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Jüdische Volkszeitung · 1914-10-30 · 44 (30.10.1914) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
20 (1914)
Issue
44 (30.10.1914)
Date
1914-10-30
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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JtMIdK Belfayttwfl. Im Felde. Btesl», Im 30. ftttobtr fyfh. Sridpoftlritft.*) P« Httttrtt £ntumt. Ich erhielt dieser Lage von eine» Freunde, einem InfaNIerieleuInartt, der »it dabei war. al« Älucf den Engländern die ersten deutschen Hiede gad. eine Feltpostkarte, die lautete: .Lieber FreundI Wir habe» sie »er. haue», die englische» Scheute! Männer. Leider waren'« nicht viele, »der man hör«. daß Mister Kitchever nene Kaffen auf den Kontinent werfen will. Bravo I Wenn ich Ihnen dann eine Feldpoftkarte schicke, auf der nicht« w«>tei steht al«: .Ze»Hansa. Kapitel I. 8er» II. dann ist'« so weit. Herziichft Ihr 8." — Ich schlug nach und la« im Lerse I I. Kapitel I de« Propheten Zephanja: ,Da« ganze Krämervoik ist dahin I' Dens«« Ftedllchsteit. Einem Feiddiies au« Belgien entnehmen wir folgende Zeilen, au« denen hervorgeht, wie gewiffenhaft unsere militärischen Beiehi«hober tt sich angelegen sein losten, den Huf der deutschen Red l ichkeit auch im Kriege hochzuhallrn: .Wir dezahlrn alle» bar. dio aus die kleinsten Kleinigkeiten. Da wir hier al« Besatzung stehen und alle« geliefert bekommen, können wir unsere Löhnung sparen. Biel« schicken da« «eld nach Hause sür 'ihreFamilie. Wenn einerGeld adschickt, must er aber ge. nau avgeben, wie er zu dem Beide gekommen ist. St wird also auch der Schalten de« Schein» vermieden, al« ob jemand ans unrechtmäßige Weise zu «eld kommen kd»«e.' K»f de» Kchkachkfekd« Mir der«. Hu« Jastrow tTestpreußen) übersendet Herr Bahuspediteur L. Prtzal eine Aeldpoftkarre seine« auf dem westlichen Krieg«, schanplatz kämpsenden Sohne«, in welcher e« heißt: . .Ich bin ans Wunsch meine« Rittmeister« vom Regiment«, kommandantcn ans dem Schlachtfeld« al«'erster von meinem Jahrgang zum «efreiten defirdert worden und kinnt Ihr Such, lieb« Eltern, meine Freude hierüber denken. Die Worte de« Kommandeur« bei meiner Meldung al« Gefreiter war«: .Eie haben fich, Gefreiter Petzal. die Knöpfe auf dem Felde der Shre mit Rech« verdient, wünschihnen weiter viel Glück und bleiben Sie weiter so treu Ihrem Regiment.' Meine lieben Eltern, dieser Moment war die schönste Stund« meine« ganzen Leben«. Kl» christlicher Kfflzier über jüdisch« Fapkerteit .Boi Berdu». September 1814. ... E« ist mir ein B«. dürfn-o. e« auiznsprechen. daß die Kanoniere mosaischen Glauben« in bei schweren Schlacht, die wir bei Bobelmont Liftou wnnderbar und he, rlich gegen die Franzose» gewonnen haben fich außerordentlich tapfer benommen haben. Ich war seinerzeit Beobachtungtoffizier nnd Rachführer der Abteilung, und während der ganzen Zeit von Sonnabend den II. früh bi« Sonntag abend um 8 Uhr saß »eben mir der Kanonier Kobn und bediente unerschrocken im feindlichen Echropnellseuer den Fernsprecher. In der 6. Batterie, di« ich nach Berwundung de« Hauptmanu« übernommen habe, ist ein Gefteiter mosaffchen Glauben« seine« hervorragenden Be» nehm.n« und sciuer sonstige, Tüchtigkeü wegen al« Kanonier und Besehlsüderbringer von mir zum Eisernen Kreuz vor«, unsere Lerlust« waren groß, aber erträglich namentlich de» furcht, darr« Verlusten der Frarzosen gegenüber, die von nuferem Gefchützfiuer wie gemäht in den Schützengräben lagen. Grüße an alle Aitehncr Bekannt« Ihr P. H.' ,.va« jüdische Lee»." Ein hiefiger verheirateter jübffcher Landwchraurno — Dragoner —, so schreibt man au« Eorbach, bitte« seine Frau um Zusendung von Eßwaren, da in der franzdfischen Gegend, wo er jetzt seinen «ufenthalt hat, uichti für Geld zu haben sei und die Bevölkerung selbst Ror leide. I« demselben Briefe schreibt er seiner Frau nachstehende«: .