Zeitschrift für jüdische Wohlfahrtspflege
- Journal
- Zeitschrift für jüdische Wohlfahrtspflege
- Volume
- 1 (1929)
- Issue
- 5 (September-Oktober 1929)
- Date
- 1929-09-01
- Page
- Seite 283 (sequence 51)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
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Sichtspunkten ausgehend, warfen die Fragen der an der sozialen Arbeit beruflich oder ehrenamtlich beteiligten Frau auf. Ueber die Bedeutung, die den bevölkerungspolitischen Aufgaben innerhalb der Frauenbundsarbeit zukommt, sprachen Prof. Selma Meyer und R.-A. Dr. Margarete Berent. Die Ausführungen von Dr. Berent über „Die neuen Entwürfe zum Unehelichenrecht" bildeten gleichzeitig die Grundlage einer fruchtbaren Aussprache in der Fachsitzung der „Zentralstelle für jüdisches PfJegestellenwesen und Adoptionsvermittlung" (siehe Tätigkeitsbericht dieser Stelle Seite 257 dieser Zeitschrift). Auch die Aussprachen der übrigen Zusammenkünfte der einzelnen Kommissionen, sowie vor allem die öffentliche Kundgebung am 11. Juni, in der ausländische Vertreterinnen sprachen, brachten eine Fülle persönlicher und sachlicher Anregungen. Kr, Gesellschaft für Soziale Reform. Die diesjährige Generalversammlung der Gesellschaft für Soziale Reform findet am 24. und 25. Oktober in Mannheim statt. Am ersten Tage wird die Reform des Schlichtungswesens an Hand von Vorträgen der Universitätsprofessoren Hugo Sinzheimer, Frankfurt, und Herbert v. Beckerath, Bonn, bearbeitet werden. Am zweiten Tage soll eine große Aussprache über die heutige deutsche Sozialpolitik unter dem Gesichtspunkte geführt werden, inwieweit ihr ein produktiver Charakter beizumessen ist. Die Einteilung zu dieser Debatte wird ein Referat des Berliner Nationalökonomen Professor Götz Briefs über den wirtschaftlichen Wert der Sozialpolitik geben. — Anmeldungen zur Teilnahme an der Tagung sind an das Generalsekretariat der Gesellschaft für Soziale Reform, Berlin W 30, Nollendorfstr. 29/30, schriftlich zu richten. Persönliches Vierzigjähriges Amtsjubüäum von Direktor Peritz-Königsberg i. Pr. Am 1. September dieses Jahres feiert Direktor Peritz sein vierzigjähriges Amtsjubiläum. Herr Direktor Peritz ist als Leiter des israelitischen Waisenhauses in Königsberg und als Begründer und Vorsitzender des „Vereins der Leiter und Leiterinnen jüdischer Erziehungsanstalten Deutschlands" im jüdischen Erziehungswesen in Deutschland bekannt. Er hat sich ferner durch seine Bemühungen um die Hebung der sozialen Stellung des jüdischen Lehrerstandes, sowie durch sein starkes allgemeines Interesse an den Aufgaben jüdisch-sozialer Gemeinschaftsarbeit große Verdienste erworben. Weite jüdische Kreise verbinden mit ihrer Freude über das seltene Fest des vierzigjährigen Amtsjubiläums die aufrichtigsten Wünsche für das weitere Wirken des Jubilars. 283