Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 21 (1915)
- Issue
- 5 (29.1.1915)
- Date
- 1915-01-29
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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Jgtlfd)« voltizktti»-. ltrie-embacht (9(4-15. .9K*arT»a? r.zv r6tr fmctofimf Is»sG«s«it. Nrr irrt« -um Vete« v»r V»tt da Gerechlen, Er »«Ilet und halte» ta W<tt bat werfchk, tfr irltet »fc Gute« und lttzl mit nicht larchle»; Ln» Nam' fei gelobet mir fürchten »n« nicht! T?r $ u na. all »nl im Drang Nt Gefechte. Zum Schuß und zum Tr»ß wider f,(übliche Schaar j Er braau ans ittcht ntfcnt W«tt, nos re Sech«; Da sahen es a»e. baß .Sott mtt um" NI. Auch Kft fei mit nn» i» de» Stürme» H Lriegr». 8ol Süt, behüte so iteib »nt. wie Sees. Und -tb vnierm Heere die Salme de» Stege», Du Hon Zoroelo l Hör Zgraet! -franttifche» »a»Üg««e1 Melodie de» StedeNindifche» Lautgebrtl» (»ach Kremser-. Hebrüifcher Len ». Dr. Loses Zol,»«k>-Hamburg. arfnb War: jö?i ,72P pnz mvt ec*r ,wn r.Trvsti r.rt' xxfsr, ^sp nz* ir .^7120 'vP v? .updpto e-2 wy m r>r tors-;77JTr^2 ir?* i'Xtt? *1*7 8^03^ *YP} :en?n* nbo'. TSJjrn* an7 i;py »cvrn ,7irr .npK ,*rmei jtrnri % ,i5*2mr^3TD 7rrp irn^ :Sntr ypr ,7>»*jrr7pip tZ.) Hesel fix da» HeetnchN/ Gefallener F Neger (Melodie: Veethovi n: Gelang der Drüderl. Evaufch piff aurn lornuß »tkro. Zaum htppolrau ai jandienmit — llh»fs»rn ktz-amijjaum »iwro. Schausta» leiaurn di» ittroeuu». — Haggus al taifchtowau fonuoch. £* el jau-,au joschuw horvach. - -- Laddtsch. — Im Jititgt. Aus ZXiue Hiss« hoff« ich. Ewiger! Ja Dein« Odhul desehle.ich mcinen pseift, Da dift «ii «ir, darum bin ich un- »«jagi. Da bist Oedielcr, Herr gder fci&en uno Tod! Seht «eia Leg aber Wasser,.bist Da «eia Perstaao. über Slräme, aicht,rrißru ge mich fori, Jaminea Keucr» bleibe ich uaver. |cl»Tt. Brände.ersasten.mich^nrcht. Du bist mir flarke»WachI »a Schreckensiagen. aad u> grausen tziächlen, O hilf mir. «i«.einst de» Adraham iw.heUigru Laad, ai» ei getreu zu Felde zog; wie eiast Israel am Meere; »re Zojaa» Schare», die über Amulek siegten i wie de» Aaccadäern, die dea Syrer zioangcu. Ich will eia Held (eia, ticu «einer Fahne, weit «e»em Pareilande Sei «>I all den Unseren in «er Heimat, die wrr deschützen, für die wir kämpfe, «>! ganzem Herze», mit aller Liede, mu all unserer straft, Sott «» an«, mit Kaller und Reich I Schm» Jiirod Adionoj EUaheinu Adasnoj ECHOI) (Z). verichte btt ZelügeiftltcheA Feidradb. Dr. Italiener. Gtza»»taß t» Jette. Ho verheißend habe« uns di« Ehauukah-Lichter noch nie grleusnet. Sv ttutzig hat die altt Chamrkahweiseuns noch nie «klungen, «e in diese» Jahre I Und »och nie haßen »ir alle so lief empfunden, welch« verbindend« Kraft in anferen überlieferten Gesängen, unseren religiösen Ly Abölen enthalten ist. Da flauden wir alle, früh« Orthodoxe, Liberale. Zionisten, Atheljten und blickten in den Kland« Licht«, jetzt nur Iu. den, nur Deutsche, und deteteu, wie »ir al- Kinder gebetet, und sangen, »re wir als Kind« gesunge», wird« Kinder, die tränuieub der Eltern, der Lieben in b« Hei»at gedachten. Die Guten d-ihe.m. die ja »ur eiuea Gebaukeu haben, und bas sind wir hier draußen, fühlte« sehr wohl, daß uns Lhauukah diesem mal mehr sei« »ürde, als in andere» Zahlen. Drum häuften sich auch die Seuduugen mit -hanukuh- Leuchtern und Licht««, und vor alle« Lrebesgaben, schon 8 Lage vor Legt, 11 des Feiles. Büllia fremde Aeuschen schickten «ir Pakete, mit denen ich uus«u braven Jungen ei»e