«ine» Tage« ritt seine Truppe durch rin sranzdfischc« Dorf, da« Kriegselftid liegt schwer aus den Einwohuern de« Orle«. Da ficht erstine Frau mit vier «eine-den Kindern am Wege stehen. Dch jüdische L-ndwrbr. mann der an der Seile ritt, wirst der Frau zsetn letzte» Stück Brot zu. Der oberst bemerkle dieje«, ritt an de« barmherzjgen Geber heran und sprach zu ihm: .Da« ist brav von Ihnen. Kamerad, da» wird Ihnen dir liede Gott vergelte»!' Ptokchhascho»«» in Itutzlau». .Am Borabend de« Reujahrdsefte« rückte da« Detachement, weiche« zur Besetzung de« kleinen polnischen Städtchen« ...bestimmt war, ein. Die Einwohner bestehen zu zwei Dritteln au« Jude», von denen viele gestoben waren, iu der Furcht, daß wir Deutschen die «nsetzlichen Greuel, divou den Kosakenhordeu in den nahen ostpreußischcn Grenzorten begangen wurden, vergelten würden. 'Da« Städtchen war glücklich vor. einer Beschießung und nahen Gesechteu verschout geblieben und sah bei unserem Einzug so friedlich au«, al« ob gar keine Kanonen 'gäbe. Die Landwehrschwadron. der ich angchöre hatte harte Tage dinier fich. Dir Schlacht bei Tanaenberg und di« in ihrem Gefolge ndligc» Geplänkel mit abgesprcngtea Kosakleaadteilnngrn später di- «esechtc bei Lyck halte, uns alle Srrapazc» de« Kriege« aufeilegl, und obwohl e« in Strömen vom Himmel hcr» untergoß «areu wir herzlich froh. Tage der Ruh« sür Mann und Roß vor un« zu habe». Persönlich warrch in trüber Stimmung. Rosch hafchonoh fern von Han« und Hof im Feindeslands Bor mir lag der Markt, platz, schwer u»d schnell brach die Dunkelheit herein und immer tiesor und größer wurde» di« typischen polnischen Schiammpfützen der Straße durch de» erbarmungslos herabftrbmenden Regen. Ich war durstig und bat in eine« Hause um ei» Gla« Waffer. Ein« jüdische Witwe gad mir da« Verlangte; wir kamen in« Gespräch, und al« fihörte, daß ich «nch Inde sei. führte sie mich in« Zimmer, wo der jüdisch« Feiertag«tisch mit de» beiden Kerzen, mit «epfeln und Brot gedeckt war. »Sie müffen mit un« esten', und da nützte kern Sträube». Ich sprich da« Kidduschgedet, teilte mit der gute» Frau und ihre, beiden Kiudern da« wohlschmeckende »dendeffcn, und wenn auch die Unterhaltung halb jiddisch, halb deutsch, einige Echwierigkcit bereitete, so wandelte fich meine Rührung bald in Behaglichkeit. Di- Rachdarn kamen dazu, und gerngab ich auf alle nur mögliche» Fragen Antwort. Alle find de« Lobe« »oll über di« dentschen Soldaten; e« find ja auch mit wenigen Nudnahinen Hambnrger Landwehrleute. »n beiden Feiertage» besuchte ich de» Gottesdienst, der un« Westjudeu eigenartig erscheint. Aber »och ule hat mich der Gotteddienst so ergriffen, wie da» Flehen der Minner und traue» an diesem schweren Rasch haschonoh zum liebe» Gott. teckea doch di« junge» Ehemänner, die Söhne. Schwiegersbhne und Enkel zahlreich in russischer Uniform. In Rußland funktlvniert keine Feldpost, niemand weiß, wo die Liebe» fich aufhalte». Auch mir find deim llneffanne Taukeffgebet die Helle» Lräaen über dt« lWangen gelaufen, nnd ich glaube mich ihrer nicht schäme» zu brauchen. Nachdem man mich bei« .Dawnen' gesehe» hat, bin ich hier In ... ein verhätschelte« Kind. .Alle Juden find Brüder'. Die arme Marktfrau, die mit Aepselu handelt, ruft: .Do i« er, der Jiid, Sott laß ihu gesund.' nnd täglich muß