr Leben sür Rußland und de» Zaren loche». Roßland, da« in der Preffe so laut verkündet, daß e« für die Freihett Serbien« kämpft, so schreibt ba« Blatt, hat innerhalb seine« eigenen Reiche« gezeigt, welchen Begriff e< »on Freiheit hat. In diese» Tage» «rhfttt ber Kurator für den Studienbezirk varschau eine Welt nag folgen»«» Inhalt«: .Gesuch« von Inden um Zulassung au de» Hochschule» Sarschau« solle» nicht über dft srüder sestgesetzte Anzahl genehmigt »erde», auch dann nicht, wen» diese Gesuch« damit begrtndet werte», daß e< den Studierende» »eg«» de« Kriege« unmtgltch ist, au denische» «d dsterrrtchtsche» Unioersittftu ihre anterdrochenea Stndft» fortznsetzen.' Auch wnrdm-»«» MstWMgme-BehMdM Nara» erinnert, daß dft Znlaffnag von Schüler» nur im gleiche» Prozentsatz wie früher znläfsig ist. E« gibt ja, »ft Mailt in Rußland ei» Gesetz, da« d»e Angahl »er jüdischen Schüler an de» Schuft» regelt, «der wen» e« gitt, Herresdienst, Steuer» und andere Pflichten z» erfülle,, daa «erlangt manpwzentual »»» de» Inden mehr als oon de» tbrttjen Mitbürgern. Segemoärtig gibt e» im russische» Heere 500 000 I u d e n, dft ihr Blut für da» Vaterland opfern und in oielen Fällen sich bnrch grobe Tapferkrtt aatzeichneten. Deshalb har gewiß dft Regierung e» sür ntlig erachtet, bezüglich de» llntemcht» gerade jetzt an dft Erschwerung der vilbnng»- mdglichkeiten.für die Inden zu erinnern. Man befürchtrft »ftlleicht, daß der Kurator in Hinblick darans, daß so oft! jüdisch« Soldaten tapsrr und tteu ihre Pflicht dem Vaterland« gegenüber erfüllen, jetzt mehr Rücksicht Ausnahmegesucheu.'gegeauber zeigen würbe. Da» Blatt schließt: Viele Sthne der im Keld« stehende» Soldaten werde, durch diesen Ersatz oon de. Schuft» an»geschlofle» and et ist charakteristisch, daß England und Frankreich, Enropa« Knllurttäger, sich mit einer Regftrnug verbunden habe», dft Frei heit tgrundsätze so behandelt. Der Gemein derat oon flharüo» richtet« im Einvernehmen mit dem Btrsenkomttee an da» Ministettnm de« Innern ei» Gesnch, daß de» Inte» dft Beteiltgnng an der Iahresmeffe erlaubt «erbe» möge. Rach der Meldung der .Rjetsch' wurd« da« Gesuch -»gelehnt. Hprozentnorm Von 271 jüdische» Studenten, die sich in Warschau inscrtbtren taffe» wollte», sind blo» 42 angenommen worden. ftfntm »nd M« Judenpogrome. Von der Tribüne der Rrichtdum» herab hat Rußland» Außenminister dft .Gerüchte' (I) über dft Jnbeichogrome al« .mißgünstige Ersinduna der Dentschen' bezeichne» und diese .Verleumdung kaftgorisch demeatfttt.' Herrn Sason»«« kühne» Dementt spricht dafür, daß e« in der Reichsduma eben keinen Abgeordneten geben muß, der ihn darüber aufznkläre» vermag, wo dft .srintckiche Gegend' siegt, deren südflch« Bevdlkernng gelttte, hat Vielleicht erfüllt diesen >ufkltrung»z««ck sowohl für Herrn Sasono« al» ach für dft von chm — »iffentlich oder nnwtffeutlich — »»gelogene neutrale Welt der nachstehende Feldpostbrief eine» jüdischen Soldaten de» russische» Feldheere«, der mtt starken Zensnrsirtch«» jüngst im .Roroy Soschod' erschiene, ist: »Durch Lieb« z» der chne» alle» gemeinsamen Heimat geeint sämtliche Bdlker Rußland» geschloffen in» Feld. Au» nnmrew erste» Sftaeslaumel in Pvenßen warf nn» da» Geschick hmüber »ach Pole», wo wir, »och^ehe Mr dft Weichsel