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Jüdische Volkszeitung · 1914-10-30 · 44 (30.10.1914) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
20 (1914)
Issue
44 (30.10.1914)
Date
1914-10-30
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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3IMfdK voikMnig. Vom Kriegsschauplatz. vrerla», de, ro. «tob« M4 M. 44 «eftmeich-lli-ar». ve, helbeMo» fflrs vattrlmd ftorbea: IIbolf glcdtt, Obofünitaant., jtonmanbni b. 20. Land».-liegt. 7. 8, i. Süb. Erwin Fre » nd, 6r|a>rtf. b. (. u. f. 81. Zns.-Regt., Loh» b. Advok. De. Joses Fr.- Bndweib. >0)1 Förth. Fähnrich a. Bndweib. 27. S. I. Galizien: Istbor Stauder. Leut»., Berfichernngsbeamt t. Trmeboar. De. Beruh. Muod. Regl-Arjt. 26. S. I. Eüb. Dr. Frlebr. Priester. Leut», b. R. b. Inf.-Regl. 78, Hofu. Serichtbadvokat-Wie» 36 Z. 3 »l. Seif, Feld». L 31. Laudw.-Zaf.-Regt., er war in wenige« Tagen o. Geweinen z. Felbw. avanciert ». z. Offizier vorgefchi. (Lergl. Sr. 38 ». 42 uns. Ztg.) Lipo Scharr. Ing.-Kadett a. Boribiaw. Dr. Lasar Stern, Segl.-Srzt. Lemberg. 30. 8. b. Zamosc (Galiz.) Richard Gtbßler, 26 I.. 3. Jnf.-Regt., Sohn v. Gustav St.. Disponenten b. Lereinsmolk. Wie» XVII, Ottakringerftr. 72. Er war s. b. Tapscrteilbweb. u- Armeedeiobung vorgefchi. h Pr,her,«g Ar»»i Salvator I» Mische» Spital Erzherzog Franz Salvator weilte vor einigen Tagen alb Protektor beb rote, Kreuzes in Budapest, wo er u. ». auch bew Epitale der Budapester israelitischen Knltnsgemeinde, in weichem viele verwundete Offiziere uub Koibateu gepflegt werben, einen Besuch adftattete. Der bekannte Chirurg Primarius Prosrssor Dr. Heiarich Alapy öber»ahw die Führung des hohen Gaste«, weicher länger alb eine halbe Stunde in de, verschiedeneo Sälen weilte. Der Erzherzog war über bas Gesehene außerordevtlich befriedigt und richtete des seinem Abschiede an den ausgezeichneten Chefarzt die folgenden Worte: .Herr Proseffor, es gereicht der israelitischen Knitnsgememd« zur große» Ehre, baß fie bieseb herrlich« Institut de» verwuudeteu Soldaten zur Verfügung gestellt hat.' Proseffor Alapy erwiderte hieraus: .Kaiserlich« uub königlich« Hoheit, die jüdisch« Gemeind« betrachtet dies als ihre patriotisch« Pflicht.' Der Erzherzog wandt« fich hieraus abermals an de» Proseffor uub bemerkte: »Ja, patriotische Pflicht .... Uber eb ist gut gemacht.' JHc Lerzagi» »b die rau Indrntra». Uub Magyarkanizsa wirb berichtet: Fra« Rodert Freund erhielt von ihrem Sohne, der, im bürgerlichen Berus Kistner, alb Soldat aus dem nördlichen Kriegsschauplatz« verwundet wurde und zur Zeit schwer verletzt in Gwuude» im Palast des Herzogs von Eumberland liegt, folgenden Brief: .Ich Lege im Palais lumberlaud. Bit »erden ausgezeichnet verpflegt. Ich fühle mich sehr wohl. Da« herzogiiche Paar pflegt mich sorgfältig, nur das verdittett mich, baß die nächsten Verwandten des armen herzoglichen Paares, der König von England, der deuisch« Kaiser und der Zar von Rußland mittinander Krieg führen.' Frau Robert Freund lchrieb der Herzogin von Eumberland einen Brief, in bew fie mit dankbaren Worten für ihre Güte dankte, und der hohen Frau zu ihrem Geburtstage ihre Glück wünsche barbrachte. Uns diesen Brief kam folgende Antwort: .Liebe Frau Freund! Ihre herzlichen Zeile» habe» mir eine groß« Fieude bereitet. Uuch danke ich Ihnen sehr für Ihre Glückwünsche anläßlich «eines Geburtstages. Bor allem aber freut es mich, Ihne» Mitteilen zu