ich Einladungen zum Tee, zum Mittag, und Abendeffen Folg« leisten. E« find schwerdedrückte. aber herzensgule Menschen, unsere polnische» Glaubendbrüder, nnd mit mir wird wohl mancher Jude von feinem Vorurteil gegen die Sefianung der polnischen Jude» geheilt worden sein. Der Schnorrer, der nach Deutsch, land kommt, gilt al« Prototyp de« polnischen Jude», und da« ist ei» schwere« Unrecht. Bielleicht gehl der Wunsch der . . . Inden, deutsch zu werden, iu Erfüllung und dringr fie un» näher; ti wäre kein Fehler, denn ei gibt edle Menschen «nter ihnen. . . ., 86. September 1814. M. v. d. Woll. An» de» Otslat. In vielen jüdischen Gemeinde» de« Elfaffe« mußte der dresjährigc Kol-RitreZstottesdienst unterbleiben, weil »ach den «ährend der Zett, da in der Näh« Kämpfe ftattstndeu. geltenden Vorschriften, von Abend« 6 Uhr an keine Bersammlunge» stattfinden dürfen. In Gedweiler durfte am Rosch-Haschono nicht Echaufor geblasen werden, und auch bei» Regimenttkommandanteu konnte hierfür keine Erlaub- »it eiwirki werden. E« erregt Befremde». daß in einigen Gemeinden, und Thann uud Eolmar. die Herren Rabbiner unter de» erste» waren, die bei Autbuch de» Kriege« die Stadt »erlich«», während e« nach allgemeiner Meinung gerade in dieser traurige« Zeit die Pflicht der Rabbiner wäre, im Kreise ihrer Gemeindemitglieder autzuharren, um de» Bedrückten und Betrübten Trost zuzusprechen. Sennheim. (Elsaß). Unser« Rabbiner. Rebbe Salme Bamderger, bereiteten die Franzosen schwer« Stunden. AI« fie kürzlich durch da« Städtchen marschierten, nahmen fie den ehrwürdigen Grei« gefangen. Rach zwei dangen angstvolle, Stnnde» wurde er aber glücklicherweise wieder an« dem G-. wahrsam entlassen. Hlteberhageniak (Ftfatz). Di« hiesige altehrwürdige Gemeinde war in diesem Jahre am Jom-Kippnr ohne vor. derer. Der Borbeter. Herr Klein, war unter den Landsturm. W. 44 "vertrete!, wollte^ »«de trvtz seiner Au«wei«paptere bei ' Ding« schön. wieder h Et waren die« die ersten eroberten fi tödlichen Geschütze der Kompagnie bezw. de« Regiment«. Diese Tat habe ich deshalb nicht berie tct. da ich mich so nicht habe damit brüsten wollen. So aber wo ich dafür da« eiserne Kreuz erhielt, sollt Ihr auch wiff, r warum. Meine Freude ist groß, besonder«, da ich e« vor Ro ch.haschono erhalle» Hab«. Einliegend send« ich euch da« eiserne K> euz. damit, — nein ich habe et mir ander» überlegt, ich trage :«. Der liebe Gott wird seine schützende Hand über mich hallen, aus daß ich wieder zu Euch meine Lieben zurückkomme. Dam will ich e« aber auch anhaben. Unser Regimeuttkommandeur. ein Obe ftleutaaiit (da der Oberstleutnant verwundet ist., hielt eine Insprache, die sehr kernig war: ES würde in der Geschichte de l Regiment« mein Name noch bestehen, wenn wir alle schon richt mehr wären, usw. usw. Fritz Herz ") Andapest Bei den Kämpfen zwilcher den Engpässen der Karpathen haben fich. wie die« die Ungar che Presse rühmend hervorhebt, die jüdisch-nationalen Legionär Galizien» hervor, ragend betätigt. Die kleine Schaar hat r it wahrem Heldenmut und Todesverachtung die Posilion geh rlten und ist trotz 70 pEt. ihrer Verwundeten nicht zurickgeu ichen. Fapkerüelt jüdischer Kreiwllliger I» »er Ist rreichische» Armee. Bekanntlich ist die österreichische Arme au« einer großen Anzahl vou Ratioualitätcu zusammengesetzt die unter einander in der Berteidigung de« Donaustaate« w »eifern. Auch die national empfindende jüdische Bevölkerung meldete Freiwillig« an. Wie wir erfahren, kämpften in der Schlacht dei Ujsok, in der die Russen nach langem, blutigen Ri, gen siegreich zurückgeworfen