Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 20 (1914)
- Issue
- 40 (2.10.1914)
- Date
- 1914-10-02
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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»an «Hrb sich Mtfer Sirchelligkeft aller Deutsche, ohne Uunschfib de« nlipiöfiu v«ksn»t»isfi« »an ^rtm freue», und Btr möchte» die Neber-eua»»- «us dfisrr er»fte» grvßen Zeit t» die Zukunft hinüberueMeu, baß der warme edelto», det Kaifirwonei weiter Hingt i» de» Herze» aller deutsche» Slaulidürger, wen» wir jist t» diese» Tagen sehe» wie dte kertreter aller Ker»f»ftt»del Hantel »ad Zndastkfi, Landwirtschasl und Handwerk, Bankier und Arbeiter sich zu einer große», gemeinsamen lkundgednng soeben in Berlin znsammen» gesunde,, hatten, sie gemeinsam da« Kelidni« adlegten, alle« dcran zu setzen, gemeinsam und in Einmütigkeit de» vaterlau de «tut und Blut hinzugeden, damit H den schweren Kamps gjgen riue Welt in Waffen durchhalten kan», daun wird man auch in Hiusich, aus den inneren Frieden die große Z >l segnen, in der wir leben. Diese Keuugtuung kann auch nicht dadurch getrübt werden, daß einzelne lkonoeniikel derufö müßiger aulisemlltschrr Hetzer ihr Handweik auch jetzt fortsetzen und damit ihr« .patlioitsch monarchische' Matke liste», mit der sie bisher ihr wahres Antlitz verbargen. ES sind di« sattsam tzekanuteu Organe de« »adikalantisemitiömu«, für die dai »oiserwoit anscheinend nicht gesprochen ist. denen die Einsicht Mange», wie lehr die iuneie Beschloffenheit de» ganzen diuischen Volke« die Bedeutung eine« Borsiege« in dem großen vblkerriugeu bedeutet. Wir möchten e« adlehnen, jene antlsemitischen tadikali» Elemrute in ihren armseligen Illüh« zu st treu! Die überwältigende Mehrheit de« deutschen Bolke« u musl vor, ihrem Behaben uud istetue herzlich wenig Noliz, u id so mag man sie ihrem armseligen Treiben üderlaffen. Ader auch nach einer anderen Richtung der i u n e rjüdi- Ichen hat der Ernst der Zeit und da« Won deö Kaiser« seine i sreulichen Wirkungen gehabt. Auch die deutsch« Iudeuheit bildet heule ein harmonisch«« »anze«. verschwunden ist da» Tosen und der Lärm de» Streite«, der leider vor dem Kriege auch in unseren Reihen tobte. Ob othodox oder liberal, ob Ziouili oder Anlizionift — heute schweigen alle lllleinungöver- Ichiedeuheiteu. Die häßlichen »»«wüchse der innerm Zrrktüs- »mg sind entschwunden und auch in der dentscheu Zudenheit ist d>» Ziel und die »rbest aller daraus gerichtet de» Vaterland za dir»«», Man wird auch den Zionisten zugestehen müssen, daß sie ihr deutsche« Empfinden 'in diesen welthistorische» Tagen darchau« besiötigt und bewährt haben. Konnte man doch erst dieser Lagevon dirherrischen Uederwindung waffensähigerZionisten im heiligen Land« lese», die ungeachtet der fast unüderwiaddarea Schwierigkeiten in langen Fußmärschen »nb weiten Umwegen bt-n Pfad in da« deutsche Vaterland sanden, um hier ihrer vitterländischeu D mstpflicht zu genüge». Und wenn wir diese sienndliche Erscheinung betrachten, so zieht anch in dieser Hinsi ht de, Wunsch in unser aller verz, daß diese Zeit de« inneren Frieden« der zudenheit die stürmische Zeit de« Kriege« überdunere. Man sieht, wie da« höhere Ziel die kleinen Streitigkeiten de« Tage« überwunden Hai. Und wenn wir auch nicht so weil gehen, etwa zn verlangen, »aß