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Jüdische Volkszeitung · 1914-08-07 · 32 (7.8.1914) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Volkszeitung
Volume
20 (1914)
Issue
32 (7.8.1914)
Date
1914-08-07
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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Unabhängiges Organ fünfe non, (ßtnubtdev «te^ibffch«^!Ärr^- R rtb«l*c!|»!*27* ■wKnmnn im wi «it i Joker»«» otrtn «tt 30 ' %o»C>m4Öit »tt r~ «»»»b», taub bk I k. 27 «tbbboo-anMIot Rr. 7506. Speechüoobo'bto ObtboHk» 11-12 tfe' Rebaktiv«, Verlag unb Expedition in Brellatr I, Sch»aib«ftz^ Telephon 7505. — Anschetsten unb Geldsendungen find borstin zu richkM. — ,C geschloffen. — Wohnung de« Serausgebers: Mqritzstr, 4L, hpt. Ar. 82 An die In . schicksalsernster Stunde ruft d<O Daß jeder deutsche Jude zu den heischt, ist selbstverständlich. Glaubensgenosten'! Wir irufen Euch^ dem Vaterlande zu widmen! fveiwi — stellet Euch durch persönliche Hilfeleij in den Dienst des Vaterlandes! rband der Deutschen Juden. Bi bb« den, Stadttheatee st, Laus« de« Lofsnweüeel Raimoib» L»r,,,y./ eV «>»ag» von l—Z, Sonnabend-unb FeieNage lg»»»>, Sannta» fban I Uh« ab) “VfBt Redaktion und Tkpebitto» 750b, Wohnun, 7507, «»«ml «878. 1914 *g XX. Juden! lebte Söhne »nthp bie auwe tut unb Blut bereit ifTStNie Mcht er- Maß der WGMiws res! Ihr 4»rch Mi Rückstcht auf die Rriegszu stände u»d de» Mangel an Personal ist weder unsere Beschtftbstelle noch die Post in der Lage eine pünktliche Bestellung zu gewährleiste». vir bitten deshalb um gütige Rachstchi. Beschüsllstelle der .Jüdischen BoilSzettung'. «tdeottagr. 15. 1872 st. i. Berlin Ins. Salomo», philos. Shristst,, Schüler llkcha EgerS u. Hegel» I8SS Beginn» d. 8. ZionisteukangreffeS in Lasel 16. 1875 ged. i. Freiburg Dr. Ludwig Han«, RrichdtagSabg. 17. >550 ft. Mejchullam Hnrwitz, Erb. d. Pinkadsyn. i. Prag 18. 1881 ft. d. Talmudist lkoSman Wodianer, Rochiat Ir. hoschua 1892 st. i. Frankfurt a. M. Dicht. Ettsc Levi aeb. Heul« 19. 1868 st. i. Riga Rub. Wunderbar, bibl.-lalm. Medizin 1878 st. i. Eluilgart Rabd. Kirchcnrat Jos. o. Maier 20. 1852 st. i. Paris Brand-Rabb. Marchand d'Ennerh, Perf. eines hebr.-franz Sdrierbuche« 1905 ft. i. Paris Jul. Oppert, Pros. d. vcrgieich. Sprach«. 1906 st. i. Ischl Regina Umaada, Wwe. d. ilbgeordn. 21. 1811 geb. i. Mainz Josef Derendourg, Orientalist 1872 st. i. Metz Joel Sulpach, sraaz. Eiodar 1887 ft. i. Nürnberg der Jugendschrisrft. Eim. ilraemer 22. 1618 ft. i. Prag d. Chronist David Ban», Zeniach David 1800 ged. i. Triest Prof. Sam. Tav. Luzailo Hebraist u. Dichter *» geb. Dr. Ed. Banüth in Berlin, Mischnah-Uebers. ft. i. Posen Sal. Plchner, bed. lkanzeiredner ged. Bredlau Dr. M. Rawicz Bezirkirabb. Talmud- Ueders. geb. i. Berlin Dicht. Mich. Beer, .Paria', Struensee geb. i. lirzemenetz Js. Bür Lewinioho, Esel dam- A» dir deutsch«« Zudeu. Lov Nchbdivrr Dr. Ki»1 i» Serlia. Aus dcr Tatsache, daß ich in den lange» Jahren des KriedeuS meine» Mann gestanden Hobe, wenn immer es galt, für Sure Ehre und für die Ehre de« Judentums vor der Oeffentlichkeü das Wort zu führen, schöpfe ich die Berechtigung, in dieser schicksalsschwere« Stunde ein