Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 20 (1914)
- Issue
- 47 (20.11.1914)
- Date
- 1914-11-20
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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Mische volkzett««-. Patriotismus und Krtegsfürsorge. Brate», So 20. November sM. Kt. 47 fiat Fl»,»« ia den gUaara »er Min,« gtowlea/aaatai fit j«tif4< Jlrac. 3° dicfrn Sagen, da ttitn von viel Tausenden, dir mit Galizien, der Sufooina geflüchtet find, überschwemmt ist, hat da» gute Wiener Herz reichlich Gelegenheit sich zu betätig«,. Man fammelt aller Orten, und Allee reicht nicht, um die grobe Not zu lindern. In der Brockrusnmuiiung für jüdische Arme, VIII. Aid gaffe Nr. 18, wurde sonst nur an zwei Tagen »er,rill, stej» von 3—4 Uhr; in den letzten Tagen war täglich von S—L Utzr Brrteiluug: die Armen standen »eit hinan« bi» auf die Lira' wurden je 10 und 10 eingelaffen; ein Brrlchlag trennte dann vom Lagerraum, in dem die gespendeten und zur V> teilung gelangende» Sachen anjdewahrl find.! Bittend strecken un» die Armen ihre Hände mit >1 Meldezettel a!« Legitimation entgegen. Ich sehe einen jungsn Burschen, der den rechten Arm im Berdand hat. »Waren Eie in der Schlacht?' fragte ich. .Nein man hat aus uns, ai« wir flüchteten, grschoffe, meinem Bater ist die Kugel durch den Kops gegangen; er lieht in Preßdurg im Spital.' »Was brauchen Eie?' Er deutete aus seine ganz zersetzten Stiesel, er betomjnt andere und eine» Winterrock. Eine blatz, ganz untnernührt au«sehende Frau streck, nsir ihren Meldezntel euigegen. Ich lese: Frau Dr. E. au« Les dag; Mutter von 7 Kindern. Eiebittet für ihre Kleinen Wäsche, Kl«der. Wir wollen ihr, nachdem sie die« erhalten, «neu Paletot geben, sie dankte, der ihrige ist, wie sie meint, war! genug; sie weist auf eine andere, hinter ihr stehende Frau L die gar nicht« hat; man hat ihr ihr Reisegepäck in Lemberg am Bahnhof gestohlen. — Krau L. bekommt Kinder, Wäsche, Echuhe. — Tränen entstürzen ihien Augen. Sie erzählt ur daß sie in Czernowitz Hau« und Hof gehabt; ihr Mann ist der Schlacht bei Iacowo gefallen, ihre 3 Mädchen sind ihr bei dem großen Bedränge, da« in Lem berg an, Bahnhof herrschtc, abhanden gekommen. Man tröstete sie, daß gnte Menschen fi ihrer annehmen werden. Ein alter Mann mit schneeweißem Haar reicht mir sein:n Meldeschein hin. Er hat 3 Tage laug nicht« gegeffen, sia t. ob er nicht «ne Anweisung aus «n Speisehauo bekommen löm e. Die Wohnung müffe er auch heute räumen, wiffe nicht woh n. Da wo er jetzt wohne, seien schon 3 Familien in einem Jtabin« und der Hausmeister habe den Auftrag bekommen, ö ß nur 1 Familie da wohnen dürfe. — Man weist ihn an d 1« Bohnungsbureau in der Speckgaffe. ,8ie find'ich dahin!' sagt er tieftraurig. »Ich bin fern» in der großen Stadt l' .De» Leben« ganzer Iamwcr p, ckt wich an', höre ich «ne der Eomiiödamen sagen. El« wi ikt dam allen Manne zu sich, gibt ihm Selb und läßt i jn durch einen