nun die verschiedenen Sitchlaugen innerhalb unserer Gtanhendgemeinschasl ihre Ziel« nnd Bestrebungen deisetle lassen sollen, so hoffen wir doch al» 'Baal 'dieser schäne» Keime für die gnklinfi «in« Aneinander- Irtzung in lonziltanreren »nb versöhnlicheren Forme» »U ba«1 döher gelchah. i« ernste Zeit hat na« deutsche Juden zweisell»a nieder näher zasammeugesllhrt nnd auch wir sollten dei aller Verschiedenheit unserer rÄigiösen Anschauungen dt« Erst nnlnt-i der Klast diese« vorsiege«, nämlich dieser Einmütigst st, gewinnen; auch sür un< gelte» lassen da« »on del dentjiden Kalter«, ans unsere Lerhältniffe in drr,Form variier«: Wir krauen keine Parteien, wir kennen nur Zuden! P. >. BdtfrtaL Ki»llllr,»r»»g»»»treige -vegokreiwiliger Ans An. r gnng de» preußi>chen Minister« dt» Junet» sollen die gesrtz. l>ch vorgeschnedenl» Formalität«» bei der Erledigung der zahl, irichen Eindnrgerungianträae kriegsfreiwilliger »»«läuder ans , a« unbedingt notwendige Mindestmaß deschrtnkt werden. Wneztnrg, IS. Lept. Den Bemühungen de« Herrn ü.ftsiriktbiabdinei« Bamberger dahier ist e» gelungen, für den Bereich de« 2. dnhetschen Armeekorp«, nmsaffend dte Garnisonen ie Uulcluud Oderstanken, der Rheinptalz und der bayrischen Truppenteilen tu den llieich«landen. fiic sämtliche z. Z. in den etaiuiionsstlloien «legenden jüdischen Mannschaften Urlaub tuähieild de, uohe» Feiertage za erwirken, ebenso wurde für die >m Felde Stehenden, loweit di« verhältniffe e« ermöglichen Dunstb«sr:,ung und Beurlaubung zam Besuch eine« allenfaltigen Botte«dienst«« in Aussicht gestellt. kehr« »Ad SchMt. ifr-ektttsche» Jslrtxlewtiw* Die Alds-lvcnte» der hiesige» Lehrerdilduagsmupun sich bisher der Schl«ßprüf»ng a» küvigl. Schul« lchterseminar »«lerziehen. 2» diese« Jahre var vo« köntgl. tkultusAm.ftttium zum erste» Male während de- »»»mehr 5V jährige» Bestehen» der Anstalt. die Abnahme der Schlußdem Semmar selbst übertrage» und der Austaltsoor» ttaitn, Herr Diftliktsradbiner Naiha» Bamderger. »ü de» Boifitz sttr den schisttlicken Teil de- 8bsulutonumbetraut morde». Nutimehr hat das köaigj. Staat-miuisieria« auf diesbez. Ansuchen nachträglich auch die Erteilung des Einjühirgeu-Beiechtigungsscheines au di« Absolventen verfügt und )er »nsraliSleitung erLffuet. daß die Frage der Einjährigen« Berechtigung künftighin mit der Frage der eigenen Prüfung äu verbinden ist. für welche de« jüdische» Seminar auf Grund .'er für Prioatanfta.ten erlassene« «Lge«ei»eu Bestimwuugea und ii ebrsonderr der von höchster Stelle i» de« letzte» Jahre» wir verholt gegebenen Beweise größte» Wohlwollens gegenüber ser jüdischen Lehrerbildungsanstalt sich die günftigften Uu-fichte« eröffne«. total«. ve» h«lde»tofit’« Valeria»- ftarl: 2'2. 8. in Frankreich Wiihei» Fischer, 21 Z., »inj.-Frei». Besr. (Bren. Reg. U), i. H. Lipschütz & Veiler Ktadtttzootee. Inder GonntogS-Anfführnngde« .stiegen, den Holländer', her«» »»sGalilche Leitnng Kapellmeisier NtUler.Prpm ha««, setz»« Färhoch ln der Banst de« Erik sein Gastspiel ans E^ogemnet kn. Die Titelrolle war Herrn Rad«, btfin Leistung in dieser Partie vo» »ergangenen Jahn noch in bester Erinnern»a sicht, tdeNragen. Die Senta sang Fel. Znokn. dst Mnry Frl. Reisch, den DaUllld Stttekopf, dcn Steuermann Kober. DienKng w»rde Fi deli, n»ter der m»fikaltlchen Letton, »on