Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 20 (1914)
- Issue
- 49 (4.12.1914)
- Date
- 1914-12-04
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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JtMfdk V«llrz«tt»»O. Feldseelsorge. BmtaO« 4vq««d«r syftz. Sr. 49 v«r «pftr»»1 6<r -afijifch«» Z»tz«. Uefenan« iatneffant sind dt« Tagebnchanfzeichunngen b«, »n^lsck«» Kekdrulbinn. Pr. Kd»»»» JUImi» 9t (djil. fen! ult triefet«* Sorte* feie groß«, Dienste. fei« feie galt. |if4< I»feenheil „Iren Inte« geleistet hat. Alle« gafe st« fee, tot ' ' ~ ' ' .- - -T * . . fi oteel«afee «um Opfer, leidst ihre heiligste* religiöse» Gefühle, stfee« stk an manche» Stelle, sogar feie Sabbattuhe aufhob, o« »nfere» trappe» behüflich (eia zu Manen. Seine Exzellenz feer Felfernmffchalleustant — schreibt De. Ktlrntn — »mite »it Bottftbe in »nfere» «reife. De« festere* kn» ef i, Lager vor, daß ich feie i» irgend eine» kleine* Reste gekaufte Lembngn »feer Krakauer Jargonzettung hervornah« und »einen «a»eiafee» feie Bettchte über feie großen Seilerei,niste oorla«. «it wahre» Heißhunger ttrschian» seine Eizelle», jede» «nicht fen einzige* Zeitung. Rie hätte ich gefeacht, daß je Feifemarschalenstant» »einer Jargonvoelesnng lanfcheu würden. Die feeiiefelefte Zeitung war da« .Lembngn Tagblatt.' Diese« brachte feie nettrauenawürfeigsteu Rachtichten... «eine Exzellenz »achte afen auch bei anderen »nlaffen »» »einen Iargoukenntniffe» Gebrauch. Da« Deutsch «ancher Galizimrn kannten »nfere Honvefeosfizine unmöglich verstehen. Die -r»en Juden dewühie» stch, hochdeutsch z, sprachen, was ihnen natürlich nicht gelang und ihre Sorte noch »noerstänfelicher »achte. In solche» Füllen war ich feer D»l»etsch. Sie »achte, große >uge» and feetrochtete» »ich mißtrauisch, wenn ich ihnen mit ,8efeol«n alerbew!» feie Hanfe reichte »nfe sie jüdisch onsprach. Dann wurde, sie afeec gesprächig »nfe leisteten durch ihre «ilteilungen unschäßfeare Dienste unseren Truppen. Haupt»an» Larva« war zu« Schuß« fee« .Train» ko», «»»feint und stand »it «0 fei« SV Soldaten in feer Rühe von Ra»a-N»«ka, al» die Patrouille da« Rahen eine« «nsakenregianlti »eiferte, da« eigen« «ft fee» Abfangen feer «nnition betraut war «nrz darauf ka» ein «ilitärrafefahrer vo» Eifenbahnregiment »it feer Meldung, daß feer Feind binnen, einer Stunde feie einige Kilometer lange Trainkolonne angreifen! würde. Der tapfne Haupt»»», giug i» feer bezeichneteu Richlnng, »» fee» Feind würdig zu empfange». Inzwischen I stnfe inmitten feer grfeßlen Unsichnheft »nfe »nsteguug zwei Jufee» i» «astan, anfegezeichuete Kenner fee« Gelünbe«, erschienen! »nfe führen unsere» Train ans Nebenwege» in feen ttesigen i Park fee« Fürsten Sapieha, »o feie Kolonne, feie einen koloffale» | Beet barstelte, i« großen, laubige, Kastanienwalfe vor fee» i möge fee« Feinde« oerschvanfe. Die Kosaken zogen mit «nttäusch»», in entge^ugeseßtn Richtnng ab. Der Tr«» war s geretttt »nfe feie