Jüdische Volkszeitung
- Journal
- Jüdische Volkszeitung
- Volume
- 20 (1914)
- Issue
- 34 (21.8.1914)
- Date
- 1914-08-21
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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JlttfdK voSrzrtt»»-. «r. 84 Br Mauer Lokal-Anzeiger HMionnker Atanendienss. Unter diesem Namen haben sich ans Anregung »nserer Kaiserin, wie in Berlin, anch hier Spitzen »nserer «ihörden nnd di« Hanoraliare» unserer Gesellschaft vereinigt, um eine Bereinigung aller derjenigen Or. g-nis-tionen ,u erftreden, welche die «ersorgung der durch den Krieg erwer»«>o« gewordenen Familie», die Pflege der «er. mundeten und die Erfüllung aller derjenige" Ausgaben ,um Ziele ha», die der Arie, un» auserlegt. Da» jüdisch- Herz, da« niemals versagt, wo «,t nnd Elend fich einftellen, «nd der vaterländische «eist, der unsere jüdische «evdikeru», erfüllt werden e« nicht an reichen Spenden sehle» lasten, um den .N ationalen Franendienft'. den unsrre Lande»mutter Srschaffen hat, z» einem Ehrendienste in de« »orte« erhabenster ledeutung werde» zu lasten, «ich, bloß an die Männer, auch an unsere Frauen ergeht der Rus, Alt und Zu», soll fich vereinen im Dienste de» Laterlande« zur Berteidrgung unserer Kultur gegen di« Barbarei de« Osten», zum Schuhe der Güter und Werte, welche 44 Jahre de» Frieden» geschaffen haben, Biele Neinen Gaben werden zu einem großen Liede«werke. Beherzigen wir da» Wort unserer weise» Lehre,: .Der Eine kann sehr viel eben, der andere kann nur wenig geben, wenn nur da» Herz ch erhebt in Andacht zum Himmel.' Die schönste Himmelsgabe, den Frieden, wollen wir wieder erringen, jeder an seinem Teile. Darum eilet, dringet, gebet, jeder wa« er kan»! Unsere Geschäftsstelle ist dereit, Gaben sür den .Nultanale» Frauendienft' in Empsang zu nehmen und an die ientralftelle adzusühren, Ouittuug erfolgt dffenllich! -eine Hsri»»t-»der Nereinonnlerssntzn», ,»,e Mittel»», «» de» Zl,ti»»rr»» Iftanendienss. Der Nationale Frauendienft ist, wie dekannt, die Zentral, stelle sür allllnlerftützungen, welche den durch den Krieg in Rot geratenen Familien gewähn werden, sowohl denen, deren > Ernährer im Felde steht, wie auch denen, die durch den Krieg j ihre Arbeit verloren haben. Um aber der, Hilfesuchenden eine gerechte Verteilung der Unlerftühungen verbürgen zu kdnne»,! bitten wir alle diejenigen, welche einer solchen Familie irgend \ welche Hilft, privatim oder durch Beieine gewähren, dem Nationalen Frauendienft davon umgehend^ Milleilung zu machen. I Denn sonst kdnntc leicht der Fall erntreten, daß eine Familie außer der eorpsangenen Privat» oder Bereiuthilse noch die de» Rationalen Frauendienfte« beansprucht, so zum Schaden der anderen mehr empsängt al» ihr zukomml und unsere Mit. lel ftühzeitig erschöpft. Am liebsten sehen wir, wenn alle diejenigen — Privatpersonen und Beieine — welche Hilft zu leisten gewillt find, die dasür bestimmten Mittel dem Rationalen Frauendienft direkt zur Bcrsügung stellten, im Bertrauen, daß wir am besten in der Lage find, einer möglichst großen Anzahl eine den Bedürsniffen angepaßte Hilft zu geben. Jtn Nationale Ara»e»hler>ü, Rillerplatz I. Btttta, ötn 2>. L>g>ft M4. ~|" ßt7 werdeu Brot fix die JUiin unserer Krieger ' Du hast Deine Söhne für den Krieg »»«gerüftet, Haft spr da» rote Kreuz, den Kinderhort und andere Hilsen gegeben. Dein Geschäft arbeitet mit Berluft, Du hälft e» im Gange, um Deine Le»tc nicht zu eltlosten. Bon alle» Seite» bist Du grrusen, »ach alle» Seite» teilst Du Dein« Gaden. E< ist genug, e» ist mehr al« genrrg, e» ist z, viel. S»,sagst Du, und Du hast Grund so zu sagen: aber jetzt kommt eine neue Rvl, «ine täglich schlimmere: Siehe die Kinder der Krieger, die ohne Bermtgen find, und «glich verzehrten^ wa« fi« »erdftnteu! Die Bäter kommen seht am Abend nicht mehr nach Hau» mit dem Lohn, und auch die Mutter hat keine Arbeit. Wohl gebe» Staat und Stadt eine Beihilse, aber diese Hilse ist zu Nein, de» Hunger zu stillen. 