Rnpellmeister Müller-Brom. instenieN von Odenegtssenr Kirchner gegeben. In der Titrlrolle gnststrst Frl. Margot Richter ai« Gast ans Engaaement. Donnerstag ,Hnn» Helling'. So»»ade»d .Loheimrrn' Soontag zu« I. Male .Der Feldprediger'. Ren in vorberestnug z. ll. tv. Meistersinger von Rürnberg, Tannhänser, Silh. Teil, die Regi- »enlttochlei, Parsisnl, Ring d. Nibelungen, Zaudnflöte. Gellt e»r» Hkri»at-Stnnden nicht nnfl Unter den Unterstitznngtgesuchen, welche bei der Mittelstand«.Kommission de« Rationalen Franendienfte« eingehen, spielen dst von Klavierlehrern und Lehrerinnen eine ganz de. sondere« groß« Ralle. Dst ständige Klage lauIN : .Mit Antdruch de« Kriege« sind mir nie aber fast alle Stunden gekündigt worden; neue find beim besten Willen nicht zu bekommen; damit fehlt mir die Ermerhtmdgltchkett; hi« geriageu Ersparniffe sind ansgezehn. ich weiß nstht, wie ich dst Miete bezahlen, »st ich «ich nähren fall.' E« mag dnrch den Krieg dst wirtschastlich« Lage in einer Anzahl von Familie» sich tatsächlich sv verschlechtert Hoden, daß sie notgedrnngen den MnsiknnierNcht ihrn Kinder nnierdrechen »llffen, oder zweifrllo« «erden diese Elunden anch von sehr vielen Famsiiör gekündigt, dst dnrchan« in der Lage find, sie weitergeben zu läsen. Bei ihnen ist dst Erwägung maßgebend in den schmeren Krieg «zelten müffe »au sparen, auf alle« nicht unbedingt notwendige verzichten. Da dei üderstgen sich diese Keeffe »der nicht, daß sie durch dstst unzeitgemäße Spaisamkcit dst Mnsiklehrer nnd Lehrerinnen in ein« ganz fürchterliche Rotlage »ersetzen nnd sie nötigen, dst Mildtätigkeit in Anspruch zu nehmen. Wie Unsagbar schwer da« gerade solchen Persönlichkeiten wird, hie geivöhat find dnrch mühsam« Ardest ihr deschetdeac« Dasein zn fristen, da« kann sich jeder seihst sagen. Daneben wird aber dnrch solch gedankenlose Sparsamkeit auch noch dst Zahl derer ganz deträchlltch nhiht, die dst Mittel de« Rationale» Fronendtenste« in Anspruch zu nehmen gezwungen sind. Und da dtese Mittel ana einmal außer «erhälknlö zu der großen Zahl derdnrch den Krieg i» Rot gekommenen stehen, so muß naltrlich hie Unterstützung geringer demeffen »erden al« erwünscht, ja »l« notwendig würe. Der Ratioualr Frauen dienst NchtN daher an alle wohlhabenderen Familien vre«lau< die dringend« Bitte, den Musikunterricht — nicht minder oder anch den stemdsprachlichen sowie den ZeichennnterNch« — «ährend de« »liege« soNznsetzen; ei ist da« eine Pflicht gegenüber den Lehrkräften, dst man im Frieden dafür herangezvgen hat. Man denke auch daran, daß e« dst beste Hilfe Ist. die de» Menschen Ermerdilätigkeit ver- Hst Aa^tpköegeg^ppo de» Wre»ll»ner Anaea^kst,«-' rtnnenveretn» entfaliet schon seit Jahren eine sehr legenteeich« soziale Tätigkeit dnrch Stellung einer Hantpsiegerin in Fällen, wo die Familien«okter der »ndemiltelten Stände durch Krankbest dehindeN ist, ihren Haoistand zn versorgru. llnzähtige Aamilstn find dadurch dadurch vor dem wittschaftlichen Rieder, gang, sowie die Kinder vor verwahrlosiing dewahN geblieben. In dstser ernsten Zeit hat sich eine Kriegikommission der Hauipfiege gedildN, welch« i» Anschluß an den .Nationalen Franendstnst' besonder« auch Krtegersrauen kostenlo« eine Pflegeri» stellt und zwar nicht nur in Fällen der Erkrankung, sondern anch dann, wenn dst Mutter ihrem