Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 20 (1914)
- Issue
- 47 (20.11.1914)
- Date
- 1914-11-20
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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Zwilch« voikzewm,. Cr. 47 Vom Kriegsschauplatz. Eretkn, w» 20. Ctotwfxr W« ««fterreich-llutzari. rt rnlsfifche Apiate t» jUfUs. Ein öfteaeichffcha Offizin MB Mi Lat rint« jungen Fähnrich«, Mt einen Spion fangen konnte. Die Geschichte lehrt, »etcha Mittel fich die Russen Mi ihrer umfangreichen Epionagetätigkeit Mbtenen. .Drei Loge kämpften «ir. Die Russen touren 1000 Schritte »on. nn» eingegtnMn : untere Stellung ober war die Mffere. Um SMnd wnrM bo< Feuer eingestellt, und «ir fingen an im Brabeu jn fchlafen. Drei Schritte »on mir lag der Fähnrich. Der hebt plötzlich feinen tb>pf, blickt über den Erdwal, bann kriecht er langsam znrück ,n« «alb. Der Morgen graut, da hat er ihn endlich erreicht. Recht« oon ihm illhr« fich etwa«: eine graue, lange Gestalt im Kaftan. Sie kehrt ihm ben Rücken. . Und au« ber »eiten -ofeutafche fängt sie an, bebentfam ein Papier herau«- zuziehen und bann zn zeichnen. SaulM löst bet Fähnrich feinen Hosengnrt, nimmt bie Schnalle in ben Mnnb und kriecht auf die Gestalt zn. Jetzt ist er auf »rmlänge bet ihr. Er legt den Gurt zn einer Schlinge, wirft diese der Gestalt um den Hai«. Ein Ruck, fie liegt zu Loben; der Fähnrich hoekt ans ihr nab »ürgt ihren Hal«. E« dämmert immer noch, al« er znrückkomml. Er ist totenblaß; ich fürchte, er sei krank. .Ich habe eine» Spion erwürgt', sagt er mft brechender Stimme. Später bittet er mich, mitzukommen, um feinen Gurt zn holen. Roch immer ist der am Halse de« angeblichen Inden im Kaftan. Aber wie wir ihn hernntareißen wollen, kommt der lange Bart mit, und al« «ir den Daten an« feinem Kaftan schälen, da entpuppt fich der .Jude' alb ein rnffifcher Stab «os siz ier. Der Fähnrich erhielt die Tapferkeit». Medaille . . . jrautteich. Iranllreich» Merbegang. Erst die Lilien ber Larbaren, Dann Rapvleont Herrfchergläck Dranf gestürzte Kaisatröne» Enblich gar «U Republik Erst ein starke« Söldnerheer Daun Me Garb' der Veteranen, Daun Pariser Bürgerwehr Jetzt nur Ahnen, nicht» al« Ahnen. Lruno Solinger, vre«lau. »er»«« .jidbischar' Hrucktschritten in Paria Die Pariser Lehörben haben die Vaösfenlltchung »on Krieg«»achrichten in slbdifcher Sprache »erboten, da et zurzeit keinen de« jiddischen kundigen Zensor in Part« gibt. .Da Jtb In Pari«' und andere jiddische Llätter haben ihr Erscheinen eingestellt. Ä-lEUd. Zn ble^enallschenj»ettern. Ihr hing ft an« einst an« Mißgunst an Da« Isaüa in Gerau/. Doch zur Empfehlung warb nn« bann Die« blacko i» Gorrnnv/! - So trieb'es.anch zum srevlenZKrieg 8a« blaao in Gerann/! Dte^Zweiundvierziaa find Patent Und maäe ln Gerann/, Ja.felbst tm^naffen Element Wirkt litaäe in German/! Ganz neu, war auch.da.Typ ,U 9' Da büaäo in Gerann/! Doch England mehr Gesahrenkbräun, Die bluäe in Gerann/! Bald naht bie.FIotre Zeppettn, Nach blatte in ^Gerann/! Dann »trd^der Sroßfchnst Grey entstiehnj; Hoch blnäo in Gerann/l Leo Loewy. Anttiemitinmn» im eng Aschen Aerrr. Da .ckerriab Gbroniale* berichtet au« London: .Inden meldeten fich zum Heer al« Freiwillige. Mau wollte fie aba nicht annehmen. E« ist^interessant, den Grund zu hören, Mn da Rekrutterunglossizia für die Adlehnnugangegeben