wurden, etwa 160 zionistische 5 reiwilltge au» der Ukraine auf österreichischer Seite. Sie we >rtea al« Borposten de» übermäßigen Angriff der Russen sol mg« ab, bi« gegen 6 Uhr abend« die Verstärkungen anlangl:n. Der kommandielende General äußerte sich Lberau« lobent über den Mut und die Tapserkelt der jüdischen Freiwilligen.; n dem Kampfe find 70 Freiwillige verwundet worden. Htt« Akt««»,. Ueder die Persönlichkeit de« im Be agerungSkampse der Festung PrzewhSl rühmlichft genannten L utnant» Otto Altman» meldet die ,N. Fr. Presse': In sei! em bürgerlichen Berufe ist Artillerieleutnant Otto Altmann Maschineningenieur bei den Deutschen Motorenwerken ln Ob«! ursel. Seine Eltmi leben in Wien, der Vater war nahezu 4( Jahre Arzt in der Mariahtlserstraße. Leutnant Altmann hul >igl sehr eifrig dem Sport, errang wiederholt Preise im We tschwimmen und ist al« guter Fechter bekannt. Die große K ltblüttgkeit. die der tapfere Offizier bei derj Verteidigung b wiesen ha», gehör» auch zu seinen besten Sport»,genden. Ei, Bruder Otto «it. mann« fand den Heldentod auf dem serbss hen Kriegsschauplatz. _. __. „ _ ,. t „ Gener.kmajer Keinrich #»br —> Krenihei» ars-fam«* mmr~ — Bon uameulosem Schmerz« gebeugt, gebe» wir Nachricht von dem Htnscheidcn unsere« innigNgeliedte r Gatten. Vater« und Schwiegervater«, de« Herrn Heinrich Ulrich Edlen vou Trenkheim, k. u. k. Generalmajors d. R., Ritters de« Ordens der Eisernen Krone diiller Klasse. Besitzerde« Militär Beroiensikreuze«, der Kriegsmedaille, de« OffizierStDienstzeicheus zweiter Klaffe, der Jubiläumsmedaille. Kommandeur« de» preußisch«. Roten Adler Orden» dritter »lasse. Besitzers de» spanischen Rilitär-LerdicnstordenS dritter Klaff«, de« sächfischeu Albrechtt- Orden» zweitrr Klaffe, des «ommgudelstkreuze» de« Sterns von Rumänien ulwj usw. welcher nach langem schweren Leiden un» am 14. Oktober 1914 entrissen wurde. Hfanla Plkrlch Edle ,. Ureniheich, als Gattin. Pgo» Ilkrich Pdker ». Irenthei«. al» Sohn. Mar, jUk gib. Alrich ffdke ,. Krenllhei«, als Tochter. Kaiserlicher Rat J>r. Artnr -atz, Prioatdozenl an der Wiener Univerfilät, als Schwiegersohn Kranzspende» werde» >» Sinn« de» Meröftcheire» danüen» aögelehnt Am flile» Peileib wird gebeten Anden »nter de» chneiha» Bekanntlich hat England, welche« im eigenen Lande selbst für Geld eine gegen Deutschland auf die Beine zu sielen indische Truppen nach Europa gebracht, um fie gegen die deutsche Armee lo». zulaffe». Unter diesen sogenannten Gnrk fas befinden fich nun. wie man au« Newhori berichtet, eine Anzahl von.Mitgliedern eines uralten hinduftaniichen Stamme«, der sogenannten .Beni Israel'. Der Präsident der angesehenen .Independent hindustan Society' Dr. Rukergi gab auf ein« netbezügliche Anstage einet jüdischen Joumalisten die folgende Antwort : .Die Frage, ob unter den Gurkhas. den Soldaten unsere» unglücklichen Bateilandes. sich auch »h eni Israel' befinden, muß ich bejahen. Es lut uns aufrichli z leid, daß fi«, sowie andere unserer hindustaner Land«leute, gegen unsere besten Freund« die Deutschen in den Kamps zic scn, um England, da« un« beraubt und ausgcsoge» hat. zu Helsen. Da« verursacht un« liefen Schmerz and ausrichfige Krüakung. denn kein Boli hat zur Beidreitung und Förderung der Literatur Kunst und Philosophie des alten Indien so viel befgctragen. wie deutsche Gelehrte, welche die Weil mit der wundrrbahren Lehre de« Buddhas bekannt gemacht haben. Wenn nicht die deutschen Map Müller und andere wären, würde Europa vielleicht noch heute uicht die prachtvolle Sanskrillileratur de« alten Indien kennen. Und nun kommen diese