können, baß es Ihrem braven und tapferen Sohae schon bester geht. Eie müffen aber noch geduldig sein, denn di« Wunde braucht Zeit, um zu heilen. Satürlich fällt dem Jungen das lauge Liegen schwer, aber der Knoche» muß heile». Es grüßt Thyra, Herzogin von Eumberlaub. Gmunden, den 10 Oktober 1814' Pi« Znndgetznng »er gakizischeu Indenschast Um lö. d. M, hat, wie berichtet, die anläßlich der kriegerischen Ereigniffe in Wien weilende jüdische Bevölkerung Galiziens in und vor dem großen Feftsaale des Hotels Eontinental eine große HuldiguNgSkundgebung veianftattet und den Uusdruck ihrer loyalen Gefühle Sr. Majestät dem Kaiser und dem Armeeoberkommando übermittelt. Der Reichsrats-Ubgeordnete Heiarich Reitzes wurde nun in einem Schreiben des Statthalters Dr. Freiherr» ,. Bienerth verständigt, daß Ee. Majestät der Kaiser für die telegraphisch jllw Ausdruck gebracht« Loyalitätbkundgebuug den Allerhöchsten Dank bekanntgebe, laffe und den Wunsch ausdrücke, daß der kaiserliche Dank allen Beteiligte» bekauutgegeben werde. Das Armee-Oberkommando beantwortete die Kundgebung telegraphisch. .Für die patriotisch« Kundgebung der versammelten jüdiichrn Bürger Galizien« herzlichsten Dank. Armee- Oberkommando.' . Jüdisch« Leide». Di« goldene Tapserkeitsmedaille wird bloß in Fällen außergewöhnlicher Bravour uub Tapferkeit, namentlich wo durch das heldenmütige Auftreten eines Soldaten ein mstitärischer Erfolg erzielt wurde, an Mauuschastspersone» vom Fähnrich adwärtb verliehen; es ist als« b« höchste, «if einer lebenslänglichen Ehrengabe von 3V Krone» monatlich verbundene Auszeichnung für Soldaten, ähnlich wie der Therefieuordeu für Offiziere. — Bisher wurden etwa dreißig goldene Tapserkeits- Medaillen verliehen, darunter auch einig« an Inden. Unter diese» befinde« fich außer de« mittlerweile leider gefallenen Feldwebel Reif der Eiaj.-Krei«.-Korporal Dr. Otto Eisler <>. H. der zion. Verbindung .Joria') und der Feldwebel des 1». Landwehr-Iusanterieregimenls Mendel Fnß lPrzemysl). Der k. u. k. Militärbanrechnungsosfizial Oskar Freund der Mililürbauabteilu», des 11. Korps, derzeit zugcteilt dem Train im Felde, wurde in Anerkennung hervorragender Dienstleistunge» vor de« Feinde mit de» goldenen Berdienstkrenz mit der Krone am Baud« der Tapferkeit«Medaille ausgezeichnet. Der Genannte ist ei» Sohn des Kaufmannes Herrn Frennd in Bubweis. Die filbern« Tapserkeitsmedaille erster Klaffe erhielten unter anderen Einj.-Frrlw. Julius Soser aus Gödiug, Korporal Abraham Freimaun, Landwehr-Infanterieregiment Sr. 18. Zugbsührer Bnxdanm, Landsturmregiment Sr. 38, ferner Feldwebel Gedalje Hilfenrat, Infanterieregiment Sr. 24, dieser zeichnete fich nach dem Gefechtsberichte durch große Tapferkeit aus; »ährend eines Angriffes lies er zu allen Teile» der Kompagnie und feuerte die Mannschaft an, stürmte im feindlichen Feuer voraus, um den Feind zu erkunden und wurde am Halse schwer verwundet. Me silberne Tapserkeitsmedaille zweiter Klaffe erhielt der Jasanterist Abraham Kom des Landwehr-Jnfar.lerieregiments Sr 33. Oberleutnant Otto Wittmayer, der aus dem südliche» Kriegsschauplatz« schwer verwundet wurde, hat die Allerhöchste belobend« Anerkennung für tapferes Berhalten vor dem Feinde erhalten. Die filbern« Tapserkeitsmedaille 1. Klaffe erhielten: Feldwebel Leo Luftig des Infanterieregiments 7Ü iider- ) brachte der Maschinengewehradteilung einen wichttgen Befehl, der sie vor Vernichtung rettete.! Freiwilligen.Aulomobiiist