hat. Er.bebauere^sehr, erklärte er, daß s er die Juden ablehnen müffe, er tue e« — an« Mitleid, mit ihnen. Die jüdischen Rekruten hätteu^sehr' viel-in da' Arm« bon„ ihren nichtjüdischen Kameraden 'zu leiben. Die Englündaä spotten üda fie. machen fich üba.ihre Kamen lustig.und beleidigen fie ans die gröbste «eise. Er wabe fich aba. bemühen, besondere jüdische Freiwilligenscharen zu bilden, damit.die,Juden nicht »ft Mn Engländan in Lerührnng kommen müssen I.... Solche« Unsehen genießen die Inden, im fteieu.England, und Herr Jbrael Zangwill fordert die Inden da ganzen «eit auf, für England etnzutrete» . . . Im Anschluß an.diesen höchst bezeichnenden Bericht' de» „Jewieh Chronicle* mögen hia einige.Angaben über diezZahl da Inden im englischen Heere Pitch finden. Wie englischjüdische Zeitungen melden, betrügt die Anzahl da Juden in der in Frankreich und Belgien stehenden. englischen.Armee etwa 19000 Mann. E« wird oafichett, da« 25*/, der englis ch. jüdischen Soldaten ans Mn Schlachtfeldern »on St. Quentin, an da Oise und in Belgien gefallen find. Da« englische fteheuM Har zählt 2 jüdische Genaale, 8 Obasten und 149 sonstige tüdische Offizien. In da Territorialarmee befinden fich annähernd 80 000 Inden. Aangwtl nn» der Aar Da'sangst de» Sied'»»N'deine» Eiamme» Seiden. . . Und dt» dech enu den naensüchtig Blinden, Die Recht nnd Unrecht nicht verfteh'n zn scheiden. Menu sie« an eignem Schicksal nicht empsiuben. Map Bernstein (München). Die .Time«' veröffentlicht unter dem Xitel .Die amerikanischen Agenten de« «kaisa»' in ihra An«aabe oom 27. Septemba einen Brief »on I«rael Zangwill, an« dem wir folgende Rechfertigaug de« Zaren wörtlich an. ffiheent ,S» ist nur schade, daß da Zar nicht sofort die jüdischen Beschränkungen aufgehoben bat, um seinen englischen Snbünbe* ten eine Kvnzeffio» zu machen, abgesehen »on da Stärkung seina eigenen Stellung. Aber nm seiner kaiserlichen Majestät gerecht zn «erden, muß gesagt «erde», daß a bi«ha ein Versprechen überhaupt nicht gegeben hat, nnd daß daher die Zweifel an seiner Ehre (!), welche »ön der ganzen jüdischen Preffe Amerika« geäußert wurden, ohne jede Legründnng find.' Eine so gainge Meinung man auch immer oon da politischen Reife de« Herrn Zangwill gehabt haben mag, so hätte doch wohl kaum jemand ihm ,„getraut, daß a in seiner jüdisch-politischen Laufbahn schließlich bei da Latridignng der .Ehre' de« Zaren anlangen würde. Freilich, da» Staunen mußte man fich bei Zangwill« öffentlicher Betätigung längst abgewähnen. _ Biftlaiü. Meine kiesten Anben! .Ich beabsichtige, Galizien, Ungarn, Preußisch, und Oefterreichisch-Echlefien, Posen und Rusfisch-Polen unter meinem Zepter zu bereinigen und ein jüdische« Königreich zu gründen. Ich selbst waM zum Judentum übertreten und euch eine Verfassung geben. * CLK. Andenßetze im russische» MiAtürstkalt. -Angesicht» amtlicha rnsfischrr Meldungen, wonach eine Liertelmillion Inden im rusfischen Heer stehen, oeibienen zwei Mitteilungen bee Peterstburga Blatte« .Retsch' vom 21. September Beachtung Dort legt da bekannte rusfische Publizist Dimiiri Filososow Verwahrung ein gegen einet, Artikel de« rnsfijchen MilitärbiaNe» .Rnsskl Jnoalid', worin die bisherigen Mißerfolge da ftanzöfischenArm« darauf zurürckgesührt werden, daß dort zuviel Inden dienen; da .Ruffki Invalid' zählt bei Mn Franzosen 3 jüdi- IcheGenaalleutnant«, 5vrigaMgenernle,l4Obersten, 2lBize.Obasten, 58 Majore, 107 Hauptleute ans. Ferna bringt da Retsch' folgeuM amtliche Mitteilung: Da Minister für Bolkaaufklärnng hat da« Erstechen de« Professorenkollegium» da höheren Franentnrse auf Annahme »on 77 Jüdinnen über die für Juden bestimmte Einschränknng«norm hinan« abgriehnt. Rach au«ländischa Uuioerfi täten dürfen Jüdinnen fich gegenwärtig auch nicht begeben.' «in Pogrom. Schtlderuug eine« UageAzeagen.