zwei Kastaajufeen wurden v», »nsne» Ko»» I »nnfeante» vor feer «»»Schaft bestbt. s Beiter erzählt De. Kälwän, wie er eine« Samstag »orgen« j He Belting erhielt, daß am anderen Ende feer Ortschaft, vor feer n o» (beife vaiher angelangt war, ein Verbandplatz ausgestellt wnrfee. Ich brach aus. »» unsere «enonn feeren auszu. '» «M. «tat Keine magere Kuh führte, ei» »»feerer efeensoicher galizischer Jode triefe fea« Vieh vor stch hin — osten fear ans feie Schlagbrücke. Ich war üfeerau» erstaunt. Heute ist doch Sabbat, wie knn» daher ei» religiösn Jude auf fee» Bogen stße» »nfe eine Knh vor stch hin tteibe» 1 Dana ging ich durch fea» Städtchen und sah aus fee» Marktplatz eine Bäckerei. Bor fee» «ackose» stand ein jüdischer «Ücker «tt feer obligaten Samt- «ütze. Die Solfeaten ttffe» fei« haldgebackenen «rote au« fee» Ofen, wofür er ste in gntjüfeische« Zfeio« „«schimpfte. An de» Schenken befeiente» ebenfalls Infeen feie hernnstrbmenden Soldaten. Fetzt wurde eü e« »it (lat: e< war gar nicht Sabbat. Bst mußten un« verrechnet habe». Ich schämst »ich, da ich gestern abend« feen Sabbateingang so feierlich begrüßt habe. Endlich trat ich a, einen Jufeeu Hera» und fragte ihn: ,Ba« ist heute für ein Ta«. Samstag »feer Freitag t «t erwiderte: .Heil i« Schabbe«!' ,kl»fe hier «stfe a» Sabbat gebacken, geschlachtet und verkauft V. »Ja unser stieb fee hat fee» Schabfee« botl gemachte <Er hat b« Sabbatruhe aufgehoben.) Ich wolle ih» zuerst nicht glauben, fea ersuchst er mich, ih» in fest .Klau«' zu» Rebheu zu folge». Ich.mußte aus feer Lerfeandplatz, bat ihn aber, mittag ans «ich zu matten und wich inzwischen bei« Rabbi anzumelfee». Ein andereowal will ich nzühlen, wa« ich auf fee« Lerfeandplatz «tterlebt habe. Sie fest tfefelich Lerwunfetten «eine Mezuzah unfe meinen Talli« küßte», wie sie ihre letzte Lnsügung Nase», indem ich fea« Sifefenj-Sebtt sSüufeenbekenutui«) sprach, wie ste mir mit erstattende» Händen krampfhaft bst Hanfe drückten, währenddem ich da« Schema Fiferott rezttstne, fea» wnbe ich nst vergeste». Endlich kehtte ich in bst Stahi zurück. >« Ende feer Ortschaft erwartete «ich «ft seinen beifee, Sfehne» »nfe de» Obmann feer Chewr» feer einem Patriarchen gleichende greise Rabbi Eleaser Rokeach. Sft dem elften, daß ich tief bewegt war »ofe der Rabbi begrüßte »ich schon von feer Ferne: ,8ofeol»uoa vlaziofe sebi chtweri!• sFriefet »tt fest. Freund und Kollege I) Er sühne »ich in seine Bohnung und al« ich von der Eufhebung feer! Sabbatruhe sprach, bestätigte er fest«. -0.