Chanukahfreude machen, sollte. )n de» übliche« Antraauf Abhaltung eines Gottesbiensres haue ich diefermal den Zusatz gemacht, daß das Makka. Mttfift durch die ihm innewohnenden reltgidsen Gedanken besonders geeignet, sei. Mut und Degeifteruag in den Herze» der Val'nsckafteu zu wecken. Zn^oigedefsen hatten die «eisten Korps die Soldaten zvm Gottcsdienft befohlen. Eine Maßregel, die kaum für di« Befohlenen, wohl ab« für die Befehlende» not- »endig ist, da uawrgemLß eine in Fon» eines Befehls kommende Anknabiguug de» jüdischen Gottesdienstes viel «ehr Aussicht hat. b«s zu« letzten Manu in den vordersten Schützengraben durch-udrü gen. als wcnu de« jüdischen Holdateu «ur erlaubt wird, am Gottesdieuft teilzunchmen. Ehaoukah.Begiuajeierletchhteram Sitz des Armee-O»«- konunandvs, Samstag de» l 2. Dezember nachm, 5'/, Uhr «il 17 Mouu. Es war der 23. Gottesdienst, den ich r« Felde «rauftaltete. ' Als Letlauunlungsort dient nuS hi« regetmäßig all. wdcheinlich d« Bidliotheksaal des Museums; ein groß«, schbuer. ernster Raum; in den Schränken rings an deu Wände» fast dis zur Decke Bücher. Eia Schrank ist für uns jetzt besonders geweiht, als Ruheplatz für die Thorah. An diesem Abend freilich lag die Thorah auf weiß gedeckte« Tisch, rechts und links von ihr 2 Leuchter mit brennenden Lichtern, in d« Mitte des Tisches der Ehaaukah-Leuchter. Rings herum ein« Neine. ernst gefti««te Schar, die gekommen war. Ehanukah in Feindesland zn begehen. Wir begannen mit de« übliche« Abendgebet und leiteten bann zp de« eigentlichen.Aeftgottesbieust an d« Hand eines BÜchläns üb«, das «eine Darwstädter Gemeinde für die jüdijchen Soldat.« bat zusammcnstellen lassen. Es beginnt mit Avon Olom shebräifch und deutsch), mit de» Bekenntnis: Gott mit »ir. Ich fürchte «ich nicht. Dan» folgt Psalm k IS (hebräi sch »nd deutsch), der wie kaum eia anderer in unsere Zeit paßt: Alle Völker umnngen «ich, i« Rame» Gottes zerschmettere ich st e. Draußen war's inzwischen ganz dunkel geworden, aber in unseren Herzen war.es hell geworden. Und alsdann der Vorbeier — es war Lehrer Kaufmann aus Ober-Ehenhei« im Elsaß — et« echter Ehasan, mit tiefer Andacht die Lichter entzündet und dabei dw Sorte gesprochen halte: ,G^»riesen seist Du ^oigrr, unser Gott, Kbnig der Welt, der Wunder getan hat Feldseelsorge. Bresloa, de» 29. 3at»ar (9(5.Nr. 5 an unfern Väter», in jeneu Tagen, um diese Zeit'» da fühlten wir alle mit eiuer Kraft, wie vielleicht noch nie in unftrm Leben, die Wunder, die Gott unser« deutschen Volke, jedem Einzelnen von uns in diese« Kriege getan, »nd jubelnd stimmten vir die Chaaukah'Hymne an. und je länger wir sangen, umsomehr schwanden auch die Empfindungen, die sehnend heimwärts drängten zu Vater und Mutter, zu Weib und Kind. And diese Stimmung blieb während des ganzen Gottes» dienstes, blieb, als die Klänxe des ^Deutschland. Deutschland über alle-" «ach der Ansprache machwoll jubelnd hinausdrangen in die duokle. französische Stadt, blieb, als wir da» »Ewiger hilf doch*, das .Dunkel dem Eivigen, denn rr ist gütig*, hebräisch einer alten Sitte folgend, nach derEhanukah-Melodie sangen. Dann folgte Psalm 91 fhebräisch und deutsch), gipfelnd in der Verkündigung .Denn seine Engel befiehlt er um Dich. Dich zu behüten auf allen Deinen Wegen * Dann Kadisch für die gefallenen Kameraden. Schmu ZiSroel. Loruch schem. Adonoi Hu Hoelohim — unser Bekenntnis im Leben und im Sterben. Segen. Still gingen wir nach Haus. Am andern Morgen ein schöner, kalter