Erwerbe außer dem Hause nachgehen muß. Letztere« allerding« nur so lange, di« die Kinder unlergedrochi find. Anträge um Bewilligung einer Pflegerin dnrch den .Nalionalen Frnnendienst' sind Rtlterplntz l, I, Zimmer 22 zu stellen. E. K. Wre»lauer Adeetzönch Illlll. Der «erlag de« Breilauer Adreßbuch«« hat den Herren Hanieigeulümern uud Verwaltern die Hau«listen für den Juhrgnng 1915 zur verteiiuug an dst Haugdastungsvorstände soeben zngeheu laffen. E« ist dringend geboten, daß dst Haushaktnag«vörstäade die Listen persönlich auöfüllcn. weil uni dadurch die aeuaue Schreibweise de« Nameuö verbürgt wird, und »eil nur ans diese «eise dte Wünsch« der Eintragenden lZnsttze zur Bernfö-oder Standeödezeichnung. Angabe der Sprchstuude usw s zuverlässig erfüllt werden können. Auch diejenigen Gewerbetreibenden. dieetnedesandereEinttagnng«- kaNe sür ihr Gewerbe nicht anigefülll Hoden, mögen aus sorgsöitige Autsüllung der Nnzelnen Rubriken in der Hnnöliste achten, da diese Angaben anch ntö Grundlage sür die Aufnahme im Gewerdeuachwei« dstuen sollen. Dst Abholung der Liften beginnt bereit« am Donnerttag, den I. Oktober, weihalb sasorttge« Auisüllen der Liste angezeigt erscheint. El empfiehlt sich firner. Boideftellnngrn aus da« Adrrßduch gleichzeitig in die dasnr vargesehene Rubrik der Haniliste einzulragen, da »ttSchlitß de« Bordestelltnmin« — 81. Oktober — drr vm 2 Mark höher« Ladenpreit in Krast tritt. I» übrigen verweisen wir aus da« Inserat de« vieilauer Adreßbuch«« 1915 tu der heutigen Nummer. Herr Stadtrat ZAarck ist von eine« schweren Verlust heimgesuchl worden Einer seiner beiden Sühne, ein hochdcaadter junger Juttst. ist nach wenigen Togen einem tückischeii Leiden eNegen. Sein heißer Wunsch, dem Baterlande seine Dienste zu leihen, ist nicht in ErMnna gegangen. Er ist zum großen Heere eiaderufen worden. Rndb. Prof. Dr. Guttmann gah de» allgemeinen Schmerze der ansehnlichen Traucrverfnmmluug ergreifenden Auidruck. .Bott tröste nad stärke die haN heimgesuchten Eltern. 1°>wlN» AaAttgtt» Die girma 3- Schöntet« fi, Herren, nb »Mbcmbütc, vchmtevebrücke d». tonte am 1. Oktober, ihr SS jährige« vrgrhe, feiern, vemertt lei, voh Oie Ftrmo to vrrsla» keine Filiale» mnerhtlt. Sotchiktoj»««»»-. Die Firma H. »i o d ml I ler, Spezial,eschilt für Sotileial anoboMa io vre,Io», tonte n> r« ,. ihr «0 ilhrige, veftehea feiero. Die Firmo, Oie zitege ihrer Sraoche »m Ptape. hat sich oa« kleMße» AaflMge» za ihrer hoangea veheatoa, eotwickeU. , A» heoifiea Toak kaoa de« Sekchifttreiseade »an Frtrbemaaa, hier, «fi-strod-1», »»k l-bu « l» »«' I« »»»« fett Wt «R In «orchorM * ll-, »ebener,orderobwtohrik, hier, zurückhtickeo. vo» eiaer Feier -e« Tage« maßte ad,eiehe» wer»«, »a der Endilar zum Heere liaterole» iti. _ Moimi!»»« wir« i» »er alle» «o-ia«»«e Hau« Zoiph (»ater «ilhetm, vettinerfir ,7 „, »m «abdol» »cha'd vra,a: (Batet W. •rori, «»rimtr. »»), «■ » Fe«-,- 9M) »ihner cS-t-r int, “«'i »*« T-chirr- Alst, «sicher, 3°,^ «.».«. «e»t- Ult i. Al- L Rribf. Höfchtnstr. so I. Et» r, b, : Hchw<rse»«N (Sab«-d), rreubGrfstr. 4. W«tts«: £ant Ctmibcrg, praft. Arzt. Sohniftetaftr. 15 ». Trude tarfiinfrlfifti, GGethestr. 80. Aer-ahtt c *nit zmmeracohr m. Zank» Fren«. »eowigt n( tzirlo«»»» «-«kt- SS. 9. 