Ingenier Richard Adler hat j gelegentlich de« Angriffe« des Gegners von ZamoSc gegen Tomaszow fich freiwillig dem Befehle deb dort kommandierenden Offiziers mit feinem AutomobU unterstellt and trotz feindlichem Arttllerlefenei die ihm übertragenen Aufgaben mit bestem Erfolge gelöst. Reserveiofaatrrift Adolf Breit des Jnsanterieeegimeut« Sr. 75 rettete viele Kameraden im heftigsten Artillcrieseuer vor dem Ertrinken im Sumpsgraben. Fähnrich Wilhelm Wunderlich beb Telegraphenregimeais hat als Sralionsleiter während der Beschi lßung von Rawamska den Betrieb der Station ausrechterhalte» und fie erst am nächsten Tage auf Beseht abgetragen. Auch hat er die von ihm gebaute Leitung Krakowice—Rachazow unter feindlicher Nowiikung durch feinen persönlichen Einfluß so abtragen iaffcn, daß Mann und Material geborgen werden konnten. Korporal Schick desLondstuim-InfanIerieregemenib Sr. 38 hat fich beim Rachrichtenbelachement des Abteilnngskowmandanten wiederholt durch schneidiges und findige» Borgehen bei Lösung selbstständiger Aufgaben besonders heroorgeta». Da« Mililärverdicustkrenz mit der Kriegsdekoration erwarb fich der Haupimau» des 50. Infanterieregiment« Artur Bcrgcr, der fich im Gefechte bei Priboj als Kommandant einer isolierten Gruppe mit größter Zähigkeit durch 34 Stunden gegenüber der feindliche» Harrptstelnug hielt, an di« er dis auf 300 Schritt herankam. Er verhinderte damit einen feindlichen Boistoß, der zur Umfassung der eigenen Kräfte geführt hätte. Reglmentsurzt Dr. Karl Brust verblieb im Gefechte aus der Oftredy Plaoina »ach dem befohlenen Abmarsch der eigenen Truppen aus dem Schlachtfeld« und brachte nuicr fehr schwierigen Berhöltniffen 80 Lerwundete in Sicherheit. Da« Ritterkreuz des Franz Ioses-Orden» am Baad de« Mllitärverdicnstkreuzes war der Lohn dieser wackere» Tat. " Der Leutnant in der Reserve deb 8l. Infanterieregiments Alexander Stern hat augefichtS des völligen Mangels an Sanitätspersonal alb angeheoder Doktor der Medizin im heftigen Feuer die Verwundeten sowohl des eigenen Bataillons alb auch benachbarter Abteilungen, die großen Gefahre» nicht achtend, verbunden. Er wurde mit 'dem Signum laudis am Bande de» Mililärveidiensikreuzes aubgezcichnet. Letz« Znozeich»»», Der Sohn des in weiteren Kreise» bekannten und hochgeschätzte» Professor« und Obcrkaniors Herrn Leon Kartfchmaroff (Gr.-Kanizsa) wurde mit einer großen, nicht alltäglichen Auszeichnung bedacht. Eb ist die« Herr Stabsarzt Dr. Sanbor Kanizsay, der bereit« in Friedenszeiten mit dem .Signum laudis' dekoriert wurde; er erhielt als Kommandant der k. u. k. Jnsanterie-Divifions-Sanititsanstalt Sr. 42 von S. M. dem Kaiser für seine ausgezeichneten Dienste als Sanitätsches, für tapferes nnd »usopserndeb Berhalten vor dem Feind« tub Ritterkrrnz des Franz Josef-Ordens am Bande des Militär- Berdienftkreuze«. — Stabsarzt Dr. Kanizsay ist den Traditionen ' seines Eltern Hanfes gemäß ein tteuer und gläubiger Jude gedliebeu, und hat fich als Mensch und a!S Arzt in seine» Garnisonen allgemeinster Achtung erfreut und fich jetzt in Zeilen schwerster Pflichterfüllung di« erwähnte Allerhöchste Auszeichnung verdient und erworben. Per Lek» Josef Kbzwal» Aus Szabadka wird berichtet: Dem Heiden von Kienok, > Ioses Oszwald, Maschinenheizer der ungarischen Staatsbahnen, j wurden jüngst in feierlicher Weise die ihm verliehene Tapferi keitsmedaill« erster Klaffe überreicht. Oszwald brachte am 