Dienstmann nach de» Bohnnngsbureau sichren. Ein andere« Bild: Ein junge« Mädchen, der Typus .er schönen Jüdin, naht sich, bittend, man möge ihr nur eine De!e, «n Polster geben, ihre alte Mutter liegt in «ner fernen (Je im XX. Bezirk aus Stroh. Gute Leute haben sie, al« sie in der Nacht mit dem Zuge ankamen, zu sich genommen.! )lc Mutter sei während der Fahrt erkrankt. Eie fiebert. Tri, en rollen dem schönen Mädchen über die blaffen Wangen. Gli cklicherweise haben wir da« Gewünschte. »Nun wird die Mut er mal «ne Nacht schlafen können!' sagte da« junge Mädchr r; .Wir find acht Tage und Nächte lang unterwegs gewesen .- ia« war schrecklich!' — Ein blaß aussehender Mann drängt 1 ich vor, läßt sich, obgleich die ftüher gekommenen ihn nicht durch« laffen wollen nicht sorruxisen. Au« den kokmüden Augen spricht Not und Berzweifiuug. Ich frage, was sein Begehr. — Be ist an« Przemysl mit Frau und 4 -Kindern geflüchtet i heile Nacht hat die Frau dem fünften da« Leben gegeben; e« fe fit an Allem; et bittet um Wäsche, um «neu Polster für da« Kl«ne, da« ganz kalt war, al« er e« heute stütz verlaffen. Uns re gute Frau Bauer weiß für alle« Rat; sie gibt Kinöerhemdch u, Jäckchen, Polst«, weiß wo alle« liegt, wao in diesem Durcheinander der täglich einlongenden Spenden nicht t«cht. Es fehlen uns Hilfskräfte, die die avifierten Pakete < uiammenholen. Wir haben im letztn, Jahre ea. 700 Kroi en für Abholung der Spenden ausgewendet. Bielleicht Hilst 1,« ein« der vielen jüdischen Spediteure; es find ea. 100 Pal eie angemeldet; sür Abholung «ne« jeden Pakete« zahlte die v r« «nskaffe zeither l Krone. Unsere Kaffa ist aber jetzt erschöpft. Wer Hilst? Die N 01 i st g r 0 ß. Man muß da« Elend der sich zur Berinlr ng Meidenden gesehen Hab,», um zuwiffen, daß unsereBrockenjam ulang ein wichtig« Faktor ist, da dem Elend der unglückliä en Flüchtlinge lalstästig steu«t. Da« Bureau ist Lachens«. 1. Jda Barber $flr unsere ASchtUngr Attisch« Kkichfkinge ia Hkrag Montag um ll Uhr abei b« traf in Smichow «n Zug mit 1000 jüdischen Flüchtlingen (in, die weiter nach Marienbad suhren. Der Wanderbund , Bl. u- Weiß' und Mitglied« de« Epockkluds .Hagibor' fanden ich unter Führung der Herren Chain, Nagln und I»g. Otto Ei g» lauter im Bahnhof ein, um Tee, Milch, Wein und Spei en zn v«abr«chen. Eine rühckge Tätigkckt entwickelten Herr M. U. Dr. Samuel Lieben und Herr Leopold Ascher und Frau. Gest ,n um 10 Uhr früh kam ebenjall« ein Zug mit einigen Hnnl nt Flüchtlingen an, die vom Bersorgungskomitee, unterstützt >°n Frau Asch«, mit Erstifchnugen «wacket wurden. Hnnll »er £at<a «n fflept« Men, 6. Rov. (Pckv.) Anläßlich da Besteiung von Cj a> nowitzs haben zahlreiche nach Wien, geflüchlae Repräsenlan len der israelitischen Kultnsgemckude von Czernowitz an den dorle ,en Erzbiichos Metropoliten Repta «ne Depesche gaichtet, die I>l- S«dermaßen lant«: Die in Wien wcklenden Mitglieder >« iepräsentanz der israelitisch«, Kultu«gem«u>e «landen sch, Ena« für die überan« gütige Inschutznahme, den Mensch wsteundlichrn Bckstand und die übaau« wohlwollende pries «- liche-nnd vätaliche Fürsorge, die Euere Exzellenz der Jüdinschasi der Stadt jed«znt und in«b«ondere in der letzten schweren Z«t angedeihen ließen, den innigsten und tiesempstindnien Dank mit dem Ausdrucks! austichtigst« Lnrhrung abzustattrn.' Mnsstsche Anden ia Henkichkan». Man bin« yn» um die Laöffentlichuna des Folgenden: .In da letzten Z«t wird »icksach «zählt, daß im Falle von schärfere» Maßnahmen gegen di« in Deutschland wohnen« den Angehöckgen der Endlichen Staaten auch die Ruff« eoentuest interniat waden sollen. Unt« den in Deutschland befindlichen russischen Staatsangehörigen gibt r< ab« «ue große An zahl russischer und polnischer Juden, die nach Deutschland viel, fach nur deswegen au«gewandeck sind, «eil sie entweda untsr den Pogromen ob« andarn Bedrückungen und da bekannt«, Rechtlosigkeit der Inden in Rußland zu lckden halten. Jn« folgedrffen kann b« diesen Personen, die in Deutschland ein Asyl suchten, von einem Deutschenhaß wohl sicher k«ne Rede sein. Außabem ist e« selbstverständlich, daß dnrch Internierung d« betreffenden Personen jüdische» Klaube,« auf die rnsfiche Reginung kein Druck ausgeübt werden würde, der ge«gn« wäre, das ko« der Deutschen in Rußland zu besinn, da selbst jetzt während de« Kckege« trotz de« befnnnten Manifestes die Unterdrücknng der Juden in Rußland nicht nachgelassen hat. Wenn auch die veckchirste Meldepflicht vielleicht geboten erscheint, so würde es viellckcht möglich f«n, da« Publikum und die Behörden auf diese Tatsache nusmerkjam zu machen und im Falle «un Internierung der fckadticheu Staatsangehörigen russische Untntanen jüdischen Glauben« in Schutz zu nehmen zür »User» vek«n»drteu. Merlin. Der Borftand der Jüdischen Kem«nde zu Berlin Hai in de» Ausschuß zur Beschaffung von Liebesgaben für bst 8 Kgl. Reserve- und Bernnslazareite im Osten und Nordosten Beilin« uni« dem Lorfitze de« Delegieckeu des Kaiserl. Kommissai« n»d Mililärinspekieur« der Freiwilligen Krankenpsteae Ma> gistratsrat Wölbiing den Stadtvnoibneteu Dr. Rudolf Jsuae hierselbst delegiert. Einen ztnterßnNangsallen» verunstaltete in Mannh«m der .Jüdische Wanderbund Blau-Weiß' am 4- Rov. im Lazarett Herberge zur Heimat. Der Abeao brachte ernst-vater.ändisehe Gedichte, die in kindlich einfach« Weise Kaiola L»denh«mer, Richard Metzger, und in künstlerisch r«ser Weise Johanna Aronssrau und Hansel Lobenheim« zu allgemein« Freude zum Bortrag brachten. Cläre Wohlgemutst sprach «neu selbftversaßteu Prolog, der in finnig schöner W«se den Dank Alldentschland« an die Berwundelm enthstli. Mit Recht wurde eine stark beitete Note in den Abend hereiugebracht. Dialektfticke in packend« W«se von Richard Neumaier, Eckch Frohwein, Cläre Levi und Hellmuth Hirsch vorgetragen, brachten vollen Erfolg, Hansel Bodenhckmer trug Gedichte von Kack Sticker