8 llhr varach »I-go-er. «ieaerriooehmer. Avanenfte. i», S7 9 4 llhr Heortelle Uli I Sei dem»»,-) «tatst. Sott »ft, 9». «. >0. »o«m 8.80 llhr i-ui» «eckrr. 8« Z, nf Krtohh-f ^oheü .! 97. 9. 19 llhr Dr.s-Hmi, Ward, GertchKrefereudar. Lauentzienstr. 7. Skadr«isch«. Mir». At« Privoltore-Ien wurden an der dtetfie» llaiversittt zagelallea: Dr. Orto Sach« iur Dermaialagte und Syphtlidalagie, Stud«- arzi l>r m-a. er phil. llrhard «later für Hygiene. »ir dnereeichitchen »»rtchealchatte» n» »>« Dre öfterreichisch^, Vurfchenichiftea haden tn ihrer jii»gst in Mursurg Lbgehntteneu Versammlung den Veschlutz ^efabt. v»u aoa an auch dte Ltudeuteu ilraeltüsche, Glaudent tu dea verband der Burfch-aschaftea autruaehmeu und sie alt fatt»faNt»u«fihtq jv betrachten. JMff. Zu« Setter der dermalvlaqisch veuereolagtschea «iatk und Polikltatr wurde vom RegterungSral Herr Professor Dr. vn»o V l » ch retzlk llachrjchtkll. S1ar,ard i. Pommern. Hier traftn vor ben Feiertagen 6 500 rutfijchc 5friegsgefanftn>e ein. unter denen sich 240 jü« öifche befanöea. Der Borstand der Synagogen-Gemeinde veranstaltete für sie am 1. Feiertage einen Nachmitrags-Gottes« dienst, bei dem Herr Rabb. Dr. Silberstein eine ergreifeabe Ansprache hielt. Pärtitz. Kurz vor Roschhanschonob langt» hier 12 000 russische Lrregsgcfangene an. darunter 300 jüdische Soldaten. Der Borstand der Syn.-Gemeinde wurde bei derLommaudantur vorstellig wegen Abhaltung eines Gottesdienstes an den hoh.'n Fe erlagen. Die Genehmigung wurde mit der Maßgabe erteilt. daß 2 Mitglieder der Gemeinde dem Gottesdienste beiwohnten. DieS geschah. Der Vorstand hatte sich wegen ZustcLuog von Machsorim. Tallefim. Schofar und Sefer torah nach Breslau an den Vorsteher Neustadt gewandt, der die betreffenden Kliltu-gegenstände übermittelte. Petfoaalien. Z»u to« fUfato- Stoen«, 2S September. Erjeseaz Herr, der frühere Pristbeut ber verliuer HautotSkammer, ist heule früh geftorde». Jtorfts. zsUtzekm Herp Zumitte« tos gewaMgeu Kriegsgetdmmels, welche« die potttljche uud die wtrlfchaftltche Wett erschüttert, hadeu stch >met Auueu ßeschlosseu, die bis vor kurzem tu patriotischer veßeist«. nui GOläuM». <tf**e*4 *U|el» PtJä, 4S tihi kuufmiuutfche Siu^bah» am sl.Dezember 1918 all Griftdeak otr tzaudeldkammer z» verltu adgeschtofie» hatte, m» to» Rest seiuer Lage tu üiser Zurükkgeioaevheit uud unter ItehevoAer Gst«e setuer Gattin, seiuer sinder uud Lutel zu verlebe», ist heute früh. St Jahre alt. geftorde». Heia Rücktritt vo« de» zahlreiche« Eyrentmler», dre er Jahrzehnte lang wegen seiner vtetsetttge» steuutvisse und Ersahruugeu bekleidet hatte, mag ihm schwer gefalle» sein, aber er mar verfttudlger Getbftertenntni« gefolgt und hatte jugendlichen Kriste, Platz gemacht, um da! »on ihm Geschaffene erhalte« und fördern zu laste«. Schmerzerfülil blickt die verttner. blick» die deutsche AausmauaswtU heute auf dte Bahre de» edlen Ptaanes, besten SedeudLuf-ato darin bestand. all Kaufmann am Aufdtühe» des deutschen Vaterlandes mitzuarbetten nnd selbst im AuSlaud« wird «an seinem Hiafcheidea dte leilnahme nicht versagen Der deutsche Kaufmaan hat sich fett langer Zeit auch bet alle« gerecht denkenden Männern to audlLndischen Kreise» des Handels berechtigte Koerkeuuung erworben und de: Rame Wilhelm Herz gttz-tt« tu dieser Sphäre zu to» nigesehensten. Der verbl icheue wurde am iS. April 1828 in Vervdurv geboren, von