er«ktes Wdrt an Euch zu richttu. Nicht erinnert soll in diese« Augenblicke an alle« dasjenige werden, was der Wahnwitz ersonnen hat, um Eure Liebe zum Daterlande zu verdächtigen und Euch solcheimaßen in tiefster Seele gekränkt hat. Wohl aber kann ich nicht u«. hin. darauf zu verweisen, daß vor ungefähr drei Jahren noch, al« ich in öffentlicher Versammlung genötigt war. Stellung zu nehmen gegenüber ter Leußerung eine« der erleuchtetsten und zu deu führenden Geistern in Deutschland zählende» Gelehrten, die dahin ging, daß Eure Zugehörigkeit zum Jndentume de« Vater« lande in Aoostiksfällea verhängnisvoll werben könnte. Ich abe demgegenüber behauptet, daß solche Anschauungen nur au« ne» schachten Gewiffen heran« ihr» Ursprung nehmen könnt«. 25. 1855 1883 26. 1846 28. 1800 30. 1788 xrwm «ru rar ...... “ ' I. Srt* »»schallt. -»«»a de» »>«,«Gch»Itt,,r «tte «»fches. über »-> Zveda, lehn» ja dürfe». ßrnMftMML de» Gedrte» Gene« trr, z» htetd« «al ri«e »d-ttteret ja ttriicB. feie drei -»ßMchtdftödl« auf der Oktett« M Zerdan«. vt«dertz»t«i- M £*H*0*rUt Da» Gchemat Der k»»»L»tttfche soll a»D-er»G»e »erde», larl ervähtt hat. 7. »*r 0. IC n vom M. fit fsltzeade Orte: •) Die »a!|«Rg«)eni Fi S" Dee «nub, M(ilb bn tat,« Z« I» unserem jüdische, Sodaikealhfteme aber gäbe e< für einen derartige. Bedanke, kel»n Raum, »och könnte ei» solch «lberuatürltche« Gesühl i» »sei» Heize» je eine Stell« stoben. Liebe zum 8 alerl» » d« ist für uns Juden edeusosehr ein strikte« Bedot der Religio», gleichwie ei» Postalal aller natürlichen Instinkt, ebe»so wie die Liebe zu Barer »ab Mutter. Wenn ich a» diese Tatsache hier erinnere, so geschieht ti nicht, weil ich es für erforderlich hielte, Eure Brwissen einer besonderen Schürfung zu »uleimersen, wen» es sich darum handelt, de» Ruse z» de» Fahne» Folge zu lelsteu. Deffeu bedürfet 3$* tttchl! Ihr würdet mit Recht eine derarltge Zumutung »I« Bchlmps empstude», wie ich e» mit Entrüstung zuröikweise» würde, wen» meine, Worte» an Euch eine derarttge Unterstell,»» b», irgendeiner Seite widerfahre» sollte. Wohl aber meine ich, bah jetzt der Moweut gegeben fei, ln welche» Ihr ttor aüer Mett »tt überwülligeuber Eiubeuligkett zeige» sollet, «te tt t» Mahrhett ,» tote SetalubMitbc steht, bamtl BerdüchtlWige, bteser >n tu Dentschlanb menig. sten« sich nie wieber »» lm» Licht de« Tage« wagen dürfe». La es gilt, de« bedrüngteu Baierlaub» durch Werke der Liede welcher X l»»rr deizustehe», d» sollt Ihr, deoi. sche Juden, Euch b»n Itbm den Rang ablnnse, taffe». Solche Genugtuung ist die etnülge, die Ihr de» Balerla»»« gegenüber Euch leisten dürfet, —Dt Iber setblfte Ench, Sire« Gewi s t e » schuldig.!>» Hunaschreie» undBoaustattnaeu feierlicher Umzüge oX» Euch mrdere ruhig z» übertreffe» suchen, »immer «bev'fw «» gilt, still und bescheiden u»ier »risdrttrglSchkett »t» helfeuber zu ittti, Träne, z» tr»ck»ea, z» stütze», kurz, um ei »tt an Baterlnbe »ü Gut uud Blut zu Bermeiduog jeder Hand zuzugrerfeu, vuudeu z» hellen, Warle zu sage»: Lene»! Für «uh . lehr. Sr ist Sich taget als drei bedeutet dieser BefN*«, »ft heiliger Krieg. Se ll wähl sich n»»terbr«che» ei» - I -»-Uo. -» | m nffinfRi wpw «cv i_ _ w