z» sehe» bekamen, bereit» da» Gehe»! argltsliger Schakaft vmmhme» .. . «tt vernahmen pbantaftffche Erzth- In »ge» über jütisch« Spionage, wft vernabme» de» offene» Ausrnf zum Pogrom. Und was geschah «ns den Straße» Warschau» k . . . Dft Eindrücke, dft ich dort gewonnen, »»re« so schwer, »aß ich geschwoea habe, »ft wieder diese Residenz de« stolze», .ritteniche,' Lande» zu sehe» . .. Schritt für Schtttt fühl ft nn» unser Weg a den Spnren von Berwüsinngen »wo bei, dft für alle Zett da blutig« Abdrnck rächender Hände t«gea, den« da» Meer mof«« Binde» kein Eniporn amvefe» /ft zum Bergeff« alter Wopde_ tu« man den noch ein« 8t. 8 Meiffche» nennen, dem Leid, allgemeine» Unglück and heilige« »Int leere »«griffe sind k . . Doch enug von K» Fremden; kehren wir zurück zu unserem alten, gemattertea Volk. 8» leert jetzt die Reize seine« Leiden«kelche« ... Da« ist unser, der arme» Juden Lo» . . . ' .... Soweit der verüffenNicht- Teil bet Feldpostbriefe«. Auch die von der Zensur zur Beriffentlichung nicht zugeiaffenen Zeilen werden sicher alle« andere erdringen al« einen Beweis sür Herr« Easonow« Behauptung von der .mißgünstigen Erfindung »er Deutschen'. «a Interesse dürste in diesem Zusammenhänge auch eine prolemattsche Aeußerun, de« Mlnister« sein, die er dem Engländer Graham gegenüber hat fallen laffen. Al» er ihn über die Ltsua, derJndensrage interpellierte, erwiderte der Minister, .die Ldsung sei mdglich. aber mit großen Schwiettgkeit« oerbund«.' Da« heißt, in unser ehrliche« Deutsch überscht, sie wird von ihm niemals vorgenommen werden. itttlU* flndriew, der russisch« Schriftsteller oeröffrn«. licht, wie bat Londoner .Iewish Ehronicle' meldet, einen Appell wegen Gleichberechtigung der Juden. Er weist darauf hin, daß m Frankreich und England wegen der Bedrückung der Iud« in Rußland Borwürfe macht. 246000 Hl »bet hat Sarschawiki In Peter«burg den jüdische» Eredttgenoffenschaften zur Verfügung gestellt. Mor ^«»l per InKnfriedtzof. — AersUrle Hriiüer. Di- Rnffeahab«, »l« sie sich langsam auf Lodz zurückzogen, keine heilige Scheu Kr de» Stätten de« Tode« gehabt. Der ZuKnfrftdhof liegt dranß« vor der Stadt ans einer Hügelkupp«, die die Gegend beherrscht, und so zogen sie ringt herum ihre Schützengräbe» ad sucht« hinter den Grabmälern und Bäumen ihre Deckung. Dft dentsch« Trupp« mußten als» ihr« Geschütze nach dem helliaen Orte richt«, gleichwie sie Kirchen und Türme zerschießen mußt», aus den« sich russische Artillerftbeobachler mtt ihr« Telephon apparaten eingeniftet hatten. Der Krieg kn nt keine Schonung noch Scheu. E« kann keinem Feinde daran lieg«, eine Stadt in Trümmer schießen zu müffen, na um >« vernicht,n. »ohl oder wird er heillose verwirruna ater den Trnpp« anttcht«, wen« er dt- Sttaß« «ad Kasern« unter Feuer nimmt, und ei, Druck der unschuldig Ieid«d« Bevälkerung auf die Militär« wird oft mehr helfen, alt mancher Sturmangriff. So war es auch mit Lodz. Dftse Stadt, »« Sitz polnischer Intelligenz, deutscher indafttieller Regsamkeit und de» jüdisch« reich« Handei«, sucht« die Ruff« unter »lft« Umständen zu halft«. Die Räumung wurde erst erzwingen, «I» wochenlangrr Kanonendonner dft Seelen ^rmürbt hatte. In dies« Tagen flogen auch in den jüdisch« Frftdhos dft zerfttrenKn Geschosse. Dort, wo dft Arm« begraben lietzen, dft