*) Tetere Lrida, Bari Awrohom, Jizschok und Iaakob! Gewiß ist euch nicht wissentlich die MörMreten, «a» da« rusfische Militär tun zu de Inden, die rusfische Untertan« i» Penlen bei die Kriegszeit. Mit hazzeaeisende Leiden und mi> bittere Tränen veröffentlich ich eich a Geschichte, wa« selbst bei' gewohnt habe. Da« hat passtet in Bieznn Ploeka Gonbani» Rusfiseh. Penlen, wa« solche» hat nicht passtet vor mittel alle' Jahren. Da Kommandeur »on rassisch Miittär, was ist gerade gewesen in Bieznn, hat best 16. Oktober gerufen den Rabbiner und fragt ihm, far wo« Mteu nicht da» jüdische Lolk, daß Mt rnsfifcha König soll glicken in diese Krieg mit Deitschlaud? Dann war die Antwort »on «abbin«, daß JuMn rnsfische Untana beten für sein Glich sowie sei geboten finten: .Wehawe miöpallei bischlanmoh schel malchni.' Und die Jüben finten untertänig und finten getrei seter König. Rach ein'langweiltoen Disput hat da Rabbina ihm aufgeklärt, a« da« ist nor falsche Beschuldigung, wa« unsere Feinde sagen ans nn«. Und da Rabbina hat Abschied genunarn und zu Hause gegangen. Schaddo« den 17. hat da Rabbina weiter bekummen a Befehl, er soll knmmen zu den Kommandeur, und so wie Mr Rabbina gekommen ist ln Wohnungen oon Kommandeur, dann hat man den Rabbina mit tyrannische und mörderische Kläppen a halqe StunM geschlagen, und ah» ohnmächtig zn sein Hau« gekumwen und ist davon sterblich krank. Denselben Tag hat man 9 Jüben in Gefängnis eingesperrt. Sonntag d. Ist. hat man weiter 10 Jüben vornehmste angesehene Lette von Stadt in a zweite« Gefängni« eingesperrt und da Kommandeur befohlen hat, daß alle jüdische Männer von 10 Jahr an sollen die Wohnungen »erlaffen, wenn aba welch« jüdisch« Mann sein Hau« nicht »erlassen wirb, dann wird man bie 10 Männa von Gefängnis totschlagen, denn sei daftr baantwortllch finten. Und alle jüdische Männa haben die Wohnungen »eriaffen, dann hat da Kommandeur besohlen sein Militär, a» man soll die jüdischen Männer von die Stadt haiubtreiben, und da« rusfische Militär aus Pfade haben die Juden geschlagen unbarmherzig mit mörderisch« Kläppen und sei getrieben lOKilometa »on Stadt bi« a Dorf; hat man sei in a Scheune eingesperrt beisammen 249 Mann, und da« Mttitär hat sei gehttet, a« sei sollen kein Speis esse» nnd trinken nicht bekommen, auch zu menschliche Bedürsniffe hat man sei nicht gelaßt. and da« Militär hat gesagt, daß die JnMn wird man »abrennen. Sowie die Männer haben die Stadt »erlaßt, hat da KommanMur sein Befehl haan«gegeben, daß die jüdische Vermögen ist ftei zu räubern. Da» Militär hat da« jüdische« Gut gaandert, auch hat da« Mttitär die jüdische Frauen und Mädchen geschänMt. Dann finten die Frauen zu den Teich geloffen, fich zu ttänken, in Waffn areinwerfen und sei finten von Schande gaettet geworden. Auch ist ein jüdische« Hau« abgesondert gewesen von katholische Häusa, hat da» Miittär da« Hau« »abrennt und nicht