24. August in den Morgenstunden eine» Zug mit Munition j im Feuer des Feindes nach seinem Bestimmungsort, nachdem der Maschinensührer durch einen Schrapnell getötet worden. , Die Feier spielte fich im Gebäude der Kaserne ad, wo General-; stabsmajor Dietrich mit einer begeisterten Ansprache die Medaille i dem Ausgezeichneten an die Brust heftete. Es sprach sodann, Präfideat Kamel Toinay, woraus je eia Infanterie- und; Husarenzng und eine Marineadteilung vor dem Heizer Oszwald! d-fiiierten. FZM. Potiorek sandte der Witwe deb gefallenen! Maschinenführers 500 Kronen. Zischle» »an de» gefallene» Leide» Am 1. September scknd, wie .Egyeniöszeg' berichtet, hinter den rusfischen Bergen eine erhebende traurig« Feier statt. Es war dir Bestallung der im Kamps« gegen die Russen in einer i Schlacht gefallenen österreichisch - ungarische» Soldaten. Die Heide» wurden in einem gemeinsamen Grade bestattet. Der Reihe »ach »errichtete» die Seelsorger der katholische», protestantischen und griechisch-katholische» Kousesfioa di« Gebete und vollzogen die Einsegnung. Hierauf trat der Feldrabbiner Dr. Cbm. Kalman vor und hielt nachBerlesnng de« Gebete« Haznr tomin eine schwungvoll« Abschiedsrede, in welcher er der Heldentaten der im gemeinsame» Grad« Bestatteten gedachte, und jener Familien, welch« nunmehr vergeblich die Wiederkehr Josef I ihrer Liede» erwarten. Der Heldentod der Gefalleuen möge! die fie Uebeiledende» zu neuen Heldentaten anfpornen. Joses Wokobter, Steuermannomaat «es Kr. ZA. Schiff -Jetitza' wurde bei Ravulje am 3. Oktober 1814, früh 8 Uhr von einer Granate in den Kops getroffen, welche die Serben aus S. M. .Leitha' adschoffen und die den hicken Panzer durchschlug und ins Schiffblunere drang, wo der tapfere Marinesoidal (der fich auch schon vor Durazzo heldenhaft hervorgetan) mit noch sechs anderen Matrose» fich befand. Durch dirse Lerwundung llat der sofortige Tod des Verletzten ein. Schon um 12 Uhr mittags wurde seine Leich« der isr. Kultusgemeinde Mitrowitza ausgeliesert und am 4. Oktober untcr großer Teilnahme der dortigen, eben vom Serbencinßall glücklich befreiten Bevölkerung am isr. Friedhof beigesetzt. i Aus dem Grabe des Gefallenen läßt die k. u. k. Kriegsmari« e als Denkmal die durchschossene Panzerplatte mit der Illschriit des Vorfalles und Wolosker« soldatifchen Berhalten vor dem ftiude ihm zu Ehren ausrichten. Ich bin dem Gefallenen besr undet gewefea und habe die Sachlich! aus einem Telegramm u »d dem daraus gleich abg:,'endeten Briefe de« Kommandanten von S. M. schiff .Leitha' an die Schwester des Berewigien, welche im Kriegspavillon I, Lainzer Bersorgang, VIII., Hie stug-Wien, Pflegerin beim Roten Kreuz ist. Ein Bruder des l lesallenen, Saul, ist auf einem Torpedoboot, unbekannt wo, ein« Frau und fein Kind in Lemberg zurückgeblieben. Zrad. Der hiefige jüdische Küfer, 8 opolo Grenier stellte sechs Söhne und zwei Schwiegersöhne ins Feld. Hse». Das Borstandsmitglied unse,:r Gemeinde, Major Eifenstädter, wurde vom König für herv« tragende Betätigung bei der Front zum Oberstleutnant «mannt Plels ist gefasten. Jasanterist Reis vom 31. Landwehriasantekieregimenl Troppau, der sich auf d m russischen Kriegsschauplätze bei Lublin hemorragend ausgezichnet hatte, wofür er zum Feldwebel befördert und vom Kaiser mit einer Geldspende bedacht wurde, ist am 12. Septemb r auf dem Schlachtfeld« gefallen. Jentnant Pr. P Kescheke, Am 20. August fiel während des Gefechtes bei