Hindu» und bedanken fich dafür dei den Dentschen mit dem Echwrrte in der Hand'. Die ,Beni Israel' welche sich in Indien noch vor der Zerstörung de» zweiten Tempels niedrrgelassen hatten, wurden vor allem von deutschen Gelehiten entdeckt und erforscht. Und nun werden auch diese gezwungen, wider Willen gegen Deutfch. land und seiue Kultur zu Kampfe zu ziehen. *) Wettere gelspeftbeiete vom »Izemetuem Zulereffe find»,» jebeljeit »ilkommeo. Me Drizlnale »erde» o»s »unsq j«uck^,ede». «e». buch zurückgewiesen und mußte unverrichteter zurückkehren. . , PI» «!. jähriger jüdischer Soldat, Herr Paul Spiegel in Chemuitz, ei» dekaunttr deutscher Luftschiffer, ist al« Krieg«, f eiwilliger iu die deutsch« Arme« eiugetreten nnd tut Dienst bei» liuiglichen bayerischen Luftschisserdataillon in München. denniht wird der Mn»Ietier Erich Rolhmaon a. Bcuthen O./S. An» ehrende» Gedacht»!» für Pr. Iran». Der Berei» der Fortschrittlichen BolkSpartei zu Mannheim hat in einer Mitgliederversammlung einstimmig deschlossen, bei der Ersatzwahl für den sür« Vaterland gefallenen Abgeordneten Dr. Frank, in Würdigung der großen für unser Bolk so schwere» Zttt fich jeder Wahlagitatton zu enthaltrn. E< wurde de» Parteifreunden überlassen, fich au der Wahl zu beteiligen °»e>> fich der Stimme zu enthalten. Der Borfitzend« Stadtra« Bozell begründete diesen Suttag unter anderem damit, daß die An< gehbttgen aller Parleicu mit B-g-isternag an den Kämpfen teil-! genommen haben uud Frank al« »neg«sreiwi«ig-r gefallen sei. In der Diskussion führte Dr. Wolfhard au«: .Wir find i« Borfiaud einig gewesen, daß durch den Tod Frank« ttn «inzigarttger «orgaog vorliegt. Derieinmütige Beschluß de« Reichslage« in seiner berühmte» Krieg»fitzung ist wesentlich Frank« Werk. Der Mensch Frank steht so groß in seiner Partei > da, wie kaum ei» anderer. Da« Blutopfer eine« jeden unserer Krieger ist edel und wertvoll, wai aber den Tod Frank« von! den andern unterscheidet, da« ist, daß er seiner Partei den! Weg gezeigt hat. den fie in Zukunft gehen wird: Für« Baterland.' Es erscheint UN« schon im Jnl-r-ssder politische» Ve- ' schloffenh-it während des Krieges selbstverständlich, daß der Nachfolger Dr. Frank« im R-ich«Iag durch die Sozialdemoftatie ' bestimmt wird, der er fich zurechnete. Aber im Fall Frank kommt allerdings noch ei» viel stärkerer Beweggrund hinzu: Frank hat im «nlscheidenen Augenblick den Mul und Willen zu dem Bekenntnis gefunden, daß da« Vaterland über der Partei stehe. Da« sichert ihm dlcibendeu Ruhm über diese Kriegszeit hinan«. Wie »k »nser eiserne» Aren» erwaröe» .... Ich erhielt soeben 10*/4 Uhr vormittags mit noch vier andern de« Bataillons da« eiserne Kreuz, heute am Erew Rosch.hoschvno. Jetzt wollt Ihr aber auch wissen weshalb: Am 21. August hatten wir bei B . . . iu Belgien eine große Schlacht in einem 8 Kilometer großen Walde. E« war fürchrerlich. Sosott fielen verschiedene Offiziere usw. Segen ä Uhr nachmittags, nach ungeheure» Lerluste», gewahtte ich mitten im «aide eine feindliche Batterie, die h-stig feuerte. Da keine Lsfiziere oder Unteroffiziere zur Stelle waren, sammelte ich etwa 40—L0 Rann von verschiedenen Regimentern um mich, teilte fie zu einem Zuge zu 5 Gruppen ein nnd führte denselben. El gelang mir tatsächlich »it diese« paar Rann die feindliche Batterie zu stürmen, und ich machte außerdem noch 67 Gefangene. nicht imstande war. enliprechendc Armee ') B»b» M Kollusbeomln, a. D. i-op-Id Herz i» «ikidaden. Ival- «r 4» ». .3»». 8o[f»«.' «eil ,ll»s. hetde,» um. .Eis. »!.' Ar.

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