zngelaßt, zu retten. Roch viel solche Mördereien haben sei getan, wa« e« ist nicht auf den Papier herauszuaeMn. Sonntag 2 Uhr bei Rächt ist da« preußische Mttitär keu Bieznn angeknmmen. Dann hat da« rnsfische Militär Biezun »«laßt und die 9 Inden von Gefängni» von 17. mit fich genummen; auch da« russische Mttitär von Dorf Hot fich derwußt, daß da« prenßffche Militär kummt an, hoben sei auch da« Dorf »erlaßt, und die Inden »nn M Scheune finten dadurch mtt den Ewige« Httft gerettet geworden und finten mst viel Kreide ken Btezun angekommen. Aba zu» Bedauern haben sei »on seter La- »bgeu sehr wenig angetroffen, denn da« russische Mttitär haMu alle JuMn beraubt. Solche« hat in »tele polnische Etädt Pas. firt, was ich haM gehör«, nor in Bieznn selbst dabei gewesen. Der Brift wirb um aaa einer angelegenen grasten Orgaufiatia u DM> HMf Re*. JHe cUge in Werft«»* Im letzten Augenblicke will Rußland fich de« .Weichsel, lande«', wie Polen offiziell genannt «ttd, annehmen. Zweck» Linderung da Leiden de« vom Kriege Mtroffenen Lande« ist »erfügt worden, daß die rückständigen Steuern und die erhöhten Kriegssteuern in Polen nicht ringeriieMn werben sollen. Ferna soll die Zufuhr »on Lebensmitteln für Polen beffa organifiert uneben. Im Petersburger Gemrinbaat beantragte der VorfitzenM, Graf Iwan To l ft oi, für Rusfisch-Polen eine Subvention, die zum Teil auch der jüdischen Bevdttaung zugute kommen solle. Die Duma votierte ohne Diskusfion 50000 SRuMI für diesen Zweck. In Warschau Mfürchtet man die Besetzung da Stadt. Die Behörden, Banken und Konsulate hatten ihre Abreise bereit« vorbereitet. Die Selber da Baaken wurMn nach Roskau geschafft. Die Stadt hatte eine Militz zur Aufrechtahaltung da Ordnung während der Besetzung durch die Deut, scheu eingerichtet. Sußaordentlich war die Panik unter den 250000 Juden Warschau«, die da Sympathie und de« Einverständnisses mit Mn Deutschen beschuldigt wurMn und in Muffen flüchteten. Der Militärgouverneur, Genaal Turdin, versprach ihnen angrelchenden Schutz. Da bulgarische Genaal Fladst» Pimitriew, da seine Armee gegen Galizien führte, ist, rusfischen Blättern zufolge, de« Lode« voll über die Tapferkeit und die bewunderungswürdigen HelMntaten ieina zahlreichen jüdischen Soldaten. Rusfischen Journalisten gegenüber äußate er fich, eine große Reihe von Regimentsiadnen sei ausschließlich durch die Beiftesgegenwart Mr inrelltgeuien und tapferen jüdischen Mannschaften gaettet. MMta». Am 17. September fand hier eine Basammlung von russische» Politikern statt, die da» Lahältni« da Polen zu den JnMn MhanMlten. In da Konserenz waren Bertreta alla rusfischen Parteien zugegen, angefangen von den Linken bis zn Mn Progresfisten, welche durch ihre einflußreichsten »b> geordneten »errieten waren. Auch der Reich«rat war vertreten. Zahlreich waren selbstvastäudlich die Bertreta da JnMn aschienen. In einem von einem jüdischen KonserenzglteM gehaltenen Refaate wurde darauf hingewiesen, baß die Polen den JuMn verschiedene Vergehen in die Schuhe schieben, die zuweilen von Mn Polen selbst Mgungen worben find. Da Reserent aklärte u. a. bie Polen schwärzen die Juden an» Mm Grunde an, damit den letztaen nach dem FrieMnsschluß nicht die Rechte gegeben waden. Abgesehen von allen andaen Gründen sei eine jüdische GleichMiechligung umsomehr zu awarten, al« es gaaM die Inden find, die