vor. Musikalisch p^H^n^^'L« $&%%'< Ä Zum Sehluß brachte «n vnwundet« Krieg« den Dank für den Abend und die dargerckchten Spenden zum Ausdruck, «n begeisterte» Hoch aus unsere Kckeg« und den obersten Krstgs- Herrn daran knüpfend. Es war «n dnrchan« wohlgelungener Abend, in vaterländischer Wckse empfunden und durchgeführt. Wrag In d« Kör.ig»hof«gaffe hat der Jüdische« Frauenverein «u Krstgslazarckt eingerichtet, das ganz vorzüglich ausgestatt« ist. Die Damen des Berckns haben die Räumlichkeiten vom südliche» Mädcheninternat übernommen und sie zu großen, fteundlichen Spstalzimmern adoptint, in denen zwanzig verwundete Soldaten Platz finden. Berusspfleaecknneu teilen sich mit den srckwilligrn Krankenschwest«» in dst Kranken« pflege. Alle« wird ordentlich versorgt, überall henschl pcknliche Saubeckeil und d« Arzt Dr. S. Adele«, d« sich diesem Lazarckt?ur Verfügung gepellt hat, sind« die besten Bordedingungeu ür «ne erfolgreiche Tätigkeit. Die ersten Gäste de« Lazarett« find auch schon völlig gehcklt und in behaglicher Rekouualcszenz. — Im ersten Zimmer des LazareN« liegt «n sechsjährige« polnische« Mädchen, da« von sieb«, Schrapnellkugeln getroffen wurde, al« die Ruff«, da« Hau« dombardintrn, in dem sie mit ihren Großeltern lebte. Das kleine Mädchen ist schon mied« ganz munter und plauscht ganz lustig mit ihren Pflegaiunen. Selbstverständlich wird sie nicht wenig vnhätschckt und bckomm t das Beste von dem Knien d« Lazarettlüche. Mndaprfl. Erzherzog Franz Salvator, d« Schwiegersohn unsere« Monarchen, besuchst da« von der jüdischen Gemcknde dem Roten Kreuz zur Lerfügung gestellte große Spital, indem «nige Hundert verwundete Soldaten gepflegt wnden. Er gab fckn« Uednraschung dem Leiter, Pros. Aiapi gegenib« in saigrndcr Weise Ausdruck: »Har Profeffor, es gereicht bet israelitischen Gemeinde zur großen Ehre, daß fle diese» herrliche Institut den verwundeten Soldaten zur Bersügung gestellt hat.' Aus die Entgegnung: .Kaisckliche Hoheit! die jüdffche Gemeinde betracht« dies als ihre patriotische Pflicht', antwortele d« hohe Gast: Ja, ja, patriotische Pflicht . . . aber es ist herrlich gemacht. Zier Warst»»» »er Wester i»r. /nttnozemckn»« st« Grztzerzastin Zngnsta. Eine Deputatton der Pefter isr. Kuttusaemnude, bestehen» au« dem Rabb. Dr. ZllösA dl er, Gemeindepräfidrnt Ludwig Adler, Barst. Hoftat Slgm. L. Breit« n e r u. den Borst. Dr. Wilh. Grauer, Dr. Böla Feleki «- schien am 8. 11. unt« Führung der Frau »Irxanda v. Lön ha y b« d« Erzherzogs n Augufta. Nachdem Frau v. L. d» Erzhnzooi», die das blane Klckd «na Oberin da Pflegetinnen vom Roten Kreuz mit da wckßeu Kopfdinde trug, den Präsidenten da Reliaionaaemeinb« Ludwig Adler vor« geflelli hatte, hielt diefa folgende Ansprache: ,Ew. kais. und tön. Höhest! In inniga Baehuna und tiefst« Ergebenhest erlauben wir un», vor E». k. u. k Hohn: mit da Bitte zu «scheinen, Ew. k. n. k. Hohckt mögen gnuhen, «ne Spende da Pest« israelittschen