<X>0 Soldaten seien i in de» Stüfetche», fea« bloß 4000 meisten« jüdische Einwohner zählt, ttnguattfttt, i» Städtchen drei Feldlazarette »oll vo» , Lerwnnfeeten. Hin lrtte — «einte feer Rabbi — feer Fall fee« .Pitauch nokonab" iRtttnng feer Seest) ein, feer feen Sabbat aufhebt. Die Verteidiger fee« Lastr lande« müssen verpstegi | *>nfeen. Unfe schon brachte Rwrumele, feer l>jährige Enkel fee« Rafebi, da« Serk »nsere« großen Maimonifee« unfe schlug feen bezügliche» Paragraphen aus, fee» wir soeben besprachen. Ich lauschte verwundert fee» Botte» fee« fromme» Ehajfife«, feer nnsne Gebote so liberal au«stgte. Eidlich richttte ich folgende Frage an «eine, Gastgeber: .Rebbe, Misere Mrlitirgesetze nmtchftge» «ich, i« Einvernehmen «tt dem Oberarzt die Mische» Toten in solchen Ottschafst», wo Inden wohnen, feer jüdische» BevüÜeruug zur Bestattung z» übergeben. Fch weiß vo, zwei jüdische» Gefallenen, feie afen auf hä Heren Befehl noch henst beerdigt wnfee» «äffen. B»« ist Ihre Ansicht?* Der Rabbi ergriff «eine Haufe und sprach «it seuchischimmerube» Auge»: ,u« til*tÜ߻任M»^ist>»,a»W ch»A-t» > ittfe„«r»fe»' »» b,»E* ,»„>r, feie iübischenTote» übergebe». Die Heiligkeit de« Sabbat« »nschiornfeet »ehe» feer Heiligkeit fee» Gastrlanfee«!' Rach einer halbe» Stunde — wir aßen »och z» Mittag — stand bereit« ei» gefeecktn Sagen aus der Straße, aus welche« fest Tost» i» fee» Friedhof überführt mürben, »nfe wetteifnnd sprangen ans feen Sage» galizffche chafstfeffche Kaftanjufeeu ia ihrem Sabbatgewanfe . . . JUrbrafc. Rach feer neue» Rummn fee« vnorbmmg»' blatte« fee« Gevßh. Obettait» feer Fsraelfte» stufe fest wechr* pflichtige» Rabbinn, Religivufelehrer unfe Kantoren, bst wegen ihm lluabkömmlichkttt vo« Gotte»feieuft einstweilen feefreft wmfee», auch fernerhin nicht vnpflichtet, z» bienen. — Da« Rabfeinat Konstanz wird während fen Abwesenheit fee« Feldgeistlichen R»bb. Dt. Ehone durch Rabbstn De. Zakobowttz i» Raufeegg »ersehe». — >u« fen Michel Mai-Sristuaa find für Stubinenfee fen jüdische» Theologst Stipenfestu zu vergeben. Badener erhalte» den Vorzug, vewndungen stnfe bei feem «erwaltungürat ia Mannheim einzureichen. — »u« fen Dr. Rodett Bttl-Stlftnug in Freibnrg stufe «00 Mk. zu Kurkostenbeittägen für israelittsche Lungenleidende zu vngebe». Meldungen find an fee» Synagogenrat in Freiburg zu ttchten. — An feen ü lei ne» Stifeten challzstn», deren Juden stch bekanntlich durch ihre große Främmigkeit auäzeichne». dachten diese Jude« «ehr noch al« an ihre persönliche Sicherheft nab an feie Rettung ihm Hafeleligkeiteu daran, feie 8 e s o r i n fen Synagogen in Sicherheit z» bttngen, da ihnen fest Thor» hdhn steht al« fea« eigene Leben, Uebnal vnbarg man feie Seforim i n H ö h l e », feie dann »ermannt wurde». Rur nachdem die« geschehen war, dachten fest Jude» an fest Rettung fen eigenen Person unfe fen Habe — wa» manchmal nicht «ehr gelinge» konnte, fea e« zu spät war. Ei »nfestnt hnvorgehoben zu wnfee», daß in manche» Städtchen» fest christliche» Geistlichen ihre heilige» Gnäte zusammen «ft feen jüdischen in denselben Plätzen verbargen. Zu S o k, I hatten viele Juden während fen Besetzung feurch feie Kosaken mit den Christen in eine« Kloster Zuflucht gefunden. Ein Augenzeuge erzählt, daß während fee« tragische» Ereignisse« Jufeen zusaunne» «ft feen Chttften beteten unfe daß man gleichzeitig da« E ch e « a J «r