Rovofielitzi der Lrutnnn des 36. Landwehrregimenis Dr. David Hescheles aus Lembrg und wurde am jüdischen Friedhof in Ezernowitz bestattet. T er gefalle))« Leutnant war alb Advokat in Lemberg ansäsfig, w> er fich in weiten Kreisen großer Werischätznng erfreute. Le Man) Hescheles war ei» treuer Anhänger der jüdischnationnlen Idee. Kommandant Höerstkentnani Akeckrr. Es ist ein tragisches Geschick, daß im Lauf« ufeniger Tage zwei von den wenigen selbständigen Kom nandante» jüdischen Glauben« vom Schlachtenlode dahiagerafft wurden. Dem tapferen Kommandanten des ungarischen 52. Ins-Regts. Major Emanuel Krausz folgte nun der Kommanda t des 20. Landwehrregiments (Elanislaul Oberstleutnant. Adi ls Flecker, der am nördlichen Kriegsschauplatz als wackerer Hel > fiel. Er hielt fich stundenlang in den Schützengräben ans, erg ist dab Gewehr eines gefallenen Infanteristen und schoß aus lemselben unablässig, bis ihn ein Schrapnellgeschoß niederwarf. S eine braven Soldaten beiteten ihn am Schlachtfeld« zur ewigen R >he. Oberstleutnant Flecker war längere Zeit in Lemberg stalt niert. Kekdento» eines jüdische» In;»»le»rs. Rach der Berjagung der Raffen au i Marmaros-Sziget fühlte der Elaalobahningmicur Hirschler ins Haßt den ersten Eisenbahnzug mit dem Odergespaa dahin. Jo Sziget ergab sich die Rotwmdigkeit, mit der Lokomotiv: dieses Zuges noch vorher eine Erkundigungssahrt in die Reihen der zurückweichenden Raffen machen zu laffen. Hirschler erklärte fich ohne Zandem zu diesem Wagestück berei . Mit ihm bestieg ein Hauptmann die Maschine, die sofor die Fahrt antrat. Rach kurzer Fahrt stießen sie aus Kosa!en, welche aus die Lokomottve feuerten. Hirschler und der V aschinist fanden den Heldentod. Hirschler« Leiche wurde mit milltärischen Ehren bestattet, i Fo» zweier jüdischer Militärärzte. Im Gegensatz« zu früheren Kriegen steigt sowohl io Deutschlaiid als in Oesterreich die Zahl der gesallenm Militärärzte. Im Lause der letzten Wochen find zwei dem 18. Landwehrregrmeut (Lemberg) zugeteiite Aerzte während der Ausübung ihrer Samariterpsllcht von feindlichen Kugeln niedergestreckt worden. Es waren dies die Regimentsäizte Dr. Bernhard Mund unh Dr. Lasar Stern, beide aus Lemberg gebüttig. Montenegro. Verzicht »ns eineHrdensanozeichnnng. In Wien hat Prof. Herzfeld das ihm verliehene Großosfizierkreuz des moatenegr. Da» nilo-Orben« niedergelegt in Aubetracht der Tatsache, daß die Mo»tenegri)>er songesetzt österreichisch-nuga rische Berbandsplätze beschießen. Zugleich fordert Pros. H. den Kronprinzen Danilo öffentlich aus, die ihm schuldigen Honorare, sowie die Gelder, die er für den Kronprinzen bezahlt hat. zugunsten des österreichsschungarische» Roten Krenzes zu erlegen. England. : Putsche Kriegogefengene in chnglan». In Früh Hill Eaarp. Trimley befinden fich mehrere hundert deutsche Kriegsgefangene in einem Zeltlager, Zivilgefan^eue nnd Soldaten, darunter 26 Juden, 3 in Frankreich gefangene: Benno Kahn, Sohn de« eben verft. Rabb. in Heilbronn, ». Seelig a. Bennebeck b. Winden u. Herm. Baehr a, Haaren Kr. Büren. tzollaid. I Amsterdam. Proseffor Kohnstamm ist im Aufträge de« M)u>ster« de« Inner» nach Belgiea abgereist, um in Einverstäadnis und Zusammenarbeit mit dem deütsche» Militärkommaudo und dem belgischen Zlvilkomitee inf Antwerpen Nachforschungen anzustellen, in welchem Zustanf)! die Häuser »sw. der Aubgewanderte, fich befinden.

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