Reliaionsgemcknbe sür den Auaufta-Fond« entgegen nehmen zn wollen. Es ist der Schmuck uns«« heüioeu G«etzesioüe seine »ns Gold und Silba angefertigte Thoraschnruö^aruitur), und bis an» dächtigin Befühle so viela Gläubigen, die diese« Heittgtum beglckten, mögen segnend auf den Angnfia-Fonö« Wicken. Gestatten Ew. k. u. r. Hoheit auch, daß »st einen alten Bocher überreichen al« Zckcheu uns«« Berehruug nnb tiefste» Darrt» back«! für die edle Menschenliebe, mst da sich E». k. u. k. Höhest in diesen schwer«, Zeiten da leidenden Menlchh«! an« uehmen. Redna schloß mst «arm Elsen aus bst Erzherzogin, in da« die Anwesenden «nftimmten. Hinauf richtcke Robb. Dr. Illbs Adler an dir Erzhazogin eine Ansprache, in welcher er die hohe Frau als Schutzengel pcke«, da in diesen historischen Tagen so vstie Tränen tiockuet. Der Rabbiner sprach hieraüs in hebräisch« Sprache den Segen, den die hohe Frau sichtlich «griffen anhörte. Erherzogin August» dankte sowohl rm Namen des Fond» als im eigenen Namen für dst Spenden da israckilischen Gemcknde und jckchnest jeden da anwesenden Herten mit «ner Ansprache au«. Hinaus begab sie sich in einen anstoßenden Saal, wo bst Kunftgegenftände ans cknrm Tisch ausgestellt waren. Vst Erzherzogin defichtigst mit große» Intereffe dst dckden Kronenauslätze, das Brustschild und den Ihorazckger nnb Istß sich von Rabbiner Dr. Adia die B.-dentung dieser Gegenstände reNäreu. Da Becha, den »st Gemcknde da Erzhazogiu spenbete. ist in Silba getriebne. Da Deck« trägt an der Spitze die Zehngebote, dst Taff« bst Ausschckft: ,Zum Andenken au die hiftockschen Tage, dem Schutzengel da vermunistten Soldaten nnb leidenden Kranen, der Schutz ftan Ungarn». Im November 1914. Die Pest« Gr. Re« ligipnsgemrinde.' Dst Sijheizogin «kündigst sich sodann bck» Präsidenten Adler «ngehen» über die Isr. Wohitätigkeitsinftitnttonen und entließ hieranf bst Deputation in huldvoll« Weift. _ «klkgtzlprnhs«. Mätze -Gllran Der vrrfl. bckannte Wohltäia Adolf jmmerglnck in Mäht.-Osirau hat 20^000 Kronen sür «ohlsahrtszwecke bestimmt. Die Irtztwillige Bersügung nimmt auch aus die kriegaische Zeit und die dnrch sie geschaffen« Lage Bedacht und jetzt Legatfür da« .Rost Kren,' und den ,Hils«« diind' aus- Der Betrag gelangt in sotgeuder wckse zur B«. tcklnng: Gcm. Mähr.-O/Irau für nichtjüd. Orisarme ohne Unterschied da Sprachzugehörigkckt ö00 Kr,, Gem. Poln.-Vstrau für nichtjüdische Ortsarme 0. U. d. Spr. llvo Kr., Gem. Oba« berg-Bahnh. f. Orisarme ». u. d. Kons. u. Rat. 200 Kr., Kuttusgem. Mähr -Osten» s. jüd. Arme »00 Kr., s. e. Armenftistung Rente i. Nominast v. 1000 Kr., ftädt. Kinderschntzamt 300 Kr., fern« in Mähr.-Oftrau Jüd. Fernenh«m 400 Kr., Deutsch. Feckeuheim 200 Kr., Böhm. Feckenhei» 200 Kr., .Bikur Chaulim' äüü Kr., Jüd. Frauenwohltätigtckts». &OOJU-, Deutsch. Frauenwohltättakeitso. HO Kr., Böhm. Frauenwshl- Ultigkeitsv. 1ö0 Kr., Sv. Franenmohltättgkcktsv. 