o e I mit fee« Paternoster IN denselben Räume» hfere» konnte. An« sißannüafeß 1914, .ein Gruß an fest jüdischen Solfeaten im deutschen Heer", ist feer Tftei ettrn Druckschrift fest fen , Verband feer Deutschen Inden' znr Versendung an feie jüdische» Soldaten hnauigegefeen hat. So klein feie Schüft ist, enthält sst aus 168 Seite» eine reiche Fülle fen Belehrung und Erbauung, feer snlrsche» Stärkung in de« Kriege« Mühsal Psalm I44,—** .eröffnet den Inhalt, e» folgt »da« Fest fen Helden' von «abfe. Dr. Bergmann, au« Otto Ludwig« ,Makkabäer' II. Akt, Israel« Ermahnung btt« Auizug in fee» Ktteg (V. B. N. 201-4), tt» poetischer .Schwur' von Jul. «ab nach ttnem Liede, fea« .Juden im Besrttuugikampf gege» fest rusfljchen Bnfolgungen ft» vottgeu Jahrzehnt gesungen habe».' Den Schluß bildet .Ein Zwiegespräch zwischen dem Ehanukalicht unfe de« Wtthnacht«I,cht' von Felferabb. Dr. Bilde. Dst Druckschrift wird vomvnbanfee an fest jüfeffchenFelbgeist. liehen zur verittlung »ntn fest Mannschaften ihre» Berttch« jübische Organisationen, bst hieLrinkfchttst psfeffihelMUM'«^' Felde ofen in Lazarette» zukomme, laffeu wollen, kfemte» Epemplare vo« «uro fee« verbände«. Bettln, IV. All, Pol«» damerfttaße 4d zu bitte« Zwecke nhalten, feem jedoch fest «üglichst genauen Angaben fen Pett»»alst» (ttuschlstßllch Truppenteil bezw. «ilitüttschn Adreffe fen Henelaugehdttge», feie fest Exemplare nhalten sollen), «iizutttlen find. v«s d«« ahratenoMi». -rn Wiener fiil — pst oerfchiebene» p„allst» — Gotte» fest»« »nfe Znfestnzen. — Kstgeoznoerflckt Die Rabbstn von Safeagora, Czonko« »ub «oja» wnbe» jetzt in ttnige» Hotel« i« ll. Bezirk ia Ste» beherbergt. Sie sin« Fürsten in ihrem Bereiche, Führn »an Tausenden , »«, .Umertanen', fest gnade st jene* Tagen, um fest Zeit; fee« jüdische» Reujahr«, sonst in Scharen |i ihnen pilgerte»,; st ihren grwethstn Hallen Erbauung fanden unfe durch ste ' da« Bort Gotte« »nnahme». Als Dienn Gotte« waren ' festje Bunbetrabbi« Herrscher st ihre» eigene» Zttst». Spenfen und Trhstn. Der Rabbi »o» vojau, fen mit sestn ganzen Suite hin weilt, hat ft» Holtt Kronprinz sechzehn Zstnnn bezogen, abn ste ersetzen ihm gewiß nicht feie «ehaalichktti leine« lnxnttbse» Schlöffe«. »« allerwenigsten konnte für fest «ojann Synagoge, fest »ach fen Ettlärung fee« Türstehn« ,ba« schäuste Gottethao« fen Bett' ist, tt» Ersatz geschaffen wnbe». E« stt hin »och hiazugefügt, daß e« sich NM feie Reprtsenianle» fen .Dynastie Fttefeman»' handelt. Reben festset existiett noch feie Linie Hagn, feeren Häuptn st Bizuitz, Kost»« stufe Oitynia refibstren. Die Friebmannschen >»- htngn reftuline» sich zurnttft au« Galizien und Rußland, während da« Hagnsche Rekrutenloniigenl vonGalizien »nfe Ungarn gestellt wirb. »!e übrige, sogenannten Bnnfenirafebi« stufe zwtttrangige Grbße». Ssthr intereffant ist estEinfelick in fest ,Regstru»g«att<häfte' Der ««kehr zwffchen fee» Getreuen »nfe feem Rabbi ist au Minnte» bttchrünft. Für