Wintertog. Mit de« Auto ging'S den Bcrg hrnad, auf dem die Stadt L. iu unvergleichlich schöner Lage thront. Bald lag die Kathedrale, die als leuchtendes Wahrzeichen der Stadt meilenweit sichtbar ist, i» grauem Dunst hinter uns. Rach einstündiger Fahrt waren wir in R. bei eine« Korps, das wesentlich aus Hannoveranern besteht. Bersammluugsort: Kirche. Zeit: Vormittag II, anwesend ca. 40 Mann. Wir beteten zuerst nach der oben geschilderten FeldgotteSdienstordnung. Dana nach Psalm 118, AuSheben der Thorah. Mächtig ergriff es uns. als der Borbeter, die Thorah lm Ar«, Schma Zisroel anstimmt«. Da war keiner, der nicht mitgefuugeu hätte. Torah-Lorlefuna. Dann erstrahlten die Lichter, von Lehrer Zena aus Röschenwalde entzündet, der. direkt aus dem Schützengraben kommend, durch den Ernst nod die Würde seines Vorttags uns die ganze Größe der Zeit empfinden ließ. Dann Moaus Zur, Ansprache. Kaisrrgebet^uuv dann .Deutschland. Deutschland über alles*; wie das hallte! So kraftvoll, so begeistert können, nur Menschen ihre Treue zum Vaterland« bekunden, die tu ihrer, durch keine Versuchung zn erschütternden Anhänglichkeit am Glauben der Väter gelernt haben, was Treue heißt. Das müssen auch wohl die beiden christlichen Stabsoffiziere empfunden habe», die dem Gottesdienst betwohnlen und deren Händedruck bei« Abschied mir sagte, daß es mehr alS bloßes flüchtiges Zntereffe gewesen war. das sie bei unsercr Andacht seffelte. Am Rachmittag desselben Taoes hatte ich in einer ganz andere« Gegend, ettoa 40 k» entfernt, Gottesdienst, und zwar «it deu Mounschasteu. bieder Etappen-Znspektion unterstellt find. Der diesbezügliche offizielle Befehl, der mir zur Kenntnisnahme zugegangen war, lautete: .Am Sonntag, den 13. Dezember. nachmittags SV, Uhr in M. i« Gerichtszimmer der Etappen-Kommandantur Festgottesdieuft für die israeliltschen Mauuschafteu. Soweit es der Dienst erlaubt, haben sämttiche israelitischen Mannschaften dem Gottesdienst betzuwohnen.' Rund 50 Mann, fast nur Landsturmmäaner, kamen. Der vorgesehene Ran« konnte die Beter kaum faffeu, und indessen di« Lichter aufflammten, standen sie da, die atten bärtige» Landsturmleute, nad schauten versonnen in die Flammen und dachten an die ferne Heimat, an Weib uud Kind. Die Gottesdienstordnuag war wie am Morgen. Etwas Besonderes, echt Jüdisches möchte ich von diesem Rach«ittage erwähnen: Kaum war die Andacht vorüber, da traten Verschiedene an mich heran und drückten mir verstohlen Geld in die Hand: .Für arme Soldaten.' An dea Gottesdienst schloß sich eine ausdrücklich von der Etappen-Znspektiou genehmigte gemütliche Mallabaerseier. Verschiedene mir zur Veneilung gesandte Ehanukah-Pakete fanden hier dankbare Abnehmer. Die Ehannkah-Lrchter waren längst erloschen, und noch immer sprachen wir in ernster und heiterer Rede von gemeinsamem Erleben und gemeinsamem Hoffen. Als ich abends deimfnhr, hatte ich da» Gefühl, eine« Ehanukahtag vnbracht zu haben, den ich nicht'vergessen kann. S abbal-Ehanukah. Gottesdienst bei rinem Korps, das vorwiegend aup Westfalen besteht. Ich habe dorr immer eine sehr große Gemeinde, i» der Regel 50—70 Mann, und einen stimmlich hervorragenden Bordeier. Lehrer Süßmaan aus Elberfeld, dieses Mal kamen 100 Mann. Als Versammluugsort dient uns regelmäßig eine Kirch.'