1 Schon jetzt find di« Gesichter der Kinder bleich, die Arme schmal. Der Hunger schreitet durch di« Stadl. Jeden Tag steigt die Not! I »ft N't dieser Masse» Iss N»t »er Stad« Fa», »». «er« tapferen Arie,er wisse», »atz ihr« Jttak« »ftßf tz»»ger» ■ »erde» steüt itzne» da» steintzl: Für Jlttat Jktatn so», l e» die, die z» sba»» getzkietze» ss»d. Ha» iss »»sere s kssicht, schlechtji» »»sere Nssicht. Gebt den Kinder» zu effenl Da» ist die erste Sarge. 1 llle andere Fürsorge — nnd wenn fie noch I» schön ist — kommt oft in zweiter Reihe. Die Geldsammlnng soll daran eftren listen Kern gewinnen, daß fich die Bürger rntschließe», - alle l icr Wochen einen Beirrag zu zahle», der etwa >0 Prozent ihrer monatlichen Einkommensteuer gleichkommt. Wer da»! ich! kann, der gebe nach leinen Krästea, wie nnd wa»ü er will. Gebt da» Geld den Sammelftätten de« .Rationalen ' siauendienfte«'! Einrichtungen zur Fürsorge für Krauen und ^linder find von ihm bereit« geschaffen. Jm Namen u»d Aufträge mehrerer Bürger Hkretelsar Pr. stear« -ansman» ssmpäre»»« Erschein»»««» i» «irrer gretze» Aeit. Bon angesehener Seite wird un« geschrieben: Nicht nur .unerfteuliche Erscheinungen' find in diesen irnsten Tagen zu beklagen, wie fi« kürzlich in einem hiefigen Blatte mit Recht öffentlich zur Sprache gebracht wurden, geradezu empörend und ekelerregeod ist da» steche Auftreten >er PioftiluieNeu und sonstige» Dirnen, die fich anch jetzt noch, ja gerade in diesen Tage» ohne Scheu und leider unzefiraft in unserer Großstadt selbst an älter« Männer heran, vagen und fie zu Sünde und Untreue zu verführen suchen. I, dieser großen Zeit, in der jeder ervfte Manu, jeder warkere Jüngling die Flamme der Begeisterung für sei» von alle» | Seiten bedrohte« Vaterland und rei»e, edle Liede z»r Heimal »nd zur Familie in seinem Herzen z» nähren sucht, während »»sere taps«»»» Brüder draußen aus dem Schlachtfeld» kämpft« »ad blute», i» diese« schieksaUschweren Tagen, da Deutschland« Frauen »nd Töchter in erhedendem Weliciftr all« Kräfte zulammenraffea und keine Opser scheuen, »m »»sere Verwundete» zu pflegen u»d allenthalben Werft heiliger Nächstenlftde zu volbringe», treibt fich znm größten >erger»i« Tausender jene« licht- »nd ardeitüscheue Gefiudel Tag n»d Nacht aut der Straß« herum, um unsere Männerwelt in den Pfuhl de« Laster« hinabzujikhen. Der Kaiser ries unser Volk ans zu den vaste«. Einmütig nnd begeiftrrt folgten all« seinem R»f. Der Kaiser rftt »der unjpr Volk auch aus zur Buße »nd zum Gebet, um Gvtt sür die 8ü»den stüherer Tagen Sih»e za leiste» und sei»«, Segen für »nser« Waste, zu erflehe». Sollte da sich »»ser Bolk nicht ^»ch gegen den inneren Feind der Sittenlofigkeit tihede», der eü za vergifte» uud Gölte« Zorn immer »»» »e»em zu entsache» drehlk Rülkfichlsto« ziehe man auch gege» diese» Feind zu Feld«, besonder« gegen da« steche, »nfittlich« Treiben der Dir»«», di« «»sere Jugend zu verpeste» trachten. Schon»ug»lo« dringe man