gewbhnlich werden an jede« Freftagvorabenb sämtliche Gäste »orgttoffe», feere» jefen vom Rabbi bnrch erneu Händedruck begrüßt wird. Hinauf begeben stch alle in die Synagoge, während fen Rabbstn auch fee» Gotte«, bienst ist sttnem nur feurch ttne Tüt spalte «ft fee« Gotte«- han« kommunizierende» abgttchloffenea Gemach, fee» Laste nnflchtbar, verrichjtt. >» Wochentagen stade» dann zu bestimmte» Stunden fest Aubienze» statt. Jefen Aubstnzwnben . schrttbt vorerst aus eft>igeitttche» festen und sestn Augehürigeu Namen und in knappen Botten, in welchen Belangen Gotte« Hilfe erfleht wnfee» soll. Dstse Zettelchnr, sowie fest Gelb- - spende» »erbe» auf den Tisch gelegt. Dn Rabbi hdtt „ch be» mündliche» KommeMar an und erteilt fee» Segen. F, ettebigt und hänftae» Fülle» wirb bitte Agende auch brieflich ettebigt nfe in Sekretär, feem fen Vortrag fen Post nfe ketn «riefetgnng obliegt, muß feem Geschäfte viest Tageostun den wifeme». Dst Lebenüwttft ist streng geregelt. T mttst abgeschlossen, und außer dem Gotte«bst»st unfe feem Stufest! httlign Schttfieu bleibt u»r noch tt» Stündchen für be» «ejuch fen Kstbn und eine« für fee» Empfang bn Bfttftelln übrig. Ja späin Abendstunde absolvierst Ich bst «ttuche btt feen hin weilende» Rabbinern. Sst verwahre» stch fast estmütia dagegen, daß fie von Künstlern nfe Schriftstellern, feie ab nfe z» nach feem Oste» komme» nfe Besuche btt feen Sunberrabbi» abstatten. st ironifstrenbn Form al« ezottsche Auswüchse gttchttebe» werde». Dittn Protest »stfe namentlich durch fea« Besen fee« einen Rabbrnn« wstknngüvoll unterstützt. Sest bleiche«, feurchgttftigre« Gesicht ist von einem lange, hnab. wallenden Satt umrahmt und fen erste Eindruck ist Güst nfe Ergebenheit. Ein wunbettchänn Kops, kür est Httligendilb wst gefthaffen. Bald nimmt man auch weftmäunifche Manstre» wahr und im «nlaust bei Stt»räche«, da« tt st fließendem Deutsch führt, entpuppt sich est ftstgebilbttn Man», fen über feie Kttegälage genau infornrsttt ist, .Ich war natürlich nicht für Krieg,' sagt btt Rabbi.! .Da« heißt — wenn mau mich gefragt hätte, hätte ich abgewehtt, und zwar au« Grinde» der Menschlichkeit. >bn da! c< so gekommen ist, flehe» wir Gotte« Segen hnab. Btt vn- 1 richte» täglich inbrünstige Gebete sür »nfere» gttlebte» Kaisn ' nfe für be» Sie, »n dstettttchffche» Baffe». Unfe fen Sie, wird komme». E« kann nicht ander« sest.' Dn Rabbi vnwellt alljährlich estige Tage st Bleu gelegentlich sttnn Reife »ach Mattenbab. Er kennt abn o«a Bft» > nur bft Mnseeu, st denen n immer wiefen ganze Tage »nl , bringe, «ft n jede Gelegenheit benutze, ton sich st Bellge» |; schichft unfe «aturwiffeuschafte» ,» «niesen. Dafett nzählt tt! wehmütig, «ft schwn e* ihm gefalle, stt, sttue herrliche «tfe- ' liothtt, welche fertt Säft fülle, pt vnlaffe». Auch bft Gatte» knlstr st feste« Schlöffe stt sehenüwett. Da« Schloß stt s sesterzett von este« polnische» Grasen gekauft nfe durch Reu« baute» vergrfeßett worden. Este eigene Bafferftftung stt ett ttchttt worbe», «eichn diese« kieste Stüfetche» sonst sichnlich nicht tttlhastig geworden wäre. .FüresttzeBmhen-.fügtbttllstbbi reffgnfttt lächelnd Hinz», .