früher Jugend an hat er in der für damalige verhLttoiste sehr bedeutenden Oetfadrik seiue» Vaters arbeite» gelernt uud als er zu einer leitenden Hteüuvg aufgerückt war. eine ungewöhnliche Tüchtigkeit entwickelt. Sei»« vedeulung uud sei» kaufmännisches Geschick wurde» t» weitere» Jretsen 'chon in de» Tagen des Jahres 1656 erkannt, als die Herz'sche Oelfabrik tu Verndurg damals dte größte aus de« Konttnente, niederbravnt« und Dank seiner schickten Disposition dieses für dte europtischen Oelmarkre außerordentlich bedeutsam« Ereignts, ohne erhebtiche Srörvogen zu oenirfoche». verüb.rqtsg. Der Sitz der Firma wrrde spiter nach Berlin oerteat. Hier wurde Herz t« Jahre 186S zum Nettesten der Kanfwaanschast. am l. Januar 188) zum eisten vlzeprtstde». te» uud am t. Januar 1895 zum PrLstdenleu des Leleeftin-Kollegiums gewihlt. Bei der Gründung der Handelskammer fiel bekanntlich dle Wahl des PrLstdenten edeufaüs auf seine Person. Wege» seiner kauimtuuische» ltmstcht uud seiues verstiuduistes für die Vedilrfniste des Großhaudels und der Grvßtudufttte wurde Herz auch in den Efjenbahndtrekti onsrat berufen und nach de« Tode des vaukdirektor« 2». von Hiemtens zu« verfitzende» tos Handelsvertra-s. Vereins aewthtt Line defmGere, von dem gesamten Kaufmamistande fymphattfch begrüßte Ehrung wurde dem verblichenen, der 1869 zum Königlichen Komm rzienrat uud 1878 zum Geheimen Lommerzteurat er. nanot werde, w^r. am 26. April dadurch -utetl. daß Ihm der Kaiser de» Exzelleuztitet »erüeh. Herz getzörie der Verwaltung einer Anzahl großer Aktteugesellschaften an. Gr war auch Vorfitzeuder des Auistchts. ratder Deutschen Bank. Seine Vaterstadt Bernburg hatte ihn durch die Grneuuuug zum Ehrenbürger auegezetchntt. Wilhelm Herz wußte »eben seiue» uostrenge, de» vcnrfsgeschLitea und Ghrrvtmtrrn doch noch Zeit zu fi»de». um anch i« gesesschastltche» Seben Verltvs als Spotts«»»» und Schatz- «erster tos UnioaNnds eine Rose zu spiele». Gr hatte stch schoa w junge» Jahre, den Ruf e,»es gute, Retter» erworben. Auch an der Betttigung seines ausgeprögten Lohttitigkertsstnues hat Wilhelm Herz es niemals f«hten lasten. Das De.'kwa!, welches bas Grad tos Heimgegangenen ziere» wird, «aa om allen jungen Kaustenten uvfrtri Bakerla»tos als ei» Zetche» dafür angesehen werde», öoß auch in ihre« Stande wahrhafte Tüchtigkeit nnd Größe den verdienten Lohn staden. DG Itottotzmug »o» MUhetm Zer», «m Don», erst», oorwittaa 10^0 llhr fand to ton Rinmen des Hauses Dorotheeiistrntze 1 di« Tranerfeler für SUHelm Herz statt D«a» schloß stch die lleberfihrnna der Leiche »ach to» jüdifchnr Friedhof an der Cchöahanser AI«. Der Magistrat hat a» die Witwe et» i» wtrnrsten Wort«» gehaltenes vetteidai Ircsten gesandt, t»to« er tos 8«to»swerkes tos verewigte» »nd seiner Verdienste »« die dentsche Ha»totk»eU. dte de»tsche Volks Wirtschaft und dle öffentliche Wohifahrt geto»kt. Gr tott»»-rt 1» Wilhelm Herz et»«» ausgezetch»et» Vertreter schttchtkr Vürtzerlntzento» u»d de» Verlast einer marka»te» verttner Gersö«»Gett Htorkt». Am 18. I. starb Abr. LöwenstetL «U,l. d. «rmmcko». misst»» fett ttzl». Vauchergerstr- 59 Der GeitoVtost. midmet ihm «t»e» warm-» Rachruf. A Ooön, G. GR^Msky, Vorsttzenda der Vettz^amidrnjch Ge setlschast »»d «asschWWyled dS Deutsch Zst. Ge»ei»tob,»des,sttertr to, 70. Gebuttstag.