Aermst« der Arm«, die ei» so schmutzige» unt trübselige» Dasein gelebt und denen der Tod sicherlich al» Erttlser g-iomm«, sind dft verwiilette, etnsachgi gnzM Tote« sind in ihrer Ruh« g«r-de von Kn« gestttt worben, «v» denen sie ihr Leben lang Rettnag erhofft halt«. Dea sie tr>Gen ba« Idenl im Herzen, in Dentschland frei zu werbeit im Wohne» und im Geschäft „behelligt zu sei». Deshalb waren sie auch deuffch in ihrer Seele, feindlich de» ste bedrückende».. Raffen, oon Haß erfüllt geg« die Pole», dft sie nicht achttst« »ad »ftderhftlten. Sie lebten in UnfrieKn selbst mit ihre» eigen« Bolkt-Uad GlauKn»g«off«, von dem, Almosen sie doch »uderum abhing«. Jene reiche» Herr«, die mit Geld über alle Gchreckniffe de« RuffeAum« wegkamm, bezahlten schweigend und machten ihre Geschäfte. Bestechung« »are» GeschästtansgaKn. und die Seele folgte dem Geschäfte : ei» Teil der Reichen schickte Geld als Oel für di« rulsischen .Maschinen »nd war russisch in der Gesinnung. Der üb«r»ftg«de Test »ber »etgft zum Poftntum hi». Die jüdischen Multimillionäre MN Lodz dft P»«nauzki nnd wft sie alle heißen, find eifrige Großpoftn. Sie n«ne, sich nicht mehr SUberstein, sondern sie heiß« Silberstetno«, selbst wmn Kr Träger diese» Nanftnt zur Raoluli»n»z«it vom polnischen Pdbel zu Tode gehetzt und ermorKt worK» ist. Und die Frau Rosendlattowa, Kren Grabmal hier steht, empfad im Innern vollkommen -polnisch, obwohl sie sich a>< reine Jüdin gab und K» Arm« viel Gute» dtt. Dft jüdische Geldattftokatie und die jüdisch« Intelligenz, die nach Sarschau geflohen find, oder im sicher« AuslanK Kn Gang der Dinge abwatt» können, waren so polnisch, daß sie al» Führer der jüdischen Gemeinde die Taseln zur Friedhof»- eintetlung znerst in polnischer und erst darunter in jütischer Sprach« bewaft, ließ«. Woraus Rum freilich dft rnsfische Regterag kam und die polnisch« schwarz« BuchstaKn weiß überpinseln ließ«! So spftgett sich noch auf Km Friedhöfe die Spaltung »nd dft ganz« Tragik der jüdisch« Bevölkerung »iKr »nd «« dft Kutsch« Granat« habe» keinen Umerschied gemacht Sft haKn dft prunkvolle Denkmalsanlage Kr Familie P»«nanzk> aetroffen, sie habe» dft Gräber de» Mitlelftaade», der. kierat, Handwerker und GewerbetteiKnd« j«ttrüm»en »ut Bäume »nd dft liebevoll genflegft Anlage Krnichtet. Unt sie suhft» anch in die Gräber der Arm«, deren Rachkommen heuft, schlechterai» da» Vieh, ein HnngerleKn leb«. Zudem ist di« ganz« Umfriedung der mächtigen Gräderanlage, der erst im vorig« Jahre n« her,«stellt« Bretterzaun, von dem polnische» Pöbel langsam weggeftohl« Word«, der sich Holz zum Fear, ffsihm, «» er e« eK» fand. So erzählt und verfichert der Friedhof«r»Ipekt°r, Kr sekbst eia armer T«fel.ist .mtt^acht AwKr», und dem in eiam sonst ganz unbeschädigt« Teile M» Frftdhos« an Geschoß geraK und allein da« Grabwal seiaer Fra zertrümmert h,,. Ueder 200 Mark hat e» Mostet ad a, sin», er T», und Rächt, woher er da« Gel» für.ei, nea» ««» e» nftnigfta» nur der älftst« Sohn »tßte.'der Kolafft m Paläftia fft nnd vielleicht Geld schick« könnt«! 25 “ ^nSi*t *ur Snchrnhalle, wo.dft Beider Rnlen „» wehklagen und dft Männer eia »er »ftft» Leich» wasche». Huuger ad Krankheit« roffw sie jetzt dah arm« InKubevölkttu», von Lodz, und der wette, schöne Mk nimmt sie alle ans