«äffen wft ,»« mit bttcheifeene, Bohnun^n zufrieden gebe» Die siegreiche «ntschttfen, für Oesterreich kann nicht «ehr lau» ge »uf sich matte» stffen! Da« ist kttne «rophe^stng. isouberü ttne Uebnzengnng. Beil nsere Heide» für bft gnechtt Sacht kämpfe». Mt mit UN« >' , Mit einem Weite» Rabbiun «Nßft ich mich st .sibdischn' Sprnche »nstüulftgen, b» n «efen st Bott noch st kchrist be« Dentsche» stnfeig ist. llebn bft Balftreigniffe wirb tt m seinem «ekrttür st mü»»che, «oristG unterrichtet, »stch n bttout, daß unaubgttetzt Gebtte sür fee» Sieg uasner Baffen vnrichtet werden. ,Bie könnten auch feie Inden ander« alt beattstette bsterrttchische Patttoten sttn?' .Abn fen Sieg Oesterreich« — fügte fen Rabbi mit vibttneufen Ettmme hinzu - ist auch eine Iudeuftage. Da« »ro« fen Juden lebt in Rußland. Unfe ihr wißt, alle nicht, »nch feft Henen vo» feen Zeitungen nicht, wie fürchtetti ff uusne Prüfen feott feraagsalfttt werden. Da« wttß ich a« besten, «eil sie mir ihr Herz »»«schütten unfe erzähle», «ai «an nicht schreibe» kan». Die zehn Lgypttschen Plagen sind Bohftate» dagegen. Unfe jetzt ist feft'Zeft gttommnt. daß da« vttafgettcht abgehalten werde gegen diese Bösewichin. Gott wirb ihnen heimzahft». wa« fie uusne» Prüfen» täte» >' Rn» kommen auch einige biblische Zttaft auf« Tapet. An ttnn Stelle heißt e«t .vom Rorfeen wird est böse« Gewittn kommen'. I» einem anfenen Verse verkündet Gott feurch seine, Propheten: .... Und ich wttfee «nch von diese« nordische, Ungetüm befreie»* ... 3» diese« Sinne begründet fen ehrwürdige Greife seine unerschüttnliche Zuversicht. Sonst lebt n vollständig abaeschloffen von dn «»ßenwelt. Er huldigt überhaupt aäkettscheu Gruufesttzen. Bon dem Glase russischen Tee«, fea« ih« jerviett wurde, nippte n nur. Dn Rest wurde im vorzimmn feen Battenfeeu vnabreicht, eine Gunst feft nur Aufeerftsene» zntttl wirb. Dft llebnbleibstt von den Mahlzeiten fee« Rabbi gelten »I« geheUigt web bft Gläubige» halten vitt vo» ihrer Bunfeerwirkuug . . . E« ist est eigenattigtt, stineffaate« Milieu. v« RaWrt«tr aH Mfd. Ja Seunhtt« l Elj. hatten fen »ürgnmttstn Mid tt» Sstfettat verrat geübt und waren sofott erschoffe» worden. Dn dentsche Komutaabaa! vermuttte, daß sich noch zahlreiche verritn im Otte befinde» unfe wollte hefehalb be» gtmze» Ott ttuüfchnn. Da begab sich fen 7,jährige «abbi^ vambeean. tta Sohn be« große, Birzbnrgn Rabbiner« Sttigmaun Bär Bambngn s. A., zu fee« Kornrnanfeanieu nub bot sich al« Geisel an. Er wie« feadtt anf feft Fürbitte Abraham«, all Gott ihm sttne Absicht, Sodom z» vernichte», mitftttft. bst- -Be», mir zehn Gnnhft strnftfta fen Stabt sind, Ich«« sie imbe Abraham gesagt, und so sage n »ach jetzt ps best Ko mnson bante». Dn Kommonbmck »ahm „» seinem