100 Kr., B. ,Gemilns Shasodim' 200 Kr., Jüb. Hanbmeckav. löü Kr., «. »Jüd. Volksschule' »00 Kr., «. .B'nai B'riih' Srlesia" Troppau MO Kr., JA» Rationalfond MO Kr., Oefl. Gefttijchaft ». .Raien xmtf >m|k *oe chststu»» uo atk HUflkomUa 250 Kr.. Beamte der Firma 12.550 Kronen. Fan« wurde die Firma A. Jmmerglück G. m. d. H. angewiesen, alljährlich am Todestage «non bedürftigen jüd. Kaufmann 200 Kr. znzuwenden. Hkeimih Da hiesige Großkansmaun Hea Hermann Guttmann hat dem Bann ehemalig« 2Kr den Bckraa »an 300 Rack zur Beckügung gestellt sür dasjenige Bncknsmttglstd da« sich «ährend des Kckege« besonders hervorgetan hat. Dst Auszahlung soll erst nach Beendigung de« Feldzüge» erfolgen KutfynitfsMiu >»b Patriotin»»». Antisemitische Pchnldearognllernag Dst Röte, dst da Kckeg üda uns« Birischaitsstbeu heraufbeschmorru hat, bringen es mit sich, daß gar manche Firma ihm Außenstände nicht «da nur mangckhast «nzutreiben vermag, wckl da Schnldna leibst in Schwstrigkckten verstrickt ist. Da« ist schlimm für bckde Teste. » a es maß vom Gstlubiga eben »st Geduld getragen Waden. Wstb's auch wohl zum groß» Test. Leid« muß sedochfsseftaefteli wabeu, daß e« Leute zu gede» scheint, die es für angebracht hasten, b« dies« Gckegenhest mst Firmen, denen sie Geld schulden, «n antisemitisches Hühnchen ja »stücke». Bor uns istat das Schrckdeu d« Firma William D. Frankenftckn in Freidura (. Lr., gerichtet an dst Baliua Inftrastn- Agentni von Lb» und Stein«. In demsckden wirb zunächst ans bst eigenen Zahlnngsschtvierigkesten des Schuldners hinge» wiesen. Dann ad« falgt da folgende «gennckige Absatz: ,J» großen, wenn nicht nsirn Kreisen des bentschrn Balls» harfchi große Empbrnng üba ckicksichtsiases vorgehe» Illb. Firme» in biefn ernsten Zeit der Kckegsnbst an allen Eckt» und Enden. Unfac« Wiffen« find Liften solch« Firmen »an dentschoblstscha Sckst angestat und bst bckrrffrndeu Firmen laaar in virlcn Zeitungen an den Prang« gestellt morden. Hstr in Frckdnrg ftibst herrscht Erbitterung, mst Sir wähl nach «nl. Kckegsstngblatt, das uns znaing, begrckfen dürften^ »Iso ist doch wohl voistchi und Rüchicht am Plötze I Sa mutz heust den» lckne Geduld übe, 1 Man kann eben henst b« itebnng Mn Geduld viel gewinnen, andernfaW »da sticht alles nakerben oda auf» Spick setze».' Dem Schreibe» «ur deigeleat ei» -Kriegspngblast des Hammabuabe«', «» anttftmittsche« Eiadorat mit zn» Tckl insamenAnrempeiuugen undPadächttgungen unser« jüdische» Es dürfte genügen, ein dernckiges Berfohrrn, bei de» da Gläubig« nicht nur sein durchaus reell «wvrbeues Geld «ubüßt, sauber» obeubrei» »ach fmüßig nerschlestck) bedroht »ud schimpflich »esttdigt mst»/ ut^ckga za hängen. p. Kzerdatzeftp Da hiesigen orthodoxen Gonckudeststnng ist es dckm Obeckommaud» gckungeu. au« dem Gckangenenlaga »st «gar« persönlich« Nanntwockniig dr« jüdische Kriegsgefangene aus da Inter»iaung zu besäst». Es sind dies dr« Mannte Torah.Gelehrte, von denen da eine ei» lllubtzststr in Rußland ist.