. Dir konnten uns keine stimmungsvollere Einleitung unserer Feier wünschen. Ein zufällig in dem Ort liegender christlicher Soldat, der vorzüglich die Orgel spielt, wollte nach den Moaus Zur-Roten die Melodie üben. Er spielte daS Lied aber gleich so schön, die alte heimatliche Weife crNang so feierlich in d^r ftanzüfischen Dorskirche. daß wir mit einem Schlage Raumund Zeit vergaßen und wieder daheim waren im Gotteshause, und ib dieser Stimmung beteten wir Endlich letzter Tag Chan iikoh Sonntag. Zu 2 Divisionen ging'», die wesentlich aus Hannoveranern bestehen und ganz in der Nähe der berühmten Stadt R. ihren Standort haben. Ich will die 2. Feier beschreiben, die ditrch die Fürsorge des dortigen Divisions-Kommandeurs, der 14 Tage vorher unser« Gottesdienst beiwohnte, besonders schön verlief. Es waren rund 60 Manu, teils direkt aus dem Schützengraben kommend. Wir beteten im Soldatenheim, eint« große» Rau«, der. eigenmit Taunenguirlaadea an der Decke und Tanneupveigen an* dea Wänden für unser» Gottesdienst geschmückt worden war. Ein unter dea Mannschaften zufällig anwesender Lehrer, ftüher i» Stolzenau, »it einer besonders klangvollen Baritonstimme trug als Vorderer sehr zur Verherrlichung unserer Feier bei. Eine Episode aus diesem G ottesdienst «erde ich nie vergeffe«. Zch hatte vor Beginn bekannt gegeben: Wir singen nachher .Moaus Zar', einen Vers hebräisch und einen deutsch, aber al» wir dann zu der Stelle kamen, ^da alle 8 Chanukah. lichter in vollem Glanze erstrahlten, da waren alle vorher gegedenen Bestimmungen vergessen, da sangen wir nicht einen, da sangen wir alle Verse, und immer verheißender, immer jubelnder klang die Hymne, von Vers zu Vers mit steigender Gewalt kündend dea Glauben, den Willen des jüdischen, des deutschen Soldaten zum Siege? Dieser Gesang, das suhlten mir alle, war der Höhepunkt des Gottesdienstes. Ueberhaupt — nichts wirkt so, wie der Augenblick, da wir zusammen singen. Wenn der Lorbeter die bekannte» Melodien von Lewandowsky anstimmt. da fällt alles ein — Momente, da wir Schma Zisroel fangen, indefieu draußen die^Geschütze donnerten, vergessen wir nicht. Wir sollten nach dem Kriege vor allem den Gemeindegcsang pflegen und. die kunstvollen Borttagsstücke der Chöre dahin onlegen, wohin fie ge. hören — in das Synagogenkonzert, aber nicht in den Gottesdienst. Bei dieser letzten Chanukahfeier war aber nicht nur für die Seele gesorgt. Sanilätsmannschqften hatten eine Feldküche herbeigeschafft, und aus dieser wurden wir alle verpflegt. Und als dann nachher die Zigarre brannte, als wir gemütlich plaudernd beisammen saßen — die Mannschaften waren auf Grund eines DioifionsdesehIS für 2 Stunden nach dem Gottesdienst dienstfrei — da hätten wir fast glauben können, wir wären nicht in einem kleinen feindlichen Dorf, wir «ärcu in der Heimat zu einer gemütlichen Chanukahfeier versammelt. Am Spätnachmittag fuhr ich nach L. zurück. DaS Fest ging zu Ende. Zch hatte das frohs Bewußtsein, mit rund S50 jüdischen Soldaten au» unferm alten, ewig jungen Chanukah neue Kraft und neue Zuversicht gewonnen, das Band «it der deutschen Heimat und dea Lieben daheim noch fester geknüpft zu,haben. Bei einem zeldgotterdienft von Radb Dr. S a 1; d e r g e r. 3 Zt Ariegsf4a»pc-tz Araußreich de, 19 1. 