jede Verführerin, dft fich heianwagt. deim nächsten Schutzmann znr Anzeige, der daun schon seine» Amte« »alte» wird. Jede« Aaspreche» wird mit tzist di« zu I« Tugen deftiast. Weg von der Straße mit diesen unglütklichen Laster, mensche»! Hinein mit ihnen in dft »rdeitlhäuser, damit sie dort ihr« sauft» Kräfte entfalte» zu« Besten unserer Saldate»! D»N mögen fie wasch.n uud sonstig« Arbeiten verrichten, um edensall» ihr Brot zu «sie» im Schiveiße ihre« Angesichte« undinnr zu werden der schwere» Zeit, dft aus unserem Volke lastet/ -amttft» Macheichte« Da» Metren. P»ktart«»et5»m taunte am t« Augnü Herr Aanttül». rnt De. « » »l s « »I e s t» » « r, «rii..»iih..«rr trula de«ede». Nu» diese« Anlah hat »te «e»izliNsä»e fiatultät »er hlefigra Nnlre filst Herrn Dr. S. da« Dattorolvtam erneuert an» die« nutzer edreader Nnerteaann« seiner ersnlgietchen virtsamkeil «u den denen «ürnschen Ldeijeadl Da» »». WntMi onlendete »m >0. ». *. Here H vmnn» Danftl, vitielteftr. «4. fititglted der Schlachl.a»»mlssl»l dtr Ao>ia«o«e». «tzemeinde. : Et» «ebne DMmar «ellldh» (Nalstsch) - Tanenntenftrahe 51. frältO: Paul Edfiri» n>. «a>« «aphaet. Barmlzma» mlr» in »er » > t « » tzawen» t»lfin««e (» > «tzle» It-i, Defianerfir. I chefiae««» am 1» ». Fel. Mer. ltvdet» <«<»»«««- de« Inßlzral« Dr. E, «lene SMmeldnizntlr. >>, derrdi» lri Art«, Meervt«! »nt grftdhet Jt+Hlntti Hermmm Ctart.i ««»deiür. i, «efimde» IN », verrdtgnna I«. X l.ltz «arm. l4K)|IUr: «e«ln» «»nma«, geh »eldtlrin, llharidti-nür. I, Werden >x «,-wi,»», IX X 1*14, «erm 14.1» lltzrj »I. I. »chm. X15 Uhs Emu Am», schemer, 7» A..»n»nftafir. 77. Xtzeerdt»! »ui grt'dhas tzatel, IX X »chm. «JO Ist, Brun» «». s-nthal, »rlnali-r-K-fin «ildermtlr. l»!-»- nachm. « Uhü «eu» «nchschrie«, «»b»,»», «7 2 ShartdNenstr. 47; i, X ifxMDl» Znachtm («hajlmsfiwatel, Kant»»»», 55 J -Renscheür. l« 4U.X nachm. X»0 Uhr Lar»»,«« Müler, »er». glei>cher.«»„-»ftr. »5 j nachm. « Uhr Heinrich Inch». Prtvmftr, 7» Z.-Mattenftr. ,1. Hürgrr Kr es laus! Lindert die Not der Kinder und Kranen, deren Väter und Gatten für Luch Kämpfen! helft. dah wir die Aermsten vor dem bittersten Mangel bewahren und die. denen der Krieg den Ernährer geraubt hat, vor dem Hunger schützen! Gebt UNS Geld um unseren Kriegent dar herbe Gefühl zu , erspare«, datz die von ihnen Surückgemstenen dem Elend verfallen. Gebt UNS Csield, damit wir auch denen Helsen KSnnen. die durch den Krieg um ihr Brot gekommen find. Denkt bei vemeffuna Eurer Gaben an alle, die fetzt für Luch ihr Leben einfetzen! Der Wational'e Jrauendienst, Weg. Wrestcru. Geldspenden nehmen entgegen: Ba»I fite Handel »nd Jndteftet«, «lng »0, nebst Filiale». Sodan« Ml, »lbrecht«straße 54. Dxeüdmex Bm»Ü. Ttwentzftn»«»» 4/L, «bst Filiale,. Alnkdoni & Co, «lncherplaß 13. 0«br«d«r Onttanta«, Schmeid»ißerskaße 2/4. ». Hrtmxnn, «i», 3», nebst Filtaft». Hxrku Mkn * Sohn. Schweidni^rfjia|t 5'4 0 T> PMhaly’s Enkel, Roßmatkt 10. Prlni » Marek Jon-, Sch«eid»itzetstraß« 19. Schlesischer Dankfteeei», Aldrechteftraße »»IM, actfl Filiale». Cchltfischr flmtlrtHHr», Ring 13, nebst Filialen. E. r. Stein » Co, KarUstraße 1. «elldttsch» B«ek, «lücherplatz 16. Sessdeisch» SHarknsse, Roßmatkt. »edft Nebenstellen. Die Zahlstelle» de« stSV«. ZUutrUfc, di. Rathana-Jnstzetti«. und dft «eschssstsstell« de« .«mtimmmle» »eamemdftrr^e»-, Ritfttpl.» 1, st. Beiträge werden auch in der «esthshssstell» der ^ildischen Bolke^itn»^-, Schleeldnlheestrest» 7! gern rnlgege» genemme»