C* biwnuder,»»«» Ihr nch i» der »»oschüpfllcht» Surrt Liedeäwerie selb, »tt d«r Ihr de» st» »tat» >itk»»»»> ue» Belsta«» leistet —, »er b». Sich wüßte nicht, wir »tz»- «ächtt, alle Werke M Wohiiuta sind tetntber tar UM steglichea Qurle deSSlendS „ter welche» gegen «>1111»»«» Sätet 4Ht»bc» lieft bei schwichle». I» bew Zu ft», de eitrech teler H llsl »I lgkelt bilde» G». Jr o « e die einzige »bwechsl,^ cheeä schtarrvoüe» Daseins, n» Ichmachoolle» RI i »alw »r b pr»»»ffe» |tl u» sicht« der gesitteten veil EuiopaS Me 8MM«ibi|aai für bk ftattgehadtrn und ei. Recht»istel für »e»e Pogronu tzi »erden. Eure gebildeir» GI»ube»«sch«ester» tu deu UniverflitlSftüdteu bei helllge» RitzltabS erst bta» zu« Zwecke ihrer Studie, »»feuchellt uetznee», wen sie sich zu. vor der Schaube »erkauft haben. Ei» svnberbarir Heiliger in der Tat, diese« R»ßia,d. Schmachvolle E»irechia»a, Judenpogrome, Riiuai»«rdpr«effe, Prolet«»» td.1 Ktalg». u»d dazu noch über polstlsche Morde, 0»ie sie de» UO« »er. bündele» Oesterreich «iderfihee» sind, lledersill »nsere« Baierlandel i» schwachvoüstrr »rgllft. Dies alle« bewegt sich ans et» ,»d derselbe» Lstrle, dch« solle, die «sttel sei», mtt »wiche, dal russtsch« Muschikl»» in unser» Tagen sestt >»recht auf die Wetcherrschast darpUrge» vermeint! «»lange dieser Macht der Finsterill »tchl dal -tapi gedewüttgt worden ist, wirb nser Erbtest »immer frei nstawe» dürfe». Mit dieser Macht berKt»ster»9,»bP«rb,rel dieRech»»»g glatt «»stelle», daz» selb Ar wttbernfe». Sein Frankreich sck» Beschick ualdRich an ste gekettet hatso zeigt es iw Br»»de »nr, daß eS von »er gleiche» ■tt ist. »llel ml bk Jatzeltaset»« n tpahehaft dqzillcke, de» nnd hetltge» Güter» »er Nett geschockt Hobe», ist he»t ans« iiesste gefährd«. Zeig«, bah die M » l kabll er Sire Barsahre» si»b> Die In d e » stattlich, soweit ste i» « üe » « e tt, «i l e, zerftrem si»d, saüte» diese Warte höre, »ttd ans alle» Richtttige» der vsttdrose »llF r ei willige »»irr die W a ff e» elleu, mtt «Ile» z» Gebote ftehniden »ttterlello» »nd »vraitsche» Mittet, diese, wahehäft hellige» «rteg sdeber», am et» für nie M»I bl« »notbltche Schwach wou de» gebtagw» Schillern «uro «nbensbrllbo dt RrtzLad »bptallü» De» Tag wollte ich nicht erlebe,, a, welchem •» Stelle tnti «bin, a» Btlb»»g Dscht-orntk »tt ' geseg»0ea Flure»--- . Do Koftt», bei I >b mr e«. »» »etche» diese soi^» schwere Fr»ge aufgerollt mrbe» ist. All be» M»»be bei Propheten Z-chartas ta 8. «apttel BerS 19 ist n« bie »er. hettzng ge^bn, batz bieso Fistt«, beretaft »i>l z»» Festtage werbe» solle. >» Euch ist ei, bie Borboett,»^» z» «esse», batz bieso Festtag sestm Sinz», t» »nsoe» Mttoinbe hatte, kö»»e. Rach »ehe: »ach et»o alte, jüdisch«» Trabitto» fall a» eben bew Tage, », «etche» „so Hetttgim ans Zt», ei« Rand bo Flamme» geworbe», auch «so Messtas geborn «erbe», Ihr selb bazu bensem bie Seschtftej bieso Mett bis zu be» fhuftt «buaiifcU, bah fetam Erschowe» «M «tabeni« ta Beat M«. ich nicht erlebe», a» wachem »» melle estwl »ub Beflttnag henachnanbn Boille« bo Nagaika »,Hs<ckst<he» Knttte llber bie veittschlaibb tal gqtto Hebel De» Soebllbe »senl tnpfwe»

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