1915. An^die hochgeehrte Redaktion des Jüdischen Volksb l a t t e s zu Breslau. Zch hatte als Breslauer die Ehre, Ihre Zeitung vor einigen Tagen in die Hände zu bekommen, und zwar erhielt ich dieselbe vonunferem Feldgeistlichen, unserem hochverehrten Herrn Rabbiner Dr. S alz d erg er. Da ich der 5. Armee, der Krovprinzenarmee, angehöre^ welcher Herr Rabbiner Dr. Salzberger als Feldgeistlicher angehürl. so hatten wir sämtliche jüdischen Krieger der 12. Dioistiou am 8. I. 1915 jüdischen Gottesdienst in St. in der katholischen Kirche und waren wir zirka 6V jüdische Krieger, der Gottesdienst begann mit dem Äatauwu, dem Morgengebet und anschließender Thoraaushebung und Predigt. Herr Dr Silzberger wähle uns iu der Pc<digt derart durch seinen vorzüglich:» Ürctcaz zu banneu, daß uns die Rührung und Tränen uberman u<a, umsomehr wir doch all's Fraiitolref sind uto m ans gerade die Sehasocht^nach zuhause umsomehr wachgerufen wurde. Es>. war der l. Gottesdienst seit 5 Monaten im Felde, und hat uns daS Wort Gottes sehr unserem Herzen wohlgetan. Ih hatte das Vergnügen, auch einige BreSlauer Krieger za treffen z. B. Herrn'Wachtmeister Freund i. F. Freund L Kcedt uad Herrn Fleischhauer. Fricdrtch-Vilhelmftraße. Durch unser Billen veranlaßt, rverden.jetzt öfters jüdisch: Gattesdieuste statlfi to.a. toben Sie die Güte, mir öfters 2— 3 Exemplare Ihrer w. eitung einsenden zu wollen, wofür ich Ihnen i« Voraus herzlichsten Dank sage. Ich selbst bin BreStau.'r und zwar alter verheirateter Krieger, und gehöre als Angestellter der Firma S. SchaellerLCo.. Kbnigspiatz. a i. DolllN Sie all; Gott den .'Allgütigel, bitten, daß der schrecklich: Krieg bald scia Ende hat. und wir heimkehren können in unser geliebtes Deutschland, gesund und glücklich zu unseren geliebten Familie». Das walte Gott. Mit größter Hochachtung grüßend. Landwehrmaou Moritz Marcus. riei>->o»5ia«rradschast im Qnteu .LripjigtrNtukstkn Nachricht..-!' »zähltet» sächsiichu Dioisi o »Ip fa t rer, D. XI e « »er, otn dem «riegälebe» i» u»d um Lille u»d weiß dabei auch von echt k»mer»dschast. llcher, alle ko»selsio»eüe» Scheaake» üderspriageader Gesinnung derMililärgeiftlich«»z»berichle». .DerjüdischePrediger', io ichreibl er. .erzählt mir, wie er einem evangelllchen Truppe», teil eine» Feldg»lle»die»ft gehalic» habe, w>« er da« alle sialher-Lied habe finge» lassen, wie er daa» von dem Bott gepredigt habe, der unS allen Helsen muß und aui den wir alle verlrqnen dnrsen, die wir iren und rein unsere Pflicht tun; er Hai gebclet für Mi und Balrrland, fär die Sieben daheim, für die Fechlenden in deu Zchüheugräbeu uad die Perwund«, ie» in den Lazarctie»; zum Schluß haben sie grftngen: .Wir iretcn mil Belen vor Soll den Serechien,' Ih habe ihm di« Hand gedrtcki: .Herr Kamerad, anders mache ich es auch nichi l‘ — Bielleichi bekomm! mancher alte Hader unieres Boike» hier unirr dem Donner der Kanonen de» Gnadenstoß, ‘ 5>i«S« «nd „Caaben“ auf — hebräisch. Fllr Sonntag, den 8, Januar, war in ganz England die Sdhaliung oou Billgoliesdienften aageordaci worden. Nach einer Anordnung von Odrrradbiner Dr, Hertz fand in dea Syuazogen am vorhergehenoen Sabbaih ei» befondrrer, dem itrnft der Zeit enisprechkndrr GoUesdieust stau, Oberrabdiner Dr, Hertz hatte ein besondere» hebräische« »edel oersaßi, da» bei dieser Gelegen hei! in allen Epnagogen Suglands gesprochen werden sollte. In diesem Bedeie, da« in Nnssischem Hebräisch versaß' ist, wird um besonderen Schutz sür die Seeleute uad Flieger gebeten, mi -3:1T nn*; ovi np ntrti -rpe; -|T3 l'D.1 riiDU .welche Tag und «acht besttedi sind, da« leidbrin. gende Schwer! von dem Laude sernzuhaiien- : uhaas ■J!'* sin p-rn^ o-ippe cor-i .iyL. 3, ,f| wohl das erste hebr ätsch« Gedcl, in dem die Klage erwähn! wurden, Uad oielle-chl denkt auch mancher stagländer des dem 3'n puw(»gl. Ieremin 46, 16) an di« „Taubenuadgeppeirue 1...