in diesem Kriege mit am meisten Opfer bringen. Denn ersten» spiett fich da Krieg im Anfiedlung«rayon ab, und zweiten« find et Tausende von Ju¬ Mn, die in jeldstverftändlichn Hingabe für Kaisa und Reich ihr Blut hingeben. Um nun eina Baleihung da Gleichdorechttgnng an die Juden nach Mögttchkett »orznbeuaen, scheuten die Polen vor keinen Ladtchtiaungen und Denunziationen znrüch Eine daariige Hanblnugsweise da Polen haM dam auch bereit» Früchte getragen. I« Verlause da Debatten, an welchen fich fast anöschlteßlich rnsfische Politcka beteiligten, wurde aus die Rotwendigkett hingewiesen, an die polnische fortschritttiche Gesellschaft zu appelliaen, die ans ihre Stammesgenoffen einwirieu müffe. Von audaa rusfische, Seite wurde da Borschlag gemacht, eine Kommisfion nach Polen zu entsenden, die an Ort und Stelle die Fragen prüfen und die er,ordnlichen Maßnahmen agrrifen solle. Ferna WnrM da Ansicht Ausdruck gegeMn, die jüdische Frage sei, im Grunde genommen, eine russische Frage, da die rusfische Gesellschaft an den JnMn viel Unrecht gut zu machen HaM. E« wurde dann noch ans die Notwendigkeit hingewiesen, rechtzeiftg all da» in Betracht kommende Material zu sammeln, nm bald nach Beendigung dc« Kriege« damit hervorznttete». Die Konfaenz nahm-davon Abstand, irgend welche Be- Ichlüffe zu faffen, sondern betraute eine desondae Kommisfion mit da Prüfung alla in Betracht kommenden Fragen. Die Resultate der KommisfionSarbeiten sollen dann eina zwetten Konserenz »orgelegl werde». Amerika. fffiroseffor Mtinsteröerg» Plllältrilt »a» gestromt Bie Mt .Franks. Ztg.' au« Rewyork gemeldet wird, M abfichtigt Profeffor Hugo MünfterMrg, da bekannte Mutsch Phllosoph und Psychologe, von seinem Lehramt an M Harvard-Universität zurückzutreten, weil Mr Lord-Mayor »» London erklärte, seine Absicht, da UnlvafitLI 10 Millionen Dolla zu schenken, würde nicht ausgrsührt werden, wenn Münftadep bliebe. Ueber die Ursachen des Rücktritt» wird jetzt an« Sen gemeldet, daß da PräfiMnt der Universttät ihm e.Närt hol es fei mit seiner Stellung als amerikanischer Hochschulproseffo unvaeinbar, wenn er in da amerikanischen Preffe Mutsch fteundliche Artikel veröffentliche. Der Deutschenfeind mit den 10 Millionen war ein große Bluff, und Prof. MünfterMrg hat seinen Verzicht auf die Har vard-Profefiur znrückgenommen. Es hieß, ein gewisser Clarenr Wiener in London soll gedroht haben, a werde da llniverfitä eine ihr in seinem Testament zugedachte Schenkung vo 10 Millionen Dollar» vorrnthalten, wenn MünfterMrg nick ans der Stelle enilaffen werde. Nach nennen Nachrichten scheir e» fich nun aber um einen großen Bluff zu hanMIn, dem di llnivastlättMhörden und Proseffor Mnuftabag selbst beinah zu» Opfa gefallen mären. Elarence Wiener, da 1»7» gi b°ren ist und von österreichischen Ettern in Philadelphia al stammt, ,st Jnhada eina obskuren Agentur .Wiener» New Agency' am Straub in London. Ein in PhttaMlphia lebend, Onkel wiener« ein Druckaeibefitza I. L. Kelterlinne», da dre Angelegenheit unterbreitet wurde, äußerte fich nach eina dortigen Blatte wie folgt: .DaS sfieh, ganz nach Slaren. a>< - " hat llbahaupt keine 10 Millionen, die a da lln vafität Harvard vamachen könnte. Und wenn a dabei et» aus die Erbschaft von mir spekuliert har, so wird' a fich a, "IX'Z't